Von ChinaMobileMag auf Samstag, 31. Oktober 2026
Kategorie: Testberichte

OnePlus 16 Test

Einleitung

Am 12. Oktober hat OnePlus das OnePlus 16 in China vorgestellt, den Nachfolger des OnePlus 15, das wir bereits im Test hatten. Für Käufer in Europa gibt es dabei keine gute Nachricht: Die Marke hat sich im Juli aus Europa und Nordamerika zurückgezogen, eine EU Version des OnePlus 16 wird es somit nicht geben.

Wer das Gerät haben will, muss es also als China Version importieren. Damit kommen zwei Haken: Dem chinesischen Modell fehlen die für Europa typischen 800MHz Frequenzen, konkret LTE Band 20 und 5G n20. Wie stark sich das in der Praxis auswirkt, werden wir unter anderem in diesem Test klären. Hinzu kommt dann noch das Software Thema, denn für das Modell steht nur die China Version von ColorOS bereit, eine EU Firmware gibt es nicht mehr.

Hardwareseitig fährt OnePlus wie gewohnt eine aktuelle Ausstattung auf: Im OnePlus 16 arbeitet der Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6, der erste 2nm Flaggschiff Chip von Qualcomm. Der Akku fasst 9000mAh, so viel wie in keinem OnePlus Smartphone zuvor. Das Display läuft im Normalbetrieb mit bis zu 165Hz statt bisher 120Hz, in unterstützten Spielen sind es bis zu 185Hz.

Im Import Handel kostet das Gerät derzeit zwischen 897 Euro und 1.287 Euro. Unser Testgerät kommt von TradingShenzhen*, in der Konfiguration mit 16GB RAM und 512GB Speicher und in der Farbe Martian Masterpiece. Die zentrale Frage für den Test: Wie gut funktioniert ein Gerät, das für den chinesischen Markt gebaut ist, im deutschen Alltag und lohnt sich ein Import für OnePlus Fans, die der Marke treu bleiben wollen?

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OnePlus 16 Lieferumfang

Das OnePlus 16 kommt in einer rechteckigen Box in leuchtendem Rot. Auf der Vorderseite steht oben links die große schwarze Ziffer "16", unten links sitzt das kleine OnePlus Logo neben chinesischen Schriftzeichen. Abbildungen des Geräts sucht man auf der Verpackung vergeblich.

Im Inneren liegt das Smartphone zusammen mit einer flexiblen Schutzhülle in der passenden Farbe. Dazu kommen ein rotes Datenkabel von USB-C auf USB-A, das maximal USB 2.0 Geschwindigkeit bietet, der 100W Fast Charger und von TradingShenzhen ein passender deutscher Adapter für das Netzteil. Ein Stück Papier in chinesischer Sprache und eine SIM Nadel liegen ebenfalls bei.

Für den Import ist vor allem der Adapter relevant. Das Netzteil hat einen chinesischen Stecker und lässt sich in einer deutschen Steckdose nicht ohne diesen betreiben. Einen genaueren Blick auf den Lieferumfang könnt ihr in unserem Unboxing Video werfen.

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OnePlus 16 Design

​Materialien ​​Rahmen: Metall (flach, matt)
Rückseite: Oppo Crystal Shield Glass (Dark Forest) oder GFK (flach, matt)
Front: Oppo Crystal Shield Glass
​Gewicht220g (Starlight, Dark Forest)
217g (Martian Masterpiece)
​Abmessungen​Ohne Kamera: 161,42 x 76,67 x 8,55mm (Starlight)
​Ohne Kamera: 161,42 x 76,67 x 8,45mm (Martian Masterpiece)
​Ohne Kamera: 161,42 x 76,67 x 8,50mm (Dark Forest)
Mit Kamera: 161,42 x 76,67 x 11,8mm (Martian Masterpiece)
​WasserdichtIP66, IP68, IP69, IP69K

Materialien & Aussehen

Das OnePlus 16 setzt die Designsprache des Vorgängers fort. Formgebung und Kameramodul entsprechen dem OnePlus 15: ein flacher, matter Metallrahmen in der Farbe der Rückseite, dazu eine flache, matte Rückseite. Auch die große Kamerainsel mit den schwarz gefärbten Linsen ist bekannt, eine große vertikale Pille, zwei separate kreisförmige Elemente, eines davon der LED Blitz.

Bei den Materialien führt OnePlus die gewohnte Mischung fort. Die Varianten Martian Masterpiece und Starlight bestehen auf der Rückseite aus glasfaserverstärktem Verbundmaterial (GFK), Dark Forest kommt rückseitig wie auf der Front mit Oppo Crystal Shield Glass daher. Das GFK fühlt sich gut und hochwertig an. Die Martian Masterpiece Variante trägt eine dezente Linienoptik, die topografische Geländeumrisse darstellen soll. Je nach Blickwinkel sind die Linien unsichtbar oder erscheinen leicht glänzend. Starlight bietet im Gegensatz dazu eine weiße LED Beleuchtung mit einer beleuchteten 16, während Dark Forest mit einer vollständig homogenen Rückseite daherkommt.

Gegenüber dem OnePlus 15 ist das Gerät etwas dicker und schwerer: 8,45 bis 8,55mm statt 8,1 bis 8,2mm und 217 bis 220g statt 211 bis 215g. Inklusive Kameramodul misst das OnePlus 16 11,8mm, beim Vorgänger waren es 11mm. Der Kamera Überstand hält sich gegenüber vielen anderen Oberklasse Flaggschiffen in Grenzen. Dank des großflächigen Kameramoduls liegt das Gerät auf einer Tischfläche recht stabil, Wackeln zeigt sich nur bei seitlicher Berührung links im oberen Drittel.

Verarbeitung, Tasten & Anschlüsse

An der Verarbeitung gibt es wie gewohnt nichts zu kritisieren. Scharfe Kanten, klapprige Tasten oder auffälliges Kameraklappern sucht man vergeblich, die Spaltmaße sind fein und gleichmäßig. Das Gerät liegt gut in der Hand und ist nicht kopflastig. Im Biegetest ist viel Kraft nötig, um eine leichte Biegung zu erzwingen, dabei ertönt kein Knacken und es bleibt keine anhaltende Verformung zurück.

Das IP Rating ist vorbildlich: IP66, IP68, IP69 und IP69K lassen keine Wünsche offen. Wassereinfluss wie Regen war im Alltag kein Problem, und auch im Waschbecken Test mit längerem Tauchgang zeigte sich kein Wassereintritt.

Das Tasten- und Anschluss Layout bleibt gewohnt. Die Lautstärkewippe und die Power Taste sitzen rechts, die Funktionstaste links. Im unteren Rahmen befinden sich der USB-C Port, zwei Mikrofone, die Lautsprecheröffnung und der SIM Tray. Oben im Rahmen das Umgebungsmikrofon und die zweite Lautsprecheröffnung.

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OnePlus 16 Display

​Größe ​6,78 Zoll​
Auflösung ​2772 x 1272 @165Hz (185Hz in unterstützten Spielen)
Variable Refresh Rate: ​1-165Hz
Technologie​​10-Bit BOE X4 LTPO AMOLED
1,07 Milliarden Farben, DCI-P3 Farbraum
HLG, HDR10(+) & Dolby Vision
Manuelle Helligkeit: ca. 1000 Nits
HBM Helligkeit: ca. 2000 Nits
Peak Helligkeit: Unbekannt
3840Hz PWM Dimming (≤70 Nits)
DC Dimming (>70 Nits)
​Anzahl Berührungspunkte​9
Abtastrate: 520Hz (Multitouch) / 4800Hz (Peak für Spiele)
Handschuh-Modus
Aqua Touch
Gehärtetes Glas​Ja
Oppo Crystal Shield Glass
Anti Fingerabdruck BeschichtungJa

Panel & Bild

Das OnePlus 16 behält das flache Display des Vorgängers mit den schlanken, symmetrischen Bezels. Größe und Auflösung bleiben unverändert bei 6,78 Zoll und 2772 x 1272 Pixeln, die Darstellung ist damit weiterhin scharf, ohne dass einzelne Pixel auffällig sichtbar wären.

Das Panel ist von BOE X3 auf BOE X4 Leuchtmaterial umgestellt worden, mit dem größten Fortschritt bei der Reaktionszeit. Starke Schlierenbildung und Verwaschen bei Bewegung sind nicht mehr zu erkennen, auffallend vor allem beim Scrollen durch Text, dabei bleibt der Inhalt erheblich schärfer als noch beim Vorgänger.

Dadurch kommt natürlich auch die hohe Refresh Rate besser zur Geltung. Im System ist 165Hz jetzt die Standard Refresh Rate, zuvor waren es 120Hz, das Panel schaltet dabei im Bereich von 1 bis 165Hz adaptiv um. In der Praxis macht das keinen dramatischen Unterschied, sorgt aber für ein subjektiv noch flüssigeres Nutzungsgefühl. In Spielen läuft das Panel mit bis zu 185Hz, allerdings nur in unterstützten Titeln. Damit ist dies eher ein Gimmick Feature, das für viele gar nicht relevant sein dürfte.

Farblich ist es das gewohnte schicke Panel: nicht ausgewaschen, nicht übertrieben knallig, insgesamt recht natürlich. Der Weißwert ist ab Werk recht optimal eingestellt, nicht zu warm, nicht zu kalt, und bleibt natürlich anpassbar. Bilder und Videos kommen gut zur Geltung, HDR Inhalte ebenso, die Unterstützung reicht bis Dolby Vision. Die HDR Spitzenhelligkeit ist leider nicht im Datenblatt genannt.

Bei der Helligkeit legt OnePlus ordentlich zu. Die manuelle Helligkeit steigt von 800 auf 1000 Nits, die minimale Helligkeit bleibt bei 1 Nit. Die vollflächige HBM Helligkeit wird von 1400 auf 2000 Nits angehoben. Damit liefert das Display eine exzellente Lesbarkeit im Freien, auch bei direkter Sonneneinstrahlung ohne Einschränkungen.

Einstellungen & Features

Die Displayeinstellungen folgen dem üblichen Android Standard: Helligkeit, Dark Mode, Skalierung, Schriftgröße. Das Farbmanagement bietet zusätzlich Presets und Weißwert Steuerung, ohne erweiterte Kalibrierungsoptionen. Eine automatische Farbtonanpassung an das Umgebungslicht ist möglich. Bildschirmauflösung und Refresh Rate sind wählbar, jeweils mit Automatik als Standard. Bildschärfer und HDR Upscaling sind optional verfügbar. Ein Always On Display ist vorhanden, die permanente Anzeige ist wahlweise als Vollbild AOD oder klassisches reduziertes AOD möglich, Benachrichtigungen werden angezeigt.

Touchscreen & Displayglas

Das Bildschirmglas wechselt von Corning Gorilla Glass Victus 2 auf Oppo Crystal Shield Glass. Im Alltagstest zeigte sich das ohne erkennbare Nachteile. Nach einer Woche ungeschützter Nutzung, inklusive Schlüsseltest, sind keine Kratzer zu sehen. Die Gleitfähigkeit ist gewohnt gut, Abdrücke lassen sich nur langsam nieder und sind leicht abwischbar.

Der Touchscreen arbeitet mit 520Hz Abtastrate für Multitouch und bis zu 4800Hz für einen Finger in Spielen, deutlich mehr als die 3200Hz des Vorgängers. Zusammen mit der hohen Touchauflösung sorgt das für flüssige und präzise Bewegungsumsetzung und sehr geringer Latenz bei Bewegung und Tippen. Im Alltag gab es keine Aussetzer, Genauigkeitsprobleme oder Fehleingaben. Wassertropfen von Regen auf dem Display waren unproblematisch und störten die Nutzung nicht.

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OnePlus 16 Ausstattung

​Prozessor Qualcomm Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 (2nm)
2x Oryon Gen 4 @5,01GHz
3x Oryon Gen 4 @4,03GHz
3x Oryon Gen 4 @3,74GHz
GPU Adreno 850
Takt:​ 1,45GHz
RAM12GB | 16GB LPDDR5X Ultra​
Speicher256GB | 512GB | 1TB  UFS 4.1
Lesen: 4,4GB/s | Schreiben: 4,2GB/s (seq.)​
Micro SDNein
Fingerabdruck ScannerJa (im Display, Ultraschall)​
SensorenUmgebungslicht, Annäherung, Beschleunigung, Lineare Beschleunigung, Kompass, Gyroskop, Rotationsvektor, Magnetometer, Ausrichtung, Gravitation, RGB Sensor​
BesonderheitenUSB-C 3.2 Gen1 (5Gbit/s), USB OTG, Videoausgabe (Screen Mirroring), Always-On Display, kein 3,5mm Anschluss, Linearvibration, Stereo Lautsprecher, kein UKW Radio, Infrarot Blaster

​Alltags Performance

Das OnePlus 16 ist das erste Testgerät mit dem neuen Qualcomm Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6, dem neuen Spitzenchip von Qualcomm. Der in 2nm gefertigte Chip kommt mit einem 2+3+3 Aufbau daher: zwei Oryon Gen 4 Kerne mit bis zu 5,01GHz, drei mit 4,03GHz und drei mit 3,74GHz. Die Adreno 850 GPU taktet mit 1,45GHz. Unser Testgerät bringt 16GB LPDDR5X Ultra RAM und 512GB UFS 4.1 Speicher mit.

Im normalen Alltagsgebrauch ist das OnePlus 16 sehr performant und superflüssig. Denkpausen oder Hänger beim App Wechsel, auch bei vielen offenen Apps, sucht man vergeblich. Die Scroll Performance in langen Social Media Feeds oder großen Webseiten ist sehr gut, frisch geöffnete Apps laufen direkt ebenfalls sehr flüssig. Große Unterschiede zum auch schon sehr schnellen Vorgänger wird man aber eher nicht bemerken. Allenfalls ein subjektiv nochmal etwas "smootheres" Gefühl durch die 165Hz Standard Refresh Rate des Displays, welche der starke Chip natürlich mühelos bedienen kann.

Beim Spielen zeigen sich weitere Performance Verbesserungen. Genshin Impact läuft nativ mit festen 60fps und zeigt hier deutlich weniger Wärmeentwicklung am Gehäuse, auch bei längeren Spielsessions. Zudem erreicht der Titel mit aktiver Frame Interpolation jetzt bis zu 185fps, er pendelt sich meist um die 180fps ein. Das anspruchsvollere Honkai Star Rail zeigt nativ stabile 60fps mit kaum noch Dips in den 50er Bereich. Mit Frame Interpolation sind stabile 90fps möglich, es entsteht ein sehr flüssiges Gameplay. Auch in Honkai Star Rail ist die Wärmeentwicklung deutlich geringer als beim Vorgängermodell und die Leistung bricht auch nach 30 Minuten Spielzeit nicht spürbar ein.

Auch im Stress Test mit den beiden genannten Spielen parallel zeigt sich eine Besserung der Leistungsstabilität. Die Abwärme steigt zwar im Vergleich zu einem einzigen Spiel deutlich an, doch selbst hier dauert es etwa 20 Minuten, bis die Leistung deutlich einbricht. Die Framerate sinkt dann vom 180er Bereich auf 40 bis 50fps ab (mit aktiver Frame Interpolation). Für Spiele oder andere GPU-lastige Aufgaben wird der reale Leistungsgewinn als am größten ausfallen.

Im normalen Alltagsgebrauch ist die Abwärme übrigens äußerst gering, das OnePlus 16 wird in der Regel nur leicht warm. Beim Spielen wird es deutlich warm, bleibt in der Regel aber deutlich kühler, als man es von Smartphones mit dem Vorgänger Chip kannte. Die Zeiten, in denen beim Spielen Gehäusetemperaturen von über 40°C die Regel waren, scheinen vorerst vorbei zu sein, das Gehäuse bleibt meist im oberen 30er Bereich. Der Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 läuft also zumindest im OnePlus 16 merklich kühler als der Vorgänger Chip.

Thermal Throttling

In den üblichen Drossel Tests bestätigt sich der Eindruck von mehr Leistung aus den Praxistests. Im CPU Throttle Test bleibt die Leistung recht lange stabil über 80%, erst gegen Ende des 15-minütigen Testlaufs bricht sie auf 71% ein. Das ist zwar minimal schlechter als damals beim OnePlus 15, welches den Test mit 87% beendet hat, dabei erreicht das OnePlus 16 nach dem Drosseln jedoch noch höhere GIPS Werte als das OnePlus 15.

Im GPU Throttle Test mit dem 3DMark Solar Bay Unlimited Stress Test kommt das OnePlus 16 mit einem Endergebnis von 63,9% etwas vor dem OnePlus 15 mit 59,2% heraus. Der Endpunktestand liegt mit 9906 vs. 7465 deutlich oberhalb des Vorgängers. Der Verlauf des Leistungsabfalls ist in den ersten drei Durchläufen stark ausgeprägt, ab dann bleibt die Leistung sehr stabil, ohne ständige Sprünge.

OnePlus 16 Benchmark Vergleiche

Bei den Benchmarks fällt der CPU Zuwachs gegenüber dem OnePlus 15 moderat aus, die GPU zieht deutlicher an. In Antutu V11 steigt der Gesamtwert von 3.748.124 auf 4.227.286 Punkte, das sind rund 13%. In Geekbench V6 wächst die Single Core Leistung um rund 7%, auf 3.732 Punkte, der Multi Core Wert um etwa 6%, auf 11.168 Punkte. Deutlich stärker legt die Adreno 850 zu, der Compute Wert in Geekbench V6 springt um 36% auf 32.968 Punkte, in den 3DMark GPU Tests gibt es Zuwächse zwischen 14 und 58% je nach Test. Im alltagsnahen PCMark Work 3.0 liegt das OnePlus 16 mit 15.058 Punkten hingegen minimal hinter dem Vorgänger. Da der Benchmark traditionell schlecht skaliert, sollte man dem nicht zu viel Beachtung schenken.

Ein vollständigeres Bild des Chip Gewinns ergibt sich aus dem Vergleich mit einem Gerät, das den Vorgänger Chip verbaut und für das auch Ergebnisse aus neueren Benchmark Versionen vorliegen: das Vivo X300 Ultra mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5. In Antutu liegt das OnePlus 16 in V11 wie in V12 um rund 12,5% vorn. Bei der CPU Leistung macht die eingesetzte Benchmark Version den Unterschied: In Geekbench V6 hat der Gen 6 nur 2% im Single Core und 3% im Multi Core Vorsprung, in der neueren Geekbench V7 wächst der Zuwachs auf 12% im Single Core und 7% im Multi Core. Am deutlichsten zeigt es der Compute Test, in V6 sind es 41%, in V7 ist der Abstand mit über 105% mehr als doppelt so groß. Das zeigt, dass zum Ausreizen der Mehrleistung auch angepasste Software nötig ist. In den GPU Grafik-Tests liegt der neue Chip klar vorn, etwa 14% in Basemark GPU Medium und 28% im 3DMark Steel Nomad Light. Im alltagsnahen PCMark Work 3.0 führt das ältere Vivo X300 Ultra.

Gegen den aktuellen Mediatek Spitzenchip, den Dimensity 9600 Pro im Oppo Find X10 Pro Max, zeigt sich ein ähnliches Bild. In Antutu V11 liegt das OnePlus 16 mit 22% deutlich vorn, in der neueren V12 sind es nur noch 8%. In Geekbench V6 liegt der Mediatek Chip in beiden CPU Tests minimal vorn, in V7 dreht sich das Bild: Das OnePlus 16 führt im Single Core um 13%, im Multi Core um 9% und im Compute Test um 50%. In den GPU-lastigen 3DMark Tests liegt das OnePlus 16 meist vorn, im Wild Life Unlimited Test mit 22% Vorsprung, im Solar Bay Unlimited und im Steel Nomad Light liegt das Oppo dagegen leicht vorn. Im alltagsnahen PCMark Work 3.0 liefern sich beide Geräte ein Kopf an Kopf Rennen, 15.058 gegen 15.042 Punkte. Das zeigt: Insgesamt konkurrieren die beiden Chips abermals auf Augenhöhe. Wie bei der Vorgängergeneration wechseln sich die Gewinner in den Benchmarks ab.

Dass die Benchmark Version die gemessenen Unterschiede deutlich verschieben kann, ist kein Zufall und auch kein reines Qualcomm Phänomen. Der Dimensity 9600 Pro zeigt gegenüber seinem Vorgänger, dem Dimensity 9500, dasselbe Bild wie der neue Snapdragon: In Geekbench V6 bleibt der CPU Zuwachs der neuen Chip Generation gering, in der neueren V7 wird er deutlich größer. In Antutu V11 gab es zwischen den Mediatek Generationen gar keinen Zuwachs, beim Wechsel von Snapdragon 8 Elite Gen 5 auf den 8 Elite Extreme Gen 6 zeigt sich dort immerhin ein leichtes Plus. Überträgt man das auf den Alltag, bedeutet das, dass Apps und Spiele ggf. Updates brauchen, um die volle Leistung der beiden neuen Chips komplett abrufen zu können. Im Umkehrschluss gilt, dass die Zuwächse der älteren Benchmark Versionen die Realität vorerst am besten abbilden.

Speicher, Sensoren & Sonstiges

Die 16GB RAM (LPDDR5X Ultra) liefern im Alltag eine sehr gute Leistung. Multitasking läuft auf dem OnePlus 16 einwandfrei, spürbare Slowdowns bei vielen offenen Apps sucht man vergeblich. Auch bei schnellen App Wechseln bleibt die Performance stabil, 10 und mehr Apps bleiben problemlos im Hintergrund offen, Split Screen und Fenster Modus arbeiten ebenfalls exzellent. Zwei Spiele und ein paar Apps parallel sind auf dem 16GB Modell kein Problem, zwischen Apps und sogar Spielen kann man ohne erneutes Laden dieser wechseln.

Der UFS 4.1 Speicher zeigt im OnePlus 16 gegenüber dem Vorgänger im Speicherbenchmark ein leichtes Plus bei der Schreibgeschwindigkeit, 4,2GB/s statt 3,8GB/s beim OnePlus 15. App Installationen und das Kopieren großer Dateien laufen entsprechend flott. Eine Erweiterung des Speichers ist nur extern über USB möglich.

Bei den Sensoren gibt es keine Auffälligkeiten, Kompass und Gyroskop arbeiten ohne Probleme. Das Entsperren klappt pfeilschnell. Der Ultraschall Fingerabdruck Scanner im Display ist im Alltag absolut zuverlässig, auch mit schmierigen oder nassen Fingern. Die Position etwas erhöht im Display ist angenehm, der Daumen erreicht sie schnell und komfortabel. Das Face Unlock per Frontkamera ist ebenso zuverlässig und schnell, Aussetzer gab es im Alltag keine, auch bei Dämmerlicht nicht. Mit aktivem Screen Light-up funktioniert es nachts ebenfalls schnell und zuverlässig.

Der USB-C Port liefert USB 3.2 Gen1 mit 5Gbit/s. Dateien transferieren entsprechend schnell, auch die Anbindung einer externen SSD per OTG ist somit in ordentlicher Geschwindigkeit möglich. Videoausgabe per USB-C wird auch unterstützt und hat im Test reibungslos funktioniert, es ist allerdings nur Bildschirmspiegelung (Screen Mirroring) ohne Desktop Modus vorhanden.

Der Infrarotblaster sitzt rückseitig im Kameramodul, die passende Remote App ist vorinstalliert. Der Linearvibrator liefert kräftiges, präzises haptisches Feedback, ohne laute oder billig wirkende Geräusche wie Rasseln oder Klappern.

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OnePlus 16 Software

​Variante ColorOS 17
Version im Test: ​PYB110_17.0.0.155(CN01)
​Android Version Android 17
Sicherheitspatch im Test​: Oktober 2026
Google zertifiziertJa​​
DRM TechnologienClearKey CDM, Widevine Level 1 DRM​
BloatwareJa (App Store, Browser, Social Media, Shopping, Office, Streaming)​
Root-ZugriffNein
​OTA UpdatesJa (ein Update im Testzeitraum)
Update Garantie: Unbekannt
​SchadsoftwareKeine Funde

​Android Version & Variante

Das OnePlus 16 kommt mit ColorOS 17 auf Android 17 Basis und einem Sicherheitspatch vom Oktober 2026 daher. Damit ist es zum Testzeitraum aktuell. Im Testzeitraum gab es ein Update. Belastbare Angaben zu einer Update Garantie konnten wir für das China Modell zum Zeitpunkt des Tests nicht finden.

Bei ColorOS 17 sind die für westliche Nutzer relevanten Änderungen in der China Version hauptsächlich unter der Haube und beim Design zu finden. In ColorOS 17 gibt es gibt mehr Glasoptik und schickere, komplexere Animationen, was das System etwas verspielter aussehen lässt, allerdings auf eine gute, nicht übertrieben wirkende Art. Die Lesbarkeit bleibt trotz der Glasoptik sehr gut, und am Bedienkonzept sowie am Aufbau hat sich nichts grundlegend geändert. Wer von ColorOS 16 kommt, findet sich sofort zurecht. Die Performance Verbesserung, speziell durch das überarbeitete Animationssystem, trifft zumindest subjektiv zu. ColorOS 17 wirkt runder und durchgehend performant, im Alltag macht es Spaß, das System zu nutzen. Auch im Zusammenspiel mit dem 165Hz Display des OnePlus 16 macht das System somit viel Freude.

Die KI Funktionen von ColorOS 17 zielen in der China Version hauptsächlich auf den chinesischen Markt ab und sind damit für westliche Nutzer weniger interessant. Einiges davon lässt sich aber durchaus nutzen, z.B. Bildbearbeitung mit KI Funktionen. Hierzu ist allerdings ein Oppo Account nötig und natürlich werden Daten nach Fernost übermittelt.

Was die Nutzbarkeit der China Importversion in Deutschland angeht, müssen nur die allseits bekannten Einschränkungen hingenommen werden. Es gibt keine eSIM Unterstützung, keine Gemini Systemintegration (Sprachtrigger, Circle to Search) und keinen Google Standortverlauf (Maps Timeline). Zudem werden keine WearOS Geräte unterstützt.

Durch den Rückzug aus Europa und die Einstellung der hauseigenen OxygenOS Variante gibt es für OnePlus Geräte nur noch ColorOS, eine EU Firmware existiert nicht mehr, ein Flashen ist entsprechend nicht möglich. Wer das OnePlus 16 also importiert, muss zwangsläufig mit der China Firmware Vorlieb nehmen.

Alles abseits der genannten Einschränkungen funktioniert reibungslos. Die deutsche Sprache ist ab Werk vorhanden, der Google Play Store lässt sich einfach über den vorinstallierten Oppo App Store installieren, die Google Zertifizierung ist vorhanden, und Widevine L1 sowie der HDR Streaming Support inklusive Dolby Vision sind an Bord. Auch Android Auto ist nutzbar, und Google Pay lässt sich nach Installation der Google Wallet App einsetzen.

Zertifizierung & DRM

Die Google Zertifizierung ist direkt ab Werk vorhanden, sodass sich Google Dienste wie Google Pay reibungslos nutzen lassen und auch Drittanbieter Banking Apps mit Zertifizierungs-Zwang nutzbar sind. Im DRM Bereich bringt die China Version keine erkennbaren Nachteile mit sich. Die Widevine Level 1 Zertifizierung ist vorhanden, und auch die HDR Unterstützung deckt alles Gängige inklusive Dolby Vision ab.

Bloatware, Schadsoftware & Bugs

China Bloatware ist auf dem OnePlus 16 als China Import wie gewohnt reichlich vorhanden, darunter ein App Store, Browser, Social Media Apps, Shopping Apps, Office und Streaming Apps. Wie gewohnt lässt sich aber alles davon deinstallieren und auch viele der System-Apps sind deinstallierbar und lassen sich durch westliche Alternativen ersetzen. Erfreulich ist, dass im Gegensatz zu EU Geräten keine Facebook bzw. Meta Systemdienste vorinstalliert sind. Scans nach Schadsoftware mit gängigen Tools lieferten keine Funde. Stabilitätsprobleme und gravierende Bugs sind im Testzeitraum nicht aufgefallen.

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OnePlus 16 Konnektivität

​Mobilfunk 2G: 850/900/1800/1900MHz
3G: B1/2/4/5/8/19
4G-FDD: B1/2/3/4/5/7/8/18/19/25/26/28A/28B/32/66
4G-TDD: B34/38/39/40/41/42/43/48
5G: N1/2/3/5/7/8/18/25/26/28A/28B/34/38/39/40/41/48/66/75/77/78/79/80/81/83/84/89/91/92/93/94/95/98
WLAN WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax/be (Wi-Fi 6/6E/7)
2x2 MIMO, Wi-Fi Direct​
BluetoothBluetooth 6.0
NFCJa (mit Google Pay)​
​Dual SIMDual Nano SIM
Keine eSIM Unterstützung
Positionsbestimmung​GPS (L1+L2+L5), A-GPS, Galileo (E1+E5a+E5b), GLONASS (G1), BDS (B1I+B1C+B2a+B2b), QZSS (L1+L5), NavIC

Mobilfunk

​Das OnePlus 16 bietet Dual Nano SIM, eine eSIM Unterstützung gibt es als China Version mal wieder nicht. Beim Frequenzumfang ist das Bild gemischt. Tatsächlich bietet das OnePlus 16 nochmal ein deutlich breiteres Spektrum als die China Version des OnePlus 15: 2G bekommt 1900MHz dazu, 3G bekommt B2 und B19, 4G-FDD erhält B2, B25, B28B und B32, 4G-TDD dazu B43, und bei 5G kommen zahlreiche neue Bänder hinzu, darunter n2, n18, n25, n34, n39, n75, n91 bis n95 und n98. Das in Europa für Carrier Aggregation wichtige n75 ist damit neu an Bord.

Der Haken an der Sache ist allerdings, dass auch Frequenzbänder weggefallen sind. Für Deutschland fehlen hier primär zwei wichtige Bänder: LTE Band 20 (800MHz) und 5G n20. Die China Version des OnePlus 15 unterstützte beide noch, ebenso die inzwischen nicht mehr existierende EU Version des 15ers. Doch wie sind die konkreten Auswirkungen davon? Genau das haben wir im Testzeitraum etwas näher untersucht, wenngleich nur im o2 Netz und im Umkreis der großen Kreisstadt Donauwörth.

Im Praxistest im o2 Netz zeigt sich hier ein einwandfreier 5G Empfang in allen Situationen. Gegenüber EU Versionen ist kein Unterschied im o2 5G Netz feststellbar. Auch die Speed Tests bleiben unauffällig: nachts innerstädtisch 348Mbit/s Down und 60Mbit/s Up. Auch ländlich sind im 5G Netz von o2 keine Einschränkungen feststellbar. In zwei Tests in unterschiedlichen ländlichen Gegenden gab es einwandfreien Empfang mit 106Mbit/s Down und 5,41Mbit/s Up bei voller Signalstärke sowie 17,1Mbit/s Down und 2,46Mbit/s Up bei hoher Signalstärke, letzteres im Wald in etwa 20 bis 30km Entfernung zu den nächsten größeren Städten. Am Teststandort ist 5G allerdings voll ausgebaut, reine 4G Zellen gibt es hier nicht mehr.

Wer sich in ländlichen Gegenden aufhält, wo noch 4G vorherrscht, kann im Umkehrschluss natürlich ggf. Einschränkungen des fehlenden Band 20 spüren. Das kann sich dann in Form von schwächerem Empfang oder gar einem kompletten Fallback ins 2G Netz äußern. Das Fehlen von 5G n20 ist hingegen vorerst nur für Vodafone Kunden relevant, wie stark sich das in der Praxis auswirkt, können wir nicht beurteilen. Telekom und o2 nutzen das 5G Band n20 derzeit nicht. Ob fehlendes B20 / n20 ein Problem ist, ist somit eine stark individuell zu treffende Entscheidung. Wer in Gegenden mit unvollständigem 5G Ausbau wohnt, viel unterwegs ist und / oder Vodafone Kunde ist, wird von den Einschränkungen logischerweise stärker getroffen.

WLAN, Bluetooth & NFC

​Der WLAN Test erfolgte mit Wi-Fi 6 an einer Fritz!Box 6660 Cable, das OnePlus 16 unterstützt bis Wi-Fi 7. Hier zeigt sich einwandfreier, stabiler Empfang im ganzen Haus. Auch im am schwächsten abgedeckten Raum des Hauses gibt es keine Streaming Aussetzer. Die Speed Test Ergebnisse sind exzellent: neben dem Router 1094Mbit/s Down, limitiert durch das Maximum der Internetanbindung, und 49,5Mbit/s Up. Ein Stockwerk unter dem Router sind es noch 624Mbit/s Down und 49,3Mbit/s Up, was den hervorragenden WLAN-Empfang des OnePlus 16 klar belegt.

Bluetooth 6.0 zeigt keine Auffälligkeiten und keine Aussetzer, die Reichweite mit einem Kopfhörer reicht über drei Räume ohne Aussetzer. NFC funktioniert, der Google Pay Support ist vorhanden. Nach Installation der Google Wallet App ist diese als Zahlungsanbieter wählbar.

GPS Test

Die Positionsbestimmung läuft auch einwandfrei. Das OnePlus 16 liefert einen schnellen ersten Fix bei hoher Signalstärke, was auch bei bedecktem Himmel so bleibt. Navigation funktioniert in allen Situationen störungsfrei. Das GPS Tracking ist sehr genau, ein Wechsel der Straßenseite ist auf der Karte gut und recht exakt sichtbar.

OnePlus 16 Audio

​Lautsprecher Stereo Lautsprecher
Rahmen unten + oben​
Noise Cancelling Mikrofon Ja
Triple Mikrofon Array​
Weitere MerkmaleVoLTE & VoWiFi, VoNR, OReality Sound mit Presets und Systemequalizer​

Lautsprecher & Kopfhörer

​Die Stereo Lautsprecher des OnePlus 16 sitzen wie beim Vorgängermodell oder auch dem Oppo Find X10 Pro Max oben und unten im Rahmen. Offenbar wurden sie vom Find X10 Pro Max geerbt, das Klangbild ist nämlich sehr ähnlich. Es gibt einen deutlichen Stereo Sound, der Bass ist stärker als beim OnePlus 15, dabei aber trotzdem differenziert. Insgesamt klingt das angenehm, auch bei höherer Lautstärke. Die Maximallautstärke ist sehr hoch, Kratzen oder Scheppern ist in der Regel nicht zu vernehmen.

Klangverbesserungen liefert Oppo OReality Sound mit Klangpresets. Neu gegenüber dem OnePlus 15 (zum Stand des damaligen Tests) ist der Systemequalizer, dazu kommen virtueller Raumklang und KI Noise Cancelling Support.

Sprachqualität (Telefonie)

​Die Sprachqualität ist an beiden Enden klar und natürlich. Der Telefonhörer wird sehr laut, Umgebungsgeräusche werden dank des Triple Mikrofon Arrays mit Noise Cancelling Mikrofon gut unterdrückt. VoLTE und VoNR sind vorhanden, gleiches gilt für VoWiFi Support. Im Test im o2 Netz lief VoWiFi nach Aktivierung in den SIM Einstellungen reibungslos.

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OnePlus 16 Kamera

​Hauptkamera Haupt: 200MP 1/1.4" f/1.6 23mm OIS Laser-AF
Tele: 50MP 3x 1/1.95" f/2.6 73mm OIS Laser-AF
Ultrawide: 50MP 1/2.88" f/2.0 16mm 116° EIS Laser-AF
Video: 8k30 (nur Haupt); 4k120 (Haupt & Tele); 4k60 (Alle)
Codec: H.264 / H.265 (HEVC)
HDR Video: Dolby Vision bis 4k120 (Haupt & Tele); Dolby Vision bis 4k60 (Alle)
10-Bit Log: 8k30 (Haupt); 4k120 (Haupt & Tele); 4k60 (Alle)
​Frontkamera 50MP f/2.0 18mm EIS AF
Video: 4k60 / 4k30
Codec: H.264 / H.265 (HEVC)
HDR Video: Dolby Vision bis 4k60
10-Bit Log: Bis 4k60
​Blitz​Dual LED
​Fokus​PDAF + CDAF + Laser
​Slow MotionNativ (mit Ton & HSR): 4k120
Slow Motion Modus (ohne Ton & HSR): FHD120 / FHD240

​Das OnePlus 16 setzt auf ein Triple-Kamera-Setup: eine 200MP Hauptkamera mit 1/1.4" großem Sensor, f/1.6 Blende, 23mm Brennweite und optischem Bildstabilisator, eine 50MP Telekamera mit 3-fachem optischem Zoom (73mm, f/2.6, OIS) und ein 50MP Ultrawide mit 16mm Brennweite, 116 Grad Blickwinkel und EIS. Die Frontkamera löst mit 50MP auf, der Blitz kommt in Dual LED Ausführung, fokussiert wird per PDAF, CDAF und Laser.

Gegenüber dem OnePlus 15 ist das eine klare Aufwertung: Die Hauptkamera wechselt vom 50MP IMX906 mit 1/1.56" auf einen nicht näher benannten 200MP 1/1.4" Sensor. Man bekommt also nicht nur mehr Pixel, sondern auch einen größeren Sensor. Die Telekamera wird von 3,5x (85mm, 1/2.76") auf 3x (73mm) umgestellt, dafür mit einem deutlich größeren 1/1.95" Sensor, die Ultrawide bleibt hingegen unverändert. Die Frontkamera springt von 32MP auf 50MP.

Im Folgenden schauen wir uns die Kameras im Detail an. Alle Testaufnahmen wurden ohne die Auflösungsautomatik in 12MP (abseits der High-Res-Modi) und mit aktivem Auto HDR geschossen. Auf optionale KI Funktionen wurde verzichtet. Am Ende des Kapitels befindet sich ein Link zum Download der Bilder im Original.

Hauptcam (Tag, 12MP Standard)

Die 200MP Hauptkamera des OnePlus 16 liefert im 12MP Standard Modus solide Bilder. Die Detailwiedergabe ist in den meisten Szenen gut, Fassaden und Landschaftsstrukturen bleiben auch unter Vergrößerung relativ scharf. Feinste entfernte Strukturen sehen vor allem auf Distanz etwas weicher aus. Gegenüber dem Vorgänger ist hier aber dennoch eine leichte Verbesserung in der Bildschärfe zu beobachten. Der Autofokus sitzt durchgehend präzise, die Schärfe fällt über das Bild gut aus und es gibt keine Verzerrung oder Unschärfe am Bildrand.

Die Farbwiedergabe ist natürlich bei neutralem, treffsicherem Weißabgleich. Die Sättigung ist lebendig, jedoch nie übertrieben, Rot- und Grüntöne kommen realistisch rüber, ohne übersättigt zu wirken. Im Innenraum bei warmem Kunstlicht schlägt sich der Weißabgleich auch gut. Die Bildqualität hat sich in Innenräumen gegenüber dem Vorgänger nochmal etwas verbessert mit mehr Schärfe und weniger Anzeichen von Bildrauschen in dunklen Bereichen. Das spricht für eine bessere Lichtstärke des Sensors.

Der Dynamikumfang ist gut, der Himmel bleibt auch bei hellem Licht detailreich ohne überbelichtet zu erscheinen und Schatten behalten ausreichend Zeichnung, verschwinden also nicht komplett im Schwarz. Rauschen ist bei Tag praktisch nicht sichtbar, bei starken Gegenlicht Situationen oder Dämmerlicht nur sehr subtil in den dunkleren Bildbereichen.

Im Vergleich zum OnePlus 15 spielt der größere 1/1.4" Sensor im OnePlus 16 seine Stärke aus. Er baut auf der gewohnten Bildästhetik auf und liefert Verbesserungen in den Feinheiten, ohne dramatische Sprünge hinzulegen. Die Kamera liegt irgendwo zwischen sehr guten Mittelklasse Smartphone-Kameras und den aktuelle Spitzenmodellen, für die man deutlich mehr Geld auf den Tisch legen müsste.

Hauptcam (50MP Modus)

Der 50MP Modus der Hauptkamera des OnePlus 16 wurde gegenüber dem Vorgänger deutlich verbessert. Die Detailwiedergabe ist in allen Situationen deutlich höher, auch auf Distanz. Die gesteigerte Lichtausbeute in Innenräumen und bei Dämmerlicht resultiert aus dem bei 50MP noch möglichen Pixel Binning des 200MP Sensors. Der 50MP Sensor des Vorgängers hatte in diesem Modus kein Pixel Binning, was auch erklärt, warum das OnePlus 16 bei anspruchsvollen Lichtverhältnissen weniger Bildrauschen in dunklen Bildbereichen zeigt bzw. dort Details besser abbildet. Beim Dynamikumfang gibt es kaum Einbußen gegenüber dem 12MP Standard Modus. Abweichungen zeigen sich bei den Farben, je nach Motiv teils etwas gesättigter, teils mit etwas mehr Kontrast, teils mit wärmerem Weißabgleich.

Hauptcam (2x Digitalzoom)

Der Digitalzoom beim OnePlus 16 ist gut optimiert. Auf Distanz gibt es etwas mehr Schärfe und eine bessere Detaildarstellung als beim Vorgänger. Auch in Innenräumen profitieren die Bilder von höherer Qualität und mehr Schärfe, dunkle Bereiche zeigen weniger Rauschen. Dramatische Farbunterschiede gibt es nicht, der Weißabgleich bleibt zuverlässig.

Bei Nacht zeigt sich trotz des lichtstärkeren Sensors keine Verbesserung, gegenüber dem Vorgänger gibt es weder mehr Lichtausbeute noch mehr Schärfe. Brauchbare Schnappschüsse gelingen zwar, allerdings mit einem deutlich weichen Look.

Hauptcam (Blitz)

Der Blitz im OnePlus 16 ist gegenüber dem Vorgänger etwas verbessert worden. Die Bilder zeigen mehr Schärfe und Details, Lichtausbeute und Reichweite sind recht gut. Problematisch bleiben teils die Farben, vor allem helle Farbtöne werden teils ausgewaschen bzw. wirken zu hell. Der Weißabgleich ist meist gut, mit hin und wieder einer Tendenz ins Kühle.

Manuelles Fokussieren ist manchmal schwierig. Beim Fokussieren aktiviert sich der Blitz nicht, bei voller Dunkelheit sieht man in der Vorschau nichts und muss den Fokus blind setzen.

Hauptcam (Nachtfotos)

Bei Nachtfotos zeigt das OnePlus 16 eher leichte Rückschritte zum Vorgänger. Die Bilder wirken leicht weich, was auch schon beim Vorgänger so war. Die Farben sehen dagegen stimmig aus, mit einer etwas wärmeren Abstimmung als beim Vorgänger. Deutlich verschlechtert hat sich der Dynamikumfang: Dunkle Bildbereiche werden häufig nahezu komplett geschluckt und erscheinen fast vollständig schwarz. Den recht guten Dynamikumfang bei Tag überträgt die Kamera auf Nachtaufnahmen also nicht. Die Nachtaufnahmen des OnePlus 16 wirken auch allgemein geringfügig dunkler.

Hauptcam (Langzeitbelichtung)

Die Langzeitbelichtung ist im Pro Modus verfügbar, mit Belichtungszeiten bis 30 Sekunden. Getestet wurde mit der Halbautomatik, manuell gesetzter Belichtungszeit, der Rest automatisch. Die Ergebnisse fallen wie bei allen zuletzt getesteten Oppo Smartphones (wozu ja auch OnePlus gehört) durchwachsen aus: Auch mit 30 Sekunden Belichtung außerorts, nahezu ohne Kunstlichtquellen, bleiben die Bilder sehr dunkel, trotz Vollmond. Innerorts bei Kunstlicht wählt die Kamera den ISO Wert nicht ganz korrekt, die Bilder werden oft zu hell und wirken teils überbelichtet. Die Farben wirken teils etwas zu blass oder düster. Allgemein zeigt sich eine relativ weiche Bildoptik, hin und wieder kommt es auch zu leichtem Verwackeln, trotz stabilem Stand auf einem Stativ. Es wirkt fast so, als würde die optische Stabilisierung nicht immer ganz still halten.

Tele-Cam (Tag, 12MP Standard)

Die 50MP Telekamera schlägt sich im 12MP Standard Modus gut. Farblich ist sie sehr gut auf die Hauptlinse abgestimmt. Die Bilder sind scharf und detailliert, ohne Verzerrung am Bildrand. Der Autofokus ist zuverlässig, die OIS Stabilisierung gut, auch auf Distanz gelingen ansprechend scharfe Bilder. Weißabgleich und Dynamikumfang liegen auf dem Niveau der Hauptlinse.

Deutlich besser als beim Vorgänger zeigt sich die Telekamera bei Innenraumaufnahmen und allgemein bei Dämmerlicht. Der erheblich größere Sensor liefert eine bessere Lichtausbeute und damit eine höhere Bildqualität in solchen Situationen, mit mehr Schattendetails und weniger Tendenz zum Bildrauschen.

Tele-Cam (50MP Modus)

Im 50MP Modus zeigt die Telekamera wie die Hauptlinse eine wärmere Tendenz im Weißabgleich. Es gibt keine Einbußen im Dynamikumfang, die Detailschärfe auf Distanz wird besser, mit Ausnahme von Gegenlichtsituationen mit aktivem HDR. Innenraumaufnahmen mit 50MP zeigen keinen drastisch gesteigerten Rauschanteil oder Qualitätsabfall. Nur eine leicht weichere Detaildarstellung ist zu beobachten.

Tele-Cam (6x Digitalzoom)

Die Standard-Zoomstufe für Digitalzoom wurde beim OnePlus 16 von 7-fach auf 6-fach reduziert. Der Digitalzoom ist weiterhin sehr gut optimiert und liefert scharfe, detaillierte Bilder. Auch Innenraumaufnahmen gelingen in anständiger Qualität, die Details wirken allerdings etwas weicher, bei großer Distanz stärker ausgeprägt als im Nahbereich. Starkes Bildrauschen ist nicht zu sehen. Dynamikumfang und Farben zeigen keine Verschlechterungen, der Weißabgleich bleibt zuverlässig.

Nachtaufnahmen zeigen einen deutlicheren Qualitätsabfall und sind sichtbar weicher, brauchbare Schnappschüsse gelingen aber dennoch. Besonders nervig ist jedoch das bevormundende Verhalten der Software: Die Telekamera tendiert zum Fallback auf die Hauptlinse, wenn die Software die Szene als zu schlecht ausgeleuchtet bewertet, ohne dass man darüber informiert wird. Das führt zu qualitativen Ausreißern und abstellen lässt sich dieses Verhalten nicht.

Tele-Cam (Nachtfotos)

Die Qualität der Nachtaufnahmen auf der nativen 3-fachen Zoomstufe ist gut, grob auf dem Niveau der Hauptlinse. Die Bildschärfe ist anständig, mit etwas weichen Details, die primär auf Distanz auffallen. Farben und Weißabgleich sind ansprechend, die Lichtausbeute ist gut. Einziger Punkt, der vereinzelt auch hier etwas besser sein könnte, ist der Dynamikumfang: Dunkle Bereiche gegen ein angestrahltes Motiv neigen dazu, im Schwarz zu verschwinden, genau wie bei der Hauptlinse.

Ultrawide-Cam (Tag, 12MP Standard)

Die Ultrawide Kamera des OnePlus 16 ist offenbar identisch mit dem Vorgänger. Der Sensor lässt sich zwar nicht auslesen, die technischen Daten sind jedoch gleich. Die Ergebnisse entsprechen denen des Vorgängers: Der 12MP Standard Modus ist ähnlich wie die Haupt- und Telekamera abgestimmt, der Weißabgleich ist gut.

Der Dynamikumfang ist in allen Situationen solide, auch bei schattigen Motiven im Freien gibt es keinen drastischen Qualitätseinbruch. Die Bildschärfe ist insgesamt solide, mit den für Ultrawide-Kameras typischen Einschränkungen auf Distanz, sprich weichen Details. Übermäßiges Verzerren oder Unschärfe am Bildrand sind nicht vorhanden. In Innenräumen fällt die Qualität zwar ab, die Bilder bleiben aber brauchbar, mit etwas weicherer Optik und dezentem Rauschen in den dunkelsten Bereichen.

Ultrawide-Cam (50MP Modus)

Der 50MP Modus der Ultrawide Kamera bringt keine auffälligen Veränderungen bei Farben, Weißabgleich und Dynamikumfang. Bei guter Ausleuchtung nimmt die Schärfe auf Distanz deutlich zu. Innerhalb von Räumen oder bei Dämmerlicht leidet die Qualität im 50MP Modus eher, mit weicherer Optik und gesteigertem Bildrauschen.

Ultrawide-Cam (Nachtfotos)

Bei Nachtfotos bleibt alles beim alten, die Ultrawide Kamera eignet sich eher für Schnappschüsse ohne große Ansprüche. Gut angeleuchtete Motive sehen halbwegs gut aus, wenngleich mit deutlich weichgezeichneten Details. Schlecht angeleuchtete Motive erscheinen hingegen zu dunkel und deutlich matschig, der Kamera fehlt hier eindeutig die Lichtstärke. Farblich sehen die Bilder ganz gut und realitätsnah aus, mit einem ordentlichen und recht stabilen Weißabgleich.

Makro Modus

Für Makro Aufnahmen ist beim OnePlus 16 nur die Ultrawide Kamera zu gebrauchen, mit 4cm Fokusdistanz. Die Telekamera benötigt etwa 25cm Abstand zum Fokussieren, ist also keine Tele-Makro-Kamera.

Die Ergebnisse der Ultrawide Kamera können sich im Makro Bereich sehen lassen. Gute Schärfe, saubere Details, nur eben kein so intensiver Bokeh Effekt wie bei einer Tele-Makro-Kamera. Farblich ist das Bild auch im Makro Bereich recht natürlich, mit sauberem Weißabgleich.

Portrait Modus

Der Portrait Modus ist auf allen Kameras verfügbar, seine Intensität lässt sich mit einem virtuellen Blendenregler steuern. Verschiedene Bokeh Stile sind nicht vorhanden. Der Effekt wirkt natürlich, nicht übertrieben, Lichtkreise werden glaubhaft und nicht in übertriebener Menge erzeugt. Auch der Tiefenverlauf des Bokeh wirkt glaubhaft. Die Umrisserkennung ist sehr zuverlässig, selbst bei komplexen Motiven gibt es nur sehr selten geschluckte Umrisse.

Frontkamera (12MP)

Die Frontkamera im OnePlus 16 ist mit dem Wechsel von 32 auf 50MP nochmal ein ordentliches Upgrade. Zusätzlich kommt eine weitwinkligere Linse, der Autofokus bleibt erhalten. Der größere Blickwinkel fällt sofort auf, man bekommt deutlich mehr aufs Bild, und der Autofokus sorgt über eine recht weite Spanne für scharfe Bilder.

Die Bildqualität hat sich nicht großartig verändert, sie war beim Vorgänger gut und ist es auch hier. Gute Detaildarstellung und allgemeine Schärfe, natürliche Farben, neutraler Weißabgleich, anständiger Dynamikumfang. Die Lichtstärke ist dank Pixel Binning etwas besser, dadurch fällt der Qualitätsabfall in Innenräumen geringer aus.

Auch bei Nacht mit nur einer Straßenlaterne als Lichtquelle gelingen recht scharfe, detaillierte Ergebnisse ohne störendes Rauschen. Mit Bildschirmblitz ist noch etwas Aufwertung möglich.

Videos

Die Videofähigkeiten des OnePlus 16 sind breit aufgestellt: Die Hauptkamera filmt bis 8k mit 30fps, Haupt- und Telekamera bis 4k mit 120fps, alle Kameras bis 4k60. Als Codecs stehen H.264 und H.265 (HEVC) zur Verfügung, Dolby Vision ist bei Haupt- und Telekamera bis 4k120 an Bord (alle Kameras bis 4k60), 10-Bit Log gibt es bis 8k30 auf der Hauptkamera, bis 4k120 auf Haupt- und Telekamera und bis 4k60 auf allen Kameras. Die Frontkamera bietet bis 4k60, ebenfalls mit Dolby Vision und 10-Bit Log. Damit liegt das Niveau hier auf dem derzeit gängigen Oberklasse Niveau.

Die Tonqualität beim Filmen ist sehr gut. Der Audiopegel passt, Stimmen werden sauber wiedergegeben, Naturgeräusche sauber eingefangen. Insgesamt ein sehr natürliches Klangbild ohne Störfaktoren, Wind wird sauber unterdrückt bzw. abgemildert.

Die Hauptkamera liefert schönes 8k30 Material mit natürlichen Farben, schnellem und ruhigem Autofokus sowie sehr guter Stabilisierung per OIS und EIS. Auch 4k60 liefert gute Qualität mit flüssigerer Optik, der Dynamikumfang ist auch ohne aktives HDR überzeugend. Bei Nacht liefert 8k30 brauchbares Videomaterial, mit Abstrichen bei der Schärfe und sichtbarem Rauschen in dunklen Bildbereichen. Störend ist dabei das sichtbare Linsenzittern beim Laufen. 4k60 zeigt etwas weniger Rauschen, aber nicht mehr Schärfe, das Linsenzittern beim Laufen verschwindet in diesem Modus.

Die Telekamera unterstützt kein 8k30. 4k60 liefert gutes, scharfes Videomaterial, die Farben sind identisch mit den Videos der Hauptkamera, die Stabilisierung per EIS und OIS sehr gut, beim Laufen recht ruhig, bei Erschütterung ist Linsenzittern aber deutlich vorhanden. Bei Dämmerlicht fällt die Schärfe deutlich ab. Nachtvideos sind sehr weich und etwas rauschig, 4k30 bringt hier keine wirkliche Besserung.

Auch die Ultrawide Kamera filmt kein 8k. Die Bildqualität ist ordentlich, Ultrawide-typisch auf Distanz etwas weicher, die Farben gut abgestimmt, etwa identisch mit den restlichen Kameras. Die Stabilisierung erfolgt hier ausschließlich per EIS, funktioniert ebenfalls sehr gut, die Videos bleiben auch beim Laufen und bei Schwenks ruhig, eine EIS Verzerrung ist nicht sichtbar. Linsenzittern ist hier gar nicht vorhanden. Bei Dämmerlicht gibt es einen sehr deutlichen Qualitätsabfall. Für Nachtvideos ist die Ultrawide Kamera nicht wirklich brauchbar, dann gibt es sehr matschige Details, viel Rauschen und wenig Lichtausbeute.

Die Frontkamera filmt bis 4k60 und liefert qualitativ hochwertiges Videomaterial, mit anständiger Schärfe bei guter Ausleuchtung, ruhiger EIS Stabilisierung und zuverlässigem Autofokus. Der Dynamikumfang ist zufriedenstellend, die Farben natürlich mit neutralem Weißabgleich. In Innenräumen bleibt die Qualität brauchbar, mit etwas reduzierter Bildschärfe. Bei Nachtvideos gibt es einen drastischen Qualitätsabfall, 4k60 liefert sehr geringe Lichtausbeute mit viel Rauschanteil, 4k30 ist etwas heller, aber immer noch nicht das Gelbe vom Ei.

Im Slow Motion Bereich ist natives HSR Video in 4k120 inklusive Tonspur möglich, die Ergebnisse sind qualitativ hochwertig. Im dedizierten Slow Motion Modus stehen FHD mit wahlweise 120 oder 240fps zur Verfügung, die Videos liegen dann bereits abgebremst vor (kein HSR) und ohne Tonspur.

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OnePlus 16 Akku

​Kapazität (Angabe) 9.000mAh (2x 4500mAh) / 33,93Wh
​Kapazität (Gemessen) 8.704mAh
​WechselbarNein​
Ladetechnologie100W SuperVOOC & 50W AirVOOC
Netzteil im Lieferumfang enthalten (China Version)
Unterstützte Ladeprotokolle: 100W UFCS, 44W UFCS, 55W PPS, 18W PD, 18W QC
Akkuschutz: Ladelimit (auto / manuell), Bypass Charging

Akkulaufzeit

Das OnePlus 16 kommt mit einem 9.000mAh Akku, der aus zwei 4.500mAh Zellen besteht (33,93Wh). Extern gemessen wurden 8.704mAh. Das ist ein deutlicher Sprung gegenüber den 7.300mAh des Vorgängers (extern gemessen 7.020mAh) und verspricht entsprechend nochmals bessere Laufzeiten.

Bei der Akkulaufzeit hält das OnePlus 16 basierend auf den Erfahrungen im Alltag in der Regel drei Tage alltagsübliche Nutzung durch, bei gelegentlicher Kameranutzung und Verzicht auf lange Gaming-Sessions. Mit gelegentlichem Gaming sind zuverlässig zwei volle Tage drin. Den Akku an einem Tag leer zu bekommen, ist mit sinnvoller Nutzung praktisch unmöglich, auch bei intensiver Kameranutzung hält der Akku mühelos den ganzen Tag durch und hat noch ordentlich Reserve.

Im Akku Benchmark mit PCMark kommt das Gerät auf fast 30 Stunden Laufzeit bei 50% Bildschirmhelligkeit. Das ist ein neuer Bestwert unter den regulären Smartphone Formaten.

Ladezeit

Geladen wird per 100W SuperVOOC und 50W AirVOOC, der 100W Fast Charger liegt der China Version im Lieferumfang bei. Unterstützt werden die Ladeprotokolle 100W UFCS, 44W UFCS, 55W PPS, 18W PD und 18W QC. Als Akkuschutz gibt es ein Ladelimit (auto / manuell) und Bypass Charging. Die ermittelte Ladezeit mit dem Original Netzteil beträgt 26 Minuten von 20 auf 75% bzw. 42 Minuten von 20 auf 100%. Damit bleibt die Ladezeit trotz des großen Akkus angenehm kurz.

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OnePlus 16 Test Fazit

Das OnePlus 16 ist die konsequente Fortsetzung dessen, was der OnePlus 15 bereits gut konnte: Mit dem ersten 2nm Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6, dem 9.000mAh Akku und dem neuen BOE X4 Display ist es ein preiswertes Oberklasse Gerät mit wenigen offensichtlichen Schwächen. Und doch ist die Frage, die den gesamten Test prägt, nicht die nach der Hardware, sondern die nach der Herkunft: Seit sich OnePlus im Juli aus Europa und Nordamerika zurückgezogen hat, gibt es das OnePlus 16 nur als China Import, und das mit deutlichen Einschränkungen: keine EU Firmware (OxygenOS ist Geschichte), keine eSIM und die fehlenden Frequenzen LTE Band 20 sowie 5G n20.

Hardwareseitig ist die Argumentation stark. Der Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 liefert einen realen Leistungsgewinn, vor allem in GPU-lastigen Aufgaben, und läuft merklich kühler als der Vorgänger Chip. Der 9.000mAh Akku gehört zu den stärksten Argumenten des Geräts, mit zwei bis drei Tagen alltagsüblicher Nutzung, zwei vollen Tagen auch mit gelegentlichem Gaming und einem PCMark Laufzeitwert von fast 30 Stunden, was in unseren bisherigen Tests ein Bestwert unter den regulären Smartphone Formaten ist. Das 165Hz Display mit 2000 Nits HBM Helligkeit und dem nahezu schlierenfreien BOE X4 Panel ist ebenfalls eine Erwähnung wert, genauso wie das üppige IP Rating von IP66 über IP68 bis IP69K.

Unsere Kaufempfehlung richtet sich daher klar nach der Zielgruppe. Für OnePlus Fans, die der Marke die Treue halten möchten und die primär in gut mit 5G versorgten Regionen unterwegs sind (insbesondere bei o2 oder Telekom), bietet das OnePlus 16 weiterhin ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer ländlich wohnt, Vodafone Kunde ist, größte Ansprüche an die Kamera stellt oder auf offiziellen Support und eine Update Garantie Wert legt, ist mit einer Alternative besser beraten.

Wichtigste Vorteile

  • Bewährte Designsprache mit sehr guter Verarbeitung und Stabilität​
  • 2nm Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 mit spürbarem GPU-Boost
  • Merklich kühlerer Betrieb als der Vorgänger, auch gedrosselt höhere Leistung
  • Riesiger 9.000mAh Akku mit zwei bis drei Tagen Alltagslaufzeit und derzeit bestem PCMark Laufzeitwert unter den regulären Smartphone Formaten
  • Schnelles 100W SuperVOOC Laden: 20 auf 75% in 26 Minuten, voll in unter einer Stunde
  • Neues BOE X4 LTPO Display mit 165Hz Standard, bis zu 185Hz 2000 Nits HBM, deutlich bessere Reaktionszeit
  • Umfassende Schutzklassen IP66, IP68, IP69 und IP69K
  • Rundum guter Empfang und sehr gute Netzwerkperformance
  • Kamera mit soliden Weiterentwicklungen, neue weitwinklige 50MP Frontkamera
  • Audio und Sprachqualität auf hohem Niveau
  • Google Zertifizierung ab Werk, deutsche Sprache vorhanden, Android Auto und Google Pay nutzbar
  • Widevine L1 DRM vorhanden, Dolby Vision HDR Support

Wichtigste Nachteile

  • ​Ausschließlich als Import zu haben, keine EU Firmware mehr verfügbar
  • Fehlendes LTE Band 20 und 5G n20: Empfangslücken in 4G dominierten ländlichen Regionen, n20 vorerst Vodafone relevant
  • Kein eSIM Support, kein Google Standortverlauf, kein WearOS Support, keine Gemini Integration
  • Wer bei der Kamera größere Sprünge zum Vorgänger erwartet, wird eventuell enttäuscht
  • Ladeleistung von 120W auf 100W SuperVOOC reduziert (lädt trotzdem noch sehr schnell)
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