Am 22. September hat Oppo in China die Find X10 Serie vorgestellt, die aus dem Find X10 E, dem Find X10 und dem Find X10 Pro Max besteht. Ein separates Pro Modell gibt es in dieser Generation nicht, das Spitzenmodell trägt die Bezeichnung Pro Max direkt. Alle drei Modelle setzen auf Mediatek Chips und ein gemeinsam mit Hasselblad abgestimmtes Kamerasystem. Am weitesten geht hier das Pro Max: Als erstes Smartphone überhaupt lösen hier alle drei Rückkameras nativ mit 200MP auf. Das Oppo Find X10 Pro Max in Mondweiß mit 16GB RAM und 512GB Speicher hatte rund eine Woche lang unseren Alltagstest zu bestehen, das China Import Testgerät stammt von TradingShenzhen.
Preislich bleibt der Import vorerst die attraktivere Option. Die getestete 16GB+512GB Konfiguration liegt bei TradingShenzhen aktuell bei 1.237€*, die günstigste 12GB+256GB Version startet bei 1.027€*, für die Spitzenausstattung mit 1TB Speicher zahlt man 1.407€*. In Europa soll das Find X10 Pro Max laut Leaks mit einer einzigen 12GB+512GB Variante für 1.799€ auf den Markt kommen, eine Vorbestelleraktion senkt den Preis um 200€ auf 1.599€. Eine 16GB Version ist in Europa nach bisherigem Stand nicht vorgesehen.
Für die Energieversorgung ist in der China Version ein 8.000mAh Akku auf Silizium Kohlenstoff Basis zuständig, die europäischen Modelle sollen laut Leaks mit 7.150mAh etwas kleiner ausfallen, angetrieben wird das Smartphone vom Dimensity 9600 Pro, dem ersten 2nm Chip von Mediatek. Drei Fragen begleiten den Test: Was leistet der neue Chip im Alltag, was bringt der Sprung auf drei 200MP Kameras und lohnt sich das Upgrade vom Find X9 Pro trotz der deutlich gestiegenen Preise? Das und mehr klären wir im folgenden Testbericht.
Das Oppo Find X10 Pro Max kommt in einer weißen, rechteckigen Box im Hochformat. Auf eine Abbildung des Geräts verzichtet die Verpackung komplett: Oben links befindet sich ein kleines "OPPO AI Phone" Badge, darunter der Modellname in schwarzer Schrift, weiter unten eine große Zehn und am unteren Rand die Logos von Oppo und Hasselblad.
Unter dem Deckel liegt das Smartphone in einer Papierhülle, die ab Werk aufgebrachte Displayschutzfolie wurde für den Test wie üblich entfernt. Der übrige Lieferumfang besteht aus einer weißen, flexiblen Silikonhülle, die exakt auf das zweigeteilte Kameramodul abgestimmt ist, einer SIM Nadel und der üblichen Dokumentation in Form zweier auf Chinesisch gehaltener Beilagen.
Auch Kabel und Stromversorgung sind im Karton: ein weißes USB-A auf USB-C Kabel (USB 2.0) und ein weißer 80W SuperVOOC Adapter mit chinesischem Stecker. Für deutsche Steckdosen hat TradingShenzhen einen passenden Adapter gleich mitgeliefert. Einen genaueren Blick bekommt ihr im Unboxing Video zum Find X10 Pro Max.
| Materialien | Rahmen: Metall (flach, matt) Rückseite: Glas (flach, matt) Front: Gorilla Glass Victus 2 |
| Gewicht | 235g (Warmorange, Helltitan) 233g (Mondweis) |
| Abmessungen | Ohne Kamera: 161,32 x 76,57 x 8,4mm Mit Kamera: 161,32 x 76,57 x 13,06mm |
| Wasserdicht | IP66, IP68 und IP69 SGS 5 Sterne Sturz-Zertifizierung |
Die Designsprache des Oppo Find X10 Pro Max knüpft direkt an den Vorgänger an. Auch hier setzt Oppo auf einen flachen, mattierten Metallrahmen und eine ebene Rückseite, die in der getesteten Mondweiß Variante durch eine partielle Musterung und das vertikale "Oppo | Hasselblad" Branding auffällt.
Die Abmessungen sind gegenüber dem Find X9 Pro minimal gewachsen: 161,32 x 76,57 x 8,4mm ohne Kamera gegenüber 161,26 x 76,46 x 8,25mm beim X9 Pro. Mit der Kamerainsel misst das Pro Max 13,06mm statt 12,7mm beim Vorgänger. Das Gewicht liegt bei 233g in Mondweiß, Warmorange und Helltitan sind mit 235g zwei Gramm schwerer. Für die Größe und den 8.000mAh Akku ein normaler Wert und gegenüber den 224g des Vorgängers nur ein paar Gramm mehr, die in der Praxis kaum ins Gewich fallen.
Der Metallrahmen besitzt eine ordentliche Materialstärke. Im Biegetest lässt sich das Gehäuse nur mit deutlichem Kraftaufwand leicht verformen, ohne dass es nachgibt, knarzt oder die gebogene Form beibehält. Alle Spaltmaße sind gleichmäßig, die Tasten sitzen ohne Spiel und reagieren mit einem knackigen Druckpunkt. Die Kamera wirkt nicht klapprig und gibt nur bei sehr starkem Schütteln leichte Geräusche von sich.
Auffälligstes Merkmal ist das zweigeteilte Kameramodul. Bei Mondweiß umrandet ein geriffelter Metallring mit dezentem orangefarbenem Akzent die Haupt-Kamerainsel, bei Warmorange und Helltitan verzichtet Oppo auf Riffelung und den Farbring. Die Rückseiten der beiden Farben sind im Gegensatz zu Mondweiß homogen gefärbt ohne Musterung, das vertikale "Oppo | Hasselblad" Branding fällt weg und wird durch ein zentriertes, horizontales Oppo Logo ersetzt. Die Metallrahmen sind jeweils farblich auf die Rückseite abgestimmt: silber bei Mondweiß, dunkelgrau bei Helltitan, orange bei Warmorange.
Bei Mondweiß verzichtet Oppo auf eine gemeinsame Kamerainsel in der sich die beiden Buckel befinden. Diese sind ragen hier also für sich alleine aus der Rückseite hervor. Bei den anderen Farben sind sie von einer gemeinsamen zusätzlichen Insel umschlossen. Warum Oppo hier einen Unterschied macht, ist schwer nachzuvollziehen. Subjektiv gefällt uns das Design bei Mondweiß besser. Am Ende des Tages ist das aber Geschmacksache.
Bei den Tasten und Anschlüssen hat Oppo am bewährten Aufbau festgehalten. Die Funktionstaste sitzt weiterhin links oben. Am rechten Rahmen fehlt dafür der Zoom Slider bzw. Kamera-Auslöser des X9 Pro, hier bleiben nur noch Power Taste und Lautstärkewippe. Neu ist eine dedizierte Lautsprecheröffnung an der Oberseite, die zusammen mit dem unteren Lautsprecher den Stereo Sound bildet, beim Vorgänger war dort nur die Mikrofonöffnung. Dieses Mikrofon hat Oppo in die Haupt-Kamerainsel auf der Rückseite verlegt.
In der Praxis zeigt das weiter hervorstehende Kameramodul seine Kehrseite: Auf einer ebenen Fläche liegt das Smartphone spürbar schief, im oberen linken Bereich wackelt es leicht, ansonsten steht es aber stabil. Der Vorgänger war wackliger, da er nur einen Kamerabuckel auf einer Seite trug. Die Zweiteilung hat hier also einen leichten funktionalen Vorteil. Die IP66, IP68 und IP69 Zertifizierung sowie die SGS Fünf Sterne Sturz Zertifizierung haben einen Praxistest bestanden. Ein Sturz aus etwa 80cm auf einen Holzboden hinterließ keinerlei Spuren. Die Wasserfestigkeit wurde bei Regen und beim Untertauchen im Waschbecken geprüft. Dabei zeigte sich kein Wassereintritt.
| Größe | 6,78 Zoll |
| Auflösung | 2772 × 1272 @120Hz (144Hz für Spiele) Variable Refresh Rate: 1Hz bis 120Hz / 144Hz |
| Technologie | 10-Bit Tianma AMOLED (flach) 1,07 Milliarden Farben, DCI-P3 und 95% BT.2020 HLG, HDR10(+) & Dolby Vision Manuelle Helligkeit: 800 Nits HBM Helligkeit: 2000 Nits Peak Helligkeit: 3600 Nits 3840Hz PWM Dimming Kein DC Dimming |
| Anzahl Berührungspunkte | 9 Abtastrate: 288Hz Handschuh-Modus |
| Gehärtetes Glas | Ja Corning Gorilla Glass Vctus 2 |
| Anti Fingerabdruck Beschichtung | Ja |
Das Oppo Find X10 Pro Max setzt auf ein 6,78 Zoll großes flaches AMOLED Panel von Tianma, das mit 2772x1272 Pixeln auflöst und 10-Bit Farbtiefe mit 1,07 Milliarden Farben unterstützt. Die Bildschirmränder fallen mit 0,99mm auf allen vier Seiten schmal aus, gemessen ohne den Metallrahmen. Im Vergleich zum Vorgänger ist der Unterschied jedoch subtil und fällt im Alltag nicht so stark ins Auge.
Der Wechsel vom BOE Panel der Vorgänger zum Tianma Panel ist die wichtigste Änderung, und sie macht sich sofort bemerkbar. Die bei den Vorgängern bekannte Schlierenbildung, bei der sich bewegende Inhalte verschwommen und nachziehend wirkten, ist damit verschwunden. Beim Scrollen durch Inhalte, insbesondere Text, bleibt das Bild scharf. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Find X9 Pro.
Die adaptive Bildwiederholrate pendelt zwischen 1 und 120Hz ein, in ausgewählten Spielen sind 144Hz möglich. Im Alltag gelten die 120Hz und liefern eine flüssige Darstellung beim Scrollen oder in den Systemanimationen. Die 144Hz Stufe ist ein Gimmick, da sie eben nur in bestimmten Spielen zur Verfügung stehen. Unsere üblichen Testspiele unterstützen 144Hz nicht.
Die Farbdarstellung des neuen Panels wirkt natural, ohne zu gesättigt oder ausgewaschen zu sein. Der Weißwert ist ab Werk neutral, weder zu kalt noch zu warm. Das Panel deckt 95 Prozent des BT.2020 Farbraums ab, zusätzlich zu DCI-P3. Alltagsinhalte, Bilder und Videos kommen gut zur Geltung. HDR Inhalte Werden mit HLG, HDR10, HDR10+ und Dolby Vision unterstützt und machen auf dem Display ebenso Freude. Die Spitzenhelligkeit liegt punktuell bei 3600 Nits. Auf welcher Fläche diese erreicht wird, nennt Oppo allerdings nicht.
Die manuelle Helligkeit erreicht 800 Nits, im HBM Modus kommt das Panel auf 2000 Nits. Die gemessenen Werte liegen in der Nähe der Herstellerangaben. In der prallen Sonne lässt sich das Display einwandfrei ablesen, Einschränkungen gab es keine. Ob es hier eine deutliche Verbesserung zum Vorgänger gibt, lässt sich ohne Direktvergleich schwer sagen. Vermutlich werden die 200 Nits mehr in den meisten Fällen aber eher weniger ins Gewicht fallen. Die minimale Helligkeit liegt laut Hersteller bei 1 Nit. Subjektiv erreicht das Panel eine sehr geringe Helligkeit für den Einsatz im Dunkeln.
Das Panel nutzt 3840Hz PWM Dimming, ein höherer Wert als die 2160Hz des Find X9 Pro. Eine DC Dimming Option gibt es in dieser Generation allerdings nicht mehr. Wer auf PWM Dimming grundsätzlich empfindlich reagiert, wird hier ein Problem haben.
ColorOS 17 bietet eine breite Palette an Display-Einstellungen. Für den Farbmodus stehen die drei Presets Standard, Natürlich und Lebhaft zur Verfügung, zusätzlich lässt sich die Farbtemperatur manuell anpassen. Eine manuelle Kalibrierung mit weiteren Parametern gibt es allerdings nicht. Die Systemschriftart und Skalierung ist wählbar, ebenso die Bildschirmauflösung in den Stufen Automatisch, Standard mit 2354x1080 Pixeln und Hoch mit 2772x1272 Pixeln.
Die Refresh Rate lässt sich auf Automatisch, Standard mit 60Hz oder Hoch mit 120Hz beziehungsweise 144Hz einstellen. Ein echtes Always On Display ist an Bord, und lässt sich auch im Dauerbetrieb nutzen. Benachrichtigungen werden darauf auch anzeigt. Dabei werden sowohl das volle AOD im Lock Screen Stil als auch das klassische, partielle AOD unterstützt.
Eine Naturtonanzeige Funktion ist vorhanden, die per Sensor das Display an das Umgebungslicht anpasst. Ergänzt wird das Ganze von diversen Augenschutz-Optionen wie z.B. Erinnerung bei geringem Abstand zum Display oder eine warme Anzeige bei Nacht. Als Extras kommen noch der Bildschärfer sowie ein Videobooster hinzu, die bewegte Inhalte per Upscaling und HDR Hochrechnung aufwerten.
Der Touchscreen reagiert schnell und zuverlässig, Bewegungen werden präzise umgesetzt ohne ausgeprägtes Nachziehen. Die Abtastrate liegt bei 288Hz. Der Touchscreen unterstützt 9 Berührungspunkte und einen Handschuh Modus. Wassertropfen stören die Eingabe nicht. Das Gorilla Glass Victus 2 mit Anti Fingerabdruck Beschichtung hat den Testzeitraum ohne Kratzer überstanden, auch gezielte Kratztests haben keine Spuren hinterlassen. Die Gleitfähigkeit ist gut, Fingerabdrücke nimmt das Panel nicht zu schnell an und lassen sich einfach abwischen.
| Prozessor | Mediatek Dimensity 9600 Pro (2nm) 2x ARM C2 Ultra @4,55GHz 3x ARM C2 Pro @4,35GHz 3x ARM C2 Pro @3,10GHz |
| GPU | ARM Mali G2 Ultra NX MC12 Takt: 1,8GHz |
| RAM | 12GB | 16GB LPDDR5X |
| Speicher | 256GB | 512GB | 1TB UFS 4.1 Lesen: 4,3GB/s | Schreiben: 4,2GB/s (seq.) |
| Micro SD | Nein |
| Fingerabdruck Scanner | Ja (im Display, Ultraschall) |
| Sensoren | Umgebungslicht, Annäherung, Beschleunigung, Lineare Beschleunigung, Kompass, Gyroskop, Rotationsvektor, Magnetometer, Ausrichtung, Gravitation |
| Besonderheiten | USB-C 3.2 Gen1 (5Gbit/s), USB OTG, Videoausgabe (Screen Mirroring, erweiterte Anzeige), Always-On Display, kein 3,5mm Anschluss, Linearvibration, Stereo Lautsprecher, kein UKW Radio, Infrarot Blaster |
Beim Prozessor setzt Oppo wie gewohnt auf den neuesten Mediatek Flaggschiff Chip. Der Mediatek Dimensity 9600 Pro ist der erste in 2nm gefertigte Dimensity Chip und der erste Smartphone Prozessor mit ARM C2 Kernen. Er besteht aus zwei ARM C2 Ultra Kernen mit bis zu 4,55GHz, drei ARM C2 Pro Kernen mit 4,35GHz und drei weiteren ARM C2 Pro Kernen mit 3,10GHz, die GPU ist eine ARM Mali G2 Ultra NX MC12 mit 1,8GHz Takt.
Im Alltag spielt der Chip seine Stärken aus: Das System reagiert prompt, Animationen laufen ohne Ruckler, frisch geöffnete Apps starten direkt flüssig und auch beim Nachladen von Inhalten gibt es keine Hänger. Google Chrome bleibt auch auf komplexen Webseiten und mit vielen geöffneten Tabs flüssig, viele offene Apps beeinträchtigen die gefühlte Performance nicht, und der Split Screen oder Vollbild Modus funktioniert ohne spürbare Einbrüche. Ein echtes Oberklasse Gefühl, das allerdings auch schon beim Find X9 Pro mit dem Vorgängerchip Dimensity 9500 zu spüren war: Im normalen Alltagsgebrauch sind die Unterschiede zum Vorgänger nicht deutlich wahrnehmbar.
Im Gaming Test zeigt der 2nm Chip, wo die eigentlichen Zugewinne liegen. Das etwas ältere Genshin Impact läuft auf höchsten Grafikeinstellungen mit konstanten 60fps ohne Dips, und der Dimensity 9600 Pro belastet die Kühlung durch das Leistungs- und Effizienzplus deutlich weniger, ein Performance Einbruch bleibt auch bei längeren Sessions aus und die Gehäusetemperatur bleibt angenehm. Mit aktivierter Frame Interpolation und Upscaling sind stabile 120fps möglich, ohne dass die Wärmeentwicklung deutlich zunimmt.
Das neuere und anspruchsvollere Honkai Star Rail zeigt leichte Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger: Auf höchsten Einstellungen hält das Pro Max meist 60fps, mit etwas weniger Dips in den hohen 50er Bereich. Die Wärmeentwicklung fällt hier deutlicher aus, das Smartphone hält aber länger durch, bis die ersten Einbußen durch Thermal Throttling sichtbar werden, und bricht dann auch nicht unter die 50fps Marke ein. Mit aktiver Frame Interpolation inklusive Upscaling bleiben es über 80fps, ohne Throttling sind es dann 90fps.
Künftige, noch anspruchsvollere Spiele werden vermutlich stärkere Performance Einbrüche zeigen. Im Split Screen Test mit beiden genannten Titeln parallel und entsprechend hoher Last halten beide Spiele zunächst 60fps, nach etwa 15 Minuten bricht die Leistung dann deutlich ein und das Gameplay wird ruckelig. Hier zeigen sich also dieselben Engpässe bei der Kühlung, die es auch schon beim Vorgänger gab. Nur wegen dem neuen Chip dürfte sich ein Wechsel unterm Strich für die meisten Anwender nicht lohnen.
Die Kühlung bleibt leider auch bei den neuen 2nm Chips ein Problem, wie sich beim Oppo Find X10 Pro Max recht deutlich zeigt. Im CPU Throttle Test über 15 Minuten drosselt der Dimensity 9600 Pro am Ende auf 43% seiner Maximalleistung. Die angezeigten Werte liegen in der Spitze bei 552.780 GIPS, im Mittel bei 340.512 GIPS und im Minimum bei 203.423 GIPS. Erholungsphasen gibt es, sie bleiben allerdings kurz. Zum Vergleich: Das Find X9 Ultra mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 hatte im selben Test noch 79% verbleibende Leistung und beim Find X9 Pro waren es 60%.
Im GPU Stress Test mit 3DMark Solar Bay Unlimited wird das Bild noch deutlicher. Über 20 Durchläufe sinkt der Score vom besten Lauf mit 16.389 Punkten auf den niedrigsten Lauf mit 6.862 Punkten, die Stabilität liegt bei 41,9%. Während des Tests steigt die Temperatur von 29 auf 41°C, der Akku entlädt sich von 66 auf 58%. Im Gegensatz zur CPU bleibt das Drosseln auf der GPU Seite permanent, ohne Erholungsphasen zwischendurch. Genau dieses Verhalten hatte sich bereits im Split Screen Gaming Test abgezeichnet: Nach etwa 15 Minuten, in denen beide Titel parallel 60fps hielten, brach die Leistung merklich und dauerhaft ein.
Im direkten Benchmark Vergleich schauen wir uns das Oppo Find X10 Pro Max mit dem Dimensity 9600 Pro gegen das Find X9 Pro mit dem Vorgängerchip Dimensity 9500 und das Find X9 Ultra mit dem Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 an.
Gegenüber dem hauseigenen Vorgänger zeigt der 2nm Chip deutliche Zugewinne. Geekbench V6 legt im Single Core um 11,0% und im Multi Core um 10,7% zu. Beim Geekbench Compute V6 fällt der Sprung mit 23,2% innerhalb von Geekbench 6 am größten aus. Die größten Gewinne liegen insgesamt auf der GPU Seite: Basemark GPU Medium legt um 36,6% zu, 3DMark Solar Bay Unlimited um 11,8%, Solar Bay Extreme um 20,0% und Steel Nomad Light um 18,2%. Wild Life Extreme Unlimited liegt mit 7.060 zu 7.082 Punkten praktisch gleichauf. Eine Überraschung ist Antutu V11: Mit 3.461.042 Punkten liegt das Find X10 Pro Max hier 4,2% hinter dem Find X9 Pro (3.605.644 Punkte).
Gegen das Oppo Find X9 Ultra mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 (der Qualcomm Konkurrenzchip aus der Vorgängergeneration) zeigt sich ein anderes Bild. In den neueren Geekbench V7 Tests zieht der Dimensity 9600 Pro deutlich davon: Single Core +46,4%, Multi Core +19,4%, Compute allerdings nur +4,6%. In Geekbench V6 fällt der Vorsprung mit +9,3% im Single Core und +4,9% im Multi Core moderater aus, beim Compute V6 hier allerdings höher mit +15,1%. In Antutu V11 liegt das X9 Ultra mit dem Qualcomm Vorgängerchip dagegen 15,6% vorne (4.002.544 zu 3.461.042). Auf der GPU Seite ist es eng: Basemark GPU Medium geht mit 2,1% an das X9 Ultra, Wild Life Extreme Unlimited ist praktisch ein Gleichstand (7.074 zu 7.060). Deutlich gewinnt das neue Oppo Find X10 Pro Max nur bei Solar Bay Unlimited mit +24,8%, bei Solar Bay Extreme mit +14,3% und bei Steel Nomad Light mit +20,9%.
Die ganz großen Sprünge über alle Benchmarks hinweg bleiben damit aus. Die größten Zuwächse liefert der Dimensity 9600 Pro auf der GPU Seite, speziell bei sehr anspruchsvollen Benchmarks und Ray Tracing. Auffällig sind zudem die deutlich größeren Gewinne in der neueren Geekbench V7 Version gegenüber V6, was vermutlich auf den stärkeren Fokus auf die KI Beschleuniger innerhalb der CPU Kerne zurückzuführen ist, welche in Geekbench V6 noch nicht so stark berücksichtigt wurden. Unterm Strich bestätigt sich hier aber nochmal der Eindruck, dass nur wegen des neuen Prozessors nicht unbedingt ein Upgrade vom Vorgängermodell nötig ist.
Beim Speicher setzt das Find X10 Pro Max wie der Vorgänger auf LPDDR5X RAM und UFS 4.1 Festspeicher. Beim China Import stehen wahlweise 12GB oder 16GB RAM zur Verfügung, die EU Version soll wohl nur mit 12GB RAM ausgestattet sein. Das getestete 16GB Modell spielt seine Stärken im Multitasking aus: Viele offene Apps und auch der Parallelbetrieb verursachen keine Slow Downs. Damit Apps im Hintergrund geöffnet bleiben, müssen ggf. die Power Management Einstellungen angepasst werden.
Im Speicher Benchmark zeigt der Festspeicher gute Werte: sequenziell 4,3GB/s beim Lesen und 4,2GB/s beim Schreiben. Beim Schreiben fällt der Anstieg zum Find X9 Pro mit 3,74GB/s besonders auf, und das trotz identischer UFS 4.1 Technik. Eine Speichererweiterung ist intern nicht möglich, externe Speichermedien lassen sich per USB-C via OTG anbinden.
Der USB-C Port erreicht die beworbenen 5Gbit/s (USB 3.2 Gen1). Die Videoausgabe an externe Bildschirme wird zwar grundsätzlich unterstützt, das Feature scheint allerdings verbugt zu sein. Ein tragbarer USB-C Monitor wird gar nicht als Display erkannt. Ein USB-C Desktop Monitor wird erkannt, und die Auswahl zwischen "Bildschirm spiegeln" und "Erweiterte Anzeige" erscheint, es erfolgt jedoch keine Bildausgabe, egal welchen Modus man wählt. Dasselbe Verhalten zeigte sich mit einem USB-C auf HDMI Adapter an einem Sony Fernseher.
Beim Fingerabdrucksensor bleibt es beim schnellen und zuverlässigen Ultraschallsensor im Display, im Test gab es keine Aussetzer, auch nicht bei leicht verschmutzten Fingern. Der Sensor befindet sich leicht erhöht in einer angenehmen und gut erreichbaren Position. Die Gesichtsentsperrung per Frontkamera ist bei Tag schnell und zuverlässig, bei Nacht gibt es jedoch trotz Screen Light-up Funktion öfter Aussetzer. Hier kann sicherlich per Software Update noch nachgebessert werden.
Der Linearvibrator liefert kräftiges und präzises Haptik-Feedback ohne laute Geräusche oder Rasseln. Ein Infrarot Blaster ist vorhanden, die Remote App vorinstalliert, und arbeitet einwandfrei. Positioniert ist der IR-Emitter rückseitig im Kameramodul. Abgerundet wird das Paket vom gewohnten Sensorverbund mit reibungslos funktionierendem Kompass und Gyroskop ohne Barometer.
| Variante | ColorOS 17 Version im Test: PMX110_17.0.0.114(CN01) |
| Android Version | Android 17 Sicherheitspatch im Test: September 2026 |
| Google zertifiziert | Ja |
| DRM Technologien | ClearKey CDM, Widevine Level 1 DRM |
| Bloatware | Ja (App Stores, Browser, Social Media, Shopping, Office, Streaming) |
| Root-Zugriff | Nein |
| OTA Updates | Ja (ein Update im Testzeitraum) Update Garantie: 5 / 6 Jahre |
| Schadsoftware | Keine Funde Keine Facebook / Meta Systemdienste (China Version) |
Das Oppo Find X10 Pro Max kommt mit ColorOS 17 auf Android 17 Basis (Version PMX110_17.0.0.114(CN01) im Test) und einem Sicherheitspatch vom September 2026. Zum Testzeitraum im Oktober ist das semi-aktuell. Der Oktober Patch dürfte aber bald ausgerollt werden. Updates werden für 5 Jahre (Android) beziehungsweise 6 Jahre (Sicherheitsupdates) versprochen. Im Testzeitraum gab es zwei Updates, einmal direkt nach dem Auspacken und einmal gegen Ende des Tests. Der Sicherheitspatch blieb beim letzten Update unverändert.
Bei ColorOS 17 sind die für westliche Nutzer relevanten Änderungen in der China Version hauptsächlich unter der Haube und beim Design zu finden. Es gibt mehr Glasoptik und schickere / komplexere Animationen, was das System etwas verspielter aussehen lässt, allerdings auf eine gute Art. Die Lesbarkeit bleibt trotz der Glasoptik sehr gut, und am Bedienkonzept sowie am Aufbau hat sich nichts grundlegend geändert. Wer von ColorOS 16 kommt, findet sich sofort zurecht. Oppo's Aussage, dass die Performance verbessert wurde, speziell durch ein überarbeitetes Animationssystem, trifft zumindest subjektiv zu. ColorOS 17 wirkt runder und durchgehend performant beziehungsweise "snappy". Unterm Strich macht es Spaß, das System zu nutzen.
Die KI Funktionen von ColorOS 17 zielen in der China Version hauptsächlich auf den chinesischen Markt ab und sind damit für westliche Nutzer weniger interessant. In der EU Version wird vieles davon gestrichen. Hier setzt Oppo primär auf Google Gemini.
Was die Nutzbarkeit der China Importversion in Deutschland angeht, müssen nur die allseits bekannten Einschränkungen hingenommen werden. Es gibt keine eSIM Unterstützung, keine Gemini Systemintegration (Sprachtrigger, Circle to Search) und keinen Google Standortverlauf (Maps Timeline). Wer auf diese Punkte Wert legt, muss zur EU Version greifen. Ein Flashen der EU Firmware auf ein aus China importiertes Gerät ist derzeit nicht möglich und wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch künftig nicht sein.
Alles andere funktioniert reibungslos. Die deutsche Sprache ist ab Werk vorhanden, der Google Play Store lässt sich einfach über den Oppo App Store installieren, die Google Zertifizierung ist vorhanden, und Widevine L1 sowie der HDR Streaming Support inklusive Dolby Vision sind an Bord. Auch Android Auto ist nutzbar, und Google Pay lässt sich nach Installation der Google Wallet App einsetzen.
Die Google Zertifizierung ist direkt ab Werk vorhanden, sodass sich Google Dienste wie Google Pay reibungslos nutzen lassen und auch Drittanbieter Banking Apps mit Zertifizierungs-Zwang nutzbar sind. Im DRM Bereich bringt die China Version keine erkennbaren Nachteile mit sich. Die Widevine Level 1 Zertifizierung ist vorhanden, und auch die HDR Unterstützung deckt alles Gängige inklusive Dolby Vision ab.
China Bloatware ist auf dem Oppo Find X10 Pro Max als China Import wie gewohnt reichlich vorhanden. Wie gewohnt lässt sich aber alles davon deinstallieren und auch viele der System-Apps von Oppo sind deinstallierbar und lassen sich durch westliche Alternativen ersetzen. Erfreulich ist, dass im Gegensatz zu EU Geräten keine Facebook bzw. Meta Systemdienste vorinstalliert sind. Scans nach Schadsoftware mit gängigen Tools lieferten keine Funde. Stabilitätsprobleme und gravierende Bugs (abseits des schon genannten Bugs der Bildausgabe via USB-C) sind im Testzeitraum nicht aufgefallen.
| Mobilfunk | 2G: 850/900/1800 MHz 3G: B1/2/4/5/6/8/19 4G-FDD: B1/2/3/4/5/7/8/12/17/18/19/20/25/26/28/66 4G-TDD: B34/38/39/40/41/42/43/48 5G: N1/2/3/5/7/8/12/18/20/25/26/28/34/38/39/40/41/48/66/77/78/79 |
| WLAN | WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax/be (Wi-Fi 6/6E/7) 2x2 MIMO, Wi-Fi Direct |
| Bluetooth | Bluetooth 6.2 Bluetooth Low Energy, BLE-Audio SBC, AAC, LDAC, aptX, aptX HD, LHDC 5.0 |
| NFC | Ja (mit Google Pay) |
| Dual SIM | Dual Nano SIM Keine eSIM Unterstützung (China Version) |
| Positionsbestimmung | GPS (L1+L5), A-GPS, Galileo (E1+E5a+E5b), GLONASS (G1), BDS (B1I+B1C+B2a+B2b), QZSS (L1+L5), NavIC (L5) |
Im Mobilfunk Bereich muss man beim China Import des Oppo Find X10 Pro Max abseits der fehlenden eSIM Unterstützung keine gravierenden Einschränkungen hinnehmen. Die Mobilfunkfrequenzen sind identisch mit denen des Find X9 Pro, und alle für Deutschland und weiten Teilen Europa nötigen Frequenzen werden unterstützt. Lediglich auf eSIM Unterstützung muss man beim Import verzichten.
Im Praxistest hat sich das bestätigt. Im örtlichen o2 5G+ Netz hatte das Find X10 Pro Max keinerlei Empfangsprobleme und lieferte durchgehend eine sehr gute Signalstärke, auch in Gebäuden. Auch in Gegenden mit schwacher Netzabdeckung gab es keine unerwarteten Aussetzer. Der 5G Speed Test, nachts bei freiem Netz durchgeführt, brachte ein Ergebnis von 334Mbit/s im Downstream und 48,1Mbit/s im Upstream.
Im WLAN unterstützt das Oppo Find X10 Pro Max alles bis Wi-Fi 7 (be). Im Test mit einer Fritz!Box 6660 Cable (Wi-Fi 6) war der Empfang sehr gut und die Signalstärke im gesamten Haus hoch. Auch in schwach abgedeckten Räumen blieb die Performance brauchbar und 4K Streaming war dort stabil möglich. Der Speed Test direkt neben dem Router erreichte 1080Mbit/s, was das Maximum der Internetanbindung darstellt, ein Stockwerk unter dem Router lieferte das Find X10 Pro Max exzellente 610Mbit/s.
Bluetooth wird in Version 6.2 unterstützt, ein Upgrade gegenüber der Version 6.0 des Find X9 Pro. Im Praxistest gab es mit verschiedenen Geräten keine Probleme und keine Koexistenzprobleme mit 2,4GHz WLAN. Die Reichweite ist sehr gut, auch bei drei Räumen Distanz gab es im Test mit einem Bluetooth Kopfhörer keine Audio Aussetzer. Bei den Audio Codecs gilt die Herstellerangabe SBC, AAC, LDAC, aptX, aptX HD, LHDC 5.0.
Die NFC Unterstützung ist vorhanden und funktioniert reibungslos. Google Pay lässt sich auch mit der China Version nutzen, sofern die Google Wallet App installiert ist. Diese kann dann in den NFC Einstellungen als Zahlungsanbieter gewählt werden.
Für die Positionsbestimmung kommen alle gängigen Satellitensysteme zum Einsatz, die meisten mit Multiband Unterstützung. Im Praxistest lieferte das GPS einen schnellen Fix und eine hohe Signalstärke. Im Auto oder in der Hosentasche waren keine Einschränkungen feststellbar. Die Navigation war im Test genau und ohne Aussetzer. Das GPS Tracking war akkurat, mit klar sichtbaren Wechseln der Straßenseite in der aufgezeichneten Route.
| Lautsprecher | Stereo Lautsprecher Rahmen unten + oben |
| Noise Cancelling Mikrofon | Ja (Rückseite) Triple Mikrofon Array |
| Weitere Merkmale | VoLTE & VoWiFi, VoNR, OReality Sound mit Systemequalizer & Presets |
Das Oppo Find X10 Pro Max kommt mit Stereo Lautsprechern, die jetzt wieder mit dedizierten Öffnungen im unteren und oberen Rahmen angeordnet sind. Der Vorgänger hatte nur die untere Öffnung und den Telefonhörer. Das ergibt einen deutlichen Stereo Sound mit virtuellem Raumklang. Die Lautsprecher werden sehr laut, ohne zu scheppern, zu kratzen oder zu verzerren. Das Klangbild bleibt über alle Lautstärkestufen hinweg sehr angenehm und ausgewogen. Gegenüber dem Vorgänger ist das Oppo Find X10 Pro Max etwas lauter und bassstärker geworden.
Für die Klanganpassung bzw. Optimierung steht OReality Sound mit Presets und auch einem manuellem Equalizer zur Verfügung.
Beim Telefonieren unterstützt das Oppo Find X10 Pro Max alle relevanten Standards, darunter VoLTE, VoWiFi und VoNR. Die Sprachqualität ist an beiden Enden hoch, der Ton klar und natürlich. Der Telefonhörer wird auch für laute Umgebung ausreichend laut, Umgebungsgeräusche werden gut unterdrückt. VoWiFi hat im Test mit dem o2 Netz ohne Probleme funktioniert.
| Hauptkamera | Haupt: 200MP Samsung HPC 1/1.3" f/1.5 24mm OIS Laser AF Tele: 200MP Samsung HP5 3x Periskop 1/1.56" f/2.1 70mm OIS Laser AF Ultrawide: 200MP Samsung HP5 1/1.56 f/2.2 13mm 124° EIS Laser AF 2nd Gen Danxia Spektralsensor (24 Kanäle) Video: 8k30 / 4k120 (Alle) Codec: H.264 / H.265 (HEVC) HDR Video: Dolby Vision bis 4k120 (Alle) Oppo O-Log2: 4k120 / 8k30 (Alle) |
| Frontkamera | 50MP 1/2.76" f/2.0 18mm AF Video: 4k60 Codec: H.264 / H.265 (HEVC) HDR Video: Dolby Vision bis 4k60 Oppo O-Log2: 4k60 |
| Blitz | Dual LED |
| Fokus | PDAF + CDAF + Laser |
| Slow Motion | 4k120 (nativ) FHD240 / FHD120 (Zeitlupen-Modus) |
Oppo hat die Kamera im Find X10 Pro Max gegenüber dem Vorgänger erheblich umgebaut. Das rückseitige System besteht weiterhin aus drei Kameras plus einem Spektralsensor, diesmal aber mit einem deutlichen Upgrade. Das Find X10 Pro Max ist das erste Smartphone überhaupt, das alle drei Rückkameras mit 200MP Sensoren bestückt. Damit hat man es hier mit der bisher am höchsten auflösenden Ultrawide-Kamera in einem Smartphone zu tun.
Der 50MP Sony LYT-828 Sensor aus dem Find X9 Pro (1/1,28 Zoll) weicht einem 200MP Samsung HPC Sensor. Dieser ist mit 1/1,3 Zoll minimal kleiner, bietet durch die höhere Auflösung aber mehr Spielraum fürs Pixel Binning. Die Blende bleibt bei f/1.5, die Brennweite liegt jetzt bei 24mm statt 23mm. OIS und Laser AF bleiben an Bord. Spannend ist bei der Tele-Kamera die sehr geringe Makro-Distanz von satten 10cm laut Datenblatt.
Die 3x Tele-Kamera kommt unverändert aus dem Vorgänger: Ein 200MP Samsung HP5 Sensor in 1/1,56 Zoll als 3x Periskop, f/2.1, 70mm, OIS und Laser AF. Das eigentliche Upgrade steckt in der Ultraweitwinkelkamera: Der 50MP Samsung JN5 Sensor (1/2,75 Zoll) aus dem Find X9 Pro weicht demselben 200MP Sensor wie in der Tele-Kamera. Die Blende beträgt f/2.2, die Brennweite 13mm, das Sichtfeld üppige 124 Grad, die Stabilisierung bleibt aber EIS.
Flankiert wird das Ganze von einem Danxia Spektralsensor der zweiten Generation mit 24 Kanälen für verbesserten Weißabgleich und bessere Farbdarstellung. Abgerundet wird das Paket von einer 50MP Frontkamera mit 1/2,76 Zoll großen Sensor, f/2.0 und 18mm Brennweite, die gegenüber dem 21mm Objektiv des Vorgängers etwas weiter aufnimmt, was in den Bildern auch deutlich sichtbar wird.
Videoseitig steigert das Find X10 Pro Max auf 8k30 über alle drei Brennweiten, 4k120 ist auch auf allen drei rückseitigen Kameras möglich. Dolby Vision gibt es auf allen Kameras außer der Frontkamera bis 4k120, das O-Log2 10-Bit LOG Profil bis 8k30. Der Vorgänger war auf 4k120 begrenzt und bot Dolby Vision sowie O-Log2 auf der Ultraweitwinkelkamera nur bis 4k60.
Im folgenden schauen wir uns das neue Kamerasystem vom Oppo Find X10 Pro Max im Detail an und decken dabei die wichtigsten Alltagssituationen und Modi ab. Alle Aufnahmen wurden mit Auto HDR, ohne optionale KI Features und den jeweiligen Standard-Einstellungen des angegebenen Modus aufgenommen. Einzige Ausnahme: Die automatische Steuerung der Bildauflösung (Pixel Binning je nach Umgebungslicht) wurde deaktiviert. Alle Aufnahmen wurden somit der Vergleichbarkeit halber in festen 12MP aufgenommen, ausgenommen natürlich den expliziten High-Res-Modi.
Die 200MP Hauptkamera des Oppo Find X10 Pro Max liefert im 12MP Standard Modus durchgehend überzeugende Ergebnisse. Die Detailwiedergabe ist auf nahezu allen Aufnahmen hoch, feine Strukturen wie Maserung, Textur und Blattadern werden klar erfasst. Die Schärfe sitzt über das gesamte Bildfeld, der Autofokus trifft das Motiv zuverlässig, und im näheren Bereich entsteht ein schicker Bokeh-Effekt mit sauberer räumlicher Trennung zum Hintergrund. Farblich bleibt die Kamera auf Werkseinstellungen nah an der Realität: Die Wiedergabe wirkt natürlich und ausgewogen, der Weißabgleich trifft auch in wechselnden Lichtsituationen und die Sättigung bleibt moderat. Der Spektralsensor scheint gute Arbeit zu leisten. Die Farbabstimmung tendiert im Standard-Profil zu eher warmen Aufnahmen.
Gerade in kontrastreichen und Gegenlichtsituationen zeigt sich der Dynamikumfang stark. Im Werbematerial hat Oppo hier anscheinend nicht zu viel versprochen. Helle Lichtpartien bleiben weitgehend erhalten und auch die Schatten liefern noch Details. In den getesteten Tag-Aufnahmen, die von Innenräumen bei Kunstlicht bis zu kontrastreichem Gegenlicht im Wald reichten, fielen nur vereinzelt sehr tiefe Schatten leicht ab. Rauschen und Artefakte sind praktisch kein Thema: Die Bilder sind nahezu rauschfrei.
Im Vergleich zum Find X9 Pro mit seinem 50MP Sony LYT-828 Sensor bleibt die neue 200MP Hauptkamera je nach Situation auf gleichem oder leicht besserem Niveau. Durch die höhere Auflösung und das damit feinere Pixel Binning fällt die Lichtausbeute oft etwas besser aus, was sich in etwas mehr Details in dunkleren Bildbereichen niederschlägt. Unterm Strich ist die neue Hauptlinse rundum gelungen und lässt bei Tageslicht kaum Wünsche offen.
Im 50MP Modus profitiert die Hauptkamera des Oppo Find X10 Pro Max abermals vom 200MP Sensor. Auch hier ist Pixel Binning möglich, was gegenüber dem Find X9 Pro, das bei 50MP auf seine native Sensorauflösung ohne Binning setzt, eine bessere Lichtausbeute bedeutet. Die 50MP Aufnahmen bleiben damit auch in dämmrigen Innenräumen sauber, ohne dass sich Rauschanteil, Lichtausbeute oder Bildschärfe deutlich verschlechtern. Auch farblich und beim Dynamikumfang zeigen sich kaum Unterschiede zum 12MP Standard Modus, die höhere Detaildichte spielt sich vor allem in der Detailtiefe aus.
Auch mit 2-fach Digitalzoom liefert die Hauptkamera des Oppo Find X10 Pro Max überzeugende Ergebnisse. Durch die hohe Auflösung merkt man den Aufnahmen den Digitalzoom kaum an. Sogar in Innenräumen zeigt sich meist kein erkennbarer Qualitätsabfall, und auch bei Nacht liefert die Kamera mit aktivem Digitalzoom bis 2-fach noch recht scharfe, detaillierte und rauscharme Bilder, wobei in den dunkelsten Szenen allerdings ein Schärfeabfall durch Rauschunterdrückung erkennbar ist. Auch bei Farbdarstellung und Dynamikumfang zeigen sich beim Digitalzoom keine größeren Veränderungen gegenüber dem Standard Modus.
Der Dual-LED-Blitz im Oppo Find X10 Pro Max liefert eine ordentliche Lichtmenge. Die Aufnahmen sind hell und in den beleuchteten Bereichen bleiben Schärfe und Detaildarstellung gut, auch auf größere Distanz. Der Weißabgleich bleibt weitgehend neutral. Das harte Blitzlicht erzeugt allerdings einen starken Kontrast, was manchmal Detailverlust in Schattenbereichen bedeutet. Die Lichtverteilung fällt ordentlich aus.
Bei Nachtaufnahmen aktiviert das Oppo Find X10 Pro Max den Nachtmodus automatisch. Egal ob mit Stativ oder freihändig liefert es scharfe und detaillierte Bilder ohne auffälligen Rauschanteil, und auch auf Distanz bleiben feinere Texturen wie Fassaden und Mauern gut erkennbar. Die Lichtausbeute ist gut, sodass die beleuchteten Bereiche hell und detailreich ausfallen. Auffällig sind jedoch leichte Schwächen beim Dynamikumfang: Der Nachthimmel wird häufig komplett abgedunkelt, und sehr dunkle Bildbereiche verlieren dort an Detail. Den starken Dynamikumfang bei Tag bekommt die Kamera also nicht auf Nachtaufnahmen übertragen. Bei sehr kontrastreichen Nachtmotiven ist der Dynamikumfang sogar etwas unterdurchschnittlich.
Langzeitbelichtung ist im Pro Modus mit bis zu 30 Sekunden möglich, wobei man wahlweise alle Einstellungen manuell setzen oder eine Halbautomatik nutzen kann. Getestet wurde wie gewohnt mit der Halbautomatik: Belichtungszeit manuell, Rest Automatik. Hier zeigt sich die größte Schwäche der Kamera des Oppo Find X10 Pro Max. Alle Aufnahmen fallen leicht bis stark unscharf aus, manche wirken sogar verwackelt, obwohl das Smartphone sicher auf einem Stativ stand. Davon sind sowohl die Hauptlinse als auch die Telelinse betroffen (Ultrawide wurde nicht getestet). Die Halbautomatik arbeitet ebenfalls nicht zuverlässig: Manche Motive geraten zu dunkel, andere fallen mit überbelichteten, angestrahlten Bereichen viel zu hell aus. Hier fehlt eine HDR Nachbearbeitung und auch der ISO Wert scheint nicht ganz zu passen. Da haben viele Mitbewerber schon erheblich bessere Resultate geliefert.
Besonders ärgerlich ist, dass genau dieselben Probleme schon beim Find X9 Pro und Find X9 Ultra zu beobachten waren. Unverständlich, warum Oppo hier von Generation zu Generation nicht nachbessert.
Die 3x Telekamera des Oppo Find X10 Pro Max kommt unverändert aus dem Find X9 Pro und liefert im 12MP Standard Modus durchgehend überzeugende Ergebnisse. Die Detailwiedergabe ist hoch, feine Strukturen wie Rindenmuster, Texturen und Blattadern bleiben auch im 3-fach Zoom klar erkennbar. Die Schärfe sitzt über das gesamte Bildfeld, der Autofokus trifft das Motiv zuverlässig, und Rauschen ist praktisch kein Thema, auch nicht in Innenräumen.
Farblich bleibt die Telekamera nah an der Realität, der Weißabgleich trifft auch in wechselnden Lichtsituationen, und der Dynamikumfang reicht von gut bis sehr gut, sodass auch in kontrastreichen Gegenlichtsituationen helle Lichtpartien und Schatten Details behalten. Gegenüber dem Find X9 Pro bleibt die Telelinse damit auf dem gewohnt hohen Niveau und liefert auch auf Distanz scharfe, detailreiche Aufnahmen. Die Farbabstimmung auf die Hauptlinse ist hervorragend gelungen. Unterschiede zeigen sich nur sehr selten.
Im 50MP Modus profitiert die 3x Telekamera des Oppo Find X10 Pro Max vom 200MP Sensor. Auch hier kommt Pixel Binning zum Einsatz, und die 50MP Aufnahmen bleiben damit auch in dämmrigen Situationen sauber, ohne dass sich Rauschanteil, Lichtausbeute oder Bildschärfe deutlich verschlechtern. Auch farblich und beim Dynamikumfang zeigen sich kaum Unterschiede zum 12MP Standard Modus, die höhere Detaildichte spielt sich vor allem in der Detailtiefe aus. Gegenüber dem Find X9 Pro bleibt die Tele damit auf dem gewohnt hohen Niveau.
Auch mit 6-fach Zoom liefert die Telekamera des Oppo Find X10 Pro Max solide Ergebnisse. Durch die hohe Auflösung des 200MP Sensors merkt man den Aufnahmen den Digitalzoom bei Tageslicht kaum an: Die Detailwiedergabe bleibt hoch, die Schärfe sitzt über das Bildfeld, und Rauschen ist in den meisten Szenen praktisch kein Thema. Nur in sehr dunklen Bildbereichen kann sich mal ein leichter Rauschanteil breitmachen.
Bei Nacht wird der Digitalzoom deutlicher sichtbar: In den dunklen Bereichen tritt ein deutlicheres, körniges Rauschen auf, und der Dynamikumfang ist begrenzt, sodass tiefe Schatten Details verlieren. In den beleuchteten Partien bleiben die Aufnahmen aber recht scharf und detailliert. Farblich und beim Weißabgleich zeigen sich beim 6-fach Zoom keine größeren Veränderungen gegenüber dem Standard Modus.
Bei Nachtaufnahmen liefert die 3x Telekamera des Oppo Find X10 Pro Max in den beleuchteten Bereichen scharfe und detaillierte Bilder: Fassaden, Mauern und Fensterstrukturen bleiben auch auf Distanz gut erkennbar und die Lichtausbeute ist gut, sodass die angestrahlten Partien hell und detailreich ausfallen. Die Farbwiedergabe bleibt natürlich, und der Weißabgleich trifft die reale Lichtstimmung gut.
Auffällig ist wie bei den Nachtfotos der Hauptkamera der Dynamikumfang: Der Nachthimmel fällt komplett schwarz aus, und sehr dunkle Bildbereiche verlieren an Detail. Hinzu kommt in sehr dunklen Bildbereichen eine leichte Weichzeichnung durch Rauschunterdrückung, was die Feindetails in den Schatten oder bei sehr dunklen Motiven etwas reduziert und einen weichen Look erzeugt. Den starken Dynamikumfang bei Tag bekommt die Telekamera also nicht vollständig auf Nachtaufnahmen übertragen.
Die Ultraweitwinkelkamera des Oppo Find X10 Pro Max liefert im 12MP Standard Modus durchgehend überzeugende Ergebnisse und ist auch das Upgrade mit den stärksten sichtbaren Auswirkungen. Die Detailwiedergabe ist für eine Ultrawide-Kamera sehr hoch, feine Strukturen bleiben auch am Rand des weiten 124 Grad Sichtfelds klar und ohne starkes Verzerren erkennbar und die Schärfe sitzt über das gesamte Bildfeld. Rauschen ist praktisch kein Thema. Das gilt auch für dämmrige Innenraumaufnahmen, wo noch nicht mal eine Verschlechterung der Bildqualität zu sehen ist. Der 200MP Sensor lohnt sich also unterm Strich sehr.
Farblich bleibt die Ultraweitwinkelkamera nah an der Realität, der Weißabgleich trifft auch in wechselnden Lichtsituationen. Der Dynamikumfang reicht von gut bis sehr gut. Gegenüber dem Find X9 Pro ist die Lichtausbeute durch den deutlich größeren Sensor deutlich besser, was sich in mehr Details in dunkleren Bildbereichen und Innenraumaufnahmen niederschlägt. Bei letzteren ist auch Bildrauschen nie ein Problem.
Im 50MP Modus profitiert die Ultraweitwinkelkamera des Oppo Find X10 Pro Max ebenfalls vom 200MP Sensor. Auch hier ist Pixel Binning möglich, was gegenüber dem Find X9 Pro, das bei 50MP auf seine native Sensorauflösung ohne Binning setzt, eine bessere Lichtausbeute bedeutet. Die 50MP Aufnahmen bleiben damit auch in dämmrigen Innenräumen sauber, ohne dass sich Rauschanteil, Lichtausbeute oder Bildschärfe deutlich verschlechtern. Auch farblich und beim Dynamikumfang zeigen sich kaum Unterschiede zum 12MP Standard Modus. Die 50MP Aufnahmen sind also primär für mehr Details nützlich.
Bei Nachtaufnahmen liefert die Ultraweitwinkelkamera des Oppo Find X10 Pro Max in den beleuchteten Bereichen scharfe und detaillierte Bilder. Fassaden, Pflaster und Architekturstrukturen bleiben gut erkennbar, und die Lichtausbeute ist durch den deutlich größeren Sensor gut, sodass die angestrahlten Partien hell und detailreich ausfallen. Die Farbwiedergabe bleibt natürlich, und der Weißabgleich trifft die Realität gut.
Auffällig ist wie bei den anderen Kameras der Dynamikumfang: Der Nachthimmel fällt komplett schwarz aus, und sehr dunkle Bildbereiche verlieren an Detail oder werden teils komplett geschluckt. Hinzu kommt in sehr dunklen Bereichen eine leichte Weichzeichnung durch Rauschunterdrückung. Gegenüber dem Find X9 Pro ist die Lichtausbeute bei Nacht durch den deutlich größeren Sensor etwas besser, wovon auch die Schärfe und Detaildarstellung sichtbar profitiert. Nur schade, dass sich das nicht auch auf den Dynamikumfang überträgt.
Makro Aufnahmen liefert das Oppo Find X10 Pro Max primär mit der Tele- oder der Ultrawide-Kamera. Während die Ultrawide-Kamera bis auf ca. 4cm ans Motiv herankommt, sind es bei der Tele-Kamera 10cm. Für eine Tele-Makro Kamera ist das ein bemerkenswert kleiner Minimalabstand. Bisher waren 14 bis 15cm die gängige Größenordnung. Zusammen mit der hohen Sensorauflösung und dem weitgehend verlustfreien Digitalzoom kommt man so extrem nah an seine Motive ran, ohne einen starken Qualitätsabfall hinnehmen zu müssen.
Am ansprechendsten sehen die Makros der Tele-Kamera aus. Die Schärfe sitzt exakt auf dem Motiv, während der Hintergrund durch einen intensiven und ansprechenden Bokeh abgetrennt wird. Der Spektralsensor sorgt dabei auch bei extremen Nahaufnahmen für saubere Farben und einen akkuraten Weißabgleich. Die Bildästhetik der restlichen Kameras und Modi wird akkurat beibehalten.
Im Portrait Modus liefert das Oppo Find X10 Pro Max durchgehend überzeugende Aufnahmen mit starker räumlicher Trennung. Die Detailwiedergabe im Fokusbereich ist hoch und der künstliche Bokeh Effekt wird glaubhaft ins Motiv eingerechnet. Lichtkreise wirken nicht übertrieben und die Tiefenabstufung fällt realistisch aus. Zudem funktioniert die Umrisserkennung auch bei komplexen Motiven gut. Selbst feine Elemente des Motivs werden kaum vom Bokeh geschluckt. Die Intensität lässt sich mit einem virtuellen Blendenregler anpassen.
Die 50MP Frontkamera des Oppo Find X10 Pro Max liefert durchgehend überzeugende Selfies. Der Autofokus trifft das Gesicht präzise, und die Detailwiedergabe im Gesichtsbereich ist hoch. Die Hauttöne bleiben natürlich und ausgewogen, der Weißabgleich trifft auch in wechselnden Lichtsituationen. Der Dynamikumfang ist exzellent, sodass auch in starken Gegenlichtsituationen alles klar erkennbar bleibt. Gegenüber dem Find X9 Pro mit seinem 21mm Objektiv nimmt die neue Frontkamera mit 18mm etwas weiter auf und bietet so mehr Spielraum für Gruppenselfies. Die Lichtstärke ist gut, sodass es bei Innenraumaufnahmen keinen starken Qualitätsabfall gibt. Auch Bildrauschen tritt kaum in Erscheinung. Bei Nacht werde die Bilder etwas weicher, liefern aber weiterhin eine recht gute Qualität und Schärfe mit sehr guter Lichtausbeute.
Beim Filmen liefert das Oppo Find X10 Pro Max gegenüber dem Find X9 Pro nochmal ein Upgrade. Während der Vorgänger auf 4k120 begrenzt war, liefert das X10 Pro Max jetzt bis 8k30 über alle drei rückseitigen Linsen. 4k120 ist ebenfalls auf allen Kameras möglich, Dolby Vision gibt es bis 4k120 und das O-Log2 10-Bit-LOG-Profil bis 8k30 - auch das jeweils auf allen Linsen der rückseitigen Kamera. Die Frontkamera filmt bis 4k60 und unterstützt hier ebenfalls Dolby Vision und O-Log2. Für Slow Motion steht der native 4k120-Modus mit Tonspur (HSR) sowie der dedizierte Slow-Motion-Modus mit FHD120 und FHD240 (ohne HSR, ohne Ton) zur Verfügung. Während des Filmens kann man zwischen allen Kameras inklusive der Frontkamera wechseln.
Beim Filmen liefert das Oppo Find X10 Pro Max mit seinem Triple-Mikrofon-Array eine sehr gute Audioqualität. Stimmen und Umgebungsgeräusche werden sehr klar und natürlich eingefangen, ohne dass Hintergrundgeräusche ungewollt ausgefiltert werden. Naturgeräusche bleiben dadurch gut wahrnehmbar und werden ebenfalls klar eingefangen. Windgeräusche sind hörbar, aber nicht zu stark und überlagern die Stimme nicht. Einziger Wermutstropfen ist der Audiopegel, der teils etwas zu niedrig ausfällt und höher bzw. gleichmäßiger sein könnte: Bei Videos mit der Frontkamera ist er hoch genug, bei den rückseitigen Kameras tendenziell etwas zu niedrig. Im Schnitt muss man ihn meist um ca. 3 bis 5dB anheben.
Die 200MP Hauptlinse des Oppo Find X10 Pro Max liefert in 4k60 durchgehend scharfes und detailliertes Videomaterial mit natürlichen Farben und konstantem Weißabgleich mit leicht warmer Tendenz wie bei den Fotos. Der Autofokus arbeitet schnell und zuverlässig ohne nerviges Pumpen, und die Stabilisierung aus OIS und EIS fällt bei Tageslicht sehr ruhig aus. Auch beim Laufen ist kein störendes "Linsenzittern" im Bild zu sehen. In 8k30 bietet die Hauptlinse die höchste Detaildichte, besonders in weiten Motiven, feine Strukturen bleiben klar erkennbar. Bei Nacht fällt die Qualität etwas ab. In den dunklen Bereichen ist Weichzeichnung durch Rauschunterdrückung zu erkennen, was einen weicheren Look erzeugt. In Schatten gehen viele Details verloren. Dennoch bleibt die Qualität ordentlich und das gilt sogar für 8k30 oder 4k60. Man muss also nicht zwingend auf 30fps wechseln um die optimale Qualität bei Nachtvideos zu bekommen.
Die 3x Telekamera liefert bei Tageslicht ebenfalls gute Videos mit ordentlicher Schärfe und flüssiger Darstellung bei Schwenks. Die Farben unterscheiden sich nicht von den Videos der Hauptlinse und der Fokus reagiert auch hier schnell. Die OIS-Stabilisierung wird mit EIS kombiniert und sorgt auch beim Laufen für recht ruhige Videos, wobei der EIS-Crop das Blickfeld etwas weiter einschränkt als bei Fotos. Bei Nacht ist die Telekamera etwas schwächer. In 8k30 zeigt sich deutliches Bildrauschen. Ab 4k60 reduziert sich dieses und die Lichtausbeute fällt besser aus. Das Bild bleibt aber etwas weicher als bei der Hauptlinse. Beim Laufen ist nachts teilweise etwas Linsenzittern zu erkennen.
Die Ultraweitwinkelkamera liefert solide Videos, allerdings mit geringerer Bildschärfe als die restlichen Kameras. Dennoch bleibt die Bildschärfe höher, als man es sonst von Ultrawide-Kameras kennt. Der 200MP Sensor macht sich also auch beim Filmen positiv bemerkbar. Farblich ist die Kamera natürlich unterwegs und gut auf die restlichen Linsen abgestimmt. Autofokus und Stabilisierung (hier nur EIS) zeigen bei Tageslicht keine Schwächen. In 8k30 bringt die höhere Auflösung einen leichten Schärfevorteil gegenüber 4k60. Der Dynamikumfang ist in 8k30 allerdings deutlich schlechter. In 4k60 bessert er sich deutlich, ist aber weiterhin nicht ganz optimal. Am besten fällt der Dynamikumfang im 4k30 Modus aus, wo Details im hellen Himmel gegen dunkle Landschaft am besten erkennbar sind. Bei Nacht geht die Bildqualität deutlich in die Knie: Weichzeichnung durch Rauschunterdrückung reduziert hier die Details und sorgt für ein deutlich weicheres Bild. Dennoch muss man sagen, dass das Find X10 Pro Max auch hier deutlich über dem sonst meist üblichen Niveau von Ultrawide-Kameras liegt. Der 200MP Sensor bringt also auch hier eine Verbesserung.
Beim Filmen mit der Frontkamera in 4k60 entsteht recht gutes Videomaterial mit anständiger Schärfe. Der Weißwert ist allerdings leicht kühler unterwegs als bei den rückseitigen Kameras. Die Farbwiedergabe ist ansonsten natürlich mit realistischen Hauttönen, und der Autofokus sitzt stabil und präzise auf dem Gesicht, ohne zu springen. Linsenzittern ist beim Laufen nicht zu sehen. Die EIS-Stabilisierung ist deutlich aktiv und sorgt für ein ruhiges Bild ohne deutlich sichtbare Verzerrungen. In Innenräumen fällt die Bildschärfe ganz leicht ab, bleibt aber auf einem sehr guten Niveau mit guter Lichtausbeute und recht anständigem Dynamikumfang. Bei Nacht fällt die Qualität noch etwas weiter ab. In 4k60 wird das Bild dann relativ weich und etwas zu dunkel, bleibt aber durchaus noch brauchbar. In 4k30 verbessert sich die Qualität bei Nachtvideos deutlich mit mehr Schärfe und allgemein etwas besserer Lichtausbeute.
Slow Motion unterstützt das Oppo Find X10 Pro Max in Form des nativen 4k120-Modus, der HSR-Videomaterial mit Tonspur liefert. Die Aufnahmen wirken extrem flüssig und butterweich, der Fokus sitzt exakt, und Rauschen ist kaum vorhanden. Die 120fps Aufnahmen können dann manuell durch Abbremsen in Slow Motion Videos verwandelt werden.
Im dedizierten Slow-Motion-Modus entstehen bereits abgebremste Video-Files (kein HSR) ohne Tonspur, jeweils in FHD mit 120fps oder 240fps. Beide Modi liefern brauchbares Material ohne Längenbegrenzung, das allerdings etwas weicher aussieht als die Videos aus dem nativen 4k120 Modus.
| Kapazität (Angabe) | 8.000mAh (China Version) 7.150mAh (EU Version) |
| Kapazität (Gemessen) | 7.807mAh (China Version) |
| Wechselbar | Nein |
| Ladetechnologie | 80W SuperVOOC 50W AirVOOC 10W Reverse Wireless Charging Netzteil im Lieferumfang enthalten |
Der Akku des Oppo Find X10 Pro Max ist gegenüber dem Vorgänger etwas vergrößert worden, von 7.500 auf 8.000mAh. Im normalen Alltagsgebrauch ohne Spiele und maximal vereinzelte kurze Kameranutzung, reicht das für bis zu drei Tage. Mit kurzen Spiele-Sessions und etwas mehr Kameranutzung kommt man meist durch zwei Tage. Bei langen Gaming-Sessions oder intensiver Kameranutzung sollte man eher von einem kompletten Tag Laufzeit ausgehen. Kameranutzung zieht generell stark am Akku, noch stärker als Spiele. Die Angaben beziehen sich jeweils auf Mischbetrieb aus WLAN und Mobilfunk, aktivem AOD zwischen 8 und 22 Uhr sowie Bildschirmauflösung und Helligkeit auf Automatik.
Im PC Mark Akku Benchmark erreicht das Oppo Find X10 Pro Max mit WLAN und 50 Prozent Displayhelligkeit 27:23 Stunden Dauerbetrieb, bis der Ladestand von 100% auf 20% abgesunken ist. Das ist nochmals eine knappe Stunde mehr als beim Oppo Find X9 Pro.
Was wichtigist zu erwähnen: Das Find X10 Pro Max wird in der EU-Version voraussichtlich einen kleineren Akku bekommen (7.150mAh). Beim Find X9 Pro war der Akku noch identisch mit der China-Version. Sollte sich das beim Europa Launch in ein paar Tagen bewahrheiten, hätte das Find X10 Pro Max in der EU-Version einen kleineren Akku als das Find X9 Pro in der EU-Version. Die Laufzeit wäre in Europa dann eventuell ein leichtes Downgrade.
Geladen wird mit 80W SuperVOOC über USB-C und 50W AirVOOC per Wireless Charging. Die China Version kommt mit einem 80W Netzteil im Lieferumfang. TradingShenzhen legt einen passenden Adapter für deutsche Steckdosen bei. In der EU Version wird das Netzteil wie gewohnt nicht Teil des Lieferumfangs sein.
Von 20 auf 75 Prozent benötigt der Akku 40 Minuten, von 20 auf 100 Prozent 1:21 Stunden. Zum Vorgänger hat sich die Ladezeit damit etwas verlängert, was aufgrund des größeren Akkus nicht weiter überrascht. Das Wireless Charging konnte mangels Ladestation nicht getestet werden. Der Wireless Charger kostet ca. 67€ bei TradingShenzhen*. Reverse Wireless Charging ist laut Datenblatt mit 10W möglich.
Zum Akkuschutz bietet das Oppo Find X10 Pro Max ein Ladelimit (intelligent und manuell) sowie Bypass Charging fürs Zocken am Netzteil.
Mit dem Find X10 Pro Max liefert Oppo ein Flaggschiff Smartphone auf dem aktuellsten Stand der Technik, das vor allem bei der Kamera-Ausstattung einen neuen Weg beschreitet. Mit drei 200MP Sensoren ist Oppo hier der Vorreiter und das sogar im regulären Flaggschiff und eben nicht erst im kommenden Ultra Modell.
Der Dimensity 9600 Pro ist der erste 2nm Chip von Mediatek und liefert messbare Leistungszuwächse, die vor allem auf der GPU Seite und bei sehr anspruchsvollen Benchmarks zum Tragen kommen. Im Alltag übersetzen sich diese Fortschritte allerdings kaum in spürbare Vorteile: Die Performance des Find X9 Pro mit dem Vorgängerchip Dimensity 9500 war bereits auf sehr hohem Niveau, und die Unterschiede sind im normalen Gebrauch nicht deutlich wahrnehmbar.
Auch die Benchmarks zeichnen ein differenziertes Bild: Während die neueren Tests (Geekbench V7, Antutu V12) und die GPU-Benchmarks deutliche Sprünge ausweisen, bleibt der Vorsprung in den vielen älteren Benchmark Versionen (Geekbench 6, Antutu V11) moderat bis kaum messbar. Hinzu kommt, dass Thermal Throttling weiterhin ein Problem bleibt und sich sogar nochmal verschärft hat. Nur wegen des neuen Chips lohnt sich ein Upgrade vom Find X9 Pro deshalb für die meisten Anwender nicht. Profitieren werden hier primär jene Nutzer, welche mobil mit On-Device KI arbeiten wollen.
Beim Akku hat Oppo zumindest bei der China Version des Find X10 Pro Max nochmal nachgelegt: 8.000 statt 7.500mAh sorgen für nochmal etwas mehr Ausdauer, bei moderater Nutzung sind bis zu drei Tage drin, wenn man auf leistungshungrige Anwendungen weitgehend verzichtet. Die Ladeleistung bleibt mit 80W SuperVOOC auf Vorgänger-Niveau. Bemerkenswert ist, dass die EU-Version voraussichtlich einen kleineren Akku (7.150mAh) bekommt, was die Laufzeit in Europa zum leichten Downgrade gegenüber dem Find X9 Pro machen würde. Display und Verarbeitung bewegen sich weiterhin auf sehr hohem Niveau, das neue Tianma-Panel löst das bekannte Schlierenproblem. Für den einen oder anderen mag das auch ein Grund für ein Upgrade sein.
Das Kamerasystem ist unterm Strich der große Gewinn des Find X10 Pro Max. Das Upgrade auf drei 200MP Sensoren bringt Feinschliff und vor allem die Ultraweitwinkel-Kamera profitiert von dem Upgrade in allen Situationen deutlich sichtbar. Dass nun auch in 8k30 gefilmt werden kann und das mit allen rückseitigen Kameras dürften viele auch begrüßen. Bei der X9 Serie blieb dies dem Ultra Modell vorbehalten. Enttäuscht hat bei der Kamera unterm Strich nur die Kategorie Langzeitbelichtung im Pro Modus, wo das Find X10 Pro Max wie schon sein Vorgänger deutliche Schwierigkeiten zeigt.
Wer aus China importiert, muss mit den bekannten Einschränkungen leben: keine eSIM, kein Gemini Sprachtrigger ab Werk und Circle to Search, kein Google-Standortverlauf. Wer das nicht braucht, für den ist die China-Version dank vollständiger deutscher Sprachunterstützung und nachrüstbarem Play Store problemlos alltagstauglich und mit rund 1.237€ für die getestete 16/512GB-Variante* deutlich günstiger als die EU Version, welche nach derzeitigen Leaks zur UVP wohl 1799€ kosten und dann nur 12GB RAM bieten wird.
Wer über ein Upgrade nachdenkt, sollte primär auf drei Punkte achten: Kamera, Displayqualität und On-Device KI. Wer sich am BOE Panel des Vorgängers stört und gerne noch ein etwas besseres Kamera System hätte, für den kann sich ein Upgrade lohnen. Wem es nur um Alltags- und Gaming-Performance geht, der ist weiterhin beim Vorgänger gut aufgehoben. Für die Mehrleistung lohnt sich das Find X10 Pro Max primär wenn es um KI Anwendungen geht, da der Dimensity 9600 Pro an dieser Stelle mit verbesserter NPU und dedizierten Beschleunigern in den CPU Kernen die technisch stärksten Upgrades liefert.
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