ℹ️ ChinaMobileMag ist Banner-frei. Jetzt spenden!

Poco F4 Testbericht

ℹ️ ChinaMobileMag ist Banner-frei. Unterstütze uns mit einer Spende oder einem Kauf auf Amazon, eBay, Tradingshenzhen oder Aliexpress. Vielen Dank!

Poco F4 Das Poco F4 im ausführlichen Test

Einleitung

Das Poco F3 war eines der erfolgreichsten Xiaomi Smartphones der vergangenen Jahre und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Nun gibt es mit dem Poco F4 einen Nachfolger, mit dem Xiaomi keine großen Veränderungen umsetzt, sondern versucht Kritikpunkte des Vorgängers zu beseitigen. So setzt das Poco F4 abermals auf den bewährten Qualcomm Snapdragon 870 Prozessor und ein 120Hz AMOLED Display, bringt aber eine neue 64MP Hauptkamera mitsamt OIS und schnelleres 67W Fast-Charging ins Spiel. In diesem Testbericht klären wir, wie sich das Poco F4 im Alltagstest geschlagen hat. Den Test als Video findet ihr bei uns im YouTube Kanal.

Das Poco F4 gibt es wie schon beim Vorgänger mit 6GB oder 8GB LPDDR5 RAM sowie 128GB oder 256GB UFS 3.1 Speicher. Wählen kann man darüber hinaus aus den Farben Schwarz, Grün und Silber. Preislich geht es beim Poco F4 leicht aufwärts, denn das Smartphone kostet zur UVP rund 50€ mehr als der Vorgänger, was allerdings aufgrund von Bauteil-Knappheit und Inflation wenig überraschend kommt.

In der Basis-Ausstattung kostet das Poco F4 399€ und für die bessere Ausstattung muss man 449€ auf den Tisch legen. Zum Start gab es Early Bird Preise von 349€ und 399€, welche sicherlich auch in Zukunft im Rahmen von Angeboten wieder erreicht werden. Den Vorgänger hat Xiaomi übrigens vorerst weiterhin zu den bisher üblichen Preisen im Angebot.

Night Black
Nebula Green
Moonlight Silver

Poco F4 Lieferumfang

Die Verpackung vom Poco F4 zeigt sich außen komplett in Schwarz mit gelbem Aufdruck. Eine Abbildung des Smartphones gibt es nicht und man beschränkt sich auf das Poco-Logo und den Namen des Smartphones. Der innere Teil ist im typischen Poco-Gelb gehalten und präsentiert als Erstes einen Umschlag mit der SIM Nadel, der Dokumentation und einer transparenten Schutzhülle. Zusätzlich findet man hierin noch eine kleine Tüte, in welcher sich ein USB-C auf 3,5mm Adapter befindet. Darunter folgt dann das Poco F4, welches zum Schutz in Folie verpackt ist. Ab Werk befindet sich eine Schutzfolie auf dem Display. Abschließend folgen darunter dann noch das 67W Netzteil mit deutschem Stecker und ein USB-A auf USB-C Kabel in Weiß. Ein Unboxing Video zum Poco F4 findet ihr bei uns im YouTube Kanal.


Poco F4 Design

Materialien Rahmen: Kunststoff
Rückseite: Glas
Front: Gorilla Glass 5
Gewicht195g
Abmessungen163,2 x 75,95 x 7,7mm
WasserdichtNein

Materialien & Aussehen

Auch beim Poco F4 hält die Designsprache der aktuellen Redmi-Geräte Einzug, wodurch sich das Smartphone optisch recht stark von seinem Vorgänger unterscheidet. Der Rahmen ist nun komplett flach und auch die Glasrückseite kommt ohne Biegung daher. Lediglich die Kanten sind minimal abgerundet. In der Hand liegt das Poco F4 trotzdem gut, das Handgefühl ist aber definitiv "kantig". Das Kameramodul hat ebenfalls ein neues Aussehen verpasst bekommen. Beim Vorgänger war das Modul noch langgezogen, wohingegen es beim Poco F4 in rechteckiger Form daherkommt. Die Linsen sind als Dreieck angeordnet. Das Modul steht wieder etwas hervor und sorgt so für ein leichtes Wackeln, wenn das Smartphone beispielsweise auf einem Tisch liegt.

Die Glasrückseite vom Poco F4 kommt leider in Hochglanz-Optik daher. Damit ist sie recht anfällig für Abdrücke und das Smartphone sieht insbesondere bei der schwarzen Rückseite schnell verschmiert aus. Zumindest wenn man keine Hülle nutzen will, dürfte die grüne oder silberne Variante die bessere Wahl sein, da man Abdrücke hierauf weniger deutlich erkennen kann. Aus welchem Glas die Rückseite besteht, verrät der Hersteller bedauerlicherweise nicht. Somit bleibt unklar, ob es sich wie bei der Front um Gorilla Glass 5 handelt. Bei Lichteinfall zeigt die Rückseite ein dezentes Lichtspiel, bei dem sich vom Kameramodul ausgehend helle "Strahlen" über die Rückseite ziehen und je nach Blickwinkel die Position verändern.

Verarbeitung, Tasten & Anschlüsse

An der Verarbeitung gibt es wie von Xiaomi-Smartphones gewohnt kaum etwas auszusetzen. Der Kunststoff-Rahmen vom Poco F4 scheint eine relativ hohe Materialstärke zu haben. Das hört man, wenn man mit dem Fingernagel dagegen klopft und man merkt es auch deutlich, wenn man versucht, das Smartphone zu biegen. Hier muss man relativ viel Kraft aufwenden, um eine leichte Biegung zu erzeugen. Interessant ist dabei, dass das Poco F4 trotzdem 2g leichter ist als sein Vorgänger. Bemerkenswert ist auch die extrem genaue Verarbeitung des Rahmens, was sich vor allem am SIM Slot zeigt, der sich optisch kaum vom Rest abhebt. Was dem Poco F4 leider fehlt, ist ein IP-Rating. Ein grundlegende Spritzwasserschutz ist aber vorhanden, denn in der SIM Schublade findet man einen Dichtring.

Die Tasten sind beim Poco F4 leider wieder übereinander an der rechten Seite angeordnet. Dadurch lässt sich zumindest als Rechtshänder die Lautstärkewippe kaum mit einer Hand bedienen, weil man sie nicht komplett erreichen kann. Immerhin sind auch die Tasten sauber verarbeitet. Der Druckpunkt ist knackig, mit ausreichend Widerstand und das Spiel minimal, sodass die Tasten nicht klappern. Der USB-C Anschluss befindet sich wie gewohnt unten im Rahmen. Lautsprecher-Öffnungen findet man sowohl oben als auch unten. Oben finden sich zudem noch ein zweites Mikrofon und der Xiaomi-typische Infrarot Blaster.


Poco F4 Display

Größe 6,67 Zoll
Auflösung 2400 x 1080 @120Hz
Technologie120Hz AMOLED
900 Nits HBM / 1300 Nits Peak
HDR10(+) & Dolby Vision
Always-On Display
DCI-P3 Farbraum
MEMC Unterstützung
Anzahl Berührungspunkte10 (bis 360Hz Abtastrate)
Gehärtetes GlasGorilla Glass 5
Anti Fingerabdruck BeschichtungJa

Panel & Bild

Beim Display bringt das Poco F4 bewährte Technik mit. Das Display basiert wieder auf einem flachen 6,67 Zoll AMOLED Panel mit FHD+ Auflösung und bis zu 120Hz Bildfrequenz ohne Adaptive Sync. Das Panel ist ab Werk auf den DCI-P3 Farbraum abgestimmt und liefert eine lebendige Darstellung mit natürlich wirkenden Farben. Bilder und Videos kommen darauf also gut zur Geltung. An den Blickwinkeln und dem Kontrast gibt es AMOLED-typisch nichts auszusetzen. Auch die Bildschärfe ist gut und einzelne Pixel sind erst bei sehr geringem Betrachtungsabstand zu erkennen. Die Bildschirmränder sind relativ schlank, der untere Rand jedoch etwas breiter als der Rest, was aber bei günstigeren Smartphones wie dem Poco F4 typisch ist.

Im Freien lässt sich das Poco F4 dank der HBM Helligkeit von 900 Nits sehr gut ablesen. Somit kann man das Smartphone auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut nutzen. Die Wiedergabe von HDR Inhalten unterstützt das Poco F4 und liefert hier eine Peak Helligkeit von satten 1300 Nits. Lobenswert ist, dass neben der HDR10(+) Unterstützung nun auch Dolby Vision vorhanden ist. Das ist ein Feature, welches man in der Preisklasse nach wie vor relativ selten findet. In Netflix wird sowohl die HDR10 als auch die Dolby Vision Unterstützung ausgewiesen und Inhalte mit Dolby Vision konnten wir problemlos abspielen.

Einstellungen & Features

Die Bildschirm Einstellungen sind beim Poco F4 relativ umfassend. Zu den grundlegenden Dingen gehören natürlich ein Dark Mode und die Möglichkeit, die Bildfrequenz anzupassen. Dabei bietet das Smartphone 60Hz oder 120Hz als feste Refresh Rate, aber auch eine Automatik, welche dynamisch zwischen den Modi wechselt. Abseits davon bietet das Poco F4 aber noch diverse Funktionen, welche in der Preisklasse nicht selbstverständlich sind und auch bei Xiaomi-Geräten häufig fehlen.

Ein Beispiel dafür ist das Always-On Display. Bei vielen Mittelklasse Smartphones von Xiaomi, ist dieses ja dahingehend beschränkt, dass es nur für wenige Sekunden angezeigt wird und eben nicht permanent. Hier hebt sich das Poco F4 ab, denn das Smartphone bietet ein echtes Always-On Display, welches wirklich permanent angezeigt wird. Natürlich ist aber auch die Anzeige für wenige Sekunden oder nur in einem bestimmten Zeitraum möglich - ganz wie man es persönlich haben will.

Dazu kommen dann noch relativ umfassende Optionen zur Anpassung der Farbdarstellung. Neben den grundlegenden Farbprofilen, die man bei fast allen Xiaomi-Smartphones findet, sowie der Möglichkeit, die Farbtemperatur anzupassen, gibt es auch tiefergehende Farboptionen, mit denen man die Darstellung umfassend anpassen kann. Hierzu stehen Regler für RGB-Werte, Kontrast, Sättigung und Gamma bereit. Die "AI Bilder Engine" ist ebenfalls am Start und bietet eine KI-basierte HDR Optimierung sowie MEMC zum Hochrechnen von Videos mit geringer Framerate.

Touchscreen & Displayglas

Das Frontglas vom Poco F4 besteht wieder aus Gorilla Glass 5, was ja auch schon beim Vorgänger der Fall war. Im Testzeitraum hat sich das Glas kratzresistent gezeigt. Die Oberfläche bietet eine gute Gleitfähigkeit und verschmiert nicht zu schnell. Abdrücke lassen sich leicht abwischen. Der Touchscreen unterstützt abermals 10 Berührungspunkte und arbeitet mit einer recht geringen Latenz und ordentlicher Genauigkeit. Beim Scrollen durch Inhalte oder schnellem Schreiben spürt man keine größere Verzögerung. Die Abtastrate erreicht bis zu 360Hz, was insbesondere beim Spielen von Vorteil sein kann.


Poco F4 Ausstattung

Prozessor Qualcomm Snapdragon 870 (7nm)
1x ARM Cortex A77 @3,1GHz
3x ARM Cortex A77 @2,4GHz
4x ARM Cortex A55 @1,8GHz
GPU Adreno 650
RAM6GB / 8GB LPDDR5
Speicher128GB / 256GB UFS 3.1
Micro SDNein
Fingerabdruck ScannerJa (im Power Button)
SensorenAnnäherung, Rotationsvektor, Ausrichtung, Kompass, lineare Beschleunigung, Gravitation, Gyroskop, Umgebungslicht (x2), Beschleunigung
BesonderheitenUSB-C 2.0, USB OTG, Infrarot Blaster, Always-On Display, Linearvibration, kein 3,5mm Anschluss, Stereo Lautsprecher

Alltags Performance

Das Poco F4 ist mit demselben Prozessor ausgestattet wie sein Vorgänger. Kritisieren kann man an der Entscheidung allerdings nichts, denn der Vorgänger war hier ja für seinen Preis fast schon zu gut aufgestellt und daran hat sich bis heute nichts geändert. Der Snapdragon 870 erreicht in etwa die Leistung eines Snapdragon 865(+) und liegt damit auf dem Niveau zahlreicher Oberklasse Smartphones im Jahre 2020 und 2021. Damit ist der Chip auch jetzt noch eine hervorragende Wahl für Mittelklasse Smartphones mit viel Leistung, wenngleich man natürlich auf einen moderneren Fertigungsprozess verzichten muss, da der Snapdragon 870 nach wie vor mit 7nm gefertigt wird. Was die Alltagsperformance betrifft, liefert das Poco F4 in jedem Fall mehr als genug Leistung und man muss hier keine Kompromisse eingehen. Typische Alltags-Apps laufen perfekt flüssig und Multitasking stellt das Smartphone auch vor keine größeren Herausforderungen.

Sehr erfreulich ist auch, dass das Poco F4 eine wirklich gute Kühlung mitbringt, welche den Snapdragon 870 gut auf Temperatur hält. Das zeigt sich im CPU Throttle Test sehr deutlich, denn auch nach 15 Minuten kommt es hier zu keiner Absenkung des Taktes. Das Smartphone wird dabei auch nur warm und nicht heiß. Die Rückseite erwärmt sich gleichmäßig, was für eine gute Verteilung der Abwärme spricht. Das macht sich dann natürlich auch beim Spielen positiv bemerkbar. Man kann auch längere Zeit zocken, ohne dass es Einbrüche in der Bildrate gibt. Das Poco F4 liefert auch generell eine ganz gute Gaming Performance ab. Die Adreno 650 GPU ist recht leistungsfähig und kommt so auch mit anspruchsvolleren Spielen noch ganz gut klar. Shadowgun Legends lässt sich beispielsweise mit vollen Grafikeinstellungen recht flüssig spielen. In der gehobenen Mittelklasse von Xiaomi zählt das Poco F4 also zu den spieletauglichsten Vertretern. Das 120Hz Display wird man beim Zocken zwar nicht ausnutzen können, doch 60fps sind in vielen Titeln locker zu erreichen.

Benchmarks

Antutu Benchmark
GFXBench 1
Geekbench CPU
GFXBench 2
Geekbench GPU
GFXBench 3
PCMark Speicher Test
3DMark Benchmark
PCMark Benchmark
CPU Throttle Test

Speicher, Sensoren & Sonstiges

An der Speicherausstattung hat sich beim Poco F4 nicht verändert. Die bekannten Ausbaustufen 6+128GB und 8+256GB findet man auch hier wieder vor. Schade ist allerdings, dass weiterhin kein Micro SD Slot am Start ist. Das wäre ein Punkt gewesen, wo man eine zusätzliche Verbesserung hätte vornehmen können. Die Basis des Speichers bildet weiterhin schneller LPDDR5 RAM und UFS 3.1 Speicher. Aussagekräftige Benchmarks können wir euch allerdings nicht liefern, denn seit MIUI auf Android 12 basiert, liefern sämtliche Benchmark Apps unter dem System keine korrekten Werte mehr. Das ist auch beim Poco F4 wieder der Fall, wo beispielsweise im RAM Benchmark nur ein Durchsatz von 10GB/s gemessen wird, was unmöglich stimmen kann.

Bei den Sensoren liefert das Poco F4 die Xiaomi-typische Standard Ausstattung mit Kompass, Gyroskop und zwei Umgebungslichtsensoren für eine 360° Erfassung. Alle Sensoren haben im Test zuverlässig funktioniert. Der Fingerabdruck Sensor ist wieder in der Power-Taste integriert und entsperrt das Smartphone ohne größere Verzögerung oder Aussetzer. In den Einstellungen kann man festlegen, ob sich das Smartphone bei Berührung oder erst beim Drücken der Taste entsperren soll. Face Unlock per Frontkamera funktioniert auch gut, funktioniert aber noch immer nur bei Tag, da bei Nacht das Display nicht zum Ausleuchten des Gesichts genutzt wird.

Verzichten muss man beim Poco F4 weiterhin auf einen USB 3 Anschluss. Der USB-C Port liefert abermals nur USB 2.0 Unterstützung. Immerhin kann er aber mit OTG Zubehör umgehen. Fürs Vibrationsfeedback sorgt ein X-Achsen Linearmotor. Der in nahezu allen Xiaomi Smartphones verbaute Infrarot Blaster ist ebenfalls am Start und kann zum Steuern anderer Geräte genutzt werden.


Poco F4 Software

Variante MIUI 13 Global for Poco
Version im Test: 13.0.6.0 (SLMEUXM)
Android Version Android 12
Sicherheitspatch im Test: Juni 2022
Google zertifiziertJa
DRM TechnologienClearKey CDM, Widevine L1
BloatwareJa
Root ZugriffNein
OTA UpdatesJa (1 Update im Testzeitraum)
SchadsoftwareJa (Facebook Services)

Android Version & Variante

Das Poco F4 wird mit der Poco-Version von MIUI 13 Global ausgeliefert, welche sich bis auf kleinere Unterschiede beim Launcher nicht großartig von einem normalen MIUI unterscheidet. Wie gewohnt kommt das Poco F4 ab Werk mit allen Google Diensten inklusive Play Store daher und bietet Unterstützung für viele Sprachen inklusive Deutsch. Im Testzeitraum kam MIUI 13.0.3 zum Einsatz, welches auf Android 12 basiert und mit dem Sicherheitspatch vom April 2022 daherkommt. OTA Updates werden unterstützt, in der Testphase gab es jedoch kein neues Update. Project Treble wird mitsamt Seamless System Updates unterstützt. Updates werden also ohne Neustart installiert und benötigen erst zum Abschluss einen Neustart, welcher dann ohne lange Wartezeit verläuft. Für Drittanbieter Kamera-Apps gibt es Camera2 API Unterstützung mit Level 3 für die Haupt- und Frontkameras.

Launcher
Systeminfo
Benachrichtigungen
Camera2 API Back
Kontrollzentrum
Camera2 API Front
Einstellungen
Project Treble

Zertifizierung & DRM

Das Poco F4 ist wie alle Xiaomi Global Geräte Google-zertifiziert und hat damit uneingeschränkten Zugriff auf alle Google Dienste und ist auch mit diversen Banking-Apps kompatibel. Für Streaming Dienste gibt es Widevine L1 DRM fürs Abspielen von Inhalten in Full HD. Im Test mit Netflix hat das einwandfrei funktioniert und auch HDR10 sowie Dolby Vision Inhalte werden problemlos abgespielt.

Widevine Level 1
Netflix DRM Info
Google Zertifizierung

Bloatware, Schadsoftware & Bugs

Bloatware ist beim Poco F4 leider extrem viel vorinstalliert. Neben Netflix und Spotify findet man einige Social Media Apps inklusive Facebook, sowie Office und Shopping Apps vor. Auch diverse Spiele sind vorinstalliert. Die Bloatware lässt sich aber wie gewohnt deinstallieren. Facebook ist allerdings mit den Systemdiensten verankert. Letztere lassen sich mit Bordmitteln nur deaktivieren, aber nicht deinstallieren.

Stabilitätsprobleme gab es im Testzeitraum keine. Das Poco F4 lief also durchgehend stabil. Kleinere Performance-Probleme sind uns aber aufgefallen. Das System zeigt gelegentlich Ruckler oder kurze Hänger, welche hauptsächlich im App Switcher und im Launcher auftreten. Mit einem Snapdragon 870 sollte das nicht passieren, weshalb es sich hier ziemlich sicher um ein reines Software Problem handelt, welches hoffentlich mit dem nächsten Update beseitigt wird. Auf die Usability hat das allerdings keinen Einfluss und stört lediglich das sonst flüssige Nutzungserlebnis.

Bloatware
Bloatware
Bloatware
Facebook Dienste
Facebook Dienste

Poco F4 Konnektivität

Mobilfunk 2G: 850/900/1800/1900MHz
3G: B1/2/4/5/6/8/19
4G-FDD: B1/2/3/4/5/7/8/12/17/18/19/20/26/28
4G-TDD: B38/40/41
5G: N1/3/5/7/8/20/28/38/40/41/77/78
WLAN WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax (WiFi 6)
BluetoothBluetooth 5.2
NFCJa (mit Google Pay)
Dual SIMDual Nano SIM
PositionsbestimmungGPS, A-GPS, GLONASS, BDS, Galileo, QZSS, NavIC

Mobilfunk

Im Mobilfunk unterstützt das Poco F4 alle aktuellen Mobilfunkstandards und damit auch 5G. Die wichtigsten Frequenzen für den Betrieb innerhalb Europas sind vorhanden. Einige Frequenzen für den asiatischen und amerikanischen Raum fehlen aber, sodass es hier in manchen Netzen Einschränkungen geben kann. Der Empfang war im Testzeitraum hervorragend. Innerhalb von Gebäuden oder in Gegenden mit schwächerer Abdeckung gab es keine unerwarteten Aussetzer oder sonstige Verbindungsprobleme. Das Poco F4 unterstützt zwei Nano SIM Karten.

WLAN, Bluetooth & NFC

Im WLAN funkt das Poco F4 mit 2,4GHz und 5GHz. WiFi 6 (AX-WLAN) wird ohne die WiFi 6E Erweiterung (6GHz) unterstützt. Im Test mit einem WiFi 6 Router (Fritz!Box 6660 Cable) erreicht das Poco F4 eine Brutto Datenrate von bis zu 1200Mbit/s. Netto kommen davon neben dem Router im Schnitt 523Mbit/s und ein Stockwerk unter dem Router noch 128Mbit/s an.

Bluetooth wird in Version 5.2 unterstützt und hat im Test mit einer Smartwatch und einem Kopfhörer keine Probleme mit der Reichweite gezeigt. Die Verbindung blieb über drei Räume hinweg stabil und es gab keine Aussetzer oder Knackser im Ton. Auch NFC wird unterstützt und hat sich im Test problemlos nutzen lassen. Die Antenne befindet sich in der oberen Hälfte des Smartphones. Google Pay wird unterstützt.

WiFi 6 Test 1
WiFi 6 Test 2
GPS Test
GPS Tracking Test

GPS Test

Im GPS Test überzeugt das Poco F4 mit einem perfekten Empfang, selbst bei bewölktem Himmel. Die GPS Test App weist 27 Satelliten im Fix aus und die SNR liegt deutlich im grünen Bereich. Beim Navigieren und Tracking gab es auch keine Auffälligkeiten. Sowohl bei bewölktem Himmel als auch in schwierigen Situationen wie im Auto oder in der Hosentasche wurde die Position immer genau erfasst.


Poco F4 Audio

Lautsprecher Stereo (Rahmen unten & oben)
Noise Cancelling Mikrofon Ja (Rahmen oben)
Weitere MerkmaleKein 3,5mm Anschluss, Dolby Atmos, Klangverbesserung, System Equalizer für Medienlautsprecher, System Equalizer für Kopfhörer

Lautsprecher & Kopfhörer

Das Poco F4 ist wie sein Vorgänger mit Stereo Lautsprechern ausgestattet, welche sich jeweils oben und unten im Rahmen verstecken und durch diese Positionierung einen guten Stereo-Klang liefern. Bei Dolby Atmos Inhalten entsteht auch ein deutlicher virtueller Raumklang. Die Lautsprecher werden recht laut und klingen auch voll aufgedreht nicht unangenehm. Bässe kommen deutlich zur Geltung, wenngleich sie erwartungsgemäß nicht so intensiv sind wie bei den aktuellen High End Smartphones von Xiaomi.

Dolby Atmos Unterstützung ist beim Poco F4 ebenfalls vorhanden und als Teil davon gibt es auch den Dolby Atmos Sound Enhancer, welcher standardmäßig dynamisch optimiert, jedoch auch die Auswahl von unterschiedlichen Presets ermöglicht. Darüber hinaus gibt es auch einen Equalizer, mit welchem man den Klang der Medienlautsprecher an die persönlichen Vorlieben anpassen kann.

Auch für Kopfhörer steht ein separater Sound Enhancer inklusive Equalizer bereits. Teil davon sind auch Presets für verschiedene Xiaomi Kopfhörer. Kopfhörer können allerdings nur über USB-C und Bluetooth angeschlossen werden. Einen 3,5mm Anschluss bietet das Poco F4 nicht. Immerhin ist jedoch ein Adapter von USB-C auf 3,5mm Klinke im Lieferumfang enthalten.

Sprachqualität (Telefonie)

Telefonie ist über beide SIM Slots mit Dual Standby möglich. Anrufe können also mit beiden Karten angenommen werden, unabhängig davon, welche SIM Karte man als Hauptkarte gewählt hat. Die Sprachqualität war im Test sehr gut, wobei sowohl das Mikrofon als auch der Telefonhörer einen guten Klang liefern. Die Ohrmuschel wird bei Bedarf sehr laut und gibt Gesprochenes natürlich wieder. Gespräche in lauter Umgebung sind auch problemlos möglich. Das Noise Cancelling funktioniert sehr gut. VoLTE und VoWiFi werden vom Poco F4 natürlich auch unterstützt. VoWiFi ist ab Werk allerdings nicht aktiv und muss erst manuell in den SIM Einstellungen freigeschaltet werden.


Poco F4 Kamera

Hauptkamera 64MP OmniVision OV64B OIS f/1.79 (Haupt)
8MP OmniVision OV8856 119° f/2.2 (UWW)
2MP GalaxyCore GC02M1 4cm f/2.4 (Makro)
Video: 4k60 / 4k30 / FHD60 / FHD30
Codec: H.264 / H.265 (HEVC)
Frontkamera 20MP Sony IMX596 f/2.45
Video: FHD30
Codec: H.264 / H.265 (HEVC)
BlitzSingle LED
FokusPDAF + CDAF Hybrid
Slow MotionFHD120 (HSR) / HD240 (HSR) / HD960

Die Hauptkamera vom Poco F4 hat sich zumindest beim Hauptsensor deutlich weiterentwickelt. Im Vorgänger kam ja noch ein 48MP Sensor zum Einsatz, welcher beim Poco F4 mit einem 64MP Sensor von OmniVision ersetzt wurde, der noch dazu mit optischer Bildstabilisierung (OIS) punkten kann. Im Gegenzug wurde allerdings die beliebte 5MP Telemakro Kamera durch eine einfachere 2MP Makro Kamera mit festem 4cm Fokus ersetzt. Die Ultraweitwinkel Kamera bleibt unverändert mit einem 8MP Sensor und ebenfalls einem festen Fokus bestehen. Der Hauptkamera steht auf den ersten Blick ein Triple LED Blitz zur Seite. Bei genauerer Betrachtung befindet sich in dem Blitz aber nur eine funktionsfähige LED. Die Frontkamera bleibt mit einem 20MP Sensor unverändert und nutzt einen Sensor von Sony. Im Folgenden schauen wir uns alle Kameras mal etwas näher an.

Standard Modus (Tag, 16MP)

Im Standard-Modus erzeugt das Poco F4 Bilder mit 16MP Auflösung. Dabei erfreut der Hauptsensor mit einer perfekten Optimierung, denn größere Schwächen wollen sich hier nicht zeigen. Die Kamera löst schnell aus und findet zuverlässig und ohne größere Verzögerung den korrekten Fokus. Bewegte Elemente im Bild bleiben scharf und Auto HDR springt zuverlässig an, wobei HDR keinen Einfluss auf die Bildschärfe hat. Ein großer Pluspunkt ist die perfekt realitätsgetreue Farbdarstellung gepaart mit der wirklich guten Detaildarstellung auch auf große Distanz. Alle Bilder wirken sehr scharf, detailliert und natürlich. Bei Nahaufnahmen entsteht ein schicker, natürlicher Bokeh-Effekt. Innerhalb von Räumen bleibt die Bildqualität auf einem hohen Niveau und es fällt kein nennenswertes Bildrauschen auf. Bei Tag liefert das Poco F4 beim Hauptsensor also Perfektion ab und in der Preisklasse kann man da nichts besser machen.

64MP Modus

Im 64MP Modus liefert das Poco F4 Bilder mit der vollen Sensorauflösung. Das kann Vorteile bei der Detaildarstellung bringen, was sich allerdings auf Motive mit perfekter Ausleuchtung beschränkt. Bei Motiven mit weniger guter Ausleuchtung kann die Bildqualität auch leiden, da der Sensor mit der vollen Auflösung weniger empfindlich ist. Gerade bei Aufnahmen innerhalb von Räumen sorgt das häufig für ein Bildrauschen oder eine schlechtere Detaildarstellung. Auch der Dynamikumfang fällt im 64MP Modus deutlich schlechter aus, was aber auch daran liegt, dass es hier keine HDR Option gibt.

2-fach Digitalzoom (16MP)

Zoom ist beim Poco F4 nur in Form von Digitalzoom möglich. Standardmäßig wird eine 2-fach Zoomstufe genutzt. Durch die hohe Sensorauflösung bleibt der Qualitätsverlust jedoch relativ gering. Bilder mit Zoom zeigen also insgesamt eine anständige Qualität und verlieren nur geringfügig an Schärfe. Auch die Detaildarstellung passt. Auffällig ist allerdings, dass die Kamera mit Zoom trotz OIS ein wenig anfällig für Wackler ist. Bei schlechter Ausleuchtung sollte man außerdem auf den Zoom verzichten, da die Bildqualität dann recht deutlich leidet.

Portrait Modus (16MP)

Der Portrait Modus liefert beim Poco F4 weitestgehend gute Ergebnisse. Aussetzer zeigen sich recht selten und beschränken sich meistens auf vereinzelte Unschärfen an den Umrissen vom Motiv im Vordergrund. Komplexe Tiefenverhältnisse und Umrisse werden meistens gut erfasst. Die Optik des Bokeh Effektes wirkt erinnert aber wie so oft mehr an einen Weichzeichner und wirkt vor allem mangels Lichtkreisen nicht sehr natürlich.

Ultraweitwinkel (8MP)

Mit der Ultraweitwinkel-Kamera liefert das Poco F4 die von der Mittelklasse gewohnte Schnappschuss Qualität. Die 8MP Kamera mit festem Fokus liefert brauchbare Schnappschüsse, denen es aber deutlich an Schärfe und Detaildarstellung mangelt. Die besten Ergebnisse entstehen bei guter Ausleuchtung. Schon innerhalb von Räumen lässt die Bildqualität merklich nach und für Nachtfotos ist die Kamera überhaupt nicht zu gebrauchen.

Makro (2MP)

Die Makro-Kamera vom Poco F4 ist ein deutliches Downgrade. Lieferte die 5MP Tele-Makro Kamera vom Vorgänger noch tolle Ergebnisse, hat man es mit der 2MP Kamera im Poco F4 nur noch mit dem üblichen Spielzeug zu tun, welches maximal Schnappschussqualität liefert. Wie so oft empfiehlt es sich den Hauptsensor mit Digitalzoom für Makro-Aufnahmen zu nutzen. Dabei entstehen dann deutlich bessere Bilder.

LED Blitz (16MP)

Der LED Blitz ist beim Poco F4 leider eine Mogelpackung. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als würde dieser aus drei LEDs bestehen. Unter der Abdeckung versteckt sich aber nur eine einzelne LED. Unabhängig davon ist der Blitz aber erfreulich hell und liefert somit gute Ergebnisse. Kleinere Räume kann er ausreichend ausleuchten. Die Bildschärfe und Farben werden dabei meistens nicht in Mitleidenschaft gezogen. Dank OIS ist die Hauptkamera mit Blitz auch nicht sehr anfällig für Wackler.

Low-Light & Night Mode (16MP)

In Low Light Situationen schlägt sich die Hauptkamera vom Poco F4 erfreulich gut und liefert schon im Standardmodus ziemlich gute Bilder, auch wenn nur vereinzelte Lichtquellen im Bild sind. Dabei überrascht das Smartphone mit einer für die Preisklasse exzellenten Detaildarstellung und liefert auch realitätsgetreue Farben. Die Lichtausbeute kann sich auch in dunkleren Bildbereichen sehen lassen. Bildrauschen ist nur vereinzelt und subtil auszumachen und stört nicht weiter. Schaltet man den Night Mode hinzu, verändert sich an den Bildern nicht so viel. Manche Motive erhalten allerdings etwas Feinschliff. Sehr dunkle Bildbereiche werden nochmals aufgehellt, die Schärfe wird teilweise nochmal etwas erhöht und der Dynamikumfang verbessert sich im Bereich von Lichtquellen ein wenig.

Standard
Standard
Night Mode
Night Mode
Standard
Standard
Night Mode
Night Mode

Langzeitbelichtung (Pro Modus, 16MP)

Langzeitbelichtung im Pro Modus liefert beim Poco F4 zumindest mit der Halbautomatik keine brauchbaren Ergebnisse. Farben gehen hier fast komplett verloren und sämtliche Bilder wirken unscharf. Die Unschärfe konnten wir zuletzt auch beim Xiaomi 12 Pro und dem Poco F4 GT beobachten, was unsere Vermutung bestätigt, dass es hier in den aktuellen MIUI Versionen ein Software Problem gibt. An dieser Stelle muss der Hersteller dringend nachbessern.

Frontkamera (20MP)

Bei Tag erfreut das Poco F4 mit sehr guten Selfies. Die 20MP Frontkamera liefert knackscharfe Bilder mit sehr guter Detaildarstellung und realitätsgetreuen Farben. HDR funktioniert einwandfrei und der Portrait Modus überzeugt auch. Auch bei Nacht mit Straßenbeleuchtung liefert die Kamera noch solide Ergebnisse, wobei man dann mit einer leichten Reduzierung der Bildschärfe und einem Verlust von Details leben muss. Der Bildschirmblitz kann die Bilder etwas aufhellen, liefert aber nicht mehr Schärfe.

Standard
Standard
Portrait
Portrait
Standard
Bildschirm Blitz
Portrait

Videos

Wer gerne mit seinem Smartphone filmt, kann mit dem Poco F4 viel Spaß haben. 8k wird beim Filmen zwar nicht unterstützt, dafür allerdings 4k mit 60fps. Dabei liefert das Poco F4 eine perfekte Optimierung. Die OIS Stabilisierung liefert auch beim Laufen relativ ruhiges Bildmaterial und der Autofokus arbeitet weitestgehend präzise und ohne Pumpen. Darüber hinaus ist auch die Bildqualität an sich sehr überzeugend. Man sieht kaum Kompressionsartefakte, was in einer tollen Bildschärfe resultiert. Darüber hinaus punktet das Poco F4 auch bei der Farbdarstellung in Videos. Bemerkenswert gut ist zudem der Ton, welcher ziemlich genau das abbildet, was man auch in der Realität hört. So kommen auch Geräusche aus der Umgebung zur Geltung. Auch die Lautstärke der Tonspur stimmt, ohne dass man hier nachträglich justieren müsste. Enttäuschend ist am Ende nur die Frontkamera, welche nur mit Full HD und 30fps filmen kann. Mindestens 60fps wären angemessen gewesen, noch besser wäre eine 4k Option gewesen.

Slow Motion Videos kann das Poco F4 in HD240 und FHD120 mit der vollen Framerate inklusive Tonspur aufnehmen, wobei die Ergebnisse überzeugen. Darüber hinaus gibt es noch einen Modus für HD960, welcher allerdings nur kurze Clips liefert, die bereits abgebremst vorliegen und auch qualitativ nicht sehr überzeugend sind.


Poco F4 Akku

Kapazität (Angabe) 4.500mAh
Kapazität (Gemessen) 4.471mAh
WechselbarNein
Fast ChargingJa (67W über USB-C)

Akkulaufzeit

Mit 4.500mAh bietet das Poco F4 eine typische Akkugröße und punktet für die Leistungsklasse mit einer wirklich guten Laufzeit. Mit aktiven 120Hz und Always-On Display zwischen 09:00 Uhr und 21:00 Uhr kamen wir bei durchschnittlicher Alltagsnutzung ohne längere Spiele-Sessions stets ohne Probleme durch den Tag und meistens sogar in den zweiten Tag hinein. Bei wenig anspruchsvoller bzw. nur gelegentlicher Nutzung hat eine Ladung sogar für volle zwei Tage ausgereicht. Unterm Strich gibt es hier also nichts auszusetzen.

Ladezeit 20% ➡️ 75%
Ladezeit 20% ➡️ 100%
Akkulaufzeit

Ladezeit

Auf Wireless Charging muss man beim Poco F4 weiterhin verzichten. Dieses Feature bleibt also weiterhin den Oberklasse Geräten von Xiaomi vorbehalten. Immerhin hat das kabelgebundene Fast-Charging gegenüber dem Vorgänger aber ein ordentliches Upgrade bekommen. Hier wird nun mit 67W statt mit 30W geladen, was den Ladevorgang deutlich beschleunigt. Von 20% auf 75% benötigt das Poco F4 nur noch 18 Minuten. Für die volle Ladung auf 100% muss man 38 Minuten Zeit mitbringen. Die Wärmeentwicklung beim Aufladen ist deutlich wahrnehmbar, aber nicht unangenehm.


Poco F4 Test Fazit

Das Poco F3 war zu Recht ein äußerst beliebtes Smartphone und hat für einen Großteil der Smartphone Nutzer ein mehr als ausreichendes Gesamtpaket zu einem wirklich fairen Preis geboten. Das Poco F4 baut auf derselben Basis mit dem Snapdragon 870 auf und versucht Kritikpunkte des Vorgängers zu beheben. Das Ergebnis kann man weitestgehend als gelungen bezeichnen. Die Hauptkamera hat sich deutlich verbessert und das schnellere Fast-Charging stellt einen spürbaren Mehrwert im Alltag dar, wenn es mal schneller gehen muss. Unterm Strich ist also auch das Poco F4 ein gelungenes Smartphone zu einem fairen Preis, wenngleich der Preis etwas angestiegen ist. Da man das Poco F4 aber im Rahmen von Angeboten wieder regelmäßig unter der UVP bekommen wird, ist das am Ende nicht sonderlich dramatisch.

Für viele wird sich natürlich die Frage stellen, ob sich ein Wechsel vom Poco F3 auf das Poco F4 lohnt. Allgemein lässt sich das allerdings nicht beantworten und ist wie so oft abhängig vom Anspruch. Leistungstechnisch sind sich beide Smartphones ebenbürtig. Die 5MP Tele-Makro Kamera vom Poco F3 fehlt beim Poco F4 allerdings, was für viele sicherlich eine Enttäuschung ist. Wer darauf also großen Wert legt, sollte beim F3 bleiben, da man ja abseits der neuen Hauptkamera und dem schnelleren Fast-Charging nichts verpasst. Für alle anderen könnte sich ein Upgrade aber durchaus lohnen, denn die Hauptkamera hat sich deutlich verbessert, und das nicht nur beim Fotografieren, sondern auch beim Filmen. Insbesondere das OIS ist ein nützliches Feature, welches gerne zum Standard bei Mittelklasse-Smartphones werden darf und das Poco F4 vom Großteil der restlichen Mittelklasse des Herstellers absetzt.

Wer sich den Testbericht noch als Video anschauen möchte, findet diesen bei uns im YouTube Kanal.

Vorteile

  • Ansprechendes Design in der aktuellen "Redmi Optik"
  • Sehr gute Verarbeitung und trotz Kunststoffrahmen relativ hohe Stabilität
  • Solides 120Hz AMOLED Display mit guter Helligkeit, HDR10(+) und Dolby Vision
  • Guter Touchscreen mit Gorilla Glass 5 und 360Hz
  • Echtes Always-On Display
  • Reichlich Leistung und sehr gute Kühlung
  • Schneller LPDDR5 RAM und UFS 3.1 Speicher
  • Schneller seitlicher Fingerprint Scanner und zuverlässiges Face Unlock
  • Alle wichtigen Sensoren vorhanden inkl. 360° Umgebungslicht, Kompass & Gyroskop
  • Aktuelles MIUI 13 mit Android 12 Basis, Google Zertifizierung und Widevine L1 DRM
  • Sehr guter Mobilfunkempfang inkl. 5G Unterstützung
  • WiFi 6, BT5.2, Infrarot Blaster & NFC
  • GPS mit einwandfreiem Empfang
  • Google Pay Unterstützung
  • Ordentliche Stereo Lautsprecher mit Dolby Atmos Unterstützung
  • USB-C auf 3,5mm Adapter im Lieferumfang enthalten
  • Sehr gute Sprachqualität inkl. VoLTE & VoWiFi
  • Erfreulich gute 64MP Hauptkamera mit OIS
  • Für die Geräteklasse sehr gute Frontkamera
  • Sehr gute Akkulaufzeit
  • Schnelles 67W Fast-Charging

Nachteile

  • Kein IP-Rating
  • Glasrückseite in glänzender Ausführung
  • Kein AdaptiveSync (nur 60Hz oder 120Hz)
  • Kein Micro SD Slot
  • Downgrade bei der Makro-Kamera (von 5MP Tele-Makro auf 2MP 4cm Makro)
  • Frontkamera kann nur in FHD30 filmen

ChinaMobileMag ist Banner-frei.
Du willst uns unterstützen? Eine kleine Spende oder ein Kauf auf Amazon, eBay, Tradingshenzhen oder Aliexpress unterstützt den weiteren Betrieb.
❤️ Vielen Dank ❤️


 

Kommentare 9

Gäste - René am Samstag, 16. Juli 2022 17:55

Lohnt sich da bezüglich der Kamera der Wechsel vom Realme GT Neo 2?

Lohnt sich da bezüglich der Kamera der Wechsel vom Realme GT Neo 2?
Christopher am Samstag, 16. Juli 2022 18:29

Nur wenn der Schwerpunkt beim Filmen liegt, ansonsten eher nicht.

Nur wenn der Schwerpunkt beim Filmen liegt, ansonsten eher nicht.
Gäste - René am Samstag, 16. Juli 2022 22:57

Oh okay,danke für die Antwort .
Dann lohnt sich der Wechsel nicht.
Die Kamera vom Realme finde ich gar nicht mal so schlecht( sie wird oft schlecht geredet) ,Videos machen ich nicht allzuviel ,aber die,die ich bislang gemacht habe waren gar nicht mal übel,das gilt fuernBild- und Tonqualität

Oh okay,danke für die Antwort . Dann lohnt sich der Wechsel nicht. Die Kamera vom Realme finde ich gar nicht mal so schlecht( sie wird oft schlecht geredet) ,Videos machen ich nicht allzuviel ,aber die,die ich bislang gemacht habe waren gar nicht mal übel,das gilt fuernBild- und Tonqualität
Gäste - Frank am Dienstag, 05. Juli 2022 17:29
Displayschutzfolie

Hallo.
Unter dem Punkt Lieferumfang schreibst Du, dass ab Werk eine Displayschutzfolie vorinstalliert ist. Meines Wissens liegt neuerdings nur eine Displayschutzfolie zum selber Aufbringen anbei in der Verpackung (genau wie beim neuen Poco X4 GT) . Kannst Du mir bitte sagen ob dem so ist oder nicht? MfG

Hallo. Unter dem Punkt Lieferumfang schreibst Du, dass ab Werk eine Displayschutzfolie vorinstalliert ist. Meines Wissens liegt neuerdings nur eine Displayschutzfolie zum selber Aufbringen anbei in der Verpackung (genau wie beim neuen Poco X4 GT) . Kannst Du mir bitte sagen ob dem so ist oder nicht? MfG
Christopher am Dienstag, 05. Juli 2022 18:20

Kann ich dir nicht sagen, das Testgerät war zuvor schon bei einem anderen Tester, kann also sein, dass dieser die Folie aufgebracht hat. Aber im Endeffekt ist es doch egal ob die Folie nur beiliegt oder schon auf dem Smartphone ist.

Kann ich dir nicht sagen, das Testgerät war zuvor schon bei einem anderen Tester, kann also sein, dass dieser die Folie aufgebracht hat. Aber im Endeffekt ist es doch egal ob die Folie nur beiliegt oder schon auf dem Smartphone ist.
Gäste - Frank am Dienstag, 05. Juli 2022 19:26
Displayschutzfolie

Leider ist das für mich persönlich überhaupt nicht egal. Ich weiß nicht was ich falsch mache, aber wenn ich für meine Ansprüche selbst eine Displayschutzfolie perfekt aufbringen möchte, brauche ich bestimmt zehn Versuche und entsprechend viele Folien und es ist immer noch nicht so, als wenn es ab Werk drauf wäre. Eine Displayschutzfolie selbst aufbringen ist für mich ein echter Horror. MfG

Leider ist das für mich persönlich überhaupt nicht egal. Ich weiß nicht was ich falsch mache, aber wenn ich für meine Ansprüche selbst eine Displayschutzfolie perfekt aufbringen möchte, brauche ich bestimmt zehn Versuche und entsprechend viele Folien und es ist immer noch nicht so, als wenn es ab Werk drauf wäre. Eine Displayschutzfolie selbst aufbringen ist für mich ein echter Horror. MfG
Christopher am Dienstag, 05. Juli 2022 19:29

Mit der richtigen Technik ist es easy. Am wichtigsten ist halt, dass das Glas sauber ist und man sich in einer möglichst staubfreien Umgebung befindet. Ansonsten lässt man es halt in nem Geschäft machen gegen ein Trinkgeld.

Mit der richtigen Technik ist es easy. Am wichtigsten ist halt, dass das Glas sauber ist und man sich in einer möglichst staubfreien Umgebung befindet. Ansonsten lässt man es halt in nem Geschäft machen gegen ein Trinkgeld. ;)
Gäste - Peter am Montag, 04. Juli 2022 18:53
Wechsel von Poco X3 zu F4?

Moin zusammen,

Ich liebäugel mit einem Wechsel vom X3 zu dem hier getesteten F4. Macht das Sinn? Bei meinem X3 überzeugt mich vor allem die phänomenale Akkulaufzeit.

Würde mich über ein paar Meinungen freuen

Moin zusammen, Ich liebäugel mit einem Wechsel vom X3 zu dem hier getesteten F4. Macht das Sinn? Bei meinem X3 überzeugt mich vor allem die phänomenale Akkulaufzeit. Würde mich über ein paar Meinungen freuen;)
Christopher am Montag, 04. Juli 2022 21:48

An die Laufzeit vom X3 kommt das F4 leider nicht ganz heran. Ansonsten wäre es aber ein dickes Upgrade. Zum X4 GT kommt aber auch noch ein Test, da scheint der Akku noch etwas länger zu halten als beim F4.

An die Laufzeit vom X3 kommt das F4 leider nicht ganz heran. Ansonsten wäre es aber ein dickes Upgrade. Zum X4 GT kommt aber auch noch ein Test, da scheint der Akku noch etwas länger zu halten als beim F4.
Bereits registriert? Hier einloggen
Gäste
Dienstag, 09. August 2022

Sicherheitscode (Captcha)

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://www.chinamobilemag.de/