Redmi Go Testbericht

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xiaomi-redmi-go-1 Redmi Go im Test

​Low Budget Smartphones für weit unter 100€ sind ein Klassiker unter den Chinahandys. Für gewöhnlich kommen solche Geräte allerdings von den kleinen und weniger bekannten Herstellern. Doch nun hat auch Xiaomi ein entsprechendes Angebot parat: das Redmi Go. Dieses Smartphone kostet in Europa rund 80€, aus China ist es per Selbstimport teils schon ab 60€ erhältlich. Gerade für Kinder, Smartphone Einsteiger und Smartphone Nutzer mit sehr kleinem Budget sieht das Redmi Go auf dem Papier sehr vielversprechend aus. Was es tatsächlich taugt, haben wir uns für euch angesehen. Das Redmi Go befand sich eine Woche lang in Alltagsnutzung und wir zeigen euch nun, was der "Budget Knirps" auf dem Kasten hat.

Redmi Go
Verpackung & Lieferumfang

​Xiaomi liefert das Redmi Go in einer ziemlich kleinen und recht schlicht gestalteten Box in weißer Farbe. Neben dem Redmi Go Schriftzug und dem Hinweis auf die Global Version, trägt die Box auch noch das Mi Logo. Der Hersteller hat hier also noch nicht das Re-Branding vollzogen, denn eigentlich tritt Redmi mittlerweile als eigenständige Marke auf. Der Lieferumfang fällt sehr schmal aus. Auf eine Schutzhülle oder Schutzfolie verzichtet der Hersteller. Zum Redmi Go Global bekommt ihr lediglich eine Garantiekarte, Kurzanleitung, SIM Nadel, ein Micro USB Kabel und ein 5V / 1A Netzteil mit deutschem Stecker. Einen genaueren Blick auf den Lieferumfang bekommt ihr wie immer in unserem Unboxing Video.

Redmi Go
Design & Verarbeitung

​Das Redmi Go als "Retro Smartphone" zu bezeichnen, umschreibt das Design wohl am besten. Xiaomi hat auf alle modernen Design Merkmale verzichtet. Das Redmi Go sieht aus wie ein Smartphone aus den Jahren 2012 - 2014, als Kunststoff Gehäuse und dicke Ränder noch Normalität waren. Das Gerät kommt auch im mittlerweile fast ausgestorbenen 16:9 Format daher. Die typischen dicken Ränder über und unter dem Display sind natürlich ebenfalls am Start. Das führt natürlich auch dazu, dass das Redmi Go größer ist als man es zunächst erwarten würde (das Display ist mit 5 Zoll für heutige Verhältnisse sehr klein). Legt man das Smartphone neben ein modernes Gerät (z.B. ein Pocophone F1 oder Elephone A5), ist der Größenunterschied zwar vorhanden, jedoch erschreckend gering, wenn man bedenkt, dass diese Smartphones deutlich größere Display haben. Die exakten Abmessungen vom Redmi Go lauten 140,4 x 70,1 x 8,35mm / 137g.

Das Gehäuse besteht aus einem Stück Kunststoff. Wer es farbig will, kann zum blauen Modell greifen, alle anderen greifen zu Schwarz. Die Rille, welche einen Rahmen und eine Rückseite andeutet, ist nur der Optik halber vorhanden. Wer gehofft hat, dass man die Rückseite abnehmen und den Akku tauschen kann, liegt also falsch. Die Rückseite vom Redmi Go wirkt ungewohnt leer, denn einen Fingerabdruck Sensor oder eine Dual Kamera sucht man hier vergebens. Das Einzige, was die glatte Kunststofffläche unterbricht, ist ein kleiner LED Blitz und ein einzelnes Kameramodul in der oberen linken Ecke. Dafür findet man rings um das Smartphone diverse Elemente. Rechts wurden die Power Taste und eine Lautstärke Wippe positioniert. Unten findet man die Lautsprecheröffnung, den Micro USB Port und das Sprachmikrofon. Oben befindet sich ein 3,5mm Anschluss für Kopfhörer und ein weiteres Mikrofon zur Geräuschunterdrückung beim Telefonieren. Links befinden sich zwei Schubladen, von denen eine eine Nano SIM Karte und die andere sowohl eine Nano SIM und eine Micro SD Karte aufnehmen kann. Somit ist die Nutzung von zwei SIM Karten und einer Micro SD Karte gleichzeitig möglich. Das ist in diesem Fall auch gar nicht so unwichtig, da der interne Speicher sehr knapp bemessen ist.

Was die Verarbeitung betrifft muss man mit Ausnahme des Kunststoffgehäuses trotz des geringen Preises keine Abstriche hinnehmen. Das Smartphone ist Xiaomi-typisch verarbeitet und zeigt keinerlei Ungenauigkeiten. Selbst die Tasten sitzen fest an ihrem Platz und haben einen knackigen Druckpunkt mit gut gewähltem Widerstand. Die Stabilität hat unter dem kleinen Preis nicht gelitten. Man muss deutlich Kraft anwenden um das Smartphone ein wenig gebogen zu bekommen. Eine Beschädigung in engen Hosentaschen oder durch versehentliches Draufsetzen ist damit eher unwahrscheinlich.

Redmi Go
Display

​Größe: ​5"
Auflösung:​ ​1280 x 720
Technologie​:​IPS LCD (380 Nits)
​Anzahl Berührungspunkte:​10
Gehärtetes Glas:​​Ja
Anti Fingerabdruck Beschichtung:​​Nein

​Das kleine 5 Zoll Display im Redmi Go kaschiert die 720p Auflösung sehr gut. Erst bei einem Abstand von unter 15cm sind erste einzelne Pixel erkennbar. Bei normalem Abstand ist die Darstellung dagegen gestochen scharf und kommt ohne Treppcheneffekt aus. Farblich und qualitativ überzeugt das Panel für den kleinen Preis allemal. Den Farben mag es zwar ein wenig an Lebendigkeit fehlen, doch insgesamt kann sich das Bild für ein Low-Cost Smartphone wirklich sehen lassen. Sogar IPS Technik ist am Start, sodass die Farben bei seitlicher Betrachtung nicht kippen. Die Helligkeit geht in Ordnung, kommt gegen direktes Sonnenlicht aber nicht an. Hier wird es dann teils schwer noch etwas zu erkennen.

Kopfschütteln ist dann beim Touch Screen angesagt. Nein, nicht etwa, weil Xiaomi es hier verbockt hätte, sondern weil Xiaomi einen 10-Punkt Touch Screen verbaut hat. Wozu man das bei einem Billig-Smartphones und 5 Zoll Diagonale braucht, weiß wohl nur der Hersteller. Da hätte Xiaomi durchaus ein paar Cent einsparen und entweder in die eigene Tasche stecken, oder in eine Status LED investieren können - die fehlt dem Redmi Go nämlich. Der Touch Screen selbst funktioniert natürlich genauso gut wie man das von anderen Xiaomi Smartphones kennt. Weniger fehl am Platz ist dafür das Displayglas. Erfreulicherweise scheint dieses gehärtet zu sein, denn bisher finden sich nicht einmal Micro-Kratzer auf der Oberfläche. Nur auf eine fettabweisende Beschichtung hat Xiaomi verzichtet. Ein Fingerabdruck Magnet ist das Glas zwar trotzdem nicht, doch man muss ein paar mal mehr darüber wischen, um es sauber zu bekommen.

Redmi Go
Hardware & Performance

​Prozessor: ​Qualcomm Snapdragon 425 (28nm)
4x ARM Cortex A53 @1,4GHz
GPU:​ ​Adreno 308
RAM (Geschwindigkeit):​​1GB (3,56GB/s)
Speicher (Geschwindigkeit R/W):​​8 / 16GB (280 / 52MB/s)
Micro SD (Geschwindigkeit R/W):​Ja, separater Slot (82/ 32MB/s)
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Fingerabdruck Scanner:​​Nein
​Sensoren:​Licht, Annäherung, Beschleunigung, Schrittzähler
Besonderheiten:​​3,5mm Anschluss, keine Status LED, separater Micro SD Slot, Off-Screen Buttons (nicht beleuchtet), Micro USB Anschluss
Abmessungen / Gewicht:​140,4 x 70,1 x 8,3mm​
136g

​Dass man bei einem 60€ Smartphone die Ansprüche an die Leistung herunterschrauben muss, sollte klar sein. Das bedeutet aber nicht, dass man ein unbenutzbar langsames Smartphone akzeptieren muss. Dies würde ja das ganze Gerät Sinn-frei und somit trotz des "kleinen" Preises zur Geldverschwendung machen. Glücklicherweise hat Xiaomi für das Redmi Go eine ziemlich perfekte Prozessorwahl getroffen. Der Snapdragon 425 ist schnell genug um aktuelle Apps überraschend flüssig zu stemmen. An Spiele ist zwar nicht zu denken und selbst einfachere Casual Games ruckeln teilweise etwas, doch für normale Alltagsaufgaben wie YouTube, Musik, E-Mails, Internet, Facebook, Instagram und all dem Kram reicht die Leistung völlig aus. Gelegentliche Denkpausen gibt es, wenn man eine App frisch startet, doch danach läuft wieder alles flüssig. Der kleine Arbeitsspeicher ist zwar nicht mehr zeitgemäß, wird allerdings nicht direkt zum Flaschenhals, sofern man sich angewöhnt, nicht mehr benötigte Apps zu beenden. Drei bis vier Apps kann Android Go gleichzeitig im RAM halten, ab dann kann es passieren, dass Apps neu starten, wenn man sie aus dem Hintergrund hervorholt.

Weitere Abstriche muss man beim internen Speicher machen. Das günstigste Redmi Go, welches auch wir zum Testen bekommen haben, ist mit nur 8GB ausgestattet. Optional gibt es 16GB, was natürlich auch viel zu wenig ist. Am Ende des Tages ist das jedoch kein Problem, denn das Redmi Go bietet einen separaten Micro SD Slot. Somit kann man zwei SIM Karten und die Speicher Erweiterung gleichzeitig nutzen. Die Micro SD Karte lässt sich auch mit dem internen Speicher verschmelzen, sodass man Apps darauf installieren kann. So haben wir unser Testgerät um 128GB erweitert und dadurch keinerlei Speicherengpässe gehabt. Weitere Einsparungen gibt es bei den Sensoren. Dem Redmi Go fehlt nicht nur ein Fingerabdruck Sensor, auch Kompass und Gyroskop fehlen. Fußgängernavigation ist also weniger komfortabel, da sich die Karte nicht sofort an die Gehrichtung anpasst. Dafür gibt es allerdings einen Schrittzähler, was sicherlich für manche Nutzer von Vorteil ist. Als störend haben wir den Micro USB Port empfunden. Der kleine Preis entschuldigt den veralteten Anschluss nicht, denn eine Typ-C Buchse an sich verursacht erstmal keine Mehrkosten.

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Redmi Go
Software

​Variante: ​Android Go
​Android Version: ​Android 8.1
Sicherheitspatch im Test: Januar 2019
Google zertifiziert:​Ja
DRM Technologien:​Widevine L3, ClearKey CDM
Bloatware​:​Nur Google Apps & Mi Drop
Root Zugriff:​​Nein
OTA Updates:​​Ja (ein Update im Testzeitraum)
Schadsoftware:​​Nein

​Ein Grund, warum das Redmi Go trotz der schwachen Hardware überraschend flüssig läuft, ist das Betriebssystem. Hier kommt Android Go in der Version 8.1 mit aktuellem Sicherheitspatch zum Einsatz. Android Go ist eine Variante von Android, die auf schwache Prozessoren und vor allem kleinen Arbeitsspeicher ausgerichtet ist. Im Grunde handelt es sich zwar um ganz normales Android, doch vorinstalliert sind ein Ressourcen-sparender Launcher und spezielle Go-Versionen von Google Apps, welche im Funktionsumfang beschnitten sind, dafür aber weniger Arbeitsspeicher- und Prozessorkapazitäten belegen und so die Performance verbessern.Android Go unterstützt wie gewohnt alle Sprachen und Google Zertifizierung ist im Falle des Redmi Go ebenfalls vorhanden. OTA Updates gibt es ebenfalls und direkt nach dem Auspacken kam auch schon das erste Update an, welches den Sicherheitspatch aktualisiert hat. Abstürze oder sonstige Fehler sind im Testzeitraum keine aufgetaucht.

Redmi Go
Empfang & Konnektivität

​Mobilfunk: 2G: B2/B3/B5/B8
3G: B1/B2/B4/B5/B8
4G FDD: B1/B2/B3/B4/B5/B7/B8/B20/B28
4G TDD: B38/B40/B41(120MHz)
WLAN:​ ​WLAN 802.11b/g/n (2,4GHz)
Bluetooth:​​Bluetooth 4.1
NFC:​​Nein
HotKnot:​​Nein
Dual-SIM:​​Ja (Dual Nano SIM)
Positionsbestimmung:​​GPS, A-GPS, GLONASS, BDS

​Im Mobilfunk muss man beim Redmi Go kaum Abstriche machen. Bis auf fehlendes VoWiFi und VoLTE liefert das Smartphone ab. LTE wird inklusive Band 20 unterstützt und der Empfang ist gut. WLAN wird nur mit b/g/n und damit im 2,4GHz Band unterstützt, doch das dürfte in der Geräteklasse niemanden stören. Der Empfang ist auch hier gut. Bluetooth ist in Version 4.1 an Bord und deckt problemlos zwei bis drei Räume ab. GPS funktioniert extrem gut und findet binnen kurzer Zeit mehr als 20 Satelliten mit sehr guter Signalstärke. Navigation und Tracking funktioniert sehr genau.

Redmi Go
Sprachqualität & Audio

​Lautsprecher: ​Mono (Rahmen)
Noise Cancelling Mikrofon:​ ​Ja
Dedizierter Audio DAC:​​Nein
Dedizierter Verstärker:​​Nein

​Xiaomi ist bekannt dafür, auch seine günstigeren Smartphones mit ordentlichen Lautsprechern auszustatten. Das Redmi Go stellt hier keine Ausnahme dar. Der im unteren Rahmen verbaute Lautsprecher liefert eine hohe Lautstärke mit verblüffend guter Qualität. An die teureren Redmi Geräte kommt es zwar nicht heran, doch um nebenher mal bei der Hausarbeit Musik zu hören oder YouTube Videos anzusehen, reicht die Qualität völlig aus. Sogar Bässe kommen leicht durch und ein Kratzen oder Klirren bleibt bei hoher Lautstärke aus.

Darüber hinaus gibt es einen 3,5mm Anschluss für die Nutzung klassischer Kopfhörer. Dieser liefert eine recht hohe Lautstärke und ein klares Klangbild, welches gut abgemischt wirkt. Störgeräusche sind keine zu vernehmen. Sogar der Mi Sound Enhancer mitsamt Kopfhörer Presets ist vorhanden. Der Systemweite Equalizer von MIUI fehlt dagegen.

Beim Telefonieren überrascht das Redmi Go erneut, denn die Qualität ist für die Preisklasse überdurchschnittlich gut. Und das gilt für beide Seiten. Der Telefonhörer erreicht eine hohe Lautstärke mit ordentlicher Qualität und auch auf der Gegenseite kommt man klar und deutlich an. Hintergrundgeräusche werden durch das Umgebungsmikrofon gut ausgefiltert, sodass man auch in lauter Umgebung noch problemlos kommunizieren kann. Im Telefonhörer sind manchmal leichte Störgeräusche vom Mobilfunk wahrzunehmen. Das stört allerdings nicht weiter, da diese sehr leise sind.

Redmi Go
Kamera

​Hauptkamera: ​8MP f/2.0
Video: Full HD 30fps
​Frontkamera: ​5MP f/2.2
Video: Full HD 30fps
​Blitz:​Einzel LED
​Fokus:​CDAF
​Slow Motion:​Nein

​Für 60€ darf man keine perfekte Kamera Leistung erwarten. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass das Redmi Go von Xiaomi kommt. Wunder kann auch dieser Hersteller nicht vollbringen. Nichts desto trotz hat man sich sichtlich Mühe gegeben, das Beste herauszuholen. Tatsächlich ist die Hauptkamera alles andere als unbrauchbar. Klare Schwächen zeigen sich bei den Details in Landschaftsaufnahmen, dem Dynamikumfang in schwierigen Lichtsituationen und gelegentlich auch mal bei der Farbwiedergabe. Dennoch sind die Bilder als Schnappschüsse brauchbar. Bei kurzer Distanz und Makroaufnahmen legt die Qualität dann nochmal zu. Hier tauchen dann auch feinere Details auf und die Fotos sehen auch auf einem großen Bildschirm noch ganz gut aus. Lobenswert zu erwähnen ist außerdem die kurze Auslösezeit. Meistens gibt es kaum eine Verzögerung.

Bei wenig Licht oder Nacht versagt das Redmi Go leider. Hier entsteht quasi nur noch Matsch und Bildrauschen. Der Blitz hilft nur bei kurzer Distanz.

Die Frontkamera liefert recht viel Matsch und Bildrauschen, was leider auch bei Sonnenlicht der Fall ist. Für Selfies eignet sich die Kamera nicht wirklich.

​Videos werden von beiden Kameras mit Full HD aufgezeichnet und das ist schon eine kleine Sensation, denn für gewöhnlich ist die Frontkamera in dieser Preisklasse auf 480p limitiert. Die Videoqualität ist bei beiden Kameras für den Preis mehr als akzeptabel. Die Tonqualität ist gut und liefert eine ausreichende Lautstärke. Naturgeräusche wie Vögel werden ebenfalls erfasst. Bei starkem Wind schafft es das Smartphone allerdings nicht, das Geräusch auszufiltern (siehe Video Samples). Der Fokus der Hauptkamera ist recht langsam, dafür aber zuverlässig (kein Pumpen). Auf Slow Motion und Bildstabilisierung muss man verzichten.

Redmi Go
Akku

​Kapazität (Angabe): ​3.000mAh
​Kapazität (Gemessen): ​2.902mAh
​Wechselbar:​Nein
Fast Charging:​​Nein

​Der Akku im Redmi Go ist mit 3.000mAh nicht sonderlich groß. Ja, der Prozessor ist dafür schwach, aber da dieser noch mit 28nm gefertigt wird, hat das keinen großen Einfluss auf den Verbrauch. Das sieht man auch am Verbrauch bei aktivem Bildschirm, welcher mit 15% pro Stunde sehr hoch ist. Trotzdem ist die Laufzeit nicht schlecht, da man ein Smartphone wie das Redmi Go naturgemäß weniger intensiv nutzt als ein leistungsfähigeres Gerät. Und so kommt es, dass der Akku im Alltagseinsatz trotzdem zwei bis drei Tage durchgehalten hat. Dazu trägt auch der äußerst geringe Standby Verbrauch von 0,8% pro Stunde bei. Diese Statistik enthält auch die gelegentliche Nutzung von GPS Anwendungen und Spotify im Standby Modus!

Reichlich Geduld muss man allerdings beim Aufladen mitbringen. Fast-Charging gibt es hier nicht. Aufgeladen wird mit 5V / 1A. Quick Charge 2.0 ist auch nicht optional verfügbar. Die Nutzung eines entsprechenden Ladegeräts hat keine Auswirkung auf die Ladezeit. Knapp 2,5 Stunden dauert das Aufladen von 20 auf 100%.

Redmi Go
Fazit

​Xiaomi zeigt, dass auch ein 60€ Smartphone brauchbar sein kann. Zwar muss man auch beim Redmi Go einige Abstriche hinnehmen, doch für den Preis liefert das Gerät ein stimmiges Gesamtpaket ab und meistert grundlegende Aufgaben eines Smartphones ohne Probleme. Wer auf der Suche nach einem günstigen Zweit- bzw. Ersatzgerät ist oder ein erstes Smartphone für seine Kinder sucht, der ist hier gut bedient. Auch für Smartphone Nutzer mit kleinem Budget ist das Redmi Go gut geeignet. Darüber hinaus könnten auch weniger anspruchsvolle Senioren daran Gefallen finden, sofern die Augen noch gut genug sind, um den kleinen Bildschirm bedienen zu können.

Pro Contra
​+ Verarbeitung ​- Keine Status LED
+​​ Display & Touchscreen-​​ Kein Kompass / Gyroskop
+​​ Performance (wenn man den Preis & kleinen RAM berücksichtigt)-​​ Micro USB Anschluss
+​​ Empfang
+​​ Sprachqualität
+​​ Audio
+​​ Kamera (bedingt, für den Preis)
​+ Akkulaufzeit bei normaler Nutzung
​+ Software
 

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