Xiaomi weitet sein Portfolio innerhalb der K90 Serie weiter aus und stellt mit dem Redmi K90 Max demnächst ein neues Modell vor, das den Fokus deutlich auf mobile Gaming Performance legt. Während das Redmi K90 und das Redmi K90 Pro Max bereits seit Ende 2025 auf dem chinesischen Markt verfügbar sind und in Europa als Ableger der Poco F8 Serie unter den Namen Poco F8 Pro und Poco F8 Pro Ultra (derzeit ab 680€ bei Amazon*) bekannt wurden, schlägt das Redmi K90 Max einen spezialisierteren Weg ein. Erste Teaser und Informationen von offizieller Seite zeichnen bereits ein recht umfassendes Bild des Geräts.
Die auffälligste Neuerung des Redmi K90 Max ist das aktive Kühlsystem. Es handelt sich um das erste Smartphone der Redmi Reihe, das einen integrierten Lüfter nutzt. Dr Lüfter wird an der Position im Kamerabuckel verbaut, an der sich beim Redmi K90 Pro Max bzw. Poco F8 Ultra der Bose Subwoofer befindet. Der Lüfter verfügt über einen Durchmesser von 18.1mm, was etwa 6% über dem Durchschnitt vergleichbarer Lösungen liegt. Der Lüfter nutzt ein vertikales Einlassdesign und erreicht eine Luftmenge von 0.42CFM. Xiaomi gibt an, dass dieses System in der Lage ist, die Kerntemperatur des Prozessors innerhalb von 100 Sekunden um 10°C zu senken. In internen Tests unter realen Bedingungen erreichte das Redmi K90 Max nach vier Stunden intensiver Nutzung in einem MOBA Titel bei 144fps eine maximale Oberflächentemperatur von lediglich 36.7°C.
Eine technische Besonderheit stellt die Zertifizierung nach IP66, IP68 und IP69 dar. Bisher war die Kombination aus einer Gehäuseöffnung für einen Lüfter und einem hohen Schutz gegen Wasser und Staub technisch schwer realisierbar. Beim Redmi K90 Max nutzt Xiaomi einen isolierten und versiegelten Luftkanal, der den Luftstrom physisch von der empfindlichen Elektronik im Inneren trennt. Damit ist das Gerät sogar gegen Hochdruckwasserstrahlen geschützt. Um die Langlebigkeit der mechanischen Komponenten zu unterstreichen, gewährt der Hersteller eine sechsjährige Garantie auf das Kühlsystem sowie eine lebenslange kostenlose Reinigung und Wartung des Lüfters.
Unter der Haube setzt das Redmi K90 Max auf ein leistungsstarkes Dual Chip Setup. Als Hauptprozessor wird der aktuelle Flaggschiff-Chip Mediatek Dimensity 9500 vermutet, der durch einen dedizierten Grafikchip für Upscaling Funktionen ergänzt wird. Diese Kombination soll eine stabile Bildrate auch bei anspruchsvollsten Titeln gewährleisten. Das Display des Redmi K90 Max bietet eine Bildwiederholrate von 165Hz, was es von den Standardmodellen der Serie abhebt und besonders für kompetitive Spieler interessant macht. Die Touch Eingabe wurde ebenfalls optimiert, um Verzögerungen zu minimieren.
In puncto Design orientiert sich das Redmi K90 Max an der Formsprache des Pro Max Modells, verzichtet jedoch auf die Kooperation mit Bose. An der Stelle, an der beim Redmi K90 Pro Max ein rückseitiger Subwoofer verbaut ist, befindet sich beim Redmi K90 Max nun eine Luftöffnung des Kühlsystems. Das Gehäuse besteht aus einer Aluminiumlegierung und wird in der Farbvariante Space Silver vermarktet bzw. ist das die Variante, die bisher gezeigt wurde. Trotz der zusätzlichen Kühltechnik bleibt das Gerät vergleichsweise dünn und verfügt über extrem schmale Displayränder.
Gerüchte deuten darauf hin, dass Xiaomi beim Redmi K90 Max einen Akku mit einer Kapazität von 8.500mAh verbaut, was für lange Gaming Sessions ohne Unterbrechung sorgen würde. Geladen wird dieser voraussichtlich mit 100W. Zur weiteren Ausstattung gehören zusätzliche Schultertasten, die die Bedienung in Spielen erleichtern, sowie ein Ultraschall Fingerabdrucksensor unter dem Display. Die Netzstabilität wurde durch spezielle Antennenanordnungen weiter verbessert, um Latenzen in Online Spielen zu verringern.
Ob das Redmi K90 Max auch den Weg nach Europa finden wird, ist aktuell noch ungewiss. In der Vergangenheit wurden Modelle der K Serie neben der Untermarke Poco auch schon als Teil der Xiaomi T-Serie nach Europa gebracht. Entsprechend gibt es Spekulationen, dass Xiaomi das K90 Max als Xiaomi 17T Pro nach Europa bringen könnte. Ob dem so ist, bleibt abzuwarten.
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