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Oukitel Y4800

oukitel-y4800 Das Oukitel Y4800 im Test

Leider etwas verspätet hat das neue Oukitel Y4800 seinen Weg zu uns gefunden. Oukitel konnte in der Vergangenheit immer wieder mal mit befriedigenden oder sogar guten Testergebnissen bei uns und euch punkten. Drei große Stärken der damaligen Geräte waren die üppigen Akkukapazitäten (Oukitel K5000, Oukitel K6000, Oukitel K10000), die generelle Laufzeit im Betrieb (Oukitel K10) und die oft solide Kameraausstattung. Doch in den vergangenen 2 Jahren haben Unternehmen wie Xiaomi und natürlich auch Huawei ihrerseits an der Ausdauer der Smartphones gearbeitet, so dass diese Nische nicht länger von Oukitel bedient werden kann. Allzu oft sind die Konkurrenzprodukte zudem wesentlich dünner und im Falle von Xiaomi sogar noch ausdauernder bei zunehmend besserer Kameraausstattung. Und genau hier soll das neue Oukitel Y4800 ansetzen. Dünner, schneller, ausdauernd und eine gute Kameraausstattung verspricht der Hersteller und greift hier offensichtlich das Redmi Note 7 an. Doch wie sieht die Realität aus? In diesem Testbericht erfahrt ihr es.

Oukitel Y4800
Verpackung & Lieferumfang

Das Oukitel Y4800 wird in einer schlichten weißen und quadratischen Schachtel geliefert. In der oberen linken Ecke befindet sich das gewohnt orangefarbene Oukitel-Logo und unten rechts ein glänzender Y4800-Aufkleber. An den sich jeweils gegenüberliegenden Seiten wurde der Oukitel-Schriftzug glänzend eingestanzt. Auf der Rückseite befinden sich einige Angaben zu den Spezifikation. Im Lieferumfang enthalten ist das Oukitel Y4800, ein durchsichtiges TPU Case, ein weißes 5/7/9V 2A Netzteil, ein weißes Micro USB Kabel, eine SIM Nadel und etwas Papierkram. Eine auf dem Display vorhandene bzw. separate Schutzfolie vermissen wir leider.

Oukitel Y4800
Design & Verarbeitung

Der erste große Unterschied zu den meisten Vorgängern vom Oukitel Y4800 ist sicherlich das veränderte, flache Design. Das Smartphone sieht sogar richtig hübsch aus und liegt auch gut in der Hand. Wir haben die schwarze Variante erhalten. Die Rückseite besteht leider nur aus Kunststoff und ist anfällig für Kratzer. Rein optisch kann man den Unterschied zu echtem Glas allerdings nicht ausmachen. Die abgerundeten Ränder lassen das ca. 8.3mm dünne Oukitel Y4800 zudem nochmals schlanker erscheinen. Lediglich das etwas weit herausragende Kameramodul trübt diesen Eindruck ein wenig. Der Fingerabdrucksensor befindet sich ebenfalls auf der Rückseite. Die rechte Seite wird durch den Powerbutton und die Lautstärkewippe unterbrochen, während die linke Seite den Dual SIM und Micro SD Karten Slot beherbergt. In der Unterseite befindet sich der 3,5mm Klinkenport, der Micro USB Anschluss, das Mikrofon, sowie rechtsseitig der Monolautsprecher.

​Die Verarbeitung ist insgesamt sehr gut gelungen. Der Rahmen schließt bündig mit der Rückseite und dem Display ab. Ungenauigkeiten gibt es hier nicht. Nur die Anfälligkeit der Rückseite gegenüber Kratzer ist hier nochmals zu erwähnen. Ein Case ist hier also obligat, sofern man den glänzenden Look auf Dauer erhalten will. Bei einem leichten Biege-Test konnten wir kein Clouding im Display feststellen und auch Knarzen oder ähnliche Geräusche waren nicht zu vernehmen. Die physischen Tasten sitzen zudem fest im Gehäuse und klappern nicht.

Oukitel Y4800
Display

​Größe: ​6,3"
Auflösung:​ ​Full HD+ (2340x1080)
Technologie​:​IPS OGS LCD
​Anzahl Berührungspunkte:​10
Gehärtetes Glas:​​Ja (Corning Gorilla Glass 3)
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Ja

Beim Display setzt Oukitel diesmal auf ein 6,3 Zoll großes Full HD+ IPS LCD Display mitsamt OGS und 10-Punkt Digitizer sowie Corning Gorilla Glass 3. Darüber hinaus wird das Display durch eine Waterdrop-Notch unterbrochen. Die Ränder sind äußerst schmal mit 3mm zu den Seiten, 3mm zum Stirnbereich (ohne Notch) und 6mm zum Kinnbereich. Qualitativ gibt es beim Display vom Oukitel Y4800 nichts zu kritisieren. Die Helligkeit ist gut, die Farben sind kräftig, die Schärfe ist gemessen an der Displaygröße sehr gut und die Blickwinkelstabilität ist soweit ebenfalls ordentlich. Lediglich die Schwarz- und Weißtöne kippen bei steilen Blickwinkeln ein wenig ab. Gleiches gilt auch für den Digitizer. Dieser arbeitet zuverlässig und der Finger gleitet mühelos über die Oberfläche. Da die Oberfläche leicht oleophobisch ist, bilden sich Fingerabdrücke nur schwerlich ab und auch die Säuberung fällt leicht. Kratzer haben wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht festgestellt. Ein Schlüssel-Kratztest verlief ergebnislos.

Oukitel Y4800
Hardware & Performance

​Prozessor: ​Mediatek Helio P70 (MT6771T, 12nm)
4x 2,1GHz ARM Cortex-A73
4x 1,95GHz ARM Cortex-A53
GPU:​ ​ARM Mali-G72, 900MHz, 3 Kerne
RAM:​​6GB LPDDR4X
Durchsatz: 6243MB/s
Speicher:​128GB eMMC 5.1
Lesen: 298MB/s | Schreiben: 191MB/s
Micro SD:​Ja (bis 256GB)
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Fingerabdruck Scanner:​​Ja
​Sensoren:​Annäherung, Beschleunigung, Licht, Magnetometer, e-Kompass, Fingerabdruck
Besonderheiten:​​Face Unlock, 3,5mm Anschluss, Triple Kartenslot, Micro USB Anschluss, keine Status LED
Abmessungen / Gewicht:​​15,70 x 7,48 x 0,83cm
170g

In Sachen Hardware verbaut Oukitel beim Y4800 eine vernünftige Mittelklasse CPU, nämlich den mittlerweile bekannten und zuletzt beim Elephone U2 getesteten Mediatek Helio P70 (MT6771T) SoC. Diesem stehen 6GB LPDDR4X RAM und satte 128GB eMMC 5.1 Speicher zur Seite. Letzterer kann mit Hilfe einer Micro SD Karte erweitert werden. Hierfür steht sogar ein echter Dual SIM + Micro SD Kartenslot bereit. Entscheidet ihr euch also für die Nutzung einer Micro SD Karte, so müsst ihr auf die Dual SIM Fähigkeit nicht verzichten.

Hinsichtlich der Performance bewegt sich das Oukitel Y4800 erwartungsgemäß im aktuellen unteren Mittelfeld. Der Helio P70 liegt in Benchmarks in etwa gleichauf mit einem Snapdragon 660. Der Arbeitsspeicher ist groß und schnell genug für ausgiebiges Multitasking. Beim Switchen zwischen den Apps gibt es keine merklichen Ruckler oder lange Wartezeiten. Erfreulich sind zudem die guten Lese- und Schreibraten des internen Speichers. Gamer kommen beim verbauten Helio P70 zwar nicht vollends auf ihre Kosten, jedoch bleibt die Spieleperformance bei reduzierten Details erhalten und auch anspruchsvolle Games laufen so noch ganz ordentlich. WoT oder Asphalt 8 ließen sich beispielsweise problemlos spielen. Auffällig jedoch ist das zeitweise erhebliche Thermal-Throttling der CPU. Mit bis zu 40% Leistungsreduzierung haben wir nicht gerechnet, zumal das Smartphone lediglich minimal über Handwarm wurde. Hier hätte Oukitel durchaus etwas mehr wagen können, denn 5-10° mehr hätten dem Gerät nicht geschadet, jedoch hätte man dadurch das Throttling maßgeblich reduzieren können.

​Die Sensorausstattung ist bis auf das fehlende Gyroskop zufriedenstellend und sämtliche Sensoren funktionieren einwandfrei. Der sich auf der Rückseite befindliche Fingerabdrucksensor entsperrt das Smartphone zuverlässig und schnell. Nebst dem Fingerabdruck steht dem Nutzer auch Face Unlock zur Verfügung. In dunkler Umgebung kann man das Displaylicht zuschalten lassen. In jedem Fall klappt die Entsperrung auch hier sehr schnell und zuverlässig. Die Sicherheit mag im Allgemeinen gering sein, jedoch schafften wir es nicht die Sicherung mit z.B. einem Foto auszutricksen.

Einen großen Kritikpunkt haben wir aber beim USB Anschluss zu bemängeln. Im Oukitel Y4800 wurde lediglich ein Micro USB Port verbaut. USB-C ist eigentlich seit langem ein Standard und sogar Hersteller wie Xiaomi, welche sich vor allem im günstigen Preisbereich lange dagegen gewehrt haben, beginnen nun ausschließlich auf Typ-C zu setzen. Insofern ist das was Oukitel hier treibt nicht nachvollziehbar. Ein weiterer Kritikpunkt ist zudem das Fehlen einer Benachrichtigungs LED.

Oukitel Y4800
Software

​Variante: "AI UI" by Oukitel
​Android Version: Android 9 Pie
Sicherheitspatch im Test: Juni 2019
Google zertifiziert:​Ja
DRM Technologien:​Widevine Level 3, ClearKey CDM
Bloatware​:​Nein
Root Zugriff:​​Nein
OTA Updates:​​Ja
Schadsoftware:​​Nein

Das Betriebssystem basiert auf Android 9 Pie und wurde von Oukitel adaptiert. Die Oberfläche nennt sich AI UI 1.0 und wurde leider nur mangelhaft übersetzt. Und überhaupt ist das Einstellungsmenü sehr gewöhnungsbedürftig aufgebaut. Am Funktionsumfang mangelt es dem Betriebssystem auf keinen Fall, jedoch kommt hier die fehlerhafte bzw. teilweise gar nicht vorhandene Übersetzung zum Tragen. Wenn ein Anwender nun etwas sucht und eine veränderte Oberflächenstruktur vorfindet, kann das leicht frustrierend werden. Apropos frustrierend. Unklar ist bisher, weshalb einige Apps generell abstürzen oder einfach nicht ausgeführt werden können. Wir brauchten beispielsweise mehrere Anläufe um den 3D Mark Benchmark zu installieren. Anschließend hatten wir dann Probleme die jeweiligen Benchmarks auszuführen. Der „normale" Ice Storm Test brach auch nach etlichen Startversuchen immer wieder ab und führte zum Einfrieren der App. Widevine Level 1 wird leider nicht unterstützt, sodass Videos von diversen Online Streamingdiensten nur in SD-Qualität angeschaut werden können. Erfreulich hingegen ist die vorhandene Google Zertifizierung. Die Sicherheitspatches sind mit Stand vom Juni 2019 im Test nicht ganz aktuell aber auch nicht hoffnungslos veralte gewesen. Schadsoftware konnten wir zum Testzeitpunkt ebenfalls nicht finden.

Oukitel Y4800
Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: ​GSM: B2/B3/B5/B8
WCDMA: B1/B5/B8
FDD-LTE: B1/B2/B3/B5/B7/B8/B20
TDD-LTE: B38/B40/B41
WLAN:​ ​802.11a/b/g/n/ac (5GHz + 2,4GHz)
Bluetooth:​​4.2
NFC:​​Nein
HotKnot:​​Nein
Dual-SIM:​​Ja (2x Nano SIM + 1x Micro SD)
Positionsbestimmung:​​GPS, A-GPS, BDS, GLONASS

Das Oukitel Y4800 hat im Test jederzeit einen stabilen Mobilfunkempfang bereitgestellt und deckt sämtliche hierzulande benötigten Frequenzbänder ab. Darüber hinaus wird natürlich auch VoLTE unterstützt und das auf beiden SIM Karten.

Beim WLAN setzt Oukitel auf ein DualBand a/b/g/n/ac-Modul. Im Download erreichten wir im 5GHz Band 94Mbps von möglichen 100Mbps (Limit durch Internetanbindung). Eine Entfernung zum Router von ca. 5m und einer Stahlbetonwand dazwischen, ließ den Durchsatz im 5GHz Band auf 54Mbps fallen und im 2,4GHz Band auf 35Mbps. Die reine Link Geschwindigkeit liegt laut WLAN Test bei 433Mbit/s.

Bezüglich GPS gibt es nichts zu kritisieren. Im synthetischen Test wurden durchschnittlich 22 Satelliten eingebunden und ein Fix kam binnen von 3 Sekunden zustande. Darüber hinaus wird ein Richtungswechsel mit Hilfe des integrierten Kompass akkurat erfasst. Im Alltag hatten wir keine Fehler beim Navigieren oder GPS Ausfälle.

Die Kopplung mit diversen Bluetoothgeräten (Lautsprecher, Smartwatch, Smartphone) klappte einwandfrei und bis auf 5m Entfernung auch störungsfrei.

Oukitel Y4800
Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Mono
Noise Cancelling Mikrofon:​ ​Nein
Weitere Merkmale:​​3,5mm Anschluss

In Sachen Sprachqualität gibt es nicht viel auszusetzen. Wünschenswert wäre aktives Noise Cancelling gewesen, denn bei auftretenden Winden setzt ein starkes Rauschen ein. Die Gesprächspartner verstehen sich zwar dann noch, aber insbesondere bei Videoaufzeichnungen (Kameratest) wird das Tonmaterial nahezu unbrauchbar. Der Monolautsprecher liefert einen recht guten Klang, wobei ihm ein wenig der Tiefgang fehlt. Via 3,5mm Klinkenport können Kopfhörer angeschlossen werden und hier kann das Oukitel Y4800 voll überzeugen.

Oukitel Y4800
Kamera

​Hauptkamera: ​1. Sensor: 48MP Samsung S5KGM1​ f/1.8
2. Sensor: 5MP GalaxyCore GC5025
Video: Full HD @30fps
Codec: H.264
​Frontkamera: 1. Sensor: 16MP Samsung S5K3P9​ f/2.0
Video: Full HD @30fps
Codec: H.264
​Blitz:​Dual LED Blitz Hauptkamera, Displaylicht Frontkamera
​Fokus:​PDAF
​Slow Motion:​Nein
Oukitel setzt beim Y4800 auf eine echte Dual-Kamera. Es ist wirklich erfreulich keine Fake-Dualkamera vorzufinden, denn Oukitel feiert hier eine Premiere. Der Hersteller war tatsächlich der erste unter den kleinen China Marken, welcher Smartphones mit Dual Kamera auf den Markt gebracht hat, diese waren bisher jedoch immer Fake. Von daher ist es schön, dass sich in diesem Bereich endlich mal etwas ändert.

Beide Sensoren werden angesteuert, wenn auch softwarebedingt unzureichend. Bemerkbar macht sich dies beim Bokeh-Effekt. Ein „perfektes" Bokeh-Bild haben wir damit nicht erzeugen können. Zwar sind optisch ansprechende Resultate möglich und teilweise beeindruckt die Kantenerkennung, doch die Ergebnisse sind nicht konsistent und der Effekt geht immer wieder mal in die Hose oder zeigt stellenweise deutliche Ungenauigkeiten. Die Frontkamera kann im übrigen auch Bokeh Fotos erzeugen, wobei der Effekt hier ohne Tiefeninformationen eines zweiten Sensors generiert wird. Das funktioniert erstaunlich gut und gefühlt auch mit etwas höherer Genauigkeit als bei der Hauptkamera.

Die Schärfe ist im normalen Modus (4:3) befriedigend und kann im 48MP-Modus noch etwas verbessert werden. Stellenweise wirkt das dann jedoch künstlich und liefert auch nicht in allen Situationen einen Mehrwert. Für Fotoaufnahmen steht übrigens maximal das 4:3 Format bereit - was übrigens das ist was der Samsung GM1 nativ liefert. Wer gerne im 16:9 Format fotografiert, sollte unbedingt die App „Open Camera" aus dem Play Store laden. Dies geht dann jedoch mit einer leichten Reduktion der Bildqualität einher (Sensor Crop). Die beste Bildqualität erhält man im 48MP-Modus ohne die Zuhilfenahme der HDR-Funktion. Makro- und Landschaftsaufnahmen sind auch bei schwierigen Lichtverhältnissen recht scharf und detailliert. Auffällig ist jedoch die inkonsistente Farbwiedergabe, welche manchmal ordentlich daneben liegt. Bei Nah- und Makroaufnahmen ist sie zwar durchweg sehr gut, doch bei Landschaftsaufnahmen scheint immer wieder mal ein Zufallsgenerator am Werk zu sein.

Standard

48MP

Bokeh / Portrait

​Sobald das Licht schwächer wird leiden die Fotos unter teils erheblichem Bildrauschen. Auch hier hat sich der 48MP-Modus als der Beste erwiesen. HDR oder sogar Nachtmodus sorgen nur noch mehr für rauschen. Mit Hilfe des LED Blitzes lassen sich auch in absoluter Dunkelheit noch Nahaufnahmen anfertigen, wenn auch leicht überbelichtet. Insgesamt muss man dem Oukitel Y4800 aber zugestehen, dass es sich in Sachen Low-Light über dem Durchschnitt der kleinen China Hersteller bewegt.

Die Qualität der Frontkamera ist überraschend gut. Bei guten Lichtverhältnissen erhält man brauchbare Fotos und auch in absoluter Dunkelheit hilft das automatische Aufblenden des Displays. Insgesamt meistert die Kamera auch schwierige Lichtverhältnisse zufriedenstellend und kann durchaus mit den Selfie Kameras aus günstigen Xiaomi / Redmi Smartphones mithalten.

Video Aufnahmen sind - wie bei vielen günstigen Chinahandys - ein Graus. Weder die Aufnahmen der Front- noch der Hauptkamera sind zu gebrauchen. Die Qualität ist absolut unterirdisch, die Auflösung ist auf Full HD limitiert, Bildstabilisierung ist ein Fremdwort.

Oukitel Y4800
Akku

​Kapazität (Angabe): ​4.000mAh
​Kapazität (Gemessen): ​ca. 3.751mAh
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​​Ja (5V/7V/9V bei 2A)

In Sachen Ausdauer gibt es nichts zu kritisieren. Oukitel verspricht im Y4800 einen 4000mAh Akku, was basierend auf einer externen Messung auch annähernd bestätigt wird. Im Alltag hält das Smartphone bei moderater Nutzung 2 Tage durch. AccuBattery hat eine maximal erreichbare Screen-On Zeit von ca. 11 Stunden basierend auf der täglichen Nutzung mit Auto-Helligkeit ermittelt. Beim Aufladen wird der Akku in weniger als 60 Minuten von 20% auf 80% gefüllt. Bis 100% vergehen etwas weniger als zwei Stunden.

Oukitel Y4800​ Test
Fazit

Das Oukitel Y4800 ist prinzipiell ein solides Smartphone. Vollends überzeugen konnte es uns jedoch nicht, da es am Feinschliff fehlt und es der großen Konkurrenz (allen voran Xiaomi) nichts entgegenzusetzen hat. Zu nennen sind hier vor allem die Bereiche Softwarequalität und Updates sowie Kamera Optimierung. Und genau das wird für das Y4800 auch zum Stolperstein. Es gibt nämlich - abgesehen vom dedizierten Micro SD Slot - keinen Grund, warum man das Y4800 für 183 bis 200 Euro statt eines Redmi Note 7 kaufen sollte - zumal letzteres mittlerweile deutlich günstiger für zwischen 120 und 160 Euro zu haben ist. Oukitel hat es verpasst sich stärker abzuheben. Ein Metallrahmen und echtes Glas, ein noch größerer Akku, NFC, eventuell ein AMOLED Display und eine besser optimierte Kamera - damit hätte man (mit unverändertem Preis) punkten können. So bleibt es aber ein mittelmäßiges Chinahandy mit einigen guten Ansetzen, das aber als Gesamtpaket weder durchdacht noch zu Ende gedacht wurde.

Pro

  • ​Optik
  • Verarbeitung
  • Display
  • Solide Performance
  • Solider Empfang (Mobil/WiFi/BT/GPS)
  • Echte Dual Kamera
  • Ordentliche Kamera bei Tag (nur Bilder)
  • Akkukapazität und Ausdauer
  • Ordentlicher Medienlautsprecher
  • Gute Sprachqualität (aber kein NC)
  • 3,5mm Anschluss

Contra

  • ​Keine Status LED
  • Kein Gyroskop
  • Schlecht umgesetzte Software
  • Aggressives Thermal Throttling
  • Schlechte Bildqualität bei Videoaufnahmen
  • Potential des Samsung GM1 wird kaum genutzt
  • Kein Widevine Level 1
  • Update Politik
  • Preis-Leistung im Vergleich (hat einem Redmi Note 7 oder Meizu Note 9 nichts entgegenzusetzen)

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Kommentare 4

markus2015 am Dienstag, 08. Oktober 2019 14:53

Die Bildmerkmale ähneln stark dem Umidigi F1 (Teilweise Kantenüberschärfung mit teilweise zugespachtelten Feinstrukturen) Die scheinen wohl den gleichen Lieferanten zu haben, zumal auch hier die Nachtaufnahmen besser als im Durchschnitt sind. Es fehlt eben leider bei allen kleinen Herstellern an einem passenden Denoise-Algorithmus, wie ihn z.B. Vivo auf dem Helio p60 einsetzt. Da würde man durchaus 40 € mehr für bezahlen, wenn es besser wird. Wenn man in opencamera Api 2 den Denoisealgo unter Processing Settings einfach rauswirft, kann man sehen, was die Kamera tatsächlich leisten könnte.

Die Bildmerkmale ähneln stark dem Umidigi F1 (Teilweise Kantenüberschärfung mit teilweise zugespachtelten Feinstrukturen) Die scheinen wohl den gleichen Lieferanten zu haben, zumal auch hier die Nachtaufnahmen besser als im Durchschnitt sind. Es fehlt eben leider bei allen kleinen Herstellern an einem passenden Denoise-Algorithmus, wie ihn z.B. Vivo auf dem Helio p60 einsetzt. Da würde man durchaus 40 € mehr für bezahlen, wenn es besser wird. Wenn man in opencamera Api 2 den Denoisealgo unter Processing Settings einfach rauswirft, kann man sehen, was die Kamera tatsächlich leisten könnte.
markus2015 am Sonntag, 06. Oktober 2019 01:34
Ordentliche Kamera?

Da muss ich aber heftig protestieren : Die Bilder leiden entweder an einer völligen Kantenüberschärfung oder sind total vermanscht. Selbst das alte Jiayu S3 von damals macht hier noch deutlich bessere Bilder. Die kleinen Hersteller haben für die Helio p70/p60 derzeit keine passenden Algorithmen. Ob die einen 48 MP Sensor nehmen oder 12 MP ist völlig wurscht. Ob cubot p20 pro, ulefone oder oukitel oder Umi, es ist hier immer das gleiche schlimme Desaster. Bei den Helio p23 und p35 passt es deutlich besser.
Vivo hat auf dem Helio p60 mit einem 16 MP Sensor demgefenüber z.B wahre Wunder an Bildqualität am Tage geschafft.

Da muss ich aber heftig protestieren : Die Bilder leiden entweder an einer völligen Kantenüberschärfung oder sind total vermanscht. Selbst das alte Jiayu S3 von damals macht hier noch deutlich bessere Bilder. Die kleinen Hersteller haben für die Helio p70/p60 derzeit keine passenden Algorithmen. Ob die einen 48 MP Sensor nehmen oder 12 MP ist völlig wurscht. Ob cubot p20 pro, ulefone oder oukitel oder Umi, es ist hier immer das gleiche schlimme Desaster. Bei den Helio p23 und p35 passt es deutlich besser. Vivo hat auf dem Helio p60 mit einem 16 MP Sensor demgefenüber z.B wahre Wunder an Bildqualität am Tage geschafft.
Florian am Montag, 07. Oktober 2019 17:22

Sorry ... Aber zwischen "ordentlich" und "gar nicht mal so übel" liegen in meiner Testwelt mindestens 3 Notenpunkte (eine Note) ... "Gar nicht mal so übel" lässt sich mit "ausreichend" (Note 4) bewerten, wenn man mal Video und Lowlight dazu nimmt. Tendierend zu befriedigend, weil es keine Fake-DualKamera ist. "Ordentliche" Kamera verbuche ich unter "gut" (Note 2). Die Kameras sind NICHT gut. Allerdings stimme ich dir mit dem allgemein gehaltenen Fakt zu, denn eine ordentliche Optimierung schafft weder Oukitel, noch andere kleine Hersteller. Bezogen auf Oukitel steht das aber sogar im blauen Fazitkästchen. Wir sind uns also eigentlich einig: "Könnte besser sein." ... Nur anders ausgedrückt

Sorry ... Aber zwischen "ordentlich" und "gar nicht mal so übel" liegen in meiner Testwelt mindestens 3 Notenpunkte (eine Note) ... "Gar nicht mal so übel" lässt sich mit "ausreichend" (Note 4) bewerten, wenn man mal Video und Lowlight dazu nimmt. Tendierend zu befriedigend, weil es keine Fake-DualKamera ist. "Ordentliche" Kamera verbuche ich unter "gut" (Note 2). Die Kameras sind NICHT gut. Allerdings stimme ich dir mit dem allgemein gehaltenen Fakt zu, denn eine ordentliche Optimierung schafft weder Oukitel, noch andere kleine Hersteller. Bezogen auf Oukitel steht das aber sogar im blauen Fazitkästchen. Wir sind uns also eigentlich einig: "Könnte besser sein." ... Nur anders ausgedrückt ;)
Christopher am Sonntag, 06. Oktober 2019 09:35

Da muss ich aber heftig protestieren

Gegen was genau?

[quote]Da muss ich aber heftig protestieren[/quote] Gegen was genau?
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Donnerstag, 14. November 2019

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