PiPo W1 Windows 8.1 Intel Bay Trail Tablet PC Review

PiPo W1 Windows 8.1 Intel Bay Trail Tablet PC Review

Es ist wieder soweit, ein weiteres Review steht für euch bereit, und zwar diesmal zum PiPo W1. Damit haben wir nun das zweite Windows 8.1 Tablet in Folge getestet. Erst kürzlich war das Cube iWork 10 bzw. U100GT an der Reihe.

Das kürzlich getestete Cube iWork 10 konnte uns sehr überzeugen und stellte sogar alle bisher getesteten Tablets aus Fernost in den Schatten. Das Tablet war in der Lage uns davon zu überzeugen, dass Windows 8 eigentlich gar nicht so übel ist, zumindest auf Tablets.

Da es neben dem Cube iWork 10 auch noch andere chinesische Tablets gibt, welche mit ähnlicher Ausstattung aufwarten können, liegt es also nahe, ein weiteres dieser Windows Tablets zu testen. Und genau das haben wir mit dem PiPo W1 in den letzten Tagen auch getan. Ob es uns genauso überzeugen konnte wie das Cube iWork 10, oder ob es gar noch besser ist, das erfahrt ihr in diesem Testbericht. Viel Spaß beim Lesen!

Unboxing

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Geliefert wird das PiPo W1 in einer etwas kompakteren Schachtel als das Cube iWork 10. Die Verpackung ist zudem noch etwas detaillierter gestaltet. Hier finden wir neben dem PiPo Logo die Produktbezeichnung, ein Bild des Tablets und auch gleich auf der Front ein paar Hardware Informationen. Auf der Rückseite gibt es noch ein paar Angaben zum Gerät, und sogar ein CE Zeichen ist hier vorhanden.

Der Packung liegt außerdem eine kleine Box bei, in der sich das Netzteil, die Garantiekarte, ein EU Adapter und ein OTG Kabel befinden. In der Hauptverpackung befinden sich das Tablet und das Type Cover, welches hier im Gegensatz zum Cube iWork 10 zum Lieferumfang gehört. Dafür bekommt PiPo schonmal einen Pluspunkt.

Design

Designtechnisch kann das PiPo W1 sofort überzeugen, und sieht sogar dank des edler wirkenden Metallgehäuses noch etwas besser aus, wenn auch nur von der Rückseite. Die Front sieht komplett identisch aus. Auch hier finden wir wieder die Frontkamera mit roter Status LED auf der Oberseite und den Windows Button auf der Unterseite. Lasst euch bitte nicht von den Dehnungsspuren im Lack stören, die haben wir beim Öffnen des Geräts verursacht. Das Metall verbiegt leider sehr leicht.

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Auf der linken Seite des Tablets befinden sich die ganzen Anschlüsse, und das mit genau der selben Anordnung wie schon beim Cube iWork 10. Hier befinden sich eine Lade LED, der Ein- / Ausschalter, ein 3,5mm Klinkenanschluss, ein Mini HDMI Anschluss, der Micro SD Slot, ein Micro USB OTG Anschluss, ein Mikrofon und die Ladebuchse. Auf der unteren Seite finden wir auch hier wieder den Port für das Type Cover. Da diese identisch sind, kann man das Cube Type Cover auch mit dem PiPo W1 verwenden und umgekehrt. Auf der Oberseite befindet sich dann noch ein Lautstärkeregler.

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Auf der Rückseite finden wir hier ebenfalls die selbe Anordnung wie auch schon beim Cube iWork 10. Hier sitzen die beiden Lautsprecheröffnungen, oben zentriert die Rückkamera mit einem silbernen Metallrahmen umfasst, außerdem die Beschriftungen der Buttons und Ports, mittig ein großes Windows Logo anstatt das PiPo Logo und unterhalb noch einen Infoaufdruck und den auf dem Tablet aufgeklebten Windows und Office Lizenz-Sticker.

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Im Grunde sieht das PiPo W1 doch etwas schicker als das Cube iWork 10 aus, und fühlt sich auch durch das kühle Metall etwas schöner in den Händen an. Bei der Verarbeitungsqualität gibt es aber keine Unterschiede, genau wie in der Stabilität, da das Metall des PiPo W1 nicht gerade dick ist.

Type Cover

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Das Type Cover ist beim PiPo W1 nicht nur Teil des Lieferumfangs, sondern es weißt sogar deutliche Unterschiede auf, wenn man es mit dem des Cube iWork 10 vergleicht. Das fängt schon beim Deckel des Covers an. Dieser besteht hier nicht aus einem filzartigen Material, sondern ist aus Kunstleder gefertigt. Dadurch fühlt es sich gleich deutlich wertiger an und ist auch etwas stabiler.

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Auf der Unterseite des Type Covers setzt sich der wertige Eindruck fort, denn hier besteht das Type Cover aus Metall, genau wie das Tablet. Dadurch ist es sehr verwindungssteif und wackelt bei der Verwendung auf dem Schoß oder auf unebenen Flächen nicht so herum. Auch beim Transport des Tablets im Type Cover ist dies von Vorteil, da es sich im Standby so nicht ständig einschaltet.

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Klappt man das Type Cover auf, so sieht man auch hier Unterschiede. Der Dock Connector ist identisch mit dem vom Cube Tablet und auch voll Kompatibel. Hier kann man also problemlos untereinander tauschen. Die Tastatur jedoch ist etwas anders. Die Tasten sind hier nicht abgerundet sondern eckig, und auch etwas kleiner. Zu Beginn sind diese außerdem recht schwergängig, was sich aber legt. Leider ist das Schreiben auf der Tastatur nicht ganz so komfortabel wie beim Cube iWork 10 - eben wegen der kleineren Tasten. Man vertippt sich hier gerne mal bis man etwas Übung hat. Eine Besonderheit ist hier eine zusätzliche Taste, mit der man das Touchpad deaktivieren kann.

Apropos Touchpad! Dieses hat hier keine Hardwaretasten wie beim Cube iWork 10, doch dafür wird hier Multitouch unterstützt. Leider ist das Touchpad aber nicht so genau wie beim Cube iWork 10. Abschließend kann man also sagen, dass das Type Cover vom PiPo W1 in puncto Design und Stabilität deutlich vorne liegt, im Praxiseinsatz jedoch das Nachsehen hat.

Display

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Beim Display sind die Unterschiede zum Cube iWork 10 gering, wenn auch vorhanden. Die Darstellungsqualität im Sinne von Schärfe ist hier identisch mit dem Cube iWork 10. Jedoch scheint es, also ob hier die Farben und auch der Kontrast noch etwas besser bzw. intensiver sind. Im Endeffekt macht das aber nicht sehr viel aus. Die maximale Helligkeit ist auch etwas höher, was sich aber beim Außeneinsatz nicht in der Ablesbarkeit bemerkbar macht. Pixel sind hier genauso sichtbar wie beim Cube iWork 10.

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Die Blickwinkel sind hier genau wie beim zuvor getesteten Cube iWork 10 exzellent.

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Auch der Touchscreen reagiert einwandfrei und präzise, hier gibt es keinerlei Unterschiede. Kein Wunder, es wird in beiden Geräten der selbe Digitizer von Atmel verwendet. Was leider auch beim PiPo W1 der Fall ist: Das Display ist auch hier leicht nach oben versetzt, sodass ein paar Pixelreihen unter dem oberen Rahmen verschwinden. Es scheint als kämen beide Tablets aus der selben Fabrik und bei beiden Tablets kam es zu einem Fehler bei den Abmessungen. Wie aber auch schon beim Cube iWork 10, stört das hier auch nicht wirklich und fällt nur zu Beginn auf.

Hardware, Performance, Software, Multimedia

Die Hardware des PiPo W1 unterscheidet sich nur minimal von der im Cube iWork 10. PiPo setzt im W1 ebenfalls auf den Intel Atom Bay Trail T Quad Core Prozessor mit 1,33GHz Taktfrequenz und 1,8GHz im Turbo Boost Modus. Der RAM hat mit 2GB LPDDR3 RAM ebenfalls die selbe Größe, von denen auch hier 1,46GB zur freien Verwendung verfügbar sind. Der größte unterschied besteht beim Speicher. Hier sind 64GB EMMC Speicher verbaut, anstatt 32GB wie beim Cube. PiPo unterteilt den Speicher hier in zwei Partitionen, die Windows C Partition hat eine Größe von 42,9GB und die Recovery D Partition 14,6GB. Auf der Hauptpartition sind aber Werk noch etwa 37GB frei.

Interessanterweise ist das PiPo W1 in unseren Benchmarks durchweg besser weg gekommen als das Cube iWork 10. Woran das genau liegt ist uns nicht ganz klar, es könnte aber an Treiber Optimierungen und dem etwas schnelleren Speicher des PiPo W1 liegen. Im Praxiseinsatz merkt man das aber zumeist nicht, nur Spiele laufen auf dem PiPo W1 etwas flüssiger. Auch die Öffnungszeit von komplexen Programmen wie Microsoft Office ist beim PiPo W1 etwas besser.

In unseren Benchmarks erreichte das PiPo W1 im Single Core Test 788 Punkte und im Multi Core Test 2.506 Punkte im Geekbench 3 Benchmark. Im PC Mark 8 Home Accelerated 3.0 Test wurden 1.138 Punkte erreicht. Im 3D Mark Ice Storm 720p Test war das Ergebnis ein Maxed Out, im 1080p Test 6.393 Punkte und im Unlimited Test 10.586 Punkte.

Auf dem Tablet läuft übrigens auch hier ein Windows 8.1 32-Bit mit vorinstalliertem Microsoft Office Home & Student 2013. Ansonsten ist keine Software vorinstalliert, was sehr lobenswert ist.

Die Klangqualität der internen Lautsprecher ist beim PiPo W1 noch einen Tick besser als beim Cube. Die Lautstärke und Klarheit des Klangs sind zwar identisch, jedoch hat das PiPo W1 eine etwas stärkere Basswiedergabe. Dadurch klingt Musik einfach noch etwas besser. Die Ausgabe über den Kopfhöreranschluss ist auch hier kristallklar und sehr kraftvoll.

Empfang & Akkulaufzeit

In diesen beiden Kategorien liegt das PiPo W1 leider etwas hinter dem Cube iWork 10. Der WLAN Empfang war zwar auch hier hervorragend, doch nicht ganz so gut wie beim Cube iWork 10. Dies liegt vermutlich am Metallgehäuse und wurde speziell außerhalb des Hauses im Garten bemerkbar. Hier brach das Signal gerne einmal ab. Bei der Bluetooth Performance gab es überraschenderweise keinerlei Einschränkungen. Diese lag wie auch beim Cube bei etwa 20 Metern unter freier Sicht.

Die Akkulaufzeit ist leider auch etwas schwächer als beim Cube iWork 10, obwohl hier auch zwei 3.950mAh Lithium Polymer Zellen verbaut sind. Über den Tag werden viele Power User zwar auch hier kommen, aber der Akku entleert sich doch merkbar schneller. Dies merkt man in den Anwendungsspezifischen Tests:

  • Video (interner Speicher): 6 Stunden
  • Video (streaming): 3 Stunden
  • Office: 8 Stunden

Kamera

Im Cube iWork 10 konnten uns die Kameras ja überhaupt nicht überzeugen, was bei einem Tablet aber auch nicht so schlimm ist. Hier hat uns das PiPo W1 allerdings überraschen können. Die Auflösung der beiden Kameras ist mit 2 Megapixel genau gleich, jedoch verfügt die Rückkamera beim PiPo W1 über Autofokus. Dies ermöglicht etwas besser Aufnahmen mit der Rückkamera.

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Fazit

Kommen wir nun zum Fazit des PiPo W1. Und hier gilt zu sagen, dass das Tablet nicht wirklich besser ist als das Cube iWork 10. Im Grunde liegen beide Geräte gleichauf wenn man alle Vor- und Nachteile gegeneinander abwiegt. Welches Tablet man sich nun also zulegen sollte ist wohl eine Frage des persönlichen Geschmacks und auch der Bedürfnisse. Wer unterwegs viel mit Office machen will, der sollte aufgrund der besseren Tastatur und der längeren Akkulaufzeit zum Cube iWork 10 greifen. Wer dagegen einfach nur ein schickes Allround Tablet mit tollem Design sucht, der kann getrost auch zum PiPo W1 greifen.

Das PiPo W1 kostet derzeit um die 280€, was wirklich ein guter Preis für solch ein Tablet ist. Links zu empfehlenswerten Shops findet ihr unter dem Artikel. In den nächsten Tagen werden wir auch noch einen kleinen Artikel und ein Video machen, in dem es dann nur um den Direktvergleich zwischen PiPo W1 und Cube iWork 10 geht. Dies macht die Entscheidung dann eventuell noch einfacher.

 

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