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Vivo X Fold 6 Unboxing & erste Eindrücke

vivo-x-fold-6 Das Vivo X Fold 6 zusammen mit seiner Verpackung (China Version)

Ende Juni hat Vivo mit dem X Fold 6 sein neuestes Foldable im Book Style Format präsentiert. Das Smartphone ist zunächst nur in China erhältlich, soll diesmal allerdings auch global unter anderem in Europa erscheinen. Bisher blieb es allerdings bei der Versprechung, denn ein Start in Europa ist bisher nicht erfolgt. Wer sich also für das Vivo X Fold 6 interessiert, muss vorerst auf den Import aus China zurückgreifen.

Preislich dürfte das aber ohnehin die attraktivste Option sein. Das Vivo X Fold 6 ist verglichen mit dem Vorgänger nämlich ein gutes Stück teurer geworden. Das liegt zum einen an der andauernden Speicherkrise, zum anderen aber auch daran, dass Vivo diesmal einen aktuellen Oberklasse Prozessor verbaut hat, statt auf ältere Vorjahresmodelle zu setzen wie es z.B. beim Vivo X Fold 5 noch der Fall war.

Wer sich das Vivo X Fold 6 aus China importieren möchte, muss derzeit für die Basisausstattung bei TradingShenzhen etwa 1127€* auf den Tisch legen. Auch wir haben unser Testgerät von diesem Händler erhalten. In der Vollausstattung mit 16GB RAM und 1TB Speicher zahlt ihr dort etwa 1737€*. Sollte das Vivo X Fold 6 tatsächlich noch nach Europa kommen, dürften die Preise hier signifikant höher liegen und es wird sehr wahrscheinlich auch weniger Speicheroptionen geben.

In diesem Beitrag werfen wir einen ersten Blick auf das Vivo X Fold 6, fassen nochmal die Ausstattung zusammen und klären alles zu den ersten Eindrücken aus dem Start der Testphase. Ein ausführlicher Testbericht wird folgen und dann auch an dieser Stelle verlinkt.

Blue Hole
Polar Night
Salt Lake

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Ausstattung vom Vivo X Fold 6

Die Displays sind beim Vivo X Fold 6 ganz minimal kleiner geworden, was man aber praktisch nicht bemerken wird. Beim Außendisplay sind es laut Datenblatt 6,51 Zoll (zuvor 6,53 Zoll) und beim Innendisplay 8,02 Zoll (zuvor 8,03 Zoll). Die technischen Eckdaten der Displays bleiben relativ ähnlich, wobei die punktuelle Spitzenhelligkeit für HDR Inhalte von 4500 auf 5000 Nits angehoben wurde. Auf einen Fingerprint Scanner im Display verzichtet man aus Platzgründen weiterhin und verbaut diesen weiterhin innerhalb der Power Taste. Am Displayfalz des Innendisplays hat sich subjektiv nichts verändert. Zu sehen ist her hauptsächlich bei stark seitlicher Betrachtung und ertasten kann man ihn nur dann deutlich, wenn man wirklich darauf fokussiert ist, die Falte zu finden.

Das Design hat sich von der Form her nicht wirklich verändert. Das Vivo X Fold 6 differenziert sich vom X Fold 5 hauptsächlich über die neuen Farbvarianten. Interessant ist, dass das X Fold 6 in der Höhe etwas abgenommen hat (157,16 vs. 159,68mm), wohingegen es in der Breite zugenommen hat (145,66 vs 142,29mm). Bei der Dicke hat es sowohl im Vergleich mit den dünneren als auch den dickeren Farbvarianten des Vorgängers geringfügig zugenommen. Die Blue Hole Version des Vivo X Fold 6 kommt auf 4,8mm aufgeklappt bzw. 9,9mm gefaltet. Die anderen Farben landen bei 4,4mm aufgeklappt bzw. 9,4mm gefaltet. Auch das Gewicht ist um einige Gramm auf 235 bzw. 228g angewachsen. Im Gegenzug gibt es ein dickes Upgrade beim Akku: Satte 1.000mAh Kapazität on top, also insgesamt nun 7.000mAh.

Das größte Upgrade stellt aber sicherlich der Prozessor da. Kam das Vivo X Fold 5 noch mit einem damals Vorjahres-Flaggschiff-SoC daher (Snapdragon 8 Gen 3), ist es beim Vivo X Fold 6 jetzt erstmals ein aktuelles Oberklasse SoC. Interessanterweise wechselt man hier auf Mediatek mit dem Dimensity 9500, welcher grob vergleichbar mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 ist. Auf dem Papier bekommt das X Fold 6 damit ein beachtliches Leistungsupgrade und zudem noch ein Upgrade auf schnelleren LPDDR5X Ultra RAM, wobei die Optionen unverändert bleiben (12GB oder 16GB RAM mit 256GB, 512GB oder 1TB UFS 4.1 Speicher).

Ein weiteres nennenswertes Upgrade bietet das Vivo X Fold 6 zudem beim Kamerasystem. Auf der Rückseite gibt es jetzt einen 200MP Sensor (Samsung HPB) in der Hauptlinse - natürlich wie gewohnt mitsamt OIS. Die Periskop-Tele-Kamera verbleibt bei 50MP, bekommt aber einen neuen Sensor und bietet weiterhin OIS bei gleichbleibender Zoomstufe (3-fach). Die Ultraweitwinkel-Kamera scheint vom Datenblatt her identisch mit dem Vorgänger zu sein. Bei den Punch Hole Selfie-Kamera im Innen- und Außendisplay bleibt es auch bei 20MP Sensoren.

Vivo X Fold 6 Unboxing & Lieferumfang

An der Unboxing-Erfahrung hat sich beim Vivo X Fold 6 nicht viel geändert. Das Foldable kommt in der gewohnten flachen und rechteckigen Box in Schwarz daher, welche eine große Kreisprägung trägt, welche den X Fold 6 Schriftzug und das Zeiss Logo enthält. Das Abziehen des Deckels gibt den Blick auf das aufgeklappt in einer Schale liegende Vivo X Fold 6 frei. Darunter folgt eine Box mit der SIM Nadel, Dokumentation und einem Hardcase für das Smartphone. Ein Netzteil und ein USB-C Kabel liegen auch bei. Bei einer eventuell noch kommenden EU Version dürfte das Netzteil fehlen. Einen genauen Eindruck vom Auspacken bekommt ihr im Unboxing Video zum Vivo X Fold 6.

Vivo X Fold 6 Verpackung
Vivo X Fold 6 Lieferumfang

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Erste Eindrücke vom Vivo X Fold 6

Für den Vivo X Fold 6 Test hat uns das Foldable in der Blue Hole Variante erreicht, die ja schon vor dem Launch in der Teaser-Phase auf großen Anklang gestoßen ist. In der Tat macht das Smartphone in dieser Version optisch einiges her. Die Färbung hat einen sanften Verlauf zwischen hellen und dunklen Türkis-Tönen, wobei die Rückseite um das Modul der Hauptkamera in den dunklen Farbton übergeht. Zusätzlich verändert sich die Farbe auch je nach Lichteinfall und Temperatur des Umgebungslicht. Mal tendiert sie eher ins Grünliche, dann wieder eher zu Blau.

Leichte Veränderungen gegenüber dem Vorgänger zeigt das Vivo X Fold 6 stellenweise an der Formgebung. Rahmen und Rückseite sind jetzt etwas flacher gestaltet. Das Außendisplay hat die leichte Wölbung am Rand seiner Glasabdeckung verloren. Die Eckradien wurden etwas vergrößert. Zudem hat der Metallrahmen jetzt ein mattes Finish erhalten. Die Verarbeitung macht wieder einen sehr guten Eindruck, doch das darf man in der Preisklasse ja ohnehin erwarten.

Die beiden Displays hinterlassen einen guten ersten Eindruck. Im Freien lässt sich das Vivo X Fold 6 sowohl auf dem Innendisplay als auch dem Außendisplay gut ablesen. Farblich bewegen sich beide Panels auf einem gut abgestimmten, natürlichen Niveau mit neutralem Weißpunkt. Größere Farbunterschiede lassen sich zwischen den beiden Displays nicht feststellen. Ein echtes AOD ist vorhanden und wird auf beiden Displays unterstützt. Im Zeltmodus gibt es wie gehabt einen Tischkalender-Modus für das AOD.

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Durch den Wechsel auf einen Dimensity 9500 vom Snapdragon 8 Gen 3 im Vorgänger, der noch aus dem Jahr 2024 stammt, verspricht das Vivo X Fold 6 einen großen Leistungssprung. Tatsächlich kann es dieses Versprechen zumindest in den gängigen Benchmarks auch einhalten. Im Antutu Benchmark liefert das X Fold 6 ein Leistungsplus von satten 60% gegenüber dem Vorgänger. Im Geekbench CPU Benchmark sind es fast 54% für das Single Core und 55% für das Multi Core Ergebnis. Auch bei der GPU gibt es durchgehend deutlich Leistungssteigerungen. Im Geekbench Compute sind es über 60% mehr und in den 3DMark Benchmarks zwischen 50 und 87% Mehrleistung. Wer also auf Spitzenleistung in einem Foldable aus ist, bekommt hier ein lohnenswertes Upgrade.

Vivo X Fold 5: Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3
Vivo X Fold 6: Mediatek Dimensity 9500
Antutu (V11)
Vivo X Fold 6
3.634.159
+60,0%
2.270.783
-37,5%
Geekbench Single Core (V7)
Vivo X Fold 6
1.673
Kein Score
Geekbench Single Core (V6)
Vivo X Fold 6
3.435
+53,8%
2.233
-35,0%
Geekbench Multi Core (V7)
Vivo X Fold 6
5.840
Kein Score
Geekbench Multi Core (V6)
Vivo X Fold 6
10.174
+55,6%
6.539
-35,7%
Geekbench Compute (V7)
Vivo X Fold 6
12.103
Kein Score
Geekbench Compute (V6)
Vivo X Fold 6
23.417
+63,2%
14.349
-38,7%
PCMark Work (3.0)
14.951
+8,9%
Vivo X Fold 6
13.724
-8,2%
Basemark GPU Medium
Vivo X Fold 6
22.623
Kein Score
GFXBench 4k Aztec Ruins High Tier
Vivo X Fold 6
Kein Score
GFXBench 1440p Aztec Ruins High Tier
Vivo X Fold 6
Kein Score
3DMark Wild Life Unlimited
Vivo X Fold 6
25.734
Kein Score
3DMark Wild Life Extreme Unlimited
Vivo X Fold 6
6.922
+50,7%
4.593
-33,6%
3DMark Solar Bay Unlimited
Vivo X Fold 6
12.610
+72,7%
7.301
-42,1%
3DMark Solar Bay Extreme Unlimited
Vivo X Fold 6
1.272
+65,2%
770
-39,5%
3DMark Steel Nomad Light Unlimited
Vivo X Fold 6
2.928
+87,6%
1.561
-46,7%

Ganz ohne Nachteile kommt diese erhebliche Leistungssteigerung allerdings nicht aus. Beim Thema Kühlung zeigt sich deutlich, dass es nicht möglich ist, einen aktuellen Oberklasse Chip in einem Foldable Design adäquat zu kühlen. Im CPU Throttle Test ist das Thermal Throttling erheblich stärker ausgeprägt als noch beim Vorgänger. Und nicht nur das: Der 3DMark Solar Bay Unlimited Stress Test wird aufgrund von Überhitzung abgebrochen und nicht beendet. Dieser wurde beim Vorgängermodell noch erfolgreich durchlaufen, wenngleich auch her mit ausgeprägtem Thermal Throttling.

Damit ist klar: Das Vivo X Fold 6 ist zwar schnell, jedoch hauptsächlich in kurzen Lastspitzen. Längere Volllast führt unweigerlich zu deutlichen Leistungseinbrüchen und im Worst Case auch zur Beendigung von Apps, da sich das Smartphone schlicht überhitzt.

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Die Zeiten, in denen man bei Foldables mit deutlich schlechteren Akkulaufzeiten als bei regulären Smartphones leben musste, scheinen indes endgültig vorbei zu sein. Mit dem neuen und deutlich größeren 7.000mAh Akku (aufgeteilt auf zwei Zellen) zieht das Vivo X Fold 6 mit regulären Flaggschiff Smartphones nahezu gleich. Zusammen mit dem doch recht effizient laufenden Prozessor erreicht das Vivo X Fold 6 damit eine recht beachtliche Laufzeit. Ganze zwei Tage sollten hier für die meisten Nutzer eher die Regel sein. Bisher wirkt es auch so, als ob das große Innendisplay den Verbrauch nicht übermäßig stark erhöht.

Auf Seite der Software kommt das X Fold 6 mit dem aktuellen OriginOS 6 daher, welcher hier in der Fold-Variante installiert ist und auf Android 16 basiert. Mit die größte Neuerung ist eine Überarbeitung des Multitasking-Systems, wo es jetzt nicht mehr nur den "Workbench" Modus gibt, welcher an Apple's Stage Manager erinnert, sondern auch eine Art Grid-Anordnung von Apps, welche eine dynamische Größenveränderung und auch ein Umsortieren der Apps innerhalb des Grids ermöglicht, sowie das Speichern von Grids als Schnellstartvorlagen erlaubt. Hat man sich daran einmal gewöhnt, kann dies die Multitasking-Effizienz durchaus spürbar verbessern.

Und damit sind wir dann erstmal mit den ersten Eindrücken zum Vivo X Fold 6 durch. In den nächsten Tagen darf sich das Flagship-Foldable nun im Alltag beweisen. Im Anschluss folgt dann der ausführliche Testbericht. Bis dahin!

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