Vivo hat gestern in China das iQOO 16 vorgestellt. Das neue Flaggschiff der auf Gaming fokussierten Untermarke ist zugleich das erste Vivo Smartphone, das mit dem Qualcomm Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 an den Start geht, dem Chip, den Qualcomm kürzlich auf der Snapdragon Summit 2026 als oberstes Modell der neuen 8 Elite Gen 6 Familie gezeigt hat. Während die X500 Serie auf Chips von Mediatek setzt, bekommt die iQOO Reihe damit die stärkste Qualcomm Plattform, die aktuell auf dem Markt ist.
Verfügbar ist das iQOO 16 ab sofort in China, in vier Konfigurationen zwischen 5999 Yuan (umgerechnet etwa 789€) und 8499 Yuan (etwa 1118€). Der Einstiegspreis liegt damit rund 43% über dem Startpreis des iQOO 15, das ab 4199 Yuan ins Regal kam. Ein globaler Release ist von iQOO bestätigt, für Europa liegen allerdings noch kein Termin und keine Preise vor.
Herzstück des Vivo iQOO 16 ist der Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6, ein Achtkerner im 2nm Verfahren. Laut Datenblatt verteilt sich die Taktung auf 2 Kerne mit bis zu 5,01GHz, 3 Kerne mit bis zu 4,03GHz und 3 Kerne mit bis zu 3,74GHz, für Grafik ist eine Adreno GPU verantwortlich. Das ist die Spitzenvariante der Snapdragon 8 Elite Gen 6 Familie, die Qualcomm in zwei Stufen auflegt.
Ergänzt wird der Hauptchip durch den selbst entwickelten Gaming Chip Q4 von iQOO, der auf Raytracing und Hochskalierung in Spielen spezialisiert ist. Laut Hersteller unterstützt der Q4 2K Auflösung in Kombination mit 165fps Supersampling Frame Interpolation, und per OTA Update soll zusätzlich eine 8K "Game Kamera Funktion" nachgeliefert werden. Für die Kühlung verbaut iQOO eine 8500mm² große Vapor Chamber.
Beim Gaming betont iQOO native 165fps in Kombination mit hoher Grafikleistung in unterstützten Titeln. Über den Q4 Chip lässt sich 2K mit 165fps Supersampling und Superframerate gleichzeitig in sechs beliebten Spielen betreiben, laut Hersteller sind über 100 Titel für 165fps Supersampling vorbereitet.
Beim Arbeitsspeicher greifen die 12GB und 16GB Konfigurationen auf LPDDR5X Ultra mit 9600Mbps im Vierkanalbetrieb zurück, nur die 16GB und 1TB Topversion bekommt LPDDR5X Ultra Pro mit 10667Mbps. Der interne Speicher basiert in allen Varianten auf UFS 4.1.
Das Display des iQOO 16 ist ein 6,85 Zoll großes OLED Panel mit 2K Auflösung (3168 x 1440 Pixel) und bis zu 165Hz Bildwiederholrate, das iQOO gemeinsam mit Samsung Display entwickelt hat. Damit kombiniert es laut Hersteller erstmals im Android Lager 2K Auflösung mit 165Hz in einem Smartphone. Das Panel nutzt das neue Leuchtmaterial M16 von Samsung, der Name des Panels lautet "Everest", und kommt mit LEAD OLED 2.0 Technik daher.
Laut iQOO soll der Verbrauch dadurch gegenüber einem 1.5K Panel ähnlicher Größe um 31% sinken, obwohl die Auflösung höher ist. Die Spitzenhelligkeit liegt bei bis zu 10.000 Nits auf kleiner Fläche, im Vollbild Weißmodus gibt der Hersteller immerhin noch 2.800 Nits an. DC Dimming funktioniert über den gesamten Helligkeitsbereich, die Pulsweitenmodulation läuft mit bis zu 3300Hz, und die Touch Abtastrate erreicht momentane 5000Hz.
Auf der Rückseite sitzt ein Dreifach Kamerasystem, bei dem alle drei Module mit 50MP auflösen. Die Hauptkamera nutzt einen 1/1.3 Zoll großen Sensor mit Blende f/1.68 und optischer Bildstabilisierung, laut Datenblatt mit einer CIPA 5.5 Stabilisierungswertung. Die Periskop Kamera ist ein Sony Super Periskop Tele mit 1/1.95 Zoll Sensor, 73mm Brennweite und Blende f/2.65. Sie bietet 3-fachen optischen Zoom, 6-fachen verlustfreien Zoom und digital bis zu 100-fache Vergrößerung. Das Ultraweitwinkel löst ebenfalls mit 50MP auf, bei 1/2.75 Zoll Sensorgröße und Blende f/2.05.
Die Frontkamera löst mit 32MP und Blende f/2.2 auf und ist mit festem Fokus ausgeführt. Videos nimmt das iQOO 16 mit der Rückkamera bis maximal 8K auf, die Frontkamera schafft maximal 4K, Slow Motion geht mit der Rückkamera bis 4K.
Der Akku fasst 8400mAh (typisch, 31.34Wh) und wächst damit deutlich gegenüber den 7000mAh des iQOO 15. Geladen wird kabelgebunden mit bis zu 100W und kabellos mit 40W, OTG Rückwärtsladung wird ebenso unterstützt wie ein Bypass Charging 2.0 Modus, bei dem das Gerät im eingesteckten Zustand direkt aus dem Netzteil gespeist wird.
Als Betriebssystem kommt OriginOS 7 auf Basis von Android 17 zum Einsatz. Zur Ausstattung gehören ein 3D Ultraschall Fingerabdrucksensor unter dem Display, symmetrische Stereolautsprecher, ein X+Z Dual Linearmotor, NFC, ein Infrarot Blaster und USB 3.2 Gen1. Drahtlos funkt das Gerät über Wi-Fi 7, dabei kommt laut Datenblatt ein dedizierter Wi-Fi Verstärkerchip zum Einsatz, dazu Bluetooth 5.4. Beide Nano SIM Slots unterstützen 5G Dual Standby. Geschützt ist das iQOO 16 nach IP68 und IP69.
Farblich gibt es drei Varianten: Track, Legend und Light Chasing. Dabei variieren Dicke und Gewicht je nach Farbe, Track ist mit 8,30mm und 222,5g die dünnste und leichteste Ausführung, Light Chasing kommt auf 8,55mm und 229,8g. Auf den Pressebildern zeigt sich die Light Chasing Variante mit einem eckigen, geometrischen Muster auf der Rückseite, das in pink, lila und bläulichen Tönen irisierend schimmert.
In China startet das iQOO 16 bei 5999 Yuan (umgerechnet etwa 789€) für die Version mit 12GB Arbeitsspeicher und 256GB Speicher. Die 12GB 512GB Version kostet 6799 Yuan (etwa 894€), die 16GB + 512GB Ausführung 7499 Yuan (etwa 986€) und die Topversion mit 16GB Arbeitsspeicher und 1TB Speicher 8499 Yuan (etwa 1118€). Für das Basismodell gilt eine Subvention von 500 Yuan, die den Preis auf 5499 Yuan (etwa 723€) senkt.
Die genannten Eurobeträge sind lediglich zur Einordnung umgerechnete Näherungswerte und keine offiziellen Preise für den europäischen Markt. Das iQOO 16 dürfte auch nach Europa kommen, allerdings liegen hierzu noch keine Details vor.
Der Sprung vom iQOO 15 zum iQOO 16 fällt deutlich aus. Mit 5999 Yuan statt 4199 Yuan beim Vorgänger liegt der Aufschlag bei rund 43%, was vor dem anhaltenden Speicherengpass und gestiegenen Chippreisen in der Branche kaum überrascht. Dennoch gehört das Modell zu den bisher günstigsten Smartphones mit dem Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6. Wer sich für einen Import interessiert, sollte den Shop von TradingShenzhen im Auge behalten*, denn dort sollte das Modell schon bald angeboten werden.
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