Vivo X300 Ultra: MWC-Auftritt mit 400mm Telekonverter und weitreichenden Videofunktionen

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Vivo hat das X300 Ultra zum Mobile World Congress 2026 in Barcelona nach vielen Monaten der inoffiziellen Leaks erstmals öffentlich gezeigt. Eine vollständige Vorstellung ist das noch nicht, doch die Kombination aus offiziellen Weibo-Posts des Vivo-Managers Han Boxiao, ersten Hands-On-Eindrücken vom MWC und einer begrenzten öffentlichen Ausstellung auf dem Messestand ergibt bereits ein recht klares Bild vom kommenden Zeiss-Kameraflaggschiff, dessen finaler Launch sicherlich nicht mehr ewig auf sich warten lassen wird.

Was auf dem MWC 2026 vom Vivo X300 Ultra zu sehen ist

Auf dem Vivo-Stand in Halle 2 ist das Vivo X300 Ultra nur auf Einladung zugänglich und ausschließlich im Kamera-Kit montiert zu besichtigen. Das eigentliche Smartphone-Design bleibt damit vorerst weitgehend verborgen. Sichtbar ist aber das runde Kameramodul, an dem sich gegenüber dem X200 Ultra einige Veränderungen zeigen: Der Telekonverter wird nun oben rechts am Modulring befestigt, während das Periskop-Telefoto beim Vorgänger noch links oben saß. An dieser Position befindet sich beim X300 Ultra offenbar ein neuer Sensor, der bisherigen Leaks zufolge ein 5MP Multispektralsensor für verbesserte Farbgenauigkeit sein soll. Ebenfalls bestätigt ist, dass Vivo beim X300 Ultra auf den beim X200 Ultra noch vorhandenen Kamerabutton verzichtet.

Der neue Handgriff des Kamera-Kits bietet dafür eine Reihe physischer Bedienelemente: neben Auslöser und Videoaufnahmetaste auch eine Zoom-Wippe sowie einen dedizierten Blitzlichtauslöser. Separat wurde ein modularer Kamerakäfig vorgestellt, der zusammen mit dem Smartphone eine portables Videorig ergibt. Dieser bringt einen aktiven Lüfter, einen Zweihandgriff, Cold Shoe Halterungen und Schnellwechselanschlüsse mit.

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Telekonverter mit 400mm und 17-fachem optischen Zoom

Das wohl auffälligste neue Zubehör ist der offiziell als "Zeiss Telephoto Extender Gen 2 Ultra" bezeichnete Telekonverter. Gegenüber seinem Vorgänger, der einen 2,35-fachen Vergrößerungsfaktor bot, kommt der neue Extender auf einen 4,7-fachen Faktor. In Kombination mit dem 85mm Periskop-Telefoto des Vivo X300 Ultra ergibt sich damit eine optische Brennweite von 400mm, was einem 17-fachen optischen Zoom entspricht. Per In-Sensor-Zoom soll sich die Reichweite auf bis zu 800mm ausdehnen lassen, was Vivo zufolge noch mit vertretbarer Bildqualität möglich sein soll. Der Youtuber Ben's Gadget Reviews, der als erster internationaler Tester kurze Hands-On-Eindrücke teilen durfte, bestätigte den 17-fachen Zoom und attestierte dem System eine spürbar verbesserte Stabilisierung auch bei extremen Brennweiten. Weitere technische Daten durfte er allerdings nicht nennen.

Vivo selbst spricht davon, dass der Telekonverter volle 200MP optische Ausgabe unterstützt. Wie der Extender genau zwischen 200mm und 400mm umschaltet oder ob es sich um ein Dual-Lens-Setup handelt, ist noch nicht offiziell geklärt. Offiziell bestätigt hat Vivo für das X300 Ultra einen 200MP Sensor im Periskop-Telefoto mit Zeiss APO Zertifizierung sowie ein Gimbal-OIS-System.

Zur Hauptkamera und dem Ultraweitwinkel gibt es noch keine offiziellen Aussagen. Laut bisherigen Leaks soll die Hauptkamera ebenfalls auf 200MP setzen, konkret auf Sony's LYT-901 Sensor mit einer Sensorgröße von 1/1.12 Zoll bei 35mm Brennweite. Als Ultraweitwinkel wird ein 50MP Sony LYT-828 mit 14mm Brennweite und F/2.0 Blende gehandelt. Für Selfies ist ein 50MP Sensor mit Autofokus vorgesehen.

Han Boxiao beschreibt das Trio als "Zeiss Master Lens Trinity ohne Hilfskamera", womit er wohl betonen will, dass alle drei Hauptoptiken auf einem gleichwertigen Qualitätsniveau arbeiten sollen, ohne auf eine abgespeckte Zusatzlinse angewiesen zu sein.

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Videofunktionen als weiteres Verkaufsargument

Einen erheblichen Teil der offiziellen Kommunikation widmet Vivo den Videofähigkeiten des X300 Ultra. Das wichtigste Merkmal dabei: Alle drei Brennweiten unterstützen 4K mit 120fps in 10-Bit Log sowie 4K 120fps Dolby Vision, jeweils mit optischer Bildstabilisierung. Hinzu kommen APV 422 Profi-Videokodierung, die Unterstützung für benutzerdefinierte 3D LUTs direkt beim Aufnehmen sowie Kompatibilität mit dem ACES Farbworkflow für die Postproduktion.

Letzteres soll es ermöglichen, Vivo X300 Ultra Footage direkt mit Aufnahmen professioneller Filmkameras in der Farbkorrektur zu kombinieren. Für die Tonaufnahme setzt Vivo auf vier Mikrofone mit sechs vordefinierten Szenarien zur Geräuschunterdrückung. Für weniger anspruchsvolle Anwendungsfälle gibt es zwei voreingestellte Filmlook-Stile namens "Film Style" und "Film Look" für direkten Out-of-Camera-Output mit Kinoästhetik.

Zum Display, Prozessor, Akku und weiteren Hardwaredetails hat Vivo noch keine offiziellen Angaben gemacht. Laut Leaks soll das Vivo X300 Ultra ein flaches 6,82-Zoll 2K Display von BOE mit LTPO-Technologie mitbringen. Als Prozessor wird der Snapdragon 8 Elite Gen 5 erwartet, beim Akku ist von rund 7000mAh mit 100W Kabelladung und 40W drahtlosem Laden die Rede.

Erstmals hat Vivo beim X300 Ultra eine breitere internationale Verfügbarkeit in Aussicht gestellt. In China ist das Gerät noch im Laufe des Monats März zu erwarten, global rechnen Beobachter mit einem Launch im April 2026. Preise und konkrete Märkte für Europa wurden bislang nicht kommuniziert.

Quelle(n): Weibo 1 | Weibo 2 | Weibo 3

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Dienstag, 03. März 2026

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