Xiaomi Mi3 16GB Snapdragon 800 Smartphone Review / Testbericht

Xiaomi Mi3 16GB Snapdragon 800 Smartphone Review / Testbericht

In den letzten Tagen haben wir das aktuelle Flaggschiff von Xiaomi, das Mi3, eingehend unter die Lupe genommen. Ob uns das Gerät überzeugen konnte und ob es letztlich auch sein Geld wert ist, erfahrt ihr in diesem Testbericht. Viel Spaß beim Lesen!

Das Xiaomi Mi3 ist ja in China bereits seit einiger Zeit erhältlich, allerdings in der TD-SCDMA Version mit Nvidia Prozessor. Nutzer eines Netzes mit WCDMA und somit auch internationale Kunden mussten leider noch länger auf das Mi3 warten. Doch nun ist es seit einiger Zeit erhältlich, aber leider größtenteils vergriffen, sodass es recht schwer ist (und auch kostspielig) an eines zu kommen. Doch dank dem deutschen Shop NoZoll.de, welcher uns eines der Geräte zur Verfügung gestellt hat, konnten wir nun endlich einen Blick auf das Gerät werfen.

Unboxing

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NoZoll.de hat uns das Gerät in einer kleinen weißen Pappschachtel geliefert, auf der das eigene Logo aufgedruckt war. Das Smartphone war gut und sicher verpackt. Das Xiaomi Mi3 selbst befindet sich ebenfalls in einer Papp-Box, welche braun ist und aus Recycling Papier besteht. Dies ist durchaus ungewöhnlich, hinterlässt aber einen positiven Eindruck. Die Box ist relativ schlicht gehalten. Auf der Vorderseite befindet sich nichts, außer ein "Mi-Logo" in der oberen rechten Ecke. Dreht man die Box um, so sieht man einen Aufkleber mit den Informationen zum Gerät. Dieser ist aber komplett auf Chinesisch gehalten und dürfte somit den wenigsten etwas sagen.

Ans Innere der Verpackung zu gelangen ist zunächst einmal gar nicht so einfach, denn die Spaltmaße der Box sind recht knapp bemessen. Hier hilft es, einmal mit dem Fingernagel an einer Seite in den Spalt zu fahren und dann etwas zu ziehen. So geht die Box dann schnell und einfach auf. Hat man den Deckel abgenommen, so sieht man sofort das Xiaomi Mi3. Dieses kann man mittels einer kleinen Lasche anheben und dann entnehmen. Darunter befindet sich ein kleiner Umschlag, welcher aus dem selben Material wie auch die Box gefertigt ist. In diesem befindet sich eine Anleitung auf Chinesisch mit vielen Bildern, eine Garantiekarte, und ein Werkzeug zum Öffnen des SIM Schachtes.

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Nimmt man den Einsatz der Box heraus, so findet man jeweils an der oberen und unteren Seite ein kleines verstecktes Fach. Hier befindet sich das Micro USB Kabel mit eingestanztem "Mi-Logo" und ein USB Netzteil mit deutschem Stecker. Und das war es dann auch schon, mehr befindet sich nicht im Lieferumfang. Was wir in dieser Preisklasse vermissen, sind gute mitgelieferte Kopfhörer und ein OTG Kabel. Ein Weltuntergang ist das Fehlen dieser Zugaben aber auch nicht.

Zwischenfazit: Das Xiaomi Mi3 ist gut verpackt und macht sofort beim Auspacken einen edlen Eindruck. Das fehlen von kleinen Extras wie OTG Kabel oder Kopfhörer, wie wir es sonst von den Chinesen gewohnt sind, enttäuschte uns leider ein wenig.

Design

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Das Design des Xiaomi Mi3 hat uns überzeugt, denn das Gerät ist ein echter Hingucker. Wir haben das Smartphone in der Farbe Silber bekommen. Die Front des Xiaomi Mi3 ist in schwarz gehalten. Auf der Oberseite befindet sich zunächst einmal ganz links ein Mi-Logo. Daneben befinden sich der Annäherungssensor und ein Helligkeitssensor. Mittig finden wir den Telefonhörer und gleich daneben, also rechts, die Front Kamera. Weiterhin befindet sich rechts neben der Front Kamera eine kleine RGB Status LED. Darunter befindet sich dann natürlich das 5" IPS OGS Display des Xiaomi Mi3. Wiederum darunter befinden sich dann die Soft-Buttons, welche über eine Hintergrundbeleuchtung verfügen und kein "Light-Bleeding" aufweißen. Diese umfassen die Funktionen Menü, Home und Zurück - also Standard. Die gesamte Front besteht aus Corning's Gorilla Glass 3.

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Sieht man sich das Gerät von den Seiten an, so bemerkt man gleich, dass es angenehm dünn ist - 8,2mm um genau zu sein. Die Seiten sind leicht abgerundet, was das Smartphone hervorragend in der Hand liegen lässt. Die Rückseite und die Seiten bestehen dabei aus ein und dem selben Teil, man findet also keine Spalten oder dergleichen. Das Material besteht hier laut Xiaomi aus Aluminium und Magnesium, was für hohe Stabilität sorgen soll. Berichtigung: Das Gehäuse ist aus Plastik, das Aluminium ist wohl Innen verbaut. Man merkt das jedoch nicht, denn das Gehäuse fühlt sich an wie Metall. Doch was befindet sich nun an den Seiten? Von oben betrachtet auf der linken Seite finden wir zunächst einmal nichts. Auf der unteren Seite werden wir dann aber fündig. Hier sind ein Micro USB Port und eine große Anzahl von kleinen Löchern für den Lautsprecher angebracht. Die Platzierung des Lautsprechers ist gut gewählt, denn so wird der Ton nicht blockiert wenn man das Smartphone auf eine Oberfläche legt. Dennoch hat auch diese Platzierung einen Nachteil: Es kommt öfters mal vor, dass man den Lautsprecher mit der Hand verdeckt und dann hört man fast nichts mehr. Das Sprachmikrofon dürfte ebenfalls unter diesen Löchern angebracht sein.

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Auf der rechten Seite finden wir schließlich einige Tasten. Hier befindet sich zunächst einmal der Ein- / Ausschalter und dann direkt darüber der Lautstärkeregler. Die Position des Ein- / Ausschalters wurde von Xiaomi leider ein wenig ungünstig gewählt. Uns ist es im Test des öfteren passiert, dass wir das Gerät versehentlich ausgeschaltet haben. Dies ist zu Beginn sehr nervig, man gewöhnt sich allerdings daran und dann passiert das nicht mehr so häufig. Dennoch wäre die Anbringung auf der Oberseite besser gewesen, oder zumindest eine schwergängigere Taste angebracht gewesen. Auf der Oberseite befindet sich mittig der SIM Karten Einschub, welcher überraschenderweise eine normale SIM Karte aufnimmt, keine Micro SIM. Hier befinden sich außerdem ein Umgebungsmikrofon sowie ein 3,5mm Kopfhöreranschluss.

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Die Rückseite des Xiaomi Mi3 ist sehr schlicht gehalten, sieht aber gerade dadurch irgendwie "sexy" aus. Hier finden wir von hinten betrachtet in der oberen linken Ecke die Kamera, direkt daneben zwei LED's für den Blitz und wiederum direkt daneben ein weiteres Umgebungsmikrofon für Videoaufnahmen. Dann kommt zunächst mal nichts. Ganz unten befindet sich dann zentriert ein weiteres Mi-Logo, welches in das Gehäuse eingefräst ist. Direkt darunter finden wir einen Aufdruck mit allerlei Herstellerspezifischen Informationen, also nichts von Interesse für uns. Eine Warnung, dass man das Gerät nicht in die Mülltonne werfen darf, ist hier ebenfalls angebracht.

Zwischenfazit: Das Xiaomi Mi3 ist ein sehr schickes Smartphone, welches man gar nicht mehr aus der Hand geben mag - zumindest ging es uns so. Das Smartphone fühlt sich sehr wertig an, ist verwindungssteif, und liegt mit seinen 145g Gewicht und den abgerundeten Seiten sehr gut in der Hand.

Display

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Das Xiaomi Mi3 ist mit einem 5" Display ausgestattet, welches mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln arbeitet. Es handelt sich dabei um ein IPS OGS Panel, welches, wie schon vorher erwähnt mit Gorilla Glass 3 vor Kratzern und Bruchschäden geschützt ist. Im Test überzeugte uns das Display durch absolute Perfektion. Der Bildschirm des Xiaomi Mi3 ist mit der schönste den wir bisher bei einem Smartphone gesehen haben. Er zeichnet sich durch hervorragende Detailwiedergabe, idealen Kontrast und knackige aber dennoch sehr natürliche Farben aus. Wem der Farbton nicht gefällt, der kann in den Einstellungen das Farbprofil ändern. Es steht Warm, Kalt und Natürlich zu Auswahl. Auch die Sättigung kann hier geregelt werden. Ebenfalls lobenswert sind die Schwarzwerte, welche für ein LCD Display wirklich hervorragend sind. Pixel sind bei diesem Display beim besten Willen nicht zu erkennen, selbst wenn man sehr nahe an das Display heran geht. Selbst die Kamera hatte bei einer Makroaufnahme Schwierigkeiten die Pixel darzustellen.

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Die Helligkeit des Bildschirms ist genau richtig und bei maximaler Einstellung keinesfalls unangenehm. Löblich ist hier auch die automatische Helligkeitsregelung. Gerade bei Chinaphones ist man es ja gewohnt, dass die Einstellung hier nicht immer optimal ist. Oft ist der automatische eingestellte Wert zu dunkel, oder es wird zu oft nachgeregelt, was zu andauernden Schwankungen in der Displayhelligkeit führt und richtig nerven kann. All dies ist beim Xiaomi Mi3 nicht der Fall. Egal ob innen oder außen, die Helligkeit stimmt einfach. Noch dazu bemerkt man die automatische Regelung fast gar nicht, da das ganze sehr dezent und langsam geschieht.

Was uns ebenfalls sehr gut gefallen hat, war die Blickwinkel-Stabilität des Bildschirms. Selbst beim Blick auf den Bildschirm direkt vom Rand des Smartphones aus konnten wir noch immer alle Details auf dem Bildschirm erkennen, die Farben veränderten sich absolut gar nicht, und auch die Helligkeit blieb recht stabil und nahm nur ganz minimal ab.

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Der Touchscreen reagierte im Test einwandfrei und mit sehr hoher Genauigkeit und Finger gleiten ohne Widerstand über das Material. Ein Special: Man kann in den Einstellungen einen Handschuhmodus aktivieren. Dann ist auch die Bedienung mit allen Arten von Handschuhen möglich, was den Betrieb im Winter sehr angenehm macht. Diese Einstellung sollte man aber nur bei Bedarf aktivieren.

Zwischenfazit: Der Bildschirm des Xiaomi Mi3 ist ein echtes Highlight. Besonders die exzellent funktionierende automatische Helligkeitsregelung und der Handschuhmodus sind tolle Funktionen, welche uns richtig überzeugt haben. Mit der hervorragenden Bildqualität werden HD Bilder und Videos auf dem Gerät zu einem echten Genuss.

Hardwareleistung

Das Xiaomi Mi3 hat den Ruf, das derzeit schnellste Smartphone der Welt in der 5" Klasse zu sein. Nicht zuletzt wegen dem starken Snapdragon 800 Prozessor, sondern auch wegen der hervorragenden Optimierung des MIUI V5 ROMs. Dementsprechend hoch waren auch unsere Erwartungen. Und wir können jetzt schon verraten: Wir wurden nicht enttäuscht! Unser erster Test war der Antutu Benchmark. Hier erreichte das Xiaomi Mi3 eine Punktzahl von 35.595 Punkten, was wirklich ein ordentlicher Wert ist. Sieht man sich die Vergleichstabelle im Antutu Benchmark an, so wird man sein Xiaomi Mi3 auf Platz 1 wiederfinden. Weiter ging es in unserem Test mit dem 3D Mark Benchmark. Hier überraschte uns das Xiaomi Mi3 richtig. Beim 720p Benchmark hatten wir bereits ein "Maxed Out" Ergebnis erwartet, jedoch nicht beim 1080p Benchmark. Genau dies war aber der Fall, und mehr noch: Die Framerate beim 1080p Benchmark war aus irgend einem Grund sogar höher als beim 720p Benchmark. Rund 50FPS wurden hier im Schnitt erreicht. Der Ice Storm Unlimited Benchmark bescheinigt dem Gerät eine Punktzahl von 19.273 Punkten.

Unser letzter Benchmark war GFX Bench. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um einen Grafikbenchmark, welcher wirklich sehr anspruchsvolle Tests durchführt. Doch auch hier schlug sich das Xiaomi Mi3 hervorragend. Mit einem Ergebnis von 1.800 Punkten befand sich das Smartphone zwar nicht auf Platz 1 der Liste, spielte jedoch ganz oben mit. Damit steht fest: Das Xiaomi Mi3 hat ordentlich Power unter der Haube und braucht sich keineswegs vor hierzulande gängigen Marken zu verstecken. Doch spiegeln sich die Benchmark Ergebnisse auch in der alltäglichen Benutzung wieder?

Die Antwort hierauf ist ein ganz klares Ja! Die Bedienung des gesamten Systems läuft sehr flüssig und das Smartphone reagiert nahezu sofort. Es kam während unseres Tests kein einziges mal zu Hängern oder Stockern. Besonders sichtbar wird die Performance im alltäglichen Einsatz das erste mal beim Surfen im Internet. Selbst große Seiten scrollen butterweich. Beim Zoomen verhält es sich genauso. Auch komplexere JavaScript Animationen bewältigt das Gerät flüssig. Beim Öffnen von mehreren großen Seiten auf einmal in mehreren Tabs gerät das Xiaomi Mi3 noch immer nicht ins Stocken. Alles läuft weiterhin flüssig und die Seiten laden beim Tabwechsel nicht neu.

Auch beim Spielen wird die Leistung einmal mehr deutlich. Anspruchsvolle Spiele wie Real Racing 3, Dead Trigger 2 und Asphalt 8 laufen auf dem Gerät wunderbar flüssig. Leider hatten wir im Test mit Asphalt 8 aber deutliche Stabilitätsprobleme. Meist stürzt das Spiel nach wenigen Sekunden ab. Woran das genau liegt wissen wir nicht. Entweder handelt es sich um einen Bug im Spiel oder im MIUI V5 ROM. Wir gehen aber davon aus, dass das noch behoben werden wird. Spielen macht mit dem Gerät auf jeden Fall dank hoher Framerate und toller Grafik auf dem guten Display viel Spaß.

Zwischenfazit: Die Hardwareleistung des Xiaomi Mi3 ist wirklich beeindruckend. Das Smartphone ist definitiv für die Zukunft gut gerüstet und es wird eine Weile dauern, bis es den Ansprüchen von moderner Software nicht mehr genügen wird.

Empfangsleistung und Tonqualität

In der Kategorie Empfangsleistung hat uns das Xiaomi Mi3 leider ein wenig enttäuscht. Hier bei uns haben es die Testgeräte ja grundsätzlich schwer, da das O2 Netz an unserem Standort sehr schlecht ausgebaut ist, wir aber dennoch mittels einer Netzclub Karte testen, welche ja das O2 Netz verwendet. Dennoch muss man sagen, dass der Großteil der Chinaphones ganz ordentliche Ergebnisse liefern kann. Das Xiaomi Mi3 war leider in Sachen Empfangsleistung in 2G und 3G Netzen unter dem Durchschnitt. Im Haus erreichten wir selten mehr als zwei Striche und eine 3G Verbindung kam im Haus gar nicht erst zu Stande (bis auf wenige kurze Ausnahmen). Das Telefonieren war aber dennoch möglich. Im Freien dagegen war der Empfang einwandfrei, ebenso der 3G Empfang. Das Xiaomi Mi3 hat also deutliche Probleme in Gebäuden bei schlechtem Netzausbau.

Der WLAN Empfang dagegen hat uns überzeugen können. Im gesamten Haus war der Empfang bis auf wenige sehr "abgelegene" Ecken ohne Probleme möglich. Selbst außerhalb des Hauses funktionierte der WLAN Empfang noch, wenn auch nicht mehr so schnell. Nach einigen Metern Entfernung zum Haus brach der Empfang dann aber ab. Was uns allerdings auffiel ist,  dass die Empfangsanzeige nicht richtig funktioniert. Selbst wenn kein Datenfluss mehr statt finden kann zeigt die Anzeige hier ab und an noch volle Signalstärke. Hier muss Xiaomi noch nachbessern. Der Empfang von Bluetooth funktionierte in unserem Test ebenfalls einwandfrei. Die Verbindung zu unserem Bluetooth Lautsprecher brach nach ca. 15 Metern ab, was ordentlich ist. Auch NFC funktionierte im Test problemlos.

Stark ist, wie bei den meisten Smartphones mit Qualcomm Prozessor, der GPS Empfang. Nahezu sofort nach Aktivierung des GPS Moduls zeigte uns GPS Toolbox 20 Satelliten "In View" an und hatte nach wenigen Sekunden eine "Verbindung" zu 12 Satelliten. Die angezeigte Genauigkeit lag dann bei 4 Metern. Im Haus vor dem Fenster war der Empfang dann immer noch möglich. Hier hatten wir dann 16 Satelliten "In View" und eine "Verbindung" zu 10 Satelliten. Die Genauigkeit betrug dann 6 Meter, was eine überraschend geringe Veränderung darstellt. Selbst in der Mitte des Hauses war noch GPS Empfang möglich. Die Genauigkeit war dann aber mit etwa 40 Metern zu gering um noch brauchbar zu sein. Dennoch ist die GPS Empfangsleistung beeindruckend.

In unserem Testtelefonat konnte unser der Gesprächspartner hervorragend verstehen. Leider klang der Partner selbst aber etwas dumpf. Dies muss aber nicht zwingend am Smartphone selbst gelegen haben, sondern kann auch durch die schlechte Verbindung zu diesem Zeitpunkt hervorgerufen worden sein. Auf jeden Fall funktionierte der Anruf problemlos und die Verbindung kam sehr schnell zu Stande. Bei der Medienwiedergabe konnte uns der interne Lautsprecher überzeugen. Zwar mangelt es hier etwas an Bässen, doch das macht der Lautsprecher durch hohe Lautstärke und astreine Qualität wieder wett. Selbst bei maximaler Lautstärke scheppert nichts, was ja oft ein Manko bei Chinaphones darstellt.

Zwischenfazit: Angesichts der Preisklasse ist es etwas schade, dass die Empfangsleistung nicht auf hohem Niveau angesiedelt ist. Doch dies macht das Gerät keineswegs unbrauchbar! Erfreut hat uns der nahezu störungsfreie WLAN Empfang und der hervorragende GPS Empfang. Die Tonqualität geht ebenfalls in Ordnung.

Kamera

Die Kamera des Xiaomi Mi3 hat uns leider ebenfalls ein wenig enttäuscht. In dieser Preisklasse hätten wir einfach ein bisschen eine bessere Leistung erwartet. Fangen wir einfach zunächst mal mit den positiven Dingen an. Die Kamera macht anständige Bilder und Videoaufnahmen wenn die Lichtverhältnisse stimmen. Bilder verfügen über eine hervorragende Farbwiedergabe und auch die Tiefenschärfe stimmt, vorausgesetzt man hält still. Die Kamera wird durch viele nützliche Funktionen wie z.B. einem manuellen Fokus ergänzt. Doch was leider traurig ist, ist die Bildqualität in Gebäuden oder auch draußen bei schlechten Lichtverhältnissen. Hier ist es nahezu unmöglich ein scharfes Bild hin zu bekommen. Hierzu muss man mit dem manuellen Fokus spielen und absolut still halten. Doch selbst dann ist das Bild immer noch von einem starken Rauschen geprägt. Der interne Blitz kann da nur minimal Abhilfe schaffen. Ein großes Problem ist, dass der Autofokus nicht mit dem Blitz arbeitet. Stellt man hier nicht manuell ein, hat man grundsätzlich verschwommene Bilder. Der Blitz ist übrigens recht stark und kann auch größere Räume ausleuchten, für rauschfreie Bilder reicht es aber nicht. Lobenswert ist die Frontkamera, welche ein sehr gutes Bild liefert, trotz der nur 2 Megapixel. Hier kann man auch qualitativ gute Selbstportraits knipsen.

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Zwischenfazit: Die Kamera des Xiaomi Mi3 ist zwar brauchbar aber nicht die Beste. Wer eine einwandfreie Kamera haben möchte, der sollte zum Meizu MX3 greifen.

Akkulaufzeit

Viele Kritiker ließen ja im Vorfeld verlauten, dass das Xiaomi Mi3 vermutlich keine gute Akkulaufzeit haben wird. Zugegeben, 3.050mAh klingen nicht nach viel in Verbindung mit dem doch recht starken Prozessor, doch Xiaomi hat es geschafft, hier durch ausreichend Optimierung eine bombastische Akkulaufzeit heraus zu kitzeln. Am ersten Tag nahmen wir das Xiaomi Mi3 hart ran. Ab 11 Uhr war das Gerät in Betrieb und lief dann bis 18 Uhr fast komplett durch. Während dessen lief 10 mal der Antutu Benchmark, 3 mal der 3D Mark 1080p Benchmark, und 3 mal der GFX Bench Benchmark. Noch dazu wurde ca. 1 Stunde gespielt, ein Empfangstest gemacht und im Internet gesurft, sowie YouTube Videos angesehen. Am Abend lag der Ladestand dann bei 47%. Bei durchschnittlicher Benutzung sollte das Xiaomi Mi3 also locker zwei bis drei Tage - in manchen Fällen vielleicht noch länger- durchhalten.

Der Akku & Batterie HD Benchmark zeigte die folgenden Ergebnisse:

  • Standby Zeit: 122 Stunden 30 Minuten
  • Musik: 10 Stunden 48 Minuten
  • Video: 9 Stunden 48 Minuten
  • Internet (WLAN): 9 Stunden 48 Minuten
  • Internet (3G): 4 Stunden
  • Sprechzeit (2G): 10 Stunden 26 Minuten
  • Sprechzeit (3G): 6 Stunden 1 Minute
  • 2D Spiele: 4 Stunden 49 Minuten
  • 3D Spiele: 3 Stunden 36 Minuten
  • Lesen: 10 Stunden 10 Minuten

Zwischenfazit: Die Akkulaufzeit ist wider Erwarten einfach nur genial und macht die kleineren Schwächen des Smartphones wieder gut. Wer also nach einem Phone mit langer Laufzeit aber dennoch hoher Rechenleistung sucht, der ist hier goldrichtig!

Fazit

Das Xiaomi Mi3 ist wirklich ein richtig schönes Smartphone und das Gesamtpaket stimmt einfach, trotz dein paar Schwächen. Das Design ist wunderschön (zumindest ist das unsere Meinung) und sehr stabil, die Performance ist einfach bombastisch und auch die Akkulaufzeit überzeugt einfach. Zusammen mit MIUI V5 lässt das Gerät einfach kaum mehr Wünsche offen und man erhält hier ein extrem gutes Smartphone, mit dem man viel Freude haben wird.

Nur wer auf eine astreine Kamera angewiesen ist, der sollte sich einmal das Meizu MX3 ansehen. Dieses Smartphone ist zwar weniger leistungsfähig, hat dafür aber eine hervorragende Kamera die mit der einer Kompakt Kamera mithalten kann. Im großen und ganzen können wir aber für das Xiaomi Mi3 eine eindeutige Kaufempfehlung aussprechen. Die 16GB Version des Xiaomi Mi3 ist bei NoZoll.de für rund 420€ erhältlich - inklusive 2 Jahre Garantie und 14 Tage Rückgaberecht. Da das Gerät derzeit in China nur wenig günstiger ist und dann auch noch Zollkosten hinzu kommen, empfehlen wir diesmal den Kauf in Deutschland, denn bei einem Gerät dieser Preisklasse lohnt sich das. Wem das Gerät derzeit noch zu teuer ist, der sollte einfach mal ein zwei bis drei Monate warten, denn dann sollte das Gerät im Preis sinken und auch die internationale Version günstiger zu haben sein, da die Nachfrage langsam sinkt.

Das Xiaomi Mi3 könnt ihr hier kaufen:


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