Einleitung
Ende November 2025 brachte die Xiaomi-Tochter Poco mit der F8 Serie zwei neue Performance-Flagships auf den deutschen Markt. Das Poco F8 Pro und das Poco F8 Ultra sollen leistungsstarke, aber vergleichsweise erschwingliche Smartphones sein und basieren auf den chinesischen Redmi K90 Modellen. Während das F8 Ultra mit dem aktuellen Snapdragon 8 Elite Gen 5 ausgestattet ist, setzt das kompaktere F8 Pro auf den Vorgängerchip Snapdragon 8 Elite.
Wir haben das Poco F8 Pro einige Zeit nach dem Launch, in der das Modell etwas reifen konnte, zum Testen erhalten und in der letzten Woche ausführlich im Alltag getestet. In diesem Testbericht wollen wir euch alles Wichtige zum Poco F8 Pro näherbringen und klären, ob es tatsächlich ein Schnäppchen ist und wo eventuelle Schwächen liegen. Das Ultra Modell wird natürlich auch noch zu einem späteren Zeitpunkt getestet.
Zur Markteinführung lag die unverbindliche Preisempfehlung für das Poco F8 Pro bei 649,90 Euro für die 12GB+256GB Variante*. Wie bei Xiaomi allgemein üblich sind die Straßenpreise jedoch deutlich gesunken. Das Gerät ist inzwischen regelmäßig für unter 450 Euro in Deutschland erhältlich, auf Aliexpress* wurden bereits Bestpreise knapp unter 400 Euro gesichtet. Bei Amazon* gibt es auch regelmäßig Angebote für das Poco F8 Pro. Erhältlich ist das Smartphone in den drei unten abgebildeten Farben, jeweils mit matter Rückseite aus Glas.
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Poco F8 Pro Lieferumfang
Das Poco F8 Pro kommt in einer typisch minimalistischen Poco-Verpackung daher. Die Außenseite ist schwarz, die Innenseite im charakteristischen Poco-Gelb gehalten. Anstatt einer Smartphone-Abbildung prangt auf der Box lediglich der Schriftzug, das Poco-Branding und zusätzlich das Bose-Branding, da Poco diesmal mit Bose für das Audio-Tuning zusammengearbeitet hat. Im Inneren der Box befindet sich der übliche Xiaomi-Lieferumfang ohne Netzteil. Eine flexible, schwarze Schutzhülle ist ebenfalls enthalten. Das Display ist ab Werk mit einer Schutzfolie versehen. Im Unboxing Video könnt ihr euch einen genaueren Eindruck machen.
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Poco F8 Pro Design
| Materialien | Rahmen: Metall (flach, matt) Rückseite: Glas (flach, matt) Front: Corning Gorilla Glass 7i |
| Gewicht | 199g |
| Abmessungen | Ohne Kamera: 157,49 x 75,25 x 8,0mm Mit Kamera: 157,49 x 75,25 x 10,6mm |
| Wasserdicht | IP68 Untertauchen bis 1,5 Meter für 30 Minuten in Süßwasser |
Materialien & Aussehen
Das Poco F8 Pro kommt sehr hochwertig daher. Der matte, relativ dicke Metallrahmen trifft auf eine ebenso matte Glasrückseite. Das Smartphone setzt auf ein flaches Design ohne auffällige Rundungen. Die Glasfläche trifft flach auf den Metallrahmen, insgesamt also ein typisches Design in der heutigen Smartphone-Landschaft. Die Rückseite hat jedoch ein interessantes Merkmal. Zum einen ist das Kameramodul mit einem relativ geringen Überstand versehen, sodass das Poco F8 Pro bei Nutzung auf dem Tisch nur wenig wackelt. Zum anderen besteht die Kamera zusammen mit der Rückseite aus einem durchgehenden Stück Glas. Das ist ein interessantes und optisch ansprechendes Designmerkmal, das durchaus erfrischend wirkt. Theoretisch könnte dies allerdings bei Stürzen zum Abplatzen des Materials führen. Das Gewicht von 199g ist trotz Metallrahmen sehr angenehm. Die Dicke von 8mm ohne Kamerabuckel fällt im Alltag kaum auf.
Verarbeitung, Tasten & Anschlüsse
Das Poco F8 Pro zeigt eine gewohnt gute Verarbeitung. Es gibt keine unregelmäßigen Spaltmaße, die Übergänge am Metallrahmen und den Glasflächen sind sauber ausgeführt. Auch das gefräste Kameramodul weist keine Makel auf. Die Tasten haben nur geringfügiges Spiel, es gibt kein auffälliges Klappern und der Druckpunkt ist knackig. Ein IP68 Rating ist vorhanden, das Poco F8 Pro ist also vollständig wasserdicht und kann auch untergetaucht werden. Im Test haben wir das Smartphone längere Zeit im Waschbecken untergetaucht, ohne dass Probleme auftraten.
Das Tasten- und Anschlusslayout ist typisch für Xiaomi Geräte. Die Power- und Lautstärketaste befinden sich rechts übereinander. An der Unterseite finden sich der SIM Tray, ein Mikrofon, der USB-C Port und ein Lautsprecher. Die Oberseite beherbergt eine dedizierte Lautsprecheröffnung. Zusätzlich sind ein Infrarotblaster und ein Umgebungsmikrofon im rückseitigen Kameramodul des Poco F8 Pro integriert.
Poco F8 Pro Display
| Größe | 6,59 Zoll |
| Auflösung | 2510 x 1156 @120Hz Adaptive Sync: 60/90/120Hz |
| Technologie | 12-Bit AMOLED 68 Milliarden Farben, DCI-P3 Farbraum HLG, HDR10(+) & Dolby Vision Manuelle Helligkeit: 600 Nits HBM Helligkeit: 2000 Nits (gemessen 1800 Nits) Peak Helligkeit: 3500 Nits (bis 25% der Fläche) Standardmäßiges DC Dimming |
| Anzahl Berührungspunkte | 9 Abtastrate: Bis 2560Hz (Spielmodus) Wet-Touch 2.0 |
| Gehärtetes Glas | Ja Corning Gorilla Glass 7i |
| Anti Fingerabdruck Beschichtung | Ja |
Panel & Bild
Das Display des Poco F8 Pro misst moderate 6,59 Zoll und liefert ein sehr scharfes Bild mit einer Auflösung etwas über dem gewöhnlichen FHD+ (2510x1156). Wie gewohnt sind 12-Bit Farbtiefe und 120Hz mit Adaptive Sync (60/90/120Hz) an Bord. Beim Scrollen durch Inhalte bleibt das Bild recht scharf und es gibt kaum Schlierenbildung oder Verwaschen. Die Bildqualität ist sehr gut. Das Display ist extrem scharf, selbst bei geringerem Betrachtungsabstand sind keine einzelnen Pixel sichtbar. Die Farben wirken natürlich und lebendig, dabei aber nie übertrieben knallig. Der Weißpunkt ist ab Werk sehr gut eingestellt. Die Blickwinkelstabilität fällt sehr gut aus. Bilder und Videos sehen auf dem Poco F8 Pro gut aus. HDR Inhalte werden unterstützt, neben HLG und HDR10+ auch mit Dolby Vision.
Ein Highlight ist die recht hohe HDR Spitzenhelligkeit von 3500 Nits, die sogar auf bis zu 25 Prozent der Displayfläche erreicht wird. Die Darstellung ist flimmerarm, angeblich kommt durchgehendes DC-Dimming zum Einsatz. Durch die Kamera betrachtet wirkt es allerdings eher wie hochfrequentes PWM Dimming, da hier leichtes Flimmern wahrnehmbar ist, wenn sich die Kamera nicht an die Bildfrequenz anpassen kann. Die Lesbarkeit im Freien ist exzellent. Auch bei direktem Sonnenlicht gibt es keine dramatische Einschränkung der Sichtbarkeit, beispielsweise beim Kamerasucher oder Kartenmaterial. Laut Hersteller liegt die vollflächige HBM Helligkeit bei überdurchschnittlich hohen 2000 Nits. Gemessen haben wir allerdings nur knapp 1800 Nits, was dem üblichen Wert entspricht. Auch andere Tester kommen auf diese Werte, die Herstellerangabe scheint also nicht ganz der Wahrheit zu entsprechen.
Einstellungen & Features
Die Displayeinstellungen bieten die üblichen Android Optionen mit einigen Extras. Das Farbmanagement erlaubt die Wahl aus zwei Profilen, die Anpassung der Farbtemperatur sowie eine automatische Farbanpassung an das Umgebungslicht. Beim Poco F8 Pro fehlen jedoch manuelle Einstellungen für RGB-Werte, Gamma, Kontrast und Sättigung, eine manuelle Kalibrierung ist somit nicht möglich. Ein Lesemodus ist vorhanden. Bild- und Videoverbesserungen wie Upscaling oder MEMCs fehlen beim F8 Pro. Die Bildwiederholrate lässt sich adaptiv oder fest auf 60Hz beziehungsweise 120Hz einstellen. Ein Always-On Display ist vorhanden, wahlweise mit echtem permanenten Betrieb oder nach Zeitplan. Es zeigt Zeit, Datum, Akkustand und Benachrichtigungen als Icons an.
Touchscreen & Displayglas
Das Displayglas besteht aus stabilem Gorilla Glass 7i. Im Kratztest mit einem Schlüssel entstanden keine Schäden. Auch der Transport in der Hosentasche zusammen mit einem Schlüssel hinterließ keine Kratzer. Das Glas ist angenehm gleitfähig, Abdrücke lassen sich nur langsam nieder und sind stets einfach abwischbar. Der Touchscreen erkennt neun Berührungspunkte gleichzeitig. Die Latenz ist sehr gering, im Spielmodus laut Xiaomi bis zu 2560Hz. Die Präzision ist sehr gut, es gibt kein Ruckeln bei langsamen Bewegungen in alle Richtungen. Wassertropfen durch Regen beeinträchtigen die Nutzung nicht. Ein Handschuh Modus fehlt allerdings.
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Poco F8 Pro Ausstattung
| Prozessor | Snapdragon 8 Elite (3nm) 2x Oryon Gen 2 Prime @4,32GHz 6x Oryon Gen 2 Performance @3,53GHz |
| GPU | Adreno 830 @1,1GHz |
| RAM | 12GB LPDDR5X |
| Speicher | 256GB | 512GB UFS 4.1 Lesen: 4,49GB/s | Schreiben: 4,32GB/s (seq.) |
| Micro SD | Nein |
| Fingerabdruck Scanner | Ja (im Display, Ultraschall) |
| Sensoren | Umgebungslicht, Annäherung, Beschleunigung, Lineare Beschleunigung, Kompass, Gyroskop, Rotationsvektor, Magnetometer, Ausrichtung, Gravitation |
| Besonderheiten | USB-C 2.0, USB OTG, Always-On Display, kein 3,5mm Anschluss, Linearvibration, Stereo Lautsprecher, kein UKW Radio, Infrarot Blaster |
Alltags Performance
Das Poco F8 Pro ist mit dem Oberklasse-Chip der letzten Generation ausgestattet, dem Qualcomm Snapdragon 8 Elite. Entsprechend liefert das Smartphone eine sehr gute Performance. Die Leistung des Chips bewegt sich auch heute noch auf sehr hohem Niveau und ist völlig ausreichend für anspruchsvolle Nutzer, solange absolute Spitzenwerte in Spielen nicht relevant sind. Die Alltagsperformance ist superflüssig und bewegt sich auf Flaggschiff Niveau. App Startzeiten sind kurz, der App Wechsel verläuft flüssig und die Nutzung mehrerer Apps im Split Screen oder Fenstermodus funktioniert ohne Verzögerungen. Auch das Scrollen durch lange Social Media Feeds geht butterweich vonstatten. Im Alltagsgebrauch gibt es keine unangenehme Abwärme.
Die Gaming Leistung fällt ebenfalls sehr gut aus. Genshin Impact läuft mit maximalen Einstellungen meist mit 60fps und nur gelegentlichen Einbrüchen. Honkai Star Rail erreicht mit maximalen Einstellungen meist über 50fps und ist gut spielbar. Mit reduzierten Einstellungen sind auch hier 60fps möglich. Die Abwärme in Spielen ist zwar deutlich spürbar, aber nicht unangenehm. Im Gegensatz zu echten Oberklasse Flaggschiffen fehlen allerdings Features wie SDR zu HDR Upscaling oder Framerate Interpolation in Spielen.
Benchmarks
Die Benchmark Ergebnisse vom Poco F8 Pro bewegen sich auf hohem Niveau. Ein Blick aufs Ranking zeigt, dass das Gerät bei den Spitzenmodellen der Flaggschiffe der letzten Generation mitspielt. Teils liegt es sogar deutlich vorn und kommt aktuellen Flaggschiffen in manchen Benchmarks erstaunlich nahe, beispielsweise in Antutu, Geekbench Multi-Core und einigen 3DMark Tests.
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Xiaomi 17 Pro | 3.706.392 |
| 2 | Vivo X300 Pro | 3.610.084 |
| 3 | Oppo Find X9 Pro | 3.605.644 |
| 4 | Poco F8 Pro | 3.107.731 |
| 5 | Vivo X200 Pro | 2.741.983 |
| 6 | Xiaomi 15 Ultra | 2.578.670 |
| 7 | Xiaomi 15T Pro | 2.566.391 |
| 8 | Vivo X Fold 5 | 2.270.783 |
| 9 | Motorola Edge 60 Neo | 987.652 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 6 | OnePlus 13 | 3.049 |
| 7 | Honor Magic 7 Pro | 3.036 |
| 8 | Realme GT7 Pro | 3.020 |
| 9 | Xiaomi 15 Ultra | 2.999 |
| 10 | Poco F8 Pro | 2.920 |
| 11 | Oppo Find X8 Pro | 2.910 |
| 12 | Vivo X200 Pro | 2.789 |
| 13 | Realme GT7 China Version | 2.748 |
| 14 | Xiaomi 15T Pro | 2.588 |
| 15 | Vivo X Fold 5 | 2.233 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Xiaomi 17 Pro | 10.518 |
| 2 | Vivo X300 Pro | 10.506 |
| 3 | Oppo Find X9 Pro | 10.252 |
| 4 | Poco F8 Pro | 9.789 |
| 5 | Oppo Find X8 Ultra | 9.498 |
| 6 | OnePlus 13 | 9.407 |
| 7 | Vivo X200 Ultra | 9.367 |
| 8 | Honor Magic 7 Pro | 9.258 |
| 9 | Xiaomi 15 Ultra | 9.085 |
| 10 | Realme GT7 Pro | 9.044 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 4 | Realme GT7 China Version | 21.540 |
| 5 | Vivo X200 Pro | 21.395 |
| 6 | Xiaomi 15T Pro | 20.404 |
| 7 | Oppo Find X8 Pro | 19.447 |
| 8 | Poco F8 Pro | 19.103 |
| 9 | Realme GT7 Pro | 18.981 |
| 10 | Xiaomi 15 Ultra | 18.750 |
| 11 | Vivo X200 Ultra | 18.531 |
| 12 | Honor Magic 7 Pro | 18.189 |
| 13 | Oppo Find X8 Ultra | 17.708 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Realme GT7 Pro | 23.304 |
| 2 | Realme GT7 China Version | 22.955 |
| 3 | Poco F8 Pro | 22.478 |
| 4 | Honor Magic 7 Pro | 21.010 |
| 5 | Xiaomi 17 Pro | 20.381 |
| 6 | Xiaomi 15 Ultra | 19.717 |
| 7 | Oppo Find X8 Ultra | 18.868 |
| 8 | Poco F7 Pro | 17.517 |
| 9 | Xiaomi 15T Pro | 17.123 |
| 10 | Motorola Edge 60 Neo | 16.761 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Vivo X300 Pro | 41.499 |
| 2 | Xiaomi 17 Pro | 35.282 |
| 3 | Xiaomi 15 Ultra | 34.937 |
| 4 | Poco F8 Pro | 34.201 |
| 5 | Realme GT7 China Version | 33.413 |
| 6 | Realme GT7 Pro | 33.238 |
| 7 | Vivo X200 Pro | 32.877 |
| 8 | Oppo Find X8 Pro | 31.880 |
| 9 | Vivo X200 Ultra | 31.574 |
| 10 | OnePlus 13 | 31.322 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Vivo X300 Pro | 7.627 |
| 2 | Oppo Find X9 Pro | 7.082 |
| 3 | Xiaomi 17 Pro | 6.948 |
| 4 | Poco F8 Pro | 6.634 |
| 5 | Honor Magic 7 Pro | 6.627 |
| 6 | OnePlus 13 | 6.621 |
| 7 | Oppo Find X8 Ultra | 6.591 |
| 8 | Oppo Find X8 Pro | 6.394 |
| 9 | Vivo X200 Pro | 6.362 |
| 10 | Realme GT7 China Version | 6.358 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Vivo X300 Pro | 15.573 |
| 2 | Oppo Find X9 Pro | 14.007 |
| 3 | Xiaomi 17 Pro | 12.686 |
| 4 | Honor Magic 7 Pro | 11.975 |
| 5 | Poco F8 Pro | 11.927 |
| 6 | Oppo Find X8 Ultra | 11.902 |
| 7 | OnePlus 13 | 11.892 |
| 8 | Oppo Find X8 Pro | 11.764 |
| 9 | Vivo X200 Pro | 11.670 |
| 10 | Xiaomi 15 Ultra | 11.628 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Vivo X300 Pro | 1.927 |
| 2 | Oppo Find X9 Pro | 1.264 |
| 3 | Xiaomi 17 Pro | 1.245 |
| 4 | Poco F8 Pro | 1.172 |
| 5 | Vivo X Fold 5 | 770 |
| 6 | Xiaomi 15T Pro | 754 |
| 7 | Xiaomi 15T | 646 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 5 | Realme GT7 China Version | 2.499 |
| 6 | Honor Magic 7 Pro | 2.498 |
| 7 | Vivo X200 Pro | 2.435 |
| 8 | Oppo Find X8 Pro | 2.422 |
| 9 | Poco F8 Pro | 2.420 |
| 10 | Vivo X300 Pro | 2.316 |
| 11 | Xiaomi 15 Ultra | 2.218 |
| 12 | Xiaomi 15T Pro | 2.132 |
| 13 | Realme GT7 Pro | 1.995 |
| 14 | Poco F7 | 1.754 |
Vergleich: Poco F8 Pro vs. Poco F7 Pro
Verglichen mit dem Vorgänger Poco F7 Pro zeigt das Poco F8 Pro eine deutliche Leistungssteigerung in allen Kategorien. Die CPU Single Core Performance liegt über 35 Prozent höher, die Multi Core Performance sogar über 50 Prozent. Bei der GPU Performance gibt es je nach Benchmark zwischen 20 und 60 Prozent mehr Leistung. Vor allem die 3D Benchmarks zeigen die größten Zuwächse. Wer auf mehr Leistung aus ist, bekommt mit dem Poco F8 Pro ein deutliches Upgrade.
Thermal Throttling
Das Thermal Throttling Verhalten vom Poco F8 Pro ist unauffällig. Trotz der recht schlanken Bauweise zeigt das Smartphone ein ähnliches Drosselverhalten wie teils dicker gebaute passiv gekühlte Flaggschiffe der letzten Generation. Die Restleistung im CPU Throttle Test liegt nach 15 Minuten noch bei 73 Prozent. In der zweiten Hälfte des Tests gibt es kaum noch einen Abfall. Der GPU Throttle Test mit dem 3DMark Solar Bay Stress Test kommt auf rund 66 Prozent Stabilität. Das ist kein Bestwert, aber auch nicht schlecht. In der Realität wird das Drosseln geringer ausfallen, da der Solar Bay Stress Test deutlich mehr Abwärme erzeugt als echte Spiele.
Speicher, Sensoren & Sonstiges
Das Poco F8 Pro ist beim Arbeitsspeicher gut ausgestattet. Es verfügt über 12GB LPDDR5X RAM, unabhängig davon welche Speicheroption man wählt. Für die Zielgruppe sind 12GB RAM völlig ausreichend. Zehn Apps und mehr werden ohne Probleme offen gehalten, ebenso zwei laufende Spiele. Der Wechsel zwischen zwei Spielen ist möglich ohne Neustart des Spiels. Die Multitasking Performance ist insgesamt hervorragend. Der App Wechsel verläuft flüssig ohne Wartezeiten, auch bei vielen offenen Apps. Der Festspeicher ist wahlweise mit 256GB oder 512GB verfügbar, jeweils als schneller UFS 4.1 Speicher. Im Benchmark zeigen sich sehr gute Werte, deutlich über 4GB/s beim Lesen und Schreiben und damit auf Augenhöhe mit aktuellen Oberklasse Smartphones.
Die Sensorausstattung ist gut mit Kompass und Gyroskop. Beide funktionieren ohne Abweichungen, Probleme in bestimmten Apps oder Aussetzer. Ein Barometer ist nicht vorhanden. Der Fingerprint Scanner nutzt einen Ultraschallsensor, was in dieser Preisklasse ein Highlight ist, da sonst meist nur optische Sensoren verbaut werden. Er ist im Alltag sehr schnell und absolut zuverlässig. Face Unlock mit der Frontkamera funktioniert ebenfalls problemlos, schnell und zuverlässig. Das Entsperren klappt auch bei wenig Licht gut.
Die Vibration nutzt einen Linearvibrator. Die Vibration ist hörbar aber nicht störend laut, dafür relativ kräftig. Ein Infrarotblaster ist vorhanden und befindet sich hinten im Kameramodul. Die Mi Remote App ist vorinstalliert. UKW Radioempfang ist nicht möglich. Der USB-C Port bietet USB OTG Support, jedoch maximal USB 2.0 Geschwindigkeit und keine Videoausgabe.
Poco F8 Pro Software
| Variante | HyperOS 3 Version im Test: 3.0.6.0.WPKEUXM |
| Android Version | Android 16 Sicherheitspatch im Test: November 2025 |
| Google zertifiziert | Ja |
| DRM Technologien | ClearKey CDM, Widevine Level 1 DRM |
| Bloatware | Ja (App Stores, Browser, Social Media, Shopping, Office, Streaming) |
| Root-Zugriff | Nein |
| OTA Updates | Ja (ein Update im Testzeitraum) Update Garantie: 4 / 6 Jahre |
| Schadsoftware | Keine Funde Facebook / Meta Systemdienste vorhanden |
Android Version & Variante
Das Poco F8 Pro wird mit dem aktuellen HyperOS 3 ausgeliefert. Das System basiert auf Android 16, im Gegensatz zu manchen anderen günstigeren Xiaomi Smartphones. Es bietet die übliche HyperOS 3 Nutzererfahrung mit vollständiger und sauberer deutscher Übersetzung. Google Dienste und der Play Store sind vorinstalliert. Android Auto Support ist vorhanden. Die Systemperformance fiel im Test sehr gut aus. Die Update Garantie umfasst vier Jahre Android Updates und sechs Jahre Sicherheitsupdates. Die Update Frequenz ist wie bei den meisten Poco Modellen etwas langsamer. Zuletzt, Ende Januar 2026, lag der Sicherheitspatch bei November 2025. Im Testzeitraum gab es nach dem Auspacken ein Update.
Zertifizierung & DRM
Die Google Zertifizierung ist vorhanden. Alle Google Dienste lassen sich ohne Probleme nutzen. Auch Drittanbieter Dienste wie Banking Apps laufen problemlos. Widevine Level 1 DRM ist vorhanden, sodass hochauflösendes Streaming bei Netflix und anderen Diensten möglich ist. HDR Support ist bis Dolby Vision verfügbar.
Bloatware, Schadsoftware & Bugs
Bloatware ist wie bei allen Xiaomi Handys reichlich vorhanden. Dazu gehören Social Media Dienste, Office Apps, App Stores und einiges mehr. Diese lassen sich wie gewohnt deinstallieren. Schadsoftware Scans verliefen ohne Funde. Meta beziehungsweise Facebook Systemdienste sind vorinstalliert, lassen sich aber deaktivieren. Gravierende Bugs, Stabilitätsprobleme oder Performance Probleme sind im Test nicht aufgefallen.
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Poco F8 Pro Konnektivität
| Mobilfunk | 2G: B2/3/5/8 3G: B1/2/4/5/6/8/19 4G-FDD: B1/2/3/4/5/7/8/18/19/20/26/28/66(70M)/71 4G-TDD: B38/40/41/42/48 5G-SA: N1/3/5/7/8/20/28/38/40/41/66(70M)/77/78/71/2/48/26 5G-NSA: N1/3/5/7/8/20/28/38/40/41/66(70M)/77/78/71 |
| WLAN | WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax/be (Wi-Fi 6/6E/7) 2x2 MIMO, 8x8 Sounding für MU-MIMO, Wi-Fi Direct, Miracast |
| Bluetooth | Bluetooth 5.4 Dual Bluetooth |
| NFC | Ja (mit Google Pay) |
| Dual SIM | Dual Nano SIM eSIM Unterstützung (nur SIM 2) |
| Positionsbestimmung | GPS (L1+L5), A-GPS, Galileo (E1+E5a), GLONASS (G1), BDS (B1I+B1C+B2a), QZSS (L1+L5), NavIC (L5) |
Mobilfunk
Der Mobilfunkempfang des Poco F8 Pro bewegt sich im guten Durchschnitt. Die Signalstärke in schwächer abgedeckten Räumen ist nicht überdurchschnittlich gut, aber auch nicht schlecht. Es gab keine Abbrüche oder starke Slowdowns der Verbindung. Die Frequenzunterstützung ist recht umfassend. Eine problemlose Nutzung in Deutschland und mit wenigen Einschränkungen in vielen anderen Ländern ist möglich, auch im amerikanischen und asiatischen Raum. Die 5G Performance ist sehr gut. Nachts erreicht das F8 Pro wir im o2 5G+ Netz 351Mbit/s im Download und 56Mbit/s im Upload. Dual SIM funktioniert mit zwei Nano SIM Karten oder einer Nano SIM plus einer eSIM. Die eSIM ersetzt dabei den SIM Steckplatz 2.
WLAN, Bluetooth & NFC
Durch den Snapdragon 8 Elite bietet das Poco F8 Pro Wi-Fi 7 Support. Der WLAN Empfang fiel im Test sehr gut aus. Die Verbindung war im am schlechtesten abgedeckten Raum stabil. Im Speed Test mit einer Fritz!Box 6660 Cable (Wi-Fi 6) erreichten wir 1064Mbit/s, limitiert durch die Internetverbindung (Gigabit Cable). Ein Stockwerk unter dem Router waren noch sehr gute 300Mbit/s messbar.
Bluetooth Support ist mit 5.4 und Dual Bluetooth vorhanden. Im Test mit Kopfhörern zeigte sich eine solide Reichweite über ein gesamtes Stockwerk hinweg ohne Aussetzer. NFC ist vorhanden und unterstützt Google Pay.
GPS Test
Der GPS Test verlief unauffällig. Die GPS Test App zeigte bei stark bewölktem Himmel mit Schneefall knapp 60 Satelliten an, das Signal-Rausch-Verhältnis lag dabei im grünen Bereich. Der Empfang ist also sehr gut. Im Praxistest beim GPS Tracking gab es keine starken Abweichungen oder Aussetzer. Der Wechsel der Straßenseite war sauber im Track sichtbar.
Poco F8 Pro Audio
| Lautsprecher | Stereo Lautsprecher Rahmen unten + Rahmen oben |
| Noise Cancelling Mikrofon | Ja Zweites Mikrofon auf Rückseite |
| Weitere Merkmale | VoLTE & VoWiFi, VoNR, Bose Soundeffekte mit Dolby Atmos, kein Xiaomi Sound, Systemequalizer |
Lautsprecher
Die Poco F8 Serie kommt mit Bose Sound. Beim Poco F8 Pro beschränkt sich das hauptsächlich auf das Tuning, während das Ultra Modell mit einem dedizierten Subwoofer ausgestattet ist. Der Bose Sound beim F8 Pro ist allerdings kein Kaufgrund. Die Abstimmung weicht zwar etwas vom Xiaomi-Standard ab, klingt aber nicht besser oder schlechter. Insgesamt handelt es sich um solide Lautsprecher im guten Mittelfeld mit hoher Lautstärke und auch ein wenig Bass.
Der übliche Mix aus Xiaomi Sound und Dolby Atmos wurde beim Poco F8 Pro abgeschafft. Hier gibt es nur noch die Bose Soundeffekte, Xiaomi Sound ist nicht mehr wählbar. Inkludiert ist allerdings ebenfalls Dolby Atmos. Die Oberfläche in den Einstellungen ist leicht angepasst, das Grundprinzip bleibt identisch. Es gibt auswählbare Presets (auch virtuellen Raumklang) sowie einen System-Equalizer für manuelles Tuning.
Sprachqualität (Telefonie)
Diverse Telefonie-Tests verliefen ohne Auffälligkeiten. Der Klang ist für beide Gesprächsteilnehmer gut. Der Telefonhörer klingt natürlich und wird bei Bedarf recht laut. Umgebungsgeräusche stören nicht. VoLTE funktioniert einwandfrei, Vo5G ist laut Xiaomi auch vorhanden. VoWiFi funktioniert im o2 Netz reibungslos, muss zuvor allerdings in den SIM Einstellungen aktiviert werden.
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Poco F8 Pro Kamera
| Hauptkamera | Haupt: 50MP Light Fusion 800 f/1.88 1,55" 24mm OIS AF Tele: 50MP OmniVision OV50M 2,5x Tele f/2.2 1/2.88" 60mm EIS AF Ultrawide: 8MP OmniVision OV08F f/2.2 15mm EIS FF Video: 8k30 (nur Haupt); 4k60 / 4k30 (Haupt & Tele) / FHD30 (Ultrawide) Codec: H.264 / H.265 (HEVC) HDR Video: HDR10+ mit 4k30 (nur Haupt) |
| Frontkamera | 20MP OmniVision OV20B40 f/2.2 1/4.0" 21mm EIS FF Video: FHD60 / FHD30 Codec: H.264 / H.265 (HEVC) HDR Video: HDR10+ bis FHD60 |
| Blitz | Single LED |
| Fokus | PDAF + CDAF |
| Slow Motion | FHD960 (ohne HSR & Ton), FHD240 / FHD120 (mit HSR & Ton) |
Auch bei der Kamera zeigt sich das Poco F8 Pro mit einer recht solide wirkenden Ausstattung. Die Hauptlinse verfügt über 50MP mit Light Fusion 800 Sensor und OIS. Die Blende hat sich zum Vorgänger verkleinert, obwohl der gleiche Sensor verbaut ist. Neu ist eine Tele-Kamera mit 50MP, allerdings ohne OIS oder Periskop-Optik. Die Tele-Kamera wird zwar niemanden vom Hocker hauen, ist dennoch ein gutes Upgrade, da der Vorgänger F7 Pro nur eine Ultrawide-Kamera geboten hat. Diese bleibt auch beim F8 Pro zusätzlich vorhanden und ist technisch identisch mit dem Vorgänger. Die Frontkamera beim Poco F8 Pro ist komplett identisch, mit dem selben 20MP Sensor und selbem Blendenwert.
Wie sich die Kameras schlagen, schauen wir uns jetzt im Detail an. Alle Bilder wurden mit Standardeinstellungen aufgenommen. Es wurden keine KI Funktionen genutzt. Auto HDR war aktiv, soweit vom jeweiligen Modus unterstützt.
Hauptcam (Tag, 12MP Standard)
Die 50MP Hauptlinse erstellt im Standard Modus 12MP Aufnahmen. Der Autofokus ist schnell und zuverlässig, auch bei kleinen Motiven. Das Auslösen erfolgt fast verzögerungsfrei. Das Poco F8 Pro liefert scharfe Bilder bei leichtem Wackeln oder bewegenden Motiven bis zu einer gewissen Geschwindigkeit. Farblich entstehen natürliche Fotos. Der Weißabgleich ist selbst in fordernden Situationen gut. Die Bildqualität ist sehr zufriedenstellend, mit hoher Bildschärfe auch bei großer Distanz. Weit entfernte Bäume werden beispielsweise recht klar mit feinen Details abgebildet. Bei Nahaufnahmen entsteht ein intensiver Bokeh Effekt. Allgemein zeigt sich ein gutes Rauschverhalten und ein sehr guter Dynamikumfang. In Innenräumen ist ein Qualitätsverlust vorhanden, dieser fällt aber nicht dramatisch aus und das Bildrauschen bleibt gering. Die hochwertige Optik zeigt kein starkes Verzerren oder Verwaschen am Bildrand.
Hauptcam (50MP Modus)
Der 50MP Modus vom Poco F8 Pro ist sehr gut optimiert. Es gibt keine Farbabweichungen. Der Dynamikumfang verschlechtert sich leicht, bleibt aber gut. Die hohe Auflösung liefert mehr Spielraum zum Einzoomen, Zuschneiden oder für die Nutzung im Großformat. Die Bilder bleiben beim Einzoomen detailliert und scharf. Auch Landschaftsaufnahmen fallen sehr detailliert aus. In Innenräumen zeigt sich leichtes Bildrauschen, ansonsten entstehen auch hier ordentliche 50MP Bilder.
Hauptcam (2x Digitalzoom)
Der 2-fache Digitalzoom beim Poco F8 Pro ist exzellent optimiert. Bei Nacht sind deutlichere Qualitätseinbußen zu erkennen, Motive mit ausreichend Lichtquellen gelingen aber immer noch gut. In Innenräumen ist der Qualitätsverlust geringer. Im Freien gibt es kaum Einbußen bei Bildschärfe und Detaildarstellung, auch auf Distanz. Der Digitalzoom wirkt hier meist wie optischer Zoom. Es gibt keine Veränderungen an Farben und Dynamikumfang.
Hauptcam (Blitz)
Der Blitz vom Poco F8 Pro besteht nur aus einer LED, ist aber trotzdem erstaunlich hell. Zudem ist die Kamera überraschend lichtstark. Es zeigt sich kaum Bildrauschen, auch auf größere Distanz wie in größeren Räumen. Die Farben sind sehr schön, ohne Ausbleichen oder starke Abweichungen. Auch die Weißbalance passt. Die Blitzaufnahmen sind sehr detailliert und scharf. Bei geringer Distanz gibt es keine Überbelichtung. Die Lichtverteilung ist gut mit sauberer Ausleuchtung ohne helle Spots. Kontrast und Dynamikumfang sind ausgewogen.
Hauptcam (Nachtfotos)
Das Poco F8 Pro liefert sehr gute Nachtfotos mit der Hauptlinse ohne Stativ. Der Nachtmodus aktiviert sich automatisch. Die Farben sind gut und natürlich, der Weißabgleich ist gut und die Sättigung nicht übertrieben. Der Dynamikumfang um Lichtquellen ist sehr gut. Die Lichtausbeute ist erstaunlich hoch. Aufnahmen von Motiven mit wenig Lichtquellen gelingen mit gutem Rauschverhalten, hoher Schärfe und guter Detailabbildung. Allgemein entstehen vergleichsweise scharfe und detaillierte Nachtfotos in allen Situationen. Unterm Strich bewegen sich die Bilder auf einem hohen Qualitätsniveau.
Hauptcam (Langzeitbelichtung)
Die Langzeitbelichtung mit Stativ funktioniert beim Poco F8 Pro am besten im Pro Modus. Dieser bietet eine Halbautomatik mit manuell gesetzter Belichtungszeit. Möglich sind bis zu 30 Sekunden. Die Ergebnisse sind zufriedenstellend, aber nicht perfekt. Teilweise kommt es zu Überbelichtung und der ISO Wert ist zu hoch. Der Fokus sitzt meistens. Die Schärfe ist nicht immer optimal. Insgesamt liegt das Poco F8 Pro hier eher im Mittelfeld, wobei es durch den Nebel auch schwierige Bedingungen hatte.
Tele-Cam (Tag, 12MP Standard)
Das Poco F8 Pro bietet eine dedizierte Tele-Kamera mit 50MP Sensor. Es handelt sich nicht um eine Periskop-Optik, sondern nur um normalen 2,5-fachen optischen Zoom, also nur wenig mehr als der Digitalzoom der Hauptcam. Eine Empfehlung: Den automatischen Wechsel der Linsen sollte man in den Einstellungen deaktivieren, sonst wechselt die Software in anspruchsvollen Lichtsituationen häufig auf 2,5-fachen Digitalzoom, was zu schlechterer Qualität führt. Wenn die Tele-Kamera aktiv ist, entstehen schöne und scharfe Aufnahmen bei guter Ausleuchtung. Auch hier zeigt sich eine gute Detaildarstellung auf Distanz, saubere Farben, zuverlässiger Weißabgleich, gutes Rauschverhalten und guter Dynamikumfang. Es gibt keine Verzerrung oder Unschärfe am Bildrand. Der Autofokus ist zuverlässig. Die minimale Fokusdistanz ist recht hoch, die Kamera ist also nicht für Makro Aufnahmen geeignet.
Tele-Cam (50MP Modus)
Im 50MP Modus mit Tele-Kamera liefert das Poco F8 Pro abermals eine gute Performance. Die Bilder sind beim Einzoomen scharf mit weiterhin guter Detaildarstellung, zumindest im Freien. In Innenräumen oder bei Dämmerlicht allgemein zeigen sich deutliche Qualitätseinbußen mit weniger Schärfe und mehr Rauschanteil. Den 50MP Modus sollte man besser nur bei guten Lichtverhältnissen nutzen.
Tele-Cam (5x Digitalzoom)
Die Poco F8 Pro Tele Kamera bietet 5-fach Digitalzoom. Die Ergebnisse sind gemischt. Motive mit sehr guter Ausleuchtung gelingen scharf und mit nur geringem Qualitätsverlust. Für Low-Light Situationen und Innenräume ist der Digitalzoom eher weniger geeignet.
Tele-Cam (Nachtfotos)
Für Nachtfotos ist die Tele-Kamera im Poco F8 Pro in der Regel nur für Schnappschüsse geeignet. Sie fällt ohne Deaktivierung des automatischen Linsenwechsels meist auf den Digitalzoom mit Hauptcam zurück. Die Bilder zeigen deutlichen Qualitätsverlust, sind brauchbar aber nicht sehr hochwertig. Es zeigt sich deutliches Rauschen im Bild, außer bei starker Ausleuchtung mit Kunstlicht. Feine Details erscheinen mit deutlicher Matschigkeit.
Ultrawide-Cam (Tag, 8MP Standard)
Der 8MP Ultraweitwinkel Linse im Poco F8 Pro ist wie gewohnt nur eine Schnappschusskamera. Farblich ist sie okay, der Dynamikumfang ordentlich, die Bildqualität aber wenig überzeugend. Die Darstellung ist sehr weich mit matschigen Details. Insgesamt sind also keine sehr hochwertigen Aufnahmen möglich. Bei Nacht zeigen sich erwartungsgemäß nochmal deutliche Qualitätseinbußen.
Portrait Modus
Der Portrait Modus des Poco F8 Pro ist erstaunlich gut optimiert, sogar besser als bei manchen Flaggschiffen von Xiaomi. Die Freistellung des Motivs gelingt meist perfekt, ohne verwaschene oder geschluckte Umrisse. Der Verlauf der Tiefenschärfe ist sauber. Der Bokeh-Effekt ist insgesamt glaubhaft und ansprechend. Die Intensität lässt sich manuell per Blendenregler anpassen. Komplexe Motive machen in der Regel auch keine Probleme.
Frontkamera (20MP)
Die 20MP Frontkamera im Poco F8 Pro ist bei Tageslicht recht gut. Sie liefert schöne Farben und scharfe Selfies, wenngleich ohne Autofokus. Auch der Dynamikumfang ist gut. Der Portraitmodus funktioniert auch mit der Frontkamera sehr zuverlässig, ohne Schlucken oder starkes Verwaschen an Motivumrissen. In Räumen entstehen etwas unschärfere Bilder mit stärker verwaschenen Details, trotzdem sind sie noch brauchbar. Bei Nachtfotos zeigt sich dann ein weiterer Qualitätseinbruch. Dann ist eher ordentliche Schnappschuss-Qualität zu erwarten. Der Bildschirmblitz hellt etwas auf, liefert aber nicht mehr Bildschärfe.
Videos
Die Videofähigkeiten beim Poco F8 Pro sind ganz gut. Es unterstützt 8K Video mit 30fps bei der Hauptlinse. Die Tele-Kamera bietet maximal 4K60, die Ultrawide-Linse bis FHD30 und die Frontkamera bis FHD60. HDR Aufnahmen sind beim Poco F8 Pro in HDR10+ möglich, jedoch nur mit der Hauptkamera bis 4K30 und der Frontkamera bis FHD60.
Die Videoqualität der Hauptkamera ist bei Tag gut. Es entstehen recht scharfe und detaillierte Videos mit sauberen Farben und schnellem Autofokus. Die OIS Stabilisierung ist gut. Die Bildqualität ist bei Tag im 4K60 Modus am besten. Bei Nacht gibt es mit 4K30 die beste Lichtausbeute. Ab 4K60 und darunter wird OIS mit EIS für ruhigere Stabilisierung kombiniert. Leider zeigt sich auch beim Poco F8 Pro das allseits bekannte Fokuspumpen beim Laufen. Dadurch ist es für anspruchsvollere Nutzer weniger zum Filmen geeignet.
Die Videoqualität der Tele-Kamera ist bei Tag gut. Auch hier zeigt sich schneller Autofokus ohne Aussetzer. Die Stabilisierung erfolgt nur mit EIS, trotzdem entsteht ruhiges Videomaterial mit wenig Verzerren. In Räumen oder bei Nacht zeigt sich schnell deutlicher Qualitätsverlust, egal ob 60fps oder 30fps. Leider zeigt das Poco F8 Pro auch bei der Tele-Linse deutliches Fokuspumpen beim Laufen.
Ultrawide-Videos mit FHD30 erreichen wie bei Fotos nur Schnappschuss-Qualität. Für Videos bei Nacht sind sie eher unbrauchbar. Die Bildqualität ist sehr schlecht mit viel Rauschen und geringer Lichtausbeute.
Videos mit der Frontkamera zeigen bei Tag gute Bildqualität und Schärfe. Die Farbdarstellung ist sauber, die EIS Stabilisierung ruhig. Für Nachtvideos ist sie unbrauchbar. Die Bildqualität ist sehr schlecht und rauschig mit schlechter Lichtausbeute, egal ob mit 30fps oder 60fps.
Slow Motion Videos sind in Full HD mit 120fps, 240fps und 960fps möglich. 120fps und 240fps liefern HSR Videos inklusive Ton ohne Längenbegrenzung. 960fps Slow Motion kommt ohne HSR, also als bereits abgebremstetes Videomaterial ohne Tonspur mit Längenbegrenzung auf wenige Sekunden, die Qualität ist aber ganz gut.
Poco F8 Pro Akku
| Kapazität (Angabe) | 6.210mAh |
| Kapazität (Gemessen) | 6.021mAh |
| Wechselbar | Nein |
| Ladetechnologie | 100W HyperCharge 22,5W Reverse Charge Kein Wireless Charging Kein Netzteil im Lieferumfang |
Akkulaufzeit
Der Akku des Poco F8 Pro ist leicht angewachsen, von 6.000mAh beim Vorgänger auf 6.210mAh. Die effektiv nutzbare Kapazität bleibt etwa identisch, mit 6.021mAh gemessen beim F8 Pro und 5.988mAh gemessen beim F7 Pro. Die Laufzeit im Alltag bleibt in etwa gleich. Um die 14 Stunden erreichbare Screen-On Zeit im Dauerbetrieb zeigen die AccuBattery Statistiken aus der Alltagsnutzung. Effektiv sind etwa zwei Tage Laufzeit ohne größere Sparmaßnahmen möglich, jeweils bis in den späten Abend. Den Akku an einem Tag leer zu bekommen ist nur mit unrealistischen Nutzungsszenarien möglich. Der PCMark Akku Benchmark erreicht 17:48 Stunden Laufzeit bei 50 Prozent Bildschirmhelligkeit.
Ladezeit
Zur Ladezeit ist keine Aussage möglich. Der Fast-Charging Support wurde von 90W auf 100W erweitert, jedoch ist kein Netzteil im Lieferumfang enthalten. Die Ladeleistung mit einem USB-PD Netzteil war geringer. Weiterhin gibt es keinen Charging Support. Reverse Charge mit 22,5 Watt über USB-C ist möglich. Die gewohnt umfangreichen Akkuschutz-Optionen sind vorhanden: Automatisches Ladelimit, manuelles Ladelimit, Gesundheitsanzeige und Kälteschutzmodus. Bypass-Charging Support fehlt dem Poco F8 Pro.
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Poco F8 Pro Test Fazit
Das Poco F8 Pro zeigt sich als rundum solides Performance-Smartphone, das sein Versprechen eines erschwinglichen Flaggschiffs weitgehend einlöst. Die Verarbeitung ist tadellos, das matte Design mit durchgehendem Kameraglas und Metallrahmen ansprechend und die IP68 Zertifizierung ein guter Bonus. Hinzu kommt ein richtig gutes Display, wenngleich die HBM Helligkeit nicht ganz an die Angabe vom Hersteller herankommt, sowie die starke Performance des Snapdragon 8 Elite, der auch heute noch mehr als ausreichend Leistung für alle Alltagsaufgaben und auch Gaming bietet. Die Akkulaufzeit ist mit zwei Tagen Nutzung sehr gut und die Kamera liefert solide Ergebnisse, besonders die Hauptkamera überzeugt bei Tag und Nacht.
Schwächen zeigen sich bei der Software mit im Vergleich zu den echten Xiaomi Flaggschiffen langsamer Update-Frequenz, der schwachen Ultrawide Kamera und beim Aufnehmen von Videos, wo das Fokuspumpen der Haupt- und Telelinse stört. Dieses Problem haben viele Xiaomi Handys und der Hersteller weigert sich offenbar dies zu beheben, denn angesprochen wird die Problematik seit geraumer Zeit in der Presse. Der USB-C Port mit nur USB 2.0 und der Verzicht auf Wireless Charging dürften manche Nutzer ebenfalls stören, bleibt in der Preisklasse aber noch vertretbar.
Das Poco F8 Pro richtet sich klar an preisbewusste Nutzer, die ein starken Fokus auf die Leistung haben, nicht auf ein edles Design verzichten wollen und eine brauchbare Alltagskamera suchen. Her liefert das Poco F8 Pro ein sehr gutes Gesamtpaket ab, welches im Alltag durchweg überzeugen kann. Zusammen mit den teils sehr niedrigen Angebotspreisen unter 450€ kann man an diese Zielgruppe durchaus eine Empfehlung aussprechen.
Vorteile
- Hochwertige Verarbeitung mit mattem Metallrahmen und Glasrückseite
- Durchgehendes Kameraglas als interessantes Designmerkmal
- Angenehmes Gewicht von 199g bei kompakten 8mm Dicke
- IP68 Zertifizierung für vollständigen Wasserschutz
- Exzellentes 6,59 Zoll Display mit scharfer Auflösung (2510x1156) und Always-On Funktionalität
- Sehr hohe HDR Spitzenhelligkeit von 3500 Nits auf bis zu 25% der Fläche
- Hervorragende Outdoor-Lesbarkeit auch bei direktem Sonnenlicht
- Stabiles Gorilla Glass 7i mit guter Kratzfestigkeit
- Sehr gute Performance dank Snapdragon 8 Elite
- Superflüssige Alltagsperformance auf Flaggschiff Niveau, gute Gaming-Leistung, im Alltag wenig Abwärme, generell solide gekühlt
- Ultraschall Fingerabdrucksensor statt optischem Sensor (zuverlässiger, schneller)
- Schneller UFS 4.1 Speicher mit über 4GB/s, solide RAM Ausstattung (12GB LPDDR5X)
- Wi-Fi 7 Support mit sehr gutem WLAN Empfang
- Guter Mobilfunkempfang mit umfassender Frequenzunterstützung, Dual SIM mit eSIM Support
- GPS mit sehr gutem Empfang, hoher Genauigkeit
- Infrarotblaster, NFC mit Google Pay, kräftige Linearvibration
- Hauptkamera mit guter Bildqualität bei Tag und Nacht, exzellent optimierter 2x Digitalzoom
- Dedizierte 50MP Tele-Kamera (2,5x optisch) mit ordentlicher Qualität bei guter Ausleuchtung
- 20MP Frontkamera bei Tag gut
- Sehr gute Akkulaufzeit von etwa zwei Tagen
- 100W Fast-Charging, umfangreiche Akkuschutz-Optionen
- HyperOS 3 basierend auf aktuellem Android 16, Google Zertifizierung, Widevine L1 DRM, Dolby Vision HDR
- 4 Jahre Android Updates, 6 Jahre Sicherheitsupdates
- Gute Stereo Lautsprecher, hohe Lautstärke, angenehmes Klangbild, leichter Bass
Nachteile
- Kein Netzteil im Lieferumfang trotz 100W Fast-Charging Support, kein Wireless Charging, kein Bypass-Charging
- Software-Update-Frequenz langsamer als bei Xiaomi Flaggschiffen, Reichlich Bloatware vorinstalliert
- Vollflächige HBM Helligkeit erreicht gemessen nur etwa 1800 statt beworbener 2000 Nits
- Keine manuellen Displaykalibrierungsoptionen (RGB, Kontrast, Gamma, etc.)
- Kein Handschuh Modus
- Ultrawide-Kamera mit enttäuschender Bildqualität
- Tele-Kamera ohne OIS, bei Dämmerlicht und Nacht Qualität nicht ideal
- Störendes Fokuspumpen bei Videos mit Haupt- und Tele-Kamera beim Laufen
- Frontkamera nur für Schnappschüsse bei Nacht geeignet, auch in Räumen deutlicher Qualitätsabfall
- USB-C Port nur mit USB 2.0 Geschwindigkeit
- Kein Wireless Charging
- Bose Branding beim F8 Pro nur Marketing-Gag, nichts Besonderes