Xiaomi verklagt US-Behörden

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Mitte Januar wurde bekannt, dass die vereinigten Staaten Xiaomi auf eine schwarze Liste gesetzt haben. Der Hauptgrund hierfür ist die fragliche Einstufung Xiaomi's als militärisches bzw. mit dem Militär kooperierendes Unternehmen. Fraglich ist die Einstufung deshalb, da Xiaomi sich auf Unterhaltungselektronik fokussiert und als solches Technik für den normalen Endverbraucher entwickelt. Gründe für die Einstufung von Xiaomi als militärisches Unternehmen gab es seitens der US-Behörden offenbar nicht. Auch Xiaomi hatte kurz nach Bekanntwerden der US-Vorwürfe ein Dementi veröffentlicht, in welchem klargestellt wird, dass Xiaomi nicht mit militärischen Einrichtungen zusammenarbeitet. Zudem wurde angekündigt, dass Xiaomi Maßnahmen gegen die vereinigten Staaten prüfen wird.

Die Aufnahme von Xiaomi auf die schwarze Liste ist erstmal nicht vergleichbar mit dem, was Huawei widerfahren ist. Xiaomi ist nämlich auf einer anderen Blacklist auf Huawei gelandet. Diese verbietet es US-Unternehmen nicht, Geschäfte mit Xiaomi zu machen. Xiaomi kann also nach wie vor Prozessoren und andere Chips von US-Unternehmen beziehen und auch von Android bzw. den Google Diensten ist man erstmal nicht ausgeschlossen worden. Die Blacklist auf der sich Xiaomi befindet, verbietet es US-Unternehmen erstmal nur Investitionen in Xiaomi zu tätigen. Bestehende Investitionen müssen bis zum 11. November 2021 abgezogen sein.

Rechtliche Schritte gegen USA eingeleitet

Noch dürften US-amerikanische Investoren jedoch die Füße still halten und abwarten, welche Schritte Xiaomi unternimmt und ob diese Früchte tragen. Und genau hier zeigt sich nun erstmals Bewegung. So hat Xiaomi nun über den Hong Kong Stock Exchange eine Meldung veröffentlicht, wonach das Unternehmen nun rechtliche Schritte gegen die USA einleitet.

Konkret verklagt Xiaomi zwei Behörden der vereinigten Staaten: Das US Verteidigungsministerium und das US Finanzministerium. Xiaomi selbst hält die Vorwürfe nach wie vor für ungerechtfertigt und bestreitet weiterhin ein militärisches Unternehmen zu sein bzw. mit dem chinesischen Militär zusammenzuarbeiten. Das Vorgehen der US-Behörden empfindet man als unfair und sieht im Vorgehen bzw. der Identifizierung als militärisches Unternehmen auch eindeutige Fehler.

Die rechtlichen Schritte gegen die US-Behörden sollen Xiaomi's Interessen und die Interessen von Xiaomi's Kunden, Angestellten und Aktionären schützen. In der Klage will Xiaomi nun durchsetzen, dass die Entscheidung der US-Behörden als nicht rechtmäßig eingestuft und somit rückgängig gemacht wird. Ob die Klage Früchte trägt, wird sich dann in den kommenden Monaten zeigen. Mit einer schnellen Entscheidung dürfte jedoch nicht zu rechnen sein.

Quellen
ITHome


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Kommentare 6

Gäste - Stephan Schulz am Montag, 01. Februar 2021 14:56
Admin: Telefonnummer entfernt

Sollen sie sich trennen von US Technologien und mehr auf Huawei setzen. Die schaffen es auch ohne und man könnte sich da gegenseitig unterstützen. Auch was den appstore angeht. Und xiaomi hat echt was auf dem Kasten. Und dann ohne Google... Das wäre richtig nice.

Sollen sie sich trennen von US Technologien und mehr auf Huawei setzen. Die schaffen es auch ohne und man könnte sich da gegenseitig unterstützen. Auch was den appstore angeht. Und xiaomi hat echt was auf dem Kasten. Und dann ohne Google... Das wäre richtig nice.
Christopher am Montag, 01. Februar 2021 15:01

Gar nichts schafft Huawei im Smartphone Segment ohne US Technologien. Schau dir doch an wie der Marktanteil nach unten geht. Und was Huawei nicht schafft, schafft das kleine Xiaomi schon gar nicht. Xiaomi entwickelt ja den Großteil seiner Produkte noch nicht mal selbst sondern greift dafür auf entsprechende OEM Dienstleister zurück. Aber hier geht es ja ohnehin erstmal nicht um die Nutzung von US-Technologien sondern einzig und allein um das Halten von Anteilen.

Gar nichts schafft Huawei im Smartphone Segment ohne US Technologien. Schau dir doch an wie der Marktanteil nach unten geht. Und was Huawei nicht schafft, schafft das kleine Xiaomi schon gar nicht. Xiaomi entwickelt ja den Großteil seiner Produkte noch nicht mal selbst sondern greift dafür auf entsprechende OEM Dienstleister zurück. Aber hier geht es ja ohnehin erstmal nicht um die Nutzung von US-Technologien sondern einzig und allein um das Halten von Anteilen.
Gäste - moses am Montag, 01. Februar 2021 15:44

Christopher, wenn ich mir deinen Ton, wie du auf Kommentare antwortest, so ansehe, dann wundert mich nicht, dass kaum Kommentare auf deiner Seite verfasst werden... kann ja sein, dass du die community nicht brauchst oder willst, aber ich persönlich kommentiere lieber auf Chinahandys... naja, deine Sache... du kannst diesen Kommentar auch gerne löschen

Christopher, wenn ich mir deinen Ton, wie du auf Kommentare antwortest, so ansehe, dann wundert mich nicht, dass kaum Kommentare auf deiner Seite verfasst werden... kann ja sein, dass du die community nicht brauchst oder willst, aber ich persönlich kommentiere lieber auf Chinahandys... naja, deine Sache... du kannst diesen Kommentar auch gerne löschen :)
Christopher am Montag, 01. Februar 2021 16:31

???
Ich habe eine stinknormale Antwort auf den Kommentar von Stefan verfasst. Wo du da nun einen fragwürdigen Ton "heraushören" willst, ist mir ein Rätsel.

??? Ich habe eine stinknormale Antwort auf den Kommentar von Stefan verfasst. Wo du da nun einen fragwürdigen Ton "heraushören" willst, ist mir ein Rätsel. ;)
Gäste - Stephan am Montag, 01. Februar 2021 15:07
Sie sind noch da, also haben Sie das geschafft. Und das besser als Nokia seinerzeit...

Huawei behauptet sich und wer glaubt das ein Unternehmen nur durch Marktanteile erfolgreich sein kann, der irrt gewaltig. Huawei ist immer noch da. Etwas geschrumpft okay, aber auf dem besten Weg unabhängiger zu werden. Und wenn xiaomi jetzt schon in die Lücke geht und auf Huawei Technik zugreift, wäre es einfach mal ein Wachstum. An googlefreien Mobilteilen mit einer guten Technik. Soll Amerika doch der Apple im Halse stecken bleiben. Und Google können sich sich auch da hinschieben, wo die Sonne niemals hinscheint.

Huawei behauptet sich und wer glaubt das ein Unternehmen nur durch Marktanteile erfolgreich sein kann, der irrt gewaltig. Huawei ist immer noch da. Etwas geschrumpft okay, aber auf dem besten Weg unabhängiger zu werden. Und wenn xiaomi jetzt schon in die Lücke geht und auf Huawei Technik zugreift, wäre es einfach mal ein Wachstum. An googlefreien Mobilteilen mit einer guten Technik. Soll Amerika doch der Apple im Halse stecken bleiben. Und Google können sich sich auch da hinschieben, wo die Sonne niemals hinscheint.
Christopher am Montag, 01. Februar 2021 16:52

Ich habe nicht behauptet, dass ein Unternehmen nur durch Marktanteile erfolgreich sein kann. Im Falle von Huawei war der Marktanteil allerdings Sinnbild für den Erfolg. Dass der Anteil nun so stark einbricht, man sich von Honor mehr oder weniger getrennt hat und zeitweise sogar schon die Aufgabe des Smartphone-Geschäftes im Raum stand oder immer noch steht, zeichnet allerdings ein deutliches Bild ab.

Und ob sich Huawei nun im Markt für Consumer Technik behaupten kann ohne auf US-Technik zu setzen gilt es noch unter Beweis zu stellen. Ihr eigenständiges Smartphone OS ist bisher gar nicht so eigenständig und basiert nach wie vor auf Android. Und selbst wenn man nun eine komplett eigenständige Plattform schafft, muss man diese erstmal durchsetzen. Dabei wird die Unterstützung der App Entwickler wichtig sein. Diese wollen wiederum Marktanteile sehen. Wenn diese nun weiter einbrechen ist die Plattform eher weniger interessant. Da haben wir dann ganz schnell das nächste Windows Phone.

Oder wenden wir uns mal vom Smartphone Markt ab und schauen uns Huawei's PC-Sparte an. Hier hat man sehr verzweifelt versucht so schnell wie möglich wieder an Intel / AMD Chips zu kommen und weiter Windows nutzen zu können. Zum Glück für Huawei gab es dafür immer und immer wieder Ausnahmen. Klar, auf Windows können sie noch am ehesten verzichten. Das kann der Kunde dann selbst installieren. Doch auf die entsprechenden Prozessoren eben nicht. Es gibt keinen Hersteller mit x86 / x86_64 Architekturlizenz der Intel und AMD da irgendetwas entgegenzusetzen hat. Selbst entwickeln geht so schnell auch nicht, zumal das Thema dann wieder einen ellenlangen Rattenschwanz nach sich zieht, wo dann ebenfalls an den verschiedensten Stellen wieder Geschäfte mit US-Unternehmen fällig werden - wichtige Stichwörter dazu: UEFI Firmware, Hardware Beschleunigung für diverse Video Codecs, Grafiklösungen.

Realistisch betrachtet hat Huawei also keine wirkliche Chance im Bereich Mainstream Unterhaltungselektronik. Irgendwelche Nischen kann man sicherlich ausfüllen, doch ob sich das dann für ein Unternehmen wie Huawei noch lohnt ist fraglich.

Ich habe nicht behauptet, dass ein Unternehmen nur durch Marktanteile erfolgreich sein kann. Im Falle von Huawei war der Marktanteil allerdings Sinnbild für den Erfolg. Dass der Anteil nun so stark einbricht, man sich von Honor mehr oder weniger getrennt hat und zeitweise sogar schon die Aufgabe des Smartphone-Geschäftes im Raum stand oder immer noch steht, zeichnet allerdings ein deutliches Bild ab. Und ob sich Huawei nun im Markt für Consumer Technik behaupten kann ohne auf US-Technik zu setzen gilt es noch unter Beweis zu stellen. Ihr eigenständiges Smartphone OS ist bisher gar nicht so eigenständig und basiert nach wie vor auf Android. Und selbst wenn man nun eine komplett eigenständige Plattform schafft, muss man diese erstmal durchsetzen. Dabei wird die Unterstützung der App Entwickler wichtig sein. Diese wollen wiederum Marktanteile sehen. Wenn diese nun weiter einbrechen ist die Plattform eher weniger interessant. Da haben wir dann ganz schnell das nächste Windows Phone. Oder wenden wir uns mal vom Smartphone Markt ab und schauen uns Huawei's PC-Sparte an. Hier hat man sehr verzweifelt versucht so schnell wie möglich wieder an Intel / AMD Chips zu kommen und weiter Windows nutzen zu können. Zum Glück für Huawei gab es dafür immer und immer wieder Ausnahmen. Klar, auf Windows können sie noch am ehesten verzichten. Das kann der Kunde dann selbst installieren. Doch auf die entsprechenden Prozessoren eben nicht. Es gibt keinen Hersteller mit x86 / x86_64 Architekturlizenz der Intel und AMD da irgendetwas entgegenzusetzen hat. Selbst entwickeln geht so schnell auch nicht, zumal das Thema dann wieder einen ellenlangen Rattenschwanz nach sich zieht, wo dann ebenfalls an den verschiedensten Stellen wieder Geschäfte mit US-Unternehmen fällig werden - wichtige Stichwörter dazu: UEFI Firmware, Hardware Beschleunigung für diverse Video Codecs, Grafiklösungen. Realistisch betrachtet hat Huawei also keine wirkliche Chance im Bereich Mainstream Unterhaltungselektronik. Irgendwelche Nischen kann man sicherlich ausfüllen, doch ob sich das dann für ein Unternehmen wie Huawei noch lohnt ist fraglich.
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