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US Handelsstreit: Ausnahmeregelung für Huawei wird nicht verlängert

huawei

Im Handelsstreit zwischen den USA und China ist bisher vor allem Huawei betroffen. Die US-Regierung untersagt seit geraumer Zeit Geschäftsbeziehungen zwischen dem chinesischen Technologie-Riesen und US-Unternehmen. Zwar gab es bisher eine Ausnahmeregelung, welche zuletzt auch verlängert wurde, doch die Auswirkungen sind für Huawei dennoch deutlich zu spüren. So kamen beispielsweise die jüngst vorgestellten Huawei Smartphones ohne Google Dienste auf den Markt, da Google die hierfür nötige Zertifizierung nicht mehr bereitstellt.

Die Situation dürfte sich für Huawei allerdings nicht so schnell bessern, denn der US-Ban wird künftig durchgesetzt. Wie die US-Regierung nun bekannt gegeben hat, wird die zuletzt verlängerte Gnadenfrist die letzte sein. Diese wird am 19. November auslaufen und nicht mehr verlängert werden. Ab dann ist es US-Unternehmen untersagt, Geschäftsbeziehungen mit Huawei zu unterhalten. In der Ankündigung geht es zwar explizit um 5G Technologie, doch es ist davon auszugehen, dass hier in Bezug auf anders geartete Geschäftsbeziehungen keine Ausnahme gemacht wird.

Im Klartext bedeutet das, dass künftige Huawei Smartphones wohl auch weiterhin ohne Google Dienste ausgeliefert werden und den Nutzern der Geräte nichts anderes übrig bleibt als diese selbst auf ihre Smartphones zu bringen. Eine elegante Lösung ist dies allerdings nicht - vor allem für den Otto-Normal-Verbraucher. Hinzu kommt, dass nachträglich installierte Google Dienste mit diversen Nachteilen behaftet sind. Google Pay ist beispielsweise ohne Google Zertifizierung nicht nutzbar und der Login in den Google Account muss ggf. erst manuell freigeschaltet werden. Darüber hinaus werden auch Features wie Widevine Level 1 DRM ohne die Kooperation mit Google nicht umsetzbar sein.

Positive Neuigkeiten gab es für Huawei dagegen in Bezug auf die eigene Chip Entwicklung. So konnte der Architektur-Entwickler ARM Entwarnung geben. Das eigentlich in Großbritannien ansässige Unternehmen hatte zu Beginn des Handelsstreits die Beziehungen zu Huawei für beendet erklärt. Huawei hätte dann keine eigenen Prozessoren auf Basis von ARM Technologie mehr fertigen können. Kürzlich hatte ARM dann jedoch Entwarnung gegeben, da man nach gründlicher Prüfung zum Entschluss gekommen ist, dass er US-Ban gegen Huawei auf die Beziehungen zwischen ARM und Huawei bzw. deren Tochter HiSilicon keine Auswirkungen hat.

Nichts desto trotz stehen für Huawei schwere Zeiten bevor, denn der US-Ban bedroht neben dem Smartphone Business noch diverse andere Geschäftsbereiche des Herstellers. Insbesondere beim Thema Software gibt es viele Fragezeichen und auch die ambitionierten Eigenentwicklungen von Huawei scheinen nach Aussagen diverser Entwickler derzeit noch alles andere als marktreif zu sein, wenngleich Huawei das wohl anders sieht. Ein 100%iger Cut von US-Technologie dürfte sich deshalb äußerst schwierig gestalten. Hoffnung besteht aber dennoch, denn bis zum 19. November ist es noch ein Weilchen hin. In diesem Zeitraum könnte sich noch so einiges tun. Insofern gilt: abwarten und Tee trinken!

Quellen
Bloomberg


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Kommentare 1

Gäste - Dieter am Mittwoch, 02. Oktober 2019 11:25

Die Dienste auf das Handy bringen, das diese vielleicht irgend wann von Google blockiert werden.... Sehr gute Idee

Die Dienste auf das Handy bringen, das diese vielleicht irgend wann von Google blockiert werden.... Sehr gute Idee :(
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