Xiaomi setzt die Entwicklung eigener Prozessoren fort und bereitet mit dem Xiaomi Xring O3 offenbar einen neuen technologischen Sprung vor. Nachdem der Vorgänger Xiaomi Xring O1 im vergangenen Jahr im Xiaomi 15S Pro debütierte, liefern neue Funde im HyperOS Code nun detaillierte Einblicke in die nächste Generation des hauseigenen Chips. Dieser soll gerüchteweise primär im kommenden Xiaomi MIX Fold 5 zum Einsatz kommen, welches intern unter der Bezeichnung Q18 und dem Codenamen lhasa entwickelt wird. Die vorliegenden Daten deuten darauf hin, dass Xiaomi nicht nur die Taktfrequenzen erhöht, sondern die gesamte Prozessorarchitektur umgestaltet.
Die auffälligste Änderung des Xiaomi Xring O3 gegenüber der ersten Generation ist laut dem Leak der Verzicht auf das traditionelle Big Core Cluster. Während der Vorgänger noch auf ein Design aus vier Clustern setzte, besteht der neue Chipsatz laut Codeanalyse nur noch aus drei Bereichen: Prime, Titanium und Little. Durch das Streichen der Big Cores verschiebt sich der Fokus massiv auf die Effizienzkerne, die jedoch eine drastische Leistungssteigerung erfahren. Der sogenannte Little Core taktet im Xiaomi XRing O3 mit 3,02GHz. Zum Vergleich: Beim Xiaomi XRING O1 lagen die Effizienzkerne noch bei 1,79GHz und selbst die Big Cores erreichten lediglich 1,89GHz. Damit ist der schwächste Kern der neuen Generation knapp 60% schneller als die Kerne der mittleren Leistungsebene des Vorgängers.
An der Spitze der Recheneinheit steht ein Prime Core, der erstmals die Marke von 4GHz durchbricht und eine Frequenz von 4,05GHz erreicht. Ergänzt wird dieses Gespann durch Titanium Cores, die mit 3,42GHz für anspruchsvolle Aufgaben bereitstehen. Es wird spekuliert, dass Xiaomi hierbei auf ein Octa Core Design setzt, wobei die genaue Verteilung der Kerne (etwa 1+3+4 oder 1+2+5) noch nicht final aus dem Code hervorgeht. Technologisch dürfte der Chipsatz auf der neuen ARM C1 Serie basieren, die unter dem Namen Lumex bekannt ist.
Auch im Bereich der Grafikeinheit verzeichnet der Xiaomi XRing O3 einen deutlichen Zuwachs bei der Taktung. Die Taktrate der GPU steigt von 1,2GHz auf knapp 1,5GHz (genau 1,49GHz), was einer Steigerung von etwa 25% entspricht. Zusammen mit vermutlich auch architektonischen Änderungen an der GPU, sollte sich die Grafikleistung somit deutlich steigern, sodass auch der XRing O3 an dieser Stelle wettbewerbsfähig bleiben dürfte.
Bei der Speicherbandbreite bleibt Xiaomi hingegen konservativ und hält an den bereits hohen Werten des Vorgängers fest. Sowohl der Xiaomi XRing O1 als auch der neue Xiaomi XRing O3 unterstützen LPDDR Speicher mit einer Geschwindigkeit von 9600MT/s. Dies stellt sicher, dass die Datenübertragung nicht zum Flaschenhals für die deutlich beschleunigten Rechenkerne wird. Zur unterstützten Generation des LPDDR Speichers macht der Leak allerdings keine Angaben. Auch hier darf man aber Augenhöhe mit der Konkurrenz erwarten.
Quelle(n): Ximitime
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