Oscal Tank 1 Unboxing & erste Eindrücke

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Es ist schon eine Weile her, seit wir das letzte Outdoor Smartphone im Test hatten. Mit dem Oscal Tank 1 hat es nun endlich mal wieder ein Vertreter seiner Zunft zu uns geschafft. Das Tank 1 wird von Oscal (eine Untermarke von Blackview) als relativ erschwingliches Outdoor Gerät in der Mittelklasse platziert. Auf Kundenfang geht man mit ein paar besonderen Ausstattungsmerkmalen.

So bietet das Gerät zunächst einmal einen extrem großen 20.000mAh Akku mit schnellem Aufladen. Dazu kommen noch ein zweites Display auf der Rückseite, eine recht üppige Speicherausstattung (12/16GB RAM + 256/512GB Festspeicher) und ein paar zusätzliche interessante Merkmale. Auch beim Prozessor muss sich das Modell mit einem Dimensity 7050 nicht verstecken und bietet sogar 5G.

Angeboten wird das Oscal Tank 1 bereits seit Herbst 2025 im offiziellen Blackview Shop*, wo es aktuell mit Rabatt ab etwa 288 Euro kostet. Der Versand erfolgt offenbar kostenfrei aus einem EU Lager. Zudem ist das Oscal Tank 1 mittlerweile auch direkt in Deutschland via Amazon* erhältlich, wobei man hier mit etwa 80 bis 100€ Aufpreis rechnen muss. Für Amazon hat der Hersteller noch einen Gutscheincode bereitgestellt (QAAN7VQ3). Dieser gewährt 5% Rabatt, allerdings wurde nicht kommuniziert, wie lange der Code gültig ist.

Wie sich das Oscal Tank 1 im Alltag schlägt, wird sich in den kommenden Wochen im Rahmen des ausführlichen Alltags-Tests zeigen. Bis dahin gibt es an dieser Stelle ein paar erste Eindrücke und natürlich auch das Unboxing Video.

Oscal Tank 1 Lieferumfang

Geliefert wird das Oscal Tank 1 in einer quadratischen Verpackung mit recht flacher Ausführung. Bei der Gestaltung hat sich Oscal / Blackview reichlich Mühe gegeben. Die Verpackung sieht professionell, ansprechend und auch auffällig aus. Die wichtigsten Details zur Ausstattung und auch eine Abbildung des Tank 1 finden sich auf der Verpackung. Die Box ist mit Folie versiegelt.

Im Inneren dann eine Enttäuschung: Dem Oscal Tank 1 liegt kein Netzteil bei. Anscheinend gehen nun auch die kleineren Hersteller aus Fernost den Weg der größeren Marken. In den Genuss des schnellen Fast-Chargings kommt man also ab Werk nicht, außer man ordert das Ladegerät direkt mit. Wie es mit der Kompatibilität von Drittanbieter Netzteilen aussieht, nennt der Hersteller im Datenblatt nicht.

Ansonsten zeigt sich der Lieferumfang ohne größere Überraschungen. Zum Oscal Tank 1 bekommt ihr die Dokumentation mit mehrsprachiger Anleitung, eine Handschlaufe aus Kunstleder und ein USB-C auf USB-C Kabel in Weiß. Eine SIM Nadel liegt nicht bei, da sich der SIM-Schacht ohne Werkzeug mit dem Fingernagel aufziehen lässt. Auf dem Display (sowohl Front- als auch Rückseite) ist ab Werk eine Schutzfolie aufgebracht.

Oscal Tank 1 Verpackung
Oscal Tank 1 Lieferumfang

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Erste Eindrücke vom Oscal Tank 1

Das Oscal Tank 1 ist ein absoluter Brecher und somit keinesfalls als Alltags-Gerät zu empfehlen. Laut Datenblatt liegt die Dicke bei knapp 3cm und das Gewicht bei 640g. Nachgeprüft haben wir das noch nicht, aber grob dürften die Angaben hinkommen. Eine große Überraschung sind die Abmessungen und das Gewicht natürlich nicht. Die hohe Akkukapazität von 20.000mAh kündigt ja im Grunde schon ein dickes und schweres Smartphone an. Ein Grund zur Kritik bleibt die Sache aber dennoch, denn mit moderner Silizium-Kohlenstoff-Technologie sollte es möglich sein, die 20.000mAh auch auf deutlich kleinerem Raum unterzubringen. Andererseits hätte Oscal dann vermutlich Schwierigkeiten gehabt, die relativ erschwinglichen Preise für das Tank 1 umsetzen zu können.

Ein weiterer Kritikpunkt, der sofort auffällt, ist das Display. Nein, dieses ist nicht schlecht, setzt allerdings auf IPS LCD Technik. In der heutigen Zeit sind AMOLED Displays längst zum Standard geworden und es ist einfach ein Unding, dass die kleinen Hersteller aus Fernost hier keinen Willen zur Weiterentwicklung ihrer Produkte setzen und stattdessen nach wie vor überwiegend auf LCD Panels setzen. Wenigstens scheint das Oscal Tank 1 jedoch zu den helleren Vertretern seiner Zunft zu gehören, wie die gestrige Nutzung bei Sonnenlicht gezeigt hat. Eine konkrete Helligkeitsmessung steht aber auch hier noch aus.

Brachial scheint indes die Akkulaufzeit zu sein. Der verbaute Mediatek Dimensity 7050 sollte ja relativ sparsam sein, da er zu den schwächeren Mittelklasse 5G Chips von Mediatek gehört. Der erste Eindruck von der Laufzeit ist auch sehr gut. Ausgepackt wurde das Gerät mit um die 87% Ladestand und hat jetzt 24 Stunden später noch 67%. Der Verbrauch enthält die gesamte Einrichtung, das Durchlaufen einiger Benchmarks und auch die erste Alltagsnutzung, vornehmlich abendliches YouTube Streaming für etwa 2 Stunden und dasselbe nochmal am Morgen. Hier zeichnet sich schonmal eine exzellente Laufzeit ab, wobei sich natürlich noch zeigen muss, ob der Verbrauch linear ist, noch ansteigt oder sich am Ende gar abschwächt.

Performance-technisch macht das Oscal Tank 1 einen ganz ordentlichen Eindruck. Der Dimensity 7050 bietet gegenüber beispielsweise dem Helio G99, welcher ja bei günstigen Handys ohne 5G immer noch beliebt ist, einen ordentlichen Leistungsschub von 30 bis 40% bei der CPU und etwa eine Verdoppelung der GPU Leistung. Damit ist der Chip zwar keine Rakete, bietet aber eine ordentliche Alltagsperformance für alle, die auf Spiele keinen großen Wert legen. Im Oscal Tank 1 scheint der Chip auch anständig optimiert worden zu sein, denn das System fühlt sich flüssig an und auch beim Scrollen durch Social Media Feeds oder in Chrome überzeugt die Performance, wobei auch die 120Hz vom Display durchaus zur Geltung kommen.

Die unten stehende Vergleichsgrafik enthält übrigens auch Benchmark Werte von anderen Smartphones mit dem Dimensity 7050, da auf dem Tank 1 nicht alle Benchmarks laufen. Antutu und GFXBench verweigern beispielsweise den Dienst, da sie warum auch immer auf dem Gerät keine Server Verbindung aufbauen können. Bei den restlichen funktionierenden Benchmarks liegt das Tank 1 im Soll-Bereich.

Chipsatz: Mediatek Dimensity 7050
Chipsatz: Mediatek Helio G99
Antutu (V10)
Mediatek Dimensity 7050
580.972
+39,3%
Mediatek Helio G99
416.927
-28,2%
Geekbench Single Core (V6)
Mediatek Dimensity 7050
974
+33,7%
Mediatek Helio G99
728
-25,2%
Geekbench Multi Core (V6)
Mediatek Dimensity 7050
2.542
+27,3%
Mediatek Helio G99
1.998
-21,4%
Geekbench Compute (V6)
Mediatek Dimensity 7050
2.415
+85,9%
Mediatek Helio G99
1.299
-46,2%
PCMark Work (3.0)
Mediatek Dimensity 7050
12.610
+22,3%
Mediatek Helio G99
10.314
-18,2%
GFXBench 4k Aztec Ruins High Tier
Mediatek Dimensity 7050
4 fps
+100,0%
Mediatek Helio G99
2 fps
-50,0%
GFXBench 1440p Aztec Ruins High Tier
Mediatek Dimensity 7050
11 fps
+96,4%
Mediatek Helio G99
6 fps
-49,1%
3DMark Wild Life Extreme Unlimited
Mediatek Dimensity 7050
601
+79,6%
Mediatek Helio G99
334
-44,3%
3DMark Steel Nomad Light Unlimited
Mediatek Dimensity 7050
264
+99,0%
Mediatek Helio G99
133
-49,7%
Basemark GPU Medium
Mediatek Dimensity 7050
4.405
+59,4%
Mediatek Helio G99
2.763
-37,3%

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Beim Empfang hat das Oscal Tank 1 bisher keine Probleme gezeigt. WLAN performt erwartungsgemäß inkl. AX-Support, der 5G Empfang ist einwandfrei, NFC funktioniert, Bluetooth ebenso. GPS wurde noch nicht getestet. Ein Infrarotblaster ist vorhanden. Die beiden LEDs im oberen Rahmen sind recht hell und liefern einen brauchbaren Lichtkegel, sodass das Tank 1 auch als Taschenlampe taugt. Der interne Lautsprecher scheint brauchbar zu sein mit leicht dumpfen Klangbild wie man es bei Outdoor Geräten häufiger hat. Verzichten muss man leider auf Stereo Sound. Zu den Kameras lässt sich noch nicht viel sagen. Lediglich die Nachtsichtkamera hat in einem ersten kurzen Test mit einer recht hohen Lichtstärke überrascht.

Als Betriebssystem dient dem Oscal Tank 1 noch Android 15 mit der hauseigenen DokeOS Oberfläche. Diese ist für eine Custom UI eines kleinen Herstellers gewohnt gut umgesetzt. Der Hersteller gibt sogar eine Update Garantie von immerhin 2+3 Jahren - besser als nichts. Ob das eingehalten wird, bleibt natürlich offen. Häufig kommen Updates wie es scheint nicht. Das Testgerät läuft derzeit mit dem Sicherheitspatch vom August 2025. Seitdem das Gerät auf dem Markt ist, scheint also noch kein Update erschienen zu sein. Die Update Garantie sollte man also sicherheitshalber nicht für bare Münze nehmen.

Und das soll es dann erstmal mit den ersten Eindrücken gewesen sein. Alles weitere klären wir dann im Rahmen des ausführlichen Testberichts. Dieser wird folgen, sobald sich das Oscal Tank 1 ausreichend im Alltag beweisen konnte und dann hier verlinkt. Bis dahin viel Spaß mit dem Unboxing Video!

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Donnerstag, 08. Januar 2026

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