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Cubot Tab 30 Testbericht

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Cubot Tab 30 Das Cubot Tab 30 im ausführlichen Alltags-Test

Einleitung

Cubot ist ein alter Hase unter den kleinen chinesischen Smartphone Herstellern, hat neuerdings aber auch Android Tablets für sich entdeckt. Ende letzten Jahres hatte man mit dem Cubot Tab 10 sein erstes Tablet vorgestellt und mittlerweile gibt es mit dem Cubot Tab 30 einen Nachfolger. Das Cubot Tab 30 bietet ein neues Design, welches mit seiner schlanken, kantigen Optik erfreulich modern wirkt und stark dem Realme Pad ähnelt, mit dem Cubot wohl auch konkurrieren möchte.

Das Cubot Tab 30 wird in Europa teilweise schon ab 179,99€ angeboten (zum Testzeitpunkt z.B. via eBay) und bietet dafür ein recht interessantes Datenblatt. Das Gehäuse besteht aus Metall, der Akku ist recht groß, es gibt Stereo Lautsprecher und sogar ein Mobilfunkmodem ist am Start. Der Speicher fällt mit 128GB recht üppig aus und als Prozessor dient ein Unisoc (ehemals Spreadtrum) Tiger T618, welcher sich in der günstigen Mittelklasse ansiedelt, für einfachere Aufgaben jedoch völlig ausreicht.

Doch technische Daten sind das eine, die Erfahrung im Alltag das andere. Genau deshalb sehen wir uns das Cubot Tab 30 in diesem Testbericht genauer an und klären, wie es sich in einer Woche Alltagsnutzung geschlagen hat, wo die Stärken und Schwächen liegen und für wen sich das günstige Android Tablet eignen könnte. Wer sich den Testbericht zusätzlich als Video ansehen möchte, findet diesen bei uns im YouTube Kanal.


Cubot Tab 30 Lieferumfang

Das Cubot Tab 30 kommt in einer weißen Box daher, welche eine große Abbildung des Tablets auf der Oberseite trägt. Hinten findet man einige technische Daten und Angaben zum Hersteller. Beim Auspacken gibt es dann eine positive Überraschung, denn für den Preis von derzeit ab 180€ kommt das Cubot Tab 30 mit einem stattlichen Lieferumfang daher.

Ab Werk befindet sich nicht nur eine Schutzfolie auf dem Display, sondern auch eine Schutzhülle um das Tablet. Hierbei handelt es sich nicht nur um einen Schutz für die Rückseite, sondern eine komplette Hülle mitsamt Deckel. Das ist nicht nur praktisch zum Transportieren, sondern liefert auch gleiche eine Möglichkeit, das Tablet aufstellen zu können. Hier spart man sich also direkt den Kauf von zusätzlichem Zubehör.

Ansonsten liegt dem Cubot Tab 30 noch eine umfangreiche Dokumentation inklusive EU Konformitätserklärung, ein USB-C auf USB-C Kabel, ein 18W Netzteil mit USB-C Anschluss und ein OTG Adapter (USB-C auf USB-A) bei. Kopfhörer für den USB-C Anschluss liegen ebenfalls bei, denn das Cubot Tab 30 bietet keinen 3,5mm Ausgang. Eine SIM Nadel ist natürlich auch im Lieferumfang enthalten.

Einen umfassenden Eindruck vom Lieferumfang könnt ihr euch wie immer mit unserem Unboxing Video verschaffen.


Cubot Tab 30 Design

Materialien Rahmen: Metall (Unibody)
Rückseite: Metall (Unibody)
Front: Glas (Typ unbekannt)
Gewicht421g
Abmessungen237,5 x 157,5 x 8,0mm (ohne Kamera)
WasserdichtNein

Materialien & Aussehen

Gegenüber dem ersten Tablet von Cubot hat sich beim Cubot Tab 30 einiges verbessert. Wir haben das Tab 10 zwar nicht getestet, doch andere Tester haben in ihren Berichten die miese Verarbeitung bemängelt. Hier hat das Cubot Tab 30 nun keine Probleme mehr, denn das Gerät besteht jetzt nicht mehr nur auf der Rückseite aus Metall, sondern auch am Rahmen. Dabei besteht das Gehäuse sogar aus einem Stück Metall. Das Material ist zwar relativ dünn und bringt damit keine Vorteile bei der Stabilität, führt aber zu einem wertigen Gefühl in der Hand und trägt zu einer wertigen Optik bei.

Das "kantige" Design mit dem flachen Rahmen und der geringen Dicke von nur 8mm führt auch zu einem sehr modernen Aussehen und erinnert stark an das Realme Pad oder auch ein Xiaomi Pad 5. Auch das Display steht übrigens kaum aus dem Gehäuse heraus, sondern schließt nahezu bündig mit der Kante des Rahmens ab. Insgesamt wirkt das Cubot Tab 30 vom ersten Eindruck her teurer als es ist. So gibt es für den Preis auch nicht wirklich was zu kritisieren. Selbst die Tasten sitzen ziemlich fest im Gehäuse. Störend ist lediglich das Kameramodul auf der Rückseite, welches ziemlich weit heraussteht. In der Hand liegt das Tablet erfreulich gut und das Gewicht von 421g wird auch bei längerer Nutzungsdauer nicht unangenehm.

Tasten & Anschlüsse

Bei den Anschlüssen ist das Cubot Tab 30 leider spärlich ausgestattet. Das Tablet bietet nur einen USB-C Anschluss, welcher USB 2.0 und OTG Unterstützung bietet. Goodies wie einen 3,5mm Port oder gar einen HDMI Ausgang sucht man vergebens. Der USB-C Port befindet sich auf der rechten Seite zwischen den zwei Lautsprecheröffnungen. Hier findet man außerdem die SIM Schublade, welche entweder zwei Nano SIM Karten oder eine Nano SIM Karte und eine Micro SD Karte aufnehmen kann.

Gegenüberliegend findet man zwei weitere Lautsprecheröffnungen. Davon darf man sich aber nicht in Irre führen lassen, denn vier Lautsprecher bietet das Cubot Tab 30 nicht. Mehr dazu später noch. Unten findet man ein Mikrofon und einen Anschluss für ein magnetisches Tastatur Cover, welches man derzeit allerdings nirgendwo kaufen kann. Die Tasten (Power und Lautstärke) befinden sich oben rechts. Zwischen den beiden Tasten befindet sich ein zweites Mikrofon. Auf der Rückseite gibt es keinerlei Öffnungen.


Cubot Tab 30 Display

Größe 10,1 Zoll
Auflösung 1920 x 1200 @58Hz (WUXGA, 16:10)
TechnologieIPS OGS LCD
Helligkeit ca. 380 Nits
Anzahl Berührungspunkte10
Gehärtetes GlasUnbekannt
Anti Fingerabdruck BeschichtungNein

Panel & Bild

Mit einer Diagonalen von 10,1 Zoll siedelt sich das Cubot Tab 30 aus Sicht der Größe im Mittelfeld der Tablet-Welt an. Auf ein hochauflösendes Display muss man allerdings verzichten, was aber angesichts der Preisklasse und auch des verbauten Prozessors wenig überraschend ist. Das IPS LCD Panel löst mit 1920 x 1200 Pixeln alias WUXGA auf und hat somit ein Seitenverhältnis von 16:10. Etwas eigenwillig ist die Refresh Rate von 58 statt 60Hz.

Ein Pluspunkt für das Cubot Tab 30 ist der Umstand, dass das LCD Panel mit dem Frontglas laminiert ist. Der Spalt zwischen den Bauteilen fällt also weg, was insbesondere bei Displays mit geringer Helligkeit ein großer Vorteil ist, da diese Bauform die Brillanz des Displays und Spiegelungen erheblich reduziert. Für die Nutzung im Freien eignet sich das Cubot Tab 30 aber trotzdem nur eingeschränkt. Im Schatten kann man es mit voller Helligkeit noch ganz gut nutzen, doch bei direktem Sonnenlicht ist dann nichts mehr zu erkennen. Das Cubot Tab 30 erreicht ungefähr 380 Nits.

Bei entsprechenden Lichtverhältnissen bekommen man aber ein insgesamt ordentliches Display ohne größere Schwächen. Einzelne Pixel sind natürlich vor allem bei Text sichtbar, ansonsten gibt es am Bild aber nicht viel auszusetzen. Die Homogenität ist erfreulich gut und auch die Farbdarstellung überzeugt. Video- und Bildmaterial lässt sich mit dem Cubot Tab 30 also durchaus genießen. Auch der Schwarzwert ist für ein Budget Tablet ziemlich gut, was für einen anständigen Kontrast sorgt. Die Blickwinkelstabilität ist bei den Farben sehr gut, die Helligkeit nimmt aber bei seitlicher Betrachtung sehr stark ab.

Die Displayränder sind relativ schmal und symmetrisch, was das moderne Design nochmal unterstreicht. Breit genug für einen Finger sind sie aber noch, was von Vorteil ist, da man so nicht versehentlich auf den Touchscreen kommt. Ziemlich überrascht hat uns die Status LED, welche sich über dem Display direkt neben der Frontkamera befindet. Die LED kann in Rot, Grün und Blau aufleuchten und informiert über Benachrichtigungen sowie den Akkustand beim Aufladen.

Einstellungen & Features

In den Bildschirm-Einstellungen gibt es nicht viel zu entdecken. Das Cubot Tab 30 bietet hier einen Dark Mode für das System und einen Nachtmodus. Zusätzlich gibt es eine rudimentäre Farbkonfiguration, deren Optionen aber keine wirklichen Vorteile bringen. Die restlichen Optionen entsprechen dem Android Standard. Enttäuschend ist, dass es keine Möglichkeit gibt, die Bildschirmhelligkeit automatisch zu steuern. Dem Cubot Tab 30 fehlt ein Lichtsensor, weshalb nur eine manuelle Steuerung möglich ist. Unabhängig vom Preis sollte sowas heutzutage eigentlich Standard sein, immerhin haben auch die günstigsten Smartphones eine automatische Helligkeitsregelung.

Touchscreen & Displayglas

Welches Glas im Cubot Tab 30 zum Einsatz kommt, verrät der Hersteller nicht. Gorilla Glass wird es wohl nicht sein. Wenn es gehärtetes Glas ist, wird es maximal Asahi Dragontrail sein. Übermäßig empfindlich scheint das Glas jedenfalls nicht zu sein. Den Kratztest mit einem Schlüssel hat es ohne Spuren überstanden. Wer Angst vor Kratzern hat, lässt einfach die werksseitige Schutzfolie auf dem Display. Abdrücke lassen sich recht schnell auf dem Glas nieder und sind auch nur mit gründlichem Polieren rückstandsfrei zu entfernen. Die Gleitfähigkeit bewegt sich im Mittelfeld. Ein leichter Widerstand ist zu spüren, das Glas bremst aber nicht übermäßig und wirkt auch nicht uneben.

Der Touchscreen bietet Unterstützung für 10 Berührungspunkte und funktioniert ganz gut. Der Schnellste ist er zwar nicht, was sich aber hauptsächlich auf die Latenz bei Bewegungen bezieht. Beim reinen Erkennen von Berührungen reagiert das Cubot Tab 30 recht flott. Schreiben auf der On-Screen Tastatur ist also kein Problem. Nur beim Scrollen oder Herumschieben von Icons merkt man eine etwas größere Latenz, wie sie typisch für günstigere Geräte ist. Beim Spielen könnte die Latenz etwas stören, doch dafür ist das Tablet ohnehin nicht ausgelegt.


Cubot Tab 30 Ausstattung

Prozessor Unisoc (Spreadtrum) Tiger T618 (12nm, ARMv8)
2x ARM Cortex A75 @2,0GHz
6x ARM Cortex A55 @2,0GHz
GPU ARM Mali G52 MP2
RAM4GB LPDDR3
Durchsatz: 12GB/s
Speicher128GB eMMC 5.1
Lesen: 131MB/s | Schreiben: 103MB/s
Micro SDJa (Hybrid Slot)
➡️ Micro SD Karten bei Amazon kaufen
Fingerabdruck ScannerNein
SensorenBeschleunigung, lineare Beschleunigung, Gyroskop, Rotationsvektor, Ausrichtung, Gravitation
BesonderheitenUSB-C 2.0, USB OTG, RGB Status LED, Stereo Lautsprecher, kein 3,5mm Anschluss, rotierender Vibrationsmotor

Alltags Performance

Im Cubot Tab 30 verbaut der Hersteller einen Chip von Unisoc (ehemals Spreadtrum). Genauer kommt hier der Unisoc Tiger T618 zum Einsatz, womit das Cubot Tab 30 gegenüber seinem Vorgänger ein leichtes Upgrade erhalten hat. Der Chip kam Ende 2019 auf den Markt, ist also schon etwas älter. Nach heutigen Maßstäben siedelt er sich am Übergang der Einsteigerklasse zur Mittelklasse an. Damit ist dann auch gleich geklärt, dass das Cubot Tab 30 kein Tablet für anspruchsvolle Spiele ist. Wenig anspruchsvolle Games lassen sich gut spielen, doch alles, was etwas höhere Ansprüche an die Hardware hat, ruckelt doch deutlich. Asphalt 9 bringt das Cubot Tab 30 zum Beispiel schon an seine Grenzen.

Kritisieren kann man das aber nicht wirklich, denn für 180 Taler kann man kein leistungsfähiges Gaming Tablet erwarten und das ist auch gar nicht der Anspruch vom Cubot Tab 30. Das Tablet zielt auf normale Alltagsnutzung und Medienkonsum ab und genau hier liefert es auch eine brauchbare Leistung ab. Superschnell und flüssig ist das Tablet nicht, fühlt sich aber auch nicht extrem träge an. Surfen im Netz ist problemlos und meistens auch recht flüssig möglich, wobei auch mehrere Tabs in Chrome kein Problem sind. Auch andere Apps wie Facebook, Twitter, Instagram, GMail oder Google Maps laufen gut nutzbar. Wer kein durchgängig absolut flüssiges Nutzungserlebnis erwartet, dürfte hier voll und ganz zufrieden sein. Eine Wärmeentwicklung ist im übrigen kaum festzustellen.

Benchmarks

CPU Throttle Test
GFXBench 1
Geekbench 5 CPU
GFXBench 2
Geekbench 5 GPU
GFXBench 3
PCMark Work 3.0
GFXBench 4

Speicher, Sensoren & Sonstiges

Der Arbeitsspeicher ist mit 4GB auf den ersten Blick etwas knapp bemessen. Man muss aber auch im Hinterkopf behalten, dass die Leistung des Unisoc Tiger T618 ohnehin gewisse Anwendungsszenarien ausschließt, wo ein großer RAM von Vorteil ist. Insofern sind die 4GB RAM für die Nutzungsszenarien, für die das Cubot Tab 30 ausgelegt ist, ausreichend. Drei bis fünf Apps kann man (je nach RAM Bedarf) auch problemlos parallel laufen lassen und zwischen ihnen wechseln, ohne dass sie dann neu geladen werden. Nur wenn ein gut gefüllter Chrome Browser am Start ist, kann es mit dem Multitasking kritisch werden.

Erfreulich große ist der interne Speicher. Mit 128GB bietet das Cubot Tab 30 reichlich Platz für Apps und persönliche Daten. Chip-bedingt kommt allerdings nur eMMC Speicher zum Einsatz, welcher nicht sonderlich schnell ist. Das führt auch zu etwas längeren Startzeiten von größeren Apps. Wem 128GB selbst bei einem günstigen Tablet nicht ausreichen, kann zusätzlich auch eine Micro SD Karte nutzen. Diese kann entweder nur für Dateien oder auch für Apps genutzt werden.

Ein starkes Defizit hat das Cubot Tab 30 bei den Sensoren. Neben dem bereits erwähnten Lichtsensor fehlt dem Tablet auch ein Kompass. Ein Gyroskop ist vorhanden, arbeitet jedoch invertiert und ist damit weitestgehend unbrauchbar. Die restlichen vorhandenen Sensoren funktionieren (siehe Tabelle) funktionieren ohne Einschränkungen. Einen Fingerabdruck Sensor bietet das Cubot Tab 30 nicht. Entsperrt wird entweder per PIN Code oder auch per Face Unlock. wobei letzteres erfreulich gut funktioniert.

Am USB-C Anschluss unterstützt das Cubot Tab 30 maximal USB 2.0 Geschwindigkeit. Das gilt entsprechend nicht nur für die Datenübertragung zwischen dem Tablet und einem PC, sondern auch für Speichermedien die man hier per OTG betreibt. Eine USB Maus oder Tastatur kann man an dem USB-C Anschluss ebenfalls betreiben. Für USB-A Geräte liegt sogar ein entsprechender Adapter bei.


Cubot Tab 30 Software

Variante Stock Android
Android Version Android 11
Sicherheitspatch im Test: Mai 2022
Google zertifiziertJa
DRM TechnologienWidevine L3, ClearKey CDM
BloatwareNein
Root ZugriffNein
OTA UpdatesJa (kein Update im Testzeitraum)
SchadsoftwareNein

Android Version & Variante

Die Software ist eine der Schwächen vom Cubot Tab 30. Hier gab es leider kein Upgrade, denn wie der Vorgänger läuft auf dem Tablet ein Android 11 anstatt des aktuelleren Android 12. Der Sicherheitspatch war im Testzeitraum veraltet (Stand Mai 2022). Ein Update kam im Testzeitraum auch nicht an. Leider kommt das Android auf dem Cubot Tab 30 in "naturbelassener" Ausführung daher - also Stock Android. "Leider" deswegen, da Stock Android einfach nicht für Tablets ausgelegt ist und vor allem beim Multitasking wenig komfortabel zu bedienen ist. Etwas mehr Anpassung, wie es z.B. Xiaomi bei der Tablet Ausführung seiner MIUI Custom ROM macht, hätte dem Cubot Tab 30 gut gestanden. Die Google Dienste inklusive Play Store sind ab Werk installiert und funktionieren ohne Einschränkungen. Eine deutsche Übersetzung ist vorhanden, an einigen Stellen jedoch etwas holprig. Ein Beispiel: In den Systeminfos wird die Anzeige der RAM Größe mit "Schafbock" betitelt.

Project Treble
Launcher
Camera2 API Back
App Drawer
Camera2 API Front
Kontrollzentrum

Zertifizierung & DRM

Auf Google Zertifizierung muss man beim Cubot Tab 30 nicht verzichten. Somit lassen sich alle Apps nutzen, welche die Zertifizierung voraussetzen. Das gilt zum Beispiel für manche Banking Apps. Im DRM Bereich hat das Cubot Tab 30 eine für Geräte kleinerer Hersteller typische Schwäche: Widevine L1 DRM fehlt. Es gibt hier nur Widevine L3 DRM, was im Klartext bedeutet, dass diverse Streaming Dienste nur in geringer Auflösung funktionieren. Am Beispiel von Netflix ist nur die Wiedergabe in SD Auflösung möglich. Gerade bei einem großen Tablet Bildschirm merkt man das deutlich an der Bildqualität.

Google Zertifizierung
Widevine DRM
Netflix Info

Bloatware, Schadsoftware & Bugs

Bloatware befindet sich auf dem Cubot Tab 30 erfreulicherweise keine. Ihr bekommt also ein komplett sauberes Android. Auch Scans nach Schadsoftware blieben ohne Funde. Die Facebook Dienste sind auch nicht vorinstalliert. Bugs oder Stabilitätsprobleme sind im Testzeitraum auch keine aufgefallen.


Cubot Tab 30 Konnektivität

Mobilfunk 2G: 850/900/1800/1900MHz
3G: 900/2100MHz
4G-FDD: B1/3/7/8/20
WLAN 802.11a/b/g/n/ac
BluetoothBluetooth 5.0
NFCNein
Dual SIMDual Nano SIM
PositionsbestimmungGPS, A-GPS, GLONASS, Galileo

Mobilfunk

Eines der Highlights vom Cubot Tab 30 ist das Mobilfunkmodem, mit dem man auch unterwegs ohne WLAN Zugang aufs Internet zugreifen oder sogar telefonieren kann. Das Tablet unterstützt 2G, 3G und 4G. Der Empfang war im Test hervorragend und auch innerhalb von Gebäuden überdurchschnittlich gut. Einschränkungen gibt es allerdings bei den unterstützten Mobilfunkfrequenzen. Es werden nicht alle in Deutschland genutzten Frequenzen unterstützt. Für LTE fehlt zum Beispiel das Band 28. In manchen Gegenden kann es deshalb zu Einschränkungen beim Empfang und den erreichbaren Datenraten kommen. Die Nutzung im asiatischen und amerikanischen Raum ist auch nur sehr eingeschränkt möglich.

WLAN & Bluetooth

Im WLAN unterstützt das Cubot Tab 30 maximal den AC-Standard ohne MIMO und erreicht hier eine maximale Brutto-Datenrate von 390Mbit/s. Netto kommen neben dem Router im Schnitt 249Mbit/s über eine 30-sekündige Messung an. Ein Stockwerk darunter sind es noch sehr gute 161Mbit/s. Der Empfang ist also auch hier exzellent. Bluetooth wird in der Version 5.0 unterstützt und hat im Test keine Einschränkungen oder Aussetzer gezeigt.

GPS Test
WLAN Test 1
WLAN Test 2

GPS Test

Auf GPS muss man beim Cubot Tab 30 auch nicht verzichten und kann das Tablet so bei Bedarf als XXL-Navi benutzen. Das funktioniert zumindest bei der Fußgängernavigation ganz anständig. Da der GPS Empfang jedoch nicht der Beste ist und schon unter freiem Himmel nur 6m Genauigkeit erreicht werden, taugt das GPS nur eingeschränkt für die Nutzung im Auto.


Cubot Tab 30 Audio

Lautsprecher Stereo (links & rechts im Rahmen)
Noise Cancelling Mikrofon Ja
Weitere MerkmaleKein 3,5mm Anschluss, Stereo Mikrofon

Lautsprecher & Kopfhörer

Ganz ohne Mogeleien kommt irgendwie keiner der kleinen Technik-Hersteller aus China aus. Bei den Lautsprechern schreibt Cubot beim Tab 30 zwar nur von Stereo Lautsprechern, lässt es aber im Bildmaterial auf der Webseite so aussehen, als wäre das Tablet mit Quad Lautsprechern ausgestattet. Tatsächlich findet man links und rechts auch jeweils zwei Lautsprecheröffnungen und geht somit erstmal von vier Lautsprechern aus.

Irreführendes Marketing Material von Cubot

Tatsächlich befindet sich allerdings nur auf jeder Seite ein Lautsprecher. Die zusätzliche Öffnung ist ein "Dummy" und beherbergt nichts als Luft. Schade eigentlich, denn mit echten Quad-Speakern hätte man das Cubot Tab 30 nochmal etwas von anderen günstigen China Tablets absetzen können. Immerhin klingen die beiden vorhandenen Lautsprecher gar nicht so übel. Von "High End" kann man zwar nicht sprechen, doch sie liefern einen brauchbaren und durchaus angenehmen Klang, der erst auf der höchsten Stufe etwas "unrund" wird. Darunter hört man weder ein Kratzen noch ein Klirren und Bässe kommen wenigstens ganz dezent durch. Insgesamt sind die Lautsprecher also definitiv brauchbar, solange man nicht die höchsten Ansprüche hat.

Sprachqualität (Telefonie)

Zum Telefonieren ist eigentlich kein Tablet gedacht, doch als Notlösung kann das Feature durchaus praktisch sein. Umso besser, wenn die Funktion dann auch noch astrein funktioniert - und das tut sie im Falle des Cubot Tab 30. VoLTE und VoWiFi werden unterstützt und so kommt man in den Genuss einer erfreulich guten Sprachqualität, was wohlgemerkt für beide Enden gilt. Lobenswert ist auch, dass sich der Gesprächspartner selbst bei höchster Lautstärke nicht selber hört. Die Verständigung funktioniert auch unabhängig davon gut, ob man nun direkt ins Tablet spricht oder sich ein Stück weit davon entfernt befindet.


Cubot Tab 30 Kamera

Hauptkamera 13MP
Video: FHD (1080p)
Codec: H.264
Frontkamera 5MP
Video: HD (720p)
Codec: H.264
BlitzEinzelne LED
FokusCDAF
Slow MotionHD120

Kameras haben in Tablets einen relativ geringen Stellenwert. Sicherlich gibt es Nutzer, welche mit einem Tablet fotografieren, doch diese werden sich ohnehin eher nach einem teureren Gerät umsehen. Insofern geht die eher rudimentäre Ausstattung vom Cubot Tab 30 durchaus in Ordnung. Hinten bietet das Tablet eine 13MP Kamera mit einer einzelnen LED als Blitz und Taschenlampe. Vorne gibt es eine 5MP Kamera.

Die 13MP Kamera liefert brauchbare Schnappschüsse - nicht mehr und nicht weniger. Um Dokumente zu fotografieren, eignet sie sich ganz gut, solange keine perfekte Qualität erwartet wird. Für richtige Fotos reicht die Qualität dann schon nicht mehr aus. Die Frontkamera ist eher für Video-Calls gedacht. Hier liefert sie HD Auflösung und keine sonderlich gute Qualität. Für den Notfall tut sie es aber allemal.

Hauptkamera HDR
Hauptkamera Blitz
Hauptkamera Standard
Hauptkamera Text
Frontkamera

Hauptkamera FHD Video

Frontkamera HD Video

Hauptkamera 120fps Slo-Mo


Cubot Tab 30 Akku

Kapazität (Angabe) 6.580mAh
Kapazität (Gemessen) 6.361mAh
WechselbarNein
Fast Charging18W (USB-PD)

Akkulaufzeit

Beim Akku wird das Cubot Tab 30 vom Hersteller mit einer Kapazität von 6.580mAh beworben. Basierend auf einer externen Messung scheint das auch zu stimmen. Unser USB-Meter kommt beim Aufladen von 0% auf 100% auf einen Wert von 6.361mAh. Die Akkulaufzeit ist durchaus gut und reicht bei sehr intensiver Nutzung (wie bei einem Smartphone) locker für einen Tag, wobei bei durchgehender Nutzung eine Screen-On Zeit von etwa 10 Stunden erreicht werden kann. Nutzt man das Cubot Tab 30 nur gelegentlich, wie es für ein Tablet ja typisch ist, reicht eine Ladung für zwei bis vier Tage.

Das ist natürlich eine sehr breite Spanne, aber das hängt einfach davon ab, wie man das Tablet nutzt. Wer bei hoher Helligkeit jeden Tag zwei bis drei Stunden Videos auf dem Tablet anschaut, wird eher bei den zwei Tagen landen, vor allem wenn man das über Mobilfunk macht. Nutzt man das Cubot Tab 30 hauptsächlich sporadisch zum Lesen von E-Mails und News, Messaging und zum Surfen, hält der Akku deutlich länger durch.

Ladezeit 20% ➡️ 75%
Ladezeit 20% ➡️ 100%
Akkulaufzeit

Ladezeit

Aufgeladen wird das Cubot Tab 30 über den USB-C Anschluss mittels USB-PD. So kann neben dem mitgelieferten Netzteil auch jedes andere USB-PD Netzteil oder eine Power Bank mit USB-PD genutzt werden. Geladen wird mit einer Leistung von 18W, was Cubot natürlich prompt als Fast-Charging betitelt. "Fast" ist aber nur die erste Etappe von 20% auf 75%, wofür das Cubot Tab 30 ca. 55 Minuten benötigt. Eine volle Ladung dauert knapp 1:45 Stunden. Mit einem stärkeren Netzteil lässt sich das nicht beschleunigen.


Cubot Tab 30 Test Fazit

Mit dem Cubot Tab 30 hat der Hersteller ein solides Budget Tablet gezaubert, welches gegenüber dem Vorgänger einige Schwächen ausbügelt. Das moderne und elegante Design aus Metall hinterlässt einen deutlich besseren Eindruck und die Leistung wurde ein wenig gesteigert. Nach einer Woche im Alltag hat sich das Cubot Tab 30 an keiner Stelle heftige Aussetzer geleistet und funktioniert gut.

Sicherlich gibt es Stellen, an denen man den einen oder anderen Punkt noch verbessern könnte (Widevine L1 DRM, aktuelleres Android, helleres Display, mehr Mobilfunkfrequenzen), doch am Ende des Tages bleibt das Cubot Tab 30 trotzdem ein solides Tablet für knapp 180€ inklusive 4G, welches wenig anspruchsvolle Nutzungsszenarien völlig ausreichend bedient.

Eine Kaufempfehlung ist also durchaus drin, jedoch beschränkt sich diese auf den günstigen Preis von 180€, den Cubot zuletzt z.B. bei eBay aufgerufen hat. Man kann das Cubot Tab 30 nämlich auch für über 200€ kaufen, wobei es so viel Geld dann definitiv nicht mehr wert ist. In dieser Preisklasse sind dann wieder andere Geräte interessant, wobei dann auch Tablets größerer Hersteller im Spiel sind - z.B. das Realme Pad oder auch ein generalüberholtes iPad.

Wer sich den Cubot Tab 30 Test noch als Video ansehen möchte, findet diesen bei uns im YouTube Kanal.

Pro

  • Schickes & schlankes Design aus Metall
  • Üppiger Lieferumfang mit OTG Adapter, USB-C Kopfhörer, Schutzfolie & Flip Case
  • Qualitativ anständiges LCD Display mit laminiertem Frontglas
  • Brauchbarer Touchscreen mit 10 Berührungspunkten
  • RGB Status LED neben der Frontkamera
  • Brauchbare Performance für einfache Aufgaben
  • Kaum Abwärme
  • Großer 128GB Speicher mit Micro SD Erweiterung
  • USB-C 2.0 Anschluss mit OTG Unterstützung
  • Saubere Software ohne Bloatware und Schadsoftware
  • Google Zertifizierung
  • Mobilfunkmodem mit LTE und sehr gutem Empfang
  • AC-WLAN und BT5.0 mit sehr gutem Empfang
  • GPS Unterstützung
  • Brauchbare Stereo Lautsprecher
  • Erstaunlich gute Sprachqualität beim Telefonieren
  • Sehr gute Akkulaufzeit dank großem Akku
  • Aufladen immerhin mit 18W

Contra

  • Kameramodul steht aus der Rückseite hervor
  • Display unter direktem Sonnenlicht zu dunkel
  • Sensor-Schwächen: Invertiertes Gyroskop, kein Lichtsensor, kein Kompass
  • Kein 3,5mm Anschluss
  • Veraltetes Android 11
  • Kein Widevine L1 DRM
  • Unterstützt nur wenige Mobilfunkfrequenzen
  • GPS Signalstärke ist nicht die Beste
  • Keine Quad Lautsprecher wie in den Werbe-Bildern suggeriert

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Montag, 03. Oktober 2022

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