Motorola erweitert sein Portfolio an faltbaren Smartphones. Im Rahmen der CES 2026 hat das Unternehmen das Motorola Razr Fold präsentiert. Damit weicht der Hersteller erstmals von dem reinen "Flip" Formfaktor ab und stellt ein Gerät im sogenannten "Book Style" vor, das direkt mit etablierten Modellen wie dem Samsung Galaxy Z Fold oder auch chinesischen Herstellern wie Vivo (X Fold Serie) oder Honor (Magic V Serie) konkurriert.
Bisher stand die Marke Motorola Razr unter der Führung von Lenovo ausschließlich für kompakte Klapphandys im Clamshell Format. Ein solches Modell hatten wir mit dem Motorola Razr 50 bereits im Test. Mit dem neuen Modell zielt Motorola nun auf das Segment der Produktivität und Mediennutzung ab. Obwohl der Hersteller noch nicht alle technischen Daten offengelegt hat, sind die Eckdaten zu Display, Kamerasystem und Design bereits bekannt. Eine Veröffentlichung in Deutschland gilt als gesichert, da auf der lokalen Webseite des Herstellers bereits entsprechende Teaser geschaltet wurden.
Das Motorola Razr Fold setzt auf ein Außendisplay mit 6,6 Zoll Diagonale. Damit fällt es etwas größer aus als die externen Bildschirme der direkten Mitbewerber. Im aufgeklappten Zustand steht dem Nutzer ein 8,1 Zoll großes OLED Panel zur Verfügung. Dieses innere Display bietet eine 2K Auflösung und nutzt die LTPO Technologie für variable Bildwiederholraten bis 120Hz.
Erste Berichte von der Messe in Las Vegas heben hervor, dass der Falz in der Displaymitte sehr unauffällig ausfällt. Die Knickstelle soll sowohl optisch als auch haptisch weniger präsent sein als bei vergleichbaren Geräten der aktuellen Generation. Das Scharnier erlaubt das Aufstellen des Geräts in verschiedenen Winkeln. Fürs Design bietet Motorola zwei Varianten an: „Pantone Lily White" mit einer glatten Rückseite sowie „Pantone Blackened Blue", das mit einer Oberfläche aus Kunstleder versehen ist.
Bei der Kameraausstattung wählt Motorola einen anderen Weg als viele Konkurrenten, die bei Foldables oft Kompromisse eingehen. Das Motorola Razr Fold verfügt über ein Triple Setup auf der Rückseite, bei dem alle drei Sensoren mit 50MP auflösen. Als Hauptkamera kommt ein Sony Lytia Sensor zum Einsatz. Flankiert wird dieser von einer Ultraweitwinkel Kamera, die auch für Makroaufnahmen genutzt werden kann, sowie einem Periskop Teleobjektiv mit 3-fach optischem Zoom. Videoaufnahmen werden unter anderem im Dolby Vision Standard unterstützt. In dieser Hinsicht ähnelt das Razr Fold also den Foldables von Vivo, welche ebenfalls einen starken Kamera-Fokus besitzen.
Für Videokonferenzen und Selfies verbaut der Hersteller zwei weitere Kameras: Ein 32MP Modul befindet sich im Außendisplay, während im inneren Bildschirm eine 20MP Kamera integriert ist. Ein weiteres Merkmal ist die Unterstützung für den „Moto Pen Ultra". Damit lässt sich das große Innendisplay auch für handschriftliche Notizen oder Zeichnungen nutzen, was die Positionierung als Produktivitätsgerät unterstreicht.
Trotz der offiziellen Vorstellung auf der CES bleiben einige Details offen. Motorola hat sich bislang weder zum verbauten Prozessor noch zur Akkukapazität geäußert. Auch die genaue Android Version ist noch nicht bestätigt, wenngleich diverse AI Funktionen unter Bezeichnungen wie „Catch Me Up" angekündigt wurden. Softwareseitig soll das Multitasking durch flexible Layouts optimiert sein, um die große Bildfläche effizient zu nutzen.
Preise und ein konkretes Veröffentlichungsdatum wurden noch nicht kommuniziert. Die Existenz der deutschen Produktseite deutet jedoch auf einen nicht mehr all zu weit entfernten Marktstart im Laufe des Jahres 2026 hin.
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