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Realme Band Testbericht

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realme-band Das Realme Band im Test

Einleitung

Realme erweitert sein Sortiment stetig um nicht mehr ausschließlich als Smartphone Hersteller dazustehen. Zu den neuen Kategorien im Realme Sortiment gehören seit einer Weile auch Wearables. Nun war der Hersteller so freundlich, uns im Paket vom Realme X3 SuperZoom auch das Realme Band beizulegen, welches wir seitdem im Alltag getestet haben. Das Realme Band hat sich dabei als halbwegs solider Einstieg ins Wearables-Segment entpuppt, kann aber noch nicht mit der starken Konkurrenz mithalten, auch wenn es mit nur 25€ ziemlich günstig ist. Alles zu den Gründen sowie den Stärken und Schwächen des Realme Band, erfahrt ihr in diesem Testbericht. Viel Spaß!

Verpackung & Lieferumfang

Das Realme Band kommt - typisch für den Hersteller - in einer sonnengelben Verpackung daher. Beim Auspacken waren wir erstmal überrascht, denn der Lieferumfang fällt äußerst spartanisch aus. Außer dem Wearable und einer Kurzanleitung findet man in der Box nämlich nichts. Auch ein Ladekabel liegt nicht bei. Das hat aber seinen Grund. Mehr dazu später noch.

Design & Verarbeitung

Materialien Rahmen: Kunststoff
Rückseite: Kunststoff
Front: Kunststoff
Armband: Silikon
Gewicht20g
Abmessungen19,6 x 11,9 x 240mm

Das Realme Band ist in den Farben Schwarz, Grün und Gelb erhältlich und besteht vollständig aus Kunststoff bzw. Silikon im Fall des Armbands. Das Design ist typisch für ein Smartband langgezogen und kompakt. Das Gewicht ist mit nur 20g gering, sodass man das Realme Band beim Tragen kaum spürt. Vor allem wenn man das Wearable dauerhaft trägt, ist das von Vorteil, denn auch beim Schlafen stört es nicht.

Die Verarbeitung ist gut, was natürlich auch zum Tragekomfort beiträgt. Bei langer Tragedauer von zwei Wochen am Stück hatten wir mit dem Realme Band keine Probleme mit Hautreizungen oder Jucken zu beklagen. Angesammelter Schweiß unter dem Band dunstet erstaunlich schnell ab. Das Realme Band ist IP68 zertifiziert und somit wasserdicht. Bei Regen, beim Duschen und Baden aber auch beim Abwaschen konnte das Wearable diese Eigenschaft im Test erfolgreich unter Beweis stellen. Beim Schwimmen sollte man das Realme Band aber abnehmen, denn die Dichtigkeit ist laut Hersteller nur bis 1,5m Tiefe gegeben.

Das Armband ist sehr flexibel und schmiegt sich entsprechend gut um den Arm. Das Realme Band sollte dank einer ausreichenden Anzahl von Löchern auch an so ziemlich alle Arme passen, egal ob dünn oder dick. Verschlossen wird das Realme Band mit einem klassischen Metall-Dorn. Der überstehende Rest vom Band wird mit einer Lasche an Ort und Stelle gehalten. Diese rastet in die Löcher im Armband ein, was ein Verrutschen der Lasche effektiv verhindert.

Zum Aufladen des Realme Band zieht man den oberen Teil des Armbands einfach ab. Dies benötigt einen gewissen Kraftaufwand, wundert euch also nicht, wenn ihr etwas kräftiger ziehen müsst. Darunter kommt dann ein USB-A Stecker zum Vorschein, welchen man in eine beliebige USB-A Buchse stecken kann. Darüber wird das Realme Band dann aufgeladen. Das wurde gut gelöst, denn so muss man kein Ladekabel mit sich herumschleppen. Etwas unpraktisch ist zuweilen aber die Biegung des USB-A Steckers. Das Realme Band steht beim laden also nicht gerade ab, was je nach Gerät und Ausrichtung des vorhandenen USB Ports dazu führen kann, dass es keinen Platz hat und somit nicht in den USB Anschluss gesteckt werden kann.

Display

Größe 0,96"
Auflösung 160 x 80
TechnologieLCD mit 65.000 Farben
Anzahl BerührungspunkteKein Touch Screen
Gehärtetes GlasNein
Anti Fingerabdruck BeschichtungNein

Für das Display hat der Hersteller beim Realme Band eine etwas eigenartige Wahl getroffen. Verbaut wird hier ein gewöhnliches LCD Display. Durch die kleine Auflösung sieht man einzelne Pixel deutlich. Die Darstellung wirkt also recht grob. Problematisch wird es bei der Nutzung im Freien. Die Helligkeit des Displays lässt sich leider nur über die Smartphone App anpassen, was an sich schon recht nervig ist. Eine automatische Regelung gibt es auch nicht. Viel störender ist aber, dass das Display vom Realme Band selbst auf höchster Stufe nicht hell genug ist um gegen Sonnenlicht anzukommen. Sobald die Sonne direkt auf den Bildschirm scheint, erkennt man so gut wie nichts mehr. Hier hat Realme also eindeutig die falsche Wahl getroffen. Ein AMOLED Display oder noch besser ein transflektiver LCD Bildschirm, wären deutlich besser gewesen. Auch die Abdeckung aus Kunststoff ist fragwürdig. Hier muss man höllisch aufpassen nirgendwo hängen zu bleiben, sonst hat man schnell hässliche Kratzer und Schrammen auf der Oberfläche.

Bedienung

Das Prädikat "eigenartig", trifft leider nicht nur auf die Wahl des Bildschirms zu, sondern auch auf die Bedienung der Software auf dem Realme Band. Gesteuert wird das Smart Band mit nur einem Touch-Button unter dem Display. Auf einen Touch Screen hat der Hersteller also komplett verzichtet. Leider gibt es auch keine Möglichkeit diesen Button zu sperren. Er ist also immer aktiv, sodass man leicht Fehleingaben produziert. Teils reagiert das Realme Band schon auf Berührungen durch die Kleidung. Immer wieder haben wir so versehentlich das Sport Tracking aktiviert.

Dazu kommt dann auch noch der Umstand, dass die Bedienung allgemein recht umständlich ist. Auf den ersten Blick ist alles zwar recht simpel. Durch einmaliges Berühren des Buttons kann man blättern, längeres Berühren wählt aus oder kehrt eine Ebene zurück. Doch der größte Nachteil macht sich schnell bemerkbar: Bedienungsfehler lassen sich nicht rückgängig machen. Blättert man im Hauptmenü zu weit, muss man einmal das gesamte Menü bis zum Watchface durchlaufen, um dann wieder von vorne in das Menü starten zu können.

Des weiteren sorgt die eigenwillige Bedienung vom Realme Band für weitere unpraktische Nachteile. Um den Nutzer nicht zu sehr damit zu nerven, hat man die Anzahl der Elemente im Hauptmenü limitiert. Effektiv führt das dazu, dass man sich entscheiden muss, auf welchen Funktionsumfang man Zugriff haben möchte. Dies geschieht dann über die Realme Link App, mit welcher man das Realme Band konfiguriert. So muss man sich hier entscheiden, ob man lieber eine Stoppuhr haben möchte, einem die Steuerung der Musikwiedergabe wichtiger ist, oder man doch lieber das Wetter sehen möchte.

Maximal können zwei Funktionen aktiv sein. Hat man also z.B. den Wetterbericht und die Stoppuhr aktiviert, muss man erst eine der beiden Funktionen deaktivieren, bevor man dann z.B. die Steuerung der Musikwiedergabe auf dem Smartphone aktivieren kann. Umständlicher geht es wohl nicht und ein Touch Screen oder ein zweiter Button hätte die Problematik elegant umschifft.

Das gleiche eigenartige Konzept gibt es übrigens auch bei den Fitness Modi. Hier kann man drei Modi auf dem Realme Band hinterlegen, die dann beim Training auf dem Smart Band gestartet werden können. Will man weitere Modi nutzen, muss man auch hier zunächst per Realme Link App einen Modus entfernen, um dann den gewünschten hinzufügen zu können.

Software & Funktionsumfang

Der grundlegendste Zweck des Realme Bands ist es natürlich eine Uhr zu sein. Dafür stehen aktuell fünf Watchfaces bereit, welche aber allesamt eher zweckmäßig statt hübsch anzusehen sind. Je nach gewähltem Watchface sieht man mehr oder weniger Informationen wie den Wochentag, das Datum, den Verbindungsstatus, den Akkustand und den Schrittzähler. Um das Display zu aktivieren hebt man entweder den Arm oder berührt den Touch-Button. In der Realme Link App lässt sich das automatische Aktivieren des Displays beim Anheben des Arms auch sperren. Das geht entweder komplett oder basierend auf einem Zeitraum - z.B. von 21:00 bis 8:00 Uhr.

Wie schon erwähnt gibt es darüber hinaus einige Zusatzfunktionen wie eine einfache Stoppuhr, einen Wetterbericht (aktuell und kommende Tage) oder die Möglichkeit die Musikwiedergabe auf dem Smartphone zu steuern. Auch das verbundene Smartphone kann man über das Realme Band lokalisieren. Aktiviert man die Funktion, wird auf dem Smartphone ein lauter Ton abgespielt. Das funktioniert aber nach unserer Erfahrung nicht immer zuverlässig.

Darüber hinaus finden sich in der Realme Link App noch weitere Funktionen die man auf dem Realme Band aktivieren kann. So gibt es die Möglichkeit sich regelmäßig ans Trinken erinnern zu lassen. Auch eine Bewegungserinnerung ist möglich, wenn man zu lange gesessen hat. Wer keinen überaus tiefen schlaf hat, kann das Realme Band außerdem als Wecker nutzen. Da die Vibration aber nicht sehr stark ausfällt, hat uns das nicht immer erfolgreich aufgeweckt.

Der Wetterbericht auf dem Realme Band

Fitness Tracking

Hinzu kommen dann noch diverse Fitness Features. Permanent aufgezeichnet werden vom Realme Band die getanen Schritte. Diese kann man dann innerhalb der Realme Link App basierend auf einem Balkendiagramm und sortiert nach Tagen und als Zahl auf dem Realme Band ansehen. Auch ein tägliches Schrittziel lässt sich festlegen. In unserem Test hat der Schrittzähler vom Realme Band einigermaßen genau funktioniert. Die Abweichung von anderen Wearables lag im Bereich von +-300 Schritten, was wir als akzeptabel empfinden. Der Schrittzähler lässt sich aber durch entsprechende Handbewegungen leicht austricksen.

Die Herzfrequenz kann ebenfalls erfasst werden. Hierfür befindet sich auf der Unterseite vom Realme Band ein optischer Sensor. Grundlegende Werte lassen sich auf dem Realme Band einsehen, detaillierte Diagramme in der Realme Link App. Über die Realme Link App kann man festlegen, wie oft die Herzfrequenz gemessen werden soll. Da die Auswirkung auf den Akkuverbrauch eher gering ist, haben wir uns hier für die häufigste Messung im 5-Minutentakt entschieden. Im Vergleich mit anderen Fitness Trackern und Smartwatches ist die Messung der Herzfrequenz beim Realme Band jedoch relativ ungenau. Im unteren Bereich scheinen die Werte zwar zu stimmen, doch bei körperlicher Betätigung fallen die erfassten Werte im Vergleich deutlich zu gering aus.

Ein Beispiel: Beim Radfahren (27kg Pedelec ohne Unterstützung) über eine längere Strecke mit ordentlich Steigung, attestieren uns sowohl eine Apple Watch als auch eine Amazfit GTS eine Herzfrequenz im Bereich von 130 bis 140 BPM. Das Realme Band dagegen liegt im Bereich von 110 bis 115 BPM und damit deutlich darunter. Dass ein derart langsamer Puls bei dieser Art von körperlichen Belastung eher unwahrscheinlich ist, sollte klar sein.

Einen Schlaf-Tracker bietet das Realme Band ebenfalls. Dieser funktioniert relativ gut aber nicht hundertprozentig genau. Ziemlich genau erfasst werden der Zeitpunkt des Einschlafens und die gesamte Schlafdauer. Mit den Wachphasen hat das Realme Band aber seine Probleme. Manchmal werden diese gar nicht erst erkannt und gelegentlich auch falsch erkannt. So kommt es manchmal vor, dass nach dem Aufstehen der Schlaf eine Weile als Wachphase weitergezählt wird, was irrsinnigerweise dann auch noch auf die gesamte Schlafdauer angerechnet wird. Interessant ist, dass beim Schlaftracker auch die Herzfrequenzdaten verknüpft werden. Sowohl der Schlaf als auch die Herzfrequenz werden in der Ansicht als Diagramm dargestellt.

Fürs Sport Tracking bietet das Realme Band diverse Modi:

  • Walking
  • Radfahren
  • Workout
  • Kricket
  • Joggen
  • Wandern
  • Bergwandern
  • Yoga
  • Ellipsentrainer

Wie gesagt können nur drei davon auf dem Realme Band hinterlegt werden. Diese drei Modi kann man dann direkt vom Smartband aus starten und aufzeichnen. Erfasst werden dabei die Schritte und die Herzfrequenz, woraus das Realme Band dann die verbrannten Kalorien ableitet. Eine GPS Aufzeichnung ist mit dem Realme Band nicht möglich, da kein GPS verbaut ist. Auch bei verbundenem Smartphone werden keine GPS Daten aufgezeichnet. Will man GPS nutzen, so muss man die Training Session direkt auf dem Smartphone in der Realme Link App starten. Hier stehen dann auch direkt alle unterstützten Sport Modi zur Verfügung.

Benachrichtigungen

Das Realme Band unterstützt das Anzeigen von Benachrichtigungen, Anrufen und SMS Nachrichten die auf dem verbundenen Smartphone eingehen. Dargestellt wird neben dem Icon der zugehörigen App auch ein kurzer Vorschautext, durch welchen man mit dem Home Button scrollen kann. Leider wird immer nur die zuletzt empfangene Benachrichtigung auf dem Realme Band angezeigt. Hat man eine Benachrichtigung weggedrückt, gibt es auch keine Möglichkeit diese auf dem Realme Band erneut zu öffnen. In vielen Fällen ist das Feature also relativ nutzlos, was vor allem dann gilt, wenn mehrere Benachrichtigungen auf einmal eintreffen. Am Ende muss man also wieder das Smartphone aus der Tasche nehmen. In der Realme Link App kann man übrigens festlegen, welche Apps Benachrichtigungen auf das Realme Band pushen können. Auch einen "Nicht Stören" Modus gibt es, welcher basierend auf der Uhrzeit eingestellt werden kann.

Eingehende Nachricht auf dem Realme Band

Realme Link App

Die Realme Link App wird zur Nutzung des Realme Bands zwingend benötigt. Die App findet ihr im Google Play Store. Zur Nutzung der App benötigt man einen Realme Account. Über diesen werden eure aufgezeichneten Daten synchronisiert und bleiben entsprechend bei einem Smartphone Wechsel erhalten. Die Realme Link App und das Realme Band unterstützen diverse Sprachen inklusive Deutsch. Die deutsche Übersetzung ist größtenteils gut und nur wenige Punkte sind etwas eigenartig übersetzt worden - die Startseite wird z.B. "Zuhause" genannt. Die Realme Link App unterstützt die Synchronisierung mit Drittanbieter Diensten. So kann man sein Realme Band z.B. auch mit Google Fit synchronisieren. Das ist derzeit allerdings der einzige Dienst der unterstützt wird. Dass in der Bezeichnung der Funktion jedoch der Plural genutzt wird, lässt darauf hoffen, dass es in Zukunft noch weitere unterstützte Dienste geben wird.

Was die Zuverlässigkeit der Realme Link App angeht, hatten wir im Testzeitraum keine größeren Probleme. Abgestürzt ist uns die App bisher nicht und auch die Synchronisierung verläuft meistens reibungslos. Gelegentlich dauert die Synchronisierung etwas länger, schlägt aber nie fehl. Etwas nervig ist, dass das Realme Band nicht im Hintergrund synchronisiert wird. Man muss dazu zwingend die Realme Link App öffnen, was dann eine neue Synchronisierung anstößt.

Bluetooth Verbindung

Zur Verbindung mit einem Smartphone nutzt das Realme Band Bluetooth 4.2. Bluetooth LE oder Bluetooth 5.0 (LE) wird nicht unterstützt. Mit modernen Smartphones die Bluetooth 5.0 oder 5.1 bieten, kann man das Realme Band natürlich trotzdem nutzen, denn die Standards sind abwärtskompatibel. Die Reichweite vom Realme Band muss sich nicht hinter Konkurrenten verstecken. Die Verbindung zum Smartphone blieb im Test im gesamten Haus bestehen. Lag das Smartphone im mittleren Stockwerk auf dem Schreibtisch, kamen auch im Stockwerk darunter noch Benachrichtigungen an.

Akkulaufzeit

Kapazität (Angabe) 90mAh
Kapazität (Gemessen) Nicht geprüft
WechselbarNein
Fast ChargingNein

Das Realme Band ist mit einem 90mAh Akku ausgestattet. Das ist recht wenig, wenn man bedenkt, dass das hier verbaute LCD Display mit Beleuchtung nicht gerade sparsam ist. Realme traut sich dennoch das Smartband mit einer Laufzeit von 7 bis 10 Tagen zu bewerben. Und zu unserem Erstaunen kommt das sogar hin. Mit permanenter Herzfrequenzmessungen kamen wir mit einer Ladung durch 5 bis 7 Tage, je nachdem wieviele Benachrichtigungen auf dem Realme Band eingingen. 10 Tage sind also durchaus realistisch, wenn man die Benachrichtigungen per App Blacklist reduziert und das Interval der Herzfrequenzmessung absenkt.

Trägt man das Realme Band nicht (z.B. über Nacht), reduziert sich der Akkuverbrauch ebenfalls. Das Wearable erkennt automatisch wenn man es nicht trägt und deaktiviert dann die Herzfrequenz Messung. Eine Schwäche ist allerdings, dass man das Realme Band nicht abschalten kann. Es ist also zwingend permanent aktiv solange der Akku voll ist. Erst ab 3% Ladestand fährt das Realme Band herunter. Zum Einlagern bei längerer Nichtbenutzung ist das suboptimal, da ein derart niedriger Ladestand dem Akku nicht gut tut. Lädt man das Band auf, fährt es automatisch wieder hoch.

Apropos Aufladen: Das geht beim Realme Band relativ schnell - egal ob an einem Netzteil oder am PC. In nur etwas mehr als einer Stunde ist das Wearable komplett aufgeladen. Damit ist es nicht so schlimm, wenn der Akku mal überraschend leer sein sollte.

Realme Band Test - Fazit

Das Realme Band ist ein perfektes Beispiel dafür, dass man als Unternehmen sein Produktportfolio nicht "mal eben so" erweitern kann. Man benötigt entsprechendes Know-How und auch den Willen sich tiefergehende Gedanken um die neuen Produkte zu machen. An beidem scheint es Realme (noch) etwas zu mangeln. Das Realme Band wirkt dadurch wie ein Produkt mit dem man erste Erfahrungen sammeln will, nicht jedoch wie ein fertiges und durchdachtes Gadget.

Der Wearables Markt ist stark umkämpft - und das gilt insbesondere für das Budget Segment in dem das Realme Band mitmischen will. Prinzipiell wäre das Realme Band für seinen Preis von nur 25€ in Europa ein faires Angebot. Die Unzulänglichkeiten bei der Bedienung sowie die zahlreichen Schwächen bei der Erfassung von Fitness Daten, lassen uns jedoch vom Kauf abraten. Das gilt insbesondere deshalb, weil man für dasselbe oder geringfügig mehr Geld schon deutlich bessere Lösungen von andere Herstellern bekommt. Zu nennen sind hier das Mi Band von Xiaomi, das Redmi Band aber auch das Honor Band. In diesem Sinne hoffen wir, dass Realme am Ball bleibt und beim nächsten Mal ein runderes und konkurrenzfähigeres Produkt liefern kann.

Pro

  • Verarbeitung
  • Tragekomfort
  • Guter Verschluss am Armband
  • Wasserdicht
  • Guter Funktionsumfang
  • Gute Akkulaufzeit
  • Kurze Ladedauer
  • Integrierter USB-A Stecker zum Aufladen
  • Gute Bluetooth Reichweite

Contra

  • Umständliche Bedienung
  • Bedienkonzept schränkt Software unnötig ein
  • Herzfrequenz Sensor teils ungenau
  • Schlaftracker teils ungenau
  • Benachrichtigungen eher nutzlos (nur die letzte Benachrichtigung einsehbar)
  • Kein Bluetooth LE
  • Display unter Sonnenlicht nur sehr schwer ablesbar
  • Umständliche Helligkeitsregelung für das Display und keine Automatik
  • LCD Display statt OLED oder transflektives LCD
  • (Noch) eingeschränkte Synchronisierung mit Drittanbieter Diensten

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