Im September hat AGM seine X7 Serie vorgestellt. Sie besteht aus dem AGM X7 Pro und dem günstigeren AGM X7, das ohne Wärmebildkamera auskommt. Ansonsten teilen sich beide Modelle die meisten Eckdaten, darunter der 10.000mAh Akku, IP68 und IP69K Schutz sowie die Android 16 Basis.
Das AGM X7 Pro ist jetzt zum Testen bei uns eingetroffen. AGM hat das Gerät bereitgestellt, der Versand erfolgte über Amazon aus Deutschland. Als zentrales Feature nennt der Hersteller die Wärmebildkamera mit 512×384 Pixeln Auflösung. Hinzu kommen ein helles Camping Licht, eSIM Unterstützung und eine für Outdoor Geräte recht akzeptable Gerätedicke.
Das AGM X7 Pro ist mit 599 Euro UVP im offiziellen AGM Shop gelistet. Über Händler bekommt man es aktuell ab 580,12 Euro. Das AGM X7 ohne Wärmebildkamera startet bei 399 Euro. Über die Zeit sollten die Preise noch sinken, was auch dringend nötig ist.
Wie sich das AGM X7 Pro im Alltag schlägt, klären wir in den kommenden Tagen im ausführlichen Test. Bis dahin gibt es an dieser Stelle ein paar erste Eindrücke und das Unboxing.
Das AGM X7 Pro setzt auf ein 6,72 Zoll großes FHD+ Display mit 1080 × 2400 Pixeln und 120Hz. Laut Hersteller liegt die Helligkeit bei mindestens 600 Nits, typisch sind 650 Nits. Als Deckglas kommt das Panda Glass zum Einsatz, das mit einer Oberflächenhärte von mindestens 7H aufwarten soll. Die Frontkamera sitzt in einer zentralen Kameraaussparung.
Als Prozessor kommt der Dimensity 7300 von Mediatek zum Einsatz. Der Octa Core Chip besteht aus vier Cortex A78 Kernen mit bis zu 2,5GHz und vier Cortex A55 Kernen mit bis zu 2,0GHz. Zur Seite stehen 6GB RAM und 256GB interner Speicher. Angesichts des Preises ist das eine recht magere Ausstattung. Offensichtlich macht die Speicherkrise auch vor den kleinen Herstellern nicht Halt. Durch geringere Abnahmemengen dürften diese vermutlich sogar noch härter getroffen sein. Über einen Micro SD Steckplatz, der einen der beiden SIM Steckplätze belegt, lässt sich der Speicher bei Bedarf immerhin noch erweitern.
Herzstück des AGM X7 Pro ist der 10.000mAh Akku, der fest verbaut ist. Geladen wird mit bis zu 33W per USB Power Delivery, darüber hinaus unterstützt das Smartphone kabelloses Laden mit bis zu 15W über den Qi Standard. Hinten kombiniert das AGM X7 Pro eine 64MP Hauptkamera auf Basis des Sony IMX682 Sensors mit einer 2MP Makrokamera. Ein Blitz ist als Doppel-LED vorhanden. Vorn übernimmt eine 50MP Frontkamera. Das eigentliche Highlight ist jedoch die Wärmebildkamera. Sie arbeitet mit einem 12µm Pixelabstand und 3,2mm Brennweite und liefert Aufnahmen, die per Super Resolution auf 512 × 384 Pixel hochgerechnet werden. Die Bildrate liegt laut Datenblatt bei 25fps.
Bei der Konnektivität deckt das AGM X7 Pro die gängigen 5G Bänder ab, darunter n1, n3, n7, n8, n20, n28 und n78. Ergänzend gibt es WLAN 6, Bluetooth 5.2, NFC und die gängigen Navigationssysteme. Auf einen Infrarotblaster verzichtet AGM. Gleichzeitig unterstützt das Gerät eSIM neben zwei Nano SIM Karten, was bei Outdoor Geräten nach wie vor relativ selten ist. Als Betriebssystem kommt leider noch das alte Android 16 zum Einsatz. Auf ein Update auf Android 17 sollte man nicht hoffen. Einen Fingerabdrucksensor hat AGM in der Power Taste untergebracht. Neben dem USB-C Port mit OTG Unterstützung und der 3,5mm Kopfhörerbuchse gibt es eine Campingleuchte auf der Rückseite, eine Funktionstaste und einen 5W Lautsprecher, der nach hinten abstrahlt.
Geschützt ist das AGM X7 Pro nach IP68 und IP69K, zusätzlich nennt AGM die MIL-STD-810H Zertifizierung. Die erlaubte Betriebstemperatur reicht laut Datenblatt von -20 bis +60°C. Mit 177,5 × 82,8 × 16,0mm und einer maximalen Dicke von 18,1mm sowie 370g fällt das X7 Pro für ein Outdoor Handy mit recht großem Akku vergleichsweise schlank aus.
Das AGM X7 Pro kommt in einer leuchtend gelben Kartonbox im klassischen Format einer Smartphoneverpackung daher. Die Front zeigt das Smartphone von vorne und von hinten, dazu den Gerätenamen und die üblichen Logos. Die Details zur Ausstattung und die Herstellerinformationen verteilen sich auf die Seiten und die Rückseite.
Im Inneren steckt das AGM X7 Pro in einer Kunststofffolie, auf dem Display befindet sich ab Werk eine Schutzfolie. Zusammen mit dem Handy bekommt ihr ein 33W Netzteil mit USB-C Ausgang und deutschem Stecker, ein USB-C auf USB-C Kabel, den mehrsprachigen Quick Start Guide, eine Garantiekarte, eine weiße AGM Karte mit Begrüßung, einen Satz AGM Sticker und eine kleine Zubehör Tüte. Letztere enthält Ersatzkappen für die Anschlüsse sowie den SIM Tray. Eine SIM Nadel befindet sich am Zubehörumschlag, wird aber nicht gebraucht, da sich der SIM Tray problemlos mit dem Fingernagel herausziehen lässt. Eine Schutzhülle liegt nicht bei.
Das Netzteil in der Box ist ein Plus, denn die meisten Smartphones werden mittlerweile in Europa ohne dieses ausgeliefert. Gut, dass die meisten kleinen Hersteller bislang auf den Zug nicht auch noch aufspringen. Einen genauen Blick auf die Verpackung und den Lieferumfang bekommt ihr wie immer im Unboxing Video zum AGM X7 Pro.
Das Design vom AGM X7 Pro hebt sich ein wenig vom üblichen Outdoor Einheitsbrei ab. Das griffige Wellenmuster auf der Rückseite fällt direkt auf, die diagonale Anordnung von Camping Licht, Infrarotkamera und Lautsprecher gibt dem Aufbau ein verspieltes Element, zusammen mit dem als Dreieck ausgeführten Kameramodul ergibt sich daraus ein charakteristischer Look. Der Aufbau macht einen stabilen, hochwertigen Eindruck. Die Tasten sitzen fest im Gehäuse, die Anschlusskappen sitzen sauber, Metallstreben links und rechts geben dem Gehäuse Stabilität und ein wertiges Handgefühl. In der Hosentasche ist die Gehäusedicke erträglich. Das Gewicht macht sich bemerkbar, daran gewöhnt man sich aber relativ schnell. Es gibt am Markt deutlich schwerere und dickere Outdoor Geräte.
Das Display ist mal wieder ein LCD Panel, von dem sich die kleinen chinesischen Hersteller wohl nie verabschieden werden. Ein Always On Display fehlt ebenso wie eine Benachrichtigungs LED. Das Panel sieht gut aus, dem Preis wird es aber allein wegen der LCD Technik nicht gerecht. Für eine UVP von rund 600€ wäre ein OLED Panel angemessen. Immerhin ist die Helligkeit besser als bei der Mehrzahl der LCD Panels: Die 600 Nits werden erreicht, im Freien bleibt das Display vergleichsweise gut ablesbar.
Die Performance ist solide. Eine Rakete ist das AGM X7 Pro nicht, bei einem Mittelklasse Chip, der schon etwas älter ist, ist das aber auch nicht zu erwarten. Einfache Alltagsaufgaben laufen ohne Probleme, für mehr reicht die Leistung nicht. Der für die Preisklasse sehr kleine RAM von nur 6GB hat sich im normalen Alltagsgebrauch bisher nicht negativ bemerkbar gemacht, für die Leistungsklasse scheinen 6GB immer noch auszureichen. Mehr RAM wäre bei dem Preis natürlich trotzdem angemessen. Wo sich das AGM X7 Pro leistungsmäßig ungefähr ansiedelt, könnt ihr dem Benchmark Ranking unten entnehmen.
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | OnePlus 16 | 4.596.080 |
| 2 | Oppo Find X10 Pro Max | 4.268.990 |
| 3 | Vivo X300 Ultra | 4.087.430 |
| 4 | AGM X7 Pro | 951.035 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 17 | Xiaomi 15 Ultra | 2.578.670 |
| 18 | Xiaomi 15T Pro | 2.566.391 |
| 19 | Vivo X Fold 5 | 2.270.783 |
| 20 | Xiaomi 17T | 2.209.121 |
| 21 | Motorola Edge 70 Pro | 2.189.554 |
| 22 | Poco X8 Pro | 2.086.851 |
| 23 | Motorola Edge 70 | 1.334.393 |
| 24 | Honor 600 | 1.327.457 |
| 25 | Motorola Edge 60 Neo | 987.652 |
| 26 | AGM X7 Pro | 833.547 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | OnePlus 16 | 2.908 |
| 2 | Vivo X300 Ultra | 2.602 |
| 3 | Oppo Find X10 Pro Max | 2.569 |
| 4 | Oppo Find X9 Ultra | 1.755 |
| 5 | Vivo X Fold 6 | 1.673 |
| 6 | Motorola Edge 70 Pro | 1.046 |
| 7 | AGM X7 Pro | 885 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 42 | Motorola Edge 60 Fusion | 1.049 |
| 43 | Motorola Razr 50 | 1.047 |
| 44 | Poco X7 | 1.015 |
| 45 | Xiaomi 13 Lite | 1.008 |
| 46 | AGM X7 Pro | 1.007 |
| 47 | Doogee V30 Pro | 993 |
| 48 | Redmi Note 12 Pro+ | 962 |
| 49 | Oscal Tank 1 | 955 |
| 50 | Poco M7 Pro | 951 |
| 51 | OnePlus 12 | 941 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | OnePlus 16 | 10.295 |
| 2 | Vivo X300 Ultra | 9.620 |
| 3 | Oppo Find X10 Pro Max | 9.416 |
| 4 | Oppo Find X9 Ultra | 7.885 |
| 5 | Vivo X Fold 6 | 5.840 |
| 6 | Motorola Edge 70 Pro | 4.764 |
| 7 | AGM X7 Pro | 3.026 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 41 | Honor 600 | 3.812 |
| 42 | Motorola Edge 60 Neo | 3.032 |
| 43 | Motorola Edge 60 Fusion | 3.021 |
| 44 | Motorola Razr 50 | 3.011 |
| 45 | AGM X7 Pro | 2.930 |
| 46 | Poco X7 | 2.835 |
| 47 | Xiaomi 13 Lite | 2.681 |
| 48 | Oscal Tank 1 | 2.560 |
| 49 | Doogee V30 Pro | 2.524 |
| 50 | Motorola Moto G54 | 2.345 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | OnePlus 16 | 29.584 |
| 2 | Oppo Find X10 Pro Max | 19.707 |
| 3 | Oppo Find X9 Ultra | 18.833 |
| 4 | Vivo X300 Ultra | 14.386 |
| 5 | Vivo X Fold 6 | 12.103 |
| 6 | Motorola Edge 70 Pro | 9.578 |
| 7 | AGM X7 Pro | 2.375 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 42 | Motorola Edge 60 Neo | 3.185 |
| 43 | Motorola Edge 60 Fusion | 2.603 |
| 44 | Motorola Razr 50 | 2.599 |
| 45 | Oscal Tank 1 | 2.599 |
| 46 | AGM X7 Pro | 2.564 |
| 47 | Poco X7 | 2.467 |
| 48 | Redmi Note 12 Pro+ | 2.315 |
| 49 | Doogee V30 Pro | 2.231 |
| 50 | Xiaomi 13 Lite | 2.102 |
| 51 | Ulefone Note 18 Ultra | 1.420 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 30 | Motorola Razr 50 | 15.081 |
| 31 | OnePlus 16 | 15.058 |
| 32 | Oppo Find X10 Pro Max | 15.042 |
| 33 | Xiaomi 15T | 15.024 |
| 34 | AGM X7 Pro | 15.012 |
| 35 | Vivo X Fold 5 | 14.951 |
| 36 | Poco F4 GT | 14.875 |
| 37 | Realme GT Neo 2 | 14.774 |
| 38 | Motorola Edge 70 Pro | 14.709 |
| 39 | Xiaomi 13 | 14.567 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 33 | Motorola Edge 70 | 11.059 |
| 34 | Xiaomi 14T | 10.204 |
| 35 | Honor 600 | 10.055 |
| 36 | Motorola Edge 60 Neo | 6.140 |
| 37 | Motorola Edge 60 Fusion | 5.508 |
| 38 | AGM X7 Pro | 5.498 |
| 39 | Poco X7 | 5.352 |
| 40 | Oscal Tank 1 | 4.405 |
| 41 | Poco M7 Pro | 3.584 |
| 42 | Lagenio A11 Pro | 1.308 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | OnePlus 16 | 36.130 |
| 2 | Oppo Find X10 Pro Max | 29.519 |
| 3 | Vivo X Fold 6 | 25.734 |
| 4 | Motorola Edge 70 Pro | 14.363 |
| 5 | Motorola Edge 70 | 7.706 |
| 6 | Honor 600 | 7.407 |
| 7 | AGM X7 Pro | 3.154 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 57 | Realme GT | 1.159 |
| 58 | Motorola Edge 60 Neo | 1.007 |
| 59 | Poco X3 Pro | 970 |
| 60 | Motorola Razr 50 | 846 |
| 61 | AGM X7 Pro | 845 |
| 62 | Motorola Edge 60 Fusion | 841 |
| 63 | Poco X7 | 830 |
| 64 | Xiaomi 13 Lite | 823 |
| 65 | Oscal Tank 1 | 641 |
| 66 | Redmi Note 12 Pro+ | 618 |
Der 5W Lautsprecher klingt relativ gut. Durch das Rugged Design kommt die Wiedergabe zwar leicht dumpf daher, dafür ist er aber sehr laut und liefert auch eine erfreulich gute Basswiedergabe. Die Qualität liegt deutlich über dem Durchschnitt der Geräteklasse. Zwei Makel fallen aber sofort auf: Die niedrigste Lautstärkestufe ist etwas zu hoch, zwei Stufen weniger wären wünschenswert. Liegt das Smartphone außerdem auf einem Tisch, wird der Klang deutlich beeinträchtigt, da die Öffnung dann verdeckt wird.
Bei den Kameras tun sich kleine chinesische Smartphone Hersteller traditionell schwer. Das AGM X7 Pro ist in dieser Disziplin immerhin nicht unbrauchbar. Die ersten Testfotos bei Tag liefern solide Ergebnisse. Nicht auf dem Niveau vergleichbar teurer Geräte größerer Hersteller, aber immerhin solide Schnappschüsse. Wie es in anderen Situationen aussieht, muss sich im weiteren Testverlauf zeigen.
Die Wärmebildkamera funktioniert, erreicht aber nicht das Niveau einer dedizierten Wärmebildkamera. Im Dunkeln sind Gesichter und Umrisse erkennbar, die Temperatur zeigt das Bild direkt an. Auf die Genauigkeit sollte man jedoch nicht zu viel geben, bei kalten Wänden lag die Kamera in den ersten Tests arg daneben. Zur Visualisierung von Temperaturverhältnissen und Wärmebrücken und zum groben Einschätzen von Temperaturen liefert sie aber ordentliche Ergebnisse.
Das Camping Licht ist sehr hell. Regelbar ist es aber nicht. Es lässt sich nur an und abschalten, ohne verschiedene Helligkeitsstufen oder ein SOS-Signal. Ein großer Raum wird ausreichend ausgeleuchtet, alles ist zu sehen, die Helligkeit liegt auf dem Niveau einer guten Taschenlampe.
Die Software ist das übliche Stock Android mit leichten Herstelleranpassungen. Ein eigener Launcher und einige Extrafunktionen, teils modellspezifisch, sind dabei. Bloatware von Drittanbietern sucht man vergebens. Die Google Zertifizierung ist vorhanden. Zwei Punkte fallen negativ auf: Der Sicherheitspatch stammt aus dem Juli 2026 und Widevine L1 DRM fehlt. In der heutigen Zeit und zu diesem Preis ist beides nicht akzeptabel. Hinzu kommt die alte Android 16 Basis. Aktuell wäre Android 17.
Die Akkulaufzeit scheint exzellent zu sein. Einrichten, alle Benchmark Läufe und die erste Testrunde mit den Kameras haben weniger als 20% verbraucht. Der erste komplette Tag Alltagsnutzung ohne größere Last liegt ebenfalls unter 20%. Es sieht also so aus, als könnte das AGM X7 Pro mit dem 10.000mAh Akku einige Tage am Stück durchhalten.
Alles weitere zum AGM X7 Pro mit den finalen Testergebnissen erfahrt ihr dann im ausführlichen Testbericht zum Smartphone. Dieser dürfte voraussichtlich nächste Woche erscheinen. Bis dahin!
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