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Xiaomi Mi Mix 3 Testbericht

xiaomi-mi-mix-3 Xiaomi Mi Mix 3

​Nachdem Xiaomi sich bei seiner Mix Serie in Sachen Änderungen am Design lange Zeit recht zurückhaltend gezeigt hat, hat man beim kürzlich vorgestellten Mi Mix 3 eine fundamentale Änderung vorgenommen. Um die Displayränder weiter zu reduzieren, wurde der untere Displayrand weiter verschmälert und die Frontkamera entfernt. Ersetzt wird sie mit einem "Slider Design". Display und Smartphone sind also voneinander getrennt. Das Display kann nach unten geschoben werden, was dann die Frontkamera enthüllt. Wir haben das Xiaomi Mi Mix 3 eine Woche lang ausgiebig im Alltag getestet. Ob sich das neue Design im Alltag bewährt und ob das Xiaomi Mi Mix 3 auch sonst überzeugen kann, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Xiaomi Mi Mix 3
Verpackung & Lieferumfang

​Das Mi Mix 3 bekommt ihr in einer schwarzen Box geliefert, welche deutlich größer ausfällt als die der Vorgänger. Der Grund dafür ist, dass mehr Zubehör enthalten ist. Xiaomi liefert nämlich direkt einen Wireless Charger mit. Nach dem Öffnen der Verpackung begrüßt einen direkt das Smartphone. Darunter folgt dann die gewohnte Grußkarte von Xiaomi Chef Lei Jun und darunter dann das restliche Zubehör. Das Unboxing könnt ihr euch hier ansehen.

Lieferumfang

  • Quick Charge 3.0 Netzteil
  • USB Typ-C Kabel
  • Qi Wireless Charging Puk (10W)
  • SIM Nadel
  • USB Typ-C auf 3,5mm Adapter
  • Kurzanleitung, Garantiekarte
  • Schutzhülle für die Rückseite

Xiaomi Mi Mix 3
Design & Verarbeitung

​Die Xiaomi Mix Reihe hat sich lange Zeit deutlich von den restlichen Mi Geräten abgehoben. Beim Mi 8 und Mi 6 setzt Xiaomi auf eine Glasrückseite mit gebogenen Rändern. Bei den Mix Smartphones war die Rückseite stets flach und bestand bei den letzten Geräten aus Keramik. Zwar hat man auch beim Mi Mix 3 die Rückseite aus Keramik beibehalten, hat dieser allerdings nach links und rechts gebogene Ränder verpasst. Damit unterscheidet sich die Rückseite optisch erstmal nicht vom Mi 8. Die Rückseite blieb während einer Woche intensiver Nutzung auch ohne Schutzhülle frei von Kratzern. Eingefasst wird die Keramik wie gewohnt von einem Rahmen aus Metall, welcher entsprechend ebenso geschwungen ist um die Form des Glases aufzunehmen. Der Rahmen selbst ist leicht abgerundet und sorgt so für einen angenehm weichen Übergang. Der Rahmen hat ein glänzendes Finish und ist beim schwarzen Modell schwarz gefärbt, zeigt aber bei Lichteinfall einen silbrigen Schimmer. Auf der linken Seite findet man eine Taste für den KI Assistenten und die SIM Schublade. rechts folgt eine Lautstärkewippe und die Power-Taste. Oben befindet sich eine Öffnung für das Umgebungsmikrofon. Unten findet man Öffnungen für das Sprachmikrofon, den Medienlautsprecher und natürlich den USB Typ-C Anschluss.

Und ab hier wird es dann leider eigenwillig bis enttäuschend, denn die Umsetzung des Sliders enttäuscht. Xiaomi war beim Launch Event mächtig stolz auf diese "Innovation" und gab an, dass man sich hier besonders viel Mühe gegeben hat, um eine hochwertige und stabile Nutzererfahrung zu gewährleisten. Zumindest bei unserem Testgerät merken wir davon nur wenig. Schon in den ersten Minuten wurde klar, dass der Slider nicht fest sitzt. Vor allem im oberen Bereich des Displays merkt man, dass der Mechanismus ein deutliches Spiel hat. Das führt dazu, dass sich das Display leicht nach rechts und links verschiebt, wenn man mit etwas mehr Druck auf dem Display scrollt oder Elemente auf der Oberfläche verschiebt. Der Funktionalität tut das natürlich keinen Abbruch, doch es hinterlässt einen faden Beigeschmack. Ein wackelndes Display wirkt einfach billig und will einfach nicht so recht zu einem 500€ Smartphone passen. Hinzu kommt, dass es nicht beim Wackeln bleibt. Der Slider zeigt weitere Macken: Tippt man das Display kräftig an, hört man ein Klappern. Tippt man auf der Tastatur, versetzt das Vibrationsfeedback den Slider je nach Haltungswinkel in Schwingung, was dann wiederum ein deutlich wahrnehmbares Geräusch erzeugt. Und auch hier gilt wieder: Kein gravierendes Problem, hinterlässt aber einen faden Beigeschmack und lässt die Qualität der Verarbeitung anzweifeln. Unterstützt wird das dann noch durch den Umstand, dass Xiaomi das Displaymodul vollständig aus Kunststoff fertigt. Das gilt auch für den Rahmen, der weder optisch (matt) noch haptisch zum edel glänzenden Metallrahmen passt.

Immerhin scheint der Slider keine mechanische Schwachstelle zu sein. Wiederholtes Ziehen und Biegen am Displaymodul hat keine Veränderung in der Funktionalität verursacht und auch das "Wackel-Problem" nicht verstärkt. Beabsichtige Stürze auf Holzboden mit geöffneten und geschlossenem Slider haben auch keine Beschädigungen nach sich gezogen. Selbiges gilt für ein vielfaches Öffnen und Schließen. 500 Mal in Folge haben wir den Slider ohne Auswirkungen betätigt. Was Schmutz betrifft, so tritt dieser im Alltag definitiv in den Spalt zwischen Smartphone und Display ein. Nach einem Tag findet man bei den Frontkamera-Modulen und Sensoren viel Staub und andere Partikel. Auswirkungen auf die Mechanik und auch Kratzer hat das bisher keine. Von Sand sollte man das Smartphone allerdings fern halten. Auf explizite Tests in diese Richtung haben wir zwar verzichtet, doch was da passiert kann man sich denken. Zunächst dürfte es zu Kratzern kommen, bei größeren Mengen sicherlich auch zu einer Beeinträchtigung der Mechanik.

Was die Usability des Sliders betrifft, muss man Xiaomi allerdings loben. Man hat sich sichtlich viel Mühe dabei gegeben, den Mechanismus auszutarieren. Schiebt man das Display ein Stück nach unten, so federt es direkt wieder zurück in die Standardposition. Erst wenn man es ca. über die Hälfte des Weges hinaus bewegt, schnappt der Mechanismus komplett auf. Um den Slider zu öffnen ist ein gewisser Kraftaufwand erforderlich, was zu Beginn etwas ungewohnt erscheint, jedoch zu begrüßen ist. Bei einem zu geringem Widerstand bestünde die Gefahr, dass sich der Slider öffnet, wenn man das Mix 3 in die Hosentasche steckt. Man gewöhnt sich daran aber ziemlich schnell und findet binnen kurzer Zeit die richtige Technik um den Slider bequem mit einer Hand zu öffnen.

Xiaomi Mi Mix 3
Display

​Größe: ​6,38"
Auflösung:​ ​2340 x 1080
Technologie​:​Super AMOLED (bis 600 Nits, HDR fähig)
​Anzahl Berührungspunkte:​10
Gehärtetes Glas:​​Ja (Typ unbekannt)
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Ja

​Das Xiaomi Mi Mix 3 macht beim Display einen ziemlich großen Sprung nach vorn. Das gilt sowohl für die Technik als auch für die Optik. Letztere profitiert von den weiter reduzierten Bezels deutlich, wobei vor allem der fast verschwundene Rand unter dem Display sofort ins Auge springt. Diesen hat man auf nur 4,2mm schrumpfen können. Die restlichen Bezels schlagen mit 2mm (links und rechts) sowie 2,3mm (oben) zu Buche. Damit kommt das Mi Mix 3 auf eine stattliche "Screen to Body Ratio" von 93,4%. Die Optik die sich daraus ergibt, macht einfach Spaß und sorgt insbesondere im Querformat für eine symmetrischere Optik. Frei von Nachteilen ist solch ein Design allerdings auch nicht. Musste man früher noch umgreifen, wenn man das obere Drittel des Displays erreichen wollte, ist dies nun hin und wieder auch zum Erreichen des unteren Bildschirmrandes nötig.

Bezüglich der Technik vollzieht Xiaomi beim Mi Mix 3 endlich den Wechsel zu einem AMOLED Panel, nachdem man auch das Mi 8 schon entsprechend ausgestattet hat. Neben einer sehr hohen Helligkeit von 600 Nits, womit das Panel mühelos gegen Sonnenlicht ankommt, bietet das Display auch Unterstützung für HDR. Im Vergleich mit entsprechenden YouTube Inhalten und anderen (guten) Displays ohne HDR Unterstützung, ergibt sich hier eine beeindruckende Steigerung der Darstellungsqualität von Kontrasten und Farben. Selbst die sehr guten Displays in den Apple iPhones ohne HDR Unterstützung sehen dabei im direkten Vergleich alt aus.

Generell sind wir vom Display im Xiaomi Mi Mix 3 sehr angetan. Für ein AMOLED Display liefert das verbaute Panel eine sehr natürliche Darstellung, ohne dass man manuell an irgendwelchen Einstellungen feilen muss. Farben wirken intensiv und lebendig, ohne dabei in die Kategorie "Bonbon-Optik" zu fallen. Die Blickwinkel sind stabil und der bei OLED Displays oft zu sehende Regenbogen-Effekt bleibt aus. Selbst die Schärfe bleibt nicht auf der Strecke, wobei man natürlich bei sehr kurzem Abstand eine feine Rasterung erkennen kann. Die Pixelstruktur ist bei OLED Panels einfach etwas gröber als bei den LCDs. Bei einem alltäglichen Abstand fällt der Unterschied allerdings nicht auf, weshalb dieser Punkt gänzlich ohne Relevanz ist.

Etwas bei dem Xiaomi jüngst immer wieder Schwierigkeiten hat, ist der Touch Screen. Leider trifft das auch auf das Xiaomi Mi Mix 3 zu. Der Touch Screen verhält sich identisch zu dem des Pocophone F1. Grundsätzlich arbeitet er also präzise, zuverlässig und ohne spürbare Verzögerung. Wenn man jedoch sehr schnell tippt, ändert sich das urplötzlich. Dabei kommt es zu gelegentlichen Hängern in der Erkennung (ca. 0,3 - 0,5 Sekunden) und zu einer deutlichen Abnahme in der Genauigkeit. Das führt dann zur einer deutlichen Häufung von Schreibfehlern. Drosselt man das Schreibtempo etwas, verschwindet das Phänomen vollständig. Was immer Xiaomi da aktuell in seiner Software versemmelt, sollte schleunigst behoben werden. Insbesondere bei hochpreisigen Smartphones sind Touch Probleme nicht akzeptabel.

​Beim Displayglas macht Xiaomi wie so oft leider keine Angaben zum verwendeten Glas. Klar ist, dass das Mix 3 auf irgend eine Art von gehärtetem Glas setzt. Kratzer sind nach einer Woche intensiver und ungeschützter Nutzung nämlich keine vorhanden. Das finish ist gewohnt gleitfreudig und leicht fettabweisend. Abdrücke lassen sich also nicht übermäßig nieder und sind einfach abwischbar. Meistens reicht schon das Herausziehen aus der Hosentasche um ein halbwegs sauberes Display zu haben.

Xiaomi Mi Mix 3
Hardware & Performance

​Prozessor: ​Qualcomm Snapdragon 845 (10nm)
4x Kryo 385 Silver @1,766GHz
4x Kryo 385 Gold @2,803GHz
GPU:​ ​Adreno 630
RAM (Geschwindigkeit):​​6GB / 8GB / 10GB LPDDR4X (20,13GB/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​128GB / 256GB UFS 2.1 (710 / 202MB/s)
Micro SD (Geschwindigkeit R/W):Nein
Fingerabdruck Scanner:​​Ja (Rückseite)
​Sensoren:​Elliptic Proximity Fusion, Linear Acceleration, Pressure Sensor, Rotation Wakeup, Magnetometer, Gyroscope, Pickup, Motion Detector, Ambient Light, Pedometer, Gravity, Orientation, Hall Effect
Besonderheiten:​​Benachrichtigungs LED, USB Typ-C 2.0, Slider Design, 
Abmessungen / Gewicht:​157,9 x 74,7 x 8,7mm​
219g

​In Sachen Prozessor hat sich beim Xiaomi Mi Mix 3 nichts getan. Das Smartphone wird wie schon der Vorgänger mit einem Snapdragon 845 ausgestattet. An der Performance konnte Xiaomi zumindest in Benchmarks trotzdem etwas verbessern. Beim Mix 2S hatten wir noch ein Ergebnis von 265.136 Punkten erreicht. Beim Mix 3 sind es nun 281.030 Punkte. Im Alltag wird man davon allerdings nichts bemerken, denn auch der Vorgänger war schon pfeilschnell und daran änder sich beim Mix 3 nichts. Das Smartphone läuft flüssig und rund. Spiele bringen es ebenfalls nicht aus der Ruhe. Die Wärmeentwicklung ist sehr zurückhaltend. Das Thermal Throttling, welches beim Vorgänger noch aufgetreten ist, ist beim Mix 3 verschwunden.

Neuerungen gibt es dafür beim Speicher. Xiaomi hat das 64GB Modell gestrichen und stattet das Mix 3 nun mit 128GB oder 256GB Speicher aus, wobei man nach wie vor auf UFS 2.1 Technik setzt. Beim Arbeitsspeicher gibt es wie gewohnt 6GB und 8GB RAM zur Auswahl, wobei nun noch eine 10GB Variante dazu gekommen ist. Damit ist das Mix 3 das erste erhältliche Smartphone mit 10GB RAM. Der Arbeitsspeicher basiert wie gehabt auf LPDDR4X Dual Channel Technik. Eine Möglichkeit zur Speichererweiterung gibt es beim Mix 3 nicht.

Bei der Sensorik bietet das Xiaomi Mi Mix 3 die übliche Vollausstattung. Beim direkten Test der Sensoren sind uns mit einer Ausnahme (mehr dazu beim Punkt Telefonie) keine Aussetzer aufgefallen. Erfreulich sind Beigaben wie ein Luftdruck-Sensor und ein Schrittzähler. Kompass und Gyroskop arbeiten einwandfrei. Auf der Rückseite verbaut Xiaomi einen Fingerabdruck Sensor. Wir begrüßen, dass es kein Sensor im Display geworden ist, da die Technik nach unserer Erfahrung zu langsam und unzuverlässig ist. Der Sensor auf der Rückseite arbeitet absolut zuverlässig und pfeilschnell. Face Unlock gibt es ebenfalls, allerdings ohne Infrarot-Technik. Das Entsperren bei Nacht funktioniert allerdings trotzdem. Man muss nur den Abstand etwas reduzieren, damit das Display das Gesicht ausleuchten kann. Im Alltag haben wir allerdings hauptsächlich den Fingerabdruck-Sensor genutzt, da man für Face Unlock den Slider betätigen muss. Das Entsperren per Fingerabdruck geht grundsätzlich schneller und ist bequemer.

Wer befürchtet, dass man diesmal auf eine Status LED verzichten muss, dem können wir Entwarnung geben. Das Mix 3 verfügt über eine weiße LED die sich im oberen Displayrand befindet. Die LED ist hell genug um auch bei Sonneneinstrahlung sichtbar zu sein. Alternativ gibt es auch eine Alway-On Funktion, welche allerdings deutlich stärker am Akku nuckelt. Beim USB Typ-C Anschluss hat Xiaomi auf die USB 3 Spezifikation verzichtet. Beim Anschluss mit einem USB 3.0 Typ-C Kabel wird das Smartphone als USB Gerät mit maximal 480Mbit/s erkannt. Dies entspricht der USB 2.0 Spezifikation. USB 3.0 wäre 5Gbit/s.

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Xiaomi Mi Mix 3
Software

​Variante: ​MIUI 10
​Android Version: ​Android 9.0 Pie
Sicherheitspatch im Test: Oktober 2018
Google zertifiziert:​Ja
DRM Technologien:​ClearKey CDM, Widevine L3
Bloatware​:​Ja (zum Großteil deinstallierbar)
Root Zugriff:​​Nein
OTA Updates:​​Ja (zwei Updates im Testzeitraum)
Schadsoftware:​​Nein

​Das Xiaomi Mi Mix 3 wird bereits mit Android 9.0 Pie ausgeliefert. Davon wird der Nutzer allerdings nicht sofort etwas bemerken, denn natürlich kommt das System auch hier in Form der Xiaomi Custom ROM "MIUI" daher. Zum Einsatz kommt MIUI 10. Die Oberfläche entspricht exakt dem, was man schon von Android 8.1 basierten MIUI 10 Geräten kennt. Der Sicherheitspatch war im Test mit Stand Oktober 2018 aktuell. Im Testzeitraum hat das Smartphone zwei Updates erhalten. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es vom Mix 3 noch keine Global Version. Somit gibt es auch nur eine China Firmware. Somit müsst ihr erstmal auf die deutsche Sprache verzichten. Das Installieren des Google Play Stores ist jedoch deutlich einfacher geworden. Xiaomi liefert nun auch in den China Versionen von MIUI 10 die Google Play Dienste mit. Somit muss man nur noch den Play Store per APK installieren und schon kann es los gehen. Netter Nebeneffekt: Auch eine Google Zertifizierung ist vorhanden. Eine Anleitung zur Installation des Google Play Store findet ihr hier.

Eine Einschränkung gibt es allerdings doch. Die Synchronisierung mit dem Google Account funktioniert leider nur sehr eingeschränkt. Bei unserem Testgerät werden folgende Google Dienste synchronisiert: Google Chrome, GMail, Google Fit, Play Games Cloud Save und Personen Details. Was nicht synchronisiert wird sind der Google Kalender und die Google Kontakte, selbst wenn man die entsprechenden Google Apps installiert. Wer seine Kontakte bei Google speichert, hat auf dem Mix 3 eine leere Kontaktliste. Eine Lösung für das Problem (außer die übersetzte Xiaomi.eu ROM zu flashen) konnten wir leider nicht finden. Spätestens mit der Veröffentlichung der MIUI Global ROM für das Mix 3 dürfte das Problem aber der Vergangenheit angehören.

Xiaomi Mi Mix 3
Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: 256GB Modelle
2G: B2/B3/B5/B8/BC0/BC1/BC6/BC10
3G: B1/B2/B3/B4/B5/B6/B8/B9/B19/B34/B39/BC0/BC1/BC6/BC10
4G: B1/B2/B3/B4/B5/B7/B8/B12/B13/B17/B18/B19/B20/B25/B26/B28/B29/B30/B66/B34/B38/B39/B40/B41

128GB Modelle
2G: B2/B3/B5/B8/BC0
3G: B1/B2/B4/B5/B8/B34/B39/BC0
4G: B1/B2/B3/B4/B5/B7/B8/B12/B17/B20/B34/B38/B39/B40/B41
WLAN:​ ​WLAN 802.11a/b/g/n/ac 2x2 MIMO
Bluetooth:​​Bluetooth 5.0
NFC:​​Ja
HotKnot:​​Nein
Dual-SIM:​​Ja (Dual Nano SIM)
Positionsbestimmung:​​Dual Band GPS, Dual Band Galileo, Dual Band QZSS, Glonass, BDS

​Je nach Ansprüchen, solltet ihr beim Kauf eines Xiaomi Mi Mix 3 ganz genau hinschauen. Zwar unterstützen alle Modelle das hierzulande wichtige Band 20 LTE und lassen sich uneingeschränkt nutzen, doch je nach Modell gibt es keine globale Frequenzunterstützung. Globale Frequenzunterstützung bedeutet, dass sich das Smartphone in allen Ländern und Mobilfunknetzen nutzen lässt. Fehlt diese, kann es in manchen Ländern Probleme bei der Nutzung von mobilen Datenverbindungen geben - z.B. in den USA und im asiatischen Raum. Konkret bieten alle Modelle mit 256GB Speicher die globale Frequenzunterstützung. Den Modellen mit 128GB Speicher fehlt dieses Feature. Wer viel auf Reisen ist, sollte sich über die genutzten Frequenzen im Zielland informieren und mit der obigen Tabelle abgleichen.

Was die Empfangsleistung betrifft, gibt es nichts zu meckern. Das Mix 3 hat sich im Test nie Aussetzer geleistet und schlägt sich auch in chronisch unterversorgten Gebieten sehr gut. Hier am Standort in Donauwörth wurde sogar im Büro an allen Punkten eine stabile 3G Datenverbindung beibehalten, was bei weitem nicht alle Smartphones schaffen. Vor dem Haus ist an manchen Stellen sogar das 4G Netz eines Nachbarorts zu empfangen, was bisher nur eine Handvoll Smartphones geschafft haben. Die Empfangsleistung kann man also guten Gewissens als exzellent bezeichnen.

Im Test der WLAN Verbindung gab es auch keine negativen Ergebnisse. Direkt neben dem Router erreicht das WLAN Modul einen Durchsatz von ca. 500Mbit/s. Ein Stockwerk darunter sind es immerhin noch sehr gute 173Mbit/s. Bemerkenswert ist, dass hier kein Fallback ins 2,4GHz Band erfolgt. Bei den Antennen hat Xiaomi also gute Arbeit geleistet. Bluetooth 5.0 und NFC sind vorhanden und arbeiten ebenfalls einwandfrei. Zudem gibt es noch Dual Band GPS, Galileo und QZS sowie Single Band GLONASS und BDS zur Positionierung. Auch hier punktet das Mix 3 mit einer exzellenten Empfangsleistung und hoher Genauigkeit beim Tracking und der Navigation.

Xiaomi Mi Mix 3
Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Mono (unterer Rahmen)
Noise Cancelling Mikrofon:​ ​Ja
Dedizierter Audio DAC:​​USB Typ-C auf 3,5mm
Dedizierter Verstärker:​​USB Typ-C auf 3,5mm

​Gelegentlich kann man bei Xiaomi nur den Kopf schütteln und im Falle des Mix 3 ist das leider mal wieder nötig. Grund dafür ist das Fehlen von Stereo Lautsprechern. Natürlich, ein Weltuntergang ist das nicht, Sinn macht es aber auch nicht. Immerhin bot der Vorgänger Stereo Sound. Xiaomi handhabt es hier also genauso wie schon beim Mi 8. Auch dort wurden die Stereo Lautsprecher des Vorgängers gestrichen. Einen richtigen Grund dafür können wir nicht erkennen. Das Mix 3 kommt sogar mit zwei Telefonhörern daher, welche man wie gehabt als zweiten Medienlautsprecher hätte nutzen können. So muss man nun mit Mono-Sound leben. Zugegeben, der Lautsprecher klingt sehr gut, doch wenn man sich einmal an Stereo Lautsprecher im Smartphone gewöhnt hat, will man sie nicht mehr missen.

Wer 3,5mm Kopfhörer am Mi Mix 3 nutzen möchte, ist auf den mitgelieferten Typ-C auf 3,5mm Adapter angewiesen. Ein 3,5mm Anschluss steht nicht zur Verfügung. Die Qualität des Adapters kann überzeugen und liefert vor allem eine sehr hohe Lautstärke. Wer keinen Adapter nutzen will, der kauft sich native Typ-C Kopfhörer oder nutzt entsprechendes Bluetooth Zubehör. Für die Anpassung des Klangerlebnisses steht wie bei allen Xiaomi Smartphones ein systemweiter Equalizer zur Verfügung, welcher auch Presets für einige Kopfhörer Modelle bietet.

Beim Telefonieren liefert das Mix 3 beidseitig einen astreinen Klang. Xiaomi verbaut sogar zwei Telefonhörer: Einen im Display Slider und einen darunter. Somit kann man ohne Schwierigkeiten telefonieren, egal ob der Slider geschlossen oder geöffnet ist. Die eigene Stimme kommt beim gegenüber minimal gedämpft an, wenn der Slider geöffnet ist, da sich das Sprachmikrofon dann unter dem Display befindet. Das ist jedoch nur eine kleine Nuance und stört nicht weiter. Nerviger ist da, dass sich das Display beim Telefonieren nicht zuverlässig abschaltet. Hin und wieder kommt es auch vor, dass es ausgeht und sich während dem Gespräch wieder aktiviert. Im Test kam es dadurch immer wieder mal zu unbeabsichtigten Eingaben. Ein weiteres Manko wird beim Telefonieren mit geschlossenem Slider deutlich. Hier verfangen sch beim Laufen gerne mal Haare in dem Spalt zwischen Display und Smartphone. Das führt dann dazu, dass es gelegentlich "ziept".

Xiaomi Mi Mix 3
Kamera

​Hauptkamera: ​Hauptsensor: 12MP Sony IMX363 (f/1.8, 4-Achsen OIS)
Sekundärsensor: 12MP Samsung S5K3M3
Video: Bis zu 4k mit 60fps
​Frontkamera: ​Hauptsensor: 24MP Sony IMX576​ (f/2.2)
Sekundärsensor:​ 2MP OmniVision OV02A10
Video: Bis zu Full HD mit 30fps
​Blitz:​Dual LED (einfarbig)
​Fokus:​Dual Pixel PDAF
​Slow Motion:Bis zu 1080p mit 960fps (Burst)

​12MP Sony IMX363 und 12MP Samsung S5K3M3. Richtig, bei der Hauptkamera hat sich im Xiaomi Mi Mix 3 nichts geändert. Xiaomi verbaut hier exakt das gleiche Set-Up. Hat sich an der Kamera also nichts verändert? Doch, und zwar einiges. Xiaomi hat an der Software geschraubt und verspricht deutlich bessere Fotos. Wie sieht also die Realität aus? Nun, über den Begriff "deutlich" lässt sich streiten. Fakt ist aber, dass es in der Tat Veränderungen gibt und diese sind überwiegend positiver Natur. Zunächst einmal sei gesagt, dass die sehr gute Qualität die wir schon beim Vorgänger geschätzt haben, nach wie vor vorhanden ist. Man erhält scharfe Bilder mit kurzer Auslösezeit und schnellem Fokus. Vor allem der Detailreichtum der Fotos sticht hervor, ist doch genau das der Punkt, mit dem sich Xiaomi bei vielen Geräten so furchtbar schwer tut. Was sich in unseren Augen deutlich verbessert hat, ist die Farbwiedergabe. Die Bilder wirken ausgeglichener und auch eine Spur lebendiger. Die Dynamik hat sich noch eine Spur verbessert. Die KI wertet Fotos auf Wunsch farblich nochmals auf, man muss sie aber nicht zwingend nutzen um gute Bilder zu bekommen.

​Schlechter geworden ist leider der HDR Modus, was insbesondere dann gilt, wenn man versucht Fotos bei untergehender oder aufgehender Sonne zu machen. Hier kommt es zu deutlichen Verwaschungseffekten und auch Bildrauschen. Die Fotos sehen zunächst trotzdem klasse aus, auf einem großen Bildschirm betrachtet fehlt es ihnen dann jedoch wegen dem Mangel an Details auch an Schärfe.

​Der Bokeh Modus zeigt nach wie vor dieselben Schwächen. Der Effekt ist zwar in vielen Fällen recht genau, sorg aber für einen deutlichen Verlust an Schärfe und Details beim Objekt im Vordergrund. Wirklich hübsch sind die Ergebnisse ohne zusätzliche Nachbearbeitung nicht. Portraits von Personen gelingen noch am besten. Hier punktet das Handset mit einer netten Spielerei. Xiaomi hat das Studio Light Feature vom iPhone kopiert. So lässt sich in Portrait Aufnahmen der Hintergrund entfernen und die Ausleuchtung verändern. Bei einer lustigen Spielerei bleibt es da allerdings. An das Original kommt das Feature nicht wirklich heran. Was beim Bokeh Modus wirklich nervig ist, ist der Verlust der Weitwinkel-Linse. Aktiviert man den Bokeh bzw. Portrait Modus, wird stark eingezoomt und das Blickfeld stark beschnitten. Dies führt auch zu einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Wacklern.

​Das zweite Kameramodul im Mix 3 verfügt über einen optischen 2-fach Zoom. Dieser leistet gute Dienste und liefert scharfe Aufnahmen ab. Farblich unterscheiden sich diese jedoch deutlich von den Fotos im normalen Modus. Man sollte übrigens eine ruhige Hand haben, denn der zweite Sensor verfügt entgegen dem Hauptsensor nicht über einen optischen Bildstabilisator.

Der hochgelobte neue Nachtmodus vom Mix 3 ist leider nicht der Rede wert. Er sorgt zwar für ausgeglichenere Lichtverhältnisse, fängt aber weniger Licht ein, als es das Mix 2S im normalen Modus tut. Außerdem leidet die Schärfe der Fotos im Nachtmodus sehr.

Nachtaufnahmen im regulären Modus kommen überraschenderweise auch nicht an das Mix 2S heran. Auch hier wird weniger Licht eingefangen, die Dynamik fällt schlechter aus und man erkennt deutlich mehr Bildrauschen sowie durch Rauschunterdrückung verursachte Unschärfe. In der unteren Galerie seht ihr sowohl Aufnahmen vom Mix 3 als auch vom Mix 2S zum Vergleich.

​Unverändert gut schneidet das Mix 3 im manuellen Modus ab. Mittels Langzeitbelichtung lassen sich astreine Nachtaufnahmen erzeugen. Um die Nutzung eines Stativs kommt man dabei allerdings nicht herum. Der manuelle Modus bietet darüber hinaus die Möglichkeit zwischen den beiden Kameras zu wechseln und auch der Fokus kann manuell gesetzt werden. Das ist auch bei Tag nützlich, wenn der Autofokus ein kleines Objekt nicht scharf stellen will.

​Punkten kann außerdem der helle LED Blitz. Dieser schafft es sogar größere Räume auszuleuchten.

​Die Frontkamera ist die einzige Kamera im Xiaomi Mi Mix 3, welche verändert wurde. Statt eines einzelnen 5MP Sensors, kommen nun zwei Sensoren zum Einsatz. Der Hauptsensor ist ein 24MP Sony IMX576 mit f/2.2 Blende und der Sekundärsensor ein 2MP OmniVision OV02A10. Die Qualität hat sich dadurch allerdings nicht verbessert. Die Fotos wirken weniger detailiert (ja, der Beauty Modus war deaktiviert) und die Kamera erzeugt deutlich schneller Bildrauschen als jene im Mix 2S. Insgesamt sind die 24MP also nur fürs Papier gut. Immerhin: Der zweite Kamerasensor zeigt Wirkung und zaubert einen präzisen Bokeh Effekt. Dieser wirkt optisch allerdings nicht ganz so ansprechend wie der vom Redmi Note 6 Pro erzeugte. Dafür bietet das Mix 3 jedoch das Studio Light Feature auch für die Frontkamera.

​Xiaomi hat lange Zeit auf die Unterstützung hoher Frameraten verzichtet und ändert daran langsam aber sicher etwas. Das Xiaomi Mi Mix 3 unterstützt nun 4k Aufnahmen mit 60fps. Das führt nicht nur zu einer höheren Bewegungsschärfe und generell flüssiger wirkenden Aufnahmen, sondern auch zu mehr Spielraum beim Videoschnitt. Die Qualität der Aufnahmen überzeugt und Xiaomi konnte den optischen Bildstabilisator deutlich verbessern. Beim Laufen aufgezeichnete Videos sehen sehr ruhig aus und auch saubere Schwenks sind möglich. An dieser Stelle erreicht das Mix 3 iPhone Niveau. Die Tonqualität überzeugt ebenfalls, nur an den Tiefen könnte Xiaomi noch etwas schrauben, denn diese wirken etwas lasch. Den einzigen Abzug gibt es für den Xiaomi-typischen Rotstich der 4k Aufnahmen. Warum der Hersteller das nicht in den Griff bekommt, ist uns ein Rätsel.

Die Frontkamera kann natürlich ebenfalls Videos aufzeichnen. Hier hat sich allerdings ein peinlicher Bug eingeschlichen: die Aufnahmen stehen auf dem Kopf. Der Fehler wurde auch nach dem zweiten Update nicht behoben und macht Videos der Frontkamera ohne Nachbearbeitung unbrauchbar. Die Qualität geht in Ordnung, entspricht aber auch nicht dem, was bei 24MP möglich wäre. Die maximale Auflösung beträgt lediglich Full HD bei 30fps.

Slow Motion Videos können mit der Hauptkamera mit einer maximalen Auflösung von Full HD angefertigt werden, was für alle Geschwindigkeiten gilt. Maximal kann das Mix 3 Slow Motion Videos mit 960fps aufzeichnen. Hierzu setzt Xiaomi allerdings auf einen Burst Modus. Das bedeutet, dass nur ein kurzer Ausschnitt mit 960fps aufgezeichnet wird. Die Aufnahmen sehen unabhängig davon klasse aus, doch das Timing wird natürlich erschwert. Oftmals sind mehrere Anläufe nötig, bis man den richtigen Ausschnitt im Slow Motion Zeitfenster hat. Unlimitierte Slow Motion Aufnahmen sind erst nach Reduzierung der Geschwindigkeit auf 240fps möglich.

Xiaomi Mi Mix 3
Akku

​Kapazität (Angabe): ​3.200mAh
​Kapazität (Gemessen): ​3.181mAh
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​​Ja (QC4+, 10W Qi Wireless Charging)

​Mit 3.200mAh wurde der Akku im Xiaomi Mi Mix 3 verglichen mit dem Vorgänger (3.500mAh) deutlich verkleinert. Ausgeglichen wird das ein wenig durch das AMOLED Display, welches unter Umständen sparsamer arbeitet. Hinzu kommen diverse KI basierte Stromspar-Mechanismen von MIUI 10 und Android Pie. Nun gibt es einige Tester, welche behaupten, dass die Akkulaufzeit deutlich besser als beim Vorgänger sein soll. Dass man solche Aussagen mit einer Skepsis betrachten sollte, liegt auf der Hand, da rein technisch maximal die gleiche Akkulaufzeit drin ist. Und genau das ist auch der Fall. Unsere Ergebnisse decken sich mit denen vom Mix 2S Test. Die Screenshots unten belegen diese Aussage. Somit sind auch hier wieder ein bis zwei Tage Laufzeit (je nach Intensität der Nutzung) drin.

Beim Aufladen wird Quick Charge 4+ unterstützt. Der Haken: Ihr bekommt kein entsprechendes Netzteil mitgeliefert. Das mitgelieferte Ladegerät unterstützt lediglich Quick Charge 3.0. Immerhin geht das Aufladen auch damit recht flott von statten. Knapp eine Stunde und 20 Minuten benötigt die Ladung von 20% auf 100%. Darüber hinaus legt Xiaomi noch einen Wireless Fast-Charger bei. Dieser unterstützt schnelles Aufladen mit bis zu 10 Watt und füllt das Mix 3 binnen knapp zwei Stunden von 20% auf 100%. Der Wireless Charger verfügt über ein gummiartiges Finish und verhindert so effektiv ein Wegrutschen des Smartphones. Leider ist das weiße Finish ein echter Staub- und Schmutzmagnet und äußerst schwer zu reinigen.

Xiaomi Mi Mix 3
Fazit

​Das Xiaomi Mi Mix 3 ist mal wieder ein interessantes Smartphone von Xiaomi geworden, erreicht aber in unseren Augen nicht ganz den Grad der Perfektion seines Vorgängers. Das liegt schlicht daran, dass Xiaomi an einigen Stellen den Mund zu voll genommen oder Dinge verschlimmbessert hat. Ein Beispiel ist der Slider. Xiaomi verspricht höchste Qualität und liefert nur Durchschnitt ab. Das sorgt naturgemäß für eine Abwertung, auch wenn das Feature an sich gut umgesetzt wurde.

Doch auch bei der Kamera hat Xiaomi den Mund zu weit aufgerissen. Die Kamera mag sich bei Tag eine Spur verbessert haben und bietet mit 960fps Slow Motion und 4k60 Aufzeichnung durchaus gute neue Funktionen. Doch sie zeigt auch viele Schwächen und Punkte, welche nicht angefasst wurden, obwohl sie es dringend ötig hätten. Der Bokeh Modus ist bei den hochpreisigen Xiaomi Smartphones schon viel zu lange "schlecht" und nichts wird daran verändert. Gleiches gilt für die Frontkamera. Diese war schon beim Mix 2S etwas enttäuschend und liefert trotz höherer Auflösung auch beim Mix 3 in Sachen Qualität nicht ab. Hinzu kommt die deutliche Verschlechterung bei Nachtaufnahmen.

Ist das Xiaomi Mi Mix 3 also einen Wechsel vom Mix 2S wert? Für die meisten Nutzer wahrscheinlich nicht. Wie es bei einem Neueinstieg in die Mix-Reihe aussieht, muss jeder für sich entscheiden. Eine Kaufempfehlung können wir sicherlich für alle geben, welche gerne ein besonderes Smartphone haben, welches aus der Masse heraussticht. Auch beim Thema Empfang und genereller Preis-Leistung punktet das Mi Mix 3 durchaus. Doch insbesondere beim Thema Kamera sollte man genauer hinsehen. Wenn Nachfotografie (Freihand, ohne Stativ) eine Priorität darstellt, dann sollte man vom Mix 3 zumindest beim aktuellen Stand der Dinge die Finger lassen.

Pro Contra
​+ Grundlegende Verarbeitung (außer Slider) ​- Slider wackelt, klappert, vibriert und zieht beim Telefonieren an den Haaren
+​​ Tolles AMOLED Display mit HDR-​​ Google Kontakte und Kalender werden in China Firmware nicht synchronisiert
+​​ Sehr guter Touch Screen-​​ Stereo Lautsprecher gestrichen
+​​ Gute Performance und Kühlung-​​ Kein USB 3.0 / 3.1
+​​ Reichlich schneller Speicher (bis zu 10GB RAM)-​​ Display schaltet sich beim Telefonieren nicht zuverlässig ab
+​​ Aktuelle Software auf Android Pie Basis-​​ ...kein großer Schritt nach vorne. Nachtaufnahmen sehen schlechter aus. Bokeh unverändert schlecht. Frontkamera unbefriedigend.
+​​ Sehr gute Empfangsleistung in allen Bereichen- Frontkamera Videos stehen auf dem Kopf
​+ In den 256GB Modellen globale Frequenzunterstützung
​+ Zuverlässiger und schneller Fingerabdruck Sensor
​+ Guter Medienlautsprecher
​+ Sehr gute Telefoniequalität (Dual VoLTE)
​+ Solide Kameraleistung, aber...
​+ 960fps Slow Motion & 60fps 4k Aufzeichnung
​+ Gute Akkulaufzeit, kurze Ladezeit
​+ Wireless Fast-Charger im Lieferumfang enthalten

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Kommentare 13

Christopher am Montag, 19. November 2018 11:30

So wie die meisten aktuellen Xiaomi Smartphones. Das zieht sich wie ein roter Faden durchs Line-Up.

So wie die meisten aktuellen Xiaomi Smartphones. Das zieht sich wie ein roter Faden durchs Line-Up.
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