Der von einem der OnePlus Gründer ins Leben gerufene Smartphone-Hersteller Nothing hat am 5. März 2026 in London zwei neue Smartphones für das mittlere Preissegment vorgestellt: das Nothing Phone 4a und das Nothing Phone 4a Pro. Beide Modelle sind ab sofort in Europa vorbestellbar und in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz erhältlich. Während das günstigere Modell das bekannte transparente Design der Serie fortführt, wagt Nothing beim Pro eine spürbare Kurskorrektur in Sachen Material und Optik.
Das Das Nothing Phone 4a setzt auf ein Gehäuse mit Metallrahmen und Glasflächen, dessen transparente Rückseite einen Blick auf das Innenleben freigibt - wenn auch nur auf eine Zwischenschicht darunter, nicht auf die Elektronik selbst. Neu gestaltet wurde die Kameraregion: Statt einer durchgehenden Leiste verteilen sich die Objektive nun auf zwei separate Glasabdeckungen. Daneben sitzt die neue Glyph Bar, ein knapp zweieinhalb Zentimeter langer Streifen aus 63 Mini-LEDs in sieben quadratischen Zonen, die Benachrichtigungen, Timer und andere Statusmeldungen visualisiert. Eine separate rote LED zeigt an, wenn das Gerät gerade aufnimmt. Das Gehäuse ist nach IP64 gegen Staub und Spritzwasser zertifiziert. Nothing gibt zusätzlich an, das Gerät bei einer Tiefe von 25cm für bis zu 20 Minuten getestet zu haben.
Beim Phone 4a Pro geht Nothing einen anderen Weg. Das Gehäuse besteht erstmals aus einem Aluminium-Unibody und verzichtet auf der Rückseite weitgehend auf Transparenz. Lediglich das Kameramodul mit seinem durchsichtigen Kunststoffrahmen sowie die Glyph Matrix erinnern an die typische Nothing-Designsprache. Mit 7,95mm Bauhöhe ist es das bislang dünnste Smartphone des Herstellers. Das Aluminium sorgt nicht nur für eine wertigere Haptik, sondern unterstützt laut Nothing auch die Kühlung über ein 5300mm² großes Vapor-Chamber-System. Die Schutzklasse fällt mit IP65 eine Stufe höher aus als beim Basismodell.
Die Glyph Matrix des Nothing Phone 4a Pro besteht aus 137 Mini-LEDs und übernimmt die Funktion des kleinen Nebenbildschirms, den Nothing zuerst im Phone 3 eingeführt hat. Die Fläche ist im Vergleich zum Vorgänger 57 Prozent größer, die Auflösung mit 137 statt 489 LEDs beim Phone 3 aber deutlich grober. Dargestellt werden können eine Digitaluhr, Timer, Ladestand und weitere sogenannte Glyph Tools. Auch kontaktbezogene Anzeigen für eingehende Anrufe sind möglich. Die LEDs erreichen eine Helligkeit von bis zu 3000 Nits, dürften also in allen Situationen gut erkennbar bleiben.
Das Nothing Phone 4a bringt ein 6,78 Zoll großes AMOLED-Panel mit einer Auflösung von 1224 x 2720 Pixeln, was 440 PPI entspricht. Die adaptive Bildwiederholrate reicht von 30 bis 120Hz, die Spitzenhelligkeit liegt bei 4500 Nits für HDR, im Außenbetrieb (HBM) bei 1600 Nits. Das Panel wird von Corning Gorilla Glass 7i geschützt. Das Nothing Phone 4a Pro kommt auf 6,83 Zoll bei einer Auflösung von 1260 x 2800 Pixeln und 450 PPI. Die maximale Bildwiederholrate steigt auf 144Hz, die Spitzenhelligkeit auf 5000 Nits. Die Outdoor-Helligkeit ist mit 1600 Nits identisch. Beide Displays unterstützen 10-Bit Farbtiefe und "Ultra HDR" sowie eine Touch-Abtastrate von bis zu 2500Hz. Die PWM-Frequenz liegt bei 2160Hz.
Im Nothing Phone 4a kommt der Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4 zum Einsatz, ein im 4nm-Verfahren gefertigter Chip mit acht Kernen und einer maximalen Taktfrequenz von 2,7GHz. Die CPU setzt sich aus einem Prime-Kern (ARM Cortex-A720), drei Performance-Kernen (Cortex-A720) und vier Effizienz-Kernen (Cortex-A520) zusammen. Gegenüber dem Vorgänger 7s Gen 3 liegt der Geschwindigkeitsgewinn laut Qualcomm bei rund 7 Prozent für CPU und GPU. Als Grafikeinheit dient die Adreno 810. Der Arbeitsspeicher ist LPDDR4x, als interner Speicher kommt UFS 3.1 zum Einsatz.
Das Nothing Phone 4a Pro ist mit dem Snapdragon 7 Gen 4 ausgestattet, dem leistungsstärkeren Modell ohne das „s" im Namen. Dieser taktet mit bis zu 2,8GHz und liefert laut Qualcomm 27 Prozent mehr CPU-Leistung sowie 30 Prozent mehr GPU-Leistung als der 7 Gen 3. Auch die KI-Engine fällt deutlich leistungsfähiger aus. Ein weiterer Unterschied zum Basismodell: Das Pro nutzt den schnelleren LPDDR5x RAM. Beide Modelle werden in drei Speicherkonfigurationen angeboten: 8GB+128GB, 8GB+256GB und 12GB+256GB. Der Speicher lässt sich nicht per MicroSD Karte erweitern.
Beide Modelle der Nothing Phone 4a Serie verfügen über ein Triple-Kamera-Setup auf der Rückseite: Hauptkamera, Ultraweitwinkel und eine Periskop-Telekamera. Dass Nothing bei einem Gerät unter 400 Euro eine Periskopkamera verbaut, ist für die Preisklasse nach wie vor ungewöhnlich, wenngleich den Ansatz zunehmend weitere Hersteller verfolgen.
Die Hauptkamera des Nothing Phone 4a löst mit 50MP auf (Samsung GN9, 1/1,57 Zoll, f/1.88) und wird durch optische sowie elektronische Bildstabilisierung ergänzt. Das Teleobjektiv nutzt ebenfalls einen 50MP Sensor (Samsung JN5, 1/2,75 Zoll, f/2.88) mit OIS, PDAF und einem optischen Zoom von 3,5-fach bei einer Brennweite von 80mm. Digital sind bis zu 70-fache Vergrößerungen möglich. Der Ultraweitwinkel löst mit 8MP auf (Sony IMX355, f/2.2, 120 Grad Sichtfeld). Die Frontkamera kommt auf 32MP (f/2.2, 1/3,44 Zoll). Videos lassen sich in 4K bei 30 FPS oder in 1080p mit bis zu 60 FPS aufnehmen, Zeitlupen in 1080p bei 120 FPS.
Das Nothing Phone 4a Pro verwendet in der Hauptkamera einen Sony LYT-700C Sensor (50MP, 1/1,56 Zoll, f/1.88, OIS), der gegenüber dem Samsung-Sensor im Basismodell einen schnelleren Autofokus bieten soll. Die Periskop-Telekamera ist identisch ausgestattet, ermöglicht aber durch den leistungsfähigeren ISP des Snapdragon 7 Gen 4 einen digitalen Zoom von bis zu 140-fach statt 70-fach. In der Praxis dürfte das aus Sicht der Bildqualität aber kaum einen Vorteil bringen. Als weitere Besonderheit unterstützt das Pro-Modell 4K-Video auch im Ultra XDR-Modus, während das Phone 4a XDR-Aufnahmen auf 1080p beschränkt. Ultraweitwinkel und Frontkamera sind bei beiden Modellen baugleich.
Beide Geräte nutzen die "TrueLens Engine 4" für die Bildverarbeitung und unterstützen Ultra XDR-Fotos sowie Ultra XDR Motion Photos. Hinzu kommen KI-gestützte Funktionen wie semantische Segmentierung auf 12 Ebenen, ein Portraitoptimierer, Nachtmodus und eine integrierte Makrofunktion.
Nothing liefert beide Smartphones mit Nothing OS 4.1 auf Basis von Android 16 aus. Das Betriebssystem erhält überarbeitete Icons, einen angepassten Sperrbildschirm und verbesserte Animationen. Multitasking wird durch schwebende Apps (Fenstermodus) ergänzt, Widgets lassen sich flexibler konfigurieren. Neu ist der Essential Space mit Cloud-Synchronisation, der Inhalte wie Screenshots, Fotos und Sprachnotizen geräteübergreifend verfügbar macht. Der Essential Key, eine zusätzliche physische Taste für Schnellzugriffe, wandert in der Nothing Phone 4a Generation auf die linke Gehäuseseite, um versehentliches Drücken zu vermeiden. Nothing verspricht drei Jahre Android-Updates und sechs Jahre Sicherheitspatches. Beide Geräte unterstützen den Essential Hub mit KI-gestützter Suche sowie das Playground-Feature, mit dem sich per Texteingabe eigene Widgets und kleine Apps erstellen lassen.
Beide Modelle kommen mit einem 5080mAh Akku daher und unterstützen kabelgebundenes Laden mit bis zu 50W. Kabelloses Laden bieten weder das Nothing Phone 4a noch das Phone 4a Pro. Kabelgebundenes Reverse Charging mit 7,5W ist bei beiden vorhanden. Nothing gibt an, nach 1200 Ladezyklen noch über 90 Prozent der Akkukapazität zu erhalten. Beide Modelle unterstützen 5G, WiFi 6, Bluetooth 5.4, NFC und Dual SIM. Ein Unterschied besteht beim eSIM-Support: Das Phone 4a bietet keine eSIM-Unterstützung, das Phone 4a Pro schon. Der USB-C-Anschluss ist bei beiden Modellen auf USB 2.0 beschränkt.
Das Nothing Phone 4a ist in den Farben Schwarz, Weiß, Blau und Pink erhältlich. Es kann seit dem gestrigen 5. März vorbestellt werden*, der Verkaufsstart ist der 13. März 2026. Die Preise in Deutschland sind wie folgt gestaffelt:
Das Nothing Phone 4a Pro ist in Schwarz, Silber und Metallic-Pink erhältlich. Der Vorverkauf beginnt am 13. März 2026*, der Marktstart folgt am 27. März 2026:
Wer ein Nothing Phone 4a Pro vorbestellt, erhält bis zum 27. März die 12GB+256GB Variante zum Preis der kleineren Version (479 Euro). Am 21. März veranstaltet Nothing zudem Community-Drop-Events in Berlin, Wien und Zürich, bei denen das Pro mit 12GB+256GB für 479 Euro erhältlich ist und der neue Kopfhörer Headphone (a) im Wert von 159 Euro kostenlos dazugelegt wird. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen sind die Preise gestiegen. Nothing-Chef Carl Pei hatte höhere Speicherpreise bereits als Grund für Preiserhöhungen angekündigt. Das Phone 3a Pro war seinerzeit ab 359 Euro erhältlich.
Nothing gibt für das Phone 4a einen CO₂-Fußabdruck von 51,13kg CO₂e an, für das Pro-Modell 50,5kg CO₂e. Beide Geräte verwenden recycelte Materialien in mehreren Komponenten, darunter Aluminium, Stahl, Zinn und Kunststoff. Die Endmontage erfolgt vollständig mit erneuerbarer Energie, die Verpackung ist nach Herstellerangaben zu über 99 Prozent plastikunfrei.
| Nothing Phone 4a ab 349€ (Deutschland) | Nothing Phone 4a Pro ab 479€ (Deutschland) |
| 6,78" flexibles AMOLED 1224 x 2720 Pixel, 440 PPI 10-Bit, 1 Mrd. Farben Adaptiv 30–120Hz 800 Nits (typ.), 1600 Nits (Außen), 4500 Nits (Peak HDR) Corning Gorilla Glass 7i | 6,83" flexibles AMOLED 1260 x 2800 Pixel, 450 PPI 10-Bit, 1 Mrd. Farben Adaptiv 30–144Hz 800 Nits (typ.), 1600 Nits (Außen), 5000 Nits (Peak HDR) Corning Gorilla Glass 7i |
| Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4, 4nm (TSMC) 8-Kern (1x 2,7GHz + 3x 2,4GHz + 4x 1,8GHz) Adreno 810 | Qualcomm Snapdragon 7 Gen 4, 4nm (TSMC) 8-Kern (1x 2,8GHz + 4x 2,4GHz + 3x 1,8GHz) Adreno 722 |
| 8GB oder 12GB LPDDR4x | 8GB oder 12GB LPDDR5x |
| 128GB oder 256GB UFS 3.1 | 128GB oder 256GB UFS 3.1 |
| Keine Micro SD Erweiterung | Keine Micro SD Erweiterung |
| 5080mAh 50W kabelgebunden 7,5W Reverse Charging (kabelgebunden) Kein kabelloses Laden | 5080mAh 50W kabelgebunden 7,5W Reverse Charging (kabelgebunden) Kein kabelloses Laden |
| Haupt: 50MP, f/1.88, 1/1,57", OIS & EIS, PDAF, Samsung GN9 Periskop-Tele: 50MP, f/2.88, 1/2,75", OIS & EIS, PDAF, 3,5-fach opt. Zoom, 70-fach Ultra-Zoom (Samsung JN5) Ultraweitwinkel: 8MP, f/2.2, 1/4", 120° (Sony IMX355) | Haupt: 50MP, f/1.88, 1/1,56", OIS & EIS, 2x2 OCL PDAF, Sony LYT-700C Periskop-Tele: 50MP, f/2.88, 1/2,75", OIS & EIS, PDAF, 3,5-fach opt. Zoom, 140-fach Ultra-Zoom (Samsung JN5) Ultraweitwinkel: 8MP, f/2.2, 1/4", 120° (Sony IMX355) |
| Frontkamera: 32MP, f/2.2, 1/3,44", 89° (Samsung KD1) | Frontkamera: 32MP, f/2.2, 1/3,44", 89° (Samsung KD1) |
| 5G (Sub-6), 4G LTE, 3G, 2G WiFi 6 (802.11a/b/g/n/ac/ax), 2,4G/5G, 2x2 MIMO, MU-MIMO, OFDMA, TWT Bluetooth 5.4 USB-C 2.0 GPS (L1), GLONASS (G1), BDS (B1I), Galileo (E1), QZSS (L1) NFC | 5G (Sub-6), 4G LTE, 3G, 2G WiFi 6 (802.11a/b/g/n/ac/ax), 2,4G/5G, 2x2 MIMO, MU-MIMO, OFDMA, TWT Bluetooth 5.4 USB-C 2.0 GPS (L1), GLONASS (G1), BDS (B1I), Galileo (E1), QZSS (L1) NFC |
| Dual SIM mit 2x Nano-SIM, kein eSIM | Dual SIM mit eSIM Support |
| Nothing OS 4.1 (Android 16) 3 Jahre Android-Updates, 6 Jahre Sicherheitsupdates | Nothing OS 4.1 (Android 16) 3 Jahre Android-Updates, 6 Jahre Sicherheitsupdates |
| Optischer Fingerabdrucksensor im Display | Optischer Fingerabdrucksensor im Display |
| Glyph Bar (63 Mini-LEDs, 7 Zonen, bis zu 3500 Nits) IP64 (zusätzlich getestet: 25cm Wassertiefe, 20 Min.) Linearer Vibrationsmotor Dual Stereo-Lautsprecher 2 HD-Mikrofone 163,9 x 77,5 x 8,5mm; 205g Farben: Schwarz, Weiß, Blau, Pink | Glyph Matrix (137 Mini-LEDs, bis zu 3000 Nits) IP65 (zusätzlich getestet: 25cm Wassertiefe, 20 Min.) Aluminium-Unibody Linearer Vibrationsmotor Dual Stereo-Lautsprecher 2 HD-Mikrofone 163,6 x 76,6 x 7,9mm; 210g Farben: Schwarz, Silber, Pink |
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