ChinaMobileMag ist dank tradingshenzhen bannerfrei

Review: Acer Chromebook 13

☕️ Spenden: Patreon | PayPal
Review: Acer Chromebook 13

Chromebooks werden derzeit immer beliebter, und so langsam bewegen wir uns auch in diesem Bereich auf die Verfügbarkeit von sehr günstigen Budget Geräten zu, auch aus Fernost. Zeit einmal einen genaueren Blick auf solch ein Gerät zu werfen.

Für den ersten Chromebook Test hier auf Gizchina.de, habe ich mir das Chromebook 13 von Acer in der Variante mit 4GB RAM ausgesucht. Das Gerät kostet neu 349€ bei Amazon und verfügt über ein 13“ Display mit 1080p Auflösung. Als Prozessor kommt ein ARM Chipsatz zum Einsatz, genauer der NvidiaTegra K1, unter anderem bekannt aus dem XiaomiMiPad. Während der vergangenen Wochen seit dem Unboxing habe ich das Chromebook Tag für Tag im Einsatz gehabt, und möchte euch in diesem Testbericht nun ausführlich meine Eindrücke schildern.

Unboxing

P1010713

Das Acer Chromebook 13 wird im typischen Karton eines Notebooks geliefert. Im Inneren befindet sich das Chromebook und das typische Zubehör wozu eine mehrsprachige Bedienungsanleitung und ein Netzteil mit Schuko-Stecker gehört. Das Netzteil ist recht kompakt gehalten, was den Transport in einer Tasche oder dem Rucksack einfacher macht. Was ich jedoch vermisse ist ein integrierter Kabelbinder, z.B. in Form eines Klettverschlusses.

Design

P1010714

Das Acer Chromebook 13 besteht aus mattem Kunststoff, die Oberfläche fühlt sich aber dennoch recht glatt an. Fingerabdrücke oder Dreck haften an dem Material nicht gut an, sodass das Gerät auch nach langer, intensiver Nutzung noch ansehnlich bleibt. Was sofort auffällt, ist die geringe Dicke des Chromebooks. An der dicksten Stelle einschließlich den Gummifüßen, kommt das Gerät auf nur 1,9cm. Auch sonst gibt sich das Gerät kompakt: Die Abmessungen betragen 32,7 x 23cm. Das Gewicht hält sich mit 1,43kg in Grenzen. Das Gewicht ist eigentlich perfekt, denn das Gerät wirkt dadurch nicht zu sperrig, aber auch nicht billig.

P1010715P1010716

P1010717P1010718

Im zugeklappten Zustand zieren das Chromebook am rechten Rand ein Chrome und Acer Logo. Am Scharnier sind links ausgerichtet zwei LEDs platziert, welche den Betriebs- und Ladezustand anzeigen. Auf der rechten Seite des Acer Chromebook 13 befinden sich ein 3,5mm Kopfhöreranschluss und der Ladeport. Letzterer ist leider extrem Schwergängig, was von Nachteil ist, wenn man über das Kabel stolpert. Hier wird das Chromebook dann unweigerlich vom Tisch gerissen. Hier wäre ein Anschluss á la MagSafe eine gute Idee gewesen. Auf der Rückseite des Geräts befindet sich dann ein HDMI Anschluss und der erste von zwei USB 3.0 Anschlüssen. Den Zweiten findet man Links, direkt neben einem SD Einschub.

P1010719

Die Unterseite des Geräts zieren zwei Lautsprecheröffnungen und zahlreiche Kreuzschli t zschrauben. Mit diesen kann das Chromebook bei Bedarf einfach geöffnet werden. Danach hat man dann Zugriff auf den Akku, welcher aus 3 Zellen besteht. Offiziell kann dieser nicht gewechselt werden, Bastler werden aber mit Sicherheit ihren Weg finden.

P1010720

Nach dem Aufklappen blickt man direkt auf das 13,3“ Display. Dieses verfügt über einen recht breiten, weißen Rahmen, welcher vor allem auf der unteren Seite recht breit ist. Damit erinnert das Gerät irgendwie an die früheren EeePCs von Asus. Um Den Bildschirm vor Kratzern durch die Tastatur zu schützen, befinden sich hier noch einmal kleine Abstandshalter aus Gummi. Über dem Display ist eine Kamera mit 1,3MP angebracht, welche auch Videos mit 720p bei 30fps aufnehmen kann. Daneben befinden sich eine Status LED und ein Mikrofon. Das Scharnier des Displays wirkt stabil, knarzt und wackelt nicht. Es bietet auch ausreichend Widerstand, sodass es nicht möglich ist den Deckel mit zu viel Schwung „zuzuschlagen“.

Touchpad und Tastatur

P1010721

Die integrierte Eingabeperipherie hat bei mir einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Die Tastatur ist nahtlos in das Gehäuse integriert worden und bietet mit den schwarzen Tasten einen netten Kontrast. Bei der Tastengröße hat Acer genau die richtige Balance aus Größe und Abstand gewählt, sodass man beim Schreiben einen hervorragenden „Key-Travel“ genießen kann und noch dazu eine nahezu hundertprozentige Treffsicherheit hat. Auch der Druckpunkt der Tasten wurde gut gewählt. Die Tasten sind nicht zu leicht- aber auch nicht zu schwergängig. Für mich als Vielschreiber ist eine gute Tastatur einfach wichtig, und meine Favoriten sind bisher die Tastaturen von Apple gewesen.

P1010722

Nach zwei Wochen Bloggen mit dem Chromebook kann ich sagen, dass die Tastatur denen von Apple sehr nahe kommt, und ich mich damit sehr wohl gefühlt habe. Nur an das Layout muss man sich zu Beginn etwas gewöhnen. Es fehlen ein paar Tasten die man gewöhnt ist, und um die Optik nicht zu stören, hat man einige Tasten einfach vergrößert oder näher zusammengeschoben. Nach ca. einer Stunde Eingewöhnungszeit war das dann aber kein Problem mehr.

P1010723

Das Touchpad im Acer Chromebook 13 ist über raschend groß und erinnert von der Bedienung her an die Trackpads von Apple. Die Oberfläche könnte aus Glas sein (da bin ich mir nicht ganz sicher) und kann als Ganzes heruntergedrückt werden, um einen Klick auszulösen. Alternativ kann man das Touchpad dazu auch antippen. Das Touchpad überzeugt durch hohe Empfindlichkeit und Präzision, enttäuscht aber beim Markieren von Text oder Verschieben von Elementen. Dies kann man nicht durch doppeltes Antippen und anschließendes Halten tun, sondern muss dazu die Hardwaretaste betätigen. Dazu benötigt man dann zwei Finger, da mit einem Finger durch den hohen Druck die Gleiteigenschaften verschlechtert werden und es somit nicht mehr möglich ist ausreichend präzise Bewegungen durchzuführen.

Display

P1010726

Das 13,3“ große Display des Acer Chromebook 13 arbei tet mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln in der teureren Variante. Die Pixeldichte des Bildschirms ist dabei recht hoch, denn es ist so gut wie unmöglich hier einzelne Pixel zu erkennen. Hier wird also hochskaliert, was sich leider negativ auf die Schriftgröße auswirkt. Diese kann man zwar für Webseiten problemlos anpassen, nicht jedoch im Chrome OS. Das beeinträchtigt die Benutzbarkeit außerhalb des Chrome Browsers leider sehr stark.

P1010727

Was ebenfalls negativ auffällt ist die Farbwiedergabe. Das Bild sieht keineswegs schlecht aus, aber der Farbraum ist recht eingeschränkt, was teils zu einer recht langweiligen Wiedergabe von Bildern und Videos führt. Auch die Blickwinkel könnten zumindest von Oben und Unten etwas stabiler sein, denn hier ist es manchmal notwendig das Display weiter nach unten zu klappen als mir lieb ist, um bei dunkleren Bildern einem weißlichen Schleier auf dem Bild zu umgehen.

P1010728

Überzeugen kann das Display aber mit Helligkeit und Ablesbarkeit im Freien. Die Leuchtkraft ist hoch genug um gegen einstrahlende Sonne anzukommen, und zusätzlich werden Spiegelungen durch eine matte Oberfläche reduziert, was für mich ein extrem wichtiges Kriterium bei einem Laptop / Netbook für Unterwegs ist. Damit ist das Gerät zumindest schon einmal vom Bildschirm her eine ideale Arbeitsmaschine für unterwegs.

Hardware & Performance

Das Acer Chromebook 13 ist in zwei Versionen mit HD Display und 2GB RAM und Full HD Display und 4GB RAM erhältlich. Letztere ist die getestete Variante. Hinzu kommen noch 32GB interner eMMC Speicher, was sich im Alltag als Genug erwiesen hat. Als Prozessor kommt hier ein NvidiaTegra K1 mit 2,1GHz zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um einen der leistungsfähigsten Tablet Prozessoren auf Basis der ARM Architektur. Chromebooks mit ARM Prozessor werden im Moment immer populärer, da sie die Vorzüge eines Tablets (geringe Abwärme, lange Akkulaufzeit, niedriger Stromverbrauch) mit den Vorzügen eines Net- oder Notebooks kombinieren (vollwertige Tastatur, größeres Display, Erweiterbarkeit mit USB Geräten). Doch wie verhält sich der Prozessor in einem Chromebook?

Nun, im Grunde nicht viel anders als in einem Tablet PC. Chrome OS ist eine recht schlanke Linux Distribution und hält damit das Meiste der Ressourcen für die Programme frei, allen voran dem Chrome Browser, welcher der Mittelpunkt von Chrome OS ist. Um es kurz zu machen: B eim Ansurfen normaler Websites bemerkt man nicht wirklich einen Unterschied zu einem x86 Computer. Hier läuft alles sehr flüssig von statten. Auch Textverarbeitung in Google Docs oder Office Online, ja sogar das Ansehen von YouTube Videos mit 1080p Auflösung macht keinerlei Probleme. Ab und an merkt man den Tablet SoC dann aber doch, und das vor allem wenn es um Anwendungen mit viel Flash und Java Script geht, Facebook zum Beispiel. Hier kommt das Gerät dann gerne einmal ins stocken, wird aber nicht unbenutzbar. Da der Trend aber immer mehr hin zu HTML5 und WebGL geht, sollte dies auch bei künftigen ARM Chromebooks immer weniger zum Problem werden.

Bleibt noch ein Blick auf Benchmark Ergebnisse zu w erfen. Für Chrome OS kommen leider nur Browser Benchmarks in Frage. Der Populärste dieser Benchmarks dürfte wohl Futuremark'sPeacekeeper sein. Hier erreicht das Acer Chromebook 13 eine Punktzahl von 1329 Punkten. Zum Vergleich: Das sind rund 400 Punkte mehr als das Apple iPad der 4. Generation, aber natürlich deutlich weniger als ein Chromebook mit x86 Prozessor erreichen würde. Dafür befinden wir uns hier aber auch in einer niedrigeren Preisklasse.

Konnektivität

Das Acer Chromebook 13 nimmt standardmäßig die Verbindung zum Internet über AC WLAN auf. Zusätzlich kann man sich auch dank Bluetooth 4.0 mit den verschiedensten Gerätschaften verbinden. Beides funktionierte im gesamten Testzeitraum ste ts zu meiner vollen Zufriedenheit. Besonders der WLAN Empfang hat mich ab und an sogar schwer beeindruckt. Selbst an stellen wo mein Smartphone (von dem ich nebenbei bemerkt schon einen exzellenten Empfang gewohnt bin) nicht mehr so recht wollte, hatte das Chromebook 13 weiterhin keine Probleme. Dies zeugt von einer sehr gut dimensionierten Antenne, was definitiv auch bei der Verwendung von WLAN Hotspots unterwegs von Vorteil ist. Jeder kennt das Problem, dass die Signalstärke hier oft unter aller Sau ist.

Was ich persönlich vermisse ist allerdings ein internes 3G Modem. Das wäre noch das Sahnehäubchen, gerade auch deswegen, weil ein Chromebook ohne Internet Zugang nur noch sehr eingeschränkt genutzt werden kann. Das bessert sich aber gerade auch, wozu ich später noch kommen werde. Im Moment muss man für mobilen Internetzugriff ohne Hotspot entweder die Verbindung vom Sm artphone freigeben, oder aber einen Surfstick verwenden. Ich habe hier einen ZTE Surfstick von 1&1 liegen, welcher von Chrome OS erkannt wird und auch genutzt werden kann.

Chrome OS

Werfen wir nun endlich einen Blick auf Chrome OS, wohl eines der umstrittensten Google Produkte. Das Konzept ist im Grunde so einfach wie genial: Eine Linux Distribution mit einfachem Fenstermanager und dem Google Chrome Browser in dem so ziemlich alles aubläuft. Dies sorgt für Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit. Doch viele können sich einfach nicht vorstellen, mit einem derart kastrierten OS dem Alltag nachzugehen. Um ehrlich zu sein: Ich konnte das auch nicht, und deshalb war das Experiment Chromebook für mich eine sehr interessante Zeit. Aber alles der Reihe nach.

Beginnen wir zunächst einmal mit dem Auslieferungszustand. Ein großer Vorteil von Chrome OS wird direkt beim ersten Ei nschalten des Chromebooks klar: Die Bootzeit ist atemberaubend! Vom Drücken des Einschalters bis hin zum Einrichtungsassistenten vergehen gerade einmal 6 Sekunden. Dann geht es weiter mit den üblichen Prozeduren. Zunächst wird das WLAN eingerichtet, und dann verbindet man das Chromebook mit seinem Google Account und kann sich ein Profilbild aussuchen. Im Falle des Chromebook 13 von Acer bekommt man von Google dafür sogar noch 100GB kostenlosen Cloud Speicher bei Google Drive geschenkt. Dieser bleibt für zwei Jahre kostenlos. An dieser Stelle ist es auch wichtig zu erwähnen, dass Chrome OS mehrere Benutzer auf einem Gerät unterstützt.

login

Hier kann sich also jedes Familienmitglied mit seinem Google Account anmelden, und arbeitet dann komplett abgeschottet von den anderen Benutzern. Auch einen Gast Modus gibt es, welcher ohne Google Account funktioniert.

desktop

Nach dem Einrichten landet man auf dem Chrome OS Desktop. Dieser besteht aus einem frei wählbaren Hintergrundbild (da ist für jeden was dabei), und einer kleinen Taskleiste mit einer Art Startmenü, Verknüpfungen, Statussymbolen und einer Uhr. Auch Chrome Benachrichtigungen werden hier angezeigt.

startmenü

Will man das Chromebook 13 aus schalten, so drückt man den entsprechenden Schalter für 2 Sekunden, woraufhin man zur Benutzerauswahl gelangt. Erneutes Drücken für 2 Sekunden fährt das Gerät herunter. Für den Standby Modus klappt man das Chromebook einfach zu. Das Erwachen funktioniert quasi sofort, ohne Verzögerung. Beim Kaltstart bis zum Desktop nach der Ei nrichtung braucht das Chromebook zwischen 4 und 7 Sekunden.

browser

Fahren wir als nächstes mit dem Chrome Browser fort, denn in diesem läuft der große Teil aller Aktivitäten ab. Umgewöhnen braucht man sich hier nicht, denn dieser sieht genauso aus wie man ihn vom PC kennt. Wer den Chrome Browser auf dem Computer verwendet und seine Daten mit Google synchronisiert, der wird sich freuen, denn in diesem Falle sind sofort alle Erweiterungen, Lesezeichen, Passwörter und der Verlauf auch auf dem Chromebook verfügbar. Das spart viel Zeit für die Einrichtung, welche man woanders besser investieren kann. Unterschiede zur Desktopversion von Chrome bemerkt man erst, wenn man sich tiefer in die Menüs vorarbeitet.

einstellungen

Der größte Unterschied ist hier in den Einstellungen des Browsers zu finden, denn neben den klassischen Einstellungen findet man hier auch Einstellungen von Chrome OS. Dazu gehören Display, Tastatur, Touchpad, die Benutzerverwaltung, Datum und Uhrzeit, Bedienungshilfen und Funktionen zum Zurücksetzen des Computers.

Wenden wir uns nun dem Startmenü zu, welches in der Taskleiste ganz links zu finden ist. Standardmäßig findet man hier hauptsächlich Google Tools wie Google Docs und YouTube, aber auch den Chrome Web Store. Die meisten Apps starten direkt als Tab im Browser. Wen das stört, der kann per Rechtsklick dauerhaft festlegen, dass eine spezifische App immer in ihrem eigenen Fenster starten soll.

webstore

Im Chrome Web Store kann man sich zahlreiche Applikationen auf sein Chromebook installieren. Beim Großteil der Apps handelt es sich um HTML5 Applikationen, manchmal auch nur um einfache Links.

spotify

So gibt es z.B. eine App von Spotify, um auch vom Chromebook aus auf den Dienst zugreifen zu können. In Sachen Apps zeichnet sich allerdings derzeit auch ein Umschwung ab. So arbeitet Google derzeit daran auch Android Apps auf die Chromebooks zu bringen. Evernote ist so zum Beispiel bereits verwendbar. Realisiert wird dies mittels einer Android Runtime. Bleibt zu hoffen, dass in Zukunft hier auf das gesamte Angebot aus dem Android App Store zugegriffen werden kann. Denn im Moment kann man sobald man offline ist mit einem Chromebook so gut wie nichts mehr anfangen.

dateiexplorer

Die einzigen Applikationen welche neben dem Chrome Browser nativ auf dem System laufen sind ein Dateimanager, ein Videoplayer und eine rudimentäre Software zum Betrachten und Bearbeiten von Bildern. Wer Freiheit will, der muss in den Developer Mode von Chrome OS wechseln. Diese Freiheit erkauft man sich dann aber auch mit einem absolut unsicheren System, weshalb Anfänger davon unbedingt die Finger lassen sollten.

Das Alles mag nun nach einem extrem eingeschränkten System klingen, mit dem man kaum arbeiten kann, doch dem ist nicht so. Ich war schon an Tag zwei mit dem Chromebook sehr positiv überrascht wie unproblematisch ich meine Arbeit mit dem Gerät verrichten konnte. Artikel und Reviews schrieb ich während der Zeit durchgehend am Chromebook. Bilder bearbeitete ich entweder mit dem internen Tool oder mit der Web App Sumo Paint. Übrige Schreibarbeit wurde direkt auf Google Docs erledigt, und der Bürokram mit der Online Version von Office, wobei vor allem Excel zum Ei nsatz kam. Für meine Emails griff ich auf Roundcube zurück, welchen ich auf meinem Server als Email Client installiert habe. Kein Vergleich zu Outlook auf meinem iMac oder Kontact auf meinem Linux Notebook, doch ausreichend um unterwegs auf dem Laufenden zu bleiben. Selbst für den Umgang mit 7zip Dateien, welche von Haus aus nicht unterstützt werden (ZIP Dateien werden als virtuelles Laufwerk gemounted), gibt es Online Tools mit denen diese entweder konvertiert werden können, oder entpackt und der Inhalt heruntergeladen werden kann.

multitask

Multitasking ist ebenfalls kein Problem und funktioniert, sofern man sich für die Verwendung der einzelnen Apps in Fenstern entschieden hat, wie von jedem anderen Rechner gewohnt. Mit Alt+Tab wechselt man einfach zwischen den offenen Fenstern, und es gibt sogar eine eigene Taste auf der Tastatur, mit welcher alle aktiven Tasks mit einem Vorschaubild aufgelistet werden. An der Stabilität gibt es ebenfalls nichts zu meckern. Im gesamten Testzeitraum kam es nie zu Hängern oder Abstürzen. Das Chromebook 13 lief einfach, ohne das man sich darüber großartig Gedanken macht. Damit wird klar: Es gibt für so ziemlich jede Aufgabe eine Online Alternative, sodass eine richtige native Applikation mit N ichten unbedingt notwendig ist. Für den Gebrauch on- the- go, insbesondere als Blogger, aber auch als "B asisnutzer", ist man mit einem Chromebook bestens bedient, und das auch im Sinne der Akkulaufzeit - zumindest beim Beispiel von Acer.

Multimedia

Man würde es von einem Chromebook nicht erwarten, und schon gar nicht von einem Gerät in der Preisklasse des Acer Chro mebook 13, aber das Gerät schlägt sich im Multimedia Bereich erstaunlich gut. Full HD Videos werden grundsätzlich flüssig wiedergegeben, wobei es egal ist ob es sich nun um eine Videodatei im internen Speicher, von einem externen Medium, von einem Web Server oder von YouTube (auch mit Flash Player) handelt. Doch es gibt auch E inschränkungen, welche man in Kauf nehmen muss. Grundsätzlich unterstützt der NvidiaTegra K1 zwar Inhalte mit 4k Auflösung, doch mit Chrome OS ist das leider nicht der Fall. Solche Video ruckeln stark und sind nicht benutzbar. Am Codec kann es nicht liegen, denn sonst würde das Video nicht abgespielt werden, deshalb ist davon auszugehen, dass Nvidia hier noch am Grafiktreiber für Linux nachbessern muss, welcher natürlich auch auf Chrome OS zum Einsatz kommt.

Was mich von den Socken gehauen hat, ist die Qualität der internen Lautsprecher. Hier verwöhnt das Acer Chromebook 13 mit kristallklarem Stereo Sound und sehr hoher Lautstärke (91dB). Dabei übersteuert aber selbst bei maximaler Lautstärke und schwierigen Tracks nicht, was alleine schon sehr erfreulich ist. Hinzu kommt aber auch eine sehr intensive Bass Wiedergabe, welche man dem dünnen Gerät gar nicht zutrauen würde. Hier macht es wirklich Spaß auch einmal einen Film anzusehen. Die Qualität über den Kopfhörer Ausgang ist ebenfalls sehr gut. Hier steckt viel Power dahinter, was gerade mit guten Kopfhörern für viel Spaß sorgt.

Bezüglich der internen Lautsprecher gibt es aber auch einen Wermutstropfen zu erwähnen: Die Öffnungen sind so angebracht, dass sie bei der Verwendung des Geräts auf den Beinen von jenen verdeckt werden. Darunter leidet die Klarheit der Audiowidergabe deutlich. Zum Musikgenuss sollte man das Chromebook 13 also auf einen Tisch stellen.

Akkulaufzeit

Acer verbaut im Chromebook 13 einen 3-Zellen Akku mit einer Kapazität von 3.220mAh. Das klingt nach wenig, wenn man sich einmal ins Gedächtnis ruft, was aktuelle Tablets so für Kapazitäten an Bord haben. Dennoch verspricht Acer eine Laufzeit von 11 Stunden. Zugegeben, da war ich schon sehr Skeptisch, wurde aber schon am ersten Tag eines Besseren belehrt. Fakt ist: Bei 11 Stunden geht Acer von mittelmäßiger Belastung aus. Am ersten Tag war das Wetter hier nicht sonderlich gut, wodurch es recht dunkel war. Dadurch konnte ich mit der Bildschirmhelligkeit auf ein Minimum herunter gehen. Weiterhin gab es an diesem Tag für mich viel zu tun, wodurch ich nicht viel mit dem Chromebook herumspielen konnte. Ich verwendete es dennoch den ganzen Tag, und zwar zum simplen Schreiben von Artikeln. DIe Uhr behielt ich während der Nutzung im Auge, und man mag es kaum glauben, ich kam auf fast 13 Stunden Akkulaufzeit. Mittlerweile mache ich mit dem Chromebook zwischendurch aber auch Dinge, welche den Prozessor mehr belasten und die Displayhelligkeit kann ich auch nicht immer auf dem niedrigsten Niveau halten. Im Schnitt komme ich also meistens auf um die 9 Stunden. Ich habe aber auch durchgehend zahlreiche Tabs auf, darunter auch immer zwei mit viel Java Script, was den Prozessor stark beansprucht. Die Angabe von Acer ist also ziemlich genau für den durchschnittlichen Nutzer, aber auch Power User werden mit dem Acer Chromebook 13 vollends zufrieden sein. Man muss sich hier auch wieder ins Gedächtnis rufen, dass man es hier mit einem 349€ Gerät zu tun haben. Für dieses Geld findet man normal kaum ein Laptop oder Netbook mit solch einer Laufzeit - von Windows 8.1 Tablets mal abgesehen. Aufgeladen ist der Akku übrigens auch im Nu. Binnen 2 Stunden kann man seine Arbeit wieder mobil fortsetzen.

Fazit

Ich kann nun mangels fehlender Erfahrung mit anderen Chromebooks keinen Vergleich abgeben, was ich allerdings sagen kann ist, dass ich mir das Acer Chromebook 13 ohne zu zögern zulegen würde, wenn ic h denn gerade auf der Suche nach einem neuen Mobilgerät wäre. Und das trotz meiner Vorurteile bezüglich Chrome OS die ich vorher hatte. Ich wurde hier einfach eines Besseren belehrt, und die Arbeit mit dem System läuft überraschend reibungslos ab. Was ich außerdem gelernt habe: Cloud Office ist geil! Künftig werde ich definitiv meine Bedenken bezüglich Datenschutz links liegen lassen und voll auf den Zug aufspringen. Die Vorteile überwiegen einfach.

Zum Chromebook selbst: Was Acer hier für das Geld von 349€ abliefert (oder schon 299€ für die Einsteigervariante) ist für meine Begriffe ein Knaller. Die Verarbeitung des Geräts ist top, wenngleich das Design noch etwas schicker sein könnte, und vor allem die Tastatur hat mich begeistert. Das Chromebook schlägt hier sogar mein Sony Vaio welches ich einst für teures Geld (aka 699€) abgestaubt habe. Gut muss also nicht immer teuer sein. Klar hat das Chromebook auch seine Macken, der Bildschirm z.B. Dazu muss ich aber sagen, dass mir der Bildschirm bei einem Arbeitstier nicht so sehr wichtig ist. Was hier zählt ist Ablesbarkeit im Sonnenlicht und ausreichend hoher Kontrast um Texte angenehm lesen zu können, und hier liefert Acer. Das Farbdefizit ist mir da einfach mal total schnuppe.

Ich kann jedem nur mal ans Herz legen sich mit den Chromebooks näher zu befassen, und eventuell auch einmal beim Elektronikhändler des Vertrauens selbst Hand an zu legen. Wer sich das Acer Chromebook 13 gerne zu Weihnachten leisten möchte, der bekommt beide Versionen des Geräts bei Amazon. Viel Spaß damit!


Mit freundlicher Unterstützung durch
cect-shop
ChinaMobileMag ist Banner-frei.
Du willst uns auch unterstützen? Eine kleinen Spende (Patreon | PayPal) oder ein Kauf auf Amazon, Gearbest, Tradingshenzhen oder Aliexpress unterstützt den weiteren Betrieb.
❤️ Vielen Dank ❤️


 

Kommentare

Derzeit gibt es keine Kommentare. Schreibe den ersten Kommentar!
Bereits registriert? Hier einloggen
Gäste
Freitag, 07. August 2020

Sicherheitscode (Captcha)

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://www.chinamobilemag.de/

Unterstütze CMM