Einleitung
Nach dem offiziellen Launch des Oppo Find X9 Ultra im April 2026 hatte das neue Oppo Kamera Flaggschiff nun etwas Reifezeit und durfte sich etwas über eine Woche lang bei uns im Alltagstest unter Beweis stellen. In diesem ausführlichen Testbericht wollen wir dem Kamera-Handy genau auf den Zahn fühlen und klären, wie es sich gegen die bereits getestete Konkurrenz (Vivo X300 Ultra, Xiaomi 17 Ultra) schlägt. Getestet wurde die günstigere China-Importversion, welche freundlicherweise von TradingShenzhen für den Testzeitraum bereitgestellt wurde.
Erhältlich ist das Oppo Find X9 Ultra auch offiziell in Europa inklusive Deutschland, wo es zur UVP 1699€ kostet, meist jedoch für etwa 1500€ angeboten wird*. Damit liegt es gleichauf mit der deutschen UVP des Xiaomi 17 Ultra. Beim Import kommt man wie gewohnt deutlich günstiger weg. Die Basisausstattung gibt es bei TradingShenzhen für etwa 977€* und die 12+512GB Version, welche auch in Deutschland verkauft wird, kostet etwa 1107€*.
In Deutschland bietet Oppo das Find X9 Ultra nur in der schwarzen Version mit Kunstleder Applikationen auf der Rückseite, sowie in Orange mit Glasrückseite an. In China gibt es das Smartphone auch in weiß. Zudem hat man hier deutlich mehr Speicheroptionen zur Wahl, darunter auch bis zu 16GB RAM und 1TB Festspeicher. In Deutschland ist man auf 12+512GB beschränkt. In China gibt es auch ein Kamera-Kit mit Gehäuse und Aufstecklinse, welches in Deutschland offiziell nicht angeboten wird. Das Bundle gibt es beim China Import mit 16GB RAM und 1TB Speicher zum stolzen Preis von 1847€*.
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Oppo Find X9 Ultra Lieferumfang
Das Oppo Find X9 Ultra kommt in einer großen, quadratischen, mattschwarzen Verpackung daher. Auf der Oberseite ist der Modellname in silberner Schrift mittig platziert, während die Logos von Oppo und Hasselblad, dem Kamerapartner, am unteren Rand zu finden sind.
Unter dem Deckel präsentiert sich der Lieferumfang ansprechend. In einer separaten Box befinden sich die Dokumentation und eine flexible Silikonhülle. Das Oppo Find X9 Ultra selbst ist in einer Papierhülle geschützt und trägt ab Werk eine Schutzfolie auf dem Display. Ein klassisches weißes USB-A auf USB-C Kabel und eine SIM Nadel sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten.
Ein wichtiger Unterschied zwischen den Vertriebsregionen besteht beim Netzteil. Die chinesische Importversion enthält einen weißen Ladeadapter, der die maximale Ladeleistung von 100W (SuperVOOC) unterstützt. Für deutsche Steckdosen wird ein Adapter benötigt, der von relevanten Importhändlern in der Regel beigelegt wird. Bei der EU-Version spart Oppo das Netzteil komplett ein, sodass dieses separat erworben werden bzw. ein anderes Netzteil genutzt werden muss.
Einen detaillierten Blick auf den Lieferumfang bekommt ihr in unserem Unboxing-Video zum Oppo Find X9 Ultra auf YouTube.
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Oppo Find X9 Ultra Design
| Materialien | Rahmen: Metall (flach, matt) Rückseite: Metall + Kunstleder oder Glas (flach, matt) Front: Corning Gorilla Glass Victus 2 |
| Gewicht | 236g (Metall + Kunstleder) 235g (Glas) |
| Abmessungen | Kunstleder: 163,16 x 76,97 x 9,10mm Glas: 163,16 x 76,97x 8,65mm Kamera-Überstand (Kunstleder): 6,1mm |
| Wasserdicht | IP66 / IP68 / IP69 Keine Angabe zur maximalen Tauchtiefe |
Materialien & Aussehen
In den Grundzügen hat Oppo das Design vom Find X9 Ultra verglichen mit dem Vorgänger nicht übermäßig stark verändert. Die Anordnung der Elemente bleibt gleich, nur die "Dekoration" hat sich etwas verändert, sodass man das Find X9 Ultra trotzdem auf den ersten Blick erkennt. Verantwortlich dafür ist zum einen das Kameramodul, dessen Glasfläche nicht mehr kreisrund sondern sechseckig geformt ist, zum anderen auch der LED Blitz, welcher mit einer prägnanteren Umrandung eingefasst ist.
Und dann ist da noch die schwarze Farboption, bei der statt Glas eine Mischung aus Metall mit zwei Kunstleder-Applikationen zum Einsatz kommt. Vor allem dieses Modell wirkt sehr eigenständig und hebt sich deutlich von anderen Smartphones ab. Die Variante hat auch uns zum testen erreicht und macht einen guten, hochwertigen Eindruck. Das Kunstleder sieht edel aus, fühlt sich toll an und sorgt für eine gute Griffigkeit.
Die Variante mit Kunstleder sorgt allerdings dafür, dass das Oppo Find X9 Ultra in dieser Ausführung dicker ist als die Glas-Versionen. Ganze 9,10mm misst das Gehäuse laut Oppo, was ein Messung auch bestätigt hat. Das hat aber auch den positiven Nebeneffekt, dass das wuchtige Kameramodul etwas kaschiert wird. Mit 6,1mm Überstand liegt das Modul deutlich hinter beispielsweise dem Vivo X300 Ultra, wo es weit über 7mm sind.
Verarbeitung, Tasten & Anschlüsse
An der Verarbeitung finden sich beim Oppo Find X9 Ultra keine Kritikpunkte. Im Biegetest zeigt sich der Aufbau robust und gibt erst bei hohem Kraftaufwand leicht nach. Die Gesäßtasche ist hier also nicht tabu. Auch alle Übergänge am Gehäuse hinterlassen einen hochwertigen, sauber gearbeiteten Eindruck. An den Tasten wackelt bzw. klappert nichts. Das Kamera Modul klappert auch weniger als bei manchen Konkurrenten. Nur bei starkem Schütteln gibt es Geräusche von sich, wobei diese auch dann schwächer ausfallen als beispielsweise beim Xiaomi 17 Ultra oder dem Vivo X300 Ultra. Beim IP Rating punktet das Oppo Find X9 Ultra neben IP66 und IP68 auch mit IP69. Ein längerer Tauchgang im Waschbecken hat keine Anzeichen von Wassereintritt gezeigt.
Bei den Tasten haben viele Konkurrenten zuletzt wieder einen Schritt zurück gemacht und z.B. eine dedizierte Touch-Fläche für Kamera-Zoom wieder eingespart. Beim Find X9 Ultra ist das nicht so. Die druck- und berührungsempfindliche Fläche zum Auslösen und Steuern der Kamera ist weiterhin vorhanden und wurde mit ihrer orangen Farbe sogar noch optisch hervorgehoben. Beim Vorgänger war sie noch deutlich dezenter passend zum Rahmen gefärbt. Auch die Funktionstaste oben links bleibt erhalten und lässt sich relativ frei mit verschiedenen Systemfunktionen belegen - jedoch weiterhin nicht mit Apps.
Oppo Find X9 Ultra Display
| Größe | 6,82 Zoll |
| Auflösung | 3168 x 1440 @144Hz Variable Refresh Rate: 1-144Hz |
| Technologie | 10-Bit LTPO AMOLED 1,07 Milliarden Farben, 100% DCI-P3 HLG, HDR10(+) & Dolby Vision Manuelle Helligkeit: ca. 800 Nits (gemessen) HBM Helligkeit: ca. 1200 bis 2000 Nits (gemessen) Peak Helligkeit: 3600 Nits (Herstellerangabe) 2160Hz PWM Dimming Kein DC Dimming |
| Anzahl Berührungspunkte | 9 Abtastrate: 300Hz Handschuh-Modus vorhanden |
| Gehärtetes Glas | Ja Corning Gorilla Glass Victus 2 |
| Anti Fingerabdruck Beschichtung | Ja |
Panel & Bild
Beim Display ähnelt das Oppo Find X9 Ultra stark dem Konkurrenten von Vivo. Größe, Auflösung und Refresh Rate fallen identisch aus und auch vom Aussehen der Bezels her ist es dasselbe Panel. Ob es technisch wirklich dasselbe Panel ist, lässt sich aber nicht abschließend klären. Vivo wirbt mit "Q10 Plus LTPO", Oppo hingegen gibt nur "LTPO" an.
Bei der Helligkeit gibt es beim Find X9 Ultra Unterschiede zum X300 Ultra von Vivo. Die manuelle Helligkeit ist mit 800 Nits identisch, bei der gemessenen Helligkeit liegt das Find X9 Ultra jedoch etwas unter Vivo. Gemessen haben wir je nach Displayfläche 1200 bis maximal 2000 Nits. Beim Vivo waren es 1300 bis 2400 Nits. Auch die HDR Helligkeit ist beim Oppo Find X9 Ultra mit 3600 Nits geringer, wobei keine Angaben zur Displayfläche gemacht werden, auf die sich der Wert bezieht. Somit ist auch unklar, ob der Wert mit der 4500 Nits Angabe beim Vivo überhaupt vergleichbar ist. Was die Lesbarkeit im Freien bei direkter Sonneneinstrahlung angeht, muss sich das Oppo subjektiv jedoch nicht verstecken. Den Werten sollte man also nicht zu viel Bedeutung beimessen.
Das Panel des Oppo Find X9 Ultra überzeugt insgesamt mit einer schönen Farbdarstellung. Es liefert natürliche Farben, die weder zu blass noch zu gesättigt wirken und so eine breite Palette an Inhalten optimal darstellen. Die Presets decken gängige Vorlieben ab und der Weißpunkt liegt grob am Optimum. Erweiterte Kalibrierungsoptionen fehlen dem Oppo Find X9 Ultra allerdings wieder. Die Presets lassen sich also nicht weiter anpassen. Nur die Farbtemperatur kann manuell angepasst werden oder auch automatisch ans Umgebungslicht. Für HDR-Wiedergabe unterstützt das Smartphone bis zu Dolby Vision.
Die Problematik mit der schlechten Reaktionszeit, die derzeit alle Flaggschiffe der BBK Familie (Oppo, Vivo, OnePlus) zeigen, ist leider auch beim Oppo Find X9 Ultra vorhanden. Beim Scrollen vor allem durch Textinhalte ist eine deutliche Schlierenbildung hinter den Buchstaben zu sehen. Ein weiterer Anhaltspunkt dafür, dass das Panel dasselbe ist, wie im Vivo X300 Ultra. Für anspruchsvolle Spieler dürfte somit auch das Find X9 Ultra eher uninteressant sein und die hohe 144Hz Refresh Rate, die auch nur in Spielen aktiviert wird (Standard sind 120Hz), ist damit wie gehabt mehr ein Gimmick als ein relevantes Feature, von dem man die Kaufentscheidung abhängig machen sollte.
Einstellungen & Features
Das Oppo Find X9 Ultra bietet in den Displayeinstellungen die üblichen Android Standardoptionen. Zusätzlich gibt es ein einfaches Farbmanagement für Farbtemperatur mit drei Profilen, jedoch ohne erweiterte Profi-Einstellungen. Die Farbtemperatur lässt sich mit der Option "Naturtonanzeige" auch automatisch an das Umgebungslicht anpassen. Systemschriftart, Schriftgröße und Skalierung sind anpassbar.
Unter „Augenschutz" finden sich zahlreiche Einstellungen für den Augenschutz, darunter eine warme Einfärbung am Abend, ein Augenkomfortmodus und Erinnerungen bei zu geringem Augenabstand oder Augenermüdung. Eine Option für den Wechsel von PWM auf DC-Dimming gibt es beim Find X9 Ultra nicht. Das Gerät scheint ausschließlich PWM Dimming zu nutzen. Das PWM Dimming zeigt durch einen Kamerasucher allerdings weniger auffälliges Flimmern als bei der Konkurrenz von Vivo. Letztere bietet allerdings eine DC-Dimming Option.
Weitere Optionen umfassen die Anpassung der Bildschirmauflösung (nativ oder 2376x1080) und Bildwiederholfrequenz (automatisch, 60Hz, oder immer Maximum 120/144Hz) sowie optische Verbesserungen für Bild- und Videoinhalte durch dynamische Optimierung (Upscaling und HDR Umrechnung).
Ein Always-On Display (AOD) mit permanentem oder geplantem Betrieb ist verfügbar und zeigt in der China-Version problemlos Benachrichtigungs-Icons an. Neben einem klassischen partiellen AOD gibt es auch ein Vollbild AOD, das Widgets und Textvorschau-Benachrichtigungen anzeigt, ähnlich wie auf dem Sperrbildschirm.
Touchscreen & Displayglas
Beim Oppo Find X9 Ultra kommt Corning Gorilla Glass Victus 2 als Displayglas zum Einsatz. Im Test zeigte sich dieses Glas gewohnt widerstandsfähig: Kratzer im Alltag traten nicht auf, und auch Schlüssel- sowie Rutschtests auf Tischen hinterließen keinerlei Spuren. Die Gleitfähigkeit ist hoch, Fingerabdrücke werden gut abgewehrt und lassen sich mühelos abwischen.
Der Touchscreen bietet eine Standardabtastrate von bis zu 300Hz. Die Latenz ist sehr gut, sodass weder ein merkliches Nachziehen beim Scrollen noch ein träges Schreibgefühl beim Tippen entsteht. Erfreulich ist beim Oppo Find X9 Ultra der integrierte Handschuhmodus, der die Bedienung bei kalten Temperaturen mit Handschuhen erleichtert. Auch Wassertropfen auf dem Bildschirm beeinträchtigen die Eingabe kaum.
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Oppo Find X9 Ultra Ausstattung
| Prozessor | Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 (3nm) 2x Oryon Gen 3 Prime @4,61GHz 6x Oryon Gen 3 Performance @3,63GHz |
| GPU | Adreno 840 (3 Slice Architektur) Takt: 1,2GHz |
| RAM | 12GB | 16GB LPDDR5X |
| Speicher | 256GB | 512GB | 1TB UFS 4.1 Lesen: 4,22GB/s | Schreiben: 4,24GB/s (seq.) |
| Micro SD | Nein |
| Fingerabdruck Scanner | Ja (im Display, Ultraschall) |
| Sensoren | Umgebungslicht, Annäherung, Beschleunigung, Lineare Beschleunigung, Kompass, Gyroskop, Rotationsvektor, Magnetometer, Ausrichtung, Gravitation, Spektralsensor |
| Besonderheiten | USB-C 3.2 Gen 2 (10Gbit/s), USB OTG, Videoausgabe (Screen Mirroring), Always-On Display, kein 3,5mm Anschluss, Linearvibration, Stereo Lautsprecher, kein UKW Radio, Infrarot Blaster |
Alltags Performance
Beim Prozessor zieht Oppo wie gewohnt mit seinen Konkurrenten gleich und stattet das Find X9 Ultra mit dem noch aktuellen Qualcomm Oberklasse Chip Snapdragon 8 Elite Gen 5 aus. Damit spielt das Smartphone leistungstechnisch an der Spitze mit und muss sich natürlich nicht vor den Konkurrenten verstecken. Auch im Vergleich zum Vorgänger gibt es natürlich je nach Benchmark deutliche Leistungsvorteile, wobei man davon aber in der typischen Alltagsnutzung ohne einen direkten Vergleich eher weniger bemerken wird. Seine Stärken ausspielen kann der Snapdragon 8 Elite Gen 5 erst bei sehr anspruchsvollen Spielen oder sonstigen leistungshungrigen Aufgaben. Unnötig zu erwähnen, dass sich das Oppo Find X9 Ultra im Alltagsgebrauch super flüssig anfühlt und Denkpausen eine sehr seltene Ausnahme sind.
Im Gaming Test mit Genshin Impact und Honkai Star Rail liefert das Oppo Find X9 Ultra eine gute Leistung ab. Die 60fps werden in beiden Titeln ziemlich konstant erreicht und das auch auf hohen Grafikeinstellungen. Ein großer Vorteil gegenüber dem Vivo X300 Ultra sind beim Find X9 Ultra die deutlich aufgebohrten Optimierungs-Funktionen im Game Center. Für beide genannte Titel steht hier Upscaling, HDR Umrechnung und Framerate Interpolation zur Verfügung. All das lässt sich auch zeitgleich aktivieren, sodass man Spiele auf Wunsch deutlich schärfer und ansprechender aussehen lassen kann. Aktiviertes Frame Generation lässt das Find X9 Ultra sowohl Honkai Star Rail als auch Genshin Impact auf höchsten Grafikeinstellungen mit 90fps laufen. Für Gamer ist das Find X9 Ultra also die bessere Wahl, wenn man die schlechte Displayreakzionszeit mal ignoriert.
Abwärme, Kühlung & Thermal Throttling
Das Oppo Find X9 Ultra hat wie alle Snapdragon 8 Elite Gen 5 Smartphones in Lastsituationen mit einer deutlichen Abwärme zu kämpfen, welche in diesem Fall sogar noch etwas höher ist als gewohnt. Oppo erlaubt dem Gerät wohl speziell in einigen Benchmarks deutlich höhere Gehäusetemperaturen zu erreichen, als viele Konkurrenten. Nach lang laufenden Benchmarks wie z.B. Stress-Tests ist der Metallrahmen vor allem im oberen Bereich derart heiß, dass man das Gerät nicht mehr längere Zeit anfassen will. Das Infrarottermometer zeigt hier Werte um die 50°C an. Das ist deutlich zu viel. Im realen Alltagsgebrauch wird das zum Glück nicht erreicht, doch bei längeren Gaming Sessions oder auch bei intensiverer Kamera Nutzung ist schon eine sehr starke Erwärmung zu spüren.
Beim Thermal Throttling scheint sich das Oppo Find X9 Ultra auf den ersten Blick besser zu schlagen als der Konkurrent von Vivo. Es dauert länger, bis die Leistung im CPU Throttle Test einbricht und das Endergebnis ist mit 79% vs. 56% deutlich höher. Die angezeigten Leistungswerte sind beim Oppo allerdings geringer. In der Spitze 356 vs. 504 GIPS, im Mittel 312 vs. 348 GIPS und im Minimum 278 vs 272 GIPS. Kurz gesagt: Die Spitzenleistung ist deutlich geringer, die Leistung im gedrosselten Zustand etwa gleichauf. Warum das Oppo dann am Gehäuse deutlich wärmer wird, weiß wohl nur Oppo.
Im GPU Throttle Test mit 3DMark Solar Bay Unlimited schneidet das Oppo Find X9 Ultra dann schlechter ab als das Vivo. Hier steht es 43,1% verbleibende Leistung vs. 56,6%. Der initiale Ausgangswert des Benchmarks ist dabei mit 14.059 Punkten höher als beim Vivo (12.780). Der niedrigste Score im weiteren Verlauf liegt dann etwas über 1000 Punkte unter dem Wert vom Vivo. Das Oppo Find X9 Ultra gehört damit unterm Strich zu den bisher auf GPU-Seite am stärksten drosselnden Smartphones mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5.
Oppo Find X9 Ultra Benchmark Vergleiche
Im direkten Vergleich zeigt sich, wie sich das Oppo Find X9 Ultra gegenüber seinem Vorgänger, dem günstigeren hauseigenen Pro-Modell sowie den beiden wichtigsten Konkurrenten mit demselben Chipsatz schlägt.
Der Sprung vom Snapdragon 8 Elite im Oppo Find X8 Ultra auf den Snapdragon 8 Elite Gen 5 im Find X9 Ultra macht sich in den meisten Disziplinen deutlich bemerkbar. Bei der CPU-Leistung legt das Find X9 Ultra im Single Core um 12,4% und im Multi Core um 13,9% zu, beim Geekbench Compute Test fällt der Sprung mit 38,8% sogar noch größer aus. Auch sonst zieht das neue Modell auf der GPU-Seite klar davon: Basemark GPU Medium steigt um 32,4%, Steel Nomad Light um 16,8%, Wild Life Extreme und Solar Bay legen jeweils um rund 5-7% zu. Eine Ausnahme bildet interessanterweise PCMark Work: Hier liegt das Find X8 Ultra mit 18.868 zu 14.563 Punkten sogar 29,6% vor dem Nachfolger. Da es in dem Benchmark häufig starke Ausreißer zwischen Geräten gibt, sollte man dem aber nicht zu viel Bedeutung beimessen.
Gegenüber dem hauseigenen Find X9 Pro mit Mediatek Dimensity 9500 setzt sich das Ultra-Modell in den meisten Tests erwartungsgemäß ab: Antutu (+11,0%), Geekbench Compute (+7,1%), PCMark Work (+9,4%) und vor allem Basemark GPU Medium (+39,5%) gehen klar an den Snapdragon. Bei Geekbench Single und Multi Core fällt der Vorsprung mit 1,5% respektive 5,6% dagegen eher moderat aus. Überraschend ist der Blick auf einen Teil der 3DMark-Tests: Bei Wild Life Extreme, Solar Bay und Steel Nomad Light liegt das Find X9 Pro trotz Mediatek-Chip knapp vorne. Der Dimensity 9500 zeigt sich in diesen eher renderlastigen Grafik-Benchmarks also wie gewohnt konkurrenzfähig.
Unspektakulär fällt der Vergleich mit der direkten Konkurrenz von Vivo aus (X300 Ultra). Da beide Geräte denselben Snapdragon 8 Elite Gen 5 nutzen, fallen die Unterschiede hier naturgemäß kleiner aus und dürften stärker auf Software-Tuning als auf Hardware-Unterschiede zurückzuführen sein. Das Find X9 Ultra liegt bei Antutu (+6,6%), Geekbench Compute (+5,0%), Basemark GPU Medium (+11,1%), Wild Life Extreme (+6,9%) und Steel Nomad Light (+11,3%) vorne. Das Vivo X300 Ultra kontert bei Geekbench Single Core (+3,7%) und Multi Core (+0,5%, praktisch gleichauf) sowie bei 3DMark Solar Bay Unlimited (+1,1%, ebenfalls sehr knapp). Deutlicher fällt der Vorsprung des Vivo bei PCMark Work aus: Mit 16.741 zu 14.563 Punkten liegt das X300 Ultra hier 15,0% vor dem Oppo. Das Find X9 Ultra scheint mit dem Benchmark also eindeutig ein Problem zu haben.
Auch das Xiaomi 17 Ultra tritt mit demselben Chipsatz an. Das Find X9 Ultra gewinnt hier bei Antutu (+7,1%), Geekbench Multi Core (+1,8%), Compute (+2,6%) und deutlich bei Basemark GPU Medium (+23,5%), 3DMark Solar Bay Extreme (+12,0%) sowie Steel Nomad Light (+19,5%). Bei Geekbench Single Core (+1,2%) und Wild Life Extreme (+0,3%) liegt Xiaomi nur hauchdünn vorne, bei Solar Bay Unlimited beträgt der Vorsprung 8,8%. Der auffälligste Wert des gesamten Vergleichs ist aber erneut PCMark Work: Mit 20.081 zu 14.563 Punkten liegt das Xiaomi 17 Ultra hier satte 37,9% vor dem Oppo.
Speicher, Sensoren & Sonstiges
Beim Speicher bietet das Oppo Find X9 Ultra in der China Version dieselben Optionen wie die Konkurrenz: Wahlweise 12GB oder 16GB RAM sowie 256GB, 512GB oder 1TB Festspeicher. In Europa wird das Find X9 Ultra allerdings nur mit 12+512GB angeboten, während die Konkurrenz von Vivo 16+512GB bietet und bei Xiaomi sogar zwischen 16GB+512GB und 16GB+1TB gewählt werden kann. Bei der Speichertechnik nennt Oppo nur "LPDDR5X" RAM und "UFS 4.1" Speicher. Bei Vivo wird je nach Variante mit LPDDR5X Ultra oder LPDDR5X Ultra Pro beworben, was im Kern höhere Taktraten und damit schnelleren Speicher bedeutet.
Ob diese Unterschiede nun relevant sind, ist sicherlich abhängig vom Use Case. Die Benchmark Ergebnisse sprechen aber eher dagegen, da das Oppo Find X9 Ultra ja speziell bei GPU-lastigen Tests häufig vorn liegt. Von daher sollte man die Kaufentscheidung wohl eher nicht an den Marketing Begriffen fest machen. Was die Multitasking-Performance angeht, nehmen sich die Modelle nichts. 10 offene Apps stellen das Find X9 Ultra vor keine größere Herausforderung und diese werden bei entsprechenden Power Management Einstellungen auch problemlos offen gehalten. Gleiches gilt auch für zwei offene Spiele und dem Wechsel zwischen diesen. Das ist problemlos und ohne erneutes Laden möglich (getestet mit dem 16+512GB Modell).
Was den internen Festspeicher angeht, liegt das Oppo Find X9 Ultra im Speicher Benchmark mit rund 4,2GB/s in beiden Richtungen (sequenziell) geringfügig über dem Vivo X300 Ultra und natürlich im Rahmen dessen, was von UFS 4.1 zu erwarten ist. Eine Erweiterung des Speichers ist wie gewohnt zumindest intern nicht möglich. Extern lassen sich natürlich per USB-C Speichermedien anbinden. Dies ist beim Find X9 Ultra aber weniger performant als bei den Konkurrenten von Vivo oder Xiaomi, da das Oppo nur einen 5Gbit/s USB-C Port bietet (USB 3.2 Gen 1), während die Konkurrenz mit 10Gbit/s unterwegs ist (USB 3.2 Gen 2). Screen Mirroring über USB-C wird aber unterstützt. Man kann also das Smartphone Display auf einen per USB-C angeschlossenen Monitor, Beamer oder Fernseher spiegeln.
Das Oppo Find X9 Ultra ist mit einem umfassenden Sensorpaket ausgestattet, allerdings ohne Barometer. Kompass und Gyroskop arbeiteten im Test einwandfrei. Der Fingerprint Sensor ist im Display integriert und befindet sich in einer bequemen Position etwas weiter oben. Er nutzt einen schnellen und zuverlässigen Ultraschallsensor, der im täglichen Gebrauch keine Probleme bereitet hat. Die Gesichtsentsperrung über die Frontkamera ist ebenfalls möglich und funktioniert auch bei schwachem Licht gut. Bei völliger Dunkelheit kann der Bildschirm optional als Fülllicht verwendet werden. Das Oppo Find X9 Ultra verfügt über einen kräftigen und präzisen Linearvibrator, der deutlich wahrnehmbar ist, ohne dabei störend laut zu sein. Ein Infrarotblaster zur Steuerung anderer Geräte ist vorhanden.
Oppo Find X9 Ultra Software
| Variante | ColorOS 16 Version im Test: PMA110_16.0.9.402(CN01) |
| Android Version | Android 16 Sicherheitspatch im Test: Juli 2026 |
| Google zertifiziert | Ja |
| DRM Technologien | ClearKey CDM, Widevine Level 1 DRM |
| Bloatware | Ja (App Store, Browser, Social Media, Shopping, Office, Streaming) Deinstallierbar |
| Root-Zugriff | Nein |
| OTA Updates | Ja (ein Update im Testzeitraum) Update Garantie: 5 / 6 Jahre |
| Schadsoftware | Keine Funde Keine Facebook / Meta Dienste auf China Version |
Android Version & Variante
Das Oppo Find X9 Ultra wird mit dem aktuellen ColorOS 16 auf Android 16 Basis ausgeliefert und erstrahlt im gewohnten Look den wir auch schon vom Oppo Find X9 Pro kennen. Ein ansprechendes Design also, mit dem gewohnten Aufbau der ColorOS Oberfläche und modernen glasartigen Transparenzeffekten, die jedoch die Lesbarkeit nicht negativ beeinträchtigen. Die zahlreichen Funktionen des Systems sind logisch strukturiert, sodass man sich trotz der recht umfangreichen Systemeinstellungen recht schnell zurechtfindet.
Updates werden für das Oppo Find X9 Ultra für 5 Jahre (Android Updates) bzw. 6 Jahre (Sicherheitsupdates) versprochen. Im Testzeitraum war die Update Politik besser als beim zuvor getesteten Ultra Modell von Vivo. Während letzteres auch Ende Juli 2026 noch mit dem Sicherheitspatch vom Mai daherkommt, glänzt das Find X9 Ultra mit einem aktuellen Sicherheitspatch vom Juli. Oppo ist hier bei den Patch-Updates also deutlich zackiger unterwegs.
Was die Nutzbarkeit der China-Importversion in Deutschland angeht, muss man nur die allseits bekannten Einschränkungen hinnehmen. Der Google Standortverlauf und WearOS Geräte funktionieren mit den China Version von ColorOS 17 nicht. Zudem fehlt die Gemini Integration ins System, sodass sich Circle to Search oder der Sprachtrigger nicht nutzen lassen. Alles andere funktioniert aber reibungslos. Google Zertifizierung ist vorhanden und Banking Apps laufen. Der Play Store kann direkt aus dem Oppo-eigenen App Store installiert werden (im Unboxing Video wird das gezeigt). Deutsche Systemsprache ist ab Werk vorhanden und auch Android Auto ist mit der China Version nutzbar.
Zertifizierung & DRM
Google Zertifizierung ist wie schon erwähnt direkt ab Werk vorhanden. Damit lassen sich auch Google Dienste wie Google Pay oder diverse Banking Apps reibungslos nutzen. Im DRM Bereich bringt die China Version vom Oppo Find X9 Ultra auch keine erkennbaren Nachteile mit sich. Die Widevine Level 1 Zertifizierung ist vorhanden und auch die HDR Unterstützung deckt alles Gängige inklusive Dolby Vision ab.
Bloatware, Schadsoftware & Bugs
China Bloatware ist auf dem Oppo Find X9 Ultra als China Import natürlich reichlich vorhanden. Praktisch stört diese aber nur beim Einrichten einmal, denn nahezu alle vorinstallierten Apps lassen sich deinstallieren. Das gilt sogar für einige der System Apps in ColorOS, falls man diese durch Alternativen ersetzen möchte. Erfreulich ist, dass im Gegensatz zu EU Geräten keine Facebook bzw. Meta Systemdienste vorinstalliert sind. Auch Scans nach Schadsoftware mit gängigen Tools haben keine Funde geliefert. Die Systemperformance war im Testzeitraum durchgehend einwandfrei und es gab keine seltsamen Slowdowns oder Abstürze zu verzeichnen.
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Oppo Find X9 Ultra Konnektivität
| Mobilfunk (CN Version) | 2G: 850/900/1800MHz 3G: B1/2/4/5/6/8/19 4G-FDD: B1/2/3/4/5/7/8/12/17/18/19/20/25/26/28/66 4G-TDD: B34/38/39/40/41/42/43/48 5G: N1/2/3/5/7/8/12/18/20/25/26/28/38/40/41/48/66/77/78/79/80/81/83/84/89 |
| WLAN | WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax/be (Wi-Fi 6/6E/7) 2x2 MIMO, Wi-Fi Direct |
| Bluetooth | Bluetooth 6.0 SBC, AAC, LDAC, aptX, aptX HD, aptX Adaptive, LHDC 5.0 |
| NFC | Ja (mit Google Pay via Google Wallet) |
| Dual SIM | Dual Nano SIM Keine eSIM Unterstützung (nur CN Version) |
| Positionsbestimmung | GPS (L1+L5), A-GPS, Galileo (E1+E5a), GLONASS (G1), BDS (B1I+B1C+B2a), QZSS (L1+L5), NavIC |
Mobilfunk
Im Mobilfunk-Bereich muss man beim China-Import des Oppo Find X9 Ultra abseits von der fehlenden eSIM-Unterstützung keine gravierenden Einschränkungen hinnehmen. Alle für Deutschland und weiten Teilen Europas nötigen Mobilfunkfrequenzen werden unterstützt. Die Frequenzen, welche fehlen, werden hauptsächlich für Carrier Aggregation genutzt und haben somit auf den Empfang normalerweise keinen großen Einfluss.
Im Praxistest hat sich das auch bestätigt. Im örtlichen o2 Netz hatte das Find X9 Ultra keinerlei Empfangsprobleme und hat durchgehend eine sehr gute Signalstärke geliefert. Das unterstreicht auch der 5G Speed Test mit einem Ergebnis von 346Mbit/s im Downstream sowie 59Mbit/s im Upstream.
WLAN, Bluetooth & NFC
Im WLAN unterstützt das Oppo Find X9 Ultra alles bis Wi-Fi 7 (be). Im Test mit einer Fritz!Box 6660 Cable (Wi-Fi 6) war der Empfang hervorragend und es gab auch in schwach abgedeckten Räumen keine Aussetzer oder Einschränkungen beim Streaming. Das bestätigt sich auch beim Speed Test ein Stockwerk unter dem Router, wo das Find X9 Ultra mit 506Mbit/s Down und 49,8Mbit/s Up ein exzellentes Ergebnis liefert. Direkt neben dem Router werden 1070Mbit/s Up und 48,4Mbit/s Down erreicht. Limitierend ist hier die Internetverbindung.
Bluetooth unterstützt das Oppo Find X9 Ultra in Version 6.0 und laut Hersteller alle gängigen Audio Codecs. Im Praxistest gab es auch hier keine Probleme und mit einem Kopfhörer gab es auch bei mehreren Räumen Distanz zum Handy keine Aussetzer im Ton. NFC Unterstützung ist ebenfalls vorhanden und kann auch mit der China Version des Find X9 Ultra für Google Pay genutzt werden, sofern die Google Wallet App installiert wird. Diese lässt sich dann in den NFC Einstellungen als Zahlungsprovider festlegen.
GPS Test
Im GPS Test liefert das Oppo Find X9 Ultra einen exzellenten Empfang mit meist über 60 Satelliten im Fix und sehr guter Signalstärke auch bei bewölktem Himmel. Im Auto oder in der Hosentasche gibt es keine größeren Einschränkungen bei der Genauigkeit. Navigation mit Google Maps hat hervorragend funktioniert. Im GPS Tracking Test wurde die Route exakt in die Karte eingezeichnet und auch Wechsel der Straßenseite werden akkurat im Track abgebildet. In der Nähe von Gebäuden gibt es keine erkennbaren Einschränkungen der Genauigkeit.
Oppo Find X9 Ultra Audio
| Lautsprecher | Stereo Lautsprecher Rahmen unten + oben |
| Noise Cancelling Mikrofon | Ja Quad Mikrofon Array |
| Weitere Merkmale | VoLTE & VoWiFi, VoNR, OReality Sound, Systemequalizer & Presets |
Lautsprecher
Die Stereo Lautsprecher vom Oppo Find X9 Ultra sind mit Öffnungen im unteren und oberen Rahmen angeordnet. Die Lautsprecher scheinen vom Klangbild her identisch oder ähnlich mit dem Vivo X300 Ultra zu sein. Sie liefern einen soliden Klang auf dem durchschnittlichen Niveau der Oberklasse, stechen aber auch nicht besonders hervor. Sie werden laut, klingen Rund und der Klang bleibt bei hoher Lautstärke brauchbar. Bei den Bässen ist das Find X9 Ultra eher zurückhaltend unterwegs. Manche Konkurrenten bieten in der Oberklasse deutlich mehr - z.B. Honor.
Die Audio-Optionen sind beim Oppo Find X9 Ultra recht umfangreich. Mit Holo Audio lassen sich verschiedene Tonquellen per virtuellem Raumklang aus verschiedenen Richtungen darstellen. In den Soundeffekt-Einstellungen gibt es verschiedene Presets für die internen Lautsprecher oder angeschlossene Kopfhörer. Auch ein manueller System-Equalizer steht bei Bedarf für händisches Audio Tuning bereit.
Sprachqualität (Telefonie)
Beim Telefonieren bietet das Oppo Find X9 Ultra alle relevanten Standards, darunter auch VoWiFi und Vo5G. VoWifi hat im Test mit dem o2 Netz reibungslos funktioniert. Die Sprachqualität ist an beiden Enden klar, natürlich und auch in lauter Umgebung gut verständlich. Umgebungsgeräusche werden ausreichend unterdrückt. Mit Clear Voice gibt es optional eine zuschaltbare KI Geräuschunterdrückung, die aggressiver arbeitet.
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Oppo Find X9 Ultra Kamera
| Hauptkamera | Haupt: 200MP Sony Lytia 901 1/1.12" f/1.5 23mm OIS AF 3x Tele: 200MP OmniVision OV52A Periskop 1/1.28" f/2.2 70mm OIS AF 10x Tele: 50MP Samsung JNL 1/2.75" f/3.5 230mm OIS AF Ultrawide: 50MP Sony Lytia 600 1/1.95" f/2.0 14mm EIS AF Spektralsensor: Ja (24 Farbkanäle) Video: 8k30 (Haupt & 3x Tele) / 4k120 (Haupt & 3x Tele); 4k60 (Alle); 4k30 (Alle) Codec: H.264 / H.265 (HEVC) HDR Video: Dolby Vision bis 4k120 (Haupt & 3x Tele); bis 4k60 (Alle) 10-Bit LOG: O-Log2 bis 8k30 (Haupt & 3x Tele); bis 4k120 (Haupt & 3x Tele; bis 4k60 (Alle) |
| Frontkamera | 50MP Samsung JN5 1/2.75" f/2.4 21mm EIS AF Video: 4k60 / 4k30 Codec: H.264 / H.265 (HEVC) HDR Video: Dolby Vision bis 4k60 10-Bit LOG: O-Log2 bis 4k60 |
| Blitz | Dual LED |
| Fokus | PDAF + CDAF + Laser |
| Slow Motion | 4k120 nativ mit HSR & Ton Slow Motion Modus ohne HSR & Ton: FHD120 / FHD240 / HD480 / 4k120 |
Oppo hat die Kamera im Find X9 Ultra verglichen mit dem Vorgänger ganz erheblich umgebaut. Die rückseitige Kamera besteht zwar weiterhin aus vier Sensoren (fünf inklusive Spektralsensor), allerdings mit einem deutlich aufgebohrten Set-up. Der 1-Zoll Hauptsensor wurde durch einen etwas darunter liegenden Sensor ersetzt, der dafür nun 200MP Auflösung und so mehr Spielraum fürs Pixelbinning zusammen mit einer größeren Blende liefert. OIS bleibt natürlich am Start.
Die Tele-Kameras sind weiterhin ein Duo, nun jedoch unterteilt in 3-fach und 10-fach statt zuvor 3-fach und 6-fach. Dabei erhält die 3-fach Tele-Kamera ebenfalls ein Upgrade auf 200MP. Bei der zweiten Tele-Kamera bleibt es bei 50MP Auflösung, jedoch mit neuem Samsung JNL Sensor und eben der 10-fachen Periskop-Optik. Der Sony Lytia 600 Sensor, der beim Vorgänger in der 6-fach Tele-Kamera zum Einsatz kam, wandert nun in die Ultrawide-Kamera und soll dort die Lichtstärke verbessern.
Flankiert wird das ganze dann noch von einem neuen Multispektralsensor für verbesserten Weißabgleich und bessere Farbdarstellung, welcher ganze 24 Farbkanäle liefert. Um den Fokus kümmert sich neben PDAF und CDAF auch ein Laser Autofokus für zuverlässiges Fokussieren bei wenig Licht. Abgerundet wird das Paket dann noch mit einer 50MP Frontkamera inklusive Autofokus auf Basis des Samsung JN5 Sensors, der im Vorgänger in der Ultrawide-Kamera zum Einsatz kam.
Im folgenden schauen wir uns das neue Kamerasystem vom Oppo Find X9 Ultra mal im Detail an und decken dabei die wichtigsten Alltagssituationen und Modi ab. Alle Aufnahmen wurden mit Auto HDR, ohne optionale KI Features und den jeweiligen Standard-Einstellungen des angegebenen Modus aufgenommen. Einzige Ausnahme: Die automatische Steuerung der Bildauflösung (Pixel Binning je nach Umgebungslicht) wurde deaktiviert. Alle Aufnahmen wurden somit in 12MP aufgenommen, ausgenommen natürlich den expliziten High-Res-Modi.
Hauptcam (Tag, 12MP Standard)
Beim Wechsel des Sensors in der Hauptlinse hat Oppo die richtige Entscheidung getroffen. Die neue Kamera liefert im Standard Modus mit 12MP zwar weder dramatische Verbesserungen noch Verschlechterungen, dafür aber subtilen Feinschliff an ein paar Stellen, die in der Praxis durchaus relevant sein können. Zum einen fällt auf, dass die Schärfe der Bilder speziell auf Distanz und teilweise auch in Innenräumen etwas zugenommen hat. Feine Details werden auf Distanz besser erfasst. Die Bilder wirken durchgehend etwas "brillanter" als beim Vorgänger. Hinzu kommt trotz des etwas kleineren Sensors durch die hohe 200MP Auflösung in Kombination mit Pixel Binning eine leicht verbesserte Lichtausbeute. Davon profitiert der Dynamikumfang aber auch die Darstellung in dunkleren Bildbereichen, wo etwas mehr Details sichtbar sind. Insgesamt liefert das Oppo Find X9 Ultra eine rundum gelungene Hauptlinse, die eigentlich keine Wünsche offen lässt. Auch mit Blick auf die Farben liefert das Smartphone auf Werkseinstellungen ziemlich perfekte Ergebnisse, welche der Realität sehr nahe kommen und auch mit Blick auf die Farbsättigung ziemlich "spot-on" sind. Der Spektralsensor scheint also gute Arbeit zu leisten und die Kamera schafft es auch Lichtstimmungen gut einzufangen. Motive mit Bewegung werden scharf eingefangen.
Hauptcam (50MP Modus)
Im 50MP Modus profitiert die Hauptlinse vom Oppo Find X9 Ultra abermals vom 200MP Sensor, denn auch hier ist noch Pixel Binning möglich und damit eine höhere Lichtausbeute verglichen mit dem Vorgänger, der bei 50MP ja kein Pixel Binning mehr nutzen konnte. Damit liefert das Find X9 Ultra auch in dämmrigen Innenräumen noch saubere 50MP Aufnahmen, welche mit Blick auf Rauschanteil, Lichtausbeute und Bildschärfe keinen dramatisch Qualitätsabfall zeigen. Auch farblich und beim Dynamikumfang zeigen sich kaum Unterschiede zum 12MP Standard Modus.
Hauptcam (2x Digitalzoom)
Auch mit Digitalzoom liefet die Hauptlinse vom Oppo Find X9 Ultra noch perfekte Ergebnisse. Tatsächlich gibt es nur extrem selten Bilder, bei denen man den Aufnahmen ansieht, dass hier Digitalzoom genutzt wurde. Meist könnte es auch optischer Zoom sein. Sogar in Innenräumen gibt es meist keine erkennbaren Qualitätseinbußen und auch bei Nacht liefert die Kamera mit aktivem Digitalzoom bis 2-fach noch überdurchschnittlich scharfe, detaillierte und rauscharme Bilder. Auch beim Digitalzoom zeigen sich keine größeren Veränderungen bei Farbdarstellung und Dynamikumfang.
Hauptcam (Blitz)
Der Blitz im Oppo Find X9 Ultra liefert mit seinen zwei LEDs eine ordentliche Lichtmenge. Zusammen mit der lichtstarken Hauptlinse entstehen so wirklich gute Bliz-Aufnahmen auch auf größere Distanz bzw. in größeren Räumen. Die Bilder wirken hell, zeigen auch bei größerer Distanz kaum Rauschanteil und sind auch in Sachen Schärfe und Detaildarstellung vorbildlich unterwegs. An der Farbdarstellung gibt es auch nichts zu meckern und der Weißabgleich bleibt neutral. Bei Nahaufnahmen mit Blitz entstehen keine störenden hellen Spots und Überbelichtung ist auch nicht zu erkennen.
Hauptcam (Nachtfotos)
Bei Nachtaufnahmen aktiviert das Oppo Find X9 Ultra den Nachtmodus automatisch. Im Regelfall muss man sich also um nichts kümmern. Dabei liefert es egal ob mit Stativ oder freihändig scharfe und detaillierte Bilder ohne auffälligen Rauschanteil und auch auf Distanz eine recht gute Darstellung feinerer Texturen wie Dächer oder Mauern. Die Lichtausbeute ist auch hier sehr gut, sodass auch ein Sternenhimmel sichtbar ist, obwohl die Belichtungszeit im Night Mode relativ kurz ausfällt. Auffällig sind jedoch leichte Schwächen beim Dynamikumfang. Sehr dunkle Bildbereiche werden oft komplett geschluckt.
Hauptcam (Langzeitbelichtung)
Langzeitbelichtung ist mit Pro Modus mit bis zu 30 Sekunden möglich. Dabei kann man wahlweise alle Einstellungen manuell setzen oder eine Halbautomatik nutzen. Wie gewohnt wurde hier mit Halbautomatik getestet - Belichtungszeit manuell, Rest Automatik. Hier zeigt sich der erste große Patzer in der Software vom Oppo Find X9 Ultra, den Oppo hoffentlich noch glattbügeln wird. Verglichen mit manchen Konkurrenten aus dem "Ultra Segment" liefert das Find X9 Ultra hier unterdurchschnittlich ab. Mal sind die Bilder zu dunkel, mal überbelichtet. Häufig zeigt sich auch eine auffällige Unschärfe und eine gewisse Ausgewaschenheit. Langzeitblichtung mit der Tele-Kamera funktioniert überhaupt nicht. Die Aufnahmen sind immer verwackelt, obwohl das Handy sicher auf einem Stativ stand, völlig ohne Bewegung.
3x Tele-Cam (Tag, 12MP Standard)
Auch die 3-fache Tele-Kamera im Oppo Find X9 Ultra nutzt einen 200MP Sensor und hat damit dieselben Vorteile wie die Hauptlinse. Bei den Bildern der Kamera zeigen sich ähnliche Eigenschaften wie bei der Hauptlinse. Auch hier liefert das Handy eine exzellente Bildschärfe und Detaildarstellung selbst auf größere Distanz. Farbtreue und Weißabgleich sind ziemlich perfekt auf die Hauptlinse abgestimmt, sodass es keine größeren Farbunterschiede zwischen Aufnahmen der beiden Kameras gibt und auch die Tele-Linse sehr natürliche Farben und einen neutralen Weißabgleich liefert. Die OIS Stabilisierung leistet gute Dienste dabei das Motiv im Sucher zu halten und der Fokus sitzt schnell und zuverlässig, auch wenn mal Bewegung im Motiv vorhanden ist. Dynamikumfang und Lichtstärke überzeugen auch hier, sodass die Kamera auch in dämmrigen Innenräumen makellose Aufnahmen liefert. Der einzige kleine Makel der Kamera ist eine leichte Tendenz zur chromatischen Aberration (Farbsaum an Kanten), was primär im Bereich von hell angestrahlten Hausdächern und ähnlichen Strukturen erkennbar ist.
3x Tele-Cam (50MP Modus)
Wie die Hauptlinse liefert auch die 3-fach Tele-Kamera im 50MP Modus durch den 200MP Sensor noch Pixel Binning. Somit entstehen auch hier keine größeren Nachteile bei Szenen mit weniger Licht oder beim Dynamikumfang bei anspruchsvoller Beleuchtung. Die 50MP Aufnahmen der 3-fach Telekamera liefern somit weiterhin in allen Situationen eine astreine Qualität. Farblich zeigen sich auch hier im 50MP Modus keine größeren Unterschiede zum 12MP Standard Modus.
3x Tele-Cam (6x Digitalzoom)
Wie bei der Hauptlinse macht sich der 200MP Sensor auch beider 3-fach Tele-Kamera des Oppo Find X9 Ultra positiv bemerkbar, wenn man Digitalzoom nutzt. Standardmäßig bietet die Kamera-App hier per Button zugänglich eine 6-fache Zoomstufe. Auch hier gibt es nur selten sichtbare Qualitätsverluste. Diese treten hauptsächlich in sehr dunklen Innenräumen oder bei sehr dunklen Nachtmotiven aus. Abseits dieser Situationen sind durch den Digitalzoom keine klar erkennbaren Qualitätsverluste sichtbar und die Aufnahmen wirken wie optischer Zoom. Das gilt auch für viele Nachtmotive, wenn diese mit ausreichend Kunstlichtquellen bestückt sind. Farblich und auch beim Weißabgleich zeigen sich mit 6-fachem Digitalzoom abermals keine größeren Unterschiede zu den restlichen Aufnahmen.
3x Tele-Cam (Nachtfotos)
Bei Nachtaufnahmen liefert die 3-fach Tele-Kamera mit automatisch aktiviertem Night Mode ein ähnliches Niveau wie die Hauptlinse. Auch hier werden leider sehr dunkle Bildbereiche komplett geschluckt, der Dynamikumfang ist also nicht ganz optimal. Hinzu kommt, dass kein Sternenhimmel sichtbar ist, was zeigt, dass die 3-fach Tele-Kamera im Oppo Find X9 Ultra doch eine Ecke weniger lichtstark ist als die Hauptlinse. Dennoch können sich die Bilder mit Blick auf die verbleibenden Aspekte sehen lassen. Farblich bleiben die Aufnahmen quasi identisch mit der Hauptlinse inklusive neutraler Weißbalance. Schärfe und Detailreichtum lassen auch keine Wünsche offen und das selbst bei sehr schwach angeleuchteten Motiven. Dabei zeigt sich auch keinerlei störender Rauschanteil, was für eine Tele-Kamera doch beachtlich ist. Unterm Strich also auch hier sehr gute Ergebnisse, die insgesamt absolut zufriedenstellend sind.
10x Tele-Cam (Tag, 12MP Standard)
Ein sehr spannendes Feature vom Oppo Find X9 Ultra ist ja die 10-fach Tele-Kamera, welche einen 50MP Sensor nutzt. Das Handy hebt sich damit deutlich von der breiten Masse ab. Im Test hat die 10-fach Tele-Kamera auch durchaus schöne Ergebnisse geliefert. Auch hier stimmt die farbliche Abstimmung auf die restlichen Sensoren und es gibt am Dynamikumfang nichts zu meckern. Die optische Stabilisierung ist sehr gut gelungen und vereinfacht das ruhig halten bei freihändiger Nutzung trotz der langen Brennweite deutlich. Bei guter Ausleuchtung und gerade auch auf Distanz hat der optische 10-fach Zoom gegenüber digitalem Äquivalent auf der 3-fach Tele-Kamera durchaus Vorteile bei Schärfe und Detaildarstellung, die man aber je nach Motiv nicht unbedingt sofort sieht.
Ewas störend ist allerdings, dass die 10-fach Tele-Kamera gerne automatisch auf die 3-fach Tele-Kamera mit äquivalentem Digitalzoom zurückfällt. Das passiert primäre bei zu geringem Motivabstand oder dann, wenn die Software die Lichtverhältnisse als unzureichend erachtet. Das Störende daran ist aber vor allem der Umstand, dass man davon oft nichts mitbekommt. Mann wird über den automatischen Wechsel nicht informiert und kann ihn auch in den Einstellungen nicht unterbinden. Will man zwingend die 10-fach Tele-Kamera nutzen, ist genau das störend und es bleibt einem nur der Umweg in den "Hasselblad High-Res" Modus mit entsprechenden Nachteilen durch das Fehlen von Pixel Binning, da in diesem kein automatischer Wechsel getriggert wird.
10x Tele-Cam (50MP Modus)
Wer bei guter Ausleuchtung das Maximum aus der 10-fach Tele-Kamera herausholen möchte, der sollte sie aber ohnehin im 50MP Modus betreiben. Vor allem auf größere Distanz, also z.B. bei Landschaftsaufnahmen, liefert das Oppo Find X9 Ultra dann mit 10-fachem Zoom nochmal deutlich mehr Details in feinen Strukturen. Sowohl Vegetation als auch Gebäude in der Ferne wirken im 50MP Modus deutlich schärfer, wenn man etwas in die Aufahmen reinzoomt und einen Direktvergleich zwischen 12MP und 50MP Modus macht. Bei wenig Licht hat der 50MP Modus in der Theorie natürlich qualitativ leichte Nachteile, was allerdings in der Praxis wenig Relevanz hat, da die 10-fach Tele-Kamera bei wenig Licht ohnehin sehr häufig auf die 3-fach Tele-Kamera mit Digitalzoom zurückfällt - und auch das hat dann qualitativ deutliche Nachteile zur Folge.
10x Tele-Cam (20x Digitalzoom)
Wer hofft, dass die 10-fach Tele-Kamera des Oppo Find X9 Ultra große Vorteile bei hohen Digitalzoomstufen bringt, der wird an dieser Stelle leider enttäuscht. Wie gewohnt wurde hier der 20-fache Digitalzoom getestet. Theoretisch sollte dieser ja besser aussehen, da die zugrundeliegende optische Zoomstufe höher ausfällt, als sonst üblich. In der Praxis halten sich die Vorteile aber stark in Grenzen. Die Aufnahmen sehen zwar geringfügig besser aus als bei Geräten die z.B. von 3-fach optisch auf 20-fach hochgehen und dabei eventuell noch etwas KI-Magie zur Aufhübschung nutzen, doch wirklich sichtbar sind die Unterschiede nur bei direkten Vergleichen. Kurz gesagt hat 20-facher Zoom auch beim Oppo Find X9 Ultra weiterhin starke Qualitätseinbußen zur Folge. Vor allem feine Texturen auf Distanz verschwimmen deutlich oder wirken etwas synthetisch. Die native 10-fach Stufe bleibt somit die Stärke der zweiten Tele-Kamera.
10x Tele-Cam (Nacht)
Was Nachtfotos angeht, liefert die 10-fach Tele-Kamera vom Oppo Find X9 Ultra eine positive Überraschung. Durch die erheblich kleinere Blende und den 50MP Sensor würde man hier zunächst von einer ganz erheblich lichtschwächeren Kamera mit entsprechenden Nachteilen bei Nachtaufnahmen ausgehen. In der Praxis äußert sich das jedoch hauptsächlich in nochmal etwas dunkleren Bildern. Rein qualitativ muss sich die 10-fach Tele-Kamera jedoch nicht vor der 3-fach Tele-Kamera oder der Hauptlinse verstecken. Auch sie liefert erstaunlich scharfe und vor allem rauschfreie Bilder mit schönen, natürlichen Farben und neutralem Weißabgleich. Störend bleibt nur der immer wieder vorkommende ungewollte Wechsel auf Digitalzoom mit der 3-fach Tele-Kamera, welchen wir glücklicherweise im Test durch Setzen des Fokus auf Lichtquellen in den meisten Fällen austricksen konnten.
Ultrawide-Cam (Tag, 12MP Standard)
Die Ultraweitwinkel-Kamera im Oppo Find X9 Ultra löst ebenfalls mit 50MP auf und bietet einen Autofokus. Im 12MP Standard Modus liefert sie farblich gut auf die restlichen Kamera abgestimmte Farben, die entsprechend natürlich wirken. Der Weißabgleich ist auch hier recht neutral. Die Kamera liefert sehr weitwinklige Aufnahmen mit solider Bildschärfe auch auf Distanz, aber teils deutliche Verzerrung am Bildrand. Der Dynamikumfang fällt zufriedenstellend aus. Innerhalb von Räumen sinkt die Bildqualität nicht sonderlich stark ab und Bildrauschen ist wenn überhaupt nur ganz subtil zu erkennen.
Ultrawide-Cam (50MP Modus)
Bei guter Ausleuchtung lohnt es sich, die Ultrawide-Kamera im 50MP Modus zu nutzen. Dies hat nur geringfügige Auswirkungen auf den Dynamikumfang, kitzelt aber nochmal etwas mehr Schärfe und Details vor allem bei Distanzaufnahmen heraus. Die Bilder wirken dadurch nochmal eine Ecke hochwertiger und der für Ultrawide-Kameras typische leicht weiche Look verschwindet. Nur bei Innenraumaufnahmen sollte man auf den 50MP Modus verzichten, da hier die Qualität sonst deutlich absinkt. 12MP liefert da dank Pixel Binning die besseren Resultate.
Ultrawide-Cam (Nachtfotos)
Keine Glanzleistung liefert die Ultrawide-Kamera im Oppo Find X9 Ultra leider bei Nacht. Die Lichtausbeute ist hier viel zu gering, die Aufnahmen wirken deutlich zu dunkel. Auch die Bildschärfe lässt häufig zu wünschen übrig und die Farbdarstellung weicht deutlich von den anderen Kameras ab. Farblich wirken die Nachtaufnahmen fast schon etwas düster. Wer auf gute Nachtfotos mit der Ultrawide-Kamera Wert legt, sollte zum Vivo X300 Ultra greifen, welches hier einen deutlich größeren und lichtstärkeren Sensor bietet und deshalb deutlich schönere Aufnahmen liefert.
Makro Modus
Makro Aufnahmen sind beim Oppo Find X9 Ultra mit der Hauptlinse über Digitalzoom (ca. 13cm Mindestabstand), mit der 3-fach Tele-Kamera (ca. 15cm Mindestabstand) und mit der Ultrawide-Kamera (ca. 4cm Mindestabstand) möglich. Die 10-fach Tele-Kamera eignet sich durch den hohen Mindestabstand von rund einem Meter nicht für Makro Aufnahmen.
In der Praxis haben wir uns für die Test-Makro-Aufnahmen auf die 3x Tele-Kamera beschränkt. Diese liefert insgesamt die schönsten Aufnahmen in dieser Disziplin und ist durch die hohe 200MP Auflösung auch am vielseitigsten, da man die Vergrößerung über den 6-fachen Digitalzoom praktisch verlustfrei verdoppeln kann.
Die Resultate können sich insgesamt sehen lassen und zählen eindeutig zur Spitzenklasse. Die Gesamtoptik ist überaus ansprechend mit schickem Bokeh-Effekt gepaart mit toller Detaildarstellung und Schärfe. Zudem lässt sich auch die Farbabstimmung bei Makros nicht aus der Ruhe bringen. Die Farben bleiben durchgehend natürlich und der Weißabgleich neutral. Auch wenn man den Blitz zur Ausleuchtung aktiviert, leiden die Farben nicht darunter (das Makro vom Bernstein-Baum wurde mit Blitz aufgenommen).
Portrait Modus
Den Portrait Modus wird man beim Oppo Find X9 Ultra relativ selten brauchen, da alle Kameras bereits einen natürlichen, recht intensiven Bokeh-Effekt liefern. Wenn einem dieser bei größerer Distanz mal zu schwach ausfällt oder man ihn im Nahbereich noch intensiver haben möchte, leistet der Portrait Modus aber gute Dienste. Der Effekt wird glaubhaft eingerechnet und wirkt selten synthetisch. Beachtlich ist zudem, wie gut der Portrait Modus mit komplexen Motivumrissen klar kommt. Auch feine Elemente werden sauber freigestellt und meist nicht von der Weichzeichnung geschluckt.
Frontkamera (12MP)
Bei der Frontkamera hat Oppo exzellente Arbeit geleistet. Die 50MP Kamera nutzt standardmäßig Pixel Binning und erzeugt damit 12MP Bilder. Diese zeichnen sich in allen Situationen durch eine perfekte Farbdarstellung und Weißbalance aus. Hinzu kommt eine makellose Bildschärfe und Detailzeichnung. Hat und Haare wirken knackscharf. Das Find X9 Ultra schneidet hier sogar noch etwas besser ab als das zuvor getestete Vivo X300 Ultra. Die Kamera ist zudem vergleichsweise weitwinklig, man kann aber auch zusätzlich einzoomen. Beachtlich ist aber auch die Lichtstärke. Innerhalb von Räumen gibt es kaum Qualitätseinbußen oder Bildrauschen. Die Bilder bleiben scharf und detailliert. Und sogar Nacht-Selfies mit nur einer Straßenlaterne als Lichtquelle liefern noch richtig hochwertige Aufnahmen mit nur geringen Einbußen bei der Bildschärfe. Letztere kann man mit dem Bildschirm Blitz noch etwas anheben.
Videos
Beim Filmen hat Oppo nachgebessert. Beim Vorgänger des Find X9 Ultra hat man sich noch geweigert einen 8k Modus einzubauen. Dieser ist beim Find X9 Ultra nun vorhanden und unterstützt 8k30 Aufnahmen mit der Hauptlinse und 3-fach Tele-Kamera. 4k60 und 4k120 werden wiederum mit allen anderen Kamera unterstützt, nur die Frontkamera ist auf maximal 4k60 beschränkt.
HDR Videos lassen sich in Dolby Vision aufnehmen. Auch dies wird mit allen Kameras bis 4k120 bzw. mit der Frontkamera bis 4k60 unterstützt. Ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz ist die Möglichkeit 10-Bit O-Log2 (Oppo eigenes Format mit LUT Support) Aufnahmen bis 8k30 mit Hauptlinse und 3-fach Tele Kamera bzw. 4k120 mit allen Kameras bzw. 4k60 mit der Frontkamera aufnehmen zu können. Bei der Konkurrenz ist mit normalem 10-Bit Log nur maximal 4k120, manchmal auch nur 4k60 möglich.
Lobenswert ist beim Oppo Find X9 Ultra grundlegend die Audioqualität beim Filmen. Das Smartphone fängt Stimmen und Umgebungsgeräusche sehr natürlich und klar ein, wobei Windgeräusche gut reduziert aber nicht vollständig unterdrückt werden. Hier wird unterm Strich eine gute Balance erreicht. Leicht getrübt wird die Audioqualität allerdings von zwei Dingen. Zum einen ein immer wieder zu hörendes Knacksen im Ton, welches seltsamerweise nur bei Stimmen aufzutreten scheint. Zum anderen noch ein bei Bewegung permanent hörbares leichtes Summen oder Pfeifen, welches durch die optische Bildstabilisierung erzeugt wird. Das Geräusch ist leise und subtil, aber fällt in stillen Szenen durchaus auf. Das Geräusch erinnert an die Geräusche, welche man häufig in Videoaufnahmen von großen Systemkameras hört, wenn deren internes Mikrofon genutzt wurde.
Die Videoqualität beim Filmen mit der Hauptlinse fällt sehr gut aus. Die Kamera liefert in allen Auflösungen scharfes, detailliertes und gut stabilisiertes Videomaterial. Der Autofokus arbeitet flott und zuverlässig. Farblich gibt es bei den Videos nichts auszusetzen. Die Farbdarstellung ist natürlich und der Weißabgleich neutral - genau wie bei den Fotos. Bei Dämmerlicht und Nacht liefert die Hauptlinse erstaunlicherweise auch im 8k Modus noch eine sehr brauchbare Videoqualität mit nur leichtem Bildrauschen und weiterhin ordentlicher Schärfe.
Die 3x Tele-Kamera überzeugt ebenfalls mit scharfen und detaillierten Videos in allen Auflösungen. Auch hier funktioniert die Stabilisierung sehr gut - auch im 8k Modus. Das OIS kann auch starke Bewegungen ausgleichen, sodass auch beim Laufen noch relativ ruhige Videos entstehen. Der Autofokus arbeitet auch bei der 3x Tele-Kamera schnell und zuverlässig. Farblich gleichen die Videos jenen der Hauptlinse. Mit Blick auf Realismus, Sättigung und Weißabgleich gibt es hier nichts auszusetzen. Der Schärfeverlust und Rauschanteil bei Nachtvideos ist mit der 3x Tele-Kamera bei Nachtaufnahmen im 8k Modus höher als bei der Hauptlinse. Wechselt man auf 4k60 oder 4k30 gleicht sich das aber wieder aus.
Mit der 10x Tele-Kamera fällt der 8k Modus dann weg. Die verbleibenden Auflösungen liefern aber auch hier schöne Videos, wobei auch hier die Stabilisierung wieder erstaunlich gut funktioniert. Flüssige Schwenks oder ruhiges halten eines Motivs im Blickfeld sind problemlos möglich. Beim Laufen wird das Bild dann aber zu wackelig. Der Autofokus macht auch bei dieser Kamera keine Probleme. Farblich gibt es bei der 10x Tele-Kamera teilweise leichte Abweichungen zu den restlichen Kameras mit etwas dunkleren Farbtönen. Ansonsten bewegt sich aber auch diese Kamera farblich auf einem hohen Niveau. Bei Nachtvideos merkt man die deutlich geringere Lichtstärke der Kamera. In 4k60 wirken die Videos stark verrauscht und relativ dunkel. Etwas besser sehen sie aus, wenn man in den 4k30 Modus wechselt.
Die Ultrawide-Kamera bietet ebenfalls maximal 4k60 Auflösung und liefert für eine Ultrawide Kamera relativ scharfe und detaillierte Videos, die sich nicht verstecken müssen. Auf OIS Stabilisierung muss man verzichten, wobei das EIS Substitut gut funktioniert und trotzdem ruhiges Videomaterial liefert, wobei auch kein störendes Verzerren oder ähnliche Bildartefake zu erkennen sind. Der Autofokus der Kamera arbeitet auch hier schnell und zuverlässig. Der Dynamikumfang beim Filmen ist etwas schlechter als bei den anderen Kameras. Farblich schlägt sich die Kamera ansonsten gut und ist gut abgestimmt. Für Nachtvideos ist die Kamera nur eingeschränkt geeignet. Egal ob 4k60 oder 4k30 - die Videos wirken immer recht unscharf, verrauscht und relativ dunkel.
Slow Motion Aufnahmen sind entweder mit manuellem abbremsen der Videos im nativen 4k120 Modus möglich, oder im dedizierten Slow Motion Modus. Letzterer erzeugt leider keine HSR Dateien und nimmt auch keinen Ton auf. Unterstützt werden hier bis zu 4k120, FHD240 oder HD480. Alle Modi haben im Test solides Videomaterial ohne Bildartefakte geliefert.
Oppo Find X9 Ultra Akku
| Kapazität (Angabe) | 7.050mAh (EU + CN) |
| Kapazität (Gemessen) | 6.845mAh |
| Wechselbar | Nein |
| Ladetechnologie | 100W SuperVOOC (USB-C) 55W PPS / 18W PD / 18W QC 50W Wireless Charging Kein Netzteil im Lieferumfang (nur EU) |
Akkulaufzeit
Beim Akku liefert Oppo auch in diesem Jahr wieder größere Zellen als die Konkurrenz. Konkret sind es diesmal 7.050mAh geworden. Zusammen mit der von Oppo gewohnt guten Optimierung des Energieverbrauchs kommt man damit auch auf beachtliche Laufzeiten. Zwei Tage sind auch mit gelegentlicher Kameranutzung die Regel. Bei wenig intensiver Nutzung kommt man mit einer Ladung auch durch drei Tage. Unterstrichen wird das auch im PC Mark Akku Benchmark durch ein Ergebnis von etwas über 24 Stunden Dauerbetrieb bei 50% Bildschirmhelligkeit.
Im Dauerbetrieb der Kamera scheint der Verbrauch auch geringer zu sein als bei den Konkurrenten von Xiaomi und Vivo. Zumindest sank der Akkustand in den Kameratests weniger auffällig schnell als bei der Konkurrenz. Das Gerät erwärmt sich dabei auch weniger stark, was den Eindruck auch physikalisch unterstreicht. Trotzdem gilt natürlich auch hier, dass man ggf. nicht durch einen kompletten Tag kommt, wenn man die Kamera wirklich extrem intensiv über lange Zeiträume hinweg nutzt.
Ladezeit
Fürs Aufladen nutzt das Oppo Find X9 Ultra 100W SuperVOOC. Im Test hat die Ladung von 20% auf 75% rund 30 Minuten in Anspruch genommen. Für die volle Ladung von 20% auf 100% benötigt das Smartphone etwa 47 Minuten. In den Einstellungen kann ein intelligentes oder manuelles Ladelimit gesetzt werden und auch Bypass Charging z.B. beim Spielen wird unterstützt.
Bei der China Version des Find X9 Ultra liegt das passende Netzteil bei. Bei der EU Version ist dies nicht der Fall. Wer Drittanbieternetzteile nutzen möchte, sollte auf ein PPS-fähiges Netzteil achten, da hiermit 55 Watt möglich sind. Über normales USB-PD oder Quick Charge werden nur maximal 18 Watt unterstützt.
Für drahtloses Laden wird von Oppo eine maximale Leistung von 50 Watt angegeben. Hierzu ist natürlich der Kauf der entsprechenden Ladestation nötig. Diese schlägt zum Zeitpunkt des Berichts beim Import aus China mit etwa 67€ zu Buche*. Oppo selbst verkauft den Wireless Charger in Europa für knapp 130€.
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Oppo Find X9 Ultra Test Fazit
Mit dem Find X9 Ultra liefert Oppo erneut eines der vielseitigsten Kamera-Flaggschiffe am Markt ab und baut den Vorsprung zum eigenen Pro-Modell durch das deutlich aufgebohrte Vierfach-Kamerasystem klar aus. Hauptlinse und 3-fach Tele-Kamera profitieren beide vom Sprung auf 200MP Sensoren, während die neue 10-fach Periskop-Telekamera selbst bei Nacht noch überraschend gute Ergebnisse liefert. Auch beim Filmen hat Oppo endlich nachgelegt: Mit 8k30 sowie 10-Bit O-Log2 bis 8k30 zieht das Find X9 Ultra hier an der gesamten getesteten Konkurrenz vorbei. Kleinere Schwächen bleiben dennoch bestehen, etwa die unausgereifte Halbautomatik bei Langzeitbelichtungen, der nicht drekt ersichtliche automatische Rückfall der 10-fach Kamera auf digitalen Zoom sowie eine bei Nacht eher schwachbrüstige Ultraweitwinkel-Kamera, bei der das Vivo X300 Ultra dank größerem Sensor die Nase vorn hat. Nachbessern muss Oppo zudem noch bei leichten Tonproblemen. Abseits davon liefert die Kamera Perfektion ab.
Bei der Rohleistung sorgt der Snapdragon 8 Elite Gen 5 gegenüber dem Vorgänger-Chip im Find X8 Ultra für spürbare Sprünge. Auch gegenüber dem hauseigenen Find X9 Pro sowie Konkurrenten wie dem Vivo X300 Ultra und Xiaomi 17 Ultra schlägt sich das Find X9 Ultra gut. Interessant sind die Ergebnisse beim Thermal Throttling. Während sich das Find X9 Ultra beim CPU-Throttling besser hält als das Vivo X300 Ultra, dreht sich das Bild beim GPU-Throttling um, denn hier drosselt das Oppo deutlich stärker und wird unter Last auch spürbar wärmer. Für Spieler ist das Oppo Find X9 Ultra allerdings ohnehin nicht die erste Wahl.
Das große, farbstarke LTPO-Display teilt sich nämlich einen Großteil seiner Schwächen mit der gesamten aktuellen BBK-Familie: Die träge Reaktionszeit sorgt für sichtbare Schlieren beim Scrollen durch Inhalte, wodurch die 144Hz Refresh-Rate in Spielen eher Beiwerk als echtes Argument bleibt. Ein DC-Dimming-Modus, den Vivo beim X300 Ultra bietet, fehlt dem Find X9 Ultra ebenfalls. Bei Akkulaufzeit und Ladeleistung gibt es dagegen wenig zu kritisieren: Die große 7.050mAh Zelle sorgt für zwei bis drei Tage Laufzeit im Alltag, aufgeladen ist das Smartphone mit 100W SuperVOOC in unter einer Stunde. Wer die China-Importversion wählt, bekommt zudem das passende Netzteil direkt mitgeliefert. Bei der EU-Version muss dieses separat beschafft werden.
Preislich positioniert sich das Find X9 Ultra in Deutschland mit einer UVP von 1699€ (Straßenpreis meist um 1500€*) auf Augenhöhe mit dem Xiaomi 17 Ultra und steckt dieses dabei vor allem bei der Farbtreue der Aufnahmen in die Tasche. Deutlich günstiger kommt man beim China-Import weg: Die Basisversion gibt es ab rund 977€*, die auch in Deutschland erhältliche 12+512GB-Variante für etwa 1107€*. Wer mehr Speicher und RAM möchte, muss ohnehin zur Importversion greifen, da die EU-Variante fest auf 12+512GB limitiert ist, während in China bis zu 16GB RAM und 1TB Speicher verfügbar sind.
Wichtigste Vorteile
- Sehr vielseitiges, gut abgestimmtes Kamerasystem mit exzellenter Frontkamera
- 10-fach Periskop-Telekamera liefert in passenden Szenarien durchaus einen Mehrwert
- Endlich 8k30 Video bei Oppo sowie 10-Bit O-Log2 bis 8k30 - Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz
- Starke Alltags- und Gaming-Performance dank Snapdragon 8 Elite Gen 5, umfangreiche Game-Center-Optimierungen
- Große Akkukapazität mit 2-3 Tagen Alltags-Laufzeit und sehr schnellem 100W Laden
- Hochwertige, robuste Verarbeitung mit IP66/68/69, bei der Kunstleder-Version vergleichsweise kompaktes Kameramodul
- Exzellenter Mobilfunk-, WLAN- und GPS-Empfang
- Lange Update-Zusage (5/6 Jahre) und im Test vorbildlich aktueller Sicherheitspatch
- Dedizierte Kamera-Zoom-Taste und frei belegbare Funktionstaste bleiben erhalten
- Hochwertiges Display mit sehr guter Lesbarkeit im Freien
- China Version mit Google Zertifizierung, Android Auto, Widevine L1 DRM, deutscher Sprache
Wichtigste Nachteile
- Etwas inkonsistentes Abschneiden in verschiedenen Benchmarks - mal deutlich schneller, mal deutlich langsamer als die Konkurrenz
- Stärkeres GPU-Throttling als beim Vivo X300 Ultra, spürbar höhere Gehäusetemperaturen unter langer Volllast (unangenehm)
- Träge Displayreaktionszeit mit Schlierenbildung, kein DC-Dimming
- Halbautomatik bei Langzeitbelichtung unausgereift, Verwackeln Tele-Langzeitbelichtung trotz Stativ
- Häufig "heimlicher" nicht abschaltbarer Fallback der 10-fach Kamera auf digitalen Zoom mit 3-fach Tele
- Ultraweitwinkel-Kamera bei Nacht schwach – Vivo X300 Ultra hier klar überlegen
- EU-Version nur mit 12GB RAM/512GB Speicher und ohne beiliegendes Netzteil
- USB-C nur mit 5Gbit/s statt 10Gbit/s wie bei der Konkurrenz
- Keine eSIM-Unterstützung, keine Gemini-Integration/WearOS-Anbindung bei der China-Version
- Nur durchschnittliche Stereo-Lautsprecher mit vergleichsweise zurückhaltendem Bass