Outdoor Handys verschiedener Hersteller aus China haben sich in den letzten Jahren was die Akku-Größen und damit auch die Abmessungen angeht etwas gemäßigt. Hin und wieder gibt es aber auch Modelle, die aus der Reihe tanzen. Das Oscal Tank 1 (Oscal ist eine Untermarke von Blackview) ist eines dieser Geräte. Mit satten 20.000mAh verspricht es eine extrem lange Laufzeit.
Der Akku bleibt aber nicht das einzige Merkmal, mit dem das Oscal Tank 1 auf Kundenfang geht. Die restliche Ausstattung kann sich auf dem Papier durchaus sehen lassen. Ein 5G-fähiger Mediatek Dimensity 7050 trifft hier auf eine recht üppige Speicherausstattung bis 16+512GB. Zudem gibt es Goodies wie eine 64MP Hauptkamera, 50MP Frontkamera mit Autofokus und 20MP Nachtsichtkamera. Auf der Rückseite gibt es ein sekundäres Display.
All das klingt als Gesamtpaket durchaus spannend, zumal die Preise im Vergleich mit manch anderen Herstellern durchaus Human bleiben. Doogee und Ulefone verlangen ja mittlerweile für ihre Outdoor Geräte oftmals Mondpreise von teils über 500€. Mit etwa 288€ im Blackview Shop* oder etwa 360€ bei Amazon Deutschland* fällt das Oscal Tank 1 in Relation erfrischend günstig aus. Mit dem Code "QAAN7VQ3" lassen sich bei Amazon derzeit auch noch 5% sparen. Auch bei Aliexpress* und BangGood* bekommt man das Tank 1 häufig zu guten Preisen.
Was das "Outdoor Akku-Monster" letztlich taugt und welche Kompromisse man einem derart großen Akku eingehen muss, klären wir im folgenden Testbericht.
Das Oscal Tank 1 wird in einer professionell und ansprechend wirkenden Verpackung geliefert, die recht auffällig daherkommt und neben Brandung und Produktinformationen auch eine Abbildung des Tank 1 trägt. Im Inneren der flachen Box befindet sich das Smartphone ab Werk in einer Hülle aus Kunststoff mit aufgebrachter Schutzfolie auf dem vorderen Bildschirm und auch dem rückseitigen Sekundärdisplay. Zum weiteren Lieferumfang gehört ein USB Kabel (USB-C auf USB-C), eine Garantiekarte und mehrsprachige Anleitung, sowie eine Handschlaufe. Was fehlt, ist ein Netzteil. Für die maximale Ladegeschwindigkeit muss man dieses separat kaufen. Fast-Charging ist allerdings auch mit Drittanbieter Netzteilen über normales USB-PD möglich. Für einen genaueren Eindruck könnt ihr euch das Unboxing Video auf YouTube ansehen.
| Materialien | Rahmen: Metall, Kunststoff & Hartgummi Rückseite: Kunststoff & Hartgummi (matt) Front: Corning Gorilla Glass 5 (flach) |
| Gewicht | 639g |
| Abmessungen | 184 x 85,8 x 31,8mm (mit Kamera) Mit Kamera: |
| Wasserdicht | IP68, IP69K, MIL-STD-810H UL94 HB Entflammbarkeitsklasse Untertauchen bis 2 Meter für 30 Minuten in Süßwasser Hochdruck Strahlwasser 8~10MPa, 85°C für 30 Sekunden |
Das Oscal Tank 1 präsentiert sich als typisches Outdoor Smartphone mit wuchtigem Gehäuse und ausladenden Ecken. Die Ecken sind mit Hartgummi überzogen, um Stürze abzufedern. Das Display wird von einem überstehenden Kunststoffrand umgeben, der zusätzlichen Schutz bietet. Die Seiten sind mit dicken Metallstreben stabilisiert, während die großen und ebenfalls aus Metall gefertigten Tasten auch mit Handschuhen bedienbar bleiben.
Die Rückseite fällt flach aus und ist mit mattem Composite-Material versehen, welches eine Musterung trägt, die ein wenig an ein Gaming Smartphone erinnert. Das Kameramodul wird von einer Metalleinfassung gehalten und ist mit einer Glasplatte abgedeckt. Die Linsen stehen dabei nicht zusätzlich über. Zwischen den Linsen befindet sich das Sekundärdisplay. Der USB-Anschluss ist mit einer Gummikappe vor Schmutz geschützt, während sich an der unteren rechten Ecke eine Befestigungsöse für die mitgelieferte Handschlaufe findet.
Die Abmessungen des Tank 1 fallen extrem aus. Mit Kameramodul misst das Gerät 3,18cm in der Dicke, das Gewicht liegt bei 639g. Durch diese Maße eignet sich das Smartphone kaum als normales Alltagshandy. Die Nutzung ist unbequem und unhandlich. Hauptverantwortlich dafür ist der 20.000mAh Akku. Heutzutage sollte mit Silizium-Kohlenstoff-Akkus eine erheblich dünnere Bauweise mit derart hoher Kapazität möglich sein. Das Oscal Tank 1 scheint also auf einen herkömmlichen Akku zu setzen.
Die Verarbeitung des Oscal Tank 1 fällt grundlegend gut aus. Es gibt keinen ungewollten Überstand und keine groben Spaltmaße. Die Schutzkappe für den USB-C Port schließt sicher, während sich der SIM Tray ohne Werkzeug öffnen lässt, aber dennoch zuverlässig geschlossen bleibt. Das Gehäuse zeigt sich robust. Kein Knarzen oder Knacken tritt bei Belastung auf, selbst beim Biegen oder wenn man mit vollem Körpergewicht (80kg) darauf steht. Zaghafte Stürze aus 1m Höhe auf Granitboden überstand das Tank 1 ohne Schäden. Ein Wassertest im Waschbecken für eine Stunde verlief ohne Wassereintritt. Der Lautsprecher braucht danach einige Zeit um wieder uneingeschränkt zu funktionieren. Die Nutzung bei Regen funktionierte problemlos, ebenso bei Kälte getestet bis -12°C.
Der einzige nennenswerte Makel betrifft die Tasten. Diese sitzen etwas locker und klappern. Zudem fällt der Druckpunkt schwammig aus, der Widerstand ist zu gering. Man betätigt sie häufig versehentlich. Schon das Eigengewicht des Oscal Tank 1 reicht zum Betätigen aus, wenn man das Gerät in der Hand hält.
Beim Layout finden sich unten der USB-C Anschluss, der Medienlautsprecher und das Sprachmikrofon. Rechts sind die Power Taste mit integriertem Fingerprint Scanner und die Lautstärkewippe angeordnet. Einhändig sind die Tasten kaum erreichbar. Links befinden sich der SIM Tray, eine Funktionstaste und ein Umgebungsmikrofon. Ein weiteres Umgebungsmikrofon sitzt auf der Rückseite seitlich unterhalb des Kamerabuckels. Zudem trägt die Rückseite unten Metallkontakte, welche für ein separat erhältliches Ladedock genutzt werden.
Die Oberseite trägt zwei LEDs als Taschenlampe oder SOS Signal sowie einen Infrarotblaster. Die integrierte Taschenlampe wird ausreichend hell. Der Lichtkegel ist etwas fokussiert und rund. Helligkeit und Reichweite fallen nicht bombastisch aus, für alltägliche Einsatzzwecke reicht es jedoch völlig. Die Taschenlampe lässt sich per Funktionstaste triggern, was allerdings nur die entsprechende App startet. Licht gibt es erst über das Display, was unpraktisch ist. Zur Wahl stehen normales Leuchten oder ein SOS Signal.
| Größe | 6,78 Zoll (Front) 2,01 Zoll (Rückseite) |
| Auflösung | 2460 x 1080 @120Hz (Front) 296 x 240 @60Hz (Rückseite) Variable Refresh Rate: 1-120Hz (Hersteller Angabe) Ergebnis des Tests: 60Hz / 120Hz Adaptive Sync |
| Technologie | 8-Bit IPS LCD (Front) 16,7 Millionen Farben HLG, HDR10, HDR10+ laut System (Praxistest nein, Fehlfarben) Manuelle Helligkeit Messung: 813 Nits HBM Helligkeit: Kein Unterschied Helligkeit laut Hersteller: 700 Nits 8-Bit IPS LCD (Rückseite) |
| Anzahl Berührungspunkte | 9 (Front) Abtastrate: 240Hz Handschuh-Modus |
| Gehärtetes Glas | Ja (Corning Gorilla Glass 5) |
| Anti Fingerabdruck Beschichtung | Nein |
Bei der Displaytechnik treten kleine Hersteller aus Fernost weiterhin auf der Stelle. Das Oscal Tank 1 bildet keine Ausnahme. Weiterhin kommt nur ein IPS LCD Panel zum Einsatz, kein AMOLED, was längst Standard ist, auch bei günstigeren Smartphones. Darüber hinaus fehlen immer noch 10-Bit Panels. Es gibt Beim Tank 1 nur 8-Bit Farbtiefe mit 16,7 Millionen Farben.
Das Panel fällt recht groß aus mit 6,78 Zoll. Die Auflösung von 2460 x 1080 Pixeln bewegt sich auf solidem Niveau. Immerhin gibt es auch 120Hz, was für eine flüssige Darstellung sorgt. Die Reaktionszeit des Panels fällt jedoch nicht optimal aus. Deutliches Verwaschen und leichtes Nachziehen treten beim Scrollen durch Inhalte auf. Das Oscal Tank 1 wird auf der Produktseite mit Variable Refresh Rate (1Hz bis 120Hz) beworben. Das klingt unglaubwürdig und stimmt wie erwartet auch nicht. Im Test wird das Display laut Refresh Rate Anzeige von Android (Entwicklereinstellungen) nur mit 60Hz oder 120Hz angesteuert, keine Stufen dazwischen oder darunter.
Qualitativ handelt es sich immerhin um ein solides LCD Panel. Es bietet schönen Kontrast und natürliche Farben. Der Weißwert liegt ab Werk mit 8300K etwas kühl, lässt sich aber anpassen. Bilder und Videos kommen durchaus gut zur Geltung. Die Blickwinkelstabilität fällt einwandfrei aus. Der Helligkeitsabfall bei seitlicher Betrachtung hält sich in Grenzen. Die Bildschärfe wirkt ansprechend, einzelne Pixel sind bei alltäglichem Abstand nicht sichtbar. Leichte Schattenbildung zeigt sich um die Aussparung der Frontkamera, ansonsten bietet das Panel ein recht homogenes Bild ohne auffällige Lichthöfe. An den Bildschirmrändern gibt es keine Schatten.
Störend fällt auf: Blackview gibt dem System HDR-Fähigkeit auf den Weg, wozu das Display jedoch eindeutig nicht in der Lage ist. HDR Inhalte werden somit mit deutlichen Fehlfarben angezeigt. Das stört vor allem in Apps, wo sich HDR nicht deaktivieren lässt, beispielsweise bei YouTube.
Eine positive Überraschung bietet indes die Helligkeit. Oftmals stellt dies eine Schwäche von LCD Panels dar. Beim Oscal Tank 1 nicht. Zwar bleibt es immer noch dunkler als moderne AMOLED Panels, aber für ein LCD fällt es recht hell aus. Sogar heller als der Hersteller angibt. Oscal nennt 700 Nits. Gemessen wurden zwischen 760 und 813 Nits je nach Position auf dem Bildschirm. Die Messung im manuellen und HBM Modus fiel identisch aus, etwas über 800 Nits stellt also das Maximum dar.
Verglichen mit vielen anderen günstigeren Outdoor Handys unter 400€ ist das ein sehr gutes Ergebnis. Diese erreichen oft nur um die 400 Nits, manchmal auch weniger. Das bietet einen großen Vorteil für die Praxisnutzung. Im Freien ist das Display erheblich besser lesbar und nutzbar. Nicht ganz auf dem Niveau von helleren AMOLED Panels, aber es kommt wenigstens mal etwas näher ran. Kartenmaterial oder Text bleibt bei direkter Sonne durchaus noch gut lesbar.
Die Displayeinstellungen fallen typisch für Android aus. Auto Helligkeit oder manuelle Einstellung, Dark Mode und Nachtlicht stehen zur Verfügung. Schriftart und Skalierung lassen sich anpassen. Das Farbmanagement bietet drei Presets (Normal, Hell, Professionell). Das Professionell-Preset schaltet einen Regler für die Farbtemperatur frei, sollte einem die Werkseinstellung zu kühl sein. Die Refresh Rate ist einstellbar (Intelligent, Hoch für feste 120Hz, Mittel für feste 90Hz, Normal für feste 60Hz). Da es sich um ein LCD Display handelt, gibt es logischerweise kein Always-On Display. Eine Status LED ist ebenfalls nicht vorhanden.
Das Displayglas des Oscal Tank 1 besteht laut Hersteller aus Corning Gorilla Glass 5. Basierend auf dem Test gibt es keinen Grund zum Zweifel. Keine Kratzer zeigten sich nach der Testphase im Alltag und auch der Kratztest mit einem Schlüssel verlief ohne Schäden. Ungeschützter Transport in der Hosentasche mit Schlüsselbund hinterließ ebenfalls keine Spuren auf dem Glas. Eine Beschichtung gegen Fingerabdrücke scheint allerdings zu fehlen. Zumindest werden Abdrücke recht schnell sichtbar und sind etwas schwerer restlos zu entfernen. Die Gleitfähigkeit fällt auch nicht ganz so gut aus wie bei Geräten mit Beschichtung, bewegt sich aber noch auf akzeptablem Niveau.
Der Touchscreen an sich arbeitet gut. Er erkennt 9 Berührungspunkte und zeigt eine erstaunlich geringe Eingabelatenz. Gefühlt stimmt die Angabe von 240Hz. Die Präzision fällt gut aus, schnelles Tippen funktioniert ohne auffällige Fehleingaben oder Aussetzer. Langsame Bewegungen werden in alle Richtungen flüssig umgesetzt. Wassertropfen stören die Eingabe in der Regel nicht. Ein Handschuhmodus ist vorhanden, die Bedienung mit dicken Handschuhen funktioniert nach Aktivierung.
Das Sekundärdisplay fällt etwas umfangreicher aus als man es sonst von kleinen Herstellern gewohnt ist. Es bietet Kamera-Nutzung und Benachrichtigungen. Anrufe lassen sich über das Rückseitendisplay annehmen. Zusatzwidgets für Schrittzähler, Musiksteuerung, Wetter und Kompass sind verfügbar.
Die Umsetzung bleibt trotzdem mangelhaft. Man kann keine Benachrichtigungen von bestimmten Apps blockieren. Das wird beispielsweise bei Apps wie AccuBattery problematisch, welche ständig aktualisierende Benachrichtigungen anzeigen, die dann das Display permanent mit Benachrichtigungen zuspammen und das Rückseitendisplay alle paar Sekunden aufwecken. Das Rückseitendisplay wird in der Hosentasche nicht gesperrt, was zu ungewollter Interaktion führen kann. Das Wetter Widget funktioniert nicht und spuckt nur eine Netzwerkfehler-Meldung aus.
Wir haben das Rückseitendisplay im Test nach einer Weile deaktiviert. Es bietet einfach keinen großen Mehrwert und nervt eher. Wenn sich Oscal nicht mehr Mühe bei der Software geben will, hätte man sich dieses auch gleich sparen und stattdessen ein Kameramodul ohne zusätzlichen Überstand verbauen können.
| Prozessor | Mediatek Dimensity 7050 (6nm) 2x ARM Cortex A78 @2,6GHz 6x ARM Cortex A55 @2,0GHz |
| GPU | ARM Mali G68 MC4 |
| RAM | 12GB | 16GB LPDDR5 |
| Speicher | 256GB | 512GB UFS 3.1 Lesen: 2,1GB/s | Schreiben: 1,5GB/ (seq.) |
| Micro SD | Ja (Hybrid Slot) ➡️ Micro SD Karten bei Amazon* |
| Fingerabdruck Scanner | Ja (seitlich in Power Taste, kapazitiv) |
| Sensoren | Umgebungslicht, Annäherung, Beschleunigung, Lineare Beschleunigung, Kompass, Gyroskop, Rotationsvektor, Magnetometer, Ausrichtung, Gravitation |
| Besonderheiten | USB-C 2.0, USB OTG, kein 3,5mm Anschluss, rotierender Vibrationsmotor, Mono Lautsprecher, UKW Radio (benötigt USB-C Kopfhörer), Infrarot Blaster, Taschenlampe mit zwei LEDs |
Blackview und Oscal gelingen in der Regel gute Optimierungen ihrer Smartphones. Das Oscal Tank 1 bildet keine Ausnahme. Für den eher schwächeren Prozessor zeigt sich eine solide Alltagsperformance. Die Systemperformance fällt recht gut aus. Animationen laufen flüssig, ebenso das Scrollen. Typische Alltagsapps arbeiten flüssig. Chrome mit mehreren Tabs stellt kein Problem dar. Flüssiges Scrollen durch große Seiten funktioniert problemlos. Auch das Scrollen durch Kartenmaterial in Google Maps läuft flüssig. Das 120Hz Display kommt durchaus zur Geltung. Kleine kurze Hänger treten hauptsächlich beim App Wechsel auf, das System beruhigt sich aber schnell wieder. In schlecht optimierten Apps merkt man den relativ alten Dimensity 7050 manchmal.
Probleme mit Thermal Throttling zeigen sich nicht, weder im CPU Throttle Test noch in GPU Stress Tests mit 3DMark. Gaming sollte trotzdem keine Priorität haben. Für einfachere Casual Games reicht es, anspruchsvolle Titel wie Genshin Impact laufen hingegen auch mit mittleren Einstellungen nicht flüssig, augenscheinlich unter 30fps (geschätzt, keine FPS Anzeige im System verfügbar).
Beim Blick auf die Benchmark Ergebnisse reiht sich das Oscal Tank 1 leistungsmäßig bei Mittelklasse Geräten aus den Jahren 2022 bis 2023 ein, was auch wenig verwunderlich ist, da der Dimensity 7050 im Jahre 2023 auf den Markt kam. Nach heutigem Maßstab landet man dann eher im oberen Einsteiger-Segment der neueren verfügbaren Prozessoren. In den unten stehenden Benchmarks fehlen Antutu und GFXBench, da diese auf dem Tank 1 keine Server-Verbindung aufbauen konnten.
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 27 | Poco X7 | 1.015 |
| 28 | Xiaomi 13 Lite | 1.008 |
| 29 | Doogee V30 Pro | 993 |
| 30 | Redmi Note 12 Pro+ | 962 |
| 31 | Oscal Tank 1 | 955 |
| 32 | Poco M7 Pro | 951 |
| 33 | OnePlus 12 | 941 |
| 34 | Motorola Moto G54 | 927 |
| 35 | 8849 Tank 2 Pro | 737 |
| 36 | UmiDigi G9 5G | 736 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 26 | Motorola Edge 60 Fusion | 3.021 |
| 27 | Motorola Razr 50 | 3.011 |
| 28 | Poco X7 | 2.835 |
| 29 | Xiaomi 13 Lite | 2.681 |
| 30 | Oscal Tank 1 | 2.560 |
| 31 | Doogee V30 Pro | 2.524 |
| 32 | Motorola Moto G54 | 2.345 |
| 33 | Poco M7 Pro | 2.314 |
| 34 | Redmi Note 12 Pro+ | 2.231 |
| 35 | Cubot X70 | 2.032 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 24 | Poco X6 Pro | 4.836 |
| 25 | Motorola Edge 60 Neo | 3.185 |
| 26 | Motorola Edge 60 Fusion | 2.603 |
| 27 | Motorola Razr 50 | 2.599 |
| 28 | Oscal Tank 1 | 2.599 |
| 29 | Poco X7 | 2.467 |
| 30 | Redmi Note 12 Pro+ | 2.315 |
| 31 | Doogee V30 Pro | 2.231 |
| 32 | Xiaomi 13 Lite | 2.102 |
| 33 | Ulefone Note 18 Ultra | 1.420 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 35 | OnePlus 9 | 13.225 |
| 36 | Poco X4 GT | 13.207 |
| 37 | Xiaomi 12 Pro | 13.050 |
| 38 | Xiaomi 12T Pro | 13.039 |
| 39 | Oscal Tank 1 | 12.881 |
| 40 | Motorola Moto G54 | 12.802 |
| 41 | Xiaomi 12T | 12.582 |
| 42 | Realme GT 2 Pro | 12.421 |
| 43 | Doogee V30 Pro | 12.339 |
| 44 | RedMagic 6S Pro | 12.212 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 15 | Xiaomi 14T Pro | 17.723 |
| 16 | Xiaomi 15T | 16.205 |
| 17 | Poco X7 Pro | 13.943 |
| 18 | Xiaomi 14T | 10.204 |
| 19 | Motorola Edge 60 Neo | 6.140 |
| 20 | Motorola Edge 60 Fusion | 5.508 |
| 21 | Poco X7 | 5.352 |
| 22 | Oscal Tank 1 | 4.405 |
| 23 | Poco M7 Pro | 3.584 |
| 24 | Lagenio A11 Pro | 1.308 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 43 | Motorola Razr 50 | 846 |
| 44 | Motorola Edge 60 Fusion | 841 |
| 45 | Poco X7 | 830 |
| 46 | Xiaomi 13 Lite | 823 |
| 47 | Oscal Tank 1 | 641 |
| 48 | Redmi Note 12 Pro+ | 618 |
| 49 | Redmi Note 11 Pro+ 5G | 567 |
| 50 | Doogee V30 Pro | 560 |
| 51 | Ulefone Power Armor 13 | 422 |
| 52 | Poco M5S | 420 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 17 | Xiaomi 15T | 1.435 |
| 18 | Poco X7 Pro | 1.353 |
| 19 | Xiaomi 14T | 1.023 |
| 20 | Poco F6 | 997 |
| 21 | Motorola Edge 60 Neo | 407 |
| 22 | Motorola Edge 60 Fusion | 345 |
| 23 | Poco X7 | 338 |
| 24 | Oscal Tank 1 | 264 |
| 25 | 8849 Tank 2 Pro | 134 |
| 26 | Cubot X90 | 131 |
Im Vergleich mit dem Doogee V30 Pro, ein anderes Outdoor Smartphone mit demselben Prozessor, welches wir im Jahr 2023 getestet hatten, zeigt sich das Oscal Tank 1 bei der GPU Leistung etwa auf Augenhöhe. Die Abweichungen liegen im Bereich der Toleranz. Bei den GPU Benchmarks liegt das Oscal Tank 1 hingegen durchgehend vorne, teils auch signifikant. Das spricht für die Software Optimierung des Smartphones, insbesondere was die Grafiktreiber angeht.
Ein Vergleich mit dem neueren Dimensity 7400 muss allerdings auch sein, denn diesen findet man in "normalen" Smartphones derselben Preisklasse vor. Hier sieht der Dimensity 7050 dann relativ alt aus. Die CPU ist zwischen 10 und 16% langsamer, Misch-Benchmarks zeigen über 20% weniger Leistung, GPU-lastige Benchmarks zwischen 25 und 40% weniger Leistung. Bedenkt man, dass auch der Dimensity 7400 nicht unbedingt eine Rakete ist, wird recht deutlich, dass der Dimensity 7050 eher am unteren Ende des Mittelklasse Segments einzuordnen ist. Ein etwas stärkerer Chip hätte dem Oscal Tank 1 sicherlich gut gestanden.
Glänzen kann das Oscal Tank 1 beim Speicher. Der Dimensity 7050 gehört zu den (noch) wenigen Mittelklasse Chips mit LPDDR5 Support. Diese Fähigkeit wird ausgenutzt, und das mit reichlich RAM. Das Basismodell bringt schon 12GB RAM mit. Die Spitzenausstattung kommt sogar mit 16GB RAM. Das Testgerät entspricht der 16GB Version. Damit wird massives Multitasking möglich, abseits minimaler Ruckler beim App Wechsel mit ansonsten guter Performance und ohne längere Denkpausen. Um viele Apps im Hintergrund offen zu halten, muss man aber die Einstellungen anpassen und die Akku Optimierung je App deaktivieren, ansonsten werden Apps im Hintergrund schnell beendet.
Auch der Festspeicher fällt sehr vorbildlich aus. Er setzt auf schnellen UFS 3.1 Speicher, und auch davon gibt es reichlich. 256GB im Basis-, satte 512GB im Spitzenmodell. Das Testgerät kommt mit 512GB. Der Speicher Benchmark erreicht erwartbare Werte. 2,1GB/s beim Lesen und 1,5GB/s beim Schreiben sind für ein Mittelklasse Handy sehr gut. Zudem ist Speichererweiterung möglich über einen Hybrid Micro SD Slot, wobei dabei ein SIM Steckplatz verloren geht.
Die Sensorausstattung fällt grundsätzlich solide aus. Kompass und Gyroskop sind vorhanden, ein Barometer fehlt. Kompass und Gyroskop funktionieren gut. Der Kompass zeigt keine Abweichungen oder ungewollte Bewegungen. Das Gyroskop arbeitet in 360° Videos ebenfalls einwandfrei. Es gibt allerdings ein Software Problem. In Google Maps werden die Sensoren nicht erkannt. Die Karte kann nicht in Blickrichtung ausgerichtet werden. Verschiedene Versuche, das Problem zu lösen, waren erfolglos. Auf anderen Handys funktioniert es mit derselben Version von Maps.
Der Fingerprint Scanner ist ein kapazitiver Sensor, integriert in die Power Taste. Grundlegend arbeitet er zuverlässig und recht schnell. Wenige Aussetzer zeigen sich im Alltag. Ein Makel: Er reagiert schon auf Berührung, was man nicht auf Tastendruck umstellen kann. Dadurch kommt es gerne mal zu versehentlichen fehlgeschlagenen Entsperrversuchen, was nach ein paar Mal die PIN Eingabe forciert. Alternativ steht Face Unlock per Frontkamera zur Verfügung. Das funktioniert gut, auch bei wenig Licht.
Ein Linearvibrator ist wie so oft bei kleinen China Herstellern nicht vorhanden. Stattdessen kommt ein rotierender Vibrationsmotor zum Einsatz. Dieser wirkt recht schwammig und somit nicht hochwertig, ist aber deutlich spürbar und macht keine zu lauten Geräusche. Ein Infrarotblaster ist vorhanden inklusive Remote App. Der USB-C Port bietet USB 2.0 Geschwindigkeit und OTG Support mitsamt 5W Reverse Charge.
Die dedizierte Funktionstaste lässt sich mit drei Funktionen belegen, je nachdem ob man sie kurz, lange oder doppelt drückt. Möglich sind Kurzbefehle (SOS, PTT, Taschenlampe, Screenshot, Unterwasserkamera, etc.) oder auch das Starten von beliebigen Apps. Da man die Funktionstaste leicht versehentlich betätigt, empfiehlt es sich nicht, die Taste auf kurzes Drücken reagieren zu lassen.
| Variante | DokeOS 4.2 Version im Test: TANK_1_EEA_F253_V1.0_A15_01_20250905V04 |
| Android Version | Android 15 Sicherheitspatch im Test: August 2025 |
| Google zertifiziert | Ja |
| DRM Technologien | ClearKey CDM, Widevine Level 3 DRM |
| Bloatware | Ja (Browser Apps, KI Apps, Bibel Apps, Shopping Apps) |
| Root-Zugriff | Nein |
| OTA Updates | Ja (kein Update im Testzeitraum) Update Garantie: 2 / 3 Jahre |
| Schadsoftware | Keine Funde Facebook / Meta Systemdienste vorhanden |
Wie auf allen Oscal und Blackview Geräten kommt die hauseigene Android Custom ROM DokeOS zum Einsatz. In diesem Fall DokeOS 4.1 auf Basis von Android 15. DokeOS gehört zu den besseren Custom ROMs kleiner Hersteller. Das System wirkt recht ansprechend und modern gestaltet. Trotzdem gibt es nicht zu viele Abweichungen von purem Android. Der Standard Launcher kommt mit App Drawer daher und erlaubt auch die Anpassung des Icon Grids. Eine deutsche Übersetzung ist vorhanden, weitgehend hochwertig und vollständig. Google Dienste und Play Store sind vorinstalliert. Android Auto Support ist vorhanden. Die Gemini Integration funktioniert, jedoch ohne Circle to Search. Der Trigger ist Halten der Power Taste oder die "Ok Google" / "Hey Google" Sprachkommandos.
Die Update Garantie liegt laut Hersteller bei 2 Jahren Android Updates und 3 Jahren Sicherheitspatches. Es wäre gut, wenn man diese einhalten würde, da sich kleine Hersteller bei den Updates selten mit Ruhm bekleckern, vor allem was Android Versionssprünge angeht. Bisher sieht es aber mau aus. Der letzte Software Release stammt vom September 2025, der Sicherheitspatch vom August 2025. Seitdem gab es kein Update mehr. Die Einhaltung der Garantie erscheint somit fraglich oder erfordert im besten Fall viel Geduld vom Nutzer.
Die Google Zertifizierung ist auf dem Oscal Tank 1 vorhanden. Banking Apps und Google Dienste laufen entsprechend problemlos. Widevine DRM bietet leider nur Level 3, was maximal SD Auflösung beim Streaming von Diensten wie Netflix bedeutet. Das enttäuscht, da auch bei kleineren Herstellern Widevine L1 DRM mittlerweile auf dem Vormarsch ist.
Leider findet sich auf dem Oscal Tank 1 für ein Gerät eines kleineren chinesischen Herstellers, die ja meistens recht sauber daherkommen, recht viel Bloatware. Viele KI Apps sind vorinstalliert, diese werden auch auf der Produktseite beworben, benötigen jedoch kostenpflichtige Abos und bieten somit keinen direkten Mehrwert. Zusätzlich gibt es Office Apps, komische Bibel Apps und Shopping Apps. Davon lässt sich aber alles deinstallieren. Scans nach Schadsoftware blieben ohne Funde. Abstürze oder sonstige nicht in den anderen Kapiteln angesprochene Bugs gab es nicht.
| Mobilfunk | 2G: B2/3/5/8 3G: B1/2/4/5/6/8/19 (BC0/1/10) 4G-TDD: B34/38/39/40/41 4G-FDD: B1/2/3/4/5/7/8/12/13/17/18/19/20/25/26/28A/28B/30/66 5G: N1/3/5/7/8/20/28/38/40/41/77/78 |
| WLAN | WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax (Wi-Fi 6E) |
| Bluetooth | Bluetooth 5.2 |
| NFC | Ja (mit Google Pay) |
| Dual SIM | Dual Nano SIM Keine eSIM Unterstützung |
| Positionsbestimmung | GPS, A-GPS, Galileo, GLONASS, BDS, QZSS |
Im Mobilfunk muss sich das Oscal Tank 1 nicht verstecken. Die Unterstützung reicht bis 5G mit allen wichtigen Frequenzen für Europa und auch viele Frequenzen für Asien und Amerika sind abgedeckt. Dual Nano SIM Support ist vorhanden, e-SIM fehlt allerdings. Der Empfang im Testzeitraum fiel exzellent aus. Die Signalstärke zeigt sich auch indoor sehr gut. Gegenden und Räume mit schwacher Abdeckung meistert das Tank 1 ohne Abbrüche. Die 5G Speed-Test Performance fällt sehr gut aus. 355Mbit/s im Download und 55Mbit/s im Upload wurden nachts im o2 Netz erreicht.
Das WLAN punktet mit Wi-Fi 6E Support (AX WLAN). Auch hier zeigt sich sehr guter Empfang mit ordentlicher Signalstärke in Distanz zum Router. Der Speed Test neben dem Router (Fritz!Box 6660 Cable mit Gigabit Cable) erreicht absolut solide 681Mbit/s. Ein Stockwerk darunter werden noch exzellente 428Mbit/s gemessen.
Bluetooth liegt nur in Version 5.2 vor. Abseits davon gibt es auch hier keine Probleme. Die Reichweite fällt mit allen getesteten Geräten gut aus. NFC Unterstützung ist vorhanden, funktioniert einwandfrei und Google Pay lässt sich nutzen.
GPS zeigt sich leider nur eingeschränkt brauchbar. Das Oscal Tank 1 weist zwar sehr guten Empfang auf, im GPS Tracking Test zeigen sich jedoch deutliche Abweichungen von der Strecke. Das führt auch bei der Navigation gelegentlich zu kurzen Problemen. Hier scheint ein Software Problem vorzuliegen, denn am Empfang an sich liegt es ja offensichtlich nicht.
| Lautsprecher | Mono Lautsprecher Rahmen unten |
| Noise Cancelling Mikrofon | Ja Triple Mikrofon Array |
| Weitere Merkmale | VoLTE & VoWiFi, UKW Radio Empfang |
Wie so oft bei den kleinen chinesischen Herstellern fehlen auch beim Oscal Tank 1 Stereo Lautsprecher. Es gibt nur einen Mono Lautsprecher unten im Rahmen, der Telefonhörer wird nicht für Stereo Sound genutzt. Oscal wirbt mit besonders hoher Lautstärke und das stimmt auch. Die Qualität wird bei sehr hoher Stufe aber eingeschränkt. Der allgemeine Klang geht in Ordnung, klingt aber typisch für Outdoor Smartphones etwas nach "Dose". Die Bässe könnten prägnanter ausfallen.
Kopfhörer lassen sich nur per USB-C anschließen. UKW Radio Empfang ist möglich, wobei ein Kopfhörer als Antenne angeschlossen sein muss.
Die Sprachqualität beim Telefonieren fällt einwandfrei aus. Klarer, natürlicher Ton zeigt sich an beiden Enden. Der Telefonhörer wird laut genug für laute Umgebungen. Noise Cancelling reduziert Umgebungsgeräusche ausreichend. Bei aktivem Lautsprecher hört sich der Gesprächspartner nicht selbst. VoWiFi Unterstützung ist vorhanden und funktioniert im o2 Netz.
| Hauptkamera | Haupt: 64MP OmniVision OV64B f/1.79 AF Nachtsicht: 20MP Sony IMX376 f/1.79 FF Video: 4k30 / FHD60 (nur Haupt); FHD30 (Nachtsicht) Codec: H.264 / H.265 (HEVC) HDR Video: Nein |
| Frontkamera | 50MP Samsung JN1 f/2.45 AF Video: 4k30 / FHD30 Codec: H.264 / H.265 (HEVC) HDR Video: Nein |
| Blitz | Single LED Infrarot Scheinwerfer |
| Fokus | PDAF + CDAF |
| Slow Motion | Nein |
Das Oscal Tank 1 übertreibt es nicht mit den Sensoren. Nur zwei Kameras befinden sich in der Hauptkamera, dazu eine Frontkamera. Dafür kommt technisch recht gute Ausstattung zum Einsatz. Ein 64MP Hauptsensor und eine 20MP Nachtsichtkamera mit IR-Scheinwerfer sitzen auf der Rückseite. Der 50MP Samsung JN1 in der Frontkamera verfügt sogar über Autofokus. Verzichten muss man in der Hauptkamera leider auf OIS Stabilisierung.
Für die 64MP Hauptlinse lässt sich die Auflösung im Standard Modus frei wählen. Für den Test haben wir 16MP gewählt. Die Kamera zeigt sich bei guter Ausleuchtung prinzipiell nicht schlecht. Solide Schnappschüsse mit weitgehend guten Farben und gutem Dynamikumfang sind möglich. Mangelnde Optimierung zeigt sich auf Distanz mit recht viel Unschärfe und matschigen Texturen. Innerhalb von Räumen oder bei abnehmendem Licht sinkt die Qualität drastisch ab. Viel Rauschen und reichlich Matsch auf feinen Texturen treten auf. Ein eindeutiger Mangel an Software-Optimierung wird hier sichtbar, denn der OmniVision OV64B kann eigentlich mehr.
Der Digitalzoom sollte nicht genutzt werden. Die Bildqualität sinkt dabei enorm, auch bei gut ausgeleuchteten Motiven und nicht allzu großem Abstand. Allenfalls für Makro Aufnahmen erscheint er interessant, wobei die Qualität auch hier nicht gerade gut ausfällt.
Für den Blitz bietet das Oscal Tank 1 eine einzelne LED. Bis mittlerer Distanz geht die Qualität noch in Ordnung, darüber hinaus zeigen sich starkes Bildrauschen und ein starker milchiger Schleier im Bild.
Für Nachtfotos erweist sich das Oscal Tank 1 auch mit aktivem Nachtmodus als unbrauchbar. Es liegt oftmals farblich daneben und produziert qualitativ unterirdische Bilder, die häufig verwackelt sind. Die Lichtstärke scheint grundlegend gut, also zeigt sich auch hier mangelnde Optimierung der Software.
Die Nachtsichtkamera bleibt für Fotos unbrauchbar. Kein Fokus, starke Unschärfe und viel Rauschen treten auf. Maximal als Nachtsichtgerät ist sie brauchbar. Der Infrarot-Scheinwerfer leuchtet einen größeren Raum aus.
Die Frontkamera wäre prinzipiell in Ordnung. Das Oscal Tank 1 liefert grundlegend detaillierte Selfies mit guten Farben. Auch bei Nacht zeigt sie sich relativ lichtstark. Der Autofokus liefert scharfe Bilder bei verschiedenen Abständen. Störend wirkt jedoch das starke Bildrauschen in allen Situationen - auch bei Tageslicht. Der Portrait Modus lässt Bilder auch im Motiv unscharf erscheinen.
Videos zeichnet das Oscal Tank 1 mit der Hauptlinse in 4k30 oder FHD60 auf. Die Frontkamera schafft auch 4k30, aber kein 60fps mit FHD. Nachtsicht Video ist auf FHD30 begrenzt. Prinzipiell zeigt sich solide Videoqualität, sogar der Ton fällt gut aus. Der Autofokus arbeitet schnell und zuverlässig, Pumpen tritt nicht auf. Das Bild ist allerdings extrem wacklig. Keinerlei Stabilisierung ist sichtbar. Eventuell ist auch eine nicht korrekt funktionierende EIS Stabilisierung für das extreme Wackeln verantwortlich. Woran es auch immer liegt: Es macht die eigentlich recht brauchbaren Videos dann wieder kaputt.
| Kapazität (Angabe) | 20.000mAh |
| Kapazität (Gemessen) | 20.140mAh |
| Wechselbar | Nein |
| Ladetechnologie | 55W Fast-Charging Kein Wireless Charging Kein Netzteil im Lieferumfang |
Der Akku ist wohl das Hauptargument für das Oscal Tank 1. Die 20.000mAh Kapazität fallen schon enorm aus und liefern auch ab. 5 bis 6 Tage Laufzeit mit einer Ladung sind die Regel, und das mit normaler Alltagsnutzung ohne spezielle Sparmaßnahmen. Im Test war sogar der Leistungsmodus für den Prozessor permanent aktiv. Wer Energie spart, wird wahrscheinlich auch über eine Woche Laufzeit bei tatsächlicher Nutzung erreichen können. Der PCMark Akku Test erreicht brachiale 36 Stunden Dauerbetrieb bei 50% Bildschirmhelligkeit. Wer nach einem Outdoor Gerät für Situationen sucht, bei denen man längere Zeit ohne Stromnetz auskommen muss, wird mit dem Oscal Tank 1 somit gut bedient. Für noch längere Laufzeit gibt es verschiedene optionale Energiesparmodi.
Aufladen kann das Oscal Tank 1 trotz des extrem großen Akkus recht schnell. Es wird bis 55 Watt Fast-Charging unterstützt. Ein Netzteil ist leider nicht Teil des Lieferumfangs. USB-PD Fast-Charging wird allerdings unterstützt. Mit einem 40W PD-Charger eines Drittanbieters wurden im Test 39 Watt Ladeleistung erreicht. Damit wurde der Akku in 1:08 Stunden von 20 auf 75% geladen. Eine externe Messung der in den Akku fließenden Energie ergab 20.140mAh (gemessen bei 5V / 2A Ladespannung und Strom). In 2:37 Stunden war der Akku voll. Die Akkuschutz-Optionen fallen vorbildlich aus. Das Oscal Tank 1 bietet intelligentes und manuelles Ladelimit, beispielsweise auf 80%.
Das Oscal Tank 1 ist ein Outdoor Smartphone mit klarem Fokus auf Akkulaufzeit. Die 20.000mAh Kapazität liefert mit 5 bis 6 Tagen Laufzeit im Alltag ab, was das Gerät für längere Outdoor-Einsätze ohne Stromversorgung prädestiniert. Dazu gesellen sich eine solide Verarbeitung mit guter Wasser- und Sturzfestigkeit, ein für LCD-Verhältnisse helles Display mit über 800 Nits sowie eine üppige Speicherausstattung mit schnellem LPDDR5 RAM und UFS 3.1 Festspeicher. Die Konnektivität überzeugt mit exzellentem Mobilfunkempfang und schnellem Wi-Fi 6E.
Die Kehrseite der extremen Akkulaufzeit sind jedoch drastische Kompromisse. Mit 3,18cm Dicke und 639g Gewicht fällt das Gerät derart wuchtig aus, dass es sich kaum als Alltagshandy eignet, zumal mit modernen Akkutechnologien deutlich kompaktere Bauformen möglich wären.
Gravierend sind außerdem die Software-Probleme: mangelnde Kamera-Optimierung, nicht funktionierende Sensoren (Kompass / Gyroskop) in Google Maps, ungenaues GPS (liegt nicht am Empfang!) und ein relativ nutzloses Sekundärdisplay zeugen von fehlender Sorgfalt. Der veraltete Dimensity 7050 Prozessor bleibt spürbar hinter aktuellen Chips zurück (wenngleich immer noch brauchbar), die Tasten mit zu geringem Widerstand nerven im Alltag, und das Fehlen von Widevine L1 sowie die fragwürdige Update-Politik enttäuschen zusätzlich.
Eine Empfehlung für das Oscal Tank 1 lässt sich somit nur sehr eingeschränkt aussprechen. Wer ausschließlich ein robustes und relativ günstiges ( Gerät mit maximaler Akkulaufzeit für mehrtägige Outdoor-Trips ohne Stromversorgung sucht und bereit ist, dafür massive Kompromisse bei Größe, Gewicht, Kameraqualität und Software-Qualität einzugehen, findet hier eine Option. Wem die Kompromisse zu viel sind, der sollte sich besser nach einem anderen Modell umsehen.
Im Testzeitraum gab es das Oscal Tank 1 für etwa 288€ im Blackview Shop* oder etwa 360€ bei Amazon Deutschland*. Mit dem Code "QAAN7VQ3" lassen sich bei Amazon derzeit auch noch 5% sparen. Auch bei Aliexpress* und BangGood* bekommt man das Tank 1 häufig zu guten Preisen.
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