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Oppo K15 Pro und K15 Pro+: Gaming-Mittelklasse mit eingebautem Lüfter

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Wer ein Smartphone mit eingebautem Lüfter kaufen möchte, hatte früher kaum eine Wahl jenseits echter Gaming-Phones im hochpreisigen Segment. Oppo hat das mit der K-Serie allerdings geändert. Schon die K13 Turbo Geräte setzten auf aktive Kühlung im Mittelklasse Segment, ein Konzept, das Oppo nun mit dem neuen K15 Pro und dem K15 Pro+ konsequent weiterentwickelt. Bemerkenswert ist dabei die Namensgebung: Die K14-Reihe wird schlicht übersprungen, die neue Generation trägt direkt die Nummer 15.

Design: Der Lüfter getarnt als Kameramodul

Auf den ersten Blick wirkt das Kameramodul beider Modelle recht normal. Aus der Distanz könnte man meinen, zwei Kameralinsen zu sehen. Dem ist allerdings nicht so. Oppo versteckt den Lüfter geschickt hinter dem Kameraaufbau. Die Luftansaugung sitzt direkt unterhalb der Hauptkamera, der Luftauslass befindet sich seitlich im Metallrahmen. Auf Distanz könnte man die Ventilatoröffnung deshalb leicht für eine weitere Linse halten. Trotz dieser technischen Besonderheit bleibt das Kameramodul laut Oppo flach: Es soll weniger als 0,6mm über die Rückseite hinausragen.

Oppo nennt sein Kühlsystem „Swift Cooling Engine". Es kombiniert eine großflächige Dampfkammer, Heatsink und den aktiven Lüfter zu einem sogenannten Triple-Dustproof-Design. Die Lüfterdrehzahl wird automatisch angepasst, auf halber Leistung soll der Geräuschpegel bei lediglich 19dB liegen - kaum wahrnehmbar im normalen Spielbetrieb. Oppo gibt an, dass der Lüfter die Gerätetemperatur um bis zu 5 °C senken kann. Im Lieferumfang liegt übrigens ein kleiner Reinigungspinsel für den Lüfter bei.

Das Design-Konzept nennt Oppo „Cyberpunk-inspiriert" und bietet passend dazu ein LED-Lichtsystem namens „Lanying Breathing Light", das Benachrichtigungen und Systemaktivitäten farblich signalisieren kann. Außerdem lassen sich am Kameramodul magnetische Objektivkappen in verschiedenen Styles befestigen, eine spielerische Personalisierungsoption. Beide Geräte verfügen trotz des Lüfters über eine IP68/IP69-Zertifizierung und sind damit vollständig staub- und wasserdicht.

Beim Oppo K15 Pro stehen vier Farbvarianten zur Auswahl: „Golden Legend" (exklusiv mit 512GB Speicher), sowie „Light Dust Pink", „Origin Gray" und „Cyber Wing". Das Oppo K15 Pro+ bietet die letzten drei Farben ebenfalls an, wobei die Pink- und Grau-Variante mit Glasrückseite geliefert werden, während „Cyber Wing" auf Kunststoff setzt. Beim K15 Pro bestehen anscheinend alle Modelle auf der Rückseite aus Kunststoff.

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Oppo K15 Pro: Solide Mittelklasse mit großem Akku

Das kleinere der beiden Modelle misst 158,3 × 75,1 × 8,3mm und bringt je nach Variante rund 200 bis 203 Gramm auf die Waage. Das 6,59 Zoll große AMOLED-Panel löst mit 2.760 × 1.256 Pixeln bei 460PPI auf und unterstützt eine Bildwiederholrate von bis zu 144Hz, die jedoch primär in ausgewählten Spielen ausgereizt wird. Die Touch-Abtastrate liegt bei 240Hz. Die typische Vollflächenhelligkeit beträgt 600 Nits, im Peak-Modus sind 1.200 Nits möglich. Farben werden mit 10-Bit Farbtiefe und 10,7 Milliarden Farbtönen dargestellt.

Im Inneren arbeitet der Mediatek Dimensity 8500 "Super" mit acht Kernen und einem Spitzentakt von 3,4GHz. Oppo ergänzt diesen mit einem hauseigenen Chip-Tuning-System namens „Tide Engine", das die Leistung situationsabhängig optimieren soll. Der Arbeitsspeicher beläuft sich auf 12GB LPDDR5X, der interne Speicher auf 256 oder 512GB im UFS 3.1 Format. Eine Erweiterungsmöglichkeit per microSD gibt es nicht. Für präzise Bewegungssteuerung in Spielen verbaut Oppo ein "Gamepad-Gyroskop", das eine genauere Gyroskopmessung als herkömmliche Sensoren ermöglichen soll.

Auf der Rückseite setzt das Oppo K15 Pro auf eine Hauptkamera mit 50MP (f/1.8, 24 mm Äquivalent, OIS) und eine 8MP-Ultraweitwinkelkamera (f/2.2, 15 mm, 116°, Autofokus). Videos lassen sich bis zu 4K mit 60fps aufzeichnen, Zeitlupen gelingen in 1080p mit bis zu 240fps. Die Frontkamera löst mit 16MP auf (f/2.4, 23 mm). Der optische In-Display-Fingerabdrucksensor ist unter dem Bildschirm verborgen.

Ein 7.500mAh Akku aus Silizium-Karbon-Zellen versorgt das Gerät mit Energie. Die maximale Ladeleistung beträgt 80W über das UFCS-Protokoll sowie über PD und PPS. Bypass-Charging - also das direkte Einspeisen von Strom in das System ohne Umweg über den Akku - wird ebenfalls unterstützt. Das K15 Pro unterstützt Wi-Fi 6 (802.11ax) mit 2×2 MIMO und 160 MHz Kanalbreite sowie Bluetooth 5.4 mit einer umfangreichen Codec-Unterstützung (LDAC, aptX HD, LHDC 5.0). NFC ist an Bord, ebenso ein Infrarot-Emitter für die Fernbedienungsfunktion. Das Dual SIM Gerät beherrscht 5G, allerdings fehlen für den deutschen Markt relevante Frequenzbänder wie LTE Band 20. Audio liefert ein von Oppo's "Golden Ear Lab" in Zusammenarbeit mit dem Xinghai Conservatory of Music abgestimmtes Stereo-Lautsprecherpaar.

Das Oppo K15 Pro ist in China ab 3.199 Yuan (ca. 401 Euro) in der 12GB/256GB Version erhältlich, die 512GB Variante kostet 3.499 Yuan (ca. 438 Euro).

Oppo K15 Pro+: Annähernd Flaggschiff-Niveau

Das Oppo K15 Pro+ ist das leistungsstärkere der beiden Modelle und richtet sich an Nutzer, die noch mehr Performance und Ausdauer fordern. Es ist etwas größer und schwerer als das Basismodell: 162,4 × 77,5 × 8,3mm, rund 213 bis 219 Gramm. Das 6,78 Zoll große AMOLED-Panel löst mit 2.772 × 1.272 Pixeln bei 450PPI auf. Die maximale Bildwiederholrate liegt bei 165Hz, die Touch-Abtastrate bei 330Hz. In ausgewählten Spielen soll nativer 165fps Betrieb möglich sein. Die Spitzenhelligkeit steigt gegenüber dem Basismodell auf 1.800 Nits, was vor allem die Ablesbarkeit im Freien verbessert.

Herzstück des Oppo K15 Pro+ ist der Mediatek Dimensity 9500s, ein Chip, der etwas unter Mediatek's aktuellem Topmodell Dimensity 9500 angesiedelt und vergleichbar mit dem Dimensity 9400+ oder Snapdragon 8 Elite ist. Er verfügt über einen Cortex X925 Primärkern mit 3,73GHz, drei Cortex X4 Kerne mit 3,3GHz und vier Cortex A720 Effizienzkernen. Damit bewegt sich das K15 Pro+ leistungsmäßig tatsächlich auf Flaggschiff-Terrain. Der Arbeitsspeicher bleibt bei 12GB LPDDR5X, der Flashspeicher ist mit UFS 4.1 jedoch schneller als beim kleineren Modell.

Ergänzend verbaut Oppo einen dedizierten Touch-Chip für geringere Eingabelatenz sowie einen sogenannten „Lingxi-Button" - eine frei belegbare Schnelltaste an der Seite des Geräts, über die sich Spielfunktionen oder App-Shortcuts aktivieren lassen. Die Kameraausstattung ist identisch mit dem K15 Pro: 50MP Hauptkamera mit OIS und 8MP Ultraweitwinkel auf der Rückseite, 16MP Selfie-Kamera vorn. Ein nennenswerter Unterschied besteht beim Fingerabdrucksensor: Das Pro+ setzt auf einen ultraschallbasierten Sensor unter dem Display, der als zuverlässiger und schneller gilt als der optische Sensor des Basismodells.

Der Akku wächst beim K15 Pro+ auf 8.000mAh (ebenfalls Silizium-Karbon) und lässt sich mit bis zu 100W aufladen. Auch hier wird Bypass-Charging unterstützt. Gegenüber dem K15 Pro legt das K15 Pro+ bei der WLAN-Unterstützung zu: Wi-Fi 7 (802.11be) ist an Bord, inklusive simultaner Nutzung beider Frequenzbänder (2,4 GHz + 5 GHz). Das Bluetooth-Profil ist identisch. Der Lautsprecher wurde auf ein "Vier-Einheiten-Koaxialsystem" ausgebaut, was eine volleres Klangerlebnis versprechen soll.

Das Oppo K15 Pro+ kostet in China 3.699 Yuan (ca. 463 Euro) für die 12GB/256GB Version, die 512GB Variante schlägt mit 4.199 Yuan (ca. 526 Euro) zu Buche.

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Verfügbarkeit: China-Exklusiv

Beide Modelle werden zunächst in China vermarktet. Eine Expansion nach Europa gilt als unwahrscheinlich, da die Vorgänger K13 Turbo und K13 Turbo Pro ebenfalls auf den chinesischen Markt beschränkt blieben. Wer über einen Import nachdenkt, sollte beachten, dass relevante LTE-Frequenzbänder für den Betrieb in Deutschland fehlen, insbesondere LTE Band 20, das hierzulande von nahezu allen Netzbetreibern für die Flächenversorgung genutzt wird. Ein Import lohnt sich daher kaum.

Oppo K15 Pro
ab 401€ (CN)
Oppo K15 Pro+
ab 463€ (CN)
6,59" AMOLED, 2760×1256, 144Hz
240Hz Touchscreen
1200 Nits Spitzenhelligkeit
6,78" AMOLED, 2772×1272, 165Hz
330Hz Touchscreen
1800 Nits Spitzenhelligkeit
Mediatek Dimensity 8500 "Super"Mediatek Dimensity 9500s
12GB LPDDR5X RAM
256GB oder 512GB (UFS 3.1)
12GB LPDDR5X RAM
256GB oder 512GB (UFS 4.1)
Hauptcam: 50MP, f/1.8, OIS
Ultrawide: 8MP, f/2.2
Front: 16MP, f/2.4
Hauptcam: 50MP, f/1.8, OIS
Ultrawide: 8MP, f/2.2
Front: 16MP, f/2.4
7.500mAh (Si-C)
80W Fast-Charging
8.000mAh (Si-C)
100W Fast-Charging
Optischer Fingerprint Scanner (In-Screen)Ultraschall Fingerprint Scanner (In-Screen)
Wi-Fi 6
Bluetooth 5.4, LDAC, aptX HD, LHDC 5.0
NFC
Wi-Fi 7
Bluetooth 5.4, LDAC, aptX HD, LHDC 5.0
NFC
ColorOS 16 (Android 16)ColorOS 16 (Android 16)
IP68 / IP69
158,3 × 75,1 × 8,3mm
ca. 200–203g
IP68 / IP69
162,4 × 77,5 × 8,3mm
ca. 213–219g

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