Oppo hat seine Teaser Kampagne zur Find X10 Serie in den vergangenen Tagen deutlich intensiviert. Über den offiziellen Weibo Account des Produktmanagers Zhuo Shijie sowie den Haupt Account der Marke sind zwischen dem 7. und 10. September zahlreiche Details zu Kamera, Akku und Design von Find X10 und Find X10 Pro Max veröffentlicht worden, parallel dazu hat Oppo die Vorbestellung in China gestartet. Anders als bei den meisten bisherigen Gerüchten zur Serie handelt es sich hierbei größtenteils um Angaben direkt vom Hersteller, auch wenn ein fester Termin für die Vorstellung in China weiterhin fehlt.
Ergänzt wird das Bild durch den Leaker Yogesh Brar, der auf X einen vorläufigen Termin sowie eine grobe Preisspanne für den globalen Launch in Indien genannt hat. Diese Angaben stammen nicht von Oppo selbst und sind entsprechend als Gerücht zu behandeln.
Im Zentrum der neuen Ankündigungen steht eine gemeinsam mit Hasselblad entwickelte Kamera mit besonders hoher Bildschärfe. Laut Zhuo Shijie soll sie für schärfere Bilder, genauere Farben und realistischeres Licht sorgen, ohne künstlich wirkende Texturen oder Hautstrukturen zu erzeugen.
Das Find X10 Pro Max erhält dafür nach Angaben des Herstellers als einziges Gerät der Branche eine gemeinsam mit Hasselblad entwickelte Triple Kamera aus drei 200MP Sensoren. Die Hauptkamera arbeitet mit Blende f/1.5, CIPA 6.5 Bildstabilisierung und dank der hauseigenen DeepPix Technologie laut Datenblatt mit einem Dynamikumfang von bis zu 17EV. Die Ultraweitwinkelkamera deckt ein Sichtfeld von 124 Grad bei Blende f/2.2 ab und soll laut Hersteller 102 Prozent mehr Licht einfangen als die entsprechende Kamera im Find X9 Pro. Die dritte Kamera ist ein Periskop Teleobjektiv mit Blende f/2.1 und CIPA 7.5 Stabilisierung.
Weiteren, bislang nicht von Oppo selbst bestätigten Berichten zufolge kommt für Haupt- und Telekamera jeweils ein 1/1,56 Zoll großer Samsung Sensor vom Typ HP5 zum Einsatz, für die Hauptkamera soll es sich laut Andeutungen von Samsung um den erst kürzlich vorgestellten 1/1,3 Zoll Sensor ISOCELL HPC handeln, über dessen möglichen Einsatz im Find X10 Pro bereits im Zusammenhang mit einem früheren DCS Leak berichtet wurde.
Beim Find X10 bringt Oppo erstmals ein Doppel 200MP Kamerasetup in eine Standardversion der Find Serie. Die Hauptkamera nutzt Blende f/1.6 und einen großen Sensor bei CIPA 6.0 Stabilisierung, die laut Hersteller die stärkste in dieser Geräteklasse sei. Die Telekamera kommt mit Blende f/2.6, laut Oppo dem größten Sensor sowie der besten Stabilisierung mit CIPA 7.0 unter den diesjährigen Standard Flaggschiffen.
Beide Modelle teilen sich zudem die zweite Generation des sogenannten Danxia Multispektralsensor, benannt nach den bekannten bunten Gesteinsformationen in China. Sie arbeitet laut Hersteller mit 24 Abtastkanälen und einem Dynamikumfang von 15EV, um Umgebungslicht und Farben präziser zu erfassen. Für das Find X10 nennt Oppo zusätzlich eine um 43 Prozent gesteigerte Lichtempfindlichkeit gegenüber der Vorgängerlösung, die sowohl bei Fotos als auch bei Live Photos und Videos greifen soll. Ergänzt wird das System durch die sogenannte LUMO Engine für Licht und Schatten, die laut Hersteller natürliche Helligkeitsverhältnisse über die gesamte Aufnahmekette erhalten soll, damit Gesichter nicht zu dunkel geraten und Kontraste nicht kippen.
Beim Find X10 Pro Max positioniert Oppo das Gerät ausdrücklich auch als Werkzeug für professionelle Videoproduktionen. Alle drei Brennweiten unterstützen laut Hersteller den sogenannten OpenGate Modus, bei dem der komplette Sensor ausgelesen wird und ein 4:3 Bild entsteht, das in der Postproduktion mehr Spielraum für den Bildausschnitt lässt. Zusätzlich hat Oppo nach eigenen Angaben eine native Integration in die App Blackmagic Camera umgesetzt, über die sich O-Log2 und OpenGate direkt ansteuern lassen. Laut Hersteller ist das Find X10 Pro Max zudem das erste Android Gerät, das innerhalb der Blackmagic Camera App Videoaufnahmen im Dolby Vision Format unterstützt.
Für die Erweiterung der Hardware kündigt Oppo eine Zusammenarbeit mit dem Zubehörhersteller Tilta an. Ein komplettes Käfigsystem soll unter anderem Filterhalterungen, einen manuellen Fokusregler, einen magnetisch angebrachten Kühlventilator sowie den Anschluss externer Festplatten ermöglichen, dazu ist das System mit dem separat erhältlichen Hasselblad Telekonverter kompatibel. Als Referenz nennt Oppo den Dozenten Chang Le von der Pekinger Filmhochschule, der das Gerät für einen Kurzfilmdreh genutzt und sich laut Mitteilung zuversichtlich gezeigt habe, damit sogar kinotaugliche lange Einstellungen umsetzen zu können. Ergänzend nennt Oppo eine durchgehende Aufnahmedauer von bis zu sechs Stunden bei 4k und 60 Bildern pro Sekunde sowie 8k Video über alle drei Brennweiten hinweg.
Sowohl das Oppo Find X10 als auch das Find X10 Pro Max erhalten laut Hersteller einen 8.000mAh Akku, den der Hersteller als "Glacier Akku" bezeichnet und dem eine Haltbarkeit von rund fünf Jahren zugeschrieben wird. Diese Angabe bezieht sich laut den begleitenden Fußnoten im Bildmaterial auf Labormessungen bei 25°C mit einem vollständigen Ladezyklus alle 1,2 Tage, hochgerechnet auf 1.500 Zyklen bei mindestens 80 Prozent verbleibender Kapazität. Oppo weist selbst darauf hin, dass es sich dabei um einen rechnerischen Schwellenwert und keine Qualitätsgarantie handelt und dass die tatsächliche Laufzeit und Lebensdauer je nach Nutzung und Umgebung abweichen kann.
Beim Design hebt Oppo vor allem die auf 0,99mm reduzierten Bildschirmränder des Find X10 hervor, die laut Hersteller erstmals bei einem Find Modell unter die Marke von einem Millimeter fallen. Zum Vergleich nennt Oppo 1,15mm beim Vorgänger Find X9 und 1,45mm beim Find X8. Möglich wird die dünnere und laut Teasern auf allen vier Seiten gleichmäßige Randbreite durch ein neues Verfahren zur Verkapselung.
Parallel zu den technischen Details hat Oppo über den Haupt-Account die Vorbestellung bzw. Registrierung für die Find X10 Serie in China gestartet. Wer sich jetzt registriert, erhält laut der Mitteilung eine sogenannte dreifache Absicherung im Wert von umgerechnet rund 72 Euro (557 Yuan), eine exklusive Geschenkbox zum Marktstart, eine 24 monatige zinsfreie Ratenzahlung sowie beim Eintausch eines Altgeräts einen Rabatt von bis zu umgerechnet rund 180 Euro (1400 Yuan).
Einen konkreten Termin für die Vorstellung in China nennt Oppo in den bisherigen Beiträgen nicht, mehrere internationale Berichte gehen aber davon aus, dass der Launch noch im September erfolgen könnte, möglicherweise zwischen die für den 21. September angesetzte Vorstellung der Vivo X500 Serie und die für den 17. September erwartete Vorstellung von ColorOS 17.
Zum Prozessor äußert sich Oppo in den aktuellen Beiträgen nicht. Bisherigen, unbestätigten Leaks zufolge soll im Find X10 Pro Max ein im 2nm Verfahren gefertigter Dimensity 9600 Pro von Mediatek stecken, kombiniert mit einem 6,78 Zoll großen LTPO OLED Display mit 2K Auflösung und 144Hz Bildwiederholrate. Als Software wird ColorOS 17 auf Basis von Android 17 erwartet. Mehrere Berichte erwähnen zudem ein drittes, bislang nicht näher spezifiziertes Modell namens Oppo Find X10E, zu dem weder Oppo noch die bisherigen Leaks konkrete Daten liefern.
Zum globalen Marktstart hat sich Oppo bisher ebenfalls nicht offiziell geäußert. Der Leaker Yogesh Brar nennt für Indien einen vorläufigen Termin am 28. Oktober sowie eine Preisspanne von 90.000 bis 150.000 indischen Rupien, umgerechnet etwa 960 bis 1.600 Euro. Auch diese Angaben sind bislang unbestätigt und sollten als Gerücht behandelt werden. Für Europa liegen aktuell keine vergleichbaren Hinweise vor. Wer sich für die Serie interessiert, sollte in den kommenden Tagen mit weiteren Teasern und eventuell auch Leaks rechnen, bevor Oppo einen finalen Termin nennt.
Quelle(n): Oppo | Oppo | Yogesh Brar
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