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Oukitel K5000 Test

Oukitel K5000

Oukitel kann die Finger nicht von der K-Serie lassen. Mittlerweile dürfte diese die Smartphone-Serie aus China sein, welche die meisten Modelle umfasst. Ein Neuzugang ist das Oukitel K5000, eines der ersten 18:9 Smartphones des Herstellers. Zudem handelt es sich um ein Akku-Monster, worauf sich Oukitel ja mittlerweile spezialisiert hat. Was das Oukitel K5000 auf dem Kasten hat, haben wir in den den letzten Tagen für euch getestet.

Das Oukitel K5000 wurde uns für den Test von Oukitel direkt zur Verfügung gestellt. Der grüne Button führt euch zu Gearbest, wo es das Oukitel K5000 immer wieder mal im Angebot für 130€ gibt.

Oukitel K5000
Verpackung & Lieferumfang

​Oukitel setzt immer auf relativ schlichte Verpackungen und ändert daran beim Oukitel K5000 nichts. Dem Smartphone liegt eine Kurzanleitung, ein USB Typ-C Kabel, ein Schnellladegerät, eine SIM Nadel und ein Typ-C auf 3,5mm Adapter bei. Zudem gibt es eine flexible Schutzhülle für die Rückseite. Diese sollte man auch nutzen, denn die Glasrückseite ist nicht sehr kratzfest. 

Oukitel K5000
Design & Verarbeitung

​Das Oukitel K5000 setzt auf ein klassisches Doppelglas Design mit Metallrahmen. Grundsätzlich nichts Neues mehr, doch in dieser Preisklasse doch recht selten. Und das gilt vor allem für die Rückseite aus "3D Glas". Das Glas ist hier zu allen Seiten hin stark gewölbt. Diese runde Form wirkt nicht nur optisch ansprechend, sondern lässt das Oukitel K5000 trotz seiner Dicke (10,8mm) äußerst komfortabel in der Hand liegen. Lediglich das Gewicht von 220g kann dadurch natürlich nicht kaschiert werden. Das Glas verfügt über einen netten Effekt. Je nach Lichteinfall zeigt sich ein Linienmuster, welches sich verändert. Wer sich sorgen um Kratzer macht, sollte die mitgelieferte Hülle nutzen. Das Glas ist zwar nicht extrem anfällig für Kratzer, doch ein paar sind es dann doch geworden, nachdem wir das Oukitel K5000 im Alltag oft rücksichtslos über diverse Oberflächen geschoben haben. Das Glas ist aber überraschend stabil. Und ist das Gerät einmal heruntergefallen und einmal durch Unachtsamkeit kräftig mit dem Fahrradrahmen kollidiert. Beide "Einschläge" hat das Glas völlig ohne Macken überlebt.

Der Metallrahmen um das Oukitel K5000 ist ziemlich dick und sorgt für ordentlich Stabilität. Ansatzweise biegen lässt sich das Smartphone nur mit recht viel Kraft. Der Rahmen ist optisch eher unauffällig gestaltet. Das Finish ist matt. Nur am Übergang zur Front und Rückseite befindet sich je eine glatte Fase, die jedoch kaum glänzt. Oben und unten wird der Rahmen von dünnen Kunststoffstreben unterbrochen, welche bei einem Sturz die entstehenden Kräfte etwas abfangen sollen. Links befinden sich die Hardwaretasten, welche ebenfalls aus Metall bestehen und nicht klappern. Die linke Seite beherbergt den SIM Tray, welcher plan mit dem Rahmen abschließt und seinerseits ebenfalls aus Metall besteht. Das Oukitel K5000 folgt außerdem dem Trend nur noch einen USB Typ-C Anschluss zu bieten, welcher sich zusammen mit dem Sprachmikrofon auf der unteren Seite befindet.

Auch das Glas auf der Front verfügt über eine deutliche Wölbung zur Kante hin, jedoch bei weitem nicht so ausgeprägt wie auf der Rückseite. Was sofort auffällt ist, dass das Display den Großteil der Front bedeckt. Dies lässt das Oukitel K5000 modern wirken und macht es gleichzeitig auch kompakt. Die Größe entspricht trotz 5,7" Display in etwa der eines durchschnittlichen 5,5" Smartphones. Touch Buttons fallen dadurch allerdings weg. Bedient wird das Oukitel K5000 per On-Screen Tasten. Gestrichen wurde in diesem Fall außerdem eine Benachrichtigungs-LED. Verblieben sind über dem Display nur eine Frontkamera, der Telefonhörer, Sensoren und ein LED Blitz für die Frontkamera. Dieser wurde vermutlich bewusst nicht als Status LED genutzt, da er schlicht zu hell dafür ist.

Oukitel K5000
Display

​Größe: ​5,7"
Auflösung:​ ​1440 x 720 (HD+)
Technologie​:​IPS OGS LCD
​Anzahl Berührungspunkte:​5
Gehärtetes Glas:​​Ja (Dragontrail)
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Ja

​Von der relativ niedrigen HD+ Auflösung sollte sich beim Oukitel K5000 niemand abschrecken lassen. Es sollte inzwischen hinreichend bekannt sein, dass auch niedriger auflösende Displays eine gute Figur machen können, wenn die Qualität stimmt. Und beim Oukitel K5000 ist genau das der Fall. Das Panel verbindet knackige Farben mit einem guten Kontrast und einer sehr hohen Helligkeit. Die geringere Pixeldichte bemerkt man nur bei sehr genauem Hinsehen. Leichte Schwächen gibt es bei den Blickwinkeln, was aber nur auf dunkle Inhalte zutrifft. Bei steilen Winkeln kann es hier zu einem leichten Kippen von Schwarz ins Gräuliche kommen. Helle, farbige Inhalte kippen aber nicht. Die Beleuchtung ist gleichmäßig verteilt und kommt mühelos gegen Sonnenlicht an. Bei Nacht lässt sich das Oukitel K5000 auch sehr angenehm nutzen, da die Beleuchtung recht weit herunter geregelt werden kann. Etwas verbessern könnte Oukitel noch die automatische Helligkeitsregelung, welche für unseren Geschmack manchmal etwas zu aggressiv herunter regelt.

Lob gibt es von uns für das Displayglas. Statt Gorilla Glass kommt beim Oukitel K5000 Dragontrail Glas zum Einsatz. Nachteile ergeben sich dadurch nicht. Bisher können wir trotz Nutzung ohne Schutzfolie keine Kratzer auf unserem Testgerät finden. Auch das Finish weiß zu gefallen. Fingerabdrücke werden gut in Schach gehalten und die Gleitfähigkeit ist recht hoch. Hier hat Oukitel also alles richtig gemacht. Leichte Schwächen zeigen sich jedoch beim Touchscreen. Prinzipiell reagiert dieser zufriedenstellend und ausreichend flott, hat jedoch bei unserem Gerät zwei Macken. Ab und an traten an unserem Oukitel K5000 Ghost Touches auf. Wir sind nicht ganz sicher, ob es sich um einen Hardware Defekt oder um einen Software Fehler handelt. Die Ghost Touches treten nur sehr selten auf und lassen sich nicht triggern. Die zweite Macke ist, dass der Touchscreen dazu tendiert, Swipe-Gesten auf der Tastatur zu erkennen, wenn man zu schnell tippt. Für Leute die extrem schnell auf Smartphones schreiben, ist das Oukitel K5000 also weniger geeignet.

Update: Mit dem ersten OTA Update wurden die Probleme behoben.

Oukitel K5000
Hardware & Performance

​Prozessor: ​Mediatek MT6750T
8x Cortex A53 @1,5GHz
GPU:​ ​Mali T860
RAM (Geschwindigkeit):​​4GB LPDDR3 (3,5GB/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​​64GB (268 / 128MB/s)
Micro SD (Geschwindigkeit R/W):​Ja, Hybrid Slot (75 / 43MB/s)
Fingerabdruck Scanner:​​Ja (Rückseite)
​Sensoren:​Accelerometer, Magnetometer, Orientation, Gyroscope, Light, Proximity, Rotation Vector, Geomagnetic Rotation Vector, Gravity, Linear Acceleration
Besonderheiten:​​-
Abmessungen / Gewicht:​151,9 x 72,9 x ​10,8mm
220g

​Es ist immer wieder faszinierend, wie groß die Unterschiede in der Performance zwischen Smartphones sein können, welche denselben Prozessor nutzen. Insbesondere im Low-End und Mittelklasse Segment gibt es hier große Unterschiede. Das Oukitel K5000 gehört mit zu den schnellsten Smartphones mit dem nicht mehr ganz so jungen MT6750T Prozessor, die wir bisher testen durften. Man merkt oft gar nicht, dass man es hier mit einem eher schwachen Prozessor zu tun hat. Das Smartphone läuft im Alltag immer angenehm rund und flüssig, wodurch die Nutzung natürlich viel Spaß macht. Sogar die Spiele Performance ist beim Oukitel K5000 eine ganze Ecke besser als bei den meisten anderen Smartphones mit dem MT6750T Prozessor. Besonders stark bemerkt man das bei Titeln wie Oz: Broken Kingdom, Unkilled oder Asphalt Xtreme. Diese Spiele sind auch auf gehobenen Grafikeinstellungen noch recht gut spielbar. Zwar nicht immer ganz flüssig, aber die Framerate ist gut genug für ein akzeptables Spiele Erlebnis.

Die gute Performance ist beim Oukitel K5000 vor allem deshalb überraschend, weil das Smartphone nicht mit einem schnellen Arbeitsspeicher gesegnet ist. Die 4GB LPDDR3 RAM erreichen nur 3,5GB/s an Durchsatz, was man pauschal als Flaschenhals einschätzen würde. Tatsächlich scheint dies jedoch nicht der Fall zu sein. Bis auf gelegentliches und kurzzeitiges Stocken beim Wechsel zwischen Apps, scheint dies keinerlei Auswirkungen zu haben. Für die Geräteklasse recht flott ist der mit 64GB üppig bemessene interne Speicher. 268MB/s beim Lesen sind kein schlechter Wert und sorgen für flottes Öffnen von Apps. Und sogar der Micro SD Slot erreicht recht gute Datenraten. Mit 75MB/s beim Lesen sowie 43MB/s beim Schreiben wird fast das Maximum der von uns genutzten 128GB Karte ausgenutzt.

Im Gegensatz zu früheren Oukitel Geräten wurde dem Oukitel K5000 auch eine üppige Sensorausstattung verpasst. In der Vergangenheit mussten wir bei Oukitel immer das Fehlen von Kompass und Gyroskop kritisieren. Beim K5000 sind beide Sensoren am Start und funktionieren auch einwandfrei. Der Fingerabdruck Sensor auf der Rückseite gewinnt keine Geschwindigkeits-Wettbewerbe, arbeitet jedoch sehr zuverlässig. Im Alltag hatten wir fast nie mit Aussetzern zu kämpfen. Durch diese Zuverlässigkeit hat uns die etwas längere Entsperrzeit von etwa einer Sekunde nicht gestört.

Kritisieren müssen wir leider den USB Typ-C Anschluss des Oukitel K5000. Mit der Verbindung gibt es zwar keine Probleme und auch OTG kann genutzt werden, doch Oukitel hält sich nicht an den Standard. Der Anschluss benötigt Kabel mit Stecker in Überlänge. Normale Kabel lassen sich zwar auch nutzen, sitzen dann aber sehr locker im Anschluss und fallen leicht heraus. Nur das mitgelieferte Kabel rastet ein. Problematisch ist dies insbesondere in Anbetracht des fehlenden Kopfhörer Anschlusses. Man muss hierfür einen USB Typ-C auf 3,5mm Adapter nutzen. Geht der mitgelieferte Adapter kaputt, muss man einen passenden Adapter finden, da die Standard Adapter zu locker im Anschluss sitzen würden, was in der Praxis nicht praktikabel ist.

Oukitel K5000
Software

​Variante: ​Stock Android
​Android Version: ​7.0 (Sicherheitspatch: Oktober 2017)
Bloatware​:​Nein
Root Zugriff:​​Nein
OTA Updates:​Ja​
Schadsoftware:​​Nein

​Viele Hersteller wollen heutzutage unbedingt ihren eigenen "Android Flavor" bieten. Gerade bei den kleinen Herstellern geht das jedoch meistens in die Hose. Beim Oukitel K5000 setzt man erfreulicherweise auf ein ziemlich unangepasstes Android. Ein paar kleinere optische Anpassungen am Launcher sowie einige zusätzliche Optionen in den Einstellungen sind die einzigen Veränderungen. Der Rest ist normales Stock Android. Mit Android 7.0 und einem Sicherheitspatch vom Oktober ist das Oukitel K5000 auch relativ aktuell unterwegs. Nervige Bugs konnten wir keine finden. Deutsch, viele weitere Sprachen und der Play Store sind ab Werk an Bord. Bloatware gibt es bis auf ein paar vorinstallierte Google Apps keine. OTA Updates werden unterstützt, wurden jedoch im Testzeitraum noch nicht genutzt.

Oukitel K5000
Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: ​2G: GSM 850/900/1800/1900MHz
3G: WCDMA 900/2100MHz
4G: FDD-LTE B1/B3/B7/B8/B20
WLAN:​ ​WLAN 802.11a/b/g/n
Bluetooth:​​Bluetooth 4.0
NFC:​​Nein
HotKnot:​Nein​
Dual-SIM:​Dual Nano SIM​
Positionsbestimmung:​​GPS, A-GPS, GLONASS, BDS

​Schwächen zeigt das Oukitel K5000 im Mobilfunkempfang. Diese treten jedoch hauptsächlich in anspruchsvollen Situationen zu Tage - z.B. beim Zug fahren in Baureihen ohne Mobilfunk Repeater oder in signalschwachen Umgebungen. Betroffen ist hier vor allem der 3G und 4G Empfang. Im Direktvergleich mit einem OnePlus 5T oder Xiaomi Mi A1 hatte das Oukitel K5000 oftmals keinen Datenempfang oder nur 3G statt 4G. In diesen Frequenzbereichen hat die Antenne also Probleme. Innerhalb von Städten gibt es aber so gut wie nie Probleme. Die Schwäche zeigt sich hauptsächlich Überland bei größerer Entfernung zum nächsten Sendemast. Wer keine gesteigerten Ansprüche an die Empfangsleistung hat, wird mit dem K5000 immer noch zufrieden sein. Wer jedoch auf exzellenten Empfang angewiesen ist, der sollte die Finger davon lassen.

Im WLAN kann das Oukitel K5000 mit den a/b/g/n Standards umgehen. Theoretisch sollten damit knapp 100Mbit/s im Downstream erreicht werden können. Tatsächlich waren es zwischen 70 und 80Mbit. Nicht perfekt aber immer noch ein guter Wert. Beim zweiten Test ein Stockwerk unter dem Router brach die Bandbreite auf 25Mbit ein. Dieser Wert blieb aber im gesamten unteren Stockwerk stabil und es gab keine Signalabbrüche. Das Oukitel K5000 unterstützt weiterhin Bluetooth 4.0. Hier haben wir keine Auffälligkeiten festgestellt. Wir konnten uns mit einem Bluetooth Kopfhörer bis zu drei Räume weiter bewegen, ohne dass es zu Aussetzern kam.

Die GPS Leistung bewegt sich beim Oukitel K5000 im Mittelfeld. Die Signalstärke an sich ist sehr gut, jedoch wird aus uns unbekannten Gründen keine bessere Genauigkeit als 7 Meter erreicht. Hierbei könnte es sich um einen Software Bug handeln, welcher vielleicht noch behoben wird. In der Praxis gab es trotzdem weitestgehend keine Schwierigkeiten. Bei sehr nahe aneinander liegenden Wegen kann sich die Navigation manchmal nicht ganz entscheiden, wo man sich denn nun befindet. Solche Fälle kommen aber selten vor, sodass Navigieren in der Praxis weitestgehend problemlos möglich ist. Beim GPS Tracking merkt man die vergleichsweise geringe Genauigkeit natürlich ebenfalls. Die eingezeichnete Route liegt hier gerne mal etwas neben der Straße. Plötzliche Sprünge gibt es aber keine, sodass das Ergebnis unterm Strich weiterhin brauchbar ist. Bei der Fußgängernavigation wird die Karte dank Kompass und Gyroskop automatisch ausgerichtet.

Oukitel K5000
Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Mono (Rückseite)
Noise Cancelling Mikrofon:​ ​Nein
Dedizierter Audio DAC:​Nein​
Dedizierter Verstärker:​Nein​

​Der Medienlautsprecher befindet sich beim Oukitel K5000 leider auf der Rückseite. Dadurch wird er verdeckt, wenn das Smartphone auf dem Tisch liegt. Das führt wiederum zu einer verminderten Lautstärke sowie bei hoher Lautstärke auch zu einem Kratzen. Trotz des großen Gehäusevolumens überzeugt der Klang nicht. Der Lautsprecher klingt extrem flach, was bei maximaler Lautstärke im oberen Frequenzspektrum auch zu einem unangenehmen Klirren führen kann. Der mitgelieferte USB Typ-C auf 3,5mm Adapter liefert einen ordentlichen Klang. So wirklich Sinnvoll finden wir das Weglassen des Klinkenports allerdings nicht. Immerhin wäre genug Platz dagewesen. Die Telefoniequalität ist durchschnittlich. Beidseitig ist der Klang etwas dumpf aber trotzdem gut zu verstehen. Ein eigenes Noise Cancelling Mikrofon ist nicht vorhanden.

Oukitel K5000
Kamera

​Hauptkamera: ​13MP Sony IMX135 f/2.0
Video: Full HD
​Frontkamera: ​16MP Samsung S5K3P3SX​ f/2.0
Video: qHD
​Blitz:​Dual LED (zweifarbig)
​Fokus:​CDAF
​Slow Motion:​Nein

​Auf dem Papier verspricht das Oukitel K5000 viel, gehalten wird nur wenig. Zwar sind die versprochenen Sensoren tatsächlich verbaut, das Potential wird jedoch bei weitem nicht genutzt. Die Hauptkamera erzeugt nur bei Tageslicht ordentliche Bilder mit ausreichenden Details, guter Schärfe und ziemlich guter Farbwiedergabe. Auch hier ist aber schon teils ein Bildrauschen wahrzunehmen.

Sobald das Licht weniger wird, beginnt die Kamera zu versagen. Das Resultat sind erst immer mehr grisselige Bilder, bis diese dann schließlich sehr unscharf und unansehnlich werden. Der LED Blitz hilft da leider auch nicht viel.

Die Frontkamera ist trotz 16MP Sensor völlig unbrauchbar für Selfies. Das Kameramodul scheint Probleme mit der Linse zu haben, denn die Bilder wirken immer unscharf und leicht verzerrt. Ob das nur bei unserem Gerät so ist oder ob es sich um einen Serienfehler handelt, können wir nicht beurteilen.

Videos kann das Oukitel K5000 mit der Hauptkamera in Full HD und mit der Frontkamera in 480p aufzeichnen. Bei beiden Kameras steht EIS zur Verfügung, was auch ganz gut funktioniert. Die Hauptkamera bietet keinen kontinuierlichen Autofokus beim Filmen. Störend ist zudem, dass mit der Hauptkamera aufgenommene Videos ein deutliches Ruckeln zeigen. Die Qualität überzeugt ebenfalls nicht.

Oukitel K5000
Akku

​Kapazität (Angabe): ​5.000mAh
​Kapazität (Gemessen): ​~​5.055mAh
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​​Ja (Pump Express)

​Der Hauptgrund für das Interesse am Oukitel K5000 dürfte für die Meisten der Akku sein, denn dieser ist laut Hersteller 5.000mAh groß. Grund daran zu zweifeln gibt es für uns nicht. Gemessen haben wir extern 5.055mAh. An der Laufzeit macht sich der große Akku auch deutlich bemerkbar. Meistens kamen wir mit einer Ladung durch zwei bis zweieinhalb Tage. Im Schnitt wurde dabei eine Screen-On Zeit von 11 Stunden erreicht. Dank Pump Express Fast-Charging ist der Akku im Oukitel K5000 auch schnell wieder gefüllt. Von 20 auf 100% vergehen nur 2 Stunden und 14 Minuten.

Oukitel K5000
Fazit

​Das Oukitel K5000 bietet für ab 130€ eine Ausstattung, die man hierzulande in dieser Preisklasse vergeblich sucht. Viel Speicher und eine relativ gute Performance treffen hier auf ein edles Design, einen dicken Akku und ein modernes 18:9 Display mit schmalen Rändern und damit kompakten Abmessungen. Dennoch können wir hier keine uneingeschränkte Kaufempfehlung geben. Die Kamera ist - selbst für diese Preisklasse - einfach zu schlecht, und dazu kommen dann noch Defizite beim Empfang, der Audio Leistung, sowie der Typ-C Port in Überlänge, welcher für viele wohl der größte "Deal Breaker" sein dürfte. Wem all das egal ist, der kann natürlich zugreifen und bekommt ein Gerät, mit dem er wohl zufrieden sein wird. Alle anderen sollten gespannt auf den Test zum Oukitel K8000 oder sogar dem Oukitel Mix 2 warten. Auch diese werden bald bei uns getestet, liegen aber über Weihnachten erstmal noch beim Zollamt.

Pro Contra
​+ Schickes, stabiles Design, Dicke wird gut kaschiert ​- Keine Status LED
+​​ Überraschend gutes Display-​​ USB Typ-C in Überlänge
+​​ Weitestgehend ordentlicher Touchscreen-​​ Schwächen beim 3G und 4G Empfang
+​​ Für einen MT6750T sehr gute Performance-​​ Schlechte Kameras
+​​ Üppige Speicherausstattung mit guter Datenrate-​​ Schlechter interner Lautsprecher
+​​ Alle wichtigen Sensoren an Bord-​​ (Selten) Ghost Touches - evtl. Hardware Defekt oder nur Software Bug
+​​ Brauchbarer Fingerabdruck Sensor
​+ Gute Akkulaufzeit, Kapazität stimmt
​+ Kurze Ladezeit
​+ Kratzfestes Frontglas mit guten Gleiteigenschaften, fettabweisend
​+ Für die Displaygröße recht kompakte Abmessungen

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Montag, 19. November 2018

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