Hexacopter MJX X600 im Test

Hexacopter MJX X600 im Test

Aus vier mach sechs. Das ist die Devise, die MJX auf dem Markt für RC-Spielzeug derzeit verfolgt. Neben sehr günstigen Micro-Hexacoptern bietet das Unternehmen auch etwas größere Multicopter mit sechs Rotoren an. Einer davon trägt den Namen MJX X600 und wurde von mir in den letzten Wochen bei gutem Wetter probe geflogen.

Der Hexacopter hat einen Durchmesser von Achse zu Achse von rund 40 Zentimetern. Damit ist es kein kleines Fluggerät, aber auch nicht übermäßig groß. Der MJX kann optional auch noch mit einer Kamera ausgestattet werden, die auf Wunsch sogar FPV über WiFi unterstützt. Zu diesem Zubehör kann ich leider keine Aussage machen, aber die reinen Flugeigenschaften sind ebenfalls sehr interessant.

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Lieferumfang

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Der X600 ist sehr großzügig verpackt. Der Karton ist wirklich riesig, aber dafür recht flach. Auf der Außenseite finden sich einige Abbildungen des Multicopters in Form von Renderings und Beschreibungen zu den Funktionen und Features des X600. Zudem ist der Inhalt der Verpackung abgebildet.

Öffnet man den Karton, lässt sich der typische Kunststoffeinsatz heraus ziehen, in dem alle Teile ihren definierten Platz finden. Dominierend ist natürlich der Copter selbst, dessen Rotoren bereits montiert sind. Erfreulicherweise liefert MJX auch einen kompletten Satz an Ersatz-Rotorblättern mit, sodass man auch nach einem kleinen Unfall weitermachen kann, ohne auf Ersatz aus Fernost warten zu müssen. Als direkte Bauteile für den X600 selbst gibt es noch einen Satz Kufen, die jedoch sehr niedrig sind und lediglich gesteckt werden. Hier kommt es tatsächlich ab und zu vor, dass diese sich während des Fluges lösen, was sehr nervig ist. Außerdem tut sich der Copter schwer, aus etwas höherem Gras zu starten, da die Standfüße so niedrig sind, dass die Rotoren die Grashalme berühren und von diesen gebremst werden. Hier hätte eine etwas besser konstruierte Landeeinheit wirklich Sinn gemacht. Mit je einer Schraube sind jedoch die Prop Guards befestigt, was aber auch Standard ist - und das nicht ohne Grund. Vor allem für Anfänger sind diese Schutzmechanismen viel Wert und aufgrund der wackeligen und niedrigen Kufen kommt es oft vor, dass der Copter bei einer etwas härteren Landung mit den Rotoren auf der Erde aufkommt.

Des weiteren befindet sich noch ein Akku mit 700mAh im Lieferumfang, der eine Spannung von 7,2 Volt bietet. Auch das passende Ladegerät mit EU-Stecker ist an Bord. Die Fernbedienung benötigt zur Stromversorgung 4 AA-Zellen, die jedoch nicht beiliegen. Ansonsten macht die Fernbedienung einen sehr komplexen Eindruck, da sich hier wirklich viele Einstellmöglichkeiten bieten. Es finden sich sehr viele Hebel und Trim-Regler auf der Oberseite und ohne Anleitung findet man sich nicht so leicht zurecht.

Design und Verarbeitung

Windschnittig und fast schon minimalistisch ist die Form des MJX X600. Er ist sehr flach, hat keine auffällige Form und trägt lediglich auf der Oberseite ein MJX-Logo als Abwechlung zur sonst komplett mattschwarzen Oberfläche. Die Kufen sind leider weniger als 3 Zentimeter hoch, was ab und zu zu Problemen führt. Sobald das Gras etwas höher ist, aus dem man starten möchte, werden die Rotoren von einzelnen Grashalmen gebremst, was einen Start je nach Höhe des Grases unmöglich macht. An der Oberseite ist außerdem noch ein An- beziehungsweise Ausschalter angebracht, mit dem man die Stromversorgung vom Akku kappen kann.

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Das Design der mitgelieferten Fernbedienung ist ebenfalls sehr futuristisch. Diese besitzt zahlreiche Einstellungmodi und Knöpfe, die einen leicht den Überblick verlieren lassen. Dennoch ist sie ganz gut verarbeitet und liegt gut in der Hand. Die Verarbeitung des Hexacopter selbst ist ebenfalls ziemlich gut gelungen und so bewegt sich nichts und knarzt nichts. Auch die Prop Guards machen einen Stabilen Eindruck und machen ihren Job zuverlässig.

Die Beleuchtung des Fliegers ist leider etwas sparsam. An der Unterseite befinden sich LEDs in blauer und roter Farbe, wobei Rot für die Rückseite und Blau für die Vorderseite des Copters steht. Es sind jedoch nur einzelne LEDs an jedem Arm, die auch nicht sehr hell sind. Wenn man bei Tag oder in der Dämmerung fliegt, ist die Richtung teilweise sehr schwer zu erkennen und vor allem für Anfänger kann das fatal enden. Hier ist also ein erster großer Kritikpunkt zu finden.

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Fernbedienung

Wie schon erwähnt ist das Bediengerät des MJX X600 ziemlich vollgepackt. Toll ist, dass die Fernbedienung universell ist und für beide “Modes” geeignet ist. Das bedeutet, dass man selbst entscheiden kann, ob der Steuerknüppel für die Geschwindigkeit der Motoren links oder rechts liegt. Dementsprechend gibt es aber auch auf jeder Seite je ein Trim-Ruder für die X- und Y-Achse und zudem noch einen weiteren Regler für das Trimmen der Rotation um die eigene Achse.

Unterhalb der Steuerknüppel findet sich ein Display, auf dem der aktuelle Zustand der Knüppel angezeigt wird. Außerdem sieht man darauf, wie die Trimmung eingestellt wurde und wie empfindlich die Steuerung auf Eingaben reagiert. Es gibt drei Stufen: Leicht, Mittel und Stark. So kann man sich langsam an die Grenzen des Gerätes heran tasten und für Einsteiger ist diese Einstellung toll, um ein Gefühl für das Fliegen zu bekommen.

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Zudem befinden sich noch Tasten zur Bedienung der optionalen Kamera und die obligatorischen Schultertasten für das Ausführen einer Rolle und dem Einstellen des Headless-Modes an dem beinahe quadratischen Kunststoffkasten.

Flugverhalten

Der MJX X600 reagiert recht gut auf Befehle des Steuermanns und setzt diese auch recht zuverlässig um. Dabei ist er aber nicht sehr agil oder schnell und man kann eher gemütlich im Kreis fliegen, als wirklich interessante Manöver starten. Der JJRC H8C ist hier deutlich sprtziger und wendiger und macht mehr Spaß. Dafür ist der X600 für Anfänger sehr gut geeignet, da nicht jede Fehleingabe zu einer gravierenden Änderung der Fluglage führt.

Er liegt allgemein sehr ruhig in der Luft, nur beim schnellen verringern der Flughöhe kommt der Gyro leicht ins straucheln, was sich in einer nervösen Pendelbewegung des Copters bemerkbar macht. Wie schon erwähnt, ist die Beleuchtung nicht all zu stark und auch die Rotoren und Arme besitzen alle dieselbe Farbe, sodass es mitunter sehr schwer ist, zu erkennen, in welche Richtung man gerade fliegt. Natürlich hilft hier der Headlessmode, der auch funktioniert, aber wenn man Fliegen lernen möchte, sollte man es meiner Meinung nach eher ohne Headlessmode tun. Die Return-To-Home-Funktion ist ebenfalls nicht wirklich zu empfehlen. Sie funktioniert im Headlessmode und der Copter merkt sich, wie weit man in welche Richtung vom Start weggeflogen ist. Dabei kommt es aber teilweise zu sehr starken abweichungen und wenn man nicht mitten auf einem freien Feld steht, muss man unter Umständen den Vorgang unterbrechen, um nicht mit einem Baum oder ähnlichem zusammen zu stoßen.

Außerdem ist es mir ein mal passiert, dass während des Fluges die Verbindung zum Copter abgebrochen ist und einfach der letzte Steuerbefehl gespeichert blieb. Fatalerweise war dieser, zu steigen und nach links vorne zu fliegen. Dort grenzte jedoch ein Wohngebiet mit vielen Autos und Dachfenstern an, was mich etwas beunruhigte. Deshalb bin ich dem Copter hinterher gerannt und nach einem 100-Meter-Sprint habe ich die Kontrolle über den X600 wieder zurück erlangt und konnte ihn zurück auf das Feld manövrieren. Dies kam zwar nur ein mal vor, jedoch ist der Adrenalin-Ausstoß in so einer Situation ziemlich hoch - und der Angstfaktor ebenfalls. Ich hoffe, dass dies ein Einzelfall bleibt, jedoch habe ich auch schon von anderen Multicoptern gehört, bei denen dieser Fehler aufgetreten ist.

Akku

Die LiPo-Zelle des MJX besitzt eine Kapazität von 700mAh und eine Spannung von 7,2 Volt. Damit sind Flugzeiten von 10 bis 15 Minuten möglich. Der Akku kann über das mitgelieferte Ladegerät befüllt werden, das glücklicherweise einen EU-Stecker besitzt. Bis der Akku voll ist, dauert es jeodch einige Zeit. Circa eine Stunde lang muss man warten, bis man wieder fliegen kann. Wenn die Spannung im Akku sinkt und man Gefahr läuft, dass der Copter im Flug aus geht, fangen die LEDs auf der Unterseite an zu blinken und es ist ratsam, in der nächsten Minute zu landen.

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Fazit

Quadcopter, Hexacopter, Multicopter - RC-Flieger jeder Art sind derzeit schwer in Mode und wenn man etwas außergewöhnliches für wenig Geld sucht, ist man mit dem MJX X600 gut beraten. Ja, er hat keine Kamera, aber ehrlich gesagt sind die günstigen, mitgelieferten Kameras bei Quadcoptern meist mehr als dürftig und für richtig gute Videos benötigt man eher eine Action Cam und einen passenden Gimbal. Für das reine Flugvergnügen und zum lernen, wie man mit einem solchen Gerät umgeht, ist der X600 gut geeignet.

Natürlich hat er auch Schwächen. So ist er nicht gerade wendig und die niedrigen Kufen sind beim Starten von einer Wiese ziemlich hinderlich, doch kann man hier Workarounds schaffen und beispielsweise von einer Plastikkiste aus los fliegen. Einzig die etwas überladene Fernbedienung stört mich so richtig an dem Gerät, denn man muss immer kurz überlegen, welchen Hebel man jetzt drücken muss, wenn man schnell etwas an der Trimmung verändern möchte. Hier wäre weniger mehr gewesen.

Für rund 35 Euro ist der MJX X600 dennoch ein interessanter Hexacopter, der gerade für Einsteiger geeignet ist.

Der MJX X600 bei unseren Partnern

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