Kaum ist die Redmi Note 17 Serie in China vorgestellt, tauchen bereits erste Hinweise zu den internationalen Ablegern auf. Der für seine Funde im HyperOS Quellcode bekannte Leaker Kacper Skrzypek hat auf X mehrere Details veröffentlicht, die zeigen, wie Xiaomi die beiden Modelle außerhalb Chinas positionieren will. Im Zentrum steht dabei erneut die Doppelvermarktung über die Marken Redmi und Poco, ein Muster, das bei Xiaomi in der Vergangenheit bereits mehrfach zu beobachten war. Inzwischen hat auch der Leaker Yogesh Brar eigene Angaben nachgereicht, die eine grobe Zeitschiene für den indischen Markt sowie eine erste Preistendenz liefern.
Laut Skrzypek erscheint das chinesische Redmi Note 17 5G in Indien unter der Bezeichnung Poco M8 Power. Das Redmi Note 17 Pro wiederum soll die Basis für das Poco X8 bilden, ein Modell, das bislang wohl niemand mehr auf dem Schirm hatte. Poco hatte im März bereits das Poco X8 Pro und den Poco X8 Pro Max vorgestellt (Poco X8 Pro derzeit für 350€ bei Amazon*), ein reguläres X8 Modell blieb jedoch aus, weshalb viele Beobachter von einer Streichung ausgingen.
Der jetzt im HyperOS Code gefundene Verweis auf ein Kameramodul mit 50MP Hauptsensor und 2MP Tiefensensor, exakt die Konfiguration des chinesischen Redmi Note 17 Pro, deutet darauf hin, dass das Modell doch noch kommt. Diese Kamera Angabe wurde von Brar für die indische Variante des Poco X8 inzwischen bestätigt, was die Aussage auf eine zweite, unabhängige Quelle stützt.
Ein zweiter wichtiger Punkt betrifft die Akkukapazität. Während das chinesische und indische Redmi Note 17 5G laut Skrzypek bei 8000mAh bleiben, soll die globale Version mit 7700mAh eine etwas kleinere Zelle erhalten. Beim Pro Modell fällt der Unterschied noch deutlicher aus: China und Indien sollen weiterhin 9000mAh bekommen, während die globale Variante mit 8340mAh rechnen muss.
Bei der Kamera gibt es laut Skrzypek eine Differenzierung zwischen den Marken. Das Poco X8 soll in Indien exakt die Kamerakonfiguration des chinesischen Redmi Note 17 Pro übernehmen, also 50MP Hauptsensor plus 2MP Tiefensensor ohne Ultraweitwinkel. Das global vermarktete Redmi Note 17 Pro 5G soll dagegen zusätzlich eine 8MP Ultraweitwinkelkamera erhalten, die weder das chinesische Original noch der Poco Ableger besitzen. Auch bei früheren solchen "Modell-Spielereien" hat Xiaomi diesen Ansatz einer leichten Differenzierung bei den Kameras bereits verfolgt.
Beim Prozessor zeichnet sich ein Widerspruch zu einer vorherigen Meldung ab. Brar hatte für die globalen Redmi Modelle einen Snapdragon 4 Gen 5 für das reguläre Note 17 sowie einen Snapdragon 6 Gen 5 für das Pro Modell in Aussicht gestellt. Skrzypek widerspricht dem und verweist darauf, dass im HyperOS Code für beide Geräte weiterhin derselbe Codename wie bei den chinesischen Versionen verwendet wird, was aus seiner Sicht gegen einen Wechsel des Chipsatzes spricht.
Er ergänzt, dass inzwischen veröffentlichte ROM Versionen diese Einschätzung für das Redmi Note 17 und das Note 17 Pro stützen, für das noch nicht veröffentlichte Note 17 Pro Max könne er dazu aktuell keine Aussage treffen. Beide Angaben stammen von Leakern und stehen sich damit widersprüchlich gegenüber, eine offizielle Bestätigung fehlt bislang für beide Varianten.
Laut Brar sollen Poco M8 Power und Poco X8 noch in diesem Quartal in Indien vorgestellt werden, was auf einen Marktstart innerhalb der kommenden Wochen bis wenigen Monate hindeutet. Zur Preisgestaltung äußert sich der Leaker vage, aber unmissverständlich negativ: Seine Formulierung deutet darauf hin, dass die beiden Poco Modelle in Indien spürbar teurer positioniert werden könnten als die baugleichen Redmi Note 17 Varianten. Konkrete Zahlen nennt er nicht. Dies würde der bisherigen Praxis entgegenstehen, wo Poco Pendants preislich aggressiver zu ihren Redmi Basisgeräten bepreist wurden.
Für den europäischen Markt liefern die aktuellen Leaks weiterhin keine direkten Hinweise. Die nun bekannten globalen Akkuwerte, die mögliche Beibehaltung der chinesischen Chipsätze sowie die erste Zeitschiene für Indien liefern jedoch zusätzliche Anhaltspunkte dafür, wie sich die internationalen Versionen von den chinesischen Ausgangsmodellen unterscheiden könnten, und wann mit ersten offiziellen Ankündigungen außerhalb Chinas zu rechnen sein dürfte.
Quelle(n): Kacper Skrzypek | Yogesh Brar
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