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Acemagic F9A vorgestellt: Kompakter Mini PC mit Ryzen AI Max+ 395 für lokale KI Anwendungen

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Mit dem F9A stellt Acemagic einen neuen Mini PC vor, der sich an Nutzer mit hohem Rechenleistungsbedarf richtet. Das Gerät kombiniert einen von AMDs stärksten mobilen Prozessor, den Ryzen AI Max+ 395, mit bis zu 128GB Arbeitsspeicher in einem Gehäuse mit einem Volumen von rund 2 Litern. Damit positioniert Acemagic den F9A als kompakte Alternative zu klassischen Workstations, insbesondere für den lokalen Betrieb von KI Modellen. Zum aktuellen Zeitpunkt hat der Hersteller weder einen Preis noch ein konkretes Verfügbarkeitsdatum genannt, es läuft lediglich eine Registrierungsphase vor dem eigentlichen Marktstart, bei der man sich mit seiner E-Mail Adresse für Updates registrieren kann.

Prozessor, Grafik und KI Leistung

Kern des Acemagic F9A ist der AMD Ryzen AI Max+ 395 aus der Strix Halo Serie, den AMD bereits Anfang 2025 vorgestellt hat. Mittlerweile gäbe es mit dem AMD Ryzen AI Max+ 495 auch einen Nachfolger. Der Chip bringt 16 Kerne und 32 Threads auf Basis der Zen 5 Architektur mit und taktet laut Datenblatt bis zu 5,1GHz. Gefertigt wird er im 4nm Verfahren bei TSMC, zum Ausbau gehören 16MB L2 Cache sowie 64MB L3 Cache. Für die Grafikausgabe ist eine integrierte Radeon 8060S zuständig, die auf der RDNA 3.5 Architektur basiert und über 40 Compute Units verfügt. Sie zählt zu den leistungsfähigeren integrierten Grafiklösungen im mobilen und kompakten Segment, dedizierte Grafikkarten im oberen Preisbereich ersetzt sie aber nicht.

Für KI Aufgaben ist zusätzlich eine NPU auf Basis der XDNA 2 Architektur verbaut, die laut Hersteller bis zu 50 TOPS liefert. Die von Acemagic zusätzlich genannten 126 TOPS beziehen sich dagegen auf die kombinierte Rechenleistung aus CPU, GPU und NPU und sind damit kein reiner NPU Wert. Diese Unterscheidung ist relevant, weil manche Software gezielt nur die NPU anspricht, während andere KI Anwendungen zusätzlich oder ausschließlich die GPU einbeziehen.

Praktisch bedeutsam für den KI Einsatz ist vor allem der Arbeitsspeicher. Der Acemagic F9A bietet bis zu 128GB LPDDR5X-8000, der als Unified Memory zwischen CPU und GPU geteilt wird. Laut Acemagic lassen sich damit Sprachmodelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern lokal ausführen. Praktisch wird es durch den RAM Bedarf vom System eher weniger sein. Wie schnell ein Modell dieser Größe tatsächlich läuft, hängt zudem stark von Quantisierung und Modellformat ab. Für kleinere Modelle mit großem Kontextfenster sind solche Mini PCs aber durchaus interessant. Für den Massenspeicher stehen zwei M.2 Steckplätze mit PCIe 4.0 x4 Anbindung bereit, die feste Kapazität richtet sich nach der jeweils gewählten Konfiguration.

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Anschlüsse und Erweiterungsmöglichkeiten

Bei der Konnektivität setzt Acemagic auf eine für Mini PCs vergleichsweise umfangreiche Ausstattung. Zentral ist der OCuLink Anschluss mit PCIe 4.0 x4 Anbindung, über den sich mit einem passenden Gehäuse eine externe Grafikkarte anschließen lässt. Die nutzbare Bandbreite bleibt dabei durch die vier Lanes gegenüber einem nativen PCIe x16 Steckplatz eingeschränkt, für die meisten Anwendungsfälle jenseits von High End Gaming dürfte das aber kaum ins Gewicht fallen. Auch für KI Anwendungen ist der Flaschenhals nur für die Ladezeiten relevant, da ein KI Modell einmal geladen kaum noch Datenverkehr auf dem PCIe Bus erzeugt.

Hinzu kommen zwei USB 4 Anschlüsse mit jeweils 40Gbit/s, die sich unter anderem für schnellen externen Speicher oder hochauflösende Monitore eignen. Über HDMI 2.1 und die beiden USB 4 Anschlüsse lassen sich laut Acemagic bis zu vier unabhängige 8K Displays gleichzeitig betreiben, was den F9A auch für Arbeitsplätze mit mehreren Bildschirmen interessant macht. Für die kabelgebundene Netzwerkanbindung stehen zwei 2,5GbE LAN Anschlüsse bereit, drahtlos funkt das Gerät über Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Abgerundet wird die Anschlussausstattung durch drei USB-A Anschlüsse mit 10Gbit/s, einen SD 4.0 Kartenleser sowie eine 3,5mm Klinkenbuchse.

Gehäuse, Bedienelemente und Zielgruppe

Untergebracht ist die Technik in einem CNC gefrästen Aluminiumgehäuse mit den Maßen 158 x 158 x 85mm, was einem Volumen von rund 2 Litern entspricht. Der Acemagic F9A soll in den Farben Silber und Space Gray erhältlich sein und verfügt über einen RGB Lichtring, der sich laut Hersteller in Helligkeit und Effekten anpassen lässt. Wo genau sich der Lichtring befindet, ist auf dem aktuell verfügbaren Material nicht erkennbar. An der Front sitzt außerdem eine dedizierte Copilot Taste, über die sich Microsofts KI Assistent direkt aufrufen lässt, ein Hinweis darauf, dass das Gerät mit Windows ausgeliefert wird, auch wenn Acemagic das Betriebssystem in den bisherigen Unterlagen nicht separat benennt. Vermutlich wird aber Windows 11 Pro vorinstalliert sein.

Für Videokonferenzen bringt der F9A ein Fernfeld Mikrofonarray mit vier Mikrofonen mit, das laut Hersteller über KI gestützte Rauschunterdrückung und Beamforming verfügt, ergänzt durch zwei 2W Lautsprecher. Damit lässt sich das Gerät ohne zusätzliches Headset oder externe Lautsprecher für Meetings nutzen.

Acemagic selbst nennt als Zielgruppen unter anderem KI Entwickler, die lokal mit großen Sprachmodellen arbeiten, Video Creator, die von der OCuLink Erweiterung für externe Grafikkarten profitieren sollen, sowie Nutzer, die den Mini PC tagsüber als Arbeitsplatzrechner und abends mit angeschlossener externer Grafikkarte als Spielesystem einsetzen wollen.

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Markteinordnung, Preis und Verfügbarkeit

Der F9A ist nicht Acemagic's erstes Modell mit Strix Halo Chip. Bereits zuvor hatte der Hersteller mit dem M1A PRO+ einen deutlich größeren, würfelförmigen Mini PC mit demselben Prozessor im Programm. Der F9A tritt dagegen als bislang kompaktestes High End Modell des Herstellers an.

Auch im breiteren Markt ist der Ryzen AI Max+ 395 inzwischen keine Seltenheit mehr. AMD selbst vertreibt in den USA mit dem Ryzen AI Halo ein eigenes Referenzsystem für etwa 4.000 US Dollar, weitere Hersteller wie GMKtec bieten mit Modellen wie dem EVO-X2 bereits erhältliche Alternativen an. Fast zeitgleich mit dem F9A hat außerdem MSI den PRO MAX EDGE AI+ vorgestellt, der auf denselben Prozessor setzt, mit vier Litern aber deutlich größer ausfällt und laut MSI gezielt auf den lokalen Betrieb großer Sprachmodelle ausgelegt ist, unter anderem über bis zu 96GB nutzbaren Grafikspeicher und die Möglichkeit, mehrere Systeme zu einem Cluster zusammenzuschalten. Der F9A positioniert sich im Vergleich dazu kompakter und universeller einsetzbar.

Zu Preis und Verfügbarkeit des F9A hat Acemagic bislang keine offiziellen Angaben gemacht, aktuell läuft lediglich eine Vorregistrierung per Email für Launch Vorteile. Nach dem Launch dürfte der Acemagic F9A nicht nur im hauseigenen Shop des Herstellers erhältlich sein. Für gewöhnlich vertreibt Acemagic seine Geräte auch über Amazon*.

Technische Daten

  • Acemagic F9A
  • HDMI 2.1 & 2x USB 4
    Bis zu 4 unabhängige 8K Displays
  • AMD Ryzen AI Max+ 395 (4nm)
    16 Kerne / 32 Threads, Zen 5, bis 5,1GHz
    AMD Radeon 8060S, RDNA 3.5, 40 Compute Units
    XDNA 2 NPU bis 50 TOPS, Systemgesamtleistung bis 126 TOPS
    140W TDP
  • Bis 128GB LPDDR5X-8000
    Unified Memory zwischen CPU und GPU geteilt
    Fest verlötet, nicht aufrüstbar
  • 2x M.2 PCIe 4.0 x4 Steckplätze für NVMe SSDs
  • Wi-Fi 7
    Bluetooth 5.4
    2x 2,5GbE LAN
  • Vermutlich Windows 11 Pro
  • CNC gefrästes Aluminium
    158 x 158 x 85mm, ca. 2 Liter
    Farben Silber und Space Gray
    RGB Lichtring
    Dedizierte Copilot Taste
    Quad Beamforming Mikrofon Array
    Interne 2W Stereo Lautsprecher
    1x OCuLink (PCIe 4.0 x4) für externe Grafikkarten
    2x USB 4 mit 40Gbit/s
    3x USB-A (10Gbit/s)
    SD Kartenleser
    3,5mm Klinke
 

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Montag, 03. August 2026

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