Elephone ELE Cigar Akkuträger und Ele Fog Tank im Review

Elephone ELE Cigar Akkuträger und Ele Fog Tank im Review

Hallo liebe Leser,

Ich wünsche euch noch nachträglich ein gesundes und spannendes neues Jahr. Wie im letzten Jahr möchten wir euch auch dieses Jahr rund um chinesische Hardware und Software auf dem Laufenden halten. Neben unseren üblichen Reviews zu Smartphones, Tablets und Co. haben wir auch hin- und wieder ein paar Exoten dabei, so wie das heute vorgestellte E-Zigaretten Ensemble von Elephone.

Die Rede ist vom ELE Cigar Akkuträger und dem Fog(ger) Tank inklusive zweier Sub-Ohm-Verdampferköpfe.

Die Review wird hauptsächlich dem Träger gewidmet sein, da sich der Tank im Test als unzureichend erwiesen hat und trotz korrekter Akkuladung, Zugverhalten und theoretisch vorhandenem Unterdruck pausenlos sifft. Sprich, es laufen am Tag mal eben 1-2ml Liquid aus.

Aber kommen wir zunächst nochmal auf den Verpackungsinhalt zu sprechen, der ja im Unboxing schon näher erläutert wurde.

Lieferumfang

Geliefert werden die beiden Geräte (Fogger-Tank und Akkuträger) in zwei schwarzen Schachteln, die einen wertigen Eindruck vermitteln sollen. Zum Inhalt gehörten der Träger selbst, zwei Verdampferköpfe mit einmal 0,5Ohm und einmal 0,15Ohm, der Tank und ein Drip Tip (Mundstück). Diverse Kurzanleitungen die aber leider nicht so viel Informationen hergeben waren auch dabei.

Leider fehlte der spezielle Akku (18650), so dass gerade Anfänger zunächst auf das Dampfen warten müssen. Liquid ist selbstverständlich nicht dabei.

Der Tank war bereits mit der Verdampferbasis und dem 0,5Ohm Verdampferkopf, sowie dem Mundstück zusammengebaut und musste theoretisch nur auf den Akkuträger aufgeschraubt werden.

Design & Verarbeitung

Akkuträger:

Der Träger besteht hauptsächlich aus Mg/Zn und besitzt ein silberfarbenes Chassi. Der Akkudeckel hingegen ist eine Mischung aus Kunstleder, schwarzem Kunststoffüberzug und ebenfalls Zn/Mg. Letzterer wird mit Hilfe zweier Magneten am Gehäuse arretiert und lässt sich problemlos öffnen oder schließen. Leider hatte sich bei meinem Testgerät ein Magnet schon nach ein paar Tagen verabschiedet und ich musste diesen neu verkleben. Ok, keine große Tragödie und schnell passiert.

Auf der Frontseite haben wir ein Display, sowie drei Buttons verbaut. Das Display zeigt in Weiß auf Schwarz den Verdampferkopfwiderstand an, sowie die Spannung (in V), den ungefähren Akkuladezustand, den Dampfmodus (Power, Titan, Nickel) und daneben dann je nach Moduswahl entweder die Temperatur (in °C oder K) oder die Leistung (in W).

Der Hauptknopf dient der Befeuerung des Kopfes, wohingegen die beiden kleineren Buttons jeweils Plus oder Minus (Leistung/Temperatur) darstellen.

Das Display selbst ist schwarz umrandet und setzt sich deutlich vom silberfarbenem Chassi ab.

Auf der Unterseite befindet sich ein Micro USB Anschluss über den dann der Akku geladen werden kann und auf der Oberseite haben wir den Anschluss (510er Gewinde) für den Verdampfer.

Foggersystem:

Die ELE Fog Einheit erinnert stark an den Tritontank und hat bis auf wenige Ausnahmen auch deren Aufbaueigenschaften angenommen. Von unten nach oben haben wir die Verdampferbasis mit dem 510er Gegenstück zum Träger. In diesen wird der Verdampferkopf eingeschraubt.

Die Verdampferbasis hat vier Luftzirkulationsöffnungen (der Triton Aspire hat zwei) die stufenlos verstellt werden können. Je nach Dampferlebnis kann man hier somit viel Geschmack, „Rauch" oder eben Wärme erzeugen. Dazu später mehr.

Diese Verdampfereinheit wird auf den eigentlichen Tank aufgeschraubt. Der Tank ist theoretisch qualitativ sehr hochwertig, denn neben dem metallische Chassi wurde Glas als Ummantelung gewählt. Glas hat die Eigenschaft Geschmäcker von Liquids nicht anzunehmen. Wer also seinen Geschmacksknospen öfter mal ein völlig anderes Liquiderlebnis bescheren will, für den ist diese Kombination empfehlenswert. Allzu oft liest man in Foren, dass nach einem Liquidgebrauch der Geschmack manifestiert ist und man beim Wechsel eben noch das vorherige Liquid heraus schmeckt. Ich habe das mal mit einem sehr kräftigem Schoko/Erdnuss/Vanille/Malztabak Liquid probiert und im Anschluss nach grober Reinigung ein leichtes Erdbeer/Himbeer/Eisbonbon/Royaltabak Liquid verdampft. Lediglich wenige Züge waren nötig, um den neuen Geschmack voll genießen zu können.

Aber weiter zum Design. Oben auf dem Tank wird dann das mitgelieferte Mundstück aufgesetzt. Es wird lediglich gesteckt und auch hier befinden sich wieder zwei Luftzirkulationsöffnungen. Und bevor ich es vergesse zu erwähnen. Am Tankausgang befindet sich ein kleiner dreiköpfiger Propeller, der den Dampf „twisted", so dass dieser weniger im Hals kratzt. Gerade eine höhere PG-Mischung hinterlässt oft ein Kratzen im Hals. Ist dann der Luftstrom noch sehr heiß, dann verschafft die gedrehte Zirkulation etwas Abhilfe im Gegensatz zum linearen Strom.

Funktionalität

Ein wenig habe ich ja schon über die Funktionalität geschrieben, möchte an dieser Stelle aber noch etwas ins Detail gehen.

Der ELE Fog Tank und der Akkuträger entlastet jene, die nicht selbst wickeln wollen. Der Verdampferkopf besteht aus einem Dual-Coiled Nickel-Chrom OCC (Organic Cotton Coiled) System und kann bei Bedarf gewechselt werden. Wie eingangs erwähnt stellt Elephone zwei Sub-Ohm Verdampfer bereit. Der 0,5Ohm Kopf operiert bei 30-150W und der 0,15Ohm Kopf bei 30-70W. An dieser Stelle sei anzumerken, dass mir die Leistungsspektren ein wenig überzogen scheinen. Erwartungsgemäß sollte die Spanne beim 0,5Ohm Kopf zwischen 30 und 70W liegen. Und mal Hand aufs Herz. Bei 70W wird so viel Dampf produziert, dass vom Dampfer selbst nichts mehr zu erkennen ist ;).

Den 0,15Ohm Kopf hatte ich nur wenige Tage in Benutzung, da mir der Liquidverbrauch irgendwie zu hoch erschien. Erfahrene Dampfer könnten mir das sicherlich erläutern oder mir sogar widersprechen. Des Weiteren habe ich noch immer höchsten Respekt vor dem Niederohm gedampfe. Natürlich ist der Akkuträger von Elephone geregelt und theoretisch sollte somit der Akku nicht überfordert werden. Aber wer steckt schon im Detail?

Ich habe beide Köpfe quasi an ihre Grenze dessen gebracht was der Träger hergibt. Jeweils Dauerfeuer bei 70W (max) und das über den gesamten Befeuerungszeitraum. Der Träger schaltet nach ca. 10 Sekunden in den Schutzmodus. Ebenfalls warnt er vor falsch sitzendem Clearomizer (Verdampferkopfeinheit inklusive Verdampferbasis und Tank) und zu geringer Akkuladung. Und ja, auch dies habe ich ausführlich getestet. Generell empfiehlt sich IMMER ein geschützter Akku und im Niederohmbereich natürlich ausschließlich ein geregelter Akkuträger!!!! Das muss an dieser Stelle klar und deutlich erwähnt werden. Früher konnte man ungeregelt nur sicheren Dampf erzeugen, wenn man rechnerisch mit dem ohm´schen Gesetz vertraut war. Und es gab auch sichtliche Probleme. Von überhitzten Akku´s bis hin zur Explosion war alles dabei.

Die ELE Cigar sollte dies theoretisch verhindern, ABER wie bei jeder Technik gibt es Schwächen. Ich hatte mir zwei Akku´s bestellt und einer hat den Test nicht überlebt. Bei geringer Akkuladung, Befeuerung auf 70W, sowie dem 0,15Ohm Kopf und mehrmaligem Dauerstresstest entwickelte der eine Akku eine derartige Hitze, dass ich diesen sofort aus dem Fenster geworfen hatte. Klingt lustig, war es aber nicht. Nachdem ich diesen wieder eingesammelt hatte, konnte ich feststellen, dass die Folie am Minuspol weggeschmolzen war. Achso … und beim Entfernen des heißen Akku´s schlug mir der Akkuträger Funken entgegen.

Zugegeben. Der Dauertest war extrem. Immer wieder Dauerfeuer auf 70W für 10Sek., Warnung ignoriert und weiter. Aber letztlich wäre es möglich gewesen, dass mir das gute Stück in der Hand und vor dem Gesicht explodiert. Zu dramatisch? Finde ich nicht!

Wenn wir aber mal die generelle Warnung außer Acht lassen, dann hat der Akkuträger das getan was er sollte. Abgeregelt und gewarnt. Dennoch empfehle ich ganz klar den 0.15Ohm Kopf zu vermeiden. Zumindest wenn man billigste Akkus verwendet, so wie ich das sträflicher weise tue. Davon ist übrigens generell abzuraten. Ich rate zu 18650er Zellen mit Schutzplatine, und zwar am besten von einem Markenhersteller.

Im alltäglichen Gebrauch machte mir der Träger keine Probleme. Mit dem Akku kam ich über den Tag und hätte diesen notfalls unterwegs einfach nachladen können. Jedes handelsübliche Smartphone-Micro-USB-Kabel kommt dafür in Frage. Ob nun am Notebook, Powerbank oder Ladeadapter. Alles funktioniert reibungslos.

Meistens dampfe ich auf 50W und voller Luftzufuhr, damit der Dampf relativ gekühlt ankommt. Zuviel Hitze schadet den Schleimhäuten und ist auch für die Bronchien sicherlich kein Vergnügen. Abgesehen davon verwende ich hauptsächlich Liquids mit Menthol- oder Eisbonbongemisch, da man so auch mehr Nikotin kratzfrei aufnehmen kann.

Die ELE Cigar wird bei 60W und einem Nikotingehalt von ca. 12mg sehr unangenehm und selbst ich als ehemaliger Starkraucher bekam leichte Hustenanfälle. Erst wenn man Doppelmenthol verwendet kann man getrost mal mehr Dampf produzieren lassen und den Nikotingehalt auf ca. 16mg erhöhen. Alles andere hat mir jedenfalls keinen Spaß gemacht.

Wie ihr sicherlich merkt, habe ich den Akkuträger nur im Wattmodus betrieben, aber auch die anderen Modi funktionierten theoretisch. Die Umstellungen erfolgt über das gleichzeitige Drücken der Plus- und Minustasten. Der Träger merkt sich sowohl die eingestellten Parameter, als auch den verwendeten Verdampferkopfwiderstand. Gerade bei Clearomizern muss man so nicht ständig alle Werte anpassen.

Der Glastank vom ELE Fog Tank fasst ca. 4-5ml Liquid und hat eine Bottomcoil Verdampfereinheit. Nach dem Befüllen sollte man also 3-5 Minuten mit dem Dampfen warten, so dass sich der Kopf komplett mit dem Liquid tränken kann. Das Liquid wird bei der Befüllung quasi von unten eingeflöst. Dieses Bottom-Fill-System ist schon etwas veraltet und es bedarf jedes Mal der Trennung des Tanks vom Träger. Das Liquid wird seitlich in den Tank eingespritzt und die Mitte sollte NICHT befüllt werden. Das Liquid würde direkt oben aus dem Mundstück auslaufen. Nach der Befüllung wird die Basis inklusive dem Kopf wieder auf den Tank geschraubt und diese wiederum auf den Träger. Umdrehen, warten und dampfen.

Aber leider kommt hier die Crux vom ELE Fog Vape Tank. Dieser ist undicht. In meiner vierwöchigen Testzeit war es mir zu keiner Zeit möglich diesen verlustfrei zu bedienen. Alle Kenner werden nun eventuell das Dampfverhalten heranziehen und mir Tipps geben ich solle nicht so fest ziehen oder volle Akku´s verwenden, so dass der Unterdruck im System nicht gestört würde. Ich versichere euch, dass selbst das Stehenlassen der Einheit zum Liquidverlust führt. Angestöpselt am Ladeadapter und mit vollem Akku. Lässt man den befüllten Tank über Nacht stehen, hat man am nächsten Morgen das Liquid verteilt über den Träger und dem Schreibtisch. Tagsüber fällt es nur an den Taschen auf, denn diese haben dann einen Fleck. Leider war es mir auf Grund von mangelnden Ressourcen nicht möglich die Schwachstelle zu finden. Beim Kopf konnte ich den Gummi vom Zweitkopf austauschen und daran scheint es nicht gelegen zu haben. Ich vermute die Schwachstelle eher bei der Verdampferbasis. Entweder dichtet diese generell nicht korrekt ab (Fabrikationsfehler) oder aber der Gummi ist unzureichend. Ich habe mir also angewöhnt das Gerät nachts auf den Kopf zu stellen und tagsüber eben mit 1-2ml Verlust zu leben.

In Anbetracht des stolzen Preises muss ich aber klar sagen, dass es ausreichend Alternativen von renommierten Herstellern gibt (Kangertech, Aspire). Diese sind unter Umständen sogar etwas günstiger und alle Einzelteile können gegebenenfalls nachbestellt werden. Beim Elephone-System hätte ich lediglich die Köpfe nachbestellen können.

Ungeachtet dessen ist das Dampfverhalten erstklassig und der Geschmack entfaltet sich außerordentlich gut. Ob man nun eher Tabake dampft, süßes Liquid oder fruchtiges Aroma. Alle Varianten kamen bei der Elephone-Vape-Kombo voll zur Geltung.

Die ELE Cigar bekommt ihr bei unserem Partner für rund 40€ und den dazugehörigen Tank für nochmals 21€. Mit 61€ ohne Einfuhrumsatzsteuer und ohne Kapitalbereitstellungsprovision der DHL sicherlich kein billiges Vergnügen. Eines kann ich jedoch verkünden. Ich bin nun seit knapp 4 Wochen absolut rauchfrei und habe vorher über 20 Jahre lang geraucht. Für mich ist der Umstieg auf´s Dampfen also keine Illusion mehr und Elephone hat mir, wenn auch mit Problemen, dabei geholfen. Aktuell bin ich bei den Liquids auch runter auf 6mg Nikotin. Trotz der Probleme mit dem Tank erachte ich das Dampfen als echte Alternative zum Rauchen!

Fazit

Ich kann den ELE Cigar Akkuträger bedenkenlos empfehlen. Er funktioniert störungsfrei, regelt ab, warnt und sieht zudem sehr futuristisch aus. Die Batterie lässt sich leicht wechseln und via Micro USB ist eine Ladung jederzeit möglich. Die Verarbeitung ist befriedigend und die Größe gerade noch handgerecht.

Den Tank kann ich hingegen nicht empfehlen. Grundsätzlich bietet er alles was man für ein genussvolles Dampfen benötigt. Ein absolut erstklassiges Airflow-System, Glastank und relativ wartungsfreies Ensemble machen den Vape Tank theoretisch zu einem tollen System. In der Praxis zeigten sich jedoch erhebliche Schwächen im Unterdrucksystem, so dass einem je nach Geldbeutel schnell ungewollt das Liquid ausgeht. Sprich, der Tank ist undicht.

Lohnt sich also der Kauf? Jaein! Akkuträger ja, Vape Tank nein. Eventuell habe ich aber auch nur ein undichtes Montagsgerät erwischt? Wer weiß. Eventuell bekomme ich ja noch irgendwann ein Zweitgerät zum Testen.

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