Vivo hat heute in China das X300 Ultra offiziell präsentiert. Das Smartphone steht in der Tradition der Ultra-Reihe und setzt seinen Schwerpunkt erneut auf die Kamera, diesmal aber mit einer deutlich aufgewerteten Hauptkamera und einem überarbeiteten Kamerasystem in Zusammenarbeit mit Zeiss. Auch ein Kamera- bzw. Fotografie-Kit gibt es wieder, welches diesmal gleich zwei Zusatzobjektive umfasst.
Das Herzstück des Vivo X300 Ultra ist die 35mm Hauptkamera. Vivo bezeichnet sie als „Documentary Camera" und begründet die Brennwahl damit, dass 35mm dem natürlichen Sehfeld des Menschen nahekomme. Hinter der Zeiss Optik sitzt erstmals der Sony LYTIA 901 Sensor mit einer Größe von 1/1,12 Zoll und einer Auflösung von 200MP. Zum Vergleich: Das Vorgängermodell Vivo X200 Ultra nutzte hier noch einen 50MP Sensor mit 1/1,28 Zoll. Die Blende liegt bei f/1.85, die Bildstabilisierung ist mit CIPA 6.5 zertifiziert. Neu ist zudem eine 1G+6P Linse, die laut Vivo die Reflexion um 20 Prozent reduziert.
Das Teleobjektiv mit 85mm setzt auf den Samsung ISOCELL HP0 Sensor, ebenfalls mit 200MP und 1/1,4 Zoll Größe. Neu gegenüber dem Vorgänger ist hier vor allem der sogenannte Gimbal OIS mit einem Bewegungsradius von drei Grad. Vivo gibt für diese Kamera eine CIPA 7.0 Stabilisierungsbewertung an. Der Autofokus arbeitet im Schnappschussmodus mit 60 Aktualisierungen pro Sekunde. Die Blende beträgt f/2.67 und fällt damit etwas lichtschwächer aus als beim X200 Ultra. Das Teleobjektiv erfüllt nach Herstellerangaben den Zeiss APO Standard, der eine präzise Korrektur chromatischer Aberration über drei Wellenlängen gewährleisten soll.
Die Ultraweitwinkelkamera mit 14mm nutzt einen Sony LYTIA 818 Sensor mit 50MP und 1/1,28 Zoll bei einer Blende von f/2.0 und ist CIPA 6.0 zertifiziert. Vivo positioniert dieses Objektiv als erstmals gleichwertig zur Hauptkamera, was Bildqualität und Lichtempfindlichkeit betrifft. Alle drei Kameras unterstützen OIS sowie AF. Der optische Zoom der Telekamera beträgt 3,7x, der maximale Digitalzoom 105x. Als optionales Zubehör bietet Vivo zwei neue Telekonverter an: den „Telephoto Extender Gen 2" mit 200mm Äquivalentbrennweite sowie den „Telephoto Extender Gen 2 Ultra" mit 400mm. Beide sind nach dem Zeiss APO Prinzip konzipiert.
Auf der Videoseite unterstützt das Vivo X300 Ultra 4K Aufnahmen mit bis zu 120fps in 10-Bit-Log und Dolby Vision über alle rückseitigen Kameras. Das Log Format ist mit dem ACES Workflow kompatibel. Neu ist die Möglichkeit, benutzerdefinierte 3D LUTs für eine Echtzeitvorschau während der Aufnahme zu nutzen. Die maximale Videoauflösung liegt bei 8K. Für professionelle Videoaufnahmen bietet Vivo auch ein Smallrig Pro Video Rig Kit als Zubehör an.
Neu eingeführt wurde zudem die sogenannte Vivo Color Science. Grundlage ist ein 5MP Multispektralsensor mit 12 Farbkanälen, der Umgebungslicht auf Pixelebene erfassen soll. In Kombination mit einem eigenen Farbalgorithmus will Vivo damit eine authentischere Farbwiedergabe über alle Kameras hinweg erreichen. Die Technologie erlaubt auch individuelle Farbprofile für verschiedene Bildstile.
Das Display misst 6,82 Zoll und löst mit 3168 x 1440 Pixeln auf. Die Auflösung liegt damit höher als beim Vivo X300 Pro und auch dem Vivo X200 Ultra. Das AMOLED Panel unterstützt eine variable Bildwiederholrate von 1 bis 144Hz, HDR sowie laut Vivo bis zu 4500 Nits Spitzenhelligkeit. Der Fingerabdrucksensor arbeitet per 3D Ultraschall unter dem Display. Im Inneren arbeitet der Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5, gefertigt im 3nm Verfahren mit einem Adreno 840 Grafikprozessor. Je nach Variante stehen 12GB oder 16GB LPDDR5X RAM zur Verfügung, der Speicher beläuft sich auf 256GB, 512GB oder 1TB mit UFS 4.1. Der Akku fasst 6600mAh und unterstützt 100W kabelgebundenes sowie 40W kabelloses Laden. OTG Rückwärtsladen ist ebenfalls an Bord.
Bei der Konnektivität bietet das Vivo X300 Ultra Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4 mit LHDC 5.0 und aptX Lossless sowie NFC. Die USB-C Schnittstelle entspricht USB 3.2 ohne Generationsangabe. Das Gerät ist nach IP68 und IP69 zertifiziert und unterstützt Dual SIM. In der 1TB Variante mit Satellitenkommunikation kommt Beidou Kurznachrichtenübertragung hinzu, allerdings beschränkt auf das Netz der China Mobile und vorerst nur in China verfügbar. Das Betriebssystem ist OriginOS 6 auf Basis von Android 16. Vivo verspricht fünf Jahre OS Updates sowie sieben Jahre Sicherheitsupdates.
Das Gehäuse des Vivo X300 Ultra misst 162,98 x 76,81mm. Die Dicke variiert je nach Farbvariante: Das Modell in Schwarz ist 8,19mm dünn und wiegt 232g, die Versionen in Grün und Silber kommen auf 8,49mm und 237g.
In China ist das Vivo X300 Ultra ab dem 3. April erhältlich. Die Preise beginnen bei 6999 Yuan (umgerechnet etwa 882 Euro) für die 12GB+256GB Variante. Die 12GB+512GB Version kostet 7499 Yuan (ca. 945 Euro), das 16GB+512GB Modell 7999 Yuan (ca. 1008 Euro). Die 1TB Variante mit Satellitenkommunikation schlägt mit 8999 Yuan (ca. 1134 Euro) zu Buche, das Fotografie-Kit mit gleichem Speicher kostet 11999 Yuan (ca. 1512 Euro).
Für Deutschland und Österreich steht das Gerät ausschließlich in der 16GB+1TB Konfiguration zur Verfügung. Der Preis wurde noch nicht bekannt gegeben, es soll allerdings einen Preisvorteil zum Verkaufsstart geben. Sobald hierzu alle Informationen bereitstehen, werden wir noch einen separaten Artikel dazu veröffentlichen. Vorbestellungen sind in Deutschland vom 16. bis 23. April im Vivo Webshop möglich, ab dem 24. April ist das Smartphone auch über Amazon* erhältlich. Wer sich vorab registriert und den Newsletter abonniert, erhält einen 50 Euro Gutschein für die X300 Serie.
Günstiger als beim Kauf in Europa wird man voraussichtlich wieder durch den Import der China Version wegkommen. TradingShenzhen* dürfte das neue Modell schon bald ins Sortiment aufnehmen.
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