Während sich die aktuelle Gerüchtelage bei Oppo, Vivo, Xiaomi und Honor meist um die für den Herbst erwarteten "Mainstream Flaggschiffe" dreht, gibt es nun auch weitere Hinweise zu den jeweiligen Ultra Modellen, die traditionell etwas bis deutlich später erscheinen. Die Neuigkeiten beziehen sich allerdings weniger auf neue technische Daten, sondern auf eine eher unerfreuliche Thematik - dem Preis. Laut dem chinesischen Leaker Digital Chat Station bleibt der Zeitplan für das Oppo Find X10 Ultra und das Vivo X500 Ultra zwar grundsätzlich unverändert, bei den Preisen zeichnet sich jedoch ein deutlicher Sprung nach oben ab. Parallel dazu bleibt die Zukunft des Xiaomi 18 Ultra unklar.
Digital Chat Station zufolge halten sowohl Oppo als auch Vivo an ihrem gewohnten Entwicklungsrhythmus für die Ultra Modelle fest. Ein Launch in China wird demnach weiterhin für März bis April 2027 angepeilt. Eine X400 Ultra Generation soll es dabei nicht geben, Vivo springt also direkt von der aktuellen Generation zur nächsten Modellbezeichnung. Grund dafür dürfte wie gewohnt der Umstand sein, dass die "4" in China traditionell eine Unglückszahl ist. Auch andere Hersteller haben die 4 deshalb bereits übersprungen.
Bei den Kameras dürften beide Marken laut dem Post an ihren bisherigen Konzepten festhalten. Vivo soll demnach erneut auf eine speziell angepasste 35mm Hauptkamera setzen und das gesamte Brennweitenspektrum mit hochwertigen Sensoren abdecken. Oppo soll dagegen weiterhin auf ein eigenständiges Periskop Teleobjektiv mit 10-fachem Zoom setzen, welches man ja im Oppo Find X9 Ultra (ab ca. 1027€ bei TradingShenzhen*) eingeführt hatte. Konkrete technische Daten zu den beiden Modellen nannte der Leaker in diesem Post nicht, sodass abzuwarten bleibt, wie sich die Kamerasysteme im Detail unterscheiden werden. Alles was bisher zur X500 Serie bekannt ist, könnt ihr auch hier nachlesen.
Der auffälligste Punkt des Leaks betrifft die Preisgestaltung. Der Aberglaube von Vivo schützt nämlich anscheinend davor nicht. Laut Digital Chat Station peilen Oppo und Vivo für ihre kommenden Ultra Modelle die Marke von 10.000 Yuan an, umgerechnet rund 1289€. Das wäre ein deutlicher Anstieg gegenüber den aktuellen Modellen: Das Oppo Find X9 Ultra startet in China bei rund 7500 Yuan, das Vivo X300 Ultra bei rund 7000 Yuan, jeweils für die Einstiegsversion mit 12GB RAM und 256GB Speicher. Selbst die jeweiligen Spitzenkonfigurationen beider Geräte liegen aktuell bei 9000 beziehungsweise 9300 Yuan und damit noch unter der nun kursierenden Zielmarke.
Unklar ist bislang, ob sich die genannten 10000 Yuan auf die Einstiegsvariante oder auf eine höher ausgestattete Version mit 16GB RAM und 1TB Speicher beziehen. Je nachdem würde der tatsächliche Preissprung unterschiedlich stark ausfallen, in jedem Fall zeichnet sich aber eine Verteuerung ab.
Als treibender Faktor hinter steigenden Flaggschiffpreisen werden in der Diskussion rund um den Leak vor allem die gestiegenen Speicherpreise genannt. RAM und Flashspeicher sind durch die hohe Nachfrage im Zusammenhang mit KI Anwendungen spürbar teurer geworden und machen inzwischen einen größeren Anteil an den Gesamtkosten eines Smartphones aus als noch vor wenigen Jahren, in manchen Fällen sogar mehr als Prozessor und Display zusammen. Viele Hersteller haben versucht, die Effekte erstmal nicht an die Kunden weiterzugeben, was allerdings aufgrund des Anhaltens der Krise für viele Hersteller langsam schwierig wird. Selbst Apple plant ja mittlerweile, die gestiegenen Preise künftig an Kunden weiterzugeben. Sollten sich die aktuellen Preise auf diesem Niveau halten oder weiter steigen, dürfte sich das auch in den kommenden Generationen niederschlagen.
Während sich bei Oppo und Vivo also zumindest ein grober Zeitplan abzeichnet, bleibt die Situation beim Xiaomi 18 Ultra angespannt. Das Modell hätte angesichts der bisherigen Veröffentlichungstermine durchaus das Potenzial gehabt, wie sein Vorgänger noch zur Weihnachtszeit dieses Jahres und damit vor der Konkurrenz zu erscheinen. Bereits vor einiger Zeit kamen jedoch Gerüchte auf, wonach die Entwicklung des Geräts pausiert wurde.
Der gut informierte und bekannte Tippgeber Kartikey Singh bestätigte diesen Stand zuletzt erneut. Ende Mai schrieb er auf X, die Entwicklung des Xiaomi 18 Ultra sei pausiert worden, was kein gutes Zeichen sei, er hoffe aber auf eine baldige Wiederaufnahme. Mitte Juni äußerte er sich auf Nachfrage erneut zum Thema und bekräftigte, dass die Entwicklung weiterhin pausiert sei und es intern keine Bewegung gebe. Ob und in welcher Form Xiaomi sein Ultra Flaggschiff also noch in diesem Jahr nachreichen wird, oder ob die Ultra-Flaggschiff-Modelle bei Xiaomi eine Pause einlegen, ist damit weiterhin offen.
Quelle(n): DCS (Weibo) | Kartikey Singh (X) | Smartprix
Kommentare