Motorola hat auf dem Mobile World Congress 2026 das Motorola Razr Fold offiziell vorgestellt. Damit erweitert der Hersteller sein Portfolio um ein erstes Modell im Buchformat, nachdem man sich zuvor ausschließlich auf kompakte Flip-Geräte konzentriert hatte. Das neue Flaggschiff positioniert sich mit einer Kombination aus aktueller High-End-Hardware, einem Fokus auf Kameratechnik und einer vergleichsweise hohen Akkukapazität im Wettbewerb.
Das Motorola Razr Fold fällt durch seine geringe Bautiefe auf. Im geöffneten Zustand misst das Gerät lediglich 4,55mm, während es geschlossen auf 9,89mm kommt. Das Gewicht liegt bei 243g, was im Vergleich mit bisherigen Foldables doch relativ viel ist. Für die Struktur setzt Motorola auf ein Teardrop-Scharnier aus Edelstahl sowie eine interne Displayplatte aus Titan, welche den Druck beim Falten gleichmäßig verteilen soll.
Beim Außendisplay verbaut der Hersteller ein 6,6 Zoll großes pOLED-Panel mit einer Auflösung von 2520x1080 Pixeln und einer variablen Bildwiederholrate von bis zu 165Hz. Eine Besonderheit ist hier die Nutzung von Corning Gorilla Glass Ceramic 3, das eine hohe Widerstandsfähigkeit bieten soll. Das faltbare Innendisplay bietet eine Diagonale von 8,09 Zoll mit 2K-Auflösung und LTPO-Technik. Beide Bildschirme erreichen Spitzenhelligkeiten von über 6000 Nits.
Das Motorola Razr Fold unterstützt zudem den Moto Pen Ultra, einen Eingabestift mit Druckempfindlichkeit und Neigungserkennung. Dieser ermöglicht präzises Arbeiten auf dem großen Innendisplay. Für die Audioausgabe nutzt Motorola Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos, welche in Zusammenarbeit mit Bose abgestimmt wurden. Das Gehäuse ist nach IP49 zertifiziert, was Schutz gegen Wasser bietet, jedoch eine begrenzte Resistenz gegen feinen Staub bedeutet.
Im Inneren des Motorola Razr Fold arbeitet der Snapdragon 8 Gen 5 Chipsatz von Qualcomm. Der Prozessor wird von wahlweise 12GB oder 16GB LPDDR5X Arbeitsspeicher unterstützt, der durch eine RAM Boost Funktion virtuell erweitert werden kann. Als interner Speicher stehen Varianten mit 256GB, 512GB oder 1TB zur Verfügung. Ein integriertes Flüssigkeitskühlsystem soll die Abwärme bei hoher Last regulieren.
Trotz der geringen Gehäusedicke integriert Motorola einen 6000mAh Akku, der auf der Silizium-Kohlenstoff-Technologie basiert. Das Aufladen erfolgt kabelgebunden mit bis zu 80W TurboPower oder kabellos mit bis zu 50W. Laut Herstellerangaben lässt sich der Akku in etwa 12 Minuten für eine Nutzung von über 12 Stunden teilaufladen.
Das Motorola Razr Fold wird mit Android 16 ausgeliefert. Motorola garantiert für dieses Modell sieben Jahre Betriebssystem-Upgrades und Sicherheitsupdates. Unter dem Namen Moto AI werden verschiedene Funktionen zusammengefasst, wie etwa die automatische Zusammenfassung von Benachrichtigungen oder die Echtzeit-Transkription von Gesprächen.
Motorola legt beim Motorola Razr Fold einen deutlichen Schwerpunkt auf die Fotografie. Das Triple-Kamera-System wurde von DXOMark mit 164 Punkten bewertet und belegt damit einen Spitzenplatz unter den faltbaren Smartphones.
Zusätzlich verfügt das Gerät über eine externe 32MP Frontkamera sowie eine interne 20MP Kamera für Videogespräche. Videoaufnahmen sind in 8K-Auflösung möglich, wobei Dolby Vision für einen erweiterten Dynamikumfang unterstützt wird. Von der hohen DXOMark Wertung sollte man sich allerdings nicht blenden lassen und lieber echte Tests aus dem Alltag abwarten, denn erfahrungsgemäß spiegeln die DXOMark Ergebnisse selten die Realität wider.
Das Motorola Razr Fold ist in den Farben Pantone Blackened Blue und Pantone Lily White erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 1.999,00 Euro. Vorbestellungen sind ab dem 13. April 2026 möglich, der offizielle Verkaufsstart ist in Europa für den 15. Mai 2026 auf motorola.com angesetzt. Zusätzlich wird eine Sonderedition zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 mit vergoldeten Details und spezieller Textur für 2.399,00 Euro angeboten.
Insgesamt ein stolzer Preis, mit dem es das Gerät eventuell nicht ganz einfach haben wird. Immerhin will Konkurrent Honor sein Magic V6 zum selben Preis anbieten und kann dabei eine bessere Ausstattung mit besseren Schutzklassen und leistungsfähigerem Prozessor vorweisen. Auch weitere kommende Konkurrenzgeräte könnten dem Motorola Razr Fold zusetzen, wenn die UVP tatsächlich dauerhaft erreicht werden sollte.
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