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Acemagic F9A PRO495 vorgestellt: KI Workstation mit 192GB Unified Memory

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Acemagic hat auf der IFA 2026 in Berlin den F9A mit dem AMD Ryzen AI Max+ PRO 495 gezeigt. Der Mini PC ist ein Refresh des im August vorgestellten F9A, der mit dem Ryzen AI Max+ 395 an den Start ging. Acemagic positioniert den PRO495 als eines der weltweit ersten Mini PC Systeme mit diesem Prozessor. Ursprünglich sollten die Vorbestellungen für die 395 Variante am 10. September starten, was bisher nicht geschehen ist. Auf den internationalen Webseiten des Herstellers kann man sich aktuell lediglich per E-Mail Adresse für Updates registrieren. Die 395 Variante mit 64GB oder 128GB RAM soll je nach Konfiguration zwischen 1900 und 3300 Euro kosten. Für die neue Variante mit AMD Ryzen AI Max+ PRO 495 gibt es bislang weder einen finalen Preis noch ein geplantes Startdatum.

Prozessor, Grafik und KI Leistung

Im Inneren des F9A PRO495 arbeitet der AMD Ryzen AI Max+ PRO 495 aus der Gorgon Halo Familie, den AMD am 21. Mai 2026 vorgestellt hat. Der Chip bringt 16 Zen 5 Kerne und 32 Threads mit, getaktet wird er mit 3,1GHz Basis und bis zu 5,2GHz im Boost. Anders als bei Gorgon Point kommen hier ausschließlich Zen 5 Kerne zum Einsatz, kein Zen 5c. Gefertigt wird der Prozessor im 4nm Verfahren bei TSMC, zum Cache gehören 16MB L2 und 64MB L3.

Für die Grafikausgabe ist die integrierte Radeon 8065S zuständig. Sie basiert auf der RDNA 3.5 Architektur, bringt 40 Compute Units mit und taktet mit 3000MHz, 100MHz mehr als die Radeon 8060S in der 395 Variante. Acemagic stuft die Leistung als vergleichbar mit einer RTX 5060 ein. Zusätzlich ist eine NPU auf Basis der XDNA 2 Architektur verbaut, die laut AMD bis zu 55 TOPS liefert. Die von Acemagic genannten 131 TOPS beziehen sich auf die kombinierte Rechenleistung aus CPU, GPU und NPU und sind damit kein reiner NPU Wert.

Die CPU Leistung selbst dürfte nur marginal über der des 395 liegen, da die Kerne lediglich 100MHz höher getaktet sind. In bisher verfügbaren Benchmark Einträgen des Chips liegt ein Testsystem mit dem PRO 495 in Geekbench 6.7 bei 3017 Punkten im Single Core und 16253 Punkten im Multi Core, was in etwa auf dem Niveau eines Intel Core i9 14900HX liegt.

192GB Unified Memory als Kernargument

Das eigentliche Upgrade gegenüber der 395 Variante des Acemagic F9A ist der Arbeitsspeicher. Die PRO495 Variante bietet 192GB LPDDR5X-8533 als Unified Memory, der zwischen CPU, GPU und NPU geteilt wird. Davon lassen sich laut Acemagic bis zu 160GB direkt als VRAM zuweisen. Die 395 Variante kommt auf maximal 128GB LPDDR5X-8000 und 96GB VRAM Zuweisung.

Praktisch bedeutet das, dass deutlich größere Sprachmodelle lokal ausgeführt werden können. Acemagic nennt 120B Modelle bei Q4 Quantisierung und MoE Modelle mit bis zu 300B Parametern, gegenüber 70B Q4 und 200B MoE bei der 395 Variante. Auf der IFA hat Acemagic gezeigt, dass das 284B Parameter große Modell DeepSeek V4 Flash lokal auf der Plattform läuft. Der Hersteller weist darauf hin, dass die tatsächlich nutzbare Modellgröße und Leistung von Quantisierung, Softwareumgebung und Systemkonfiguration abhängt.

Der Speicher ist fest verlötet und nicht aufrüstbar, die Konfiguration wird bei der Bestellung festgelegt. Interessant ist, dass die chinesischen Mini PC Hersteller bei der Gorgon Halo Generation durchweg auf 192GB setzen und keine 128GB Variante anbieten. Auch beispielsweise die kürzlich vorgestellte Chuwi Unibox ist mit derselben Menge an RAM ausgestattet.

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Anschlüsse, Gehäuse und weitere Merkmale

An der Front des Acemagic F9A PRO495 sitzt ein USB 4 Anschluss mit 40Gbit/s, DP 2.0 und 15W Power Delivery. Dazu gibt es zwei USB-A Anschlüsse mit 10Gbit/s, eine 3,5mm Klinkenbuchse und einen SD Kartenleser. Auf der Rückseite finden sich zwei 2,5GbE LAN Anschlüsse, ein DisplayPort 2.1 mit 8K@60Hz oder 4K@120Hz, ein USB 4 Anschluss mit 40Gbit/s, DP 2.1 und 15W Power Delivery, ein USB 3.2 Gen 2 Type A Anschluss, ein USB 2.0 Type A Anschluss, ein HDMI 2.1 Anschluss, ein OCuLink Anschluss und ein Line Out Ausgang.

Der OCuLink Anschluss ist der wichtigste Erweiterungspunkt. Er bietet PCIe 4.0 x4 Bandbreite und ermöglicht es, mit einem passenden Gehäuse eine dedizierte Desktop Grafikkarte anzuschließen. Acemagic wirbt damit, dass sich das System so tagsüber als leise Workstation und abends als Gaming PC nutzen lässt. Die nutzbare Bandbreite bleibt durch die vier Lanes gegenüber einem nativen PCIe x16 Steckplatz eingeschränkt, für die meisten Anwendungsfälle jenseits von High End Gaming dürfte das aber kaum ins Gewicht fallen.

Drahtlos funkt das Gerät über Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Über HDMI 2.1 und die USB 4 Anschlüsse lassen sich laut Acemagic bis zu vier unabhängige 8K Displays gleichzeitig betreiben. Für den Massenspeicher steht ein M.2 2280 Steckplatz mit PCIe 4.0 x4 Anbindung bereit, der NVMe SSDs mit bis zu 4TB unterstützt. RAID 0 und RAID 1 sind möglich.

Untergebracht ist die Technik in einem CNC gefrästen Aluminiumgehäuse mit den Maßen 158,5 x 158,5 x 81,5mm, was einem Volumen von rund 2 Litern entspricht. Das Gehäuse ist in Silber und Space Gray erhältlich und verfügt über einen RGB Lichtring, der sich in Helligkeit und Effekten anpassen lässt. An der Front sitzt eine dedizierte Copilot Taste, über die sich Microsofts KI Assistent direkt aufrufen lässt. Für Videokonferenzen bringt das Gerät ein Fernfeld Mikrofonarray mit vier Mikrofonen mit, das laut Hersteller über KI gestützte Rauschunterdrückung und Beamforming verfügt, ergänzt durch zwei 2W Lautsprecher. Die TDP liegt bei 120W, das PPT wird mit 140W angegeben.

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Preise und Verfügbarkeit

Zu den Preisen hat Acemagic offiziell noch nichts bestätigt. Die 395 Variante mit 64GB oder 128GB RAM soll je nach Konfiguration zwischen 1900 und 3300 Euro kosten, die Vorbestellungen dafür sollten am 10. September starten. Bisher ist auf den internationalen Webseiten des Herstellers nur eine Registrierung für Updates möglich, ein eigentlicher Vorbestellprozess ist nicht gestartet. Gut möglich, dass es hier wegen der anhaltenden Speicherkrise zu weiteren Verzögerungen gekommen ist.

Für die PRO495 Variante des Acemagic F9A  kursieren an verschiedenen stellen stark abweichende Angaben zu den erwarteten Preisen. Mal wird von 5.999€ ausgegangen, andere geben mögliche Preise bis 8.000€ an. Wer bei solchen Preisen - sofern die Angaben stimmen - die Zielgruppe sein soll, bleibt offen. Ein Mac Studio System von Apple würde in diesem Fall ein erheblich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis mit deutlich mehr Leistung bieten und sogar mehr Unified Memory, wenn man Vorjahresmodelle zu einem guten Preis ergattern kann.

Zum Vergleich: Lenovo bietet mit dem ThinkCentre X Ultra ein System mit demselben PRO 495 Prozessor an, das allerdings auf 128GB RAM beschränkt ist und inklusive Steuern bei rund 3700 Euro liegt. Sollte der Acemagic F9A tatsächlich derart teurer werden, dürfte das Lenovo System die deutlich bessere Wahl sein, wenn es denn unbedingt ein Windows-System sein muss. Erhältlich ist bislang aber auch der ThinkCentre X Ultra nicht.

Technische Daten

  • Acemagic F9A PRO495
  • HDMI 2.1, DisplayPort 2.1, 2x USB 4, bis 4 unabhängige 8K Displays
  • AMD Ryzen AI Max+ PRO 495 (4nm)
    16 Kerne / 32 Threads, Zen 5, 3,1GHz Basis, bis 5,2GHz Boost
    AMD Radeon 8065S, RDNA 3.5, 40 Compute Units, 3000MHz
    XDNA 2 NPU, bis 55 TOPS
    131 TOPS (CPU, GPU, NPU kombiniert)
  • Bis 192GB LPDDR5X-8533, Unified Memory, fest verlötet
    Bis 160GB als VRAM zuweisbar
  • 1x M.2 2280 PCIe 4.0 x4, bis 4TB NVMe, RAID 0 / RAID 1
  • Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, 2x 2,5GbE LAN
  • Windows 11 Pro
  • OCuLink (PCIe 4.0 x4)
    RGB Lichtring
    Copilot Taste
    4 Mikrofon Array
    2x 2W Lautsprecher
    120W TDP / 140W PPT
    CNC Aluminium
    158,5 x 158,5 x 81,5mm, ca. 2 Liter
    Silber / Space Gray
 

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