Beelink U55 Testbericht

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beelink-u55 Beelink U55 Mini PC im Test

​Beelink ist ein relativ bekannter chinesischer Hersteller von Android TV Boxen und Mini PCs. Während die Mini PCs lange Zeit auf eher schwache Hardware gesetzt haben, stellt Beelink jüngst auch leistungsfähigere Geräte vor. Ein Beispiel dafür ist der Beelink Kaby G5 mit Kaby Lake G Prozessoren, welcher allerdings über 1000€ kostet. Doch auch im Budget Segment gibt es von Beelink nun besser ausgestattete Mini PCs. Ein jüngst vorgestelltes Modell ist der Beelink U55. Der kleine Office PC braucht nicht viel Platz, hat aber vor allem in Sachen Anschlüssen eine ganze Menge zu bieten. Los geht es schon ab 250€. Ob es sich lohnt das Geld auszugeben, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Beelink U55
Verpackung & Lieferumfang

​Der Beelink U55 wird in einer einfachen Box in weißer Farbe geliefert. Auf deren Front befindet sich eine Abbildung des Mini PC sowie das Beelink Logo. Auf der Rückseite findet man die Spezifikationen, einen Aufkleber mit der enthaltenen Variante, verschiedene Zertifizierungs-Zeichen inklusive CE und QR Codes, welche zur Webseite des Herstellers führen. Die Verpackung hinterlässt einen wertigen Eindruck, denn es wurde recht stabiler Karton verwendet.

Zieht man den Deckel der Box auf, begrüßt einen gleich der von Folie geschützte Beelink U55. Darüber hinaus findet man noch zwei separate Boxen. In der dünnen Box befindet sich eine Kurzanleitung und eine Metallplatte zum Montieren des Mini PC an den Vesa Mount eines Monitors. Wer mag, kann hier also seinen eigenen "All in One PC" aufbauen. Die größere Box enthält das Netzteil mitsamt deutschem Stecker (12V / 3A) und Hohlklinken-Ausgang. Darüber hinaus findet man in der Box noch eine Tüte mit Schrauben. Diese dienen einerseits zur Montage am Vesa Mount, andererseits aber auch zur Montage einer 2,5" SSD oder Festplatte im inneren des Beelink U55.

Beelink U55
Design & Verarbeitung

​Optisch besteht der Beelink U55 aus Aluminium im "Space Grey" Look. Tatsächlich ist das Gehäuse allerdings aus hochwertigem Kunststoff gefertigt, was man allerdings nichtmal beim Berühren sofort merkt. Die dunkle Gehäusefarbe sieht schick aus und der rote Power Button inklusive Beleuchtung auf der Front setzt einen schönen Kontrast. Mit einem Gewicht von 260g ist der Beelink U55 recht leicht und passt mit seiner Größe von 12,4 x 11,4 x 4,3cm (inkl. Füße) problemlos auf jeden Schreibtisch oder aufs bzw. ins Media Rack unter oder neben einem Fernseher. Gummifüße sorgen für einen recht festen Stand.

Was die Anschlüsse betrifft, ist der Beelink U55 üppig ausgestattet. Trotzdem wirkt das Layout übersichtlich und (bis auf den Micro SD Slot) ansprechend. Vorne befinden sich leicht zu erreichen zwei USB 3.1 Typ-C Anschlüsse und ein USB Typ-C 3.1 Port - beide Gen 1 und somit das, was früher einmal als USB 3.0 bezeichnet wurde. Zudem findet man hier den 3,5mm Klinken-Ausgang. Für Kopfhörer ist das praktisch, für ein festes Audio System eher weniger. Hier hätten wir uns einen zweiten Audio Port auf der Rückseite gewünscht.

Apropos Rückseite: Hier findet man eines der Highlights die der Beelink U55 zu bieten hat - zwei HDMI Ausgänge! Somit lassen sich zwei Bildschirme betreiben oder man nutzt einen Ausgang für digitales Audio. Darüber hinaus findet man hier zwei weitere USB Typ-C Anschlüsse, welche USB 3.0 unterstützten, einen Gigabit Ethernet Anschluss und den DC Eingang für das Netzteil.

Der Luftauslass für den Lüfter befindet sich ebenfalls auf der Rückseite. Die Einlässe für Frischluft wurden links und rechts platziert. Beide Einlässe verfügen über einen Filter, welcher zumindest grobe Partikel vom Inneren des Beelink U55 fern hält. Was man außerdem noch auf der linken Seite findet, ist ein Micro SD Kartenleser. Dieser fügt sich aufgrund seiner Positionierung zwischen dem linken Lufteinlass allerdings eher schlecht ins Design ein. Auf der Front wäre er besser aufgehoben gewesen. Wenn man ihn schon links platziert, hätte man auch gleich einen Slot für normale SD Karten einbauen können. Genügend Platz wäre vorhanden gewesen.

​Ins Innere des Beelink U55 kommt man über vier Schrauben auf der Unterseite. Hat man diese entfernt, kann man die Bodenplatte abnehmen. Aber Achtung! An der Bodenplatte befindet sich der SATA Stecker für die 2,5" SSD oder Festplatte, welche man selbst nachrüsten kann. Festgeschraubt wird diese an der Bodenplatte. Der Stecker ist natürlich mit dem Mainboard verbunden und wirkt eher fragil. Passt also beim Öffnen auf, dass ihr den Stecker oder das Kabel nicht beschädigt.

Beim Blick auf das Mainboard findet man schnell den RAM Slot und den M.2 Slot, welche beide ab Werk bestückt sind. Wer weiter ins Innere vordringen möchte, kann vier weitere Schrauben vom Mainboard lösen. Mit etwas Gefummel bekommt man dann das ganze Board aus dem Gehäuse und hat sodann auch Zugriff auf das Kühlsystem. Das ist praktisch, denn so kann man von Zeit zu Zeit Staub entfernen und natürlich auch eine bessere Wärmeleitpaste auftragen. Der Kühler lässt sich nach Entfernen der Schrauben einfach vom Prozessor abnehmen. Beim Entfernen des Mainboard sollte man übrigens abermals vorsichtig sein, denn die Antennen Kabel für WLAN und Bluetooth sind am Mainboard verklebt. Die Antennen selbst sind ebenfalls im Gehäuse eingeklebt. Rupft man hier zu fest, werden diese beschädigt.

Beelink U55
Hardware & Performance

​Prozessor: ​Intel Core i3-5005U (Broadwell-U 14nm)
Dual Core 2GHz x86_64
GPU:​ ​Intel HD Graphics 5500 (24 Ausführungseinheiten)
1GB Shared vRAM (128MB fest, Rest dynamisch)
RAM:​​8GB DDR3L 1600MHz SO-DIMM (Single Channel)
Marke: GOWE
1 Slot, aufrüstbar bis 16GB
Speicher:​​M.2 SATA 3 Slot, ab Werk belegt
Werks SSD: 256GB BORY MII500
Optional: 320GB oder 512GB
Lesen: 531MB/s | Schreiben: 476MB/s
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2,5" SATA 3 Bay, ab Werk frei
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Micro SD:​Realtek USB 2.0 Kartenleser (31 / 20MB/s)
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Anschlüsse:​- ​2x USB 3.1 Gen 1 Typ-A
- 1x USB 3.1 Gen 1 Typ-C
- 2x USB 2.0 Typ-A
- 1x 3,5mm Audio Aus- & Eingang
- 1x Realtek Gigabit Ethernet (LAN)
- 1x DC-In (12V / 3A)
Abmessungen / Gewicht:​​12,4 x 11,4 x 4,3cm
260g

​Mit dem Intel Core i3-5005U der Broadwell-U Generation kommt im Beelink U55 nicht gerade der neueste Prozessor zum Einsatz. Nichts desto trotz bietet der Prozessor gemeinsam mit der Intel HD Graphics 5500 spürbar mehr Leistung als z.B. ein Celeron N4100 oder die Pentium Billig-Chips, welche man aktuell gerne in Mini PCs und TV Boxen auf Windows Basis findet. Der Prozessor ist von der Leistung her in etwas vergleichbar mit dem Intel Core M3-7Y30. In Benchmarks liegt er mal vor und mal etwas hinter dem Core M3. Für den Office Einsatz ist jedenfalls mehr als genug Leistung da. Einfaches Surfen im Netz mit drei bis vier Tabs und Microsoft Office läuft schnell und flüssig. Der Chrome Browser fühlt sich auf dem Beelink U55 wohl und läuft deutlich schneller als auf den sonst aus China üblichen Celeron Kisten. Videos (Netflix, YouTube) machen auch in 4k keiner Probleme. Die Windows Oberfläche präsentiert sich sehr flüssig, solange die System Last gering ist. Erst wenn man viele Programme gleichzeitig geöffnet oder im Browser viele Tabs mit anspruchsvollen Seiten geladen hat, macht sich eine gewisse Trägheit breit. Nutzbar bleibt der Beelink U55 nichts desto trotz. Mühe bereitet dem Mini PC allerdings der "Mission Control"-Abklatsch von Windows 10 mitsamt Multi-Desktop. Die Animationen ruckeln sofort, wenn mehrere Fenster präsentiert werden müssen. Das hat uns aber auch nicht sonderlich überrascht, denn das Feature ist unfassbar schlecht programmiert und braucht mehr Ressourcen als nötig wäre. Völlig überfordert ist der Beelink U55 mit anspruchsvolleren 3D Spielen wie z.B. World of Tanks. Kleinere Casual Titel ohne aufwendige Grafik und typische Store Games wie Asphalt Xtreme lassen sich aber halbwegs flüssig spielen.

Ein Tipp: Wer Windows nicht braucht oder es zumindest in die Sekundärnutzung verbannen kann, der sollte dem Beelink U55 ein anderes Betriebssystem spendieren. Mit zwei getrennten SSDs ist auch ein Dual Boot Set-Up spielend einfach möglich. Ubuntu benötigt beispielsweise deutlich weniger Ressourcen und läuft entsprechend runder als Windows. Für den Office Einsatz und sogar einfachen Full HD Videoschnitt ist das Ideal. Noch mehr Spaß bringt sogar macOS. Hier ist die Performance nach unseren Erfahrungen sogar am besten, da das Betriebssystem unfassbar effizient arbeitet. Zum "Umbau" des Beelink U55 zum Hackintosh werden wir euch in den nächsten Tagen noch eine ausführliche Anleitung erstellen, welche dann an dieser Stelle verlinkt wird. Hier geht es zum Tutorial.

Leicht nervige Lüftersteuerung

​Da der Beelink U55 aktiv gekühlt wird, halten sich die Temperaturen auch unter längerer Volllast in Grenzen. Die durchschnittliche Temperatur vom CPU Package bewegt sich im Bereich von 67°C - schön kühl also. Den Peak Wert von 90°C im unteren Screenshot könnt ihr ignorieren, da gab es einen kurzen Lesefehler. Solche Temperaturen erreicht der Chip nichtmal annähernd. Zu Thermal Throttling kommt es also nicht, völlig egal was man macht. Mit ordentliche Wärmeleitpaste könnte man die Temperaturen sicherlich noch ein wenig senken. Der einzige Grund den der Prozessor zum Drosseln findet ist das Power Target. In Grafik-intensiven Benchmarks wird dieses kurzzeitig immer wieder mal erreicht. Eine Möglichkeit zum Erhöhen des Power Targets im BIOS gibt es leider nicht, da dieses komplett gesperrt ist und nicht arg viel mehr als das Wechseln zwischen Legacy und UEFI Boot sowie das Ändern der Boot Reihenfolge zulässt.

Was wir im Test als minimal störend empfunden haben, ist der Lüfter. Das liegt aber gar nicht an dessen Geräuschentwicklung an sich (Rauschen mit minimalem Pfeifen), sondern eher an der Steuerung. Diese fällt für unseren Geschmack deutlich zu aggressiv aus. Der Lüfter reagiert sofort auf Temperatur-Spikes des Prozessors, z.B. wenn man ein Programm öffnet, und dreht entsprechend für kurze Zeit voll auf. Diese vor allem unter Windows auftretenden ständigen Drehzahlschwankungen nerven etwas - man gewöhnt sich aber daran. Beelink hätte hier eine Verzögerung einbauen sollen, sodass der Lüfter erst nach ein paar Sekunden auf einen Temperaturanstieg reagiert. Außerdem wäre es schön gewesen, wenn man den Lüfter erst ab sagen wir 75°C voll aufdrehen lassen würde. Bei einer Temperatur von unter 60°C hätte man ihn sogar ganz deaktivieren können. Leider gibt es keine Möglichkeit den Lüfter per Software zu steuern und auch das BIOS stellt keine Einstellungen bereit. Aktuell gilt: Der Beelink U55 ist nicht laut, aber hörbarer als er sein müsste.

Nachtrag: Beelink hat uns ein entsperrtes BIOS für den U55 zur Verfügung gestellt. Dieses schaltet den Menüpunkt "Advanced" frei. Das BIOS könnt ihr euch hier herunterladen. Der Flash erfolgt auf eigene Gefahr. Wer sich nicht auskennt sollte die Finger davon lassen!

Lobenswertes im Bereich I/O

​Sehr überzeugend ist der Beelink U55 im Bereich der Anschlüsse. Wie bereits erwähnt ist das "Kästchen" mit USB Ports üppigst ausgestattet und leistet sich hier auch keine Patzer. Sämtliche USB Ports funktionieren nach Spezifikation und liefern die zu erwartenden Datenraten. Genügend Strom wird auch geliefert. Eine 2,5" Festplatte kann man problemlos ohne zusätzliche Stromquelle betreiben und auch bei zwei Festplatten steigt der kleine Rechner nicht aus. Kritisieren kann man lediglich, dass kein Typ-C 3.1 Gen 2 Port verbaut wurde. Andererseits macht das aber gar nichts, denn es gibt ja zwei HDMI Ports und USB Power Delivery werden an dem kleinen PC wohl die wenigsten nutzen wollen. Von daher: schwamm drüber!

Bei den beiden HDMI Ports müsst ihr die Einschränkung akzeptieren, dass diese nur nach HDMI1.4 spezifiziert sind - also kein HDMI 2.0. Damit ist 4k Auflösung nur mit 24Hz möglich, was nicht wirklich praktikabel ist. Da die GPU für 4k Auflösung im Alltagseinsatz aber ohnehin nicht stark genug ist, kann man auch das nicht wirklich als großen Schwachpunkt bezeichnen. Die Ausgabe mit 60Hz ist mit einer Auflösung von bis zu 2560 x 1600 Pixel möglich und das packt die Grafikeinheit auch mühelos. Getestet haben wir die Kombination aus einem 1440p Bildschirm und einem zweiten Full HD Monitor. Dabei traten keinerlei Probleme oder Slowdowns beim Arbeiten auf. Die Audio Ausgabe über HDMI und DRM (HDCP) funktioniert auch einwandfrei.

Kuriose Komponenten

Kurios wird es bei einem genaueren Blick auf den verbauten Speicher. Die M.2 SSD (Format 2280) stammt vom Hersteller "BORY" und trägt die Modellnummer MII500. Hier wird also - wie auch bei vielen anderen chinesischen PC Herstellern - auf irgend eine kleine chinesische Marke gesetzt, anstatt zu etwas namhafteren zu greifen. Immerhin schneidet die SSD in Benchmarks gar nicht so übel ab und liefert sogar funktionierende Smart Statistiken. Die Temperatur lässt sich allerdings nicht auslesen. Hier wird stur ein Wert von 40°C ausgegeben. Der SSD Controller ist ein SM2258XT von Silicon Motion. Beim Arbeitsspeicher sieht es nicht viel anders aus. Das Modul stammt von der unbekannten Marke "GOWE", die einzelnen Speicherchips immerhin von Samsung.

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Beelink U55
Software

​Standardmäßig wird der Beelink U55 mit Windows 10 Pro ausgeliefert. Und ja, die Variante ist auch tatsächlich aktiviert. Wie es sich mit einer Neuinstallation verhält haben wir allerdings nicht getestet. Stellt also sicher, dass ihr den Lizenzschlüssel vor einer Neuinstallation sichert. Lobenswert ist, dass Beelink auf eine Partitionierung der SSD verzichtet und den gesamten Speicher dem Laufwerk C zuweist. Beim ersten Start meldet sich Windows mit dem Set-Up Assistenten und präsentiert sich dann völlig nackt. Seitens Beelink wird keinerlei Bloatware mitgeliefert. Nur die typische Windows 10 Werbesoftware - welche so langsam unerträgliche Ausmaße annimmt - wird vorinstalliert. Scans nach Schadsoftware blieben ohne Ergebnis. Windows Updates werden anstandslos installiert.

Beelink U55
Empfang & Konnektivität

WLAN: ​Intel Dual Band AC WLAN (PCIe Anbindung)
Bluetooth:​ ​Bluetooth 4.0 (USB Anbindung)
Ethernet:​​Realtek Gigabit Ethernet (PCIe Anbindung)

​Drahtlos verbindet sich der Beelink U55 mit 2,4 und 5GHz Netzen und unterstützt AC-WLAN. Für den Test stand der Mini PC einen Raum neben dem WLAN Router. Der Signal Indikator war dabei stets vollständig gefüllt und es gab keinerlei Abbrüche oder Slowdowns. Der Link Speed lag bei stabilen 430Mbit/s. In mehreren Speed Tests konnte die Internet Anbindung stets voll ausgelastet werden. Hinzu kommt Bluetooth mit Version 4.0. Die Reichweite des Moduls ist gut und deckt das Stockwerk auf dem der Rechner steht vollständig ab. Wir haben Bluetooth zur Anbindung eines Edifier Lautsprecher Systems genutzt und damit nie Probleme gehabt. Wer auf Gigabit Anbindung wert legt, kann den Beelink U55 auch per Ethernet anbinden. Der Chipsatz stammt von Realtek und findet in gängigen Betriebssystemen breite Unterstützung.

Beelink U55
Audio

Beim Thema Audio zeigt sich der Beelink U55 leider etwas "karg". Bis auf den frontalen 3,5mm Aus- und Eingang, gibt es keine Audio Anschlüsse. Wer den Mini PC als Media Center nutzen möchte, dürfte einen SPDIF Anschluss vermissen. Immerhin kann man hier auf HDMI ausweichen. Was ebenfalls fehlt ist ein integriertes Mikrofon. Für die Nutzung von Cortana oder Siri im Hackintosh Betrieb wäre das sehr praktisch gewesen. Der verbaute Soundchip ist ein Realtek ALC269 und somit Intel HD Audio kompatibel. Die Ausgabe am 3,5mm Anschluss ist sauber und auch im Idle völlig frei von Störungen. Nur beim Systemstart kann ein leichtes Knacken zu hören sein.

Beelink U55
Fazit

​Der Beelink U55 bietet für ab 250€ ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sicherlich handelt es sich nicht um den stärksten Mini PC, doch für den Office Alltag, Internet und Mediengenuss reicht die Leistung völlig aus und gewährleistet ein angenehm flüssiges Arbeiten, solange man es unter Windows nicht mit dem Multitasking übertreibt. Auch als Heimserver ist der Beelink U55 gut einsetzbar, da er mit ca. 6 Watt im Idle und maximal 20W unter Volllast nicht viel Strom verbraucht. Dabei bleibt der Rechner angenehm kompakt, bietet aber trotzdem viele Möglichkeiten zum Aufrüsten und Anschließen von externen Geräten. Ein großer Vorteil, welchen man in dem kleinen Formfaktor für gewöhnlich nicht findet, sind die beiden HDMI Ausgänge, mit welchen sich zwei Bildschirme betreiben lassen. Über die kleinen Schwächen bei der Lüftersteuerung und den limitierten Audioausgängen kann man da durchaus hinwegsehen - vor allem bei diesem Preis. Unterm Strich ist der Beelink U55 definitiv eine Empfehlung wert. Erhältlich ist der Mini PC bei diversen China Shops und auch in Deutschland z.B. bei Amazon, hier jedoch deutlich teurer.

Pro Contra
​+ Design (Aussehen & Abmessungen) ​- Nur ein 3,5mm Anschluss, kein SPDIF
+​​ Anschlüsse (2x HDMI, 5x USB)-​​ Kein internes Mikrofon
+​​ Erweiterbarkeit (RAM, M.2 2280, 2,5" SSD/HDD)-​​ Lüftersteuerung etwas zu aggressiv
+​​ Ausstattung für den Preis-​Gesperrtes BIOS / UEFI (nur Basis Einstellungen wie Boot Reihenfolge, Secure Boot), Unlock Versuch mit AMIBCP gescheitert
+​​ Genügend Leistung für Office oder Heimserver Betrieb
+​​ Schnelles WLAN mit guter Empfangsleistung
+​​ Gigabit LAN
​+ Bluetooth mit guter Reichweite
​+ Gute Audioqualität
​+ Multi Monitor Unterstützung
​+ Gute Kühlung
​+ Original Netzteil mit deutschem Stecker
​+ Aktiviertes Windows 10 Pro
​+ Kompatibel mit anderen Betriebssystemen (Linux, macOS)
​+ Einfache Wartung
 

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