Der chinesische Smartphone Hersteller Oppo setzt offenbar die Zusammenlegung seiner Marke mit anderen ehemaligen Mitgliedern der BBK Gruppe fort. Nachdem bereits OnePlus im Jahr 2021 stärker in den Konzern integriert wurde, folgt nun der Schritt für Realme. Berichten zufolge gibt die Marke ihre Eigenständigkeit auf und wird künftig als direkte Submarke von Oppo geführt. Die Strukturen innerhalb des Konglomerats, das ehemals unter der Holding BBK Electronics zusammen mit Vivo agierte, werden gestrafft.
Aktuelle Berichte aus China, die sich unter anderem auf interne Quellen und den bekannten Leaker Digital Chat Station stützen, sprechen von einer Eingliederung Realme's als Untermarke von Oppo. Damit gleicht sich der Status von Realme dem von OnePlus an. Beide Hersteller fungieren fortan als duale Untermarken, während Oppo als strategische Hauptmarke die Führung übernimmt. Eine offizielle Bestätigung des Vorgangs seitens Realme und Oppo steht allerdings noch aus.
Ziel dieser Maßnahme ist eine effizientere Nutzung von Ressourcen und eine bessere Synergie zwischen den einzelnen Abteilungen. Durch die Zusammenlegung sollen Entwicklung, Produktion und Lieferketten optimiert werden. Oppo verspricht sich davon eine gestärkte Position im globalen Wettbewerb und eine klarere Abgrenzung der Zielgruppen zwischen den drei Marken.
Die operative Führung wird angeblich ebenfalls neu geordnet. Sky Li, der Gründer und CEO von Realme, übernimmt laut den Berichten die Verantwortung für das gesamte Submarken Geschäft von Oppo. Dies deutet auf eine gewichtige Rolle innerhalb des neuen Gefüges hin. Li Jie verbleibt in seiner Position als Präsident von OnePlus China. Die Unternehmen betonen, dass trotz der strukturellen Zusammenlegung eine Differenzierung der Produkte und Marketingstrategien beibehalten werden soll.
Für Endkunden dürfte die spürbarste Veränderung im Servicebereich liegen. Realme wird laut den Berichten vollständig in das bestehende After Sales Netzwerk von Oppo integriert. Dies bedeutet, dass Besitzer von Realme Smartphones künftig Zugriff auf die Serviceinfrastruktur des Mutterkonzerns haben. In China umfasst dieses Netzwerk über 5000 Standorte. Ob und wie schnell diese Zusammenlegung des Supports in internationalen Märkten wie Europa umgesetzt wird, ist derzeit noch nicht detailliert kommuniziert. Im Falle von OnePlus hatten sich hier keine größeren Änderungen ergeben, das Oppo beispielsweise den deutschen Markt derzeit weiterhin nicht direkt bedient, OnePlus hingegen schon.
Auf die kurzfristige Produktplanung hat die interne Umstrukturierung laut den Berichten keine Auswirkungen. Alle angekündigten Geräte, wie etwa die kommende Realme Neo Serie, sollen wie geplant erscheinen. Die Positionierung von Realme als Marke für preisbewusste Käufer und jüngere Zielgruppen bleibt nach aktuellen Informationen ebenfalls unangetastet.
Der Schritt markiert eine Rückkehr zu den Ursprüngen der Marke. Realme startete im Mai 2018 zunächst als Untermarke von Oppo, bevor das Unternehmen noch im selben Jahr ausgegliedert wurde und als eigenständiger Akteur auftrat. In den vergangenen Jahren konnte Realme signifikante Marktanteile gewinnen. Mit der Reintegration folgt das Unternehmen dem Weg von OnePlus und beendet die Phase der formellen Unabhängigkeit, um im Verbund der Oplus Gruppe (Oppo, OnePlus, Realme) effizienter zu agieren.
Die offizielle Bestätigung seitens der Pressestellen der Unternehmen steht noch aus, jedoch haben offizielle Flagship Stores in China die Änderung auf Nachfrage von Medienvertretern bereits bestätigt.
Quellen
Digital Chat Station | ITHome | Leiphone
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