Vivo hat sein Versprechen eingehalten: Gestern kündigte der Hersteller einen weiteren Teaser zur X500 Serie an, heute liefert er gleich zwei. Produktmanager Han Boxiao veröffentlichte in der Nacht zum 26. August zwei Beiträge auf dem offiziellen Weibo Konto, die sich ausschließlich mit den Teleobjektiven der beiden Pro Modelle befassen. Der erste Teaser (03:41 Uhr) behandelt das Pro Max, der zweite (05:00 Uhr) folgt etwas mehr als eine Stunde später mit dem kompakten Pro. Zusammen mit der am Vortag präsentierten Hauptkamera ist damit das zweite der drei großen Upgrades abgedeckt, die der Hersteller für die Serie angekündigt hat.
Beide Beiträge tragen denselben Slogan: "Die erste Wahl fürs Foto, die einzige Wahl fürs Video". Die Serie soll im September in China starten, das hat der Hersteller bereits bestätigt. Mit den heutigen Teasern sind die wichtigsten Tele Komponenten der beiden Pro Modelle jetzt offiziell.
Das Vivo X500 Pro Max bekommt eine "Zeiss 200MP APO Super Telephoto Kamera". Herzstück ist der 1/1,4 Zoll große Samsung HP0 Sensor in gemeinsamer Entwicklung mit Vivo, dieselbe Kombination also, die bereits im X300 Ultra steckt. Das Topmodell übernimmt damit die Tele Hardware der Ultra Linie.
Die 200MP entfalten laut Vivo ihren Wert erst mit der richtigen Umsetzung, deshalb betont der Hersteller den hardwarebasierten 4-fach "In Sensor Zoom" (ISZ). Nur mit dieser Technik sind zwei verlustfreie Zoomstufen ohne zusätzliche variable Optik möglich. Die Algorithmen für das 1/1,4 Zoll Format seien nach mehreren Iterationen auf einem ausgereiften Stand.
Drei Fähigkeiten begleiten das Teleobjektiv: Das X500 Pro Max unterstützt den 400mm Telekonverter des X300 Ultra, positioniert von Vivo für Konzerte, Sportveranstaltungen und die Vogelbeobachtung. CIPA 7.0 Stabilisierung sol laut Vivo die stärkste der Branche liefern und auf demselben Niveau wie die Zeiss Super Dynamic Hauptkamera sein, sodass beide Kameras auf identischem Stabilisierungsstand arbeiten. Die "Super Snapshot Engine" solle zudem Aufnahmen bis 30-facher Zoomstufe ermöglichen, gedacht für Momente wie den Sprung eines Künstlers auf der Bühne, bei einer Auslösezeit von 0,1 Sekunden.
Das kompaktere Vivo X500 Pro folgt einem anderen Weg: ein neu designtes 85mm Zeiss 64MP APO Super Teleobjektiv mit dem Sony LYT-610 Sensor. Der Sensor kommt in 1/2 Zoll daher und soll im Standard X500 ebenfalls verbaut werden. Das Herzstück des Designs ist die Pixelstruktur. Vivo bezeichnet sie als GG1×1 RB2×2: Die Hälfte der Pixel (die Grünen) arbeitet als einzelne 1×1 Pixel, die roten und blauen Pixel als 2×2 Gruppen. Ziel ist die Kombination beider Welten, nämlich die Auflösung eines vollen 1×1 Layouts und die Fokussierleistung einer 2×2 Konfiguration. Klassische Pixellayouts zwingen den Hersteller zur Wahl zwischen Auflösung und Fokusgenauigkeit, die Mischstruktur soll diesen Widerspruch auflösen. Die Signalverarbeitung eines solchen Hybrids ist nach Herstellerangabe extrem komplex, und um das theoretische Limit zu erreichen, braucht es sehr tiefgreifende Algorithmen für die Rekonstruktion von Tele Pixeln - ein Feld, in dem sich Vivo ausreichend gerüstet sieht.
Die Optik folgt der Linie des X100 Pro, das als erstes Modell der X Serie ein APO Teleobjectiv eingeführt hat. Damals musste das 100mm 50MP Objektiv nahe der Auflösungsgrenze auf die volle Sensorauflösung beschnitten werden, weil die Optik zu groß wurde. Das 85mm 64MP Objektiv ist nun die vollständige Lösung: volle 64MP ohne Zuschnitt, was zugleich mehr digitalen Zuschnitt bei der Nachbearbeitung erlaubt. So zumindest die Versprechungen im Teaser. Vivo zählt vier Fähigkeitssteigerungen für das Pro Tele auf: CIPA 7.0 Stabilisierung auf Pro Max Niveau, schnelleren Autofokus mit stabilerer Tele Video Verfolgung, 4K 120fps Zeitlupe und 4K 60fps HDR Video sowie mehr Fernauflösung durch die vollen 64MP.
Morgen setzt Vivo die Teaser Reihe übrigens mit dem dritten großen Upgrade fort: dem 2nm Flaggschiff Chip. Über den konkreten Chipnamen ist bislang nichts bekannt. Da bisher allerdings immer auf Mediatek Chips gesetzt wurde und es auch schon einen Geekbench Leak gibt, der genau darauf hindeutet, kann man schon erahnen um was es gehen wird: den Dimensity 9600, Dimensity 9600 Pro und / oder Dimensity 9600 Pro Max (die endgültigen Namen der kommenden Mediatek Chips sind noch nicht abschließend geklärt). Nennen wird Vivo die Namen in seinen Teasern aber wahrscheinlich noch nicht, da Mediatek selbst auch noch nichts hat verlauten lassen.
Die Displaygrößen bleiben auch erstmal noch weiter reine Spekulation: Der Tippgeber Yogesh Brar nennt 6,3 Zoll für das Pro und 6,9 Zoll für das Pro Max, der frühere Digital Chat Station Leak schätzte 6,37 beziehungsweise 6,85 Zoll. Für den indischen Markt rechnet Brar ausschließlich mit einem Pro Max Modell, dazu hat sich Vivo nicht geäußert. Auch hierzu dürfte sich Vivo im Laufe der Teaser Kampagne aber sicherlich noch äußern. Der Hersteller ist mittlerweile bekannt dafür, den Großteil aller Details schon vor dem eigentlichen Launch Event zu verraten.
Quelle(n): Vivo (Weibo)
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