Nachdem Ende März erste CAD-basierte Renderbilder des Motorola Razr 70 Ultra für Spekulationen sorgten, liegen nun detaillierte technische Daten vor, die ein konkretes Bild des kommenden Klapphandys zeichnen. Die neuen Informationen korrigieren einige der ursprünglichen Annahmen und deuten darauf hin, dass Motorola bei der Hardware des Razr 70 Ultra einen konservativen Weg einschlägt. Während frühere Leaks von einer Zunahme der Gehäusedicke ausgingen, zeigen die aktuellen Daten, dass das Gerät nahezu identische Merkmale wie sein Vorgänger bietet.
Das Motorola Razr 70 Ultra wird sich optisch und haptisch kaum vom Motorola Razr 60 Ultra unterscheiden. Mit Abmessungen von 171,48 x 73,99 x 7,19mm im aufgeklappten Zustand bleibt das Gehäuse sehr schlank. Auch das Gewicht von 199g bleibt unverändert. Motorola setzt weiterhin auf das bewährte Display-Duo aus einem 7 Zoll großen faltbaren Hauptbildschirm mit einer Auflösung von 2992 x 1224 Pixeln und einem 4 Zoll großen Außendisplay, das mit 1080 x 1272 Pixeln auflöst.
Eine Überraschung findet sich im Inneren des Motorola Razr 70 Ultra. Anders als im März vermutet, wird wohl nicht die nächste Generation der Snapdragon Prozessoren zum Einsatz kommen. Stattdessen verbaut Motorola erneut den Snapdragon 8 Elite, der bereits im Vorjahresmodell seinen Dienst verrichtete. Diese Entscheidung könnte mit der aktuellen Marktsituation bei Speicherbausteinen zusammenhängen. Durch den Verzicht auf den allerneuesten Chipsatz kann der Hersteller vermutlich die Produktionskosten stabil halten, ohne den Verkaufspreis trotz steigender Preise für RAM und Flash-Speicher drastisch anheben zu müssen. Die Speicherkonfiguration bleibt mit 16GB RAM und 512GB internem Speicher auf einem hohen Niveau.
Die wohl wichtigste Neuerung des Motorola Razr 70 Ultra betrifft die Akkukapazität. Trotz der nahezu unveränderten Gehäusemaße ist es den Ingenieuren offenbar gelungen, einen 5000mAh Akku unterzubringen. Dies entspricht einer Steigerung von etwa 6% gegenüber dem Motorola Razr 60 Ultra. Da die übrige Hardware weitgehend identisch bleibt, dürfte dieser Zuwachs direkt in eine etwas längere Laufzeit münden. Geladen wird das Motorola Razr 70 Ultra weiterhin mit einer Leistung von bis zu 68W über den USB-C Anschluss.
Im Bereich der Fotografie gibt es hingegen keine Experimente. Das Motorola Razr 70 Ultra verfügt über drei Kamerasensoren, die jeweils mit 50MP auflösen. Dies umfasst die Hauptkamera, die Ultraweitwinkel Kamera sowie die Frontkamera für Selbstporträts. Motorola führt hier die Zusammenarbeit mit Pantone fort, was sich in der Farbabstimmung der Bilder und auch im Design widerspiegelt. Das Gerät soll in Varianten wie Orient Blue Alcantara und Pantone Cocoa Wood erscheinen.
Das Motorola Razr 70 Ultra wird mit Android 16 ausgeliefert, wobei der neuerliche Leak keine Details zur Dauer des Update-Supports gibt. Das Gehäuse bietet zudem einen Schutz nach IP48, womit das Gerät gegen das Eindringen von Staub in schädlichen Mengen sowie gegen dauerhaftes Untertauchen in Wasser geschützt ist. Die offizielle Vorstellung des Motorola Razr 70 Ultra wird für Ende April 2026 erwartet, womit Motorola seinem bisherigen Veröffentlichungszyklus treu bleiben würde.
Quelle(n): Android Headlines | OnLeaks
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