Ulefone gibt Lüge bezüglich des Kamera-Sensors im Be Pro zu

Ulefone gibt Lüge bezüglich des Kamera-Sensors im Be Pro zu

Das Ulefone Be Pro erfreut sich großer Beliebtheit - und das nicht ohne Grund. Zu einem erstaunlich niedrigen Preis bekommt man eine gute Ausstattung mit einigen bemerkenswerten Details. Leider musste Ulefone jetzt zugeben, dass doch nicht alles Gold ist, was glänzt.

Das Ulefone Be Pro ist ein Phablet mit 5,5 Zoll 720p Display und einem MT6732 SOC mit 2GB Arbeitsspeicher. Dazu kommen ein relativ großer 2.600mAh Akku, ein hochwertiger Audio-Chip und eine 13 Megapixel Kamera mit Sony IMX-Sensor. Zumindest ist das das Werbeversprechen, das Ulefone gibt. Das ganze Paket bekommt man so schon für weniger als 160 Euro, was ein wirklich guter Preis ist. Leider musste Ulefone jetzt etwas eingestehen, was dem Ruf des Herstellers und des Gerätes nicht gerade zuträglich sein dürfte.

Als einer der Ersten hatte Andi von GizChina.com darauf aufmerksam gemacht, dass wohl in einigen Geräten statt dem versprochenen Sony-Sensor mit 13 Megapixeln ein 8 Megapixel Sensor verbaut sei. Nun gibt es eine Stellungnahme seitens Ulefone, die auf Facebook veröffentlich wurde. Diese ist mit "Letter of apology" überschrieben. Darin räumt man ein, dass es ein Fehler der Marketing-Abteilung war, von einem Sony-Sensor zu sprechen und das dies nicht zutrifft. Außerdem verspricht man, dass so etwas in Zukunft nicht mehr vorkommen wird und man in dieser Hinsicht genauer aufpassen werde. Welcher Sensor stattdessen verbaut ist, wurde aber nicht gesagt. Nach einigen verärgerten Kommentaren und Nachfragen von Usern wurde dann bekannt, dass ein Omnivison OV8865 Sensor mit 8 Megapixeln zum Einsatz kommt, der dankt Interpolation auf 13 Megapixel kommt.

Es ist zwar löblich, dass Ulefone sich offiziell entschuldigt, dennoch kam dieser Brief ja nicht von allein zustande. Wenn aufmerksame User nicht genau hingeschaut und eine Stellungnahme des Herstellers gefordert hätten, wäre das Unternehmen wohl nicht auf die Idee gekommen, einen solchen Brief zu verfassen. Ich frage mich, an welchen Stellen man hier noch betrogen wird und sicherlich ist Ulefone nicht der einzige Hersteller, der zu solchen "Marketingmaßnahmen" greift. Dennoch ist vor allem das Vertrauen in Ulefone selbst stark beschädigt. Viele User fühlen sich berechtigter weise hintergangen und fordern eine Entschädigung. Ein Sony IMX-Sensor steht nunmal für eine gewisse Qualität und so etwas als Verkaufsargument zu nutzen ist wirklich nicht die feine Art. Selbstverständlich ist der verbaute Sensor sicherlich nicht schlecht, aber wenn man nicht das bekommt, was einem versprochen wurde, ist man zu recht enttäuscht.

Ich bin sehr gespannt, ob Ulefone den Preis des Be Pro jetzt senkt oder die betroffenen Kunden entschädigt. Außerdem wird bei diversen Shops noch immer mit einer Falschaussage geworben, was ich ein Unding finde. Jetzt ist wirklich Krisenmanagement seitens Ulefone gefragt, damit die Sache keine Auswirkungen auf die Zukunft der Wachstumspläne des Unternehmens hat.

Quelle: ULEFONE@FACEBOOK


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