Kurz vor dem für Ende Juni erwarteten Launch des Vivo X Fold 6 häufen sich mittlerweile die Neuigkeiten rund um das nächste Foldable von Vivo. Ein auf Weibo geleaktes Video zeigt das neue Multitasking System Atomic Workbench in OriginOS 6 Fold in Aktion, und ein offizieller Weibo Post des Vivo Vizepräsidenten Han Bocheng enthüllt Details zum verbauten Prozessor. Das Video sieht offiziell aus, scheint also aus irgendeiner Vivo-internen Quelle zu kommen.
Das Video, das am 9. Juni von einem Weibo Fan Account verbreitet wurde, demonstriert verschiedene Modi des überarbeiteten Atomic Workbench von OriginOS 6 Fold. Im "Serienmodus" sollen bis zu fünf Anwendungen gleichzeitig auf dem aufgeklappten Display laufen können. Daneben gibt es einen Modus, der vier Apps parallel im Vordergrund aktiv hält, ohne dass sie sich gegenseitig beeinflussen. Ein dritter Parallelmodus soll die unabhängige Ausführung jeder App sicherstellen.
Die Bedienung setzt teilweise auf Gesten: Durch Ziehen eines mittigen Eckmarkers lässt sich die Größe der einzelnen Fensterbereiche anpassen, vier Finger auf dem Display vergrößern ein ausgewähltes Fenster. Es lassen sich auch mehrere Fenster gleichzeitig in der Größe verändern. Dabei können einzelne Fenster auch individuelle Höhen im Raster einnehmen. Vivo zufolge wurde das zugrundeliegende Framework von OriginOS 6 Fold grundlegend überarbeitet, damit vier Apps ohne Leistungseinbußen gleichzeitig im Vordergrund laufen können.
Drei Tage später, am 12. Juni, bestätigte Vivo Manager Han Boxiao den Prozessor des X Fold 6 in einem Weibo Post, der direkt von dem Gerät selbst abgesetzt wurde. Beim Chip handelt es sich um eine für Vivo angepasste Variante des Dimensity 9500, die der Hersteller als "Super Edition" bezeichnet. Laut Han begann die Zusammenarbeit mit Mediatek bereits vor rund zwei Jahren. Ziel war demnach keine einfache Anpassung, sondern eine tiefgreifende Neuentwicklung speziell für Faltphones, mit Schwerpunkt auf Multithreading, Multi Window Rendering und paralleler KI Verarbeitung.
Für die NPU nennt Vivo konkrete Werte: Die Spitzenleistung soll gegenüber der Vorgängergeneration (hier ist wahrscheinlich der Qualcomm Chip im Vivo X Fold 5 gemeint) um 111% gestiegen, der Energieverbrauch um 56% gesunken sein. Das neu entwickelte KI Sprachmodul soll Offline Transkriptionen siebenmal schneller liefern als bisher, bei 7% besserer Erkennungsgenauigkeit und 57% schnellerer Zusammenfassungserstellung. Die KI Dateiverwaltung profitiere von bis zu 20% kürzeren Antwortzeiten bei Textzusammenfassungen und KI gestützten Anfragen, dazu kommt ein neues themenbasiertes KI Frage Antwort Feature, das laut Vivo erstmals verfügbar sein soll. Für die Atomic Workbench entwickelte Vivo außerdem eine eigene Parallel Engine, die den Stromverbrauch bei mehreren gleichzeitig aktiven Apps weiter senken soll.
Der offizielle Launch ist nach aktuellem Kenntnisstand weiterhin für Juni geplant. Zu den bisher durch Leaks bekannten Eckdaten gehören ein 8 Zoll Innendisplay, ein 6.900mAh Akku sowie eine Triple Kamera mit 200MP Hauptsensor, 50MP Ultraweitwinkel und 50MP Periskop Tele.
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