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Ulefone Power 5 Testbericht

ulefone-power5 Ulefone Power 5 Testbericht

​Die Ulefone Power Serie umfasst mittlerweile einige Geräte. Leider konnte keines davon an den Erfolg des ersten Ulefone Power anschließen. Das Ulefone Power 5 soll das richten. Auf den ersten Blick ähnelt das Smartphone seinem Vorgänger, doch es gibt ein paar signifikante Unterschiede. Neben aktuellem Android und einer besseren Kamera, gibt es einen deutlich größeren Akku. Dieser soll das Ulefone Power 5 zum aktuell ausdauerndsten Akku Monster machen. Ob dieser Anspruch erfüllt wird, und ob das Power 5 als Alltagssmartphone taugt, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Ulefone Power 5
Verpackung & Lieferumfang

​Das Ulefone Power 5 wird wieder in einer typischen Smartphone Box in Schwarz mit Deckel zum Abziehen geliefert, auf der ein schickes "Power 5"-Logo thront. Die wichtigsten Spezifikationen sind auf der Rückseite aufgedruckt. Der Lieferumfang umfasst:

  • ​1x Ulefone Power 5
  • 1x Fast-Charger (5V / 5A) mit EU Stecker
  • 1x USB Typ-C Daten- und Ladekabel
  • 1x SIM Nadel
  • 1x Anleitung (mehrsprachig)
  • 1x Garantiekarte
  • 1x Schutzhülle für die Rückseite und den Rahmen
  • 1x USB Typ-C auf Micro USB Adapter
  • 1x USB Typ-C auf 3,5mm Adapter
  • 1x USB Typ-C auf USB Typ-A Adapter (OTG)
  • 1x Schutzfolie (eine befindet sich bereits ab Werk auf dem Display)

Ulefone Power 5
Design & Verarbeitung

​13.000mAh brauchen Platz. Viel Platz. Deshalb ist das Ulefone Power 5 auch ziemlich groß und wirkt wie ein klassisches Rugged bzw. Outdoor Smartphone. Hier darf man nicht den Fehler machen und denken, dass es genau das ist. Ohne Frage ist das Ulefone Power 5 deutlich stabiler gebaut als ein durchschnittliches Smartphone, aber es ist definitiv kein Outdoor Gerät, welches auf Stürze und andere mechanische Belastung ausgelegt ist. Ebenso bietet es keine IP Zertifizierung und ist somit nicht wasserdicht.

Wenn man das Ulefone Power 5 in der Hand hält, dann spürt man das deutlich. Satte 331g bringt das Akku-Monster auf die Waage und ist damit alles andere als ein Leichtgewicht. Auch die Dicke von satten 16mm knackt den Wert den so manches Outdoor Smartphone auf die Skala bringt. Man kann sich daran aber durchaus gewöhnen, muss allerdings auch bereit dazu sein. Einhändige Bedienung ist mit großen Händen eingeschränkt möglich. Dies bezieht sich hauptsächlich aufs Tippen auf der Tastatur. Hier macht sich das 18:9 Format des Displays sehr positiv bemerkbar.

Was die Verarbeitung und Stabilität betrifft, gibt es beim Ulefone Power 5 nicht wirklich etwas zu kritisieren. Das Smartphone besteht den Biegetest problemlos und fühlt sich recht hochwertig an, wofür vor allem die beiden dicken Metallstreben links und rechts verantwortlich sind. Rechts findet man übrigens die Hardware Tasten, welche ziemlich groß ausfallen, damit aber zum Design passen. Wackeln oder Klappern tun diese nicht. Die Rückseite wirkt optisch, als bestünde sie aus Leder. Dies ist allerdings nur ein optischer Trick. Tatsächlich besteht sie aus Kunststoff, fühlt sich aber angenehm an und bietet einen ordentlichen Grip.

Ulefone Power 5
Display

​Größe: ​6 Zoll
Auflösung:​ ​2160 x 1080 (18:9)
Technologie​:​IPS LCD (AUO)
​Anzahl Berührungspunkte:​10
Gehärtetes Glas:​​Ja
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Ja

​Mit 6 Zoll und einer Auflösung von 2160 x 1080 Pixel repräsentiert das Ulefone Power 5 den etablierten Standard unter den 18:9 Smartphones ohne Notch. Das Display verfügt über die typischen abgerundeten Ecken und liefert eine überraschend gute Bildqualität. Das liegt wohl daran, dass Ulefone hier ein Marken Panel von AU Optronics verbaut. Das Display liefert ein gestochen scharfes Bild mit realistischen und lebendigen Farben sowie einen wirklich guten Kontrast. Schwarz wirkt für in LCD Display ziemlich dunkel und die Ausleuchtung des Displays ist perfekt gleichmäßig. Die Helligkeit ist hoch genug um auch im Freien noch genug erkennen zu können. Gleichzeitig kann man die Helligkeit auch weit genug herunter regeln um die Augen im Dunkeln zu schonen. Etwas verbessern sollte Ulefone noch die automatische Helligkeitsregelung. Diese reagiert bei Tag nicht empfindlich genug, was dazu führt, dass das Display oftmals heller leuchtet als nötig. Etwas schade ist, dass Mediatek Miravision gestrichen wurde. Somit hat der Nutzer keine Möglichkeit die Darstellung an den persönlichen Geschmack anzupassen.

Für den Touchscreen setzt Ulefone im Power 5 auf einen 10-Punkt Digitizer, welcher keinerlei Macken zeigt. Eingaben werden prompt und genau erkannt. Die Touch Auflösung ist sehr hoch, wodurch auch feine Bewegungen gut erkannt werden. Bei Multitouch Nutzung, zum Beispiel beim Spielen, gab es nie Aussetzer. Finger gleiten recht gut über das Displayglas. Fingerabdrücke lassen sich nach einer Weile nieder, sind aber immer leicht zu entfernen. Kratzer hat das Display im Testzeitraum von zwei Wochen keine abbekommen, woran auch ein gezielter Kratztest mit einem Schlüsselbund nichts geändert hat. Welches gehärtete Glas genau zum Einsatz kommt, verrät Ulefone leider nicht. Beim Vorgänger war es Gorilla Glass 4.

Ulefone Power 5
Hardware & Performance

​Prozessor: ​Mediatek Helio P23 / MT6763V (16nm)
4x ARM Cortex A53 @2GHz
4x ARM Cortex A53 @1,5GHz
GPU:​ ​Mali G71 MP2
RAM (Geschwindigkeit):​​6GB LPDDR4X (7,55GB/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​​64GB (279 / 202MB/s)
Micro SD (Geschwindigkeit R/W):​Ja, Hybrid Slot (81 / 63MB/s)
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Fingerabdruck Scanner:​​Ja (rechte Seite)
​Sensoren:​Beschleunigung, Kompass, Gyroskop, Licht, Abstand, Rotationsvektor, Gravitation, lineare Beschleunigung
Besonderheiten:​​Benachrichtigungs LED, USB Typ-C (2.0)
Abmessungen / Gewicht:​​169,4 x 79 x 16mm
331g

​Die Hardware hat sich im Kern verglichen mit dem Vorgänger nicht verändert. Das Ulefone Power 5 basiert also auch wieder auf dem Mediatek Helio P23 und erreicht somit im Antutu Benchmark ein Ergebnis von knapp 81.000 Punkten. Im Alltag liefert das Ulefone Power 5 eine brauchbare Performance ab, ist jedoch nicht ganz so gut optimiert wie einige andere Smartphones mit diesem Prozessor. Das merkt man daran, dass es beim App Wechsel oder frisch geöffneten Apps zu Rucklern kommen kann. Das legt sich jedoch nach kurzer Zeit und die Apps beginnen flüssig zu laufen. Der Grafiktreiber scheint ebenfalls noch nicht perfekt optimiert zu sein, denn die Performance in anspruchsvollen 3D Spielen lässt zu wünschen übrig. Asphalt Xtreme ruckelt beispielsweise auf höchsten Grafikeinstellungen so stark, dass es nicht wirklich Spaß macht. Das Herabsetzen der Details oder der Auflösung löst das Problem. Casual Games laufen natürlich flüssig. Hitzeprobleme hat das Power 5 nicht. Ein Throttle Test bleibt ohne Befund und auch sonst ist an dem Smartphone kaum eine Wärmeentwicklung auszumachen.

Beim Speicher gibt sich Ulefone wie gehabt großzügig und stattet das Power 5 mit 6GB LPDDR4X RAM aus. Dieser erreicht den typischen Durchsatz von 7,5GB/s, den wir auch von anderen Helio P23 Smartphones kennen. Das RAM Management ist beim Power 5 hervorragend gelungen und nicht restriktiv. Im Test konnten wir am Morgen problemlos 15 Apps öffnen und diese am Abend wieder aufrufen, ohne dass sie neu geladen wurden. Für eure persönlichen Daten hat das Ulefone Power 5 64GB Speicher am Start. Dieser ist recht flott und kann per Micro SD Karte erweitert werden. SD Karten können als interner Speicher formatiert werden. Leider setzt man jedoch auf einen Hybrid Slot, sodass man sich zwischen Dual SIM und Micro SD Erweiterung unterscheiden muss.

Bei den Sensoren ist die Ausstattung relativ übersichtlich, es fehlt aber nichts Wichtiges. Kompass und Gyroskop sind also am Start und ja, sie funktionieren beide ohne Auffälligkeiten. Wer den Fingerabdruck-Sensor sucht, findet diesen auf der rechten Seite unter dem Home Button. Unter den Smartphones der kleineren chinesischen Hersteller ist das Ulefone Power 5 das Erste, bei dem sich der Fingerprint Scanner in unserem Test als brauchbar erwiesen hat. Er ist zwar nicht der Schnellste, funktioniert aber recht zuverlässig. Nur eines sollte Ulefone abstellen: Berührt man den Sensor mit einem falschen Finger oder dem Handballen, deaktiviert er sich sehr schnell, um Missbrauch zu vermeiden. Da dies aufgrund der Positionierung naturgemäß schon beim in die Hand nehmen des Smartphones geschieht, ist das echt nervig.

Als Alternative zum Fingerabdruck Sensor steht auch noch Face Unlock bereit. Im Gegensatz zum Vorgänger lässt sich dieses nicht mit Fotos austricksen. Entsprechende Versuche unsererseits blieben bisher immer ohne Erfolg. Sobald man der Kamera ein Foto vorsetzt, wird die Eingabe des PIN Codes verlangt. Wirklich alltagstauglich ist Face Unlock leider nur in heller Umgebung. Am Abend schlägt das Entsperren gerne mal fehl und bei Nacht reagiert Face Unlock überhaupt nicht mehr.

Eine Status LED befindet sich beim Ulefone Power 5 links über dem Display. Diese kann in Rot, Grün und Blau aufleuchten, wobei Benachrichtigungen nur in Blau angezeigt werden. Im Alltag ist uns aufgefallen, dass die LED leider auch dann blinkt, wenn sich eine permanente Benachrichtigung im Benachrichtigungs-Zentrum befindet - z.B. die Anzeige unserer Akku Statistik App. Dies ist definitiv ein Bug und wird hoffentlich noch behoben, denn eine andauernd blinkende LED ist nutzlos.

Wer sich das USB Kabel vom Ulefone Power 5 ansieht, wird einen Schreck bekommen. Dieses verfügt über einen Stecker mit Überlänge. Entspricht der Typ-C Port am Smartphone also mal wieder nicht dem Standard? Zum Glück nicht! Auch wenn der Stecker vom Kabel Überlänge hat, entspricht der Typ-C Port am Power 5 dem Standard und somit passt sämtliches Typ-C Zubehör ohne Probleme. Beachtet aber, dass es sich nicht um einen USB 3.1 Anschluss, sondern lediglich um einen USB 2.0 Port handelt. OTG wird unterstützt. Das Power 5 kann somit auch als Power Bank genutzt werden.

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Ulefone Power 5
Software

​Variante: ​Stock / Vanilla Android
​Android Version: ​Android 8.1.0 (Project Treble)
Sicherheitspatch im Test: April 2018
Google zertifiziert:​Nein
DRM Technologien:​ClearKey CDM, Widevine L3
Bloatware​:​Nein
Root Zugriff:​​Nein
OTA Updates:​​Ja
Schadsoftware:​​Nein

​Das Ulefone Power 5 wird direkt ab Werk mit Android 8.1.0 Oreo ausgeliefert. Im Test war der Sicherheitspatch vom April 2018 an Bord und damit der zum Zeitpunkt des Firmware Release Aktuelle. Wie gehabt setzt Ulefone auf ein sauberes Stock Android, welches bis auf einige Zusätze in den Systemeinstellungen komplett ohne Anpassungen daherkommt. Ulefone verichtet zudem auf nervige Bloatware und stattet das Ulefone Power 5 lediglich mit einigen Google Apps aus. Wie schon bei früheren Ulefone Geräten bietet auch das Power 5 Unterstützung für die meisten Sprachen und einen vorinstallierten Google Play Store.

Als kritisch erachten wir, dass das Power 5 noch nicht mit einer Zertifizierung von Google ausgestattet ist. Damit besteht ein Risiko, vom Play Store ausgesperrt zu werden, auch wenn das bei uns im Test nicht vorkam. Laut Ulefone soll die Zertifizierung noch nachgeliefert werden. Dies soll kurz nach dem Android 8 Release für das Ulefone Power 3 geschehen. Sobald dies geschehen ist, werden wir die Information hier nachtragen.

Eine weitere Schwäche - was aber leider bei Chinahandys die Norm ist - ist das Fehlern von Widevine Level 1 Unterstützung. HD Streaming mit Netflix oder Amazon Prime Video ist somit nicht möglich. Des weiteren ist uns aufgefallen, dass es gelegentlich eine Absturzmeldung der Google App gibt. Kein schwerwiegendes Problem, behoben werden sollte das dennoch mit dem nächsten Update. Abseits davon sind uns keine Bugs oder Instabilitäten aufgefallen.

Ulefone Power 5
Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: 2G: 1900/1800/850/900MHz
3G: 2100/900MHz
4G: B1/3/7/8/20
WLAN:​ ​WLAN 802.11a/b/g/n Dual Band
Bluetooth:​​Bluetooth 4.2
NFC:​​Nein
HotKnot:​​Nein
Dual-SIM:​​Dual Nano SIM
Positionsbestimmung:​​GPS, A-GPS, GLONASS, BDS

​Im Mobilfunk liefert das Ulefone Power 5 eine mittelmäßige Empfangsleistung. Es gibt also keine gravierenden Empfangsprobleme, der Empfang ist aber auch nicht überragend gut. Konkret ist es so, dass am Standort die Indoor Abdeckung mit 3G relativ schlecht ist. Top Smartphones haben damit keine Schwierigkeiten. Das Ulefone Power 5 schafft zwar auch eine Datenverbindung, doch stellenweise gibt es Aussetzer, die sich dann wieder legen wenn man die Position etwas verändert.

Das WLAN Modul im Power 5 unterstützt leider nur die Standards a/b/g/n. Auf den AC-Standard verzichtet Ulefone nach wie vor komplett, obwohl der Chip Unterstützung dafür bieten würde. Somit ist die real erreichbare Bandbreite auf ca. 100Mbit/s limitiert. Was uns aufgefallen ist, ist ein vergleichsweise schneller Verlust des 5GHz Empfangs. Schon wenn man den Raum in dem der Router steht verlässt und einen anderen Raum betritt, wechselt das Ulefone Power 5 aufs 2,4GHz Band, was eine Verlangsamung auf ca. 50Mbit/s bedeutet. Ein Stockwerk unter dem Router bricht der Durchsatz weiter auf 20Mbit/s ein. Kein optimales Ergebnis also. Immerhin: Plötzliche Abbrüche der Verbindung gab es im gesamten Haus nicht.

Bluetooth unterstützt das Ulefone Power 5 nach dem 4.2 Standard. Im Test mit einem Bluetooth Kopfhörer konnten wir uns frei über drei Räume hinweg fortbewegen, ohne dass es Aussetzer im Ton gab. Auch ein Stockwerk unter dem Smartphone war das Signal noch in ein paar Räumen und an bestimmten Positionen gut genug um störungsfrei Musik zu hören. Was das Power 5 leider nicht unterstützt ist NFC. Warum Ulefone das Feature weg gelassen hat, verstehe wer will. Immerhin unterstützt das Power 5 Wireless Charging und es gibt heutzutage Hybrid Antennen, welche beide Funktionen umsetzen.

Keinerlei Auffälligkeiten gab es im GPS Test. In der Trockenübung kam schnell ein erster Fix zustande. Die Signalstärke sieht gut aus und die Genauigkeit erreicht etwa 3 Meter. Im Alltag haben wir die üblichen Tests mit GPS Tracking und Navigation durchgeführt. Dabei gab es keinerlei negative Ereignisse. GPS Tracking funktioniert sogar in der Hosentasche sehr gut, was bei derart großen Smartphones wichtig ist, denn diese passen nicht in beispielsweise eine Fahrradhalterung.

Ulefone Power 5
Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Mono
Noise Cancelling Mikrofon:​ ​Nein
Dedizierter Audio DAC:​Typ-C auf 3,5mm Adapter​
Dedizierter Verstärker:​​Typ-C auf 3,5mm Adapter​

​Das Power 5 bietet massig Gehäuse-Volumen, was Ulefone dazu hätte nutzen können, einen ordentlichen Klang des Medien Lautsprechers zu realisieren. Leider ist dies nicht geschehen und der Lautsprecher liefert einen für die Preisklasse unterdurchschnittlichen Klang. Er ist zwar brauchbar, wird ausreichend laut und kratzt nicht, doch es fehlt einfach komplett an Bass, sodass weder Musik noch Videos sonderlich viel Spaß machen.

Unverständlich ist zudem, dass der 3,5mm Anschluss weggelassen wurde. Es gibt bei solch einem großen Klopfer der nicht einmal wasserdicht ist einfach keinen Grund den 3,5mm Anschluss weg zu lassen. Mitgeliefert wird stattdessen ein Typ-C auf 3,5mm Adapter. Dieser liefert wenigstens einen ordentlichen Klang, wenngleich etwas zu basslastig und damit dumpf.

Beim Telefonieren hat die Qualität überzeugt. Die Ohrmuschel liefert einen sauberen und gut verständlichen Klang, auch im GSM Netz. Die maximale Lautstärke ist ausreichend. Man selbst ist auf der Gegenseite ebenfalls klar und deutlich zu verstehen. Das gilt auch bei lauterer Umgebung, obwohl das Power 5 kein eigenes Noise Cancelling Mikrofon besitzt.

Ulefone Power 5
Kamera

​Hauptkamera: ​Hauptsensor: 21MP Sony IMX230 f/1.8 (OIS)
Sekundärsensor: Angeblich 5MP, tatsächlich VGA GC0310
​Frontkamera: ​​Hauptsensor: 8MP Superpix SP8407 f/2.2
Sekundärsensor: VGA GC0310
​Blitz:​Dual LED, einfarbig (Hauptkamera)
Einzel-LED (Frontkamera)
​Fokus:​CDAF
​Slow Motion:​Nein

Als wir die Vorgänger getestet haben, waren wir frustriert. Keines der Ulefone Akku Monster hatte eine wirklich gute Kamera an Bord. Beim Power 3 war sie sogar völlig unbrauchbar. Mit dem Ulefone Power 5 soll sich das endlich geändert haben. Und zumindest bei der Hauptkamera trifft das zu. Hier kommt ein Sony IMX230 mit f/1.8 Blende zum Einsatz. Der 21MP ist ein alter Bekannter und viele Hersteller haben damit bereits gute Resultate erzielen können. Das Ulefone Power 5 bietet hier keine Ausnahme. Bei Tag liefert das Smartphone exzellente Fotos mit sehr guter Schärfe und reichlich Details, welche auch auf einem großen Bildschirm noch gut aussehen. Die Auslösezeit ist nicht die Beste, das Smartphone braucht einige Zeit zum fokussieren, doch die Qualität zählt am Ende und diese stimmt. Bewegende Objekte werden scharf abgelichtet. HDR Fotos sehen sehr gut aus, wenngleich die Kamera 2 bis 3 Sekunden braucht um ein Foto zu schießen. Sehr praktisch ist die dedizierte Kamera-Taste, welche nicht nur die Kamera App startet, sondern auch zum Auslösen genutzt werden kann.

Blenden lassen darf man sich jedoch nicht von der Blende (lach). Der f/1.8 Wert ist mit ziemlicher Sicherheit Bullshit, denn die Bilder bei Nacht sehen einfach nicht gut aus. Es ist schlichtweg unmöglich bei Nacht anständige Fotos zu schießen und daran ändert auch der Blitz nichts.

​Bokeh Modus? Fehlanzeige. Wie gehabt sind beide Dual Kameras (Front- und Hauptkamera) ein Fake. Statt den beworbenen 5MP Sensoren kommt (mal wieder) jeweils ein GalaxyCore GC0310 VGA Sensor zum Einsatz der nicht einmal eine ordentliche Linse verpasst bekommen hat. Damit lassen sich lediglich Helligkeitsunterschiede erfassen, was dazu genutzt wird, eine Meldung einzublenden, wenn man die zweite Linse verdeckt. Der so genannte Bokeh Modus ist am Ende mal wieder ein hässlicher unscharfer Kreis, den man in Größe und Intensität verändern kann. Mit einem Bokeh Effekt hat das also nichts zu tun.

Die Frontkamera an sich geht in Ordnung, braucht aber viel Licht für scharfe Fotos. Bei Dämmerlicht setzt recht schnell eine Unschärfe und Bildrauschen ein. Der Frontblitz ist mehr ein Notlicht als eine echte Hilfe und verteilt sein Licht sehr punktuell.

Beim Filmen seid ihr auf eine maximale Auflösung von Full HD limitiert, was für beide Kameras gilt. Die Qualität der Videoaufnahmen ist bei der Frontkamera eher schlecht, bei der Hauptkamera mittelmäßig. Die Hauptkamera besitzt einen optischen Bildstabilisator, der jedoch nicht viel Wirkung zeigt. Aufnahmen wirken also trotzdem recht wackelig. Kontinuierlicher Autofokus wird unterstützt, reagiert aber recht langsam. Die Tonqualität der Aufnahmen bewegt sich im Mittelfeld.

Ulefone Power 5
Akku

​Kapazität (Angabe): ​13.000mAh
​Kapazität (Gemessen): ​12.308mAh
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​5V / 5A​

​Großartige Arbeit hat Ulefone beim Akku geleistet. Während bisher alle Hersteller bei den Kapazitäten über 10.000mAh gelogen haben (Gruß an Doogee und Oukitel), hat Ulefone das nicht nötig. Der Hersteller bewirbt das Power 5 mit 13.000mAh und hält das zumindest nahezu ein. Das merkt man schon am Gewicht und es wird durch die Statistik von AccuBattery sowie eine externe Messung bestätigt. 12.300mAh sind es bei unserem Gerät - ein klasse Wert.

Der Logik zufolge, sollte das Ulefone Power 5 also das ausdauerndste Smartphone sein, welches wir bisher getestet haben. Und dem ist tatsächlich so! Unser Testgerät wurde mit einer Ladung von 100% ausgeliefert, sodass sich das Gerät von Anfang an beweisen konnte. Der Nutzungsbeginn war an einem Dienstag um 11:00 Uhr, komplett leer war der Akku knapp eine Woche später am Montag gegen 17:00 Uhr. Dabei musste das Ulefone Power 5 nicht nur die Alltagsnutzung über sich ergehen lassen, sondern auch die üblichen Benchmarks und eingehende GPS sowie Kamera Tests. Man kann also sagen, dass das Ulefone Power 5 bei relativ anspruchsvoller Nutzung problemlos 5 bis 6 Tage durchhält, ohne an die Steckdose zu müssen. Bei gemäßigter Nutzung ist entsprechend mehr drin. 7 bis 9 Tage halten wir da für eine realistische Angabe.

Um euch eine bessere Vorstellung davon zu geben, wie ausdauernd das Ulefone Power 5 ist, haben wir mal einen zusätzlichen Test gemacht. Die Displayhelligkeit wurde dafür auf 50% gesetzt und ein YouTube Video auf Dauerschleife abgespielt. Nach 9 Stunden Spieldauer wurde geprüft, wie viel Akku dabei verbraucht wurde. Das Ergebnis waren rund 30%. Demnach sind mit einer vollen Akkuladung bei 50% Helligkeit knapp 30 Stunden Video-Streaming möglich. Bei weniger Helligkeit natürlich noch mehr.

Sehr interessant wird es auch bei der Statistik von AccuBattery, welche erfahrungsgemäß durch die konstante Erfassung der Nutzungsdaten sehr genaue Werte liefert. Im Mischbetrieb - sprich Alltagsgebrauch - verbraucht das Ulefone Power 5 durchschnittlich 0,9%, was ein wirklich guter Wert ist. Im Standby sind es lediglich 0,4%. Bei aktivem Bildschirm und damit aktiver Nutzung des Smartphones 3,4%.

Doch wie sieht es beim Aufladen des Akkus aus? Braucht ein derart großer Akku nicht Stunden um voll zu werden? Nein! Das Ulefone Power 5 nutzt Fast-Charging mit 5V und satten 5A. Geladen wird also mit einer Leistung von 25 Watt, und das geht schnell. Bei uns im Test war der Akku von 20% auf 100% in 3 Stunden und 48 Minuten geladen. Der Abschnitt von 20 auf 70% dauerte nur 2 Stunden.

Mehr Geduld muss man nur dann mitbringen, wenn man das Ulefone Power 5 mit Wireless Charging lädt. Ulefone verkauft zwar einen speziellen 10W Wireless Charger, den wir für den Test gleich mitgeliefert bekommen haben, doch Wunder vollbringt dieser nicht. Eine Ladung von 20% auf 100% dauert damit rund 6 Stunden.

Ulefone Power 5
Fazit

​Mit dem Ulefone Power 5 gelingt es dem Hersteller endlich an das erste Modell anzuknüpfen. Hier und da gibt es zwar kleinere Schwächen, doch unterm Strich erhält man hier ein ziemlich solides Smartphone mit einer sehr beeindruckenden Ausdauer. Das Ulefone Power 5 ist bis auf Weiteres Rekordhalter in Sachen Akkulaufzeit. Für die Zukunft würden wir uns wünschen, dass Ulefone endlich Abstand von den Fake Dual Kameras nimmt. Das Thema ist einfach ausgelutscht und wirklich jeder weiß, was Sache ist. Solange die Dual Kamera nicht echt ist, braucht den Mist keiner. Ulefone täte besser daran, sich künftig auf eine ordentliche Low-Light Performance zu konzentrieren.

Pro Contra
​+ Sehr gute Verarbeitung ​- Ungenaue Regelung der Auto-Helligkeit (meistens heller als nötig)
+​​ Richtig gutes Display inkl. Touch-Screen, kratzfestes Glas-​​ Gelegentliche Performance Probleme bei frisch geöffneten Apps und in Spielen
+​​ Großer RAM, sehr gute Multitasking-Performance-​​ Noch keine Google Zertifizierung
+​​ Saubere, aktuelle Software, weitestgehend stabil-​​ Google App stürzt gelegentlich ab
+​​ Sehr gute GPS und Bluetooth Leistung, Mittelmaß bei Mobilfunk und WLAN-​​ "Schlechter" Medienlautsprecher
+​​ Alle wichtigen Sensoren an Bord und funktionsfähig-​​ Schlechte Kameraleistung bei Nacht & Videos​; Fake Bokeh
+​​ Gute Sprachqualität
​+ Sehr gute Kamera bei Tag
​+ Grandiose Akkulaufzeit
​+ Überraschend kurze Ladezeit
​+ Unterstützt Wireless Charging bis 10W

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Kommentare 3

Gäste - Cantanto am Freitag, 02. November 2018 09:46
Neues Update + Google Zertifizierung

Hallo Zusammen
Ich besitze das Power 5 jetzt wenige Wochen und bin bisher mehr als zufrieden, mit meinem Nutzerprofil ( eher klassisch, also keine Spiele, aber Telefonie, Sms, Navigation, Internet, Fotografie, Podcasts, Hörbücher ) reicht die Akkuleistung deutlich über den 7. Tag hinaus, wobei die Batterieanzeige dann noch 20 % zeigte !
Hinweisen möchte ich auf die Tatsache, das dass Power 5 mittlerweile eine Google Zertifizierung besitzt und es neues Update V2 gibt mit Sicherheitsstand 5. Juni 2018.
Wie immer, leider, lässt den User im Dunkeln, was denn jetzt genau gefixt wurde. Ich nehme aber eine allgemein, bessere Systemperformance wahr und
und die dezidierte Kamerataste schaltet die Kamera jetzt erst nach einem Doppelklick ein. Somit sollten Fehlstarts jetzt der Vergangenheit angehören.
Das ursprüngliche Starten durch längeren Druck derselben Taste des Soundrecorders entfällt aber jetzt.
Bei der Kamera konnte ich soweit keine Veränderungen / Verbesserungen feststellen. Sie liefert, wie schon im Test beschrieben, bei guten Lichtverhältnissen sehr schöne Ergebnisse.
Danke für Eure Arbeit !
Grüße

Hallo Zusammen Ich besitze das Power 5 jetzt wenige Wochen und bin bisher mehr als zufrieden, mit meinem Nutzerprofil ( eher klassisch, also keine Spiele, aber Telefonie, Sms, Navigation, Internet, Fotografie, Podcasts, Hörbücher ) reicht die Akkuleistung deutlich über den 7. Tag hinaus, wobei die Batterieanzeige dann noch 20 % zeigte ! Hinweisen möchte ich auf die Tatsache, das dass Power 5 mittlerweile eine Google Zertifizierung besitzt und es neues Update V2 gibt mit Sicherheitsstand 5. Juni 2018. Wie immer, leider, lässt den User im Dunkeln, was denn jetzt genau gefixt wurde. Ich nehme aber eine allgemein, bessere Systemperformance wahr und und die dezidierte Kamerataste schaltet die Kamera jetzt erst nach einem Doppelklick ein. Somit sollten Fehlstarts jetzt der Vergangenheit angehören. Das ursprüngliche Starten durch längeren Druck derselben Taste des Soundrecorders entfällt aber jetzt. Bei der Kamera konnte ich soweit keine Veränderungen / Verbesserungen feststellen. Sie liefert, wie schon im Test beschrieben, bei guten Lichtverhältnissen sehr schöne Ergebnisse. Danke für Eure Arbeit ! Grüße
ThoSch am Freitag, 06. Juli 2018 10:56

Hab mir auch ein solches Handy bei eFox (Fehler !) bestellt. Bekommen hab ich aber eines mit (vmtl.) defekten Akku. Denn in verschiedenen APPs (z.Bsp.AccuBattery) wird mir eine Akkugröße, bzw. max Kapazität von 1000 (!!) mAh angezeigt. Selbst bei Nichtbenutzung muss ich das Teil spätestens am 4.Tag laden. Über Nacht verliert der Akku um die 10-12% ! Habs auch auf Werkszustand zurück gesetzt um verdeckten Stromverbrauch durch APPs auszuschliessen. Keine Besserung.
Rücksprache mit dem eFox-"Support" kam mir wie eine Hinhaltetaktik vor und schlussendlich soll ich das Handy nun zurück schicken. Im Netz hab ich so einiges gefunden in Bezug auf Versand dahin, wird viel davon geredet das es nur teuer per "Gefahrgut" versendet werden kann, wenn überhaupt. Und bei Rückgabe gibts wohl nur 80% an Geld zurück. "Toll" !!
Weiß noch nicht was ich machen soll und werde. Habe aber angefragt ob sie mir einen neuen Akku zu schicken. Mal sehen.
Trotzdem ein gutes Gerät mit guter Qualität, vom Akku eben und dem gewöhnungsbedürftigen hohen Gewicht mal abgesehen.
Beim Kauf in China, egal ob direkt oder ab Lager in EU, sollte man sich dieser möglichen "Umstände" bewußt sein !

Hab mir auch ein solches Handy bei eFox (Fehler !) bestellt. Bekommen hab ich aber eines mit (vmtl.) defekten Akku. Denn in verschiedenen APPs (z.Bsp.AccuBattery) wird mir eine Akkugröße, bzw. max Kapazität von 1000 (!!) mAh angezeigt. Selbst bei Nichtbenutzung muss ich das Teil spätestens am 4.Tag laden. Über Nacht verliert der Akku um die 10-12% ! Habs auch auf Werkszustand zurück gesetzt um verdeckten Stromverbrauch durch APPs auszuschliessen. Keine Besserung. Rücksprache mit dem eFox-"Support" kam mir wie eine Hinhaltetaktik vor und schlussendlich soll ich das Handy nun zurück schicken. Im Netz hab ich so einiges gefunden in Bezug auf Versand dahin, wird viel davon geredet das es nur teuer per "Gefahrgut" versendet werden kann, wenn überhaupt. Und bei Rückgabe gibts wohl nur 80% an Geld zurück. "Toll" !! Weiß noch nicht was ich machen soll und werde. Habe aber angefragt ob sie mir einen neuen Akku zu schicken. Mal sehen. Trotzdem ein gutes Gerät mit guter Qualität, vom Akku eben und dem gewöhnungsbedürftigen hohen Gewicht mal abgesehen. Beim Kauf in China, egal ob direkt oder ab Lager in EU, sollte man sich dieser möglichen "Umstände" bewußt sein !
Gäste - Enzio am Mittwoch, 30. Mai 2018 09:42
Erstaunt

Bin wirklich ein wenig geplättet von der Qualität, denn ich hatte eigentlich lediglich mit dem nächsten Schrott-Smartphone von Ulefone gerechnet. Jetzt haben wir eine gigantische und nicht gefakte Akkulaufzeit, eine gute Verarbeitung und sogar eine für Ulefone-Verhältnisse spitzenmäßige Kamera. Man kann nur hoffen, dass Ulefone diesen Weg jetzt weitergeht und zu den größeren Playern aufschließen kann. Man sieht ja, sie können, wenn sie wollen.

Bin wirklich ein wenig geplättet von der Qualität, denn ich hatte eigentlich lediglich mit dem nächsten Schrott-Smartphone von Ulefone gerechnet. Jetzt haben wir eine gigantische und nicht gefakte Akkulaufzeit, eine gute Verarbeitung und sogar eine für Ulefone-Verhältnisse spitzenmäßige Kamera. Man kann nur hoffen, dass Ulefone diesen Weg jetzt weitergeht und zu den größeren Playern aufschließen kann. Man sieht ja, sie können, wenn sie wollen.
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Montag, 19. November 2018

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