Teclast P98 Air Testbericht

Teclast P98 Air Testbericht

Das Teclast P98 Air war und ist eines der ersten Tablets die auf den Allwinner A80T Chipsatz setzen, welcher derzeit einen der leistungsstärksten ARM SoCs für Tablets darstellt. Ich durfte mir das Gerät nun für über eine Woche ansehen, und will meine Erfahrungen nun hier schildern.

Tablet PCs aus Fernost hatten noch vor gar nicht so langer Zeit einen recht schlechten Ruf. Verwunderlich war dies nicht, denn die Entwicklungen in diesem Bereich hinkten denen der Chinaphones lange Zeit hinterher, was sowohl auf die Chipsätze als auch auf die Software und Verarbeitungsqualität zutrifft. Doch während der letzten zwei Jahre gab es hier enorme Fortschritte zu verzeichnen. Die Geräte wurden konstant verbessert und stehen Markengeräten oft in nichts mehr nach. Mittlerweile bekommt man Tablets mit der Verarbeitungsqualität eines iPads und deutlich besserer Ausstattung für einen Bruchteil des Preises den Apple dafür verlangt, was definitiv eine Ansage ist.

Wenn man jemanden fragt, der sich mit der Materie China Tablets auskennt fragt, welcher Chipsatz für Tablets aus Fernost der Beeindruckendste war, dann wird oft die Antwort Allwinner A80T fallen. Zu Recht! Allwinner hat hier ein echtes Leistungswunder geschaffen, welches mühelos mit high-end Chips von Qualcomm mithalten kann und mit 2k Displays, 4k Videos und 4k Aufnahmen fertig wird. Möglich macht dies die Kombination aus A15 und A7 big.LITTLE CPU und einem PowerVR Rogue G6230 Cluster, bestehend aus 64 GPU Kernen. Leider gibt es mit diesem SoC nicht viele Tablets, da er bevorzugt in TV Boxen zum Einsatz kommt. Wer im Moment nach einem Tablet mit dem Allwinner A80T sucht, der hat zwei Möglichkeiten: Das Onda V989 und das Teclast P98 Air. Letzteres werde ich hier nun genau unter die Lupe nehmen.

Teclast P98 Air Review: Unboxing

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Das ist es, was ich eine ehrliche Verpackung nenne! Viele China-Hersteller geben sich ja die größte Mühe der Verpackung nicht anmerken zu lassen, dass es sich hier um ein Gerät aus China handelt. Warum eigentlich? Ich finde, dass es auch ruhig authentisch sein darf, wenn man schon aus China bestellt. Die Box des Teclast P98 Air erfüllt dies ausnahmsweise mal. Im Inneren verstecken sich dann das Tablet, ein Micro USB 3.0 Kabel, ein 2,5A Netzteil und ein OTG Adapter für die Verwendung von USB Peripherie. Ein seltsam anmutendes chinesisches Dokument ist auch vorhanden, welches wohl die Anleitung darstellen soll. Braucht doch eh kein Mensch...

Teclast P98 Air Review: Design & Verarbeitung

Das Onda V989, welches ich auch schon in der Hand hatte, ist ohne jede Frage ein sehr schönes und vor allem gut verarbeitetes Tablet. Doch das Teclast P98 Air setzt dem noch ordentlich eines drauf. Das Design unterscheidet sich nicht nur durch die fehlenden Abrundung zur Rückseite hin, sondern auch durch die auf hochglanz polierten Kanten des Metalls, was für einen sehr schicken Kontrast sorgt. Weiterhin wirkt das Gerät deutlich solider, denn das Metall scheint dicker zu sein, was man auch daran merkt, dass sich das Gerät nicht durchbiegen lässt. Man bekommt fast schon den Eindruck, als könne man mit dem Gerät Einbrecher abwehren. Sehr angenehm ist das Gewicht von 500g, was für ein 9,7" Tablet in meinen Augen perfekt ist. Bei der Dicke mogelt Teclast übrigens, denn diese liegt bei 8mm, während Teclast von 7,4mm spricht. Das trifft allerdings nur auf den Alu-Body zu. Das Display steht etwas darüber hinaus. Wenn wir schon vom Display reden, dann schauen wir uns doch auch gleich einmal diesen Bereich an. 9,7" misst das Panel und verfügt über angenehm schmale Ränder auf der linken und rechten Seite (hochkant betrachtet). Außer einer Frontkamera mit 2 Megapixel findet man hier nichts. Geschützt wird das Display von einer recht dick wirkenden Glasplatte, welche nicht mit dem eigentlichen Panel verklebt ist.

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Werfen wir nun einmal einen Blick um das Teclast P98 Air herum. Hier muss man noch einmal den hochwertigen Aluminium-Body des Geräts hervorheben. Die Rückseite und der Rahmen bestehen hier aus einem Guss, und das mit perfekter Verarbeitungsqualität. Zumindest am mir vorliegenden Testgerät konnte ich nicht die geringste Macke entdecken. Hier befindet sich das P98 Air also auf einem sehr hohen Niveau, welches man absolut mit dem eines iPads gleichsetzen kann (warum nimmt man eigentlich automatisch immer den Apfel für Qualitätsvergleiche?!). Auf der unteren Seite, wieder aus hochkanter Betrachtung, findet man die beiden Stereolautsprecher in den Rahmen eingebettet. Diese Platzierung hat Teclast deutlich besser gewählt, denn beim Onda V989 befinden sich diese auf der Rückseite, was suboptimal beim Betrieb auf z.B. einem Tisch ist. Rechts finden sich dann die Hardwaretasten ein, welche hier aus der Standart-Kombination aus Power und Lautstärke bestehen. Oben folgt dann eine Unterbrechung des Metallgehäuses aus Kunststoff, unter der sich die WLAN und Bluetooth Antennen verbergen, sowie die Anschlüsse und ein Mikrofon eingebettet sind. Zu den Anschlüssen gehören hier ein Micro HDMI Anschluss, ein Kopfhöreranschluss und ein USB 3.0 Anschluss, welcher auch mit Micro USB Kabeln kompatibel ist. Weiterhin gibt es hier auch noch einen Micro SD Einschub der Karten mit einer Kapazität von bis zu 128GB unterstützt.

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Die Rückseite wird dann von einem Teclast Logo und natürlich der Kamera dominiert, welche hier sogar über einen LED Blitz verfügt.

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Kommen wir abschließend noch zur Verarbeitungsqualität. Das Thema habe ich ja vorhin schon angekratzt, möchte aber dennoch abermals betonen, dass sich das Teclast P98 Air hier auf einem verdammt hohen Niveau befindet, das man für diesen Preis absolut nicht erwarten würde. Es gibt hier einfach keine Kritikpunkte egal wie lange man sucht. Die Front aus echtem Glas, der Body fast komplett aus massivem Aluminium, keine wackelnden Tasten, kein Knarzen und keine Verarbeitungsfehler - was bitteschön will man mehr? Richtig, ordentliche innere Werte! Und genau damit geht es jetzt weiter.

Teclast P98 Air Review: Display

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Während der kurzen Zeit die ich im vergangenen Jahr das Onda V989 hatte (warum nur kurz, das erkläre ich später noch), fiel mir ein Punkt negativ auf: Das Display war nicht hell genug. Am Tag war sie selbst im Haus auffallend dunkel, und spätestens im Outdoor Betrieb gab es dann erhebliche Schwierigkeiten. Dies bestätigen auch viele Testberichte im Netz. Hier hat das Teclast P98 Air eindeutig die Nase vorne, denn tagsüber im Haus reicht selbst die niedrigste Einstellung vollends aus, und auch unter Sonnenlicht ist die Ablesbarkeit in keiner Weise eingeschränkt, sofern man die Helligkeit ausreichend nach oben regelt. Natürlich geht eine hellere Beleuchtung auf den Akku, aber diesen Nachteil will man gerne eingehen, wenn man im Freien unterwegs ist. Das ist übrigens auch der Grund, warum viele angeben, dass der Akku beim Teclast nicht so lange hält wie beim Onda.

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Auch beim Rest des Displays habe ich (bis auf das fehlende OGS) absolut keine Kritikpunkte. Die Farbbrillanz des Panels ist beachtlich und befindet sich auf einem etwas wärmeren Level, was vielen zusagen dürfte. Auch der Kontrast ist so ziemlich perfekt. Über die Schärfe der Darstellung muss ich denke ich nicht viel erzählen, denn wir haben es hier mit 2k Auflösung 2.048 x 1.536 zu tun. Da sieht man bei normalem Abstand einfach keine Pixel mehr, Punkt, Ende, Aus!

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Sehr gut gefallen hat mir auch der Touchscreen. Überraschend präzise, empfindlich und ohne großen Input Lag präsentiert sich dieser, perfekt also um auch einmal längere Texte mit dem On-Screen Keyboard zu schreiben. Nur mal so nebenbei: Diesen Testbericht schreibe ich gerade auf dem Tablet. Textverarbeitung ist hier also auch ohne externe Tastatur kein Problem. Ihr merkt schon, wie beim Design habe ich auch hier nichts auszusetzen und da fragt man sich: Warum denn nicht immer so? Es scheint ja zu gehen, auch ohne Teuer.

Teclast P98 Air Review: Hardware, Performance, Software

So liebe Freunde, jetzt kommen wir zu einem ganz wichtigen Thema. Einem Thema, das mir zu Beginn den Schaum in die Mundwinkel getrieben hat. Zunächst einmal möchte ich eine versprochene Erklärung abgeben: Warum habe ich damals das Onda V989 wieder zurück nach China gehen lassen ohne ein Review zu machen? Nun, das Teil war schlichtweg unbenutzbar. Der Grund dafür: Allwinner macht zwar verdammt geile Chips zu einem kleinen Preis, kann allerdings Software nicht so gut. Leider hat Onda das nicht sonderlich interessiert, und so wurde trotz der miesen Software von Allwinner nicht viel optimiert. Das Resultat: Abstürze, Inkompatibilitäts-Probleme und eine verdammt miese Performance, welcher eher an einen hoffnungslos überforderten Dual-Core SoC erinnert hat, als an das Monster, welches hier in der Realität verbaut ist. Ein Hauptgrund des Tests des Teclast P98 Air: Dem Allwinner A80T noch einmal ein Chance geben.

Und jetzt schocke ich euch einmal: Als ich das Teclast P98 Air in Betrieb nam, wurde ich mit genau den selben Problemen wie damals beim Onda V989 konfrontiert. Diesmal gab es allerdings einen Unterschied: Ich habe das Teil kostenlos bekommen, und habe musste nicht mein eigenes Budget dafür aufwenden. Das ändert zwar für das Review absolut gar nichts (was wohl selbstverständlich sein sollte), wohl aber an meiner Bereitschaft zu “fummeln”. Ich wusste bereits, dass sowohl Onda als auch die Community um das V989 selbiges Gerät mittlerweile dazu gebracht haben, rund zu laufen. Da sich die Tablets nicht großartig unterscheiden habe ich mich an eine Premiere gewagt: Das Entwickeln eines eigenen Custom ROMs. Und was soll ich sagen: Nach vielen Stunden und noch mehr Bastelei habe ich es geschafft, das Teclast P98 Air läuft (fast) perfekt. Das “fast” bezieht sich auf ein paar unlösbare Probleme. Dazu gehört zum einen die Inkompatibilität mit dem Spiel Asphalt 8, und zum anderen ein Fehler im Chip, welcher beim Ausführen von manchen Multicore-Benchmarks bei geringem Akkustand zum Abschalten des Tablets durch Strommangel führt. Dies passiert aber im Praxiseinsatz nicht, weshalb man die Probleme vernachlässigen kann.

Mit dem von mir gebauten Custom ROM läuft das Teclast P98 Air einfach nur genial, und genauso flüssig wie es Android Tablets mit Intel SoC tun. Da ruckelt nichts mehr, selbst riesige Webseiten können flüssig gescrollt und gezoomt werden und die Performance beim Spielen ist einfach nur ein Traum. Multitasking macht dank den 2GB RAM ebenfalls Spaß, wobei 3GB natürlich nochmal etwas mehr Freiraum gegeben hätten. Auch für Apps gibt es reichlich Platz, denn hier habe ich im eigenen ROM 8GB der 32GB für Apps zugewiesen. Mit dem Stock ROM hat man nur 2GB zur Verfügung, von denen die Hälfte schon durch massig Bloatware belegt ist. Besonders deutlich wird die Überlegenheit des Teclast P98 Air gegenüber den meisten anderen China Tabs, wenn es an das Abspielen von hochauflösenden Filmen geht. Egal ob YouTube Videos oder von der SD Karte: 2k und 4k Videos werden absolut problemlos, flüssig und ohne Micro Ruckler abgespielt. Durch die entsprechende Auflösung des Displays macht das natürlich einen enormen Spaß, aber auch der Verwendung als TV Box steht nichts im Wege. Die mitgelieferte Software zum Abspielen von 4k Videos unterstützt sogar 3D Dateien, welche dann über einen kompatiblen Fernseher abgespielt werden können. Ein echter Multimedia-Bolide.

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Im Endeffekt haben wir es hier also mit einem der leistungsfähigsten Android Tablets zu tun, und damit auch mit einem Tablet, welches eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse am Markt bietet. Zunichte gemacht wird dieser Vorteil nur dadurch, dass sowohl Allwinner als auch Teclast es mit der Software vergeigt haben. Aber wozu gibt es Community? Und nur mal so by the way: Teclast und Allwinner bessern sich in dieser Hinsicht gerade. Die letzte offizielle Firmware Version lief z.B. schon sehr gut, und ein Android 5.0 Lollipop ROM soll auch bald folgen, welches eventuell alle Probleme beheben könnte. Dazu werde ich euch selbstverständlich auf dem Laufenden halten.

Abschließend noch zur Firmware selbst. Wie schon gesagt, gibt es hier eine ganze Menge Bloatware. Leider ist da nichts nützliches dabei, da die ganzen Apps auf Chinesisch sind. Zum Glück lässt sich der Großteil dieser Apps einfach ohne Root deinstallieren, sodas dies kein Problem darstellt. Auch den Stock Launcher, welche etwas an den von iOS erinnert, sollte man möglichst schnell los werden. Er braucht unnötig viel RAM, ist nicht gerade performant und zudem scheint er auch ein bisschen buggy zu sein. Wer an den Google Now Launcher denkt: Dieser läuft auf dem Tab leider nicht. Hier muss man also zu Alternativen greifen. Ansonsten habe ich nicht viel zu meckern. Die UI erinnert seit der letzten Version etwas an MIUI V5 auf dem MiPad, und es gibt ein paar nützliche Funktionen wie Double-Tap to wake, variable Anpassung der Helligkeit an den Bildschirminhalt, automatisch Farboptimierung und sogar Smart Pause für Videos, eine Funktion, welche der Allwinner A80T hardwareseitig Unterstützt.

Teclast P98 Air Review: Wi-Fi & Hi-Fi

Da es bezüglich der Wireless Standards über das Teclast P98 Air nicht viel zu berichten gibt, fasse ich die beiden “Fi’s” diesmal in einem Abschnitt zusammen. Wir starten einmal mit “ratsch ratsch ratsch…”, das Glücksrad hat entschieden: Wi-Fi! Unterstützt werden an Wireless Standards das gute alte WLAN 802.11b/g/n und natürlich Bluetooth 4.0. 3G wird zwar auch unterstützt, allerdings nur über einen externen Dongle. Ich habe hier einen ZTE Surf Stick von 1&1 liegen (Modell: MF110), welcher problemlos erkannt wird und über den ich auch surfen kann. Ansonsten bleibt einem nur der Zugriff per WLAN, was ja auch unterwegs dank der Möglichkeit das Smartphone als Access Point zu verwenden kein Problem ist. Doch wie sieht es hier mit der Signalstärke aus? Nun, als “grottig” würde ich die Empfangsleistung nicht bezeichnen, perfekt ist aber auch anders. Irgendwie nimmt die Signalstärke recht schnell ab, bewegt sich aber noch in einem akzeptablen Rahmen. Im großen und ganzen will ich hier in Anbetracht des Preises einmal nicht großartig meckern, aber dennoch erwähnen, dass so mancher hier Probleme haben könnte, sofern er im trauten Heim unter chronischer Signalknappheit leidet. Bleibt noch etwas über das Bluetooth zu sagen. Nun, wofür verwendet man diesen Übertragungsstandard auf einem tablet? Wohl für externe Lautsprecher. Genau das ist es auch, was ich mit dem Gerät getestet habe. Ja, es funktioniert einwandfrei und ohne Störungen. Ca. 10 Meter kann man sich vom Lautsprecher entfernen, dann treten die ersten Störungen auf. Kein Top-Wert, aber absolut in Ordnung. Auch mit Bluetooth LE Geräten scheint das Teclast P98 Air keine Schwierigkeiten zu haben, wie ein Test mit der WeLoop Tommy Smartwatch gezeigt hat.

Nächstes Thema: Audioqualität. Kommen wir zunächst einmal zu den internen Lautsprechern. Und ich muss sagen: Oh mein Gott! Definitiv eines der besten Tablets die ich bisher hatte, was die Audioqualität betrifft. Beim Onda V989 ist der Ton recht leise und flach, was hier überhaupt nicht der Fall ist. Die Lautsprecher im Teclast P98 Air sind enorm laut, übersteuern aber trotzdem nicht. Die Basswiedergabe ist ebenfalls für solch ein dünnes Gerät beachtlich. Hier gibt es absolut nichts auszusetzen. Überraschend war das Ergebnis deswegen, weil man durch den verminderten Platz bei Lautsprechern im Rahmen kein solches Ergebnis erwarten würde. Geht man rein nach der Logik, dann sollte eigentlich das Onda V989 besser klingen. Und wie sieht es mit der Audioqualität über den Klinkenanschluss aus? Nun, hier war ich als erstes erschrocken, denn als ich meine Xiaomi Pistons angeschlossen habe, bekam ich nur einen sehr verzerrten Ton zu hören, sodass mein erster Tipp eine defekte Klinken-Buchse war. Dem ist aber nicht so, denn mit meiner Teufel Anlage und Jiayu Kopfhörern gibt es keinerlei Probleme. Hier scheint also irgend eine Art von Kompatibilitätsproblem vorzuliegen. An den Geräten, mit denen das Teclast Tab funktionierte, konnte ich dann auch eine sehr gute Audioqualität genießen. Allwinner scheint hier eine recht gute Audiolösung im SoC zu integrieren, denn der Klang ist überraschend ausgewogen, mit fast perfekt abgestimmten Tiefen, Mitten und Höhen. Zu meckern habe ich hier nichts, bis auf den Umstand, dass meine geliebten Pistons, warum auch immer, den Dienst verweigern.

Teclast P98 Air Review: Kamera

Einer der Kriterien, welche das Teclast P98 Air zumindest auf dem Papier extrem interessant machen, sind die Daten der Kamera. Zwar werden hier nur 2 Megapixel auf der Front verbaut, was wenn wir einmal ehrlich sind auch absolut ausreichend ist, auf der Rückseite sind es allerdings satte 13 Megapixel mitsamt LED Blitz UND der Unterstützung für die Aufnahme von 4k Videos. Vor allem Letzteres ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Zu viel sollte man dennoch nicht erwarten, denn die Qualität der Kamera entspricht letztendlich nur der einer typischen Tablet-Kamera. Keine hohe Tiefenschärfe, nicht viele Details, eine Farbwiedergabe die man als “so lala” bezeichnen kann, und eine sehr schlechte Performance was Dunkelheit betrifft. Der LED Blitz ist - wen wundert’s - nicht mehr als eine Notbeleuchtung. Bei der Aufnahme von 4k Videos ändert sich die Qualität dann auch nicht sonderlich. Letztlich ist es also die perfekte Webcam, das war es dann aber auch schon. Und wen interessiert es? Wohl die wenigsten. Keiner kann mir erzählen, dass er ernsthaft ein 9,7” großes Tablet als Kamera verwendet. Von mir aus könnten die Hersteller die Rückkamera auch gleich komplett weg lassen, und stattdessen das Gerät etwas billiger machen. Eure Meinung explizit hierzu würde mich übrigens einmal ganz brennend interessieren. Die Kommentare stehen euch offen. ;)

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Teclast P98 Air Review: Akku

Vorhin habe ich schon einmal erwähnt, dass die Akkulaufzeit des Teclast P98 Air nicht berauschend sein soll. Ich muss dazu aber sagen, dass dies definitiv Ansichtssache ist, und auch von den eigenen Ansprüchen abhängt. 8.000mAh gibt es hier, was eigentlich ganz schön viel ist. Der Allwinner A80T ist aber auch ein extrem leistungsfähiger Prozessor, und das braucht viel Strom. Mit der Stock Firmware hat man in der aktuellsten Version zwei Modus zur Verfügung. Einen normalen Modus, in dem die big.LITTLE Architektur so genutzt wird wie vorgesehen. Hier hält der Akku mit 9 bis 10 Stunden beim Surfen am längsten. Allerdings ist hier auch die Performance nicht ganz so gut, da Allwinner noch erhebliche Probleme mit der Verwaltung der big.LITTLE Architektur hat. Abhilfe schafft hier der “Speed Mode”. Hier wird die big.LITTLE Architektur quasi umgedreht. Die leistungsstarken A15 Kerne des Prozessors werden für alle Aufgaben verwendet, und die A7 Kerne kommen nur zum Einsatz, wenn die A15 Kerne ausgereizt sind. Das bringt einiges an Performance, aber braucht auch mehr Akku. Ca. 6 bis 7 Stunden kann man hier im Netz surfen.

Doch da die Stock Firmware immer noch zu "hackelig" läuft, und die meisten von euch mein Custom ROM einsetzen werden, ist es auch wichtig über diese Software zu reden. Ich biete hier ein Basis-ROM ohne viele Mods an, mit dem ihr auf die selben 9-10 Stunden beim Surfen im normalen Modus kommt, und ca. 6 Stunden im “Speed Mode”. Dann biete ich aber noch ein Paket an, welches zusätzlich geflasht werden kann. Mit diesem “Turbo-Boost-Mod” holt ihr das Maximum aus dem Allwinner A80T heraus, womit ihr im Praxiseinsatz fast die Geschwindigkeit eines aktuellen Netbooks erreicht. Dies braucht allerdings auch den meisten Strom. 5 Stunden könnt ihr damit surfen, dann ist Schicht im Schacht. Das Aufladen des Akkus mit dem mitgelieferten Netzteil dauert dann 3,5 bis 4 Stunden, je nachdem wie weit ihr den Akku entladen habt. 

Ich persönlich verwende das Tablet derzeit im Alltag mit dem Turbo-Boost-Mod. Da ich das Gerät nicht durchgehende verwende, reicht mir das auch für einen Arbeitstag. Will ich am Abend dann aber noch einen Film ansehen, etwas Surfen der Spielen, dann muss das Tablet definitiv ans Netzteil. Grundsätzlich muss hier also jeder selbst herausfinden, welcher Betriebsmodus der Richtige ist, oder ob das Tablet überhaupt das Richtige ist.

Teclast P98 Air Review: Fazit

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Eines muss man definitiv sagen: Das Teclast P98 Air ist eines der besten China Tablets die es im Moment gibt, und hat definitiv auch eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse zu bieten. Es ist einfach beachtlich, welche Qualität und Rechenleistung man hier für einen Preis von unter 200€ geboten bekommt. Ebenso muss man aber sagen, dass das Teclast P98 Air definitiv nicht für jeden etwas ist, noch nicht! Derzeit ist das Gerät ohne Anpassungen einfach nicht benutzbar und sein Geld nicht wert. Man muss also zwingend bereit sein zu basteln. Dafür wird man dann aber auch dementsprechend belohnt. Letztlich muss das jeder für sich selber entscheiden. Ich gebe deshalb eine eingeschränkte Kaufempfehlung. Wer eines der leistungsstärksten Android Tablets haben will, kein Windows braucht und auch bereit ist zu basteln, der greife hier definitiv zu. Auch wer zwischen dem Onda V989 und dem Teclast P98 Air schwankt, dem rate ich trotz der kleineren Community zum Teclast. Das Display, die Verarbeitung, die Audioqualität - all das ist diesen Kompromiss wert. Wer allerdings einfach nur ein China Tablet will das läuft, dem rate ich weiterhin zum Cube Talk 9X, welches mich ebenfalls stark beeindrucken konnte, und es auch weiterhin tut.

Abschließend geht noch ein großer Dank an Tinydeal für das Testgerät. Hier bekommt ihr das Teclast P98 Air im Moment für ca. 222 US Dollar. könnt aber mit dem Gutscheincode “P9819OFF” noch einmal 18% Rabatt abstauben (gültig bis zum 31.01.2015).

 

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