Neben dem Honor Magic 8 Pro, dem aktuellen Honor Flaggschiff mit Snapdragon 8 Elite Gen 5, hat Honor mit dem Magic 8 Pro Air eine deutlich kompaktere Variante im Portfolio. Das Gerät kommt mit einem 6,31" Display und misst gerade einmal 6,1mm in der Dicke. Anstelle des Qualcomm Chips aus dem großen Modell setzt Honor hier auf den Mediatek Dimensity 9500. Was nach einem Kompromissgerät klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als beachtlich ausgestattetes Smartphone, das sich klar gegen das iPhone Air positioniert und diesem bei Ausstattung und Preis wenig Spielraum lässt.
Das Honor Magic 8 Pro Air erschien im Januar 2026 zunächst exklusiv für den chinesischen Markt und ist bislang nicht offiziell in Europa erhältlich. Ein Import ist jedoch problemlos möglich: Das Gerät unterstützt die relevanten Mobilfunkfrequenzen für Europa einschließlich Deutschland, und auch die chinesische MagicOS 10 Firmware lässt sich mit wenigen Einschränkungen im Alltag nutzen. Unser Testgerät wurde von TradingShenzhen geliefert, wo es derzeit ab 707€ erhältlich ist*. Zur Wahl stehen die Farben Weiß, Schwarz, Lila und Orange sowie drei Speicherkonfigurationen: 12+256GB, 16+512GB und 16GB+1TB.
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Ausstattung des Magic 8 Pro Air im Überblick
Das Honor Magic 8 Pro Air bietet trotz seiner kompakten Abmessungen von 150,5 x 71,9 x 6,1mm und einem Gewicht von rund 155g eine vollwertige Flaggschiff-Ausstattung. Das 6,31" OLED Display löst mit 2640x1216 Pixeln auf, deckt den DCI-P3 Farbraum ab und erreicht eine Spitzenhelligkeit von 6000 Nits. Als Prozessor kommt wie erwähnt der Mediatek Dimensity 9500 zum Einsatz, ein Octacore-SoC mit einem Prime-Kern bei 4,21GHz, ergänzt durch drei Kerne bei 3,5GHz und vier Effizienzkernen bei 2,7GHz. Für die Grafik ist die Mali G1-Ultra MC12 zuständig. Das Betriebssystem ist MagicOS 10, basierend auf Android 16.
Beim Kamerasystem liefert Honor eine für diesen Formfaktor ungewöhnlich üppige Konfiguration. Auf der Rückseite sitzen drei Linsen: ein 50MP Hauptsensor mit 1/1,3" großem Bildsensor, f/1.6 Blende und OIS, eine 50MP Ultraweitwinkelkamera mit 112° Bildwinkel und Makrofähigkeit bis 2,5cm sowie eine 64MP Periskop-Telefotokamera mit 3,2-fachem optischen Zoom, f/2.6 Blende und OIS. Videos nimmt das Gerät in bis zu 4K mit 60fps auf. Auch die Frontkamera löst mit 50MP auf und unterstützt 4K Video. Für ein so dünnes Smartphone ist diese Kameraausstattung bemerkenswert. Zum Vergleich: Beim teureren iPhone Air gibt es nur eine einzelne Kamera.
Der Akku fasst 5.500mAh und unterstützt kabelgebundenes Laden mit 80W sowie kabelloses Laden mit 50W inklusive Reverse Wireless Charging. Das Gerät ist nach IP68 und IP69 zertifiziert. Weitere Highlights sind Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0 mit LHDC 5.0 und aptX HD, NFC, Stereo-Lautsprecher, ein dedizierter AI-Knopf an der Seite sowie Dual-SIM über zwei Nano-SIM Slots. Einen Kopfhöreranschluss gibt es nicht, lediglich USB-C (USB 2.0).
Honor Magic 8 Pro Air Lieferumfang
Das Honor Magic 8 Pro Air kommt in einer schlichten silbernen Box mit einfachem Produktschriftzug, ohne Abbildung des Geräts auf der Verpackung. Im Inneren befindet sich ein Innenkarton mit SIM Nadel, Kurzanleitung und einer transparenten Hartplastik-Schutzhülle. Das Smartphone selbst ist in Folie eingeschlagen und trägt ab Werk eine aufgeklebte Displayschutzfolie. Im unteren Teil der Verpackung liegen ein USB-A auf USB-C Kabel sowie das 80W Netzteil. Letzteres ist mit einem China/US-Stecker ausgestattet und benötigt für deutsche Steckdosen einen Adapter, den TradingShenzhen* in der Regel beilegt. Einen genaueren Blick auf das Unboxing bietet das Video am Ende dieses Beitrags.
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Erste Eindrücke vom Honor Magic 8 Pro Air
Der erste Eindruck in der Hand ist positiv: Das Honor Magic 8 Pro Air wirkt hochwertig verarbeitet. Der Metallrahmen hat eine solide Materialstärke, und trotz der schlanken Bauweise zeigt das Gerät im Biegetest eine vergleichsweise hohe Stabilität. Im Vergleich zum ähnlich dünnen Motorola Edge 70, das wir zuvor getestet haben, wirkt das Honor deutlich stabiler, wenngleich es naturgemäß nicht an die Steifigkeit des dickeren Magic 8 Pro heranreicht. Der kompakte 6,31" Formfaktor mit schlanken Displayrändern macht das Gerät nicht nur dünn, sondern auch angenehm handlich. In der Hosentasche fällt es kaum auf.
Optisch gibt es durchaus Parallelen zum iPhone Air, von einer vollständigen Kopie kann aber keine Rede sein. Allein die drei Kameralinsen auf der Rückseite sorgen für ein klar anderes Erscheinungsbild, und das Magic 8 Pro Air ist spürbar kleiner als Apples dünnes iPhone, wenngleich minimal dicker: 6,1mm gegenüber 5,6mm beim Apple-Gerät. Zudem fallen auch die Rahmengestaltung mit Port- und Tastenlayout unterschiedlich aus. Die Rückseite besteht beim Honor Magic 8 Pro Air übrigens aus mattem Kunststoff, was aber nicht negativ auffällt und sich trotzdem hochwertig anfühlt. Die Farbe der vorliegenden orangen Variante wirkt sehr ansprechend und leuchtet bei Lichteinfall regelrecht.
Der Kamerabuckel auf der Rückseite fällt leider sehr deutlich aus. Auf einem Tisch liegt das Gerät merklich schief auf. Das ist bei dieser Kameraausstattung in Kombination mit 6,1mm Gehäusedicke allerdings kaum zu vermeiden. Immerhin sorgt die breite, horizontale Anordnung der Linsen dafür, dass das Gerät beim Tippen auf dem Tisch nicht wackelt. Verglichen mit dem Konkurrenzmodell von Motorola ist das deutlich besser gelöst.
Display und Performance hinterlassen im normalen Alltagsbetrieb einen guten Eindruck auf Flaggschiff-Niveau. Wer das Gerät jedoch für anspruchsvolle Games nutzen möchte, sollte die Erwartungen zurücknehmen. Zumindest in den Benchmarks zeigen sich deutliche Einschränkungen durch das Thermomanagement. Benchmarks brechen wiederholt mit Überhitzungsmeldung ab, der 3DMark Solar Bay GPU Stress Test lässt sich gar nicht erst vollständig ausführen, und Antutu kann im Leistungsmodus nicht beendet werden, läuft erst im ausgewogenen Modus durch und auch nur dann, wenn das Gerät auf der kühlen Fensterbank liegt. Die Kombination aus sehr schlankem Gehäuse und einem leistungsfähigen SoC fordert hier ihren Tribut. Wer primär Social Media, Streaming und Produktivität im Blick hat, dürfte davon im Alltag jedoch nichts merken. Allerdings stellt sich dann die Frage, wofür hier so ein starker Chip verbaut wurde. Ein SoC aus der gehobenen Mittelklasse hätte es sicherlich auch getan, da man die volle Leistung des Dimensity 9500 offensichtlich nicht bzw. nur für kurze Zeiträume ausnutzen kann.
Gegen das Honor Magic 8 Pro mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 kann sich das Honor Magic 8 Pro Air allerdings trotzdem behaupten. Die Geräte liegen in allen Benchmarks grob gleichauf. Das liegt aber vor allem daran, dass der Qualcomm Chip bei der Grafikleistung ohnehin langsamer ist als der Mediatek Chip. Mit dem Leistungsverlust des Honor Magic 8 Pro Air durch die mangelnde Kühlung führt das zum Gleichstand. Nimmt man das größere Vivo X300 Pro in den Vergleich auf, welches ebenfalls den Dimensity 9500 verbaut hat, liegt dieses durch die bessere Kühlung erwartungsgemäß in einigen GPU Benchmarks an der Spitze.
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Positiv überrascht hat im ersten Eindruck die Audioqualität. Das Honor Magic 8 Pro Air bietet Stereo-Lautsprecher, was dem iPhone Air fehlt. Der Klang ist für ein so dünnes Gerät ordentlich, zwar weniger bassstark als beim größeren Magic 8 Pro, aber spürbar besser als beim Motorola Edge 70, welches im Test stark mit Verzerren und Kratzen zu kämpfen hatte. Auch die Kamera macht auf den ersten Blick einen soliden Eindruck, ein abschließendes Urteil ist hier aber logischerweise noch nicht möglich.
Beim Akku überrascht Honor angesichts der kompakten Bauform: 5.500mAh sind für ein 6,1mm dünnes Smartphone im 6,31 Zoll Formfaktor eine starke Leistung. In den ersten Testrunden hält das Gerät damit sogar länger als erwartet durch, was auf eine gut optimierte Software hindeutet. Alles Weitere folgt dann im ausführlichen Testbericht in etwa ein bis zwei Wochen, sobald sich das Magic 8 Pro Air im ausgiebigen Alltagseinsatz beweisen konnte. Bis dahin viel Spaß mit dem Unboxing Video!