Vivo hat das X Fold 6 am 26. Juni offiziell in China präsentiert und damit den seit Wochen erwarteten Launch des neuen Foldables vollzogen. Anders als bei früheren Generationen der X Fold Reihe bleibt das Gerät diesmal nicht auf den chinesischen Markt beschränkt: Vivo hat parallel zum China Start auch einen Europa Launch in Aussicht gestellt, konkrete Details zu Preisen, Speichervarianten und Verfügbarkeit stehen allerdings noch aus. Damit verfolgt Vivo bei der X Fold Serie denselben Ansatz wie zuvor beim X300 Ultra, das als erstes Ultra Modell der Marke ebenfalls international eingeführt wurde.
Das Vivo X Fold 6 setzt das in den vergangenen Wochen bereits über offizielle Teaser bekannt gewordene Ausstattungspaket konsequent um: ein Zeiss Kamerasystem mit 200MP Hauptsensor, ein 7000mAh Akku sowie die für Foldables zugeschnittene Software OriginOS 6 Fold auf Basis von Android 16.
Aufgeklappt misst das Innendisplay 8,02 Zoll bei einer Auflösung von 2504 x 2312 Pixel, das Außendisplay kommt auf 6,51 Zoll mit 2528 x 1120 Pixel. Beide Panels unterstützen eine Bildwiederholrate von bis zu 120Hz, stellen 10,7 Milliarden Farben dar und bieten HDR Unterstützung bei einem Kontrastverhältnis von 8000000:1. Für das Innendisplay nutzt Vivo das bereits angekündigte M14 Leuchtmaterial von Samsung. Beide Displays sollen laut Vivo eine Spitzenhelligkeit von 5000 Nits erreichen.
Bei den Abmessungen unterscheidet sich die türkise Blue Hole Variante leicht von den Farboptionen Salt Lake und Polar Night. Türkis bringt es aufgeklappt auf 4,8mm und gefaltet auf 9,9mm Dicke bei 235g Gewicht, während die beiden anderen Farben auf 4,4mm beziehungsweise 9,4mm und 228g kommen. Höhe und Breite bleiben mit 157,16mm beziehungsweise 145,66mm im aufgeklappten und 74,26mm im gefalteten Zustand bei allen Varianten identisch. Als viertes Farboption führt Vivo zudem eine Black Gold Edition, die exklusiv mit 16GB RAM und 1TB Speicher angeboten wird.
Das Kamerasystem entspricht im Wesentlichen dem der aktuellen Vivo X300 Reihe. Die Hauptkamera löst mit 200MP auf, nutzt einen 1/1,4 Zoll Sensor von Samsung und eine Blende von f/1,68, dazu kommt eine optische Bildstabilisierung. Das Periskop Teleobjektiv löst mit 50MP auf, basiert auf einem 1/1,95 Zoll Sensor von Sony mit dreifachem optischem Zoom, Blende f/2,57 und ebenfalls optischer Stabilisierung. Die Zeiss APO Zertifizierung für die Telekamera, die das Foldable nach Vivo's Angaben als erstes Gerät seiner Klasse erhält, wurde damit final bestätigt. Eine 50MP Ultraweitwinkelkamera mit Blende f/2,05 vervollständigt das Triple Setup. Für Selfies kommt auf beiden Displays jeweils ein 20MP Sensor mit Blende f/2,4 zum Einsatz.
Digital lässt sich mit der Telekamera bis zu 100-fach vergrößern, optisch unterstützt das Gerät zusätzlich den separat erhältlichen Zeiss Telekonverter G2, der eine Äquivalentbrennweite von 200mm ermöglicht. Neu zum Marktstart bietet Vivo den Konverter direkt auch als Bundle an: Für 11.999 Yuan lässt sich die Topvariante mit 16GB RAM und 1TB Speicher direkt inklusive Kamerakit erwerben. Videoaufnahmen sind laut Datenblatt bis zu 8K möglich, Zeitlupenaufnahmen bis zu 4K Auflösung.
Als Prozessor kommt der Dimensity 9500 "Super Edition" zum Einsatz, eine im 3nm Verfahren gefertigte Achtkern CPU mit Spitzentakt von 4,21GHz und einer ARM G1-Ultra GPU. Damit wechselt Vivo bei der X Fold Reihe erstmals von Qualcomm zu Mediatek. Je nach Konfiguration stehen 12GB oder 16GB LPDDR5X Ultra RAM sowie 256GB, 512GB oder 1TB UFS4.1 Speicher zur Verfügung.
Beim Akku setzt Vivo auf eine ungewöhnliche Doppelzellen Konstruktion: Zwei Zellen mit einer typischen Kapazität von 2946mAh und 4054mAh ergeben rechnerisch ein Äquivalent von 7000mAh bei 3,78 Volt. Laut Datenblatt liegt die garantierte Nennkapazität mit umgerechnet 6760mAh etwas darunter. Geladen wird kabelgebunden mit bis zu 80W und kabellos mit bis zu 40W, im Lieferumfang befindet sich ein 100W Netzteil, welches voraussichtlich in Europa nicht Teil des Lieferumfangs sein wird. Das Gerät unterstützt zudem Reverse Charging über die USB-C Schnittstelle.
Bei Wasser und Staubschutz bestätigt Vivo die bereits aus früheren Mitteilungen bekannten Werte mit IPX8 und IPX9 Zertifizierung sowie IP5X Staubschutz. Für die Konnektivität kommt ein selbst entwickeltes 1+4 Kommunikationschipset zum Einsatz, dazu unterstützt das X Fold 6 WLAN 6 und WLAN 7, Bluetooth 5.4 sowie USB 3.2 Gen2 über den Type-C Anschluss. Der Fingerabdrucksensor ist seitlich verbaut, alternativ steht eine Gesichtserkennung zur Verfügung. Als Betriebssystem läuft OriginOS 6 Fold auf Basis von Android 16 mit dem bereits bekannten Atomic Workbench Multitasking System.
In China startet das Vivo X Fold 6 bei 7999 Yuan, umgerechnet rund 1034 Euro, für die Variante mit 12GB RAM und 256GB Speicher. Die Konfiguration mit 12GB RAM und 512GB Speicher kostet 8999 Yuan (etwa 1164 Euro), das Modell mit 16GB RAM und 512GB Speicher 9999 Yuan (etwa 1293 Euro). Die Topvariante mit 16GB RAM und 1TB Speicher liegt bei 10999 Yuan (etwa 1422 Euro), das Bundle mit Telekonverter G2 bei 11999 Yuan (etwa 1552 Euro). Damit fällt der zuvor kolportierte Preisleak deutlich zu hoch aus: Die finalen Preise liegen spürbar unter den Zahlen, die vor dem Launch kursiert waren.
Im Vergleich zum Vorgänger bleibt trotzdem ein Aufschlag bestehen. Das X Fold 5 startete bei 6999 Yuan, umgerechnet rund 834 Euro, das damalige Topmodell mit 16GB RAM und 1TB Speicher kostete 9499 Yuan, etwa 1132 Euro. Der Aufpreis bewegt sich damit in einer deutlich moderateren Größenordnung als zunächst befürchtet, ist aber trotzdem deutlich vorhanden.
Zum Europa Launch hat sich Vivo bislang nur grundsätzlich geäußert. Konkrete Angaben zu Speichervarianten, Farboptionen, Preisen oder möglichen Abweichungen von der China Version sollen laut Hersteller zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Sicher ist bereits, dass von den vier chinesischen Farboptionen drei auch nach Deutschland und Österreich kommen sollen, konkret die Variante Blue Hole sowie die Farboptionen Salt Lake und Polar Night.
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