Tronsmart Element Force

tronsmart-element-force Der Tronsmart Element Force im Test

Vor etwas mehr als einem Jahr hatten wir vom der chinesischen Hersteller Tronsmart den Element Mega 40W Bluetooth Lautsprecher im Test und waren mit ihm recht zufrieden. Um uns jedoch begeistern zu können, hätte es mehr gebraucht. Wir bemängelten seinerzeit die fehlende Outdoor-Tauglichkeit und hätten uns ein etwas besseres Klangbild gewünscht. Tronsmart nahm sich die konstruktive Kritik der Tester zu Herzen und hat mit dem Tronsmart Element Force nachgelegt. Dieser verfügt nun über eine IPX7 Zertifizierung und soll ein deutlich besseres Klangbild abliefern. Ob der Nachfolger aber wirklich besser ist als sein Vorgänger, erfahrt ihr hier im Testbericht.

Tronsmart Element Force
Verpackung & Lieferumfang

Der Tronsmart Element Force wird in einer ansprechenden Verpackung geliefert. Anders als beim Vorgänger erinnert die Schachtel an eine sehr groß geratene Smartphone Verpackung. Auf den magnetischen Verschluss verzichtet Tronsmart diesmal und so wird der Deckel einfach nach oben abgehoben. Auf der Schachtel gibt es diverse Angaben zu den Spezifikationen. Zum Lieferumfang gehören der Tronsmart Element Force, ein USB Typ-C Kabel, ein Klinke zu Klinkenadapter (3,5mm), eine Anleitung in diversen Sprachen und eine Garantiekarte.

Tronsmart Element Force Lieferumfang

Tronsmart Element Force
Design & Verarbeitung

In Sachen Design und Verarbeitung gibt es einen Schritt zurück und zwei Schritte vorwärts, wobei das reine Aussehen immer im Auge des Betrachters liegt. Der Tronsmart Mega bot noch ein mit weißer LED-Beleuchtung umrandetes Touch-Bedienfeld. Der Tronsmart Element Force hingegen setzt auf eine rein gummierte Oberfläche mit gewöhnlichen physischen Tasten darunter. Das war aus unserer Sicht „der Schritt rückwärts". Allerdings hat diese Veränderung auch einen guten Grund. Der Tronsmart Element Force ist nun IPX7 zertifiziert und somit wasserdicht und noch dazu deutlich robuster gebaut als sein Vorgänger. Die Wasserdichtigkeit können wir bestätigen, da wir das Gerät ohne Schaden mehr als 3 Stunden untergetaucht hatten. Die Größe und das Gewicht vom Tronsmart Element Force sind gegenüber dem Vorgänger ein wenig ausladender geworden. Die Maße betragen nun 20,9 x 6,4 x 8,3cm (791g). Somit ist der Element Force knappe 150g schwerer als der Element Mega

Das Bedienfeld befindet sich auf der Oberseite und bietet diverse Funktionen. Über den An-/Aus-Schalter kann das Gerät gestartet oder ausgeschaltet werden und wenn man den Button nur kurz drückt, wird der Voice-Assistent vom Smartphone gestartet. Die Audioaus- und Eingabe des Assistenten erfolgt über den Tronsmart Element Force. Über den M-Button (Menü) lässt sich der Wiedergabemodus verändern, so dass man die Quelle zwischen Bluetooth, Micro SD oder Aux umschalten kann. Des Weiteren dient der M-Button der Trennung von der Bluetooth-Quelle (2 Sekunden halten) oder sogar dem kompletten Reset des Tronsmart Element Force (ca. 10 Sekunden gedrückt halten). Der Play-Button dient der Wiedergabe und Pausierung eines Tracks, der Anruf Annahme oder Anruf Abweisung (2 Sekunden halten) oder der Notabschaltung des Tronsmart Element Force (ca. 10 Sekunden gedrückt halten). Der Minus-Button dient der der Lautstärke Verringerung oder dazu den vorherigen Titel erneut abzuspielen (2 Sekunden halten). Selbiges gilt umgekehrt für den Plus-Button. Neu ist der EQ-Button mit dem sich einerseits drei vorkonfigurierte Audioeffekte umschalten lassen, welche sich ihrerseits dank einer LED optisch unterscheiden lassen. Hält man den EQ-Button 2-3 Sekunden gedrückt, lassen sich theoretisch zwei Speaker miteinander koppeln (TWS Modus). Die Kopplung zweier Speaker konnten wir leider nicht testen, da wir nur ein Testgerät erhalten haben und der Tronsmart Element Force nicht mit unserem Element Mega kompatibel ist. 

Tronsmart Element Force
Kopplung

Ein wenig haben wir ja schon über die Kopplungs- und Verbindungsmöglichkeiten geschrieben. Der Tronsmart Element Force wird für gewöhnlich via Bluetooth verbunden und hat dafür ein Bluetooth 5.0 Modul verbaut. Ferner kann der Element Force aber auch via Aux oder Micro SD Karte betrieben werden. Die Bluetooth Kopplung ist zudem schnell und bequem per NFC realisierbar. Bluetooth 5.0 ist gegenüber dem 4.2 Standard theoretisch stabiler und verfügt zudem über eine höhere Reichweite. In der Theorie wären bei einer geeigneten Bluetooth 5.0 Quelle bis zu 200m Entfernung drin. In Räumlichkeiten schaffte es der Tronsmart Element Force auf ca. 15m mit mehreren Wänden dazwischen.

Tronsmart Element Force
Klangbild

Der Tronsmart Element Force scheint die perfekte Kombination aus dem alten T6 und dem Vorgängermodell Element Mega zu sein. War der T6 noch sehr basslastig, so fehlte es dem Element Mega ein wenig an diesem. Der Tronsmart Element Force vereinigt nun ein breites Klangspektrum mit ordentlichen Tiefen. Nein, kein Scherz. Dieser kleine Kasten macht ordentlich Druck und überschreit sich dabei nicht. Generell gilt natürlich, dass Feintuning via Equalizer im Abspielprogramm vorgenommen werden sollten - je nachdem welche Musikrichtung man bevorzugt. Und wie auch bei den Vorgängern empfehlen wir die maximale Lautstärke zwischen 60-80% zu halten. Es wird reichen! Wir hatten ja dem Element Mega bereits eine anständige Power zugesprochen, aber mehr geht halt immer. Und der Element Force bietet dieses „Mehr" an Klangvielfalt. Eine Gartenparty zu beschallen schafft er zwar immer noch nicht (Werbeslogan von Tronsmart), aber für die Wohnung, den Strand, die Veranda oder einfach überall dort wo man etwas lauter und kabellos Musik hören will, eignet sich dieser kleine Kasten hervorragend um auditiven Eindruck zu hinterlassen.

Der integrierte Equalizer ist eine nette Spielerei, wobei wir die Standard-Einstellung (Extra Bass) bevorzugt haben. Wir haben auch keinen deutlichen Mehrwert bei anderen Genres gehabt. Gegenüber dem Vorgänger werden nun Pop-lastige Songs und Oldies sauberer rüber gebracht, wobei diese Empfindungen rein subjektiv sind. Genauso wie die Angaben der 2x 20W Leistung. Die 2x 20W sind jedoch keine verifizierte RMS- oder Sinus-Größe. Und auch wenn der Klang nochmals verbessert wurde, so nehmen wir an, dass die gleichen Treiber (20W, 53mm) verwendet wurden wie auch beim Element Mega. Zu den Widerständen gibt es diesmal keine Angaben im Datenblatt. Das Frequenzspektrum beträgt 115Hz bis 13kHz.

Deutlich verbessert scheint auch die Freisprechfunktion zu sein. Wir konnten ohne nennenswerte Abstriche vernünftig telefonieren. Auch die Sprachsteuerung via Assistant klappte problemlos. Wen es also nicht stört, dass andere mithören, der darf den Tronsmart Element Force ruhig ein wenig aufdrehen.

Tronsmart Element Force
Akku

In Sachen Ausdauer sind die von Tronsmart angegebenen „15 Stunden Spielzeit auf mittlerer Lautstärke" durchaus realistisch. Während der einwöchigen Testzeit haben wir den Element Force 2x aufgeladen und kamen auf ca. 12-13 Stunden Spielzeit, wobei hier aufgrund der Klangtests die Lautstärken variierten. Die 15 Stunden schafft man wohl bei maximal 40-50% Lautstärke. Damit kann die Ausdauer gegenüber dem Vorgänger um ca. 20% gesteigert werden, denn dieser stieg bei selbiger Lautstärke nach ca. 13 Stunden aus. Die verbesserte Laufzeit ist mit Sicherheit auf das modernere Bluetooth 5.0 zurückzuführen. Wie auch beim Vorgänger schaltet sich der Speaker automatisch ab, sofern keine Verbindung existiert. Die Ladung erfolgt nun via USB Typ-C und theoretischen 3A/5V. Da jedoch kein Netzteil mitgeliefert wird, hängt die Ladezeit stark vom verwendeten Netzteil ab. Diese liegt dann zwischen 2,5 und 4 Stunden.

Tronsmart Element Force Test
Fazit

Der Tronsmart Element Force konnte uns diesmal auf ganzer Linie überzeugen. Die Outdoor-Tauglichkeit ist nun gegeben und auch der Bass hat ordentlich Druck - sogar bei höherer Lautstärke. Zwar wird der Element Force gefühlt nicht ganz so laut wie der Element Mega, aber dafür kommen die Mitten und Tiefen umso besser rüber. Bei dieser kleinen Box braucht sich Tronsmart jedenfalls nichts vorwerfen zu lassen und von uns gibt es eine Kaufempfehlung.


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