Ouvis S1 Mini PC Testbericht

ouvis s1 Ouvis S1 im Test: Schicker Budget Mini PC mit RGB und Info Display

Einleitung

Mit dem Ouvis S1 hat mal wieder ein Budget Mini PC den Weg zu uns gefunden. Verglichen mit gängigen Mini PCs im Preissegment um die 200€, bietet der Ouvis S1 einige Besonderheiten. Das beginnt beim Design und setzt sich mit Features wie einer RGB Beleuchtung, einem integrierten LCD Display und auch bei den Aufrüstmöglichkeiten fort. Der Ouvis S1 durfte sich in den letzten Wochen im Alltag beweisen und in diesem Testbericht schauen wir uns den Mini PC nun genauer an.

Erhältlich ist der Ouvis S1 in der Regel für etwa 200€. Im Angebot gab es allerdings auch schon Preise in Richtung 160€. Der Ouvis S1 ist bei gängigen China Shops erhältlich (unser Testgerät stammt von Geekbuying), kann aber auch direkt in Deutschland bei vielen Händlern erworben werden. Hier liegen die Preise dann im Vergleich meist etwas höher.

Die Marke Ouvis gehört übrigens zum selben Hersteller wie die bekannteren Marken Acemagic und NiPoGi. Von letzterer hatten wir zuletzt den AK1 Plus im Test.

Den Testbericht zum Ouvis S1 findet ihr hier auch als Video.


Ouvis S1 Lieferumfang

Bei der Verpackung zeigt sich Ouvis wie alle zu Acemagic gehörenden Marken "sparsam" und liefert den Ouvis S1 in einer einfachen Verpackung ohne Branding aus. Sie trägt lediglich die Aufschrift "Mini PC". Die Box besteht aus stabilem Karton und enthält ausreichend Polsterung zum Transportschutz. Dem Ouvis S1 liegt ein HDMI 2.0 Kabel, eine Kurzanleitung und ein Netzteil mit deutschem Stecker bei. Ein Standfuß zum stehenden Betrieb ist ebenfalls Teil des Lieferumfangs.

Der Lieferumfang vom Ouvis S1

Ouvis S1 Design

Materialien Gehäuse: Kunststoff
Standfuß: Metall
GewichtOhne Standfuß: 360g
Mit Standfuß: 420g
AbmessungenOhne Standfuß: 12,77 x 12,35 x 4,09cm (BxTxH)
Mit Standfuß: 6,24 x 13,50 x 12,35cm (BxHxT)

Materialien & Aussehen

Der Ouvis S1 besteht komplett aus Kunststoff. Lediglich der beigelegte Standfuß besteht aus Metall. Das hat natürlich einen funktionalen Nutzen, da das damit einhergehende Gewicht für einen sicheren Stand sorgt. Praktisch ist auch, dass der Standfuß magnetisch am Gehäuse gehalten wird. So lässt er sich bei Bedarf mit einem Handgriff entfernen. Trotz des Kunststoff Gehäuses hinterlässt der Ouvis S1 einen hochwertigen Eindruck. Das liegt zum einen an der guten Verarbeitung, zum anderen auch an dem auffälligen und fast schon etwas futuristisch anmutendem Design.

Das schwarze Gehäuse ist sehr schlank gebaut und mit einem mattschwarzen Finish versehen. Die Front ziert eine glänzende Abdeckung, welche einen RGB Leuchtstreifen und ein leicht herausragendes LCD Display trägt - dazu später noch mehr. Liegend erfolgt die Luftzufuhr von links und wird nach rechts ausgeblasen. Bei stehendem Betrieb saugt der Ouvis S1 unten an und bläst nach oben aus.

Ein auffälliges Designelement sind graue Platten an der Ober- und Unterseite (bzw. links und rechts bei stehendem Betrieb). Während die obere bzw. rechte Platte lediglich ein Deko-Element ist, welches der Symmetrie dient, dient die untere bzw. linke Platte als Zugang zum Inneren. Hier befindet sich auch ein kleines Sichtfenster, welches den Blick aufs RAM Modul freigibt. Wo hier der Sinn liegt, weiß allerdings nur Ouvis, denn Notebook RAM (SO-DIMM) mit RGB Beleuchtung gibt es unseres Wissens nach nicht. Das Sichtfenster ist entsprechend relativ nutzlos.

Wesentlich interessanter ist der Umstand, dass die Zugangsplatte wie auch der Standfuß magnetisch am Gehäuse gehalten wird. Man kann sie also ohne Werkzeug öffnen und hat so einfachen Zugang zum Inneren. Neben dem Arbeitsspeicher versteckt sich unter der Abdeckung ein M.2 Slot mit SATA 3 Unterstützung, sowie ein weiterer M.2 Slot mit NVMe und SATA 3 Unterstützung. Beide Slots nehmen SSDs im 2280 Format auf. Für schlanke Kühlkörper ist zwischen SSD und Abdeckung genügend Platz vorhanden. Zum Entnehmen bzw. Befestigen der SSD benötigt man dann aber doch einen Schraubenzieher, da die SSDs mit einer Schraube festgehalten werden. Hier hat Ouvis den Ansatz nicht zuende gedacht. Eine werkzeuglose Halterung (Gumminippel oder Plastikhaken) hätte besser zur magnetischen Abdeckung gepasst.

Tasten & Anschlüsse

Die Anschlüsse und Tasten bringt der Ouvis S1 auf der Oberseite bzw. liegend links, sowie auf der Rückseite unter. Die Power Taste befindet sich oben bzw. liegend links ganz vorne, dann folgt der Luftauslass und dahinter befinden sich die USB Ports. Hier spendiert euch Ouvis je zwei USB 2.0 und USB 3.2 Anschlüsse im Typ-A Format. Einen Typ-C Anschluss bietet der Ouvis S1 nicht. Rückseitig findet man eine Öffnung für ein Kensington Schloss, einen 3,5mm Aus- bzw. Eingang, zwei Gigabit Ethernet Anschlüsse, zwei HDMI 2.0 Anschlüsse und den DC-In Port für das Netzteil. Letzteres liefert übrigens 12V bei maximal 3A, was einer maximalen Leistungsabgabe von 36 Watt entspricht.


LCD Display & RGB Beleuchtung

Eines der auffälligsten Merkmale vom Ouvis S1 ist das kleine LCD Display auf der Front. Es handelt sich dabei um ein kleines Farb LCD, welches zur Dastellung von Betriebsparametern dient. Beim ersten Start nach Trennung vom Strom, begrüßt einen das Display mit der Aufschrift "Mini PC". Sobald Windows hochgefahren ist und die zum Display gehörende App startet, zeigt es dann die Betriebsparameter an. Dazu gehören Datum und Uhrzeit, aber auch interessante Details wie Prozessor Temperatur, Lüfterdrehzahl, Prozessor Leistungsaufnahme in Watt, sowie Auslastung von RAM und CPU. Schickt man den Mini PC schlafen oder fährt ihn herunter, ohne den Strom zu trennen, wird nur noch die Uhrzeit angezeigt.

Die zugehörige Software erlaubt das Anpassen der Darstellung. Es gibt verschiedene vorgefertigte Layouts und der Bildschirminhalt lässt sich drehen, je falls man den Ouvis S1 liegend betreibt. Eine automatische Erkennung der Ausrichtung findet leider nicht statt. Die App bietet auch die Möglichkeit eigene Layouts zu erstellen oder eine eigene Grafik darzustellen. Was leider nicht möglich ist, ist die Darstellung von Informationen abseits des Systemzustands. Das ist schade, denn beispielsweise eine Anzeige des Wetterberichtes oder Aktienkurse wären sicherlich auch eine interessante Möglichkeit zur Nutzung des Displays gewesen.

Die App zur Steuerung...
...des LCD Info-Displays
Anzeige der Betriebsdaten
Display im Standby / Shutdown

Bedauerlich ist, dass das Display unter Linux nicht genutzt werden kann. Startet man Linux nach Trennung vom Strom, wird dauerhaft der "Mini PC" Schriftzug angezeigt. Die Anzeige der Uhrzeit funktioniert nämlich erst, wenn die Windows App des Displays einmal gestartet wurde. Die Kommunikation zwischen App und Display erfolgt über eine serielle Schnittstelle. Rein theoretisch könnte man als Bastler und Programmierer also versuchen, die Kommunikation zu entschlüsseln und eine Linux App für das Display zu bauen.

Unter dem LCD Display befindet sich dann noch ein länglicher LED-Streifen, welcher RGB LEDs enthält. Standardmäßig zeigt der LED-Streifen einen durchlaufenden Farbverlauf an. Auch für die Beleuchtung gibt es eine vorinstallierte Windows-App, mit welcher man diese anpassen kann. Neben der Helligkeitsregelung bietet die App die Möglichkeit, die Beleuchtung zu deaktivieren, einen Farbverlauf oder Farbwechsel anzeigen zu lassen oder zu blinken bzw. pulsieren. Ein konstantes Leuchten oder Blinken in einer benutzerdefinierten Farbe ist nicht vorgesehen.

Die App zur Steuerung der RGB Beleuchtung

Ouvis S1 Ausstattung

Prozessor Intel N95 (Alder Lake-N, Intel 7)
4x x86_64 @3,4GHz (6MB Cache)
TDP: 15W (aktiv gekühlt)
GPU Intel UHD Graphics (16 EUs)
Takt: 1,2GHz
RAM16GB DDR4 2666MHz SO-DIMM (Single Channel)
Modul Hersteller: KINSOTIN
SDRAM Hersteller: Micron
SpeicherAb Werk: 512GB SATA 3 SSD M.2 2280 (YHJC YHS200A512HI47)
Slots: 2x M.2 2280 (1x SATA 3 + 1x NVMe / SATA 3)
Micro SDKein Kartenleser vorhanden
Fingerabdruck ScannerKein Fingerprint Scanner vorhanden
SensorenKeine Sensoren vorhanden
Anschlüsse2x USB-A 2.0
2x USB-A 3.2 (5Gbit/s)
1x 3,5mm In / Out
2x HDMI 2.0 (4k60)
2x Gigabit Ethernet (RTL8168/8111)
1x DC-In (Hohlklinke)

Alltags Performance

Der Ouvis S1 setzt auf den Intel N95, ein bekannter und beliebter Chip für Budget Mini PCs, wenngleich nicht mehr ganz aktuell. Der Chip erschien im ersten Quartal 2023 und hat mittlerweile einen Nachfolger spendiert bekommen. Der Intel N95 kann mit 10W oder 15W Power Budget betrieben werden, je nachdem ob er aktiv oder passiv gekühlt wird. Im Ouvis S1 ist eine aktive Kühlung vorhanden, sodass der Intel N95 dauerhaft 15W ziehen darf. Somit liefert der Chip im Ouvis S1 die maximal mögliche Leistung und zumindest bei einfacheren Aufgaben eine ganz ordentliche Performance.

Spiele machen natürlich keinen Spaß, denn selbst ältere Titel bringen den Ouvis S1 an seine Leistungsgrenze. Als Surf- und Office-Maschine schlägt sich der Ouvis S1 jedoch erfreulich gut. Vor allem mit einem Full HD oder WQHD Bildschirm fühlt er sich wohl und liefert eine angenehme Performance. Das gilt auch für mehrere offene Apps inklusive Chrome mit mehreren Tabs. Mit den recht üppigen 16GB RAM ab Werk ist auch umfangreicheres Multitasking kein Problem. Der RAM ist allerdings nur mit einem Kanal angebunden, da der Ouvis S1 nur einen RAM Steckplatz bietet. Videos spielt der Mini PC bis 4k60 ruckelfrei in allen gängigen Formaten ab - auch YouTube im Browser.

Der Betrieb an einem 4k Display ist möglich, da die HDMI Ausgänge den HDMI 2.0 Standard nutzen, sodass hier auch 60Hz möglich sind. Theoretisch sind sogar zwei 4k Displays möglich, da der Ouvis S1 zwei HDMI Ausgänge am Start hat. In der Praxis leidet die Performance jedoch schon bei einem 4k Monitor, sodass zwei 4k Displays in der Praxis vermieden werden sollten. Im Multimonitor Betrieb mit geringeren Auflösungen gibt es aber kaum Performancenachteile.

Benchmarks

Kühlsystem

China Mini PCs im Budget Segment sind häufig recht laut und leiden an einer schlechten Lüftersteuerung. Der Ouvis S1 tanzt hier erfreulicherweise aus der Reihe. Der verbaute Lüfter ist selbst auf höchster Drehzahl recht leise und nur geringfügig wahrnehmbar. Hinzu kommt eine deutlich bessere Lüftersteuerung als bei vielen Konkurrenten. Die Kurve ist deutlich weniger aggressiv als gewohnt und die Drehzahl reagiert mit einer gewissen Latenz, sodass es kein nerviges Auf und Ab bei der Drehzahl gibt. Die Geräuschkulisse fällt dadurch im Alltagsbetrieb sehr angenehm aus.

Lobenswert ist darüber hinaus die erstaunlich effiziente Kühlung. Im normalen Office Betrieb bewegt sich die Prozessortemperatur in der Regel zwischen 40 und 48 Grad. Die Lüfterdrehzahl bleibt entsprechend niedrig und das Gehäuse erwärmt sich nur geringfügig. Bei andauernder Volllast steigen die Temperaturen nicht über 67 Grad. Thermal Throttling wird entsprechend beim Ouvis S1 nie auftreten und auch der Dauerbetrieb sollte keine Probleme machen. Der Screenshot unten wurde nach ein paar Benchmarks geschossen.

Das Kühlsystem vom Ouvis S1 funktioniert hervorragend

SSD & USB

Die ab Werk verbaute SSD stammt von irgendeiner eher unbekannten China Marke namens "YHJC". Es handelt sich um eine M.2 SSD im 2280 Format und 512GB Speicherplatz. Das ist relativ viel und so bietet der Ouvis S1 für seinen Preis eine große Menge an Platz für Programme und Daten. Leider setzt der Hersteller aber nur auf eine SATA 3 SSD. Sie erreicht dafür ganz gute Werte, kommt aber natürlich nicht ansatzweise an eine PCIe NVMe SSD heran. Für 200 Taler bekommt man mittlerweile durchaus Mini PCs mit NVMe SSD. Insofern ist der Punkt etwas enttäuschend. Man muss aber natürlich auch berücksichtigen, dass die RGB Beleuchtung und das Info Display Geld vom Budget wegnehmen. Vermutlich ist das der Grund, dass man hier auf eine SATA 3 SSD zurückgegriffen hat.

Immerhin: Man muss auf NVMe nicht verzichten. Der Ouvis S1 bietet einen zweiten M.2 Steckplatz, in welchem man neben SATA 3 SSDs auch NVMe SSDs betreiben kann. Somit lässt sich bei Bedarf schnellerer Speicher nachrüsten und die Werks-SSD muss dabei noch nicht mal weichen.

Die USB-Ports sind wie schon erwähnt etwas mager aufgestellt. USB-C gibt es gar nicht, was in der heutigen Zeit schon frech ist. Die vier Ports haben das USB-A Format und zwei davon liefern USB 2.0. Die anderen beiden unterstützen USB 3.2 mit 5Gbit/s. Externe Laufwerke lassen sich an den Ports ohne zusätzliches Netzteil betreiben. Das Fehlen eines USB Ports auf der Rückseite ist etwas nervig, wenn man kabelgebundene Peripherie anschließen möchte. Durch die oben abstehenden Kabel wirkt das ganze dann etwas unaufgeräumt.


Ouvis S1 Software

Betriebssystem Windows 11 Pro
Firmware AMI Aptio UEFI
UEFI MenüEntsperrt, erweiterte Optionen verfügbar (Power Limits, RAM Konfiguration, Autostart nach Stromverlust / Uhrzeit)
SchadsoftwareKeine Funde
Kompatibel mitWindows & Linux

Betriebssystem

Der Ouvis S1 wird mit Windows 11 Pro inklusive Lizenz ausgeliefert. Der Key befindet sich in der Firmware und wird bei einer Neuinstallation zur Aktivierung genutzt. Das System ist im Werkszustand jungfräulich und begrüßt einen mit der Sprachauswahl. Deutsch steht hier direkt als Option bereit. Den Konten-Zwang von Windows 11 hat Ouvis bereits für euch umgangen. Beim ersten Einrichten wird automatisch ein lokales Konto ohne Microsoft Account angelegt. Windows Updates haben sich an unserem Testgerät ohne Probleme installieren lassen. Scans nach Schadsoftware haben keine Funde geliefert. Bloatware befindet sich keine auf dem System. Linux läuft auf dem Ouvis S1 problemlos. Im Test mit einer aktuellen Ubuntu-Version wurde die gesamte Hardware erkannt. Lediglich das Info-Display und die RGB Beleuchtung lassen sich unter Linux nicht steuern.

Windows 11 Pro ist vorinstalliert und aktiviert

UEFI / BIOS

Als Firmware dient ein AMI Aptio UEFI und das Konfigurationsmenü ist entsperrt. Ihr habt also Zugriff auf alle erweiterten Optionen und könnt z.B. an den Power Limits spielen. Interessant für den Betrieb als Server sind auch die Optionen für den Power State nach Stromverlust und das automatische Starten zu einer festgelegten Uhrzeit.


Ouvis S1 Konnektivität

WLAN Realtek 8821CE 802.11ac PCIe NIC
433Mbit/s Bruttobandbreite
BluetoothBluetooth 4.2
Ethernet / LAN2x Realtek RTL8168/8111 Gigabit Ethernet

Fürs WLAN nutzt der Ouvis S1 eine fest auf dem Mainboard verlötete Realtek WLAN Karte im Miniatur-Format, wobei hier als Grundlage der 8821CE Chipsatz dient, welcher leider nur AC-WLAN beherrscht. Auch bei günstigen Windows Geräten ist mittlerweile immer öfter Wi-Fi 6 am Start, sodass man den alten WLAN-Standard durchaus kritisieren kann.

Der Empfang fällt leider enttäuschend aus. Direkt neben dem Router kommen von den 433Mbit/s Brutto nur etwas mehr als 50Mbit/s Netto an. Ein Stockwerk unter dem Router bricht die Bandbreite auf nur noch 15Mbit/s ein. Keine Einschränkungen waren beim Bluetooth zu beobachten, welches allerdings nur mit dem alten 4.2 Standard unterstützt wird.

Wer mit dem Ouvis S1 eine zügige Netzwerkverbindung braucht, muss auf einen der beiden LAN Anschlüsse zurückgreifen. Diese haben beide einen RTL8168/8111 Gigabit Ethernet Chipsatz und liefern im Speed Test mit über 930Mbit/s die zu erwartende Geschwindigkeit. Die zwei dedizierten LAN Ports können auch wieder für den Einsatz als Server interessant sein.

WLAN Test unter Router
WLAN Test neben Router
LAN Speed Test

Ouvis S1 Audio

Lautsprecher Nein
Ausgänge 3,5mm, HDMI, Bluetooth

Interne Lautsprecher bietet der Ouvis S1 nicht. Kopfhörer oder Desktop Lautsprecher werden per 3,5mm angeschlossen. Einen optischen Audioausgang gibt es nicht. Audio wird vom Chipsatz bereitgestellt. Der 3,5mm Anschluss liefert einen sauberen Ton ohne Rauschen oder Brummen. Der 3,5mm Port kann auch als Eingang genutzt werden. Abseits davon ist die Audioausgabe noch über Bluetooth, USB oder HDMI möglich. Das sind auch die einzigen Möglichkeiten für digitales Audio, denn einen optischen Ausgang bietet der Ouvis S1 nicht.



Ouvis S1 Test Fazit

Der Ouvis S1 ist mit seiner RGB Beleuchtung und dem LCD-Display zur Darstellung von Betriebsparametern ein recht interessanter Mini PC und sieht dabei noch sehr ansprechend aus. Auch die Möglichkeit, ohne Werkzeug ins Innere zu kommen, ist interessant. Der magnetische Standfuß ist eine nette Idee und erlaubt einen schnellen Wechsel zwischen liegendem und stehendem Betrieb. Im Alltag macht der Ouvis S1 eine ganz gute Figur, liefert für einfache Aufgaben genügend Leistung und erfreut mit seinem effektiven und leisen Kühlsystem.

Enttäuschend ist dagegen, dass der Ouvis S1 ab Werk nur mit einer SATA 3 SSD ausgestattet wird und kein Dual Channel RAM bietet. Das schwache WLAN hinterlässt zudem einen faden Beigeschmack. Das LCD-Display und die RGB Beleuchtung sind etwas lieblos umgesetzt und reizen ihr Potenzial nicht aus. "Nettes Gimmick" ist hier wohl die beste Umschreibung.

Was die Kaufempfehlung angeht, gibt es diese für die UVP von über 200€ nicht. In der Preisklasse bieten andere Marken Geräte mit NVMe SSD und / oder Wi-Fi 6 Unterstützung. Ein bisschen RGB und ein Gimmick Display sind den Kompromiss nicht wirklich wert. Im Angebot für 160 bis 170€ kann man den Ouvis S1 aber durchaus empfehlen - zumindest wenn einen der maue WLAN Empfang nicht stört.

Den Testbericht zum Ouvis S1 gibt es in unserem YouTube Kanal auch als Video.

Vorteile

  • Auffälliges und ansprechendes Design
  • Solide Verarbeitung, kompakter Formfaktor
  • Kann stehend oder liegend betrieben werden
  • Magnetische Abdeckung für RAM und SSD Slots
  • Magnetischer Standfuß
  • Dual M.2 2280 Slots (1x SATA 3, 1x NVMe / SATA 3)
  • Steuerbare RGB Beleuchtung
  • Info Display mit aktuellen Betriebsdaten (Temperatur, Lüfter, CPU Last, Stromverbrauch, RAM Auslastung, Datum, Uhrzeit)
  • Sehr gutes Kühlsystem mit geringer Lautstärke und niedrigen Temperaturen
  • Ruhige Lüftersteuerung
  • Solide Performance für einfache Aufgaben
  • Große 512GB SSD und 16GB Arbeitsspeicher
  • Lizenziertes Windows 11 Pro ohne Bloatware
  • Linux kompatibel (außer RGB und Info Display)
  • Offenes BIOS / UEFI Menü
  • BIOS bietet Autostart Optionen für Server Betrieb
  • Dual Gigabit LAN Ports
  • Dual HDMI Anschlüsse
  • HDMI 2.0 für 4k mit 60Hz
  • 3,5mm Ausgang ohne Störgeräusche

Nachteile

  • Nur vier USB Anschlüsse, zwei davon USB 2.0
  • Kein USB-C Port
  • Info Display außerhalb von Windows nutzlos
  • Info Display nur für Betriebsparameter, keine anderen Widgets (z.B. Wetter, Benachrichtigungen, etc.)
  • Werks SSD nur SATA 3
  • Kein Dual Channel RAM
  • Relativ schlechter WLAN Empfang, geringe Datenrate auch neben dem Router
  • Magnetische Abdeckung nicht zu Ende gedacht: Zum Entfernen / Befestigen der SSD braucht man einen Schraubenzieher
  • Keine VESA Halterung
 

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Montag, 04. März 2024

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