Vivo setzt seine Teaser Kampagne zur X500 Serie fort. Han Boxiao hat am heutigen 1. September einen weiteren Beitrag auf Weibo veröffentlicht, diesmal inklusive eines kurzen Beispielvideos. Im Mittelpunkt steht die Zeitlupenfunktion der "Zeiss Super Dynamic Hauptkamera", die den beiden Pro Modellen der Serie vorbehalten bleibt. Boxiao wiederholt dabei das aus früheren Beiträgen bekannte Ziel der Serie, die erste Wahl für Fotos und die einzige Wahl für Videos zu sein.
Bereits am 24. August hatte Vivo im ersten offiziellen Teaser zur Serie 4k Video bei 240 Bildern pro Sekunde als nach eigenen Angaben branchenweite Neuheit genannt. Der aktuelle Beitrag liefert dazu nun den ersten sichtbaren Beleg in Form eines kurzen Samples, das Han Boxiao als Referenz zur Bildqualität teilt.
Zur Einordnung liefert Boxiao auch die Rechnung dahinter: Gegenüber klassischem 4k bei 30 Bildern pro Sekunde erlaubt 4k240 die achtfache Menge an Einzelbildern pro Sekunde. Wer im Nachhinein eine Szene verlangsamt, hat entsprechend mehr Material zur Auswahl, um einen einzelnen Moment sauber herauszugreifen, etwa auf Reisen oder bei schnellen Bewegungsabläufen, die sich sonst kaum in guter Qualität einfangen lassen.
Neu ist die Ankündigung von zwei weiteren Zeitlupenmodi, die über die native Sensorleistung hinausgehen sollen: 4k bei 480 sowie 4k bei 960 Bildern pro Sekunde. Anders als die 4k240 Aufnahme entstehen diese Modi laut Vivo nicht direkt aus dem Sensor, sondern über einen selbst entwickelten KI-gestützten 4k Bildinterpolationsalgorithmus in Kombination mit einer kurvenbasierten Geschwindigkeitszuordnung für das Video. Damit lassen sich laut Hersteller 16-fache beziehungsweise 32-fache Zeitlupen bei durchgehend voller 4k Auflösung erzeugen, gedacht etwa für spritzende Flüssigkeiten oder platzende Blasen. Ob es hier eine starke Längenbegrenzung der Aufnahmen geben wird, bleibt erstmal offen.
Technisch handelt es sich hier um eine andere Kategorie als bei 4k240. Während die 240 Bilder pro Sekunde tatsächlich vom Sensor ausgelesen werden, errechnet der Algorithmus bei 480 und 960 Bildern pro Sekunde zusätzliche Zwischenbilder, die so nie aufgenommen wurden. Das ist keine Besonderheit von Vivo, solche Interpolationsverfahren kommen auch anderswo zum Einsatz, etwa bei der Bildwiederholratensteigerung in Spielen. Bisher kannte man das Vorgehen aber im Smartphone-Segment nur von Modi mit geringerer Full HD Auflösung. Die 4k Auflösung ist also eine Neuheit.
Wie überzeugend das Ergebnis bei komplexen, unvorhersehbaren Bewegungen wie Wasserspritzern tatsächlich aussieht, lässt sich anhand einer Textankündigung aber nicht beurteilen, im aktuellen Beitrag zeigt Vivo dafür auch kein Beispielmaterial. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Die Teaser Kampagne dürfte ja noch eine ganze Weile weiterlaufen.
Quelle(n): Vivo
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