Acemagic ist ein relativ bekannter und alteingesessener chinesischer Hersteller im Mini PC Segment und hat ein sehr umfangreiches Portfolio, welches alle Leistungsklassen abdeckt. Eines der neueren Modelle im Mittelklasse Segment ist der Acemagic M1. Dieses Modell gab es schon öfter mit unterschiedlichen Prozessoren. In der neueren Variante wird ein AMD Ryzen 7 7735HS als Prozessor verbaut, der ein recht gutes Verhältnis zwischen Kosten und Leistung bietet, vor allem auch mit Blick auf die anhaltende Speicherkrise, welche derzeit generell zu deutlich höheren Preisen aufgrund von sündhaft teuren DRAM und Flash Bausteinen führt.
Wir haben den Acemagic M1 in den letzten knapp zwei Wochen ausführlich für euch im Alltag unter die Lupe genommen und zeigen euch in diesem Testbericht, was der kompakte Rechner taugt und was ihr davon erwarten könnt. Angeboten wird der Acemagic M1 in Deutschland unter anderem via Amazon*, wo es derzeit mit dem Gutscheincode "BVGGPVGN4" bis zum 31. August 2026 einen Rabatt von 32% auf den nicht reduzierten Basispreis gibt.
Die Empfehlung lautet allerdings klar die Preise zu vergleichen, denn teilweise geht es noch deutlich günstiger als bei Amazon. Bei eBay* zeigt sich der Mini PC z.B. häufig mit noch attraktiveren Preisen und auch beim Kauf auf Aliexpress* bekommt man häufig bessere Preise die oftmals deutlich unterhalb der 400€ Marke liegen. Angeboten wird der Acemagic M1 im übrigen mit zwei Ausbaustufen: 16GB RAM und 512GB SSD oder 24GB RAM und 1TB SSD.
Der Acemagic M1 7735HS wird euch in einem schlichten, würfelförmigen Karton geliefert, welcher neben Hersteller und Produktbezeichnung eine große Abbildung des Geräts trägt. Um den Karton befindet sich ein Wrapper aus Papier, den man erst abziehen muss. Anschließend kann man den Deckel abnehmen. Der Mini PC wird beim Transport gut geschützt. Dazu befindet er sich in Schaumstoff und zusätzlich ein einer Schutzfolie. Der Lieferumfang enthält alles was wichtig ist: Etwas Papierkram, eine VESA Adapterplatte mitsamt nötigen Schrauben, ein HDMI Kabel und ein Netzteil mitsamt passendem deutschen Schuko-Kabel. Einen genaueren Blick auf den Lieferumfang bekommt ihr im Unboxing Video.
| Materialien | Kunststoff-Gehäuse |
| Gewicht | 416,3g |
| Abmessungen | 12,85 x 12,85 x 3,75cm (ohne Gummifüße) |
| Anschlüsse / Tasten | Front: USB-C 3.2 Gen2 (10Gbit/s); 2x USB-A 3.2 Gen2 (10Gbit/s); 1x 3,5mm Klinke (Aus- und Eingang); Power Taste Rückseite: 1x HDMI 2.0; 1x DisplayPort 1.4; 1x 2.5Gbit LAN, 4x USB-A 3.2 Gen1 (5Gbit/s); DC-In (Hohlklinke) |
Der Acemagic M1 7735HS erinnert vom Formfaktor her ein wenig an den aktuellen Mac Mini von Apple. Größe und Gehäuseform sind sich recht ähnlich. Flächenmäßig ist der Acemagic M1 geringfügig größer, in der Höhe ist er hingegen etwas niedriger (gemessen ohne die Standfüße aus Gummi). Das Gewicht fällt mit 416 Gramm deutlich geringer aus, da der Acemagic M1 vollständig aus Kunststoff statt aus Aluminium gefertigt wird. Das Gehäuse ist weitgehend in Silber gehalten. Nur der untere Teil und der Bereich um die rückseitigen Anschlüsse ist schwarz.
An der Belüftung hat Acemagic nicht gespart. Ansaugöffnungen gibt es primär auf der Unterseite, wo sich auch der Lüfter befindet, sowie zusätzlich noch auf der Rückseite unterhalb der dortigen Anschlüsse. Ausgeblasen wird die warme Luft durch große Öffnungen links und rechts, durch welche sich auch der schwarze Kühlkörper erspähen lässt, welcher relativ groß ausfällt.
An der Verarbeitung gibt es grundsätzlich nichts zu kritisieren. Wenngleich Aluminium sicherlich schöner als Kunststoff gewesen wäre, wirkt der Acemagic M1 doch vom Aussehen her recht hochwertig und fühlt sich auch nicht billig an. Die Gehäuseteile passen ordentlich zusammen und die Anschlüsse sitzen sauber in den zugehörigen Öffnungen.
Bei der Qualitätskontrolle könnte Acemagic jedoch gewissenhafter arbeiten. Unser Testgerät hat ab Werk leichte Kratzspuren im Gehäuse. Diese sieht man zwar nur bei genauer Betrachtung, doch vorkommen sollte so etwas eigentlich nicht. Es scheint sich auch nicht um einen Einzelfall zu handeln, da derlei Kratzspuren auch in anderen Reviews bemängelt werden.
Bei den Anschlüssen zeigt sich der Acemagic M1 7735HS vorbildlich und bietet auf dem kompakten Raum eine große Vielfalt. Frontal gibt es drei USB 3.2 Gen2 Anschlüsse mit 10GBit/s, einer davon als USB-C, die anderen beiden als USB-A. Zudem findet sich hier der Audioaus- und Eingang als 3,5mm Anschluss und der Power Button mit weißer Status LED (pulsierend im Standby).
Der USB-C Port unterstützt die Bildausgabe an einen Monitor über DisplayPort 1.4. Acemagic gibt hier maximal 4k60 an. Theoretisch sollte eigentlich bis 120 oder 144Hz möglich sein. Testen konnten wir das leider mangels entsprechendem Monitor nicht. Richtet euch als im Zweifelsfall nach der Angabe des Hersteller. Sollte von euch jemand die Möglichkeit gehabt haben, dies selbst zu testen, schreibt gerne einen Kommentar.
Auf der Rückseite bietet der Acemagic M1 7735HS vier weitere USB-Anschlüsse. Alle davon kommen in Typ-A Ausführung daher und liefern USB 3.2 Gen1 mit 5Gbit/s. Dazu gesellen sich noch ein Ethernet Anschluss mit 2,5Gbit/s, ein Kensington Lock Port und zwei weitere Bildschirmausgänge als Full Size DisplayPort 1.4 und HDMI 2.0. Insgesamt lassen sich also drei Bildschirme am Acemagic M1 betreiben. Zur Stromversorgung wird ein Hohlklinken-Port genutzt.
Das Port Layout ist insgesamt stimmig gehalten, doch wie so oft stört natürlich der USB-C Port an der Front. Wer hier permanent ein Dock oder einen Monitor betreiben möchte, wird sich daran stören. Für solche Zwecke sind USB-C Ports auf der Rückseite im Sinne des Kabel-Managements besser, doch der M1 bietet rückseitig leider gar keinen USB-C Port.
Angesichts dessen, dass der Acemagic M1 als aufrüstbar beworben wird, ist es unschön, dass sich der Mini PC nur recht umständlich öffnen lässt bzw. die Steckplätze nur schwer erreichbar sind. Die Anleitung klärt den Nutzer nicht darüber auf, wie man ins Innere des kleinen Rechners kommt. Das ist in diesem Fall leider gar nicht so einfach.
Der erste Schritt ist das Entfernen der relativ fest verklebten Gummifüße, denn darunter verstecken sich die Kreuzschlitz-Schrauben, welche das Gehäuse primär zusammenhalten. Hat man diese entfernt, muss man noch mit einem Plektrum zwischen das silberne Oberteil und den schwarzen Teil des Gehäuses fahren, um die Clips zu lösen, welche die beiden Gehäuseteile zusätzlich zusammenhalten.
Sobald diese gelöst sind, lässt sich der schwarze Teil des Gehäuses entfernen. Vorsicht: Der Stromanschluss ist fest im schwarzen Teil befestigt und mit einem Kabel mit dem Mainboard verbunden. Der Stecker befindet sich auf der anderen Seite des Mainboard und kann erstmal nicht getrennt werden. Insofern muss man hier vorsichtig sein um das Kabel nicht zu beschädigen. Am besten also nach dem Lösen den schwarzen Teil vorsichtig zur Seite wegklappen und ablegen.
Nun blickt man auf das Mainboard mit dem Lüfter. Von den Steckplätzen ist jedoch keine Spur zu sehen. Diese befinden sich auf der anderen Seite des Mainboards. Das Mainboard muss also zunächst aus dem Gehäuse entnommen werden. Mit zusätzlichen Schrauben ist dieses nicht befestigt, jedoch trotzdem nicht ganz einfach herauszubekommen. Grund dafür sind die ins Gehäuse geklebten Antennen für WLAN und Bluetooth mit verlöteten Antennenkabeln. An diesen muss man das Mainboard vorbei bugsieren, ohne etwas zu beschädigen. Komplett herausnehmen kann man es dann auch nicht direkt, ohne zuvor die Kabel von der eigentlichen WLAN / Bluetooth Karte zu lösen. An dieser Stelle ist es hilfreich, eine zweite Person parat zu haben, welche das Mainboard festhalten kann.
Ein weiteres Problem: Die Power Taste sitzt lose eingeklemmt zwischen Mainboard und Gehäuse. Sobald man das Mainboard herausnimmt, fällt die Taste aus dem Gehäuse. Da zwischen den Teilen kaum Platz ist, ist es im Anschluss extrem fummelig, die Power Taste wieder an Ort und Stelle zu legen und anschließend das Mainboard wieder einzusetzen, ohne dass die Power Taste wieder herausfällt oder verrutscht. Im Sinne der Wartungsfreundlichkeit hätte Acemagic hier also einiges besser machen können.
| Prozessor | AMD Ryzen 7 7735HS (Rembrandt-HS Refresh, 6nm TSMC) 8x AMD Zen 3+ @3,2 - 4,75GHz 16MB L3 Cache TDP: 35W (Package: 45W) |
| GPU | AMD Radeon 680M (RDNA 2) mit 12 CUs Takt: 2,2GHz AV1 Hardware Beschleunigung (nur Decoding) |
| RAM | 16GB | 24GB LPDDR5 5500MHz Quad Channel Anbindung Timings: 15-13-15-29 DRAM Hersteller: Unbekannt Verlötet - nicht nachträglich aufrüstbar |
| Speicher | Slot: 2x M.2 2280 PCIe 4.0 x4 Ab Werk: 512GB oder 1TB PCIe 3.0 NVMe SSD SSD im Testgerät: Derlar FP3 Lesen: 3,06GB/s | Schreiben: 1,37GB/s (seq.) |
| Micro SD | Kein Kartenleser verbaut |
Mit dem AMD Ryzen 7 7735HS ist der Acemagic M1 recht solide aufgestellt. Sicherlich hat man es hier nicht mit Highe-End-Hardware zu tun, bekommt aber dennoch eine solide Leistung geboten, welche für typische Alltagsaufgaben eine völlig brauchbare Performance liefert. Windows wirkt auf dem Mini PC auch mit einem 4k Monitor flüssig, insbesondere dann, wenn man die Transparenzeffekte deaktiviert.
Auch das Surfen im Netz stellt den kleinen Rechner nicht vor größere Herausforderungen, was auch bei vielen offenen Tabs gilt. Fürs Streaming ist der Acemagic M1 mit dem 7735HS auch gut gewappnet. 4k Videos werden in 60fps flüssig abgespielt und beim YouTube Streaming gibt es keine auffälligen Frame-Drops. Auch mehrere Videos parallel werden klaglos abgespielt. Die Unterstützung für AV1 Hardwarebeschleunigung beim Decodieren stellt eine gewisse Zukunftssicherheit her.
Im Vergleich mit der Chuwi UBox (Ryzen 5 6600H), welche in unseren bisherigen Mini PC Testberichten der nächste Vergleichskandidat ist, fühlt sich der Acemagic M1 recht ähnlich an. Zumindest bei CPU-fokussierten Benchmarks zeigen das auch die Vergleiche, denn hier liegen die Geräte leistungsmäßig fast gleichauf. Der M1 kann sich nur geringfügig absetzen. Bei den GPU Benchmarks zieht der Acemagic M1 allerdings deutlich davon, oft mit weit über 50% höheren Ergebnissen.
Zur Gaming Maschine wird der Rechner damit natürlich nicht - zumindest nicht für anspruchsvolle Spiele. GTA V läuft ganz annehmbar auf hohen Grafikeinstellungen in Full HD mit 50 bis 60fps. Verzichtet man auf Tesselierung und Umgebungsverdeckung sind hier auch feste 60fps möglich. Bei anspruchsvollen, modernen Titeln sieht es aber düster aus. In Cyberpunk 2077 tut sich der Acemagic M1 selbst im Steam Deck Preset mit Full HD schwer die 30fps dauerhaft zu erreichen. Spielbar ist das nicht wirklich.
Ein Nachteil gegenüber der Chuwi UBox ist beim Acemagic M1 leider das Fehlen eines USB 4 Ports mit Thunderbolt. So kann man hier nicht bei Bedarf über eine externe Grafikkarte für mehr Grafikleistung sorgen. Damit beschränkt sich das Einsatzgebiet primär als Streaming Box, Surf- und Officemaschine. Für kleine lokale KI Modelle reicht die Leistung ebenfalls aus (9,8 Tokens pro Sekunde mit Google Gemma 4 E4B) oder auch für einfache Videoschnittprojekte. Für die letzten beiden Einsatzzwecke lohnt sich dann auch die Ausbaustufe mit 24GB RAM.
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Acemagic M1 7735HS | 1.912 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Chuwi AuBox | 2.495 |
| 2 | Chuwi CoreBook X 12450H | 2.153 |
| 3 | Acemagic M1 7735HS | 2.020 |
| 4 | Chuwi UBox | 1.982 |
| 5 | Chuwi CoreBook Air | 1.982 |
| 6 | Chuwi LarkBox S | 1.978 |
| 7 | Chuwi CoreBook X 7430U | 1.487 |
| 8 | Minix Z150-0dB | 1.247 |
| 9 | Ouvis S1 | 1.203 |
| 10 | NiPoGi AK1 Plus | 1.177 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Acemagic M1 7735HS | 8.636 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Chuwi AuBox | 9.884 |
| 2 | Chuwi CoreBook Air | 7.892 |
| 3 | Acemagic M1 7735HS | 7.891 |
| 4 | Chuwi UBox | 7.507 |
| 5 | Chuwi CoreBook X 12450H | 6.454 |
| 6 | Chuwi LarkBox S | 6.103 |
| 7 | Chuwi CoreBook X 7430U | 5.173 |
| 8 | Minix Z150-0dB | 2.986 |
| 9 | Ouvis S1 | 2.749 |
| 10 | Chuwi GemiBook XPro | 2.591 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Acemagic M1 7735HS | 21.392 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Acemagic M1 7735HS | 24.911 |
| 2 | Chuwi AuBox | 24.173 |
| 3 | Chuwi UBox | 14.572 |
| 4 | Chuwi CoreBook Air | 14.264 |
| 5 | Chuwi CoreBook X 7430U | 11.324 |
| 6 | Chuwi LarkBox S | 8.602 |
| 7 | Chuwi CoreBook X 12450H | 8.036 |
| 8 | Minix Z150-0dB | 4.308 |
| 9 | Chuwi GemiBook XPro | 3.294 |
| 10 | Ouvis S1 | 3.163 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Chuwi CoreBook Air | 418 |
| 2 | Acemagic M1 7735HS | 405 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Acemagic M1 7735HS | 2.352 |
| 2 | Chuwi CoreBook Air | 1.912 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Chuwi AuBox | 6.441 |
| 2 | Acemagic M1 7735HS | 6.377 |
| 3 | Chuwi CoreBook Air | 6.209 |
| 4 | Chuwi UBox | 5.718 |
| 5 | Chuwi CoreBook X 12450H | 4.770 |
| 6 | Chuwi CoreBook X 7430U | 4.611 |
| 7 | Chuwi LarkBox S | 4.581 |
| 8 | Minix Z150-0dB | 3.042 |
| 9 | NiPoGi AK1 Plus | 3.020 |
| 10 | Vorke Notebook 15 | 2.998 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Acemagic M1 7735HS | 18.972 |
| 2 | Chuwi CoreBook Air | 18.444 |
| 3 | Chuwi AuBox | 12.172 |
| 4 | Chuwi LarkBox S | 10.062 |
| 5 | Chuwi CoreBook X 12450H | 9.249 |
| 6 | Chuwi CoreBook X 7430U | 6.654 |
| 7 | Minix Z150-0dB | 6.186 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Acemagic M1 7735HS | 1.779 |
| 2 | Chuwi CoreBook Air | 1.598 |
| 3 | Chuwi AuBox | 1.319 |
| 4 | Minix Z150-0dB | 446 |
| 5 | Chuwi GemiBook XPro | 380 |
| 6 | NiPoGi AK1 Plus | 326 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Acemagic M1 7735HS | 11.597 |
| 2 | Chuwi CoreBook Air | 9.339 |
| 3 | Chuwi CoreBook X 12450H | 5.024 |
| 4 | Chuwi CoreBook X 7430U | 4.332 |
| 5 | Minix Z150-0dB | 3.667 |
| 6 | Ouvis S1 | 2.719 |
| 7 | NiPoGi AK1 Plus | 2.693 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Acemagic M1 7735HS | 3.516 |
| 2 | Chuwi CoreBook Air | 2.584 |
| 3 | Chuwi LarkBox S | 1.808 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Acemagic M1 7735HS | 8.114 |
| 2 | Chuwi AuBox | 7.156 |
| 3 | Chuwi CoreBook Air | 6.177 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Acemagic M1 7735HS | 886 |
| 2 | Chuwi CoreBook Air | 539 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Acemagic M1 7735HS | 1.888 |
| 2 | Chuwi AuBox | 1.631 |
| 3 | Chuwi CoreBook Air | 1.169 |
| 4 | Chuwi UBox | 1.090 |
| # | Gerät | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Acemagic M1 7735HS | 308 |
| 2 | Chuwi CoreBook Air | 193 |
Die Stromversorgung des Acemagic M1 7735HS ist leider nicht über USB-C möglich. Der Betrieb über ein einziges Kabel an einem USB-PD fähigen Monitor ist hier somit nicht machbar. Das mitgelieferte Netzteil hat eine Leistung von maximal knapp 65 Watt. Es wird im Betrieb nur leicht warm und gibt keine störenden Geräusche von sich. Die Leistung des Netzteils sollte für realistisch Szenarien ausreichend sein.
Die Verbrauchsmessung an der Steckdose ergibt 6,4 Watt im Idle und im Standby unterhalb der Messgrenze. Bei reiner CPU Volllast genehmigt sich der Acemagic M1 40 Watt aus der Steckdose. Bei reiner GPU Volllast sind es 46,7 Watt. Bei CPU und GPU Volllast werden maximal 44,5 Watt an der Steckdose gemessen. Die Messungen erfolgten in der Werkskonfiguration (eine SSD) sowie mit einer Maus und einer Tastatur an den USB Anschlüssen.
Der relativ große Lüfter im Acemagic M1 7735HS sitzt unten im Mini PC und saugt dort auch primär an. Eine weitere Ansaugöffnung findet sich auf der Rückseite. Ausgeblasen wird die warme Luft über Öffnungen links und rechts im Gehäuse. Der Lüfter erzeugt kein störendes Pfeifen, wohl aber ein deutlich wahrnehmbares "Motorbrummen". Er ist nicht gut entkoppelt und überträgt das Brummen auf den Untergrund. Je nach Beschaffenheit des Untergrundes ist das Betriebsgeräusch dadurch lauter oder leiser. Bei voller Drehzahl messen wir neben dem Mini PC einen Pegel um etwa 41dB. Bei einem Resonanzkörper als Untergrund kann es auch mal etwas mehr werden.
Die Lüfterregelung an sich arbeitet relativ ruhig und ändert nicht permanent die Drehzahl des Lüfters. Der Acemagic M1 dreht seinen Lüfter allerdings zu schnell und aggressiv auf, wodurch der Mini PC lauer als nötig wird. Das Öffnen eines Programms reicht oft schon aus, dass der Lüfter für eine Weile voll aufdreht. Auch beim Ansehen von YouTube Videos dreht der Lüfter permanent hörbar hoch, obwohl die CPU Temperatur weit von einem kritischen Wert entfernt ist. Eine etwas konservative Lüftersteuerung wäre hier gut. Einfluss nehmen kann man auf die Lüfterdrehzahl leider nicht. Die Lüfterkurve ist wie bei den meisten chinesischen Mini PCs fest einprogrammiert.
Die Temperaturen bleiben im Alltagsbetrieb stets unkritisch. Der Acemagic M1 wird am Gehäuse nicht unangenehm heiß und die SoC Temperaturen bewegen sich im Durchschnitt im Bereich von 50°C. Bei kurzen Lastspitzen auf die der Lüfter nicht reagiert kann die Temperatur bei den CPU Kernen kurzzeitig auf 85°C schnellen, was aber unkritisch ist. Die SoC Temperatur erreicht dabei maximal um die 70°C.
Unter Last ermitteln wir bei laufendem Lüfter im Schnitt eine SoC Temperatur von 60°C und eine Kerntemperatur von 73°C. Thermal Throttling lässt sich zu keinem Zeitpunkt provozieren. Das Kühlsystem ist somit ausreichend dimensioniert.
An der SSD hat Acemagic beim M1 leider gespart und verbaut eine PCIe 3.0 NVMe SSD im 2280 Format der unbekannten Marke "Derlar", wobei hier das Modell "FP3" zum Einsatz kommt. Dieses ist neben 512GB auch in 1TB verfügbar, dürfte also auch in der größeren Ausbaustufe des Acemagic M1 verbaut sein.
Für wenig datenintensive Aufgaben gibt es an der SSD erstmal nichts auszusetzen, doch wer große Datenmengen hin und her schieben möchte, sollte die SSD gegen ein besseres Modell tauschen. Da die ab Werk verbaute SSD keinen DRAM Cache bietet, hält sich die Geschwindigkeit beim Schreiben großer Datenmengen in Grenzen. Im CrystalDiskMark erreicht die SSD Werte von 3,06GB/s beim sequenziellen Lesen und nur 1,37GB/s beim sequenziellen Schreiben.
Wer hier das Maximum herauskitzeln will, kann in beiden der M.2 2280 Slots des Acemagic M1 eine PCIe 4.0 SSD verbauen. Mit einem Wärmeleitpad kann die Abwärme der SSD dabei auch an eine im Gehäuse liegende Metallplatte übertragen werden. Diesen Trick nutzt Acemagic bereits bei der Werksseitig verbauten SSD. SSDs mit integriertem Kühlkörper werden hier leider keinen Platz finden, sofern dieser eine gewisse Dicke überschreitet. Grob geschätzt dürften hier etwa zwei bis drei Millimeter Spielraum vorhanden sein.
Beim Test und Benchmark der USB-Anschlüsse gab es an den USB-A Ports auf der Rückseite keine Auffälligkeiten. Alle vier liefern USB 3.2 Gen1 mit 5Gbit/s und haben im Test mit einer abwärtskompatiblen USB 4 / Thunderbolt 4 SSD die zu erwartende Datenrate geliefert. Mit der Stromversorgung gibt es an den Ports keine Probleme und auch eine 2,5" Festplatte kann hier ohne zusätzliches Netzteil betrieben werden.
Die beiden USB-A Ports auf der Vorderseite sind schneller, denn diese liefern USB 3.2 Gen2 und damit bis zu 10Gbit/s. Im Test mit der externen USB 4 / Thunderbolt 4 SSD gab es hier keine Auffälligkeiten und es wurde die zu erwartende Datenrate geliefert. Auch hier lässt sich eine 2,5" Festplatte ohne zusätzliches Netzteil betreiben.
Probleme gab es allerdings am USB-C Port auf der Vorderseite. Problemlos funktioniert hier nur die Bildausgabe an einen Monitor. Beim Anschluss der USB 4 / Thunderbolt 4 SSD wurde am USB-C Port hingegen nur USB 2.0 Geschwindigkeit erreicht. Um sicher zu gehen, wurde mit verschiedenen Kabeln getestet und zusätzlich noch ein anderes SSD Gehäuse mit unterschiedlichem Chipsatz getestet. Auch dieses hat nur USB 2.0 Geschwindigkeit (480Mbit/s) erreicht. Insofern liegt hier eindeutig ein Kompatibilitätsproblem an dem USB-C Port vor, denn intern hängt auch dieser an einem USB 3.2 Gen2 Controller. Eventuell ein Bug in der Firmware. Dem Hersteller haben wir den Fehler gemeldet.
| Betriebssystem | Windows 11 Pro |
| Lizenz | Ja |
| Schadsoftware | Keine Funde |
| UEFI / BIOS | AMI Aptio UEFI (unlocked) Autostart Support (Zeit und Power Loss) Wake On LAN |
| Bloatware | Nein |
| Alternative Systeme | Linux (voller Hardware Support) |
Der Acemagic M1 7735HS wird euch mit vorinstalliertem Windows 11 Pro geliefert. Das System durchläuft beim ersten Start ganz normal den Einrichtungsassistenten und ist mit deutscher Sprache vorinstalliert. Die Kopie von Windows 11 Pro wird nach Verbindung mit dem Internet direkt aktiviert. Der Schlüssel ist in der Firmware für eine Neuinstallation hinterlegt.
Windows Updates funktionieren auf dem Acemagic M1 ganz normal. Auf Drittanbieter Bloatware abseits der typischen Windows Bloatware verzichtet der Hersteller und liefert auch keine hauseigene Software mit. Scans nach Schadsoftware haben keine Funde geliefert. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann das System natürlich nach Erhalt direkt einmal frisch aufsetzen. Ein Treiber Backup haben wir für den Fall der Fälle erstellt und hochgeladen.
Wer lieber Linux statt Windows nutzt, sollte mit den gängigen Distributionen auf dem Acemagic M1 keine Schwierigkeiten haben. Wir haben Ubuntu 25.10 getestet, welches sich problemlos hat starten lassen und auch direkt die gesamte Hardware erkannt hat. WLAN, LAN, Audio und Grafikbeschleunigung funktionieren ganz normal.
Als Firmware kommt auf dem Acemagic M1 7735HS AMI Aptio UEFI zum Einsatz. Das BIOS Menü ist auf dem Mini PC vollständig entsperrt, bietet also vollen Zugang zu allen Einstellungen. So lässt sich prinzipiell auch mit den Power Limits, CPU Taktraten oder der Speicherfrequenz spielen. Seid hier aber vorsichtig, denn es gibt durchaus Einstellungen, welche den Mini PC am Booten hindern können. Einen dedizierten CMOS Reset Taster gibt es nicht.
Wer den Acemagic M1 7735HS als Server betreiben möchte, darf sich über praktische Features wie Wake on LAN, automatischen Neustart nach Stromverlust oder geplantes Hochfahren nach Uhrzeit freuen. Secure Boot lässt sich bei Bedarf aktivieren. Screenshots der wichtigsten Einstellungen haben wir euch für den Überblick unten eingebunden.
| WLAN | RealTek RTL8852BE WiFi 6 802.11ax PCIe Adapter M.2 2230 Karte (kann getauscht werden) MU-MIMO Maximal 1,8Gbps (Brutto) |
| Bluetooth | Bluetooth 5.2 (USB Transport) |
| Ethernet | RealTek RTL8125 Gaming 2.5GbE Family Ethernet Controller |
Im Acemagic M1 7735HS ist eine nicht verlötete WLAN Karte im M.2 2230 Format verbaut, die entsprechend getauscht werden kann, falls man z.B. schnelleres WLAN benötigt. Die werksseitig verbaute Karte nutzt einen RealTek RTL8852BE Chipsatz und beherrscht Wi-Fi 6 und MU-MIMO. Die maximale Bruttodatenrate liegt bei 1,8Gbit/s. Im Test mit einer Fritz!Box 6660 Cable lag der maximale Link Speed bei 1,2Gbit/s. Bluetooth ist in die WLAN Karte integriert und unterstützt bis zu Bluetooth 5.2.
Im WLAN Test gab es mit dem Acemagic M1 leider Probleme. Auch nach der Installation des aktuellsten Treibers und einem Test unter Linux lag die erreichte Nettobandbreite neben dem Router bei nur 100 bis 150Mbit/s. Andere Geräte erreichen hier zwischen 600 und 1070Mbit/s. Da die Probleme mit dem Durchsatz unabhängig von Treiber Version und Betriebssystem auftreten, scheint hier ein Hardware Problem vorzuliegen - eventuell an den verbauten Antennen.
Dafür spricht auch der Umstand, dass der WLAN Empfang nicht perfekt ist. Ein Stockwerk unter dem Router wechselt der Mini PC ins 2,4GHz Band, was viele Vergleichsgeräte nicht tun. Hier werden dann nur noch etwa 60Mbit/s erreicht. Wer also auf perfekte WLAN Performance mit sehr gutem Empfang angewiesen ist, sollte vom Acemagic M1 besser die Finger lassen oder muss versuchen, ob eine andere WLAN Karte hier Besserung bringt.
Eventuell beschränkt sich das Problem auch nur auf unser Testgerät. Das können wir leider nicht beurteilen, da wir nur testen können, was uns vorliegt.
Das in die WLAN Karte integrierte Bluetooth Modul funktioniert einwandfrei. Im Test mit Bluetooth Kopfhörern und einem Spielecontroller gab es hier keinerlei Auffälligkeiten. Die Reichweite reicht bis in den Nachbarraum und es gab auch kein Einschränkungen bei gleichzeitiger Nutzung von 2,4GHz WLAN und Bluetooth.
Der LAN Port auf der Rückseite wird vom Realtek RTL8125 Gaming Chipsatz angetrieben, welcher sehr häufig in chinesischen Mini PCs verbaut wird und wie gewohnt keine Probleme macht. Die Verbindung ist stabil und auch im Test mit iPerf3 zwischen dem Acemagic M1 und einem Mac Studio mit 10Gbit Ethernet gab es keine Auffälligkeiten beim Durchsatz. Im Schnitt wurden 2,37Gbit/s Nettodurchsatz erreicht, was perfekt im Soll von 2,5Gbit Ethernet liegt.
Der Acemagic M1 7735HS positioniert sich als solider Allrounder im mittleren Preissegment und schlägt sich in seinen vorgesehenen Einsatzgebieten wie Büroarbeit, Surfen, Streaming, leichte Videoschnittprojekte und kleine lokale KI-Modelle überzeugend. Das Verhältnis aus Rechenleistung und Preis wirkt gerade angesichts der aktuellen Speicherkrise attraktiv, zumal sich über Preisvergleiche zwischen den Händlern (Amazon*, eBay*, Aliexpress*) der effektive Einstiegspreis noch einmal spürbar drücken lässt. Mit unserem Gutscheincode "BVGGPVGN4" gibt es bis zum 31. August noch 32% Rabatt auf den Basispreis von Amazon.
Bei der reinen Rechenleistung liegt der Ryzen 7 7735HS nah an der Chuwi UBox mit Ryzen 5 6600H. Bei CPU-lastigen Aufgaben sind beide fast gleichauf, während sich die Radeon 680M GPU im Acemagic M1 deutlicher absetzen kann. Für anspruchsvolles Gaming reicht das dennoch nicht: Moderne AAA-Titel wie Cyberpunk 2077 laufen selbst im genügsamen Steam Deck Preset in Full HD nicht flüssig. Ältere oder genügsamere Spiele wie GTA V sind dagegen gut spielbar.
Positiv fällt die umfangreiche Anschlussvielfalt auf, auch wenn das Layout (USB-C ausschließlich an der Front) nicht optimal gelöst ist. Ärgerlicher ist der Fehler am Front-USB-C-Port, der zumindest in unseren Tests mit verschiedenen USB 3.2 kompatiblen USB 4 / Thunderbolt SSDs nur USB 2.0-Geschwindigkeit lieferte, obwohl der interne Controller USB 3.2 Gen2 beherrschen sollte. Ob Acemagic das per Firmware-Update beheben kann, bleibt abzuwarten - wir haben den Hersteller informiert.
Auch die WLAN-Performance enttäuscht: Mit nur 100 bis 150Mbit/s Nettodurchsatz direkt neben dem Router bleibt der Acemagic M1 weit hinter Vergleichsgeräten (600 bis 1.070Mbit/s) zurück, und ein Stockwerk direkt unterhalb des Routers wechselt er bereits ins 2,4GHz Band. Da das Problem unabhängig von Treiber und Betriebssystem auftritt, deutet vieles auf ein Hardware- bzw. Antennenproblem hin - womöglich beschränkt auf unser Testgerät, was sich abschließend aber nicht beurteilen lässt.
Bei der Aufrüstbarkeit muss man differenzieren: Die werksseitige SSD ohne DRAM-Cache limitiert die Schreibgeschwindigkeit bei großen Datenmengen, lässt sich über die beiden M.2 2280-Slots mit PCIe 4.0-Anbindung aber grundsätzlich tauschen. Wer das vorhat, muss allerdings die aufwendige, fummelige Öffnungsprozedur in Kauf nehmen. Der Arbeitsspeicher hingegen ist fest verlötet und lässt sich nachträglich gar nicht aufrüsten. Die Vermarktung als "aufrüstbarer" Mini-PC bezieht sich also strenggenommen nur auf SSD und WLAN-Karte, nicht auf den RAM. Die Chuwi UBox 6600H hat an dieser Stelle bei einem ähnlichen Preisiveau die Nase vorn und punktet zudem mit einem USB 4 Port inklusive Thunderbolt.
Software-seitig gibt es wenig zu bemängeln: sauberes, deutschsprachiges Windows 11 Pro inklusive Lizenz ohne Bloatware, volle Linux-Kompatibilität und ein entsperrtes BIOS mit sinnvollen Server-Features wie Wake on LAN und automatischem Neustart nach Stromausfall. Wer im BIOS experimentiert, sollte aber vorsichtig sein: Ein dedizierter CMOS-Reset-Taster fehlt.
Unterm Strich ist der Acemagic M1 7735HS ein brauchbarer Mini PC für alltägliche Aufgaben, der an mehreren Stellen aber kleinere bis mittelgroße Schwachstellen hat. Wer auf zuverlässiges WLAN, einen vollumfänglich funktionierenden USB-C-Port oder eine besonders leise Kühlung angewiesen ist, sollte diese Schwächen in die Kaufentscheidung miteinbeziehen.
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